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Vergangene Woche sind die Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen bekannt geworden: Der Spiegel hatte berichtet, dass Ulmen Fake-Videos und gefälschte Nacktfotos von Fernandes verschickt haben soll. Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Rechtsanwalt hat mitgeteilt, dass es sich in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung handle, zudem würden unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet.
Durch den Fall ist das Thema digitale Gewalt in aller Munde. Diese Woche wurde im Bundestag sogar ein Gesetzentwurf vorgestellt. Der sieht vor, dass Täter von digitaler Gewalt in Zukunft härter bestraft werden sollen.
Neu ist das Problem nicht. Das zeigen auch Zahlen des Bundeskriminalamts für das Jahr 2024, die sich auf die Fälle beziehen, die tatsächlich angezeigt wurden. Im Bereich digitale Gewalt waren demnach in 60 Prozent der Fälle Frauen betroffen – und fast 80 Prozent der Tatverdächtigen waren Männer.
Dass das Internet in großen Teilen ein so frauenfeindlicher Ort ist, hat auch mit einem Netzwerk aus Männern zu tun, das “Manosphere” genannt wird. Sie organisieren sich in Foren oder Blogs, sprechen über radikale Männlichkeit, Dominanz und haben sehr viel Wut auf Frauen.
Über dieses Netzwerk, wer dazugehört und welche Ideologie dahintersteckt, darüber spricht in dieser Folge von “Auf den Punkt” Paula Matlach. Matlach forscht am Institute for Strategic Dialogue zu Desinformation, Extremismus und genderbasierter Gewalt und hat an einer Pilotstudie zur deutschen “Manosphere” mitgewirkt.
Hier geht es zu HateAid und zum Beratungskompass Verschwörungsdenken.
Hier finden Sie die SZ-Podcast-Serie “Aschau. Eine Stadt sucht einen Mörder”.
Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Laura Sagebiel
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über ntv.
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Der SPD-Chef und Vizekanzler Lars Klingbeil hat diese Woche Vorschläge gemacht, welche Reformen angepackt werden sollen. Klingbeil will unter anderem durch die Einkommensteuer 95 Prozent der Beschäftigten um “einige Hundert Euro im Jahr” entlasten. Dafür, so sein Vorschlag, soll der Spitzensteuersatz um drei Prozentpunkte auf dann 45 Prozent steigen.
Außerdem will Klingbeil das Ehegattensplitting abschaffen. Zudem will Klingbeil den Renteneintritt davon abhängig machen, wie viele Jahre man in die Rente eingezahlt hat und weniger vom Alter.
Weiterhin soll die Bundesregierung verlängerte Befristungen von Arbeitsverträgen ermöglichen. Das soll für Unternehmen gelten, die in Innovationen investieren.
Ob diese Vorschläge den Reformstau in Deutschland auflösen, ordnet in dieser Folge von “Auf den Punkt” Claus Hulverscheidt, Wirtschaftsexperte im Berliner SZ-Büro, ein.
**Zum Weiterlesen: **
Die SZ-Redakteurin Spohie Kobel hat ihre Erfahrungen aufgeschrieben, wie es ist, von einer fremden Nummer ein vermutliches KI-Deepnude Bild geschickt zu bekommen.
Einen Erklärtext, was Klingbeil genau vorgeschlagen hat, finden Sie hier.
Weitere Nachrichten: Bundestag beschließt neue private Altersvorsorge; Trump verschiebt Iran-Ultimatum erneut.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Redaktion: Lars Langenau
Produktion: Julius Zimmer
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über SPD (YouTube).
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Die derzeitige Lage in Kuba ist dramatisch, immer wieder fällt der Strom aus. Diese Woche gab es den zweiten landesweiten Stromausfall innerhalb weniger Tage.
Weitere Nachrichten: EU verschärft Asylgesetz; Bundestag beschließt Spritpreisbremse; Klingbeil kündigt Reformen für Deutschland an.
**Zum Weiterlesen und -hören: **
Lesen Sie hier und hier, wie Klingbeil Deutschland modernisieren will. Und hier, warum sich Klingbeil mit seinen Ankündigungen auch an die SPD gewandt hat.
Hören Sie hier die “Auf den Punkt”-Folge über die bröckelnde Brandmauer im EU-Parlament
Erfahren Sie hier, warum ein Buckelwal in der Lübecker Bucht gestrandet ist.
Moderation, Redaktion: Justin Patchett
Redaktion: Lars Langenau, Henk Ruigrok van der Werven, Nadja Schlüter
Produktion: Imanuel Pedersen
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Irans Militärführung hat Berichte über Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Krieges zurückgewiesen und scharf gegen die US-Regierung ausgeteilt. Offensichtlich hätten deren innere Konflikte den Punkt erreicht, “an dem ihr mit euch selbst verhandelt“, sagte ein Sprecher Teherans am Mittwoch.
Laut dem Portal Axios und der New York Times hat die Regierung von US-Präsident Donald Trump der Führung in Teheran einen 15 Punkte umfassenden Plan zur Beendigung des Krieges unterbreitet. Der Plan verlangt der Führung in Teheran demnach große Zugeständnisse ab, unter anderem die Zerstörung wichtiger Anlagen des Atomprogramms.
Der US-Präsident behauptet, die USA führten gute Gespräche mit den “richtigen Leuten“ in Iran. Zugleich schickt er Fallschirmjäger in den Nahen Osten. Ob Bodentruppen den Verlauf dieses Krieges verändern können? Darüber spricht SZ-Sicherheitsexperte Joachim Käppner in dieser Folge von „Auf den Punkt“. Käppner nennt Trumps Kriegsziele unklar. Zudem hätten sie sich seit Kriegsbeginn vor drei Wochen mehrfach gewandelt.
Weitere Nachrichten: Klingbeil skizziert Reformpläne; Bundesregierung verspricht “Schub für Klimaschutz”.
Zum Weiterlesen und -hören:
Über Irans Reaktion auf Trumps jüngste Aussagen lesen Sie hier einen Artikel.
Hier ist unser Liveblog zum Iran-Krieg.
Mehr zu Klingsbeils Reformplänen lesen Sie hier.
Den Podcast “Das Thema” finden Sie unter diesem Link.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Laura Sagebiel
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In ihrem Stammland Baden-Württemberg ist die FDP Anfang März mit 4,4 Prozentpunkten an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Am vergangenen Sonntag hat es in Rheinland-Pfalz nur noch zu 2,1 Prozent gereicht. Zwei bittere Niederlagen, wie FDP-Parteichef Christian Dürr am Dienstag in Berlin bestätigt hat: “So wie es bisher ist, kann es nicht weitergehen.” Der gesamte FDP-Vorstand werde zum kommenden Bundesparteitag im Mai geschlossen zurücktreten. Dürr aber will sich erneut zur Wahl stellen. Er denke nicht daran, aufzugeben und habe “eine klare Vorstellung vom Kurs der Freien Demokraten”, sagt er.
Ein Rücktritt, um dann wieder anzutreten, sei eine ungewöhnliche Strategie, um sich eine neue Legitimation zu holen, sagt Bastian Brinkmann, Korrespondent im Berliner SZ-Parlamentsbüro und zuständig für die FDP. Es gebe innerhalb der FDP Diskussionen darüber, wer Dürr als Vorsitzenden herausfordern könnte. Prominente Gegenkandidaten wären Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Wolfgang Kubicki, aber bisher haben sich beide noch nicht offiziell erklärt.
Weitere Nachrichten: Steinmeier nennt Iran-Krieg “völkerrechtswidrig”; Israel will südlichen Libanon besetzen; Markwayne Mullin neuer US-Heimatschutzminister.
Zum Weiterlesen:
Hier lesen Sie ein Stück von Bastian Brinkmann über mögliche Kandidaturen gegen FDP-Chef Christian Dürr.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Justin Patchett, Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Julia Ongyerth
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Phoenix.
Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns: [email protected].
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Das hat es in München noch nie gegeben. Der neu gewählte Oberbürgermeister ist ein Grüner. Und jung noch dazu. Dominik Krause ist erst 35 Jahre alt und wird ab Mai den Chefsessel im Münchner Rathaus übernehmen. Das ist eine derbe Niederlage für die SPD, die jahrzehntelang den Oberbürgermeister gestellt hatte.
Der Machtwechsel in München ist eines von mehreren bemerkenswerten Ergebnissen der Kommunalwahlen in Bayern. Am Sonntag haben viele Stichwahlen darüber entschieden, wer künftig die Rathäuser und Landratsämter führt. Dabei musste die CSU einige Niederlagen hinnehmen.
Wie sich dadurch die Machtverhältnisse in Bayern verschieben, darüber spricht in dieser Folge von „Auf den Punkt“ die Leiterin der SZ-Bayernredaktion, Katja Auer. Sie erklärt im Podcast, warum auch für Markus Söder die Luft langsam dünn wird.
Weitere Nachrichten: Bundes-SPD diskutiert über Neuausrichtung; Deutsche Umwelthilfe scheitert vor Bundesverfassungsgericht.
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
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Das hat es in München noch nie gegeben. Der neu gewählte Oberbürgermeister ist ein Grüner. Und jung noch dazu. Dominik Krause ist erst 35 Jahre alt und wird ab Mai den Chefsessel im Münchner Rathaus übernehmen. Das ist eine derbe Niederlage für die SPD, die jahrzehntelang den Oberbürgermeister gestellt hatte.
Der Machtwechsel in München ist eines von mehreren bemerkenswerten Ergebnissen der Kommunalwahlen in Bayern. Am Sonntag haben viele Stichwahlen darüber entschieden, wer künftig die Rathäuser und Landratsämter führt. Dabei musste die CSU einige Niederlagen hinnehmen.
Wie sich dadurch die Machtverhältnisse in Bayern verschieben, darüber spricht in dieser Folge von „Auf den Punkt“ die Leiterin der SZ-Bayernredaktion, Katja Auer. Sie erklärt im Podcast, warum auch für Markus Söder die Luft langsam dünn wird.
Weitere Nachrichten: Bundes-SPD diskutiert über Neuausrichtung; Deutsche Umwelthilfe scheitert vor Bundesverfassungsgericht.
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
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Rheinland-Pfalz steht vor einem Machtwechsel. Die Bürgerinnen und Bürger haben einen neuen Landtag gewählt. Hochrechnungen sehen die CDU als stärkste Kraft mit knapp einem Drittel der Stimmen. Damit verliert die SPD als zweitstärkste Kraft ihre seit Jahrzehnten gehaltene Bastion Rheinland-Pfalz. Der künftige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz wird voraussichtlich Gordon Schnieder heißen.
Wie wird sich dieses Wahlergebnis auf die Bundespolitik auswirken? Darüber spricht in dieser Podcastfolge Katharina Riehl, die Leiterin des SZ-Politikressorts. Sie spricht über die prekäre Lage, in der sich nicht nur die SPD, sondern auch die CDU jetzt befinden. Denn die schlechten Wahlergebnisse bei der SPD setzen auch die Regierungskoalition unter Druck. Mehr dazu hören Sie in dieser Podcastfolge von „Auf den Punkt“.
Weitere Nachrichten: Iran und USA drohen einander wegen Straße von Hormus; Grüner Dominik Krause bei Oberbürgermeisterwahl in München vorne.
Zum Weiterhören:
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über ARD.
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Kanzler Friedrich Merz (CDU) und andere EU-Spitzen haben Ungarns Regierungschef Viktor Orbán von der Fidesz Partei bei einem Gipfeltreffen in Brüssel nicht zur Aufgabe seiner Blockade von einem Kredit von 90 Milliarden Euro für die Ukraine bewegen können. Der Rechtspopulist beharrt weiter darauf, erst dann sein Veto zurückzuziehen, wenn Ungarn wieder russische Öllieferungen über die Druschba-Pipeline bekommt. Merz nennt das einen “Akt grober Illoyalität” und einen “groben Verstoß gegen die Loyalität der Mitgliedstaaten untereinander”, der die Handlungsfähigkeit und das Ansehen der EU beschädige.
Der Kanzler droht Ungarn mit Konsequenzen. Doch Verena Mayer, SZ-Korrespondentin für Ungarn und Österreich, befürchtet, “das ist genau das, was Orban gerade braucht”. Orbáns Veto stehe im Zusammenhang mit den schlechten Umfragen für seine Partei Fidesz bei den Parlamentswahlen in Ungarn am 12. April: Orbáns Partei liegt demnach hinter seinem Herausforderer Péter Magyar. Deshalb lasse Orbán Plakate kleben, auf denen der ukrainische Präsident Wolodomir Selenskij und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu sehen sind.
Er baue auf Feindbilder und schüre Ängste vor einem Krieg mit Russland. Aber: Selbst wenn der Oppositionskandidat die Wahl gewinnt, ist das Wahlsystem in Ungarn inzwischen stark zugunsten der Regierungspartei manipuliert worden, sagt Verena Mayer.
Zum Weiterlesen:
Unseren Liveblog zum Krieg in der Ukraine und den neuesten Entwicklungen in Brüssel lesen Sie hier.
Hier lesen Sie, warum Ungarns Opposition mehr als eine knappe Mehrheit benötigt.
Hier wird kommentiert, warum die USA massiv in Ungarns Wahlkampf zugunsten von Orbán eingreifen.
Über die Rolle der SPD bei der Wahl in Rheinland-Pfalz lesen Sie hier eine Analyse.
Und hier einen Text über das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Alexander Schweitzer und Gordon Schnieder in Mainz.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Johannes Korsche; Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Julius Zimmer
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
Redaktionsschluss war Freitag, 20.03.2026, um 15 Uhr.
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Von der Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes gibt es im Internet Porno-Videos, auf denen sie angeblich zu sehen ist. Und das seit Jahren. Die Videos sind gefälscht, viele davon sind Deepfakes, also mit KI generiert. Fernandes hat versucht, die Videos mit Hilfe von Anwälten löschen zu lassen, aber lange ohne Erfolg.
Collien Fernandes hat nun Anzeige gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erstattet. Ulmen ist genau wie Fernandes aus dem Fernsehen bekannt, aus Serien wie “Jerks”. Der Spiegel berichtet, dass Ulmen Fernandes gegenüber gestanden haben soll, Fake-Profile von ihr im Netz erstellt zu haben. Er soll darüber Fake-Videos und gefälschte Nacktfotos von Fernandes verschickt haben. Einem Berliner Strafverteidiger soll Ulmen mitgeteilt haben, es habe sich um Inhalte gehandelt, die auf frei zugänglichen Pornoseiten vorhanden gewesen sein sollen.
Das Ermittlungsverfahren befindet sich in einem frühen Stadium, für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
Deepfakes, so wie sie seit Jahren von Collien Fernandes im Netz existieren, sind eine Form von digitaler Gewalt. Und genau über dieses Thema spreche ich jetzt mit meiner Kollegin Marie Gundlach.
Weitere Nachrichten: Merz kritisiert Orbán; Bundestag debattiert über Bluttest für Schwangere.
Zum Weiterhören: Hören Sie hier die vierte Folge von Aschau – Ein Dorf sucht einen Mörder
Moderation, Redaktion: Justin Patchett
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Johannes Korsche, Nadja Schlüter
Rechtliche Beratung: Joris Großgerge
Produktion: Jakob Arnu
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über ZDF
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