Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Joseph de Weck: «Macron hat alles viel schlimmer gemacht»
    Emmanuel Macron trägt laut dem Politologen und Biografen Joseph de Weck die Hauptverantwortung für die Krise in Frankreich. Dennoch denkt der Präsident nicht an einen Rücktritt, wie er am Abend in einer Rede an die Nation klargestellt hat. Rutscht Frankreich noch tiefer in die Krise?
    Seit dieser Woche steht Frankreich ohne Regierung da. Das komme nicht unerwartet und entsprechend kompliziert sei die politische Situation für Präsident Emmanuel Macron. Sagt Joseph de Weck. Er ist Historiker und Politologe in Paris, und er hat unter anderem eine Biografie über Emmanuel Macron veröffentlicht mit dem Titel Der revolutionäre Präsident
    27 min
  • Gerhard Polt: «Die Redefreiheit möchte ich nutzen»
    Gerhard Polt gilt als einer der besten Kabarettisten im deutschsprachigen Raum. Der Münchner geht auf Abschiedstournee in die Schweiz, da er mit seinen 82 Jahren weniger reisen möchte. Im «Tagesgespräch» spricht er über Political Correctness, die Wahlen in Deutschland und den alltäglichen Wahnsinn.
    Er ist der Grand Old Man des deutschsprachigen Kabaretts und wurde mit allen wichtigen Preisen ausgezeichnet. Gerhard Polt betont, dass Satire das Missverständnis bewusst in Kauf nehme – er riskiere es sogar gerne, missverstanden zu werden. Am 9. Dezember im Volkshaus Zürich und am 10. Dezember im Konzertsaal Solothurn tritt er zum vorerst letzten Mal in der Schweiz auf. Danach plant der 82-Jährige, seine Tourneen deutlich zu reduzieren.
    27 min
  • Marieke Kruit: Nach 833 Jahren erste Stadtpräsidentin von Bern
    Bern hat erstmals eine Stadtpräsidentin. Die Sozialdemokratin Marieke Kruit hat den Grünen Vorgänger Alec von Graffenried stimmenmässig klar übertrumpft. Bern ist nach den Wahlen noch linker geworden, der Stadt-Land-Graben wird immer tiefer. Mit welchen Folgen?
    Sie galten als politische Zwillinge, dennoch hat Marieke Kruit die Wahl zur Stadtpräsidentin gegen den Grünen Alec von Graffenried klar gewonnen. Sie ist im Bernischen Turbach aufgewachsen, einem Dorf nahe Gstaad, im Hotel ihrer Eltern, die aus der Niederlande stammen. Sie kennt die ländlichen Verhältnisse bestens. Die Stadt Bern wurde in einem Ranking der NZZ am Sonntag als «linkste» grosse Stadt der Schweiz gekürt. Der Stadt-Land-Graben wird immer tiefer. Nicht mehr nur in Abstimmungen wird dies sichtbar, sondern auch bei Wahlen. Wie will Kruit die verschiedenen Bedürfnisse unter einen Hut bringen, beispielsweise bei Verkehrsfragen? Wie will sie Berns Budget in den Griff bekommen? Die erste Stadtpräsidentin von Bern ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
    26 min
  • Serge Gaillard: «Das wäre ein Versagen des Parlaments»
    Das Parlament streitet in dieser Wintersession über das Budget fürs kommende Jahr. Wieso muss die Schweiz eigentlich so stark sparen? Serge Gaillard ist zu Gast im Tagesgespräch, er gilt als Chef-Sparer der Schweiz.
    Die Schweiz stehe vor grossen Auf- und Ausgaben: Die Aufstockung des Armeebudgets und die Finanzierung der 13. AHV-Rente sind nur zwei Beispiele. Der Bundesrat hat eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Serge Gaillard beauftragt, ein Sparpaket auszuarbeiten. 60 Massnahmen hat Gaillard vorgeschlagen, 5 Milliarden Franken könnten damit gespart werden.
    Aktuell geht es im Parlament um das Budget fürs kommende Jahr. Eine unheilige Allianz aus links und rechts könnte es bachab schicken. Das wäre historisch und ein Versagen des Parlaments, sagt Gaillard.
    Im Tagesgespräch erzählt er, warum der Spardruck aktuell so hoch ist, wie er auf der Suche nach Sparmöglichkeiten vorgegangen ist und wie die Bevölkerung die Massnahmen spüren würde. Serge Gaillard war bis 2021 Direktor der eidgenössischen Finanzverwaltung.
    27 min
  • Samstagsrundschau: Christa Hostettler überrascht von Ausbaukosten
    Rund doppelt so viel wie bisher gedacht, soll der Ausbau der Bahninfrastruktur kosten bis 2035. Zu diesem Schluss kommt das Bundesamt für Verkehr in einem neuen Bericht. Kritiker sagen, es fehle dem BAV an einem übergeordneten Plan. Die neue Amtsdirektorin Christa Hostettler nimmt Stellung.
    Neue Tiefbahnhöfe für Luzern und Basel, ein neuer Tunnel zwischen Zürich und Aarau, verschiedene Projekte in der Westschweiz. Die Liste der geplanten Ausbauten der Bahninfrastruktur ist lang. Doch das alles kommt viel teurer als bisher gedacht, schreibt nun das zuständige Bundesamt für Verkehr. Rund 30 Milliarden Franken betragen die Kosten neu oder 14 Milliarden mehr als gedacht. Da stellen sich gleich mehrere Fragen: Wie ist eine solche Fehleinschätzung überhaupt möglich? Wo soll das Geld her kommen? Und, was stimmt an der Kritik, dass die Ausbaupläne ein Sammelsurium von Einzelwünschen der Kantone seien und eine übergeordnete Planung fehle? Der Schienenverkehr steht auch in den Verhandlungen mit der EU, die demnächst zu einem Ende kommen sollen, im Fokus. Die EU verlangt von der Schweiz die Liberalisierung des grenzüberschreitenden Verkehrs. Ist die SBB für den Konkurrenzkampf gewappnet? Und, sinken damit tendenziell die Preise oder vor allem die Qualität?
    Christa Hostettler, die Direktorin des Bundesamtes für Verkehr BAV nimmt Stellung und zieht Bilanz nach 100 Tagen im Amt, als Gast in der «Samstagsrundschau» bei Karoline Arn.
    Ergänzend zum «Tagesgespräch» finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle «Samstagsrundschau».
    28 min
  • Daniella Lützelschwab: Was tun für Arbeitskräfte Ü55?
    Es fehlen fast überall Fachkräfte. Immer wichtig werden ältere Arbeitnehmende. Setzen sich die Arbeitgeber genug für dieses Personal ein? Wie bleiben Arbeitskräfte im anspruchsvolleren Arbeitsmarkt auch mental gesund? Braucht es Gesetzesänderungen? Fragen an Daniella Lützelschwab vom SAV.
    Leicht hat sich der Mangel an Fachkräften entspannt, zum Beispiel in der IT-Branche. Dennoch werden auch in Zukunft aufgrund der demografischen Entwicklung Arbeitskräfte in der Schweiz fehlen. Abhilfe schaffen könnten Arbeitnehmende, die auch im Pensionsalter weiterarbeiten. Der Schweizerische Arbeitgeberverband startete bereits vor zehn Jahren eine Initiative, damit die Unternehmen ältere Arbeitskräfte fördern. Nun kommt eine Studie des Versicherungskonzerns Swiss Life jedoch zum Schluss, dass die Arbeitgeber in ihren Bemühungen zu passiv sind. Immer noch werden kaum Personen über 55 neu in einem Betrieb angestellt, bescheiden sind auch die Bemühungen, Arbeitskräfte länger als bis zum Pensionsalter zu beschäftigen. Daniella Lützelschwab ist beim Schweizerischen Arbeitgeberverband zuständig für den Arbeitsmarkt und setzt sich seit zehn Jahren für die Förderung älterer Arbeitnehmenden ein. Ist sie zufrieden mit dem Ergebnis? Wo braucht es einen grösseren Effort? Und was sagt sie zu den Ergebnissen des Gewerkschaftsdachverbands Travail Suisse, dass der Stress in der Arbeitswelt kontinuierlich zunimmt? Verhindert diese Entwicklung gar ein längeres Arbeiten im Rentenalter? Daniella Lützelschwab ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
    26 min
  • Sandra Maischberger über Hitlers Lieblingsregisseurin
    Seit mehr als 20 Jahren ist Sandra Maischberger eine feste Grösse in der ARD. Neben ihrer politischen Talkshow engagiert sich die Journalistin auch als Produzentin und Filmemacherin. Ihr neuestes Projekt: ein Dokumentarfilm über Leni Riefenstahl, die als Propagandistin des Nazi-Regimes bekannt wurde
    Mit Sandra Maischberger sprechen wir auch über die Memoiren der Alt-Kanzlerin Angela Merkel, über den aktuellen Zustand Deutschlands und die bevorstehende Bundestagswahl im kommenden Februar. Ausserdem fragen wir sie, ob die Nazi-Regisseurin Leni Riefenstahl tatsächlich eine unpolitische Ästhetin war, wie sie stets behauptete, oder ob sie eine überzeugte Nationalsozialistin war, die von Hitler sehr geschätzt wurde.
    26 min
  • Franz-Stefan Gady: Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah
    Seit 4 Uhr am Mittwoch ist die Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah in Kraft. Warum ist im Libanon möglich, was in Gaza nicht geht? Antworten von Franz-Stefan Gady. Er ist Militäranalyst und arbeitet unter anderem für das Institute for International Strategic Studies (IISS) in London.
    Wir sprechen mit Franz-Stefan Gady aber auch über die aktuelle Lage an der Front in der Ukraine. Gady war mehrfach in der Ukraine, in Afghanistan und im Irak, wo er jeweils ukrainische, afghanische Einheiten und Nato-Truppen sowie kurdische Milizen bei Einsätzen begleitet hat. Mit "Die Rückkehr des Krieges. Warum wir wieder lernen müssen, mit Krieg umzugehen" ist gerade Gadys erstes Buch erschienen.
    25 min
  • Gerhard Conrad: «Israel hätte Hamas-Attacke verhindern können»
    Die Verhandlungen mit der Hamas sind blockiert. Noch immer sind 100 israelische Geiseln in Gaza. Wie kann in einer solchen Situation verhandelt werden? Der Geheimdienstexperte Gerhard Conrad ist zu Gast im Tagesgespräch.
    Gerhard Conrad ist überzeugt, dass die israelische Regierung genügend Geheimdienstinformationen gehabt hätte, um den Anschlag der Hamas vorauszusehen und zu verhindern. Über 20 Jahre war Gerhard Conrad im Bundesnachrichtendienst tätig.
    Später leitete er als Direktor das Intcen (EU Intelligence Analysis Centre) des Europäischen Auswärtigen Dienstes in Brüssel. Für den BND war er als Vermittler tätig, etwa zwischen Israel und der Hisbollah beim Austausch von Gefangenen oder zwischen Israel und der Hamas nach der Geiselnahme des israelischen Soldaten Gilat Shalit.
    Im Tagesgespräch beschreibt er, wie die Verhandlungen mit der Hamas abliefen, was der Geheimdienst vor dem 7. Oktober alles wusste und warum der Transfer von geheimdienstlichem Wissen in politisches Handeln nicht immer gelingt.
    27 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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