Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Abstimmungskontroverse: Regula Rytz, Grüne und Albert Rösti, SVP
    45 Jahre – oder 60 – oder mehr? Wann soll die Schweiz aus der Atomenergie aussteigen? Darüber stimmen wir in knapp drei Wochen ab.Die Grünen mit Regula Rytz an der Spitze verlangen den Ausstieg nach 45 Jahren. Die SVP mit Albert Rösti vertraut auf die ENSI und will die AKWs 60 Jahre oder länger laufen lassen. Die Argumente pro und contra - in der Abstimmungskontroverse.
    27 min
  • Cristina Kruck und Stéphane Laederich über die Sprache der Roma
    In der Schweiz spricht man neben Romanisch auch Romani. Romani ist aber die Sprache der Roma, der «Zigeuner». Die 80-jährige Cristina Kruck spricht sie und ihr Sohn Stéphane Laederich, der ein Buch darüber geschrieben hat. Beide sind Gast im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann.Die Unesco hat extra einen «Tag des Romani» ins Leben gerufen. Er findet morgen statt. Romani – oder Romanes, wie man im deutschsprachigen Raum auch sagt – wird noch von Millionen Menschen in Europa gesprochen. Nur weiss man das kaum. Über die Sprache ist wenig bekannt – wie überhaupt von der Lebensweise der Roma. Noch immer prägen viele – oft negative – Klischees die Vorstellung von der grössten transnationalen Minderheit in Europa. Aus Angst vor Diskriminierung verschleiern die Roma ihre Identität.Der promovierte Mathematiker und Banker Stéphane Laederich ist Direktor der Rroma Foundation, einer von mehreren Schweizer Roma-Verbänden, und er hat ein Standardwerk über die Roma geschrieben. Seine Mutter Cristina Kruck war auf der ganzen Welt als IKRK-Delegierte tätig, spricht sieben Sprachen fliessend und ist auch mit 80 noch immer Aktivistin.
    27 min
  • Heinrich Bedford-Strohm – Deutschlands oberster Reformierter
    In Genf beginnen die internationalen Feierlichkeiten zu «500 Jahre Reformation». Mit dabei Heinrich Bedford-Strohm, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland. Er ist Gast von Susanne Brunner.Heinrich Bedford-Strohm nimmt kein Blatt vor den Mund: «Wenn sich Menschen auf das christliche Abendland berufen, um damit Flüchtlinge auszugrenzen oder gegen sie zu hetzen, muss man sich ganz klar widersetzen.» Heinrich Bedford-Strohm mischt sich immer wieder politisch ein, eben auch in die Diskussionen über Flüchtlinge in Deutschland. Im Tagesgespräch meint er: «Der Verantwortungshorizont der Christen ist universell. Wenn Menschen anderswo leiden, geht uns das was an. Dann können wir nicht sagen, wir machen die Grenzen dicht und dann ist das Problem gelöst.»
    26 min
  • Blerim Bunjaku – Razzia in der An'Nur Moschee
    Nachdem die Polizei die Winterthurer An'Nur Moschee durchsucht hat, hat die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen vier Personen eröffnet – wegen öffentlicher Aufforderung zu Verbrechen oder Gewalttätigkeit. Gast von Susanne Brunner ist der Winterthurer SP-Politiker Blerim Bunjaku.Der 37-jährige Schulpfleger und Unternehmer engagiert sich schon seit einigen Jahren gegen die Radikalisierung von Jugendlichen. Er meint, es sei höchste Zeit für eine Razzia gewesen. «Ich hoffe, die Staatsanwaltschaft hat nun genug Beweise, damit sie jetzt vorwärts machen kann, um ein Zeichen zu setzen in der Schweiz. Wir müssen zeigen, dass so etwas nicht geht. Wir müssen auch zeigen, dass wir die Möglichkeiten haben, einen solchen Verein zu schliessen und auch die Leute zu verhaften.»
    25 min
  • Tamer Abdoalenin – Blick auf 20 Jahre «Al Jazeera»
    Vor 20 Jahren ging «Al Jazeera» auf Sendung. Der Nachrichtensender habe die arabische Medienwelt verändert, sagt Tamer Abdoalenin im Gespräch mit Marc Lehmann. Er war während Jahren «Al Jazeera»-Korrespondent in der Schweiz und blickt heute mit einer gewissen Distanz auf den arabischen TV-Sender.«Al Jazeera» ist aus einer gescheiterten Kooperation der BBC mit den Saudis entstanden. Der Emir von Katar heuerte die dort entlassenen Reporter an und gründete einen neuen Sender, der journalistisch unabhängig sein wollte. Heute ist «Al Jazeera» der einflussreichste Sender in der arabischen Welt. Der ehemalige «Al Jazeera»-Journalist Tamer Abdoalenin glaubte zuerst nicht an «Al Jazeera». «Ich zweifelte daran, ob die Macher die Kraft haben würden, ihren Anspruch auf ausgewogene internationale Berichterstattung durchzuziehen.» Doch diese Zweifel seien zerstreut worden. «Al Jazeera» habe sich als wichtiges Korrektiv in der arabischen Welt entwickelt, so Abdoalenin.Der Vorwurf, «Al Jazeera» habe sich im Zuge des arabischen Frühlings 2011 auf die Seite der Islamisten geschlagen, treffe nicht zu. «Es gab nie einen Schulterschluss mit irgendeiner Seite!»
    28 min
  • Heidi Witzig und Benedikt Knüsel – Klimavertrag und Generationen
    Bendedikt Knüsel ist 26 Jahre alt und im Vorstand des Vereins «Swiss Youth for Climate». Heidi Witzig könnte seine Grossmutter sein, und hat als «Klimaseniorin» Klage eingereicht gegen den Bundesrat. Sie sind zu Gast bei Susanne Brunner.Diese Woche tritt das Pariser Klimaabkommen in Kraft. Über 170 Staaten haben es unterschrieben, darunter auch die USA und China; die am meisten CO2 produzieren. Ziel des Abkommens ist es zu verhindern, dass sich der Planet Erde um weniger als zwei Grad erwärmt. Die Schweiz wird das Abkommen frühestens im nächsten Sommer ratifizieren. Der Bund hat sich vorgenommen, den Treibhausgas-Ausstoss bis 2030 zu halbieren, 30 Prozent davon im Inland.«Die meisten Menschen sind sich nicht bewusst, wie gefährlich der Klimawandel ist», sagt die Historikerin und Klimaseniorin Heidi Witzig. Darum müsse Aufklärung geleistet werden. Zusammen mit mehr als 450 Seniorinnen hat sie den Bundesrat, das Bundesamt für Umwelt und das Bundesamt für Energie eingeklagt, weil die zu wenig machten für den Klimaschutz. «Stimmt», sagt der Umweltwissenschafter Benedikt Knüsel. «Ein breite Debatte ist zwingend, allerdings ist das Thema äusserst komplex.» Beide fordern sie, dass die Jugend mehr einbezogen wird in die Klimapolitik. Zwei Generationen- ein Ziel?
    27 min
  • Eva Mennel, Personalchefin von Unicef in New York
    Ein Job in der internationalen Zusammenarbeit ist das Ziel vieler junger Leute: Etwas Sinnvolles tun, interessante Projekte umsetzen, Auslanderfahrungen sammeln. Ein Traumjob? Marc Lehmann fragt im Tagesgespräch Eva Mennel, die Personalchefin von Unicef in New York.Auslandeinsätze in armen Ländern können ein Kick für die persönliche Karriere sein. Aber die Arbeit birgt viele Risiken, und die Veränderungen in der Entwicklungszusammenarbeit verändern auch das Berufsprofil. Im Berner Stade de Suisse findet heute das «Forum cinfo» statt, die Fachmesse für Berufe in der internationalen Zusammenarbeit. Als Gastreferentin ist die St. Gallerin Eva Mennel eingeladen, die seit anderthalb Jahren die Human Ressources des Uno-Kinderhilfswerks Unicef leitet und damit etwa 10‘000 Mitarbeitenden als oberste Personalchefin vorsteht. Sie sei immer wieder verblüfft über das grosse Interesse an den Unicef-Stellen, sagt sie. Das sei erfreulich. Allerdings würden viele zwar gern für die Unicef arbeiten, aber nicht im Ausland. Das sei praktisch nicht möglich. «Wir suchen Leute, die mobil sind, und auch ins Feld gehen.» Oft sei das wegen familiärer Verpflichtungen ein Problem. «Wir sind daher durchaus auch interessiert an Leuten, die am Ende ihrer Karriere stehen.» Denn Berufserfahrung sei eine Bedingung für einen Job bei der Unicef.
    28 min
  • Vania Alleva – UNIA-Kongress in schwierigen Zeiten
    Am UNIA-Kongress in Genf will die grösste Gewerkschaft der Schweiz ihre Strategie für die nächsten vier Jahre diskutieren. Thema ist aber zur Zeit sie selbst. UNIA-Präsidentin Vania Alleva ist Gast von Susanne Brunner.Sexuelle Belästigung; ein Klima der Angst unter den Angestellten; viel Kritik an der Führung - die Probleme innerhalb der Gewerkschaft seinen am Kongress kein Thema. «Die Delegierten wollen nach vorne schauen, haben sie mir gesagt», erzählt Alleva. Ziel der nächsten vier Jahre sollen zusätzliche Mitglieder sein. Machen es die Negativschlagzeilen schwieriger? «Nein, wir hatten im September einen höheren Zuwachs als in anderen Monaten.» Um präsent zu sein, hat die UNIA in den letzten vier Jahren vermehrt auf Streiks und Arbeitskämpfe gesetzt. «Diese haben sich verdoppelt, auch weil wir mit Arbeitgebern konfrontiert sind, die einen harten Kurs fahren, die die Mitarbeiter nicht ernst nehmen.»
    27 min
  • Matthias Finger über den Poststellen-Abbau
    Bis zu 600 Postbüros verschwinden, 1200 Angestellte könnten ihre Arbeit verlieren. Die Digitalisierung und das Kundenverhalten zwingen den Gelben Riesen zu einem immer rascheren Umbau. Über die Post der Zukunft diskutiert Marc Lehmann im Tagesgespräch mit dem Post-Experten Matthias Finger.Als Professor für das Management von Netzwerk-Industrien an der ETH Lausanne befasst sich Matthias Finger seit langem mit den Veränderungen im Postmarkt. Sein Fazit: «Ich glaube, das war überfällig.» Die Post mache nur das, was im Ausland bereits passiert sei. Sie schliesse klassische Poststellen, eröffne aber mehrere neue Zugangspunkte. «Schliesslich steigt die Anzahl Zugangspunkte sogar.» Hingegen werden vor allem Finanzdienstleistungen nicht mehr überall erhältlich sein.
    28 min
  • Antoinette Mächtlinger und das Schweigen der Friedensbewegung
    Bomben auf Aleppo, Vormarsch auf Mossul – und keine Demonstrationen. Warum nicht? Die 79-jährige Antoinette Mächtlinger ist seit 60 Jahren in der Friedensbewegung aktiv. Sie ist Gast von Susanne Brunner.«Für wen soll man denn demonstrieren und gegen wen?», rechtfertigt Antoinette Mächtlinger die Ruhe. Beispiel Aleppo: «Wir können ja nicht einfach Assad und den Russen die Schuld geben.» Es herrsche so ein Durcheinander, soviel mediales Gehetze, der Westen liefere Waffen an «gute» Rebellen. Der Friedensbewegung fehlt ausserdem der Nachwuchs. «Wir sind alt und wir können die Jungen nicht für die Art der Bewegung motivieren.» Sie sei heute deshalb keine politische Kraft mehr, konstatiert Mächtlinger.
    27 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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