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Ein Mann stößt am Frankfurter Hauptbahnhof eine Mutter und ihren Sohn vor einen einrollenden ICE – ohne erkennbares Motiv, wohl ohne die beiden Opfer überhaupt zu kennen. Der Junge stirbt, die Mutter kann sich knapp retten. Es ist eine Tat, die viel Entsetzen ausgelöst hat, aber auch eine politische Debatte über Sicherheit an Bahnhöfen. Aber kann die Politik solche Situationen überhaupt verhindern?
Über die Rolle von Politikern in solchen Fällen spricht in dieser Folge "Auf den Punkt" Detlef Esslinger. Er ist stellvertretender Leiter der SZ-Innenpolitik-Redaktion. Er sagt auch, wieso gerade dieser Fall so viele Menschen bewegt und warum es richtig war, dass Horst Seehofer so schnell reagiert hat.
Weitere Themen: Urteil zur europäischen Bankenunion; Mission an der Straße von Hormus.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und dpa.
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder setzt gerade voll auf Klimaschutz: Den Kohleausstieg will er vorziehen und die Bahn so weit wie möglich von der Mehrwertsteuer befreien. Er will in Staatsforsten Windräder bauen und in Bayern soll weniger Plastik verbraucht werden.
Außerdem will Söder den Klimaschutz als verpflichtende Staatsaufgabe im Grundgesetz verankern. "Wir stehen vor einer Jahrhundertaufgabe, daher brauchen wir auch einen Jahrhundertvertrag", sagte Söder der SZ.
Diese Idee ist nicht neu und kommt ursprünglich von den Grünen. Die hatten einen entsprechenden Antrag 2018 im Bundestag eingebracht, für den es aber keine Mehrheit gab. Michael Bauchmüller ist Berlin-Korrespondent der SZ und schreibt vor allem über Umweltthemen. Im Podcast erklärt er, unter welchen Umständen ein Klimaschutz-Artikel im Grundgesetz sinnvoll sein könnte.
Weitere Themen: Webseiten müssen besser über Social-Plugins informieren, Kind in Frankfurt vor ICE gestoßen, größere Tests an BER-Baustelle gestartet.
Redaktion, Moderation: Laura Terberl
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audiomaterial über die Mediathek des Bundestages sowie die Facebook-Seite der CSU.
Am Mittwoch ist Boris Johnson in dem Amt angekommen, auf das er so lange hin gearbeitet hat: Er ist der neue britische Premierminister. Inzwischen hat er die Hälfte von Theresa Mays Regierung ausgetauscht – Brexit-Hardliner besetzen wichtige Ministerien. Und in seiner Regierungserklärung im Parlament hat Johnson von einem "goldenen Zeitalter" für sein Land gesprochen.
Was steht hinter diesen ersten Auftritten und Entscheidungen des Premierministers Boris Johnson? Und gibt es einen Unterschied zu seinem Ton im Wahlkampf? Darüber spricht in dieser Folge Cathrin Kahlweit, London-Korrespondentin der SZ.
Weitere Themen: Bootsunglück vor Libyen; weitere Ermittlungen gegen Stephan E.; Deutsche Bahn-Investitionen.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Jean-Marie Magro
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über das britische Parlament und die Twitter-Seite der Downing Street 10.
Am Wochenende starten in Bayern und Baden-Württemberg die Sommerferien. Und auf diejenigen, die für den Urlaub in den Süden fahren, warten kilometerlange Staus. Denn Deutschland und Österreich streiten sich über die richtige Verkehrspolitik über den Brennerpass. Der Landeshauptmann von Tirol, Günther Platter, hat mit seinen Entscheidungen in den letzten zwei Jahren regelmäßig für lange Staus gesorgt. Auch in Bayern.
Platter lässt nämlich in Tirol sogenannte Blockabfertigungen für Lkw durchführen. Und er verhängt an manchen Wochenenden Ausweichverbote. Niemand, der durch Tirol fährt, darf von der Autobahn runterfahren. Außer er möchte in den Ortschaften essen oder übernachten. Er kann die Maßnahmen verstehen, sagt Peter Fahrenholz. Der Leiter des SZ-Ressorts Reise und Mobilität findet, dass Deutschland seine Verkehrspolitik jahrelang verschlafen hat.
Weitere Themen: Johnson hält erste Rede im Unterhaus, Sanchez bekommt keine Mehrheit.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Julia Ongyerth
Weiteres Audiomaterial über dpa.
Uli Hoeneß ist mit seiner typischen, bayerischen Mia-san-Mia-Haltung und CSU-Nähe zum Gesicht des erfolgreichsten deutschen Fußballclubs geworden. Doch bald geht wohl mit ihm eine Ära zu Ende, denn es machen Gerüchte die Runde, dass der Vereinsboss abtreten könnte.
Die Kritik bei den vergangenen Mitgliederversammlungen habe ihm zugesetzt, sagt Benedikt Warmbrunn aus der SZ-Sportredaktion. Aber in irgendeiner Form werde Hoeneß dem Verein erhalten bleiben. Er sei kein Typ, der sich wirklich zur Ruhe setzen könne.
Weitere Themen: Annegret Kramp-Karrenbauer als Verteidigungsministerin vereidigt, Fünf Milliarden Dollar Strafe für Facebook, AfD Sachsen scheitert in Karlsruhe.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Viktoria Hausmann
Produktion: Carlo Sarsky
Weiteres Audiomaterial über FC Bayern München und dpa.
Boris Johnson ist neuer Chef der Tories und ab Mittwoch Premierminister. Zwar verspricht der 55-Jährige den 31. Oktober als Brexit-Datum, aber er weiß noch nicht, ob da das Parlament mitziehen wird.
Boris Johnson ist unberechenbar, sagt London-Korrespondent Björn Finke, aber verrückt sei er nicht. Auf jeden Fall sei Boris Johnson ein interessanter Politiker, von dem die Briten und die EU einige Überraschungen zu erwarten habe. Allerdings müsse sich erst noch zeigen, ob er die Tories zum Sieg gegen die neue Brexit-Party von Nigel Farage führen könne. Neuwahlen aber werde er erst nach dem erfolgreichen Abschied aus der EU wagen.
Weitere Nachrichten: Vertrauer von Ex-Kanzler Kurz schreddert Festplatten; Schüsse auf Eritreer in Hessen waren rassistisch motiviert; IWF senkt Wachstumsprognose für Deutschland.
Täglich fischen Schiffe Flüchtlinge in Seenot aus dem Mittelmeer. Die Rettungsschiffe aber werden von Italien und Malta nicht in ihre Häfen gelassen. Deutschland und Frankreich versuchen jetzt eine europäische "Koalition der Hilfsbereiten" zu formen.
Ein guter und wichtiger Plan, sagt der außenpolitische SZ-Redakteur Thomas Kirchner. Die Situation in den libyschen Flüchtlingslagern sei unerträglich. Aber Rechtspopulisten wie der italienische Innenminister Salvini bräuchten die Krise um ihre Bewegungen wachsen zu lassen. Dabei sei der von ihnen so genannte "Pull-Effekt” nicht erwiesen, in dessen Folge immer mehr Flüchtlinge nach Europa kommen würden.
Weitere Meldungen: Großbritannien berät über Iran-Krise, Gesundheitsminister Spahn will Notaufnahmen der Krankenhäuser entlasten, Seehofer für Verschiebung der EU-Richtlinie zu Kunstrasen.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Weiteres Audiomaterial über dpa.
Kurz vor ihrem Urlaub hat Angela Merkel ihre Sommer-Pressekonferenz gegeben. Nach einer ereignisreichen Woche musste sie natürlich einige Fragen zu den Personalentscheidungen in Berlin und Brüssel beantworten. Auffällig viele Fragen drehten sich aber auch um ihre Umweltpolitik.
Wie überzeugend der Auftritt der Bundeskanzlerin war, schätzt in dieser Folge von "Auf den Punkt" Nico Fried ein. Er leitet das Hauptstadtbüro der SZ in Berlin und war unter anderem von Merkels Offenheit überrascht, als es um ihre Einschätzungen zu Fridays for Future ging. Aber gerade in dem Bereich sei wohl allen in der Bundesregierung klar, dass sie liefen müssen.
Weitere Themen: Carola Rackete verlässt Italien, Hilfspaket für Syrien-Flüchtlinge in Türkei.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Jean-Marie Magro
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audiomaterial über die Bundespressekonferenz.
Wer in Deutschland fliegt, muss schon seit 2011 eine Steuer zahlen – die sogenannte Luftverkehrsabgabe. Dazu kommt noch eine andere Abgabe. Aber trotzdem fliegen die Deutschen deshalb nicht weniger. Im Gegenteil: Anfang des Jahrtausends gab es noch 140 Millionen Passagiere auf deutschen Flughäfen, letztes Jahr waren es 244 Millionen.
SPD-Umweltministerin Svenja Schulze will diese Luftverkehrsabgabe jetzt erhöhen. Und auch die Union, Schulzes Koalitionspartner, scheint offen zu sein für Diskussionen. Wenn er nach Angeboten für einen Flug nach Palma de Mallorca schaut, gibt es Hin-und-Zurück-Tickets ab 35 Euro, sagt Michael Bauchmüller. Der SZ-Hauptstadtkorrespondent meint, dass es zwar gut ist, über Flugscham zu sprechen, aber am Ende geht es eben doch nur über den Preis.
Weitere Themen: Iranische Revolutionsgarden beschlagnahmen Tanker, Lambrecht gegen Erfassung von Zug- und Busreisenden, Dazn zeigt Bundesliga.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Weiteres Audiomaterial über dpa.
Ursula von der Leyen wird Präsidentin der Europäischen Kommission. Sie hat am Dienstag eine ganz knappe Mehrheit im Europäischen Parlament geholt. So knapp, dass sogar Brüsselkorrespondentin Karoline Meta Beisel überrascht war, denn die Bewerbungsrede der deutschen Kandidatin wurde parteiübergreifend gut aufgenommen. Wie viel sie von ihren vielen Vorschlägen umsetzen kann, bleibt allerdings abzuwarten.
Die Wahl von der Leyens hat auch Konsequenzen in der Berliner Politik nach sich gezogen. Ausgerechnet Annegret Kramp-Karrenbauer ist jetzt neue Verteidigungsministerin. Und das, obwohl die CDU-Vorsitzende davor gar nicht ins Kabinett wollte. SZ-Innenpolitikchefin Ferdos Forudastan sieht darin einen riskanten Schachzug, um einen parteiinternen Konkurrenten auszubremsen.
Weitere Themen: Impfpflicht in Schulen, Bundeswehr darf Rechtsextremen entlassen.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carlo Sarsky
Weiteres Audiomaterial über European Parliament.
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