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Die Liste ist lang: Frankreich, Großbritannien, Kanada, Australien. Sie alle haben Palästina in den vergangenen Tagen als Staat anerkannt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat auf einem Gipfeltreffen einen Tag vor der UN-Generaldebatte in New York gesagt, es sei Zeit, zu einem Frieden und einer Zweistaatenlösung zu kommen.
Dafür hat er von vielen Delegierten Applaus bekommen. Kritik daran äußerten die USA und Israel. Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagt, einen palästinensischen Staat dürfe es nicht geben. Und US-Präsident Donald Trump steht bisher fest an der Seite Israels. De facto änderte die Initiative von Frankreich also erst einmal wohl nichts. Ist sie also nur Symbolpolitik? Ronen Steinke aus der SZ-Politikredaktion sagt, dass von der Anerkennung Palästinas trotzdem ein wichtiges Signal ausgehen kann – in Richtung der Palästinenser und in Richtung Israel.
Weitere Nachrichten: Nato warnt Russland vor Luftraumverletzungen, Drohnensichtungen in Dänemark.
Hier geht es zum Liveblog zur US-Politik.
Moderation, Redaktion: Leopold Zaak
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Am Montagmorgen hat Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder eine neue Strategie vorgelegt, wie die Deutsche Bahn aus der Krise kommen soll. Besonders die Zuverlässigkeit will er dabei in den Fokus stellen.
Außerdem will er saubere Sanitäranlagen, sichere Bahnhöfe, mehr Komfort, bessere Kundenkommunikation und 5G am Gleis. Und darum soll sich bald eine neue Bahn-Chefin kümmern: Evelyn Palla. Sie folgt auf Richard Lutz, der die Bahn in den vergangenen acht Jahren nicht aus der Krise führen konnte.
SZ-Bahnexpertin Vivien Timmler hält Palla für eine gute Wahl: “Sie hat es schon einmal geschafft, ihren eigenen Bereich DB Regio in die Profitabilität zu führen, der früher auch Verluste gemacht hat und die Hoffnung ist natürlich jetzt, dass ihr das auch bei dem gesamten Konzern gelingt.” Die neue Bahnstrategie des Verkehrsministers hingegen findet Timmler etwas “unambitioniert”, wobei darin auch etwas Positives liegt: “Es könnte so eine Zeit des neuen Realismus bei der Bahn anfangen.”
Weitere Nachrichten: Wadephul will Zwei-Staaten-Prozess anstoßen; Proteste in Brasilien gegen mögliche Amnestie für Bolsonaro.
Zum Weiterhören und -lesen:
Hier können Sie den neuen SZ-Immobilienrechner ausprobieren.
https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/wirtschaft/immobilienrechner-so-viel-eigenheim-koennen-sie-sich-leisten-e986810/
Moderation, Redaktion: Antonia Franz
Redaktion: Annkathrin Stich und Helen Krueger-Janson
Produktion: Jakob Arnu
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
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Seit Monaten versucht US-Präsident Donald Trump die US-Notenbank, die Fed, gefügig zu machen. Er schimpft auf den Leiter der Fed. Und versucht mit konstruierten Vorwürfen, die Notenbankerin Lisa Cook loszuwerden. Trumps will deutlich niedrigere Zinsen, das soll einen Wirtschaftsboom auslösen. Allerdings würde das mit einem großen Risiko einhergehen. Es könnte zu einer hohen Inflation kommen, die nicht nur in den USA zu einem großen Problem werden würde. Das sagt SZ-Redakteur Claus Hulverscheidt, er ist Finanzpolitik-Experte in der SZ-Parlamentsredaktion in Berlin – und hat davor für die SZ aus und über den Finanzplatz New York berichtet. Er sagt: Es droht eine ökonomische Kernschmelze, wenn Trump das bekommt, was er fordert.
Außerdem ordnet in dieser Folge der SZ-Nato-Korrespondent Hubert Wetzel den Vorfall vom Freitagabend ein, als drei russische Kampfjets in estnischen Luftraum geflogen sind. Eine weitere Provokation, um die Reaktion der Nato zu testen, sagt Wetzel. Und: Das Risiko, dass es zu einem Zusammenstoß kommt, wird immer höher.
Zum Weiterhören und -lesen:
Den Kommentar von Claus Hulverscheidt lesen Sie hier.
Den Text von Viktoria Großmann aus Warschau zu dem Vorfall im estnischen Luftraum lesen Sie hier.
Die „Auf den Punkt“-Folge zu den russischen Drohnen über Polen können Sie hier nachhören.
Den Text darüber, woher die menschliche Vorliebe für Alkohol kommt, lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
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Diese Woche wurde mal wieder ein Lebenszeichen von Jan Marsalek bekannt, wenn auch kein freiwilliges. Der ehemalige Wirecard-Manager hält sich wohl in Moskau auf, das legt eine Recherche des “Spiegel” und weiterer Medien nahe.
Marsalek war einer der Schlüsselfiguren, als Wirecard 2020 zusammenbrach. Und Wirecard war bis dahin die deutsche Hoffnung im Finanzmarkt. Ein Zahlungsdienstleister, der es mit amerikanischen Anbietern aufnehmen konnte. Damit hat es Wirecard bis in den DAX geschafft. Es war eine Erfolgsgeschichte - bis daraus einer der größten Fälle von Wirtschaftskriminalität wurde, den es in Deutschland je gab. Plötzlich fehlten 1,9 Milliarden Euro und der Konzern löste sich in wenigen Tagen auf. Insgesamt hat Wirecard drei Milliarden Euro Schulden hinterlassen und Tausende Anleger geprellt.
Und Marsalek? In den Augen des Bundeskriminalamts ist er ein Wirtschaftsbetrüger. Er müsste wohl für viele Jahre ins Gefängnis. Aber erwischt haben ihn die Behörden bislang noch nicht.
Weitere Nachrichten: Brandsätze in Paketen, Verdächtige in Litauen festgenommen; Nawalny laut Witwe vergiftet worden; Leichtathletik-WM: Gentests für Athletinnen.
**Zum Weiterlesen und -hören: **
Moderation, Redaktion: Justin Patchett
Redaktion: Johannes Korsche, Annkathrin Stich
Produktion: Aylin Sancak
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Um Julia Ruhs und die von ihr moderierte ARD-Sendung “Klar” tobt eine Kontroverse: Der NDR hatte diese Woche auf eine weitere Zusammenarbeit mit der freien Mitarbeiterin verzichtet. Am Donnerstag hatte der NDR dann aber bekannt gegeben, dass man die Sendung zwar fortsetzen wolle, künftig aber mit einer eigenen Moderation. Drei Sendungen wird der NDR 2026 mit Tanit Koch drehen, Ex-Chefredakteurin der Bild und RTL Deutschland. Drei weitere wird Julia Ruhs für den BR drehen.
Doch zuvor hatte sich Julia Ruhs über den Umgang des NDR mit ihr öffentlich beschwert. Der NDR hat damit wohl das Gegenteil dessen bewirkt, was er eigentlich erreichen wollte – nämlich auch konservativere Meinungen in der ARD Raum zu geben. Das sei ein “Armutszeugnis”, schrieb Ruhs. Allerdings gab es zu Recht auch Kritik an handwerklichen Mängeln in der ersten Folge zur Migration, sagt Aurelie von Blazekovic, Teamleiterin der SZ-Medienseite. Vielfach sei der Ton der Sendung aber auch schlicht provokant gewesen. Auch wenn die Aufregung “ein bisschen einkalkuliert” gewesen sei, müsse der öffentlich-rechtliche Rundfunk Meinungsvielfalt aushalten.
Weitere Nachrichten: Hamas droht Israel; Lösung für TikTok in den USA.
**Zum Weiterlesen: **
Einen Bericht über das Reportageformat „Klar“ und die Kritik an der Moderatorin lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Johannes Korsche, Annkathrin Stich
Produktion: Carlo Sarsky
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über ARD und Welt TV.
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Der Fernsehsender ABC hat die Absetzung von Jimmy Kimmels Show mit dieser Äußerung des Late-Night-Hosts begründet: „Wir hatten am Wochenende einige neue Tiefpunkte, als die MAGA-Gang verzweifelt versuchte, den Typen, der Charlie Kirk ermordet hat, als alles andere als einen von ihnen darzustellen und alles Mögliche tat, um daraus politisches Kapital zu schlagen.“ Das sei „unsensibel“ und „beleidigend“ gewesen. Grund für den Sender, die Show „Jimmy Kimmel Live“, die seit 2003 läuft, nicht mehr auszustrahlen.
Kimmel ist damit schon der zweite Late-Night-Host, der seit Beginn der zweiten Amtszeit von Donald Trump abgesetzt wird. Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass Stephen Colberts Show im kommenden Jahr auslaufen werde. In beiden Fällen hatte Trump zuvor die Absetzung der Hosts gefordert. Auf Truth Social forderte Trump die Absetzung zweier weiterer Late-Night-Hosts. Warum ist Trump die Absetzung der Late-Night-Shows so wichtig? „Weil sie moralische Instanzen sind“, sagt SZ-Feuilleton-Redakteur Andrian Kreye, der für viele Jahre auch aus New York berichtet hat.
Weitere Nachrichten: Deutschlandticket wird teurer; Studie zum Umgang mit rechtspopulistischen Parteien veröffentlicht.
Zum Weiterhören:
Die „Auf den Punkt”-Folge anlässlich der angekündigten Absetzung von Stephen Colberts Late-Night-Show hören Sie hier.
Die neue Folge „Deutsch-amerikanische Freundschaft“ hören Sie hier auf sz.de oder hier auf Spotify.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Redaktion: Justin Patchett, Annkathrin Stich
Produktion: Imanuel Pedersen
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Jimmy Kimmel Live (YouTube-Kanal).
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Seit der Nacht zum Dienstag erobern Tausende israelische Soldaten in Gaza-Stadt Gebäude um Gebäude. Nach eigenen Angaben erwartet die Armee dort bis zu 3000 kampfbereite Hamas-Mitglieder. Die Kämpfe könnten sich Monate hinziehen. Und die knapp eine Million Menschen in der Stadt geraten zwischen die Fronten.
UN-Generalsekretär António Guterres mahnt. Und mehr als zwei Dutzend Hilfsorganisationen klagen: “Wir versagen gegenüber den Menschen in Gaza. Wir versagen gegenüber den Geiseln. Und wir versagen gegenüber unserer eigenen kollektiven moralischen Verpflichtung.“
Tatsächlich gebe es im gesamten Gazastreifen kaum noch sichere Orte, in die die Menschen fliehen könnten, sagt auch SZ-Israel-Korrespondentin Kristiana Ludwig. Die israelische Armee habe zwar bestimmte Zonen als sicher erklärt, aber dort fehle es an Infrastruktur wie Wasser und Strom. Auch ist die Grenze nach Ägypten geschlossen. Die Lage sei katastrophal, sagt Ludwig.
Weitere Nachrichten: EU-Kommission beantragt Israel-Sanktionen; Generaldebatte im Bundestag; Mordanklage gegen Tyler R.;
Zum Weiterlesen:
Eine Reportage von Kristiana Ludwig jüngst aus dem Gazastreifen lesen Sie hier.
Hier bleiben Sie beim SZ-Liveblog zum Nahen Osten auf dem Laufenden.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Johannes Korsche, Annkathrin Stich
Produktion: Imanuel Pedersen
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Reuters und Tagesschau.
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Nachdem der rechte Aktivist Charlie Kirk am vergangenen Mittwoch ermordet wurde, hat es für einen Augenblick gewirkt, als halte das Land zusammen. Ex-Präsident Joe Biden schrieb auf X, dass es in den USA keinen Platz für diese Art von Gewalt gebe. Auch Barack Obama - wie Biden ein Demokrat - hat sich zu Wort gemeldet und sprach “verabscheuungswürdiger Gewalt.”
Kaliforniens demokratischer Gouverneur Gavin Newsom, der eine besondere Feindschaft mit Trump pflegt, nannte den Angriff auf dem Campus in Utah “widerwärtig, abscheulich und verwerflich.” Das wars dann aber mit der Einigkeit.
Präsident Trump sagte letzte Woche, die Wortwahl der radikalen Linken habe zum Tod von Kirk beigetragen. Gemeint hat er damit auch: Die Demokraten.
Die US-Regierung möchte jetzt härter gegen liberale Gruppen vorgehen. Ob Trump also den Mord an Kirk als Vorwand nutzen könnte, um die Opposition zu bekämpfen, darüber spricht Peter Burghardt, SZ-Korrespondent aus Washington, bei “Auf den Punkt.”
Weitere Nachrichten: Trump verklagt New York Times; Israel weitet Einsatz in Gaza-Stadt aus; Deutschland steht vor größtem Haushaltsloch.
Zum Weiterlesen:
Moderation, Redaktion: Justin Patchett
Redaktion: Timo Nicolas, Annkathrin Stich
Produktion: Jakob Arnu
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über The White House.
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Am Sonntag waren Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen, wo so viele Menschen leben wie in keinem anderen Bundesland. 13,7 Millionen Wählerinnen und Wähler waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Das Ergebnis: Die CDU holt mit 33,3 Prozent die meisten Stimmen. Die SPD ist mit 22,1 Prozent in ihrem einstigen Stammland die zweite Kraft. Für die beiden Parteien der Regierungskoalition im Bund hätte es also schlimmer kommen können. Trotzdem sagt Nicolas Richter, Leiter des SZ-Hauptstadtbüros, dass sich Kanzler Friedrich Merz (CDU) nicht auf dem Ergebnis ausruhen könne. „Von der Kommunalwahl bleibt aus meiner Sicht eine Mahnung“, sagt er. Die Bundesregierung müsse die Probleme der Menschen angehen – und lösen.
Weitere Nachrichten: Wirtschaftsministerin Reiche will Kurswechsel bei der Energiewende; Arabisch-islamischer Gipfel nach Israels Luftangriff in Katar.
Zum Weiterlesen:
Die Reportage aus Gelsenkirchen von SZ-Inlandskorrespondent Christoph Koopmann lesen Sie hier.
Mehr zum Kurswechsel von Katharina Reiche in der Energiepolitik lesen Sie hier.
Das Porträt über den deutschen Basketball-Kapitän Dennis Schröder lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
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Samstag hatte das BSW und Andere in Berlin zu einer Demo für Frieden in Gaza aufgerufen. Laut Polizei sind 12 000 Demonstranten diesem Aufruf gefolgt, laut Sahra Wagenknecht hatten sich 20 000 zum Protest gegen den Krieg im Nahen Osten vor dem Brandenburger Tor versammelt.
Für SZ-Berlin-Korrespondentin Meredith Haaf war das auch eine Art Werbemaßnahme für das nicht im Bundestag vertretende BSW. Aber, sagt Haaf, man dürfe auch “nicht unterschätzen, wie sehr das ganze Thema Krieg Menschen beschäftigt und bewegt”. Vielfach wurde bei dieser Demo deshalb wohl auch der Gaza-Krieg mit dem Krieg in der Ukraine und der Aufrüstung in Deutschland verknüpft.
Weitere Nachrichten: Kampfdrohne über Rumänien; Frankreich erwartet neue Sparvorschläge; Verdächtiger im Kirk-Mord festgenommen.
Zum Weiterlesen:
Hier können Sie den Bericht über die BSW-Demo in Berlin lesen.
Was bislang über den Verdächtigen im Mordfall Charles Kirk bekannt ist, das können Sie hier erfahren.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Harald Hordych, Matthias Becker
Produktion: Aylin Sancak
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über DWS News, Reuters und CNBC.
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