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“Democracy dies in darkness.“ Das ist der Slogan der renommierten Washington Post. Über Jahrzehnte war die 150 Jahre alte US-Hauptstadtzeitung ein Bollwerk der Demokratie. Doch unter ihrem Besitzer, dem Multimilliardär Jeff Bezos, kommt es dort jetzt zu Massenentlassungen. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass von 800 Redakteuren 300 gehen müssen. Und jetzt verlässt auch Verleger und Vorstandschef, Will Lewis, die Zeitung.
Unter Bezos' Führung hat sich die Washington Post zunächst positiv entwickelt, mit mehr Digitalisierung und investigativer Berichterstattung, sagt Andrian Kreye, Leitender Redakteur des SZ-Feuilletons. Aber unter US-Präsident Donald Trump gehe es um “Fragen wie Angst und Feigheit”. Die Millionenverluste der Zeitung seien für Bezos “eigentlich keine Summen”, aber Trump drohe unverhohlen, sich in den Online-Versandhandel und andere Geschäftsfelder des Amazon-Gründers einzumischen.
Schließlich wolle es sich Bezos nicht mit einem " Diktator verscherzen, der bekannt rachsüchtig ist”. Dies zeige sich etwa bei der Verleumdungsklage in Höhe von 15 Milliarden Dollar gegen die New York Times, der Milliardenklage gegen CBS News oder der Klage gegen das Wall Street Journal wegen eines Artikels über seine Freundschaft zu Jeffrey Epstein. Inzwischen würden durch Trumps Medienpolitik Desinformation, Halbwahrheiten und emotionale Aufladung die US-Medienlandschaft dominieren.
Weitere Nachrichten: Schwere Überschwemmungen in Spanien. Portugal und Marokko; Vonn stürzt schwer, Emma Aicher holt erste deutsche Medaille.
Zum Weiterlesen:
Hier lesen Sie einen Artikel über den Kahlschlag bei der Washington Post.
Und hier Kreyes Kommentar zu den Vorgängen in Washington.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Katja Guttmann, Aylin Sancak
Produktion: Aylin Sancak
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über TrailerTracker und ZDF.
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Seit Weihnachten veröffentlicht das US-Justizministerium regelmäßig Teile der Apstein-Akten. In der letzten Tranche waren mehr als drei Millionen neue Dokumente, 2000 Videos und 180000 Fotos. Obwohl es noch sehr viele unveröffentlichte Ermittlungsakten gibt, sollen keine weiteren Veröffentlichungen mehr folgen.
Mit der Auswertung der Akten kommen immer mehr Verbindungen des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein ans Licht. Sein Netzwerk reichte demnach bis ins norwegische und britische Königshaus. Und auch Bill Gates taucht in den Akten auf. Allerdings: Nur weil jemand in den Epstein-Akten steht, bedeutet das nicht, dass sich diese Person auch strafbar verhalten hat.
Charlotte Walser berichtet aus Washington für die SZ über die Epstein-Akten. Sie sagt: Die Veröffentlichung der Akten hat weniger zu Transparenz und Aufklärung geführt, sondern vielmehr den Glauben an die unabhängige Justiz in den USA weiter beschädigt.
Zum Weiterlesen und -hören:
Den Text über Charlie Duke – einen von vier noch lebenden Besuchern des Mondes – finden Sie hier.
Die „Auf den Punkt“-Folge zu Trumps Verbindungen zu Epstein hören Sie hier.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Redaktionsschluss war Freitag, 6.2.2026, um 15 Uhr.
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Der Tod von Serkan C. hat viele Menschen geschockt. C. wurde am Montag in einem Regionalzug bei der Fahrkartenkontrolle angegriffen. Der mutmaßliche Täter hatte keinen Fahrschein und wurde aggressiv, als C. ihn des Zuges verweisen wollte. Dabei verletzte er ihn so schwer, dass C. am Mittwoch gestorben ist.
Seither ist eine Diskussion darüber entbrannt, wie Bahnmitarbeiter besser geschützt werden können. Denn auch wenn der Fall von Serkan C. extrem ist: Gewalt und Übergriffe gehören für viele Bahnmitarbeiter zum Alltag und die Vorfälle nehmen seit Jahren zu.
SZ-Bahnexpertin Vivien Timmler hat nach dem Tod von Serkan C. mit vielen Bahnmitarbeitern gesprochen. Woher diese Verrohung kommt und was sich die Eisenbahner für ihre eigene Sicherheit wünschen, das berichtet sie in dieser Folge von “Auf den Punkt”.
Weitere Nachrichten: Deutsche Exporte nehmen zu; EU-Kommission geht gegen Tiktok vor.
Zum Weiterlesen: Hier geht es zum Text von Felix Haselsteiner über die winterskeptischen Mailänder.
Moderation, Redaktion: Leopold Zaak
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Jahrelang haben sich Russland und die USA zur nuklearen Abrüstung verpflichtet. Doch der Vertrag, der das geregelt hatte, läuft an diesem Donnerstag aus. „New Start“ war das letzte große Abkommen, das den Besitz von Atomwaffen begrenzt hat. Jetzt gibt es für Russland und USA keine Obergrenze für Atomsprengköpfe mehr.
Sicherheitsexperten fürchten jetzt ein neues nukleares Wettrüsten. Der SZ-Korrespondent für europäische Sicherheit, Hubert Wetzel, glaubt, dass es unwahrscheinlich ist, dass Russland und die USA in baldiger Zukunft ihr Atomwaffenarsenal verdoppeln. Atomwaffen anzuschaffen und instandzuhalten sei nämlich sehr teuer. Gerade die USA scheinen gerade außerdem mehr daran interessiert zu sein, ihr Arsenal zu modernisieren, statt es zu vergrößern.
Warum Hubert Wetzel es trotzdem für ein beunruhigendes Zeichen hält, dass Russland und die USA den „New Start“-Vertrag nicht verlängert haben , hören Sie im Podcast.
Weitere Nachrichten: Bundeskartellamt geht gegen Amazon vor; Russland weist deutschen Diplomaten aus.
**Zum Weiterlesen: **Lesen Sie hier die Protokolle der Zugbegleiter und Lokführerinnen.
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über YouTube @Euractiv.
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Die Proteste in Iran sind fast vollständig zum Erliegen gekommen. Das Regime in Teheran hat die Demonstrationen gewaltvoll niederschlagen lassen., Zehntausende sind wohl getötet worden, Zehntausende weitere befinden sich in iranischen Gefängnissen. Aus Angst vor weiteren Repressionen gibt es nur noch vereinzelt Protest.
Dabei hatten die Iranerinnen und Iraner Hoffnung, mit ihren Demonstrationen etwas im Land zu verändern. Das lag auch am US-Präsidenten, der den Demonstrierenden Hilfe versprochen und sie dazu ermutigt hatte, weiter zu protestieren Die Hilfe ist bisher ausgeblieben – und nun hat der US-Präsident angekündigt, mit Iran verhandeln zu wollen. Am Freitag soll es Gespräche geben, in denen es um das Atomprogramm gehen soll. Demokratie und Freiheit, für die die Menschen auf die Straße gegangen sind, stehen nicht auf der Agenda.
Darüber spricht in dieser Podcastfolge Raphael Geiger, SZ-Experte für Iran. Er sagt, die Menschen in Iran seien besorgt, dass die Gespräche und ein möglicher Deal mit Donald Trump das Regime stabilisieren könnte.
Weitere Nachrichten: Bahnmitarbeiter stirbt nach Angriff von Fahrgast; Paypal in der Krise; Urteil gegen Maja T.
Zum Weiterlesen: Hier können Sie den Text über die desertierenden ukrainischen Soldaten nachlesen.
Moderation, Redaktion: Leopold Zaak
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Der Füllstand der Gasspeicher in Deutschland liegt derzeit bei weniger als 33 Prozent - damit sind sie so leer wie schon lange nicht mehr. Nach Einschätzung von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sind die niedrigen Füllstände jedoch kein Grund zur Beunruhigung. Schließlich sei die Versorgung durch Möglichkeiten zum Import von Flüssigerdgas abgesichert.
Es bestehe keine akute Krisensituation, bestätigt Energie-Expertin Nakissa Salavati aus der SZ-Wirtschaftsredaktion. Man setze nicht mehr wie früher nur auf Russland. Heute komme das Gas hauptsächlich aus Norwegen, den USA und weiteren Ländern.
Weitere Nachrichten: Clintons in Epstein-Fall zu Aussage vor US-Kongress bereit; Bundespolizei in Minneapolis bekommt Körperkameras; Merz für “Paradigmenwechsel” bei Renten.
Zum Weiterlesen:
Sind wirklich keine Sorgen bei der Gasversorgung angebracht? Einen Text von Nakissa Salavati dazu lesen Sie hier.
Einen Überblick über die Alternativen zu russischem Gas finden Sie hier.
Hier lesen Sie einen Artikel über die Krise des Königshauses in Norwegen.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Leopold Zaak
Produktion: Jakob Arnu
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über tagesschau.
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Dieses Jahr will die Bundesregierung große Sozialstaatsreformen anstoßen. Rente, Pflege, Krankenversicherung, das alles soll angepackt werden. Auf diese Reformen wartet auch die Wirtschaft sehnsüchtig, die verspricht sich davon Entlastungen und somit Chancen auf größeres Wachstum.
Der CDU-Wirtschaftsrat, ein parteinaher Lobbyverein, hat nun ein Papier mit dem Titel “Agenda für Arbeitnehmer” vorgelegt. Darin werden mehrere Kürzungen im Sozialstaat vorgeschlagen. Arbeitslosengeld soll demnach nur noch ein Jahr und nicht zwei Jahre lang gezahlt werden, bei der Pflegeversicherung und Krankenversicherung sollen die Versicherten mehr selbst zahlen müssen – etwa Besuche beim Zahnarzt. Auch der Solidaritätszuschlag für Spitzenverdiener soll wegfallen.
Roland Preuß aus dem Berliner Parlamentsbüro der SZ sagt, über einige der Vorschläge könne man ernsthaft diskutieren. Er beobachtet aber in der Diskussion um die Sozialstaatsreform einen Trend: Die Lasten dabei sollen vor allem Geringverdiener tragen, während Vermögende entlastet werden sollen.
Weitere Nachrichten: Mögliche Verhandlungen zwischen Iran und USA, Grammy-Verleihung, Rita Süssmuth ist tot.
**Zum Weiterhören und -lesen: ** Hier hören Sie die Folge zum Vorschlag der Sozialstaats-Kommission. Hier können Sie den Text zur Grammy-Verleihung lesen. Und hier finden Sie den Nachruf auf CDU-Politikern Rita Süssmuth.
Moderation, Redaktion: Leopold Zaak
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Wer am Montag mit den Öffentlichen in die Arbeit pendeln will, der kann nicht damit rechnen, dass U-Bahn, Bus und Trambahn regelmäßig fahren. Die Gewerkschaft Verdi hat zum 24-stündigen Warnstreik aufgerufen. Aktuell verhandelt Verdi mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden über den Tarifvertrag. für Beschäftigte im Nahverkehr. Was am Montag trotzdem normal fährt – und ob wir uns auf noch mehr Streiktage einstellen müssen, erklärt SZ-Politikredakteur Benedikt Peters, der über Gewerkschaften und Arbeitsthemen berichtet, in dieser Folge von „Auf den Punkt“.
Weitere Nachrichten: Neue Epstein-Akten belasten Elon Musk; Verhandlungen zwischen Russland und Ukraine.
Zum Weiterlesen:
„Außen glatt und innen hohl“ – Die Filmbesprechung von „Melania“ lesen Sie hier.
Alle aktuellen Entwicklungen Krieg gegen die Ukraine finden Sie hier.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
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Die EU hat nach jahrzehntelangen Verhandlungen zwei große Handelsabkommen über die Ziellinie bekommen: das Freihandelsabkommen mit Indien und das Mercosur-Abkommen mit vier lateinamerikanischen Ländern. Wenngleich das Inkrafttreten des Mercosur-Abkommens vom EU-Parlament nochmal verzögert wurde. Während US-Präsident Donald Trump sein Land immer weiter mit Zöllen isoliert, geht die EU also den entgegengesetzten Weg: Sie vergrößert ihre Freihandelszonen.
Warum die Abkommen eine kluge Antwort auf Trump sind – und zugleich viel mehr als „nur“ Handelsabkommen – darüber spricht in dieser Folge von „Auf den Punkt“ Julian Hinz. Er ist Professor für Internationale Volkswirtschaftslehre an der Universität Bielefeld und Leiter des Forschungszentrums Handelspolitik am Kiel Institut für Weltwirtschaft. Er sagt: Wirtschaftlich spiele die EU in der Liga von China und den USA – nur bisher habe sie sich nicht immer dementsprechend verhalten. Das könnte sich nun aber ändern.
Zum Weiterlesen und -hören:
Die Folge „Auf den Punkt“ zur Rolle der Grünen im EU-Parlament zum Mercosur-Abkommen hören Sie hier.
Die „Auf den Punkt“-Folge zum Mercosur-Abkommen hören Sie hier.
Den Text von Ulrike Nimz zur ersten Woche im Dschungelcamp finden Sie hier.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Zusätzliches Audiomaterial über: IndiaToday und EU Debates (beides YouTube).
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Der Winter trifft die Ukraine gerade sehr hart. Es werden Temperaturen bis zu minus 30 Grad erwartet. Und weil Russland viele wichtige Posten in der Energieinfrastruktur angegriffen hat, sind in der Hauptstadt Kiew gerade tausende Menschen ohne warmes Wasser und funktionierende Heizung.
Doch jetzt soll der Kreml einer begrenzten Feuerpause zugestimmt haben. Sie soll allerdings nur bis kommenden Sonntag, 1. Februar, gelten, heißt es aus Moskau. Wie das einzuordnen ist, erklärt in dieser Podcastfolge SZ-Redakteurin Sonja Zekri, die sich gerade in der Ukraine befindet. Für sie ist dieser kurze Stopp der Angriffe eine wichtige Atempause für die Menschen in Kiew. Mehr aber auch nicht. Denn die russischen Angriffe auf die Ukraine gehen weiter.
Weitere Nachrichten: Mehr als drei Millionen Arbeitslose in Deutschland; Donald Trump verkündet, dass Kevin Warsh neuer FED-Chef werden soll.
Zum Weiterhören:
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über X (@ZelenskyyUa).
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