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Seit Beginn des seit fast zwei Jahren tobenden Gazakriegs verzeichnet das Bundeskriminalamt einen rasanten Anstieg antiisraelischer und antisemitischer Straftaten in Deutschland. Die meisten werden von rechts verübt, gefolgt von religösen Extremisten und Straftaten von links.
Regelmäßig wird auf pro-palästinensischen Demos der äußerst umstrittene Slogan “From the River to the Sea” gerufen, der im Grunde Israel das Existenzrecht abspricht. Es wird spannend, ob das an diesem Samstag auf der Demo für Frieden in Gaza in Berlin auch skandiert wird, zu der das BSW aufgerufen hat.
Und dann sorgt ganz aktuell noch die Ausladung der Münchner Philharmoniker von einem Festival in Gent für Empörung. Denn begründet wurde sie mit der israelischen Herkunft ihres Leiters und seiner angeblich unklaren Haltung gegenüber “dem genozidalen Regime in Tel Aviv”. So heißt es auf der Homepage der Veranstalter. Für Kulturstaatssekretär Wolfram Weimer und Ron Prosor, Israels Botschafter in Berlin, ist das eindeutig Antisemitismus.
Doch ist es wirklich so einfach? Der deutsch-israelische Historiker und Pädagoge Meron Mendel nennt den Fall der Münchner Philharmoniker eine “extrem unsinnige Entscheidung”, antisemitisch aber sei es nicht. Auch sei nicht jede Kritik an der isrelischen Regierung nicht automatisch antisemitisch. Schließlich würden Vertreter der israelischen Regierung unter Benjamin Netanjahu den Antisemitismus-Vorwurf oft instrumentalisieren
Weitere Nachrichten: ICE-Razzia gegen Hyundai-Mitarbeiter in den USA; Brand auf Gaza-Flottille von Greta Thunberg; Protest gegen Erdogan in Istanbul.
**Zum Weiterlesen und -hören: **
Den Link zu unserem SZ-Liveblog zum Nahost-Krieg finden Sie hier.
Über die Absage für die Münchner Philharmoniker von einem Festival in Gent lesen Sie hier einen Bericht
Unseren Recherchepodcast “Das Thema” über den mit aller Brutalität geführten Krieg im Sudan können Sie hier hören.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Annkathrin Stich
Produktion: Jakob Arnu
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über den Instagramkanal von “Darmstadt für Palästina”.
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Brasiliens ehemaliger Präsident Jair Bolsonaro muss für mehr als 27 Jahre in Haft. Der rechtsextreme Politiker sei Anführer einer Verschwörung gewesen, so das Gericht. Während seiner vierjährigen Präsidentschaft habe man gesehen, dass Bolsonaro eine kriminelle Organisation mit der Absicht angeführt habe, einen Staatsstreich und das Ende des demokratischen Rechtsstaats umzusetzen. Über die juristische Aufarbeitung des brasilianischen Putschversuchs 2023 spricht in dieser Folge SZ-Redakteur Christoph Gurk. Er sagt: Der Prozess sei ein Meilenstein für Brasilien und habe den USA gezeigt, wie man einen Putschversuch juristisch aufarbeiten könne.
Weitere Nachrichten: Mutmaßlicher Kirk-Attentäter laut Trump festgenommen; Russisch-Belarussisches Militär-Manöver an Nato-Grenze.
Zum Weiterhören:
Die „Das Thema“-Folge zum Labubu-Hype hören Sie hier.
Alle Folgen von „Auf den Punkt“ finden Sie hier.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Band Jornalismo (YouTube).
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Der Mittwoch war ein schwarzer Tag für die USA: Wieder wurde ein politisches Attentat verübt. Diesmal wurde einer der einflussreichsten Influencer der Maga-Bewegung, Charlie Kirk, bei einer politischen Veranstaltung auf einem Uni-Campus in der Nähe von Salt Lake City erschossen. Auf der Bühne, vor Publikum.
Das FBI hat kurz darauf zwei Männer festgenommen – und beide später wieder freigelassen. Zum Redaktionsschluss dieser Folge läuft die Suche nach dem Täter noch. Trotzdem hat US-Präsident Donald Trump bereits die Schuldigen gefunden. In einer Fernsehansprache machte er die „radikale Linke“ für den „Terrorismus, den wir in unserem Land sehen“, verantwortlich.
Über die Bedeutung dieses Mordes für die USA spricht in dieser Folge Boris Herrmann, er ist US-Korrespondent der SZ.
Weitere Nachrichten: AfD-Abgeordneter Krah verliert Immunität; Polen richtet Flugverbotszone ein.
Zum Weiterlesen und -hören:
Den Text zur Aufhebung der Immunität von Maximilian Krah lesen Sie hier.
Die „Auf den Punkt-Folge“ zu Maximilian Krah und seinem Assistenten Jian G hören Sie hier.
Die „Auf den Punkt“-Folge von Mittwoch zu den Drohnen im polnischen Luftraum hören Sie hier.
Den Text zur möglichen Versöhnung zwischen Prinz Harry und König Charles III lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über @charliekirk1776 (Instagram), Charlie Kirk (YouTube).
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Dienstagabend hat die ukrainischen Luftwaffe Polen gewarnt. Kurz darauf werden Luftabwehr- und Radaraufklärungssysteme des Nato-Mitgliedslandes in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Der polnische Luftraum wird gesperrt, Flughäfen geschlossen. Polnische Kampfflugzeuge, und erstmals auch andere Nato-Flieger steigen auf – und schießen mehrere Drohnen ab.
Später wird bekannt, dass es mehrere Drohen iranischer Bauart gewesen sollen, die wohl aus Belaurs kamen. “Das war der schwerste Zusammenstoß zwischen dem russischen Militär und dem Nato-Militär”, sagt Nato- und EU-Korrespondent Hubert Wetzel mit Sitz in Brüssel. Für ihn war der Vorfall eindeutig ein Test des russischen Machthabers Wladimir Putin. Nur wozu und wofür? Darüber spricht Wetzel im SZ-Nachrichtenpodcast „Auf den Punkt“.
Weitere Nachrichten: Sechs Tote bei israelischem Angriff in Katar; Bekennerschreiben zu Anschlag auf Berliner Stromversorgung; Neuer französischer Premier; Höchststrafe für Solinger Attentäter.
**Zum Weiterlesen: **
Hier finden Sie den Liveticker zum Krieg in der Ukraine.
Die Reportage über das Attentat in Solingen lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Annkathrin Stich, Johannes Korsche
Produktion: Imanuel Pedersen
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Reuters und Donald Tusks offizieller Regierungsaccount.
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Am Dienstag hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die größte Automesse der Welt, die IAA Mobility 2025, in München eröffnet. „Die Automobilindustrie ist und bleibt eine Schlüsselindustrie, eine Schlüsselbranche für den Wohlstand unseres Landes“, hat er in seiner Rede gesagt.
Aber in den vergangenen Monaten haben die deutschen Autohersteller allesamt keine guten Zahlen veröffentlicht: Gewinneinbußen, Stellenabbau, einbrechendes Exportgeschäft. Woran das liegt – und ob die deutschen Autobauer darauf eine Antwort haben. Darüber spricht in dieser Folge von „Auf den Punkt“ SZ-Wirtschaftsredakteur Thomas Fromm.
Weitere Nachrichten: Israel: Angriff auf Hamas-Führung in Katar; Nepal: Ministerpräsident nach Protesten zurückgetreten; Stromausfall in Berlin: Polizei vermutet extremistischen Anschlag.
Zum Weiterlesen:
Den Kommentar von Kathrin Werner zum Catcalling lesen Sie hier.
Eine Reportage aus einem deutschen Autohaus über Probefahrten in einem BYD lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Phoenix und BMW Group.
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Fast 14 Millionen Menschen sind am 14. September zur Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen aufgerufen. Und im Wahlkampf fahren die Parteien allerhand Polit-Prominenz auf. Die CDU wird laut Umfragen voraussichtlich stärkste Partei bleiben, wenn auch mit Verlusten, sagt SZ-NRW-Korrespondent Björn Finke. Umfragen zufolge werden auch SPD und Grüne Verluste erleiden. Und FDP wie auch das BSW bleiben wohl unter ferner liefen.
In Großstädten wie Gelsenkirchen wird erwartet, dass die AfD deutlich zulegt. Bei Bürgermeisterwahlen in manchen Städten dürften Vertreter des in NRW äußerst zerstrittenen Landesverbandes es in die Stichwahl schaffen. Aber dort werden sie „dann wahrscheinlich keine Chance haben, weil sich im Zweifel die Wähler aus dem demokratischen Lager um den demokratischen Kandidaten versammeln“, meint Finke.
Weitere Nachrichten: Anschlag in Israel, Niederlage für Milei in Argentinien, Wahlen in Norwegen.
Zum Weiterlesen:
Einen Bericht von Björn Finke, wie in Dortmund ein reicher Unternehmer den Wahlkampf aufmischt, lesen Sie hier.
Hier lesen Sie die Reportage über die neue Attraktivität chinesischer Autos in Deutschland.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Annkathrin Stich, Johannes Korsche
Produktion: Jakob Arnu
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über @thomaskoehler.ha (Instagram von Thomas Köhler, Oberbürgermeisterkandidat der Stadt Hagen), @ZDFheute Nachrichten (Youtube), @Landesintegrationsrat NRW (YouTube), @spdde (Youtube), @madeinbocholt (YouTube).
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Frankreich hat eine Rekordstaatsverschuldung. In absoluten Zahlen hat Frankreich mit mehr als 3300 Milliarden Euro im Euroraum den höchsten Schuldenberg. Premierminister Francois Bayrou will auf Sparkurs gehen und hat dazu Vorschläge gemacht. Unter anderem will er zwei Feiertage streichen. Zudem sollen Sozialleistungen und Renten eingefroren werden.
Doch eine Mehrheit im Parlament hat er für seinen Sparplan nicht. Am 8. September stellt er im Parlament die Vertrauensfrage. Kaum jemand erwartet, dass er die Abstimmung gewinnen kann. Bayrou stürzt das Land in eine neue Phase der politischen Unsicherheit, sagt SZ-Frankreich-Korrespondent Oliver Meiler. Dies sei “politischer Selbstmord”.
Weitere Nachrichten: Untersuchungsbericht zum Tramunglück in Lissabon; Russischer Großangriff auf die Ukraine; Großdemo in Jerusalem.
Zum Weiterlesen:
Frankreichs Premier François Bayrou steht vor dem Aus. Was die Boomer damit zutun haben könnten, hat Oliver Meiler hier aufgeschrieben.
Warum viele Katholiken den neuen Heiligen Carlo Acutis verehren, könnten sich Ihnen nach der Lektüre dieses Textes erschließen.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Annkathrin Stich
Redaktion, Produktion: Imanuel Pedersen
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über you tube channel der französischen Regierung.
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Eine kurze Übersicht, über Angriffe auf Institutionen der Demokratie in den USA aus den vergangenen Tagen: US-Präsident Trump feuert die Chefin des Statistikamts. Zuvor hatte sie schlechte Arbeitslosenzahlen veröffentlicht. Trump versucht, eine führende Notenbankchefin zu feuern. Zuvor hatte sich die amerikanische Notenbank geweigert, den Leitzins radikal zu senken.
Und dann ist da noch die US-Einwanderungsbehörde ICE, die auf Trumps Anweisung Menschen von der Straße weg in Autos zerrt und sie in Haftlager sperrt. Und wenn es gegen ICE Proteste gibt, schickt Trump die Nationalgarde.
Die USA-Expertin Cathryn Clüver Ashbrook von der Bertelsmann Stiftung spricht in dieser Folge von „Auf den Punkt“ darüber, wie sehr Trump die Demokratie in den USA bereits umgebaut hat. Sie sagt, dass die USA sich zu einem faschistischen Staat entwickeln – zumindest könne man meinen, dass dies das Ziel von Donald Trump und seinen Strategen sei.
Zum Weiterlesen und -hören:
Die „Auf den Punkt“-Folge zur Sicherheitspanne bei Paypal lesen Sie hier.
Hier finden Sie das sehr lesenswerte Interview über Nordkorea.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
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Während die Kämpfe in der Ukraine weitergehen, hat sich am Donnerstag in Paris die sogenannte “Koalition der Willigen” über ihre Unterstützung für das angegriffene Land ausgetauscht. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron teilte im Anschluss mit, dass 26 westliche Länder bereit seien, Truppen zur Absicherung eines Waffenstillstands oder Friedens zwischen Russland und der Ukraine zu entsenden. Zu Land, zu See oder in der Luft - um der Ukraine Sicherheit zu gewährleisten.
Doch aus dem Kreml kommt nur ein klares Nein. Diese westlichen Soldaten seien dann legitime Ziele, sagte Russlands Staatschef Wladimir Putin. Ohne Unterstützung der USA könnte die “Koalition der Willigen” ihre Pläne eh kaum umsetzen, sagt SZ-Ukraine-Korrespondent Florian Hassel. Russland sei militärisch weit überlegen und stehe inzwischen mit rund 450.000 Soldaten in der Ukraine. Und US-Präsident Donald Trump habe zwar viel angekündigt, aber letztlich nichts Konkretes unternommen. Insgesamt sei das alles viel "heiße Luft".
Weitere Nachrichten: US-Verteidigungsministerium wird Kriegsministerium; Israels Gaza-Offensive; Ebola-Ausbruch im Kongo.
Zum Weiterlesen:
Über die jüngsten russischen Angriffe schreibt Florian Hassel hier.
Hier finden Sie unseren Ukraine Live-Blog.
Einen Kommentar zur Deutschlands Rollein der “Koalition der Willigen” lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Annkathrin Stich
Produktion: Aylin Sancak
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Channel 4.
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Nach Tagen der gegenseitigen Sticheleien haben sich Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) bei einem gemeinsamen Abendessen und zwei Bieren versöhnt. Und nach einem Treffen der Parteichefs der Regierungsparteien am Mittwoch im Kanzleramt versprüht der Regierungschef Optimismus: “Wir sind entschlossen, dieses Land wieder gemeinsam voranzubringen”, sagte Merz bei einer Pressekonferenz in Berlin.
Dafür wolle man noch in diesem Jahr die wichtigsten Eckpunkte vereinbaren, sodass es zügige Reformen möglich sind.. Im Zentrum stehe eine Überarbeitung des Bürgergelds. Der CDU-Chef fügte hinzu, niemand wolle den Sozialstaat schleifen, abschaffen oder kürzen. SPD-Chefin Bas sprach sich für eine Reform aus, die Arbeitsplätze erhalte und die Wirtschaft ankurbeln solle.
Die zentrale Botschaft aber war die neue Harmonie in der Koalition, sagt der Leiter des Berliner Parlamentsbüros der SZ, Nicolas Richter.
Weitere Nachrichten: Tramunglück mit 17 Toten in Lissabon; Sturm aufs US-Kapitol wird erneut untersucht.
Zum Weiterlesen:
Einen Bericht über die ungelösten Fragen und Probleme der Koalition in Berlin lesen Sie hier.
Einen Bericht über den schrecklichen Unfall des beliebten „Elevador da Glória“ in Lissabon finden Sie hier.
Der SZ-Liveblog zur Bundespolitik steht hier.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Annkathrin Stich
Produktion: Aylin Sancak
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Phoenix und Tagesschau.
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