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Bis zu den US-Kongresswahlen 2026 ist es zwar noch ein Jahr, doch die politische Landschaft stellt längst die Weichen. Erste Stimmungsbilder zeigten sich bei den Gouverneurswahlen in Virginia und New Jersey sowie im Bürgermeisterwahlkampf in New York – etwa beim Wahlkampf-Messaging, in den Wählerdynamiken und in der Mobilisierungskraft beider Parteien. Das Referendum über die Zulassung neuer Wahlkreiskarten in Kalifornien stellt einen Stimmungstest dar und hat Auswirkungen darauf, ob die Demokraten im nächsten Jahr Sitze dazugewinnen können. Beide Parteien feilen derzeit an ihrer Botschaft. Zwar liegen die Umfragewerte für Trump auf einem historischen Tief, doch auch die Demokraten haben Mühe, eine klare und überzeugende Gegenbotschaft zu formulieren. Was wir aus den jüngsten Wahlen lernen können – und was im kommenden Jahr zu erwarten ist – besprechen wir in dieser Folge von „America’s Choice“ mit Dr. Melinda Crane und Elmar Theveßen.
Im Jahr 2017 blickte das Aspen Insight Projekt zehn Jahre in die Zukunft und fragte, welche Schlagzeilen wir wohl im Oktober 2025 lesen würden. Ein idealer Zeitpunkt also, um erneut nach vorn zu schauen.
Die Vereinigten Staaten stehen am Beginn einer entscheidenden Dekade. Innenpolitische Polarisierung und politische Gewalt erschüttern das Land, während die Trump-Regierung bestehende Normen infrage stellt und eine schnelle Neuausrichtung vorantreibt. Das hat weitreichende Folgen für Politik, Governance und Gesellschaft. Auch die transatlantischen Beziehungen geraten ins Wanken. Außenpolitisch handelt die zweite Trump-Administration transaktional. Offene Handelskonflikte und unsichere Sicherheitsgarantien schüren Spannungen, und die geopolitischen Prioritäten verschieben sich zunehmend nach Asien.
Welche Auswirkungen hat dieser innen- und außenpolitische Wandel auf die Zukunft der USA – gesellschaftlich, politisch und geopolitisch? Pünktlich zum Jubiläum der ersten Aspen Insight Ausgabe wagen wir in dieser Zukunftsfolge von „America’s Choice – Der USA Podcast“ gemeinsam mit Julian Müller-Kaler und Dr. Hendrik Ohnesorge einen Blick auf die kommenden zehn Jahre. Wir fragen: Wo stehen die USA im Jahr 2035? Und was bedeutet das für Europa und die Welt?
Der Start ins neue akademische Jahr wird an US-Universitäten und Forschungseinrichtungen von politischen Auseinandersetzungen überschattet. Politische Einflussnahme und eine zunehmend ideologisch gefärbte Wissenschaftspolitik prägen das derzeitige Bild in den USA. Fördermittel stehen unter Druck – jüngst etwa durch die Streichung von mRNA-Forschungsgeldern durch Gesundheitsminister Kennedy. Wissenschaftliche Stellen werden abgebaut, Spitzenforscher wandern aus und internationale Studierende sehen sich mit langwierigen, komplizierten Visa-Verfahren konfrontiert.
Für zusätzlichen Sprengstoff sorgen Trumps Pläne, das Bildungsministerium gänzlich abzuschaffen, ein Schritt, der das Fundament des amerikanischen Wissenschaftssystems erheblich ins Wanken bringen könnte. Während konservative Stimmen den Hochschulen ideologische Voreingenommenheit vorwerfen, warnen progressive Kräfte vor der Aushöhlung der freien Wissenschaft und einem beschleunigten Brain Drain.
Doch was bedeutet dieser politische Kurs für die Zukunft der Wissenschaft in den USA? Wie verändert sich das internationale Ansehen amerikanischer Hochschulen? Und wie reagieren die Universitäten selbst auf diesen Druck? In dieser Folge von America’s Choice sprechen wir über den Kampf um den Campus und die Folgen für Forschung und Bildung in den USA – mit Dr. Claus Hecking, Wissenschafts- und Technologie-Korrespondent sowie Leiter des Bostoner Büros des SPIEGEL und Prof. Dr. Markus Thiel, Professor für Politik & Internationale Beziehungen an der Florida International University und Direktor des EU-Jean Monnet Center of Excellence.
Während an der Front in der Ukraine weiterhin gekämpft wird, verlagert sich die Aufmerksamkeit wieder auf die diplomatische Bühne. Donald Trump versucht, sich als möglicher Friedensstifter zu inszenieren. Doch zu welchem Preis wäre er bereit, Frieden in der Ukraine für sich zu beanspruchen? In Washington und den europäischen Hauptstädten wächst die Spannung zwischen der Hoffnung auf eine Öffnung in den Gesprächen und der Sorge, dass Moskau die Bühne für sein eigenes Spiel nutzt.
Diese Episode beleuchtet, warum gerade jetzt jeder Schritt und jedes Treffen von enormer Bedeutung ist. Wir sprechen darüber, ob es zu einem direkten Aufeinandertreffen zwischen Putin und Selenskyj kommen könnte, wie geschlossen der Westen tatsächlich agiert und ob die diplomatischen Initiativen eine echte Chance auf Deeskalation eröffnen oder in taktischem Stillstand enden.
In dieser Folge diskutieren wir diese wichtigen Themen mit Dr. Stefan Meister, Leiter des Zentrums für Ordnung und Governance in Osteuropa, Russland und Zentralasien der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), sowie mit Johanna Roth, US-Korrespondentin für DIE ZEIT in Washington.
Die Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu. Die USA haben iranische Atomanlagen bombardiert – und damit eine neue Eskalationsstufe erreicht. Teheran reagierte mit Angriffen auf US-Stützpunkte in Katar. Auch das Rote Meer bleibt ein Brennpunkt: Huthi-Rebellen haben dort zwei Frachtschiffe versenkt. Gleichzeitig setzt Washington auf eine enge Zusammenarbeit mit Israel und den Schutz der internationalen Schifffahrtswege. Das wirft Fragen auf: Welche Ziele verfolgen die USA, und welche Folgen hat das für die Stabilität der Region? In Europa fallen die Reaktionen gemischt aus – zwischen vorsichtiger Unterstützung und deutlicher Kritik. Während die USA militärisch eingreifen, setzen viele europäische Staaten weiter auf Diplomatie. Wie belastbar ist das transatlantische Verhältnis – und droht eine strategische Entkopplung im Umgang mit Iran, Israel oder dem Jemen? Diese und weitere Fragen diskutieren wir in unserer neuen Folge von America’s Choice mit Gilda Sahebi, Journalistin, Ärztin und Politikwissenschaftlerin mit Fokus auf den Nahen Osten sowie Gordian Fritz, Leiter des RTL und n-tv Studios in Washington.
Der transatlantische Konsens innerhalb der NATO ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Der NATO-Gipfel im Juni wirft seine Schatten voraus: Die Einigkeit der Allianz steht auf dem Prüfstand. Während die Staaten der EU vor allem auf eine gemeinsame Abschreckung gegenüber Russland setzen, drängen die USA zunehmend auf mehr Eigenverantwortung seitens der Europäer. Sie wenden sich immer mehr vom europäischen Kontinent ab und richten ihren Blick auf China, den Iran oder Israel. Wie verlässlich sind die USA als Schutzmacht in Zukunft? Braucht es eine strategische Neuausrichtung der NATO – und wenn ja, wie sieht diese aus?
Europas sicherheitspolitisches Bewusstsein wächst. Angesichts des zunehmend volatilen Verhältnisses zu den USA investieren europäische Staaten so viel in ihre Verteidigung wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Dennoch bleibt Europa auf absehbare Zeit auf die operative und strategische Unterstützung Washingtons angewiesen und vollzieht einen Balanceakt. Ist dies der Zeitpunkt für einen europäischen Pfeiler innerhalb der NATO? Welche sicherheitspolitische Rolle kommt der EU trotz begrenzter militärischer Kompetenzen zu? Und wie kann europäische Souveränität mit der Einbindung ins transatlantische Bündnis in Einklang gebracht werden?
Über diese Fragen diskutieren wir mit unseren großartigen Gästen Prof. Marina Henke, Professor of International Relations an der Hertie School und Direktorin des Centre for International Security sowie Gudrun Engel, Senior Correspondent and Leiterin des ARD Studio Washington.
Der Koalitionsvertrag wurde unterzeichnet, der neue Kanzler und die Minister*innen sind vereidigt. Die neue Regierung muss unter Hochdruck viele Aufgaben in Deutschland gleichzeitig angehen – doch die außenpolitischen Baustellen drängen besonders. Die Schwarz-Rote Regierung strebt danach, als starke Stimme Europas zu agieren. Zu den drängendsten Themen gehören unter anderem die geplanten Investitionen in die Bundeswehr und die nationale Sicherheit, die Vermeidung eines globalen Handelskrieges sowie die Unterstützung der Ukraine in ihrem Kampf gegen den russischen Aggressor. Inmitten der geopolitischen Spannungen zwischen den USA, China und Russland muss Deutschland seinen Platz finden.
Ein weiteres zentrales Thema wird das Verhältnis der Koalition unter Bundeskanzler Merz zur US-Regierung sein. Als Transatlantiker alter Schule könnte Merz den transatlantischen Beziehungen neue Impulse geben. Unter der Trump-Administration zeigen sich jedoch in vielen Politikfeldern zunehmend starke Differenzen, sei es bei der Unterstützung der Ukraine oder im Welthandel. Es stellt sich die Frage nach souveräner europäischer Strategie oder transatlantischer Verbundenheit – ein Balanceakt, der seinesgleichen sucht.
Wie viel Kontinuität und wie viel Kurswechsel ist unter der neuen Regierung zu erwarten? Kann Friedrich Merz mit Trump, und will er das? Diese und viele weitere Fragen diskutieren wir in dieser Folge mit unseren Expert*innen Sarah Schmidt, ARD-Korrespondentin in Washington sowie Dr. Melanie Amann, stellvertretende Chefredakteurin des SPIEGEL.
Die Anti-Trump-Stimmen in den USA werden lauter: Große Menschenmengen versammeln sich in den USA, um gegen die Trump-Administration und dessen Berater Elon Musk, DOGE und das Project 2025 zu demonstrieren. Vor dem Kapitol, Rathäusern, Regierungsgebäuden und in Parks wird gegen den massiven Abbau von Arbeitsplätzen und die Gefährdung der amerikanischen demokratischen Grundordnung demonstriert. Auch Prominente solidarisieren sich mit den Protesten und zeigen zunehmend Haltung – darunter Alexandria Ocasio-Cortez, Bernie Sanders und zuletzt der demokratische Senator Booker mit seinem 25-stündigen Filibuster gegen Trump. Während es in Trumps erster Amtszeit zu massiven Protesten gegen ihn kam, blieben größere Proteste in den ersten Wochen seiner zweiten Amtszeit aus. Nun scheint sich die Unruhe zu einer größeren Protestbewegung zu entwickeln.
Ein zentrales Thema ist auch die Positionierung der Demokraten gegenüber Trump. Die Partei steht vor der Herausforderung, zwischen einer konfrontativen Haltung und strategischer Zurückhaltung abzuwägen. Während einige progressive Stimmen auf entschiedenen Widerstand setzen, bevorzugen moderatere Kräfte in der Partei einen zurückhaltenderen, pragmatischen Ansatz.
Wie erfolgreich sind die aktuellen Proteste? Wie positionieren sich die Demokraten und könnte dies ihr „Tea-Party-Moment“ werden? Diese und viele weitere Fragen diskutieren wir in dieser Folge mit unseren Expert*innen Cathryn Clüver Ashbrook, Executive Vice President und Senior Advisor bei der Bertelsmann Stiftung sowie Dr. Ralf Borchard, US-Korrespondent im ARD-Studio in Washington.
Alle Zeichen stehen auf Handelskrieg. Donald Trump setzt Zölle als Waffe ein – gleichermaßen gegen Nachbarn, Verbündete und politische Gegner. Sein Ziel: Die US-Wirtschaft ankurbeln, Produktionsstätten zurückholen und „Made in the USA“ wieder zum Standard machen. Doch geht diese Rechnung auf? Steht die US-Wirtschaft wirklich vor einem goldenen Zeitalter – oder führt Trumps Kurs in eine Sackgasse?Auch international sorgt seine Handelspolitik für heftige Reaktionen. Während einige Länder nachgeben, schlagen andere zurück: China, die EU und Kanada haben bereits mit Vergeltungszöllen reagiert. Der globale Handel steht an einem Wendepunkt. Bricht das System des transatlantischen und globalen Handels zusammen? Braucht es womöglich eine Reform der WTO?
Diese Themen diskutieren wir in dieser Folge mit Prof. Dr. Dr. Ulrike Malmendier, Cora Jane Flood Professor of Finance an der University of California in Berkeley und Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, sowie Bernd Lange, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzender des Ausschusses für Internationalen Handel.
Donald Trump bricht mit der westlichen Geschlossenheit – und Europa steht außen vor. Während seine Administration hinter verschlossenen Türen mit Russland über den Ukrainekrieg verhandelt, wird der U.S.-Sondergesandte Kellogg nach Kiew entsandt. Doch statt Rückhalt für die Ukraine folgen Frontalangriffe: Trump nennt Präsident Selenskyj einen Diktator und verstärkt russische Narrative – ein geopolitischer Schock mit unvorhersehbaren Folgen.
Europäische Führungskräfte suchen vereinzelt den Kontakt nach Washington, doch eine koordinierte Antwort bleibt aus. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz ließ Vizepräsident J.D. Vance keinen Zweifel daran, dass Europa für die USA keine Priorität mehr hat. Die transatlantischen Beziehungen und der Ukrainekrieg stehen an einem Wendepunkt: Droht eine Schwächung der NATO? Wird die EU zu größerer militärischer Eigenständigkeit gezwungen? Und was bedeutet Trumps Kurs für die Ukraine die europäische Sicherheitsarchitektur?
Diese Themen diskutieren wir in dieser Folge mit Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, sowie Prof. Dr. Carlo Masala, Professor für Internationale Politik an der Universität der Bundeswehr in München.
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