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Die neue Bundesregierung aus Union und SPD war noch gar nicht im Amt, da haben die beiden künftigen Koalitionspartner im März 2025 schon gemeinsame Sache im Bundestag gemacht. Mit Unterstützung der Grünen änderten Union und SPD damals das Grundgesetz und beschlossen ein Rekord-Schuldenpaket von 500 Milliarden Euro. Dieses Geld soll in die Infrastruktur und den Klimaschutz fließen, so steht es im Gesetz.
Die Grünen haben damals durchgesetzt, dass diese Investitionen “zusätzlich” zu den Investitionen kommen müssen, die ohnehin schon im Haushalt geplant sind. Jetzt hat das Münchner Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung aber nachgerechnet und erkannt: 95 Prozent der von der Bundesregierung aufgenommenen Schulden seien zweckentfremdet worden, um Löcher im Haushalt zu stopfen.
Was das Problem dabei ist, erklärt in dieser Folge von “Auf den Punkt” Lisa Nienhaus, Wirtschaftsexpertin und stellvertretende Chefin des SZ-Meinungsressorts. Sie spricht von einem “ziemlichen Taschenspielertrick”.
Weitere Nachrichten: Merz kritisiert Israel und die USA; Israel tötet iranischen Geheimdienstchef.
Zum Weiterlesen:
Hier steht, was Friedrich Merz im Bundestag gesagt hat.
Was für die SPD bei der Wahl in Rheinland-Pfalz auf dem Spiel steht, erfahren Sie hier.
Moderation, Redaktion: Philipp Saul
Redaktion: Nadja Schlüter, Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Jakob Arnu
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über tagesschau.de
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Als Reaktion auf die amerikanischen und israelischen Angriffe hat Iran die Straße von Hormus blockiert. Jetzt fahren täglich nur noch zwei oder drei Frachter durch die Meerenge, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Indischen Ozean verbindet. Dadurch gelangt auch viel weniger Öl auf den Weltmarkt. Weil deshalb die Öl-Preise rasant gestiegen sind, will US-Präsident Donald Trump eingreifen und die Straße von Hormus militärisch sichern.
Aber das will – oder besser – das kann er nicht allein machen. Und deshalb hat Trump andere Staaten aufgefordert, mitzuhelfen und Kriegsschiffe in die Region zu schicken. Er hat die europäischen Nato-Verbündeten angesprochen – und ihnen auch gedroht, sollten sie ablehnen. Doch die Europäer haben sehr schnell und klar reagiert: Ein Militäreinsatz in der Straße von Hormus? Jetzt, während des Krieges? Sicher nicht!
In dieser Folge von “Auf den Punkt” spricht der SZ-Brüssel-Korrespondent und Nato-Experte Hubert Wetzel über die Frage, was Trumps Drohung für das Bündnis bedeutet und ob die Europäer nicht vielleicht doch einen Beitrag in der Straße von Hormus leisten könnten.
Weitere Nachrichten: Israel tötet hochrangige iranische Funktionäre; Verwendung des Sondervermögens des Bundes.
Zum Weiterlesen:
Claus Hulverscheidt berichtet über die Nutzung des Sondervermögens.
Hier geht es zu einem Interview mit einem Notfallmediziner zur Lebensrettung.
Moderation, Redaktion: Philipp Saul
Redaktion: Nadja Schlüter, Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Imanuel Pedersen
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
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Es ist schon ein paar Mal vorgekommen, dass die Konservativen im Europäischen Parlament Mehrheiten mit rechten Fraktionen gebildet haben. Aber bisher hatte die Europäische Volkspartei EVP, zu denen auch CDU und CSU gehören, immer betont: Inhaltliche Absprachen mit den Rechten gibt es nicht.
Doch jetzt hat am Wochenende die Deutsche Presse-Agentur berichtet, dass Mitarbeiter der EVP eine gemeinsame Whatsapp-Gruppe mit Vertretern der rechten Fraktionen haben, auch mit der AfD. Und in diesem Chat soll es auch Absprachen über einen Gesetzentwurf zur Asylrechtsverschärfung gegeben haben. Mit anderen Worten: Es ging da sehr wohl um Inhalte.
Wird es so etwas bald häufiger geben? Und welche Rolle spielt der deutsche EVP-Chef Manfred Weber bei der ganzen Geschichte? Darüber spricht in dieser Folge von „Auf den Punkt“ Josef Kelnberger, er ist EU-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Brüssel.
Weitere Nachrichten: Trump droht der Nato; Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr; Oscars verliehen.
Zum Weiterhören und -lesen:
Ein Mittelfinger Richtung Trump – der Überblick zur Oscar-Nacht
Wo waren die politischen Statements bei den Oscars? Geht in Hollywood die Angst um?
Jessie Buckley gewinnt den Oscar für die beste weibliche Hauptrolle und sagt den denkwürdigsten Satz des Abends
Moderation, Redaktion: Philipp Saul
Redaktion: Ann-Marleen Hoolt
Produktion: Julius Zimmer
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Seit Russland die Ukraine überfallen hat, haben viele Staaten russisches Öl mit Sanktionen belegt. Das ist zum einen eine Strafmaßnahme, zum anderen kann jeder Euro, den Russland nicht am Öl verdient, auch nicht in die Kriegskasse des Kremls fließen.
Die USA allerdings haben am Freitag ihre Sanktionen gelockert. So wollen sie den wegen des Iran-Kriegs explodierenden Ölpreisen beikommen. Für die kommenden 30 Tage erlauben die USA den Kauf von russischem Öl, dass sich bereits auf Schiffen, also auf See, befindet.
Dieses Vorgehen haben viele Staaten kritisiert. Sie alle fürchten, dass eine Lockerung der Sanktionen dazu führen wird, dass Russland im Krieg mit der Ukraine gestärkt wird.
Schaut man sich an, wie US-Präsident Trump gerade über russisches Öl spricht, sieht es tatsächlich aus, als profitiere der Kreml massivst vom Krieg in Iran. In der Realität sieht es aber ein wenig anders aus, sagt die Moskau-Korrespondentin der SZ, Silke Bigalke. Sie spricht in dieser Podcastfolge darüber, wie Russland auf den Iran-Krieg blickt.
Weitere Nachrichten: Trump will Kriegsschiffe in die Straße von Hormus schicken; interne Chats sollen Zusammenarbeit von EVP und Rechten belegen; Philosoph Jürgen Habermas im Alter von 96 Jahren gestorben.
Zum Weiterlesen:
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
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Am vergangenen Sonntag hat Baden-Württemberg gewählt – und nächsten Sonntag wählt Rheinland-Pfalz. Es ist also ein sehr guter Moment, um Zwischenbilanz zu ziehen: Wie stehen Union und SPD, die beiden Regierungsparteien im Bund, gerade da? Und welche Auswirkungen hat die Wahl in Baden-Württemberg auf die Arbeit der Bundesregierung?
Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke, Redakteur des politischen Fachmagazins „Blätter für deutsche und internationale Politik“, sieht ein Dilemma für die Regierungsparteien im Bund: Eigentlich müssten sowohl die CDU als auch die SPD in Rheinland-Pfalz die Wahl gewinnen. In der Folge könnten die beiden Parteien nicht die Kraft aufbringen, die nötigen Reformen anzugehen – aus Angst, weitere Wähler zu verschrecken.
Zum Weiterlesen:
Den Text von Albrecht von Lucke „Wahljahr 2026: Der Start entscheidet“ lesen Sie hier.
Den Text zum Reiz des langsameren Podcasthörens, lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Redaktionsschluss war Freitag, 13.3.2026, um 16 Uhr.
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Der US-Geheimdienst CIA soll bereits vor Monaten damit begonnen haben, kurdische Gruppen im Irak und in Iran mit Waffen auszustatten. So haben das mehrere US-Medien berichtet, das Weiße Haus aber dementiert. Kürzlich hatte auch US-Präsident Donald Trump selbst kurdische Kämpfer als Bodentruppen für den Krieg in Iran im Gespräch gebracht, aber dann wieder einen Rückzieher gemacht. Er wolle, “den Krieg nicht komplizierter machen, als er ohnehin schon ist“.
Raphael Geiger, Türkei- und Iran-Korrespondent der SZ, ist von Istanbul in die irakisch-iranische Grenzregion gereist und hat sich vor Ort ein Bild gemacht. Die autonome kurdische Region im Nordirak werde derzeit immer wieder von iranischen Drohnen und Raketen angegriffen, sagt Geiger im SZ-Nachrichtenpodcast „Auf den Punkt“. Tausende Kämpfer seien dort bereit, gegen das iranische Regime zu kämpfen.
Dabei haben die Kurden mehrfach schlechte Erfahrungen mit US-Bündnissen gemacht, auch bereits mit Trump. Dennoch sehen sie jetzt eine realistische Chance, die Herrschaft der Mullahs in Teheran zu beenden - oder zumindest mit einem Guerilla-Kampf in den Bergen Chaos zu stiften, sagt Geiger.
Weitere Nachrichten: USA lockern zeitweise Sanktionen gegen Russland; Kuba lässt 51 Häftlinge frei.
Zum Weiterhören und -lesen:
Die Reportage von Raphael Geiger aus dem irakisch-iranischen Kurdengebiet lesen Sie hier.
Hier lesen Sie den Liveblog zum Iran-Krieg.
Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns: [email protected].
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Justin Patchett
Produktion: Laura Sagebiel
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über White House.
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Autos von Mercedes, VW, BMW, Audi oder Porsche waren lange weltweit begehrt und bekannt für ihre Ingenieurskunst, Qualität und Innovation. Doch die Hiobsbotschaften aus der Branche häufen sich. Fast alle großen deutschen Autobauer haben schlechte Zahlen für 2025 veröffentlicht.
Nur BMW scheint es besser zu machen. Die Münchner haben im Gegensatz zu anderen Herstellern eine breitere Strategie mit verschiedenen Antriebsarten verfolgt, sagt Auto-Expert Stephan Radomsky aus der SZ-Wirtschaftsredaktion. Vielfach sei man zu selbstgewiss gewesen und habe gedacht, “man kann so weitermachen, wie es war, nur ein bisschen anders mit Elektro.” Doch das “hat so offensichtlich nicht hingehauen.” Insgesamt seien in ganz Deutschland 100 000 Arbeitsplätze in dieser Branche gefährdet.
Weitere Nachrichten: Maßnahmen gegen hohe Spritpreise; weitere Angriffe auf Libanon und Iran.
**Zum Weiterhören und -lesen: **
Hier lesen Sie Stephan Radomskys Kommentar über die Krise in der Autobranche, die womöglich bereits ein Strukturwandel ist.
Eine Analyse der Zahlen von BMW lesen Sie hier.
Hier lesen Sie das Interview mit BMW-Chef Oliver Zipse.
Die Links zu unserer neuen Podcastserie "Aschau – Ein Dorf sucht einen Mörder" stehen hier und hier via Spotify.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Justin Patchett, Henk Ruigrok van der Werven
Produktion: Imanuel Pedersen
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Den Deutschen Buchhandlungspreis hat die damalige Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) 2015 ins Leben gerufen, um unabhängige Buchhandlungen zu würdigen. Und es soll dabei explizit nicht darum gehen, wie gut sie wirtschaften, sondern vor allem um den “kulturellen Auftrag und seine Ausgestaltung.”
Aber dieses Jahr wird es diesen Preis nicht geben, Weimer hat ihn abgesagt. Er wird also nicht in der kommenden Woche auf der Leipziger Buchmesse verliehen werden. In einer Mitteilung dazu heißt es: Die Debatte um die Nicht-Berücksichtigung von drei Jury-Vorschlägen drohe den eigentlichen Sinn der Veranstaltung zu überlagern. Bei dieser “Debatte” geht es um drei Buchhandlungen, die für den Preis nominiert waren, die Weimer dann aber von der Liste der Jury gestrichen hat. Begründet hat der Staatsminister das damit, dass es zu diesen Buchhandlungen “verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse” gebe. Genauere Infos dazu gab es nicht.
In dieser Podcastfolge geht es um die Frage, ob es überhaupt normal ist, den Verfassungsschutz gegen Buchhandlungen einzusetzen. Und darum, welchen Schaden Weimer durch sein Eingreifen verursacht hat. Auch für ihn selbst. Darüber spricht in SZ-Redakteur und Jurist Ronen Steinke.
Weitere Nachrichten: Gewinneinbrüche bei Porsche; IEA gibt Rekordmenge an Ölreserven frei; Modschtaba Chamenei leicht verletzt.
**Zum Weiterhören und -lesen: **
Lesen Sie hier die SZ-Analyse dazu, wo zurzeit Raketen in Iran und Israel einschlagen.
Moderation, Redaktion: Justin Patchett
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Henk Ruigrok van der Werven
Produktion: Laura Sagebiel
Korrekturhinweis: In einer früheren Version des Podcasts hieß es, Wolfram Weimer sei Mitglied der CDU. Das ist falsch. Weimer ist parteilos. Wir haben den Fehler korrigiert.
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Der US-Präsident Donald Trump behauptet: der Krieg mit Iran sei so gut wie abgeschlossen. Er soll das einer US-Reporterin von CBS am Telefon gesagt haben. Iran habe keine Marine, keine Kommunikationswege und keine Luftwaffe mehr. Die USA seien ihrem Zeitplan sogar mehrere Wochen voraus.
Irans Revolutionsgarden widersprechen dieser Darstellung. In einer Mitteilung über die iranische Nachrichtenagentur Tasnim heißt es: “Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik."
Was stimmt? Darüber spricht in dieser Folge des Podcasts Tomas Avenarius, außenpolitischer Reporter der SZ mit Schwerpunkt Krisenberichterstattung.
Weitere Nachrichten: Von der Leyen für Atomkraft; VW-Gewinn bricht ein; Weimer sagt Verleihung des Buchhandlungspreises ab.
**Zum Weiterlesen: **
Lesen Sie hier, warum Wolfram Weimer den Buchhandlungspreis absagt.
Moderation, Redaktion: Justin Patchett
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Lars Langenau, Lora Ganeva
Produktion: Jakob Arnu
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Cem Özdemir hat mit den Grünen nach einer fulminanten Aufholjagd die Landtagswahl in Baden-Württemberg überraschend gewonnen.. Laut vorläufigem Endergebnis kommen die Grünen auf 30,2 Prozentpunkte. Und damit auch knapp mehr Stimmen, als die CDU bekommen hat. Wie hat Spitzenkandidat Özdemir das hinbekommen?
Seine Persönlichkeit und Erfahrung als ehemaliger Bundesminister sowie in Brüssel waren entscheidende Faktoren für seinen Wahlsieg, sagt Roland Muschel, SZ-Korrespondent in Stuttgart. Zudem habe sich Özdemir “maximal abgegrenzt von der grünen Bundespartei”. Die Grünen haben im Wahlkampf stark auf Özdemirs Profil gesetzt und ihn als den Kandidaten präsentiert, "der es kann".
Weitere Nachrichten: Münchens Oberbürgermeister Reiter muss in Stichwahl; Moschtaba Chamenei neues geistliches Oberhaupt in Iran.
**Zum Weiterlesen: **
Einen Text von Roland Muschel über Özdemirs Erfolg lesen Sie hier.
Den kostenlosen Newsletter aus Stuttgart und Baden-Württemberg können Sie hier abonnieren: https://www.sueddeutsche.de/kolumne/im-suedwesten-newsletter-1.6388568
Den Liveblog zu den Kommunalwahlen in München finden Sie hier.
Hier finden Sie den Text über Modschtaba Chamenei, Irans neues geistliches Oberhaupt der Islamischen Republik.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Imanuel Pedersen
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über SZ, Phoenix, Tagesthemen.
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