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Der israelische Polizeiminister Itamar Ben-Gvir ist ein Mann, der gerne provoziert. Er ist ein knallharter Rechtsextremist, Mitglied der israelischen Regierung und in einem Podcast hat er vor Kurzem gefordert, Israel solle im Gazastreifen jede Nacht sollten 30 bis 40 Palästinenser töten. Und weiter: In Gaza gebe es „Menschen, die es nicht verdienen zu leben. Sie sollten nicht leben. Sie sind nicht einmal Menschen“.
Ben-Gvir hat so verächtlich gesprochen, dass er damit vor allem im Ausland viele Menschen schockiert hat. Ein Sprecher von Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Aussagen am Mittwoch “menschenverachtend, völkerrechtswidrig und nicht hinnehmbar” genannt. Und mehrere deutsche Spitzenpolitiker sprechen sich jetzt dafür aus, dass die EU den rechtsextremen israelischen Minister mit Sanktionen belegt. In dieser Folge von “Auf den Punkt” erklärt SZ-Israel-Korrespondentin Kristiana Ludwig, warum auch sie Sanktionen für richtig hält und was Ben-Gvir mit seinen radikalen Aussagen bezwecken möchte.
Weitere Nachrichten: Nordstream-Verdächtiger; Forderung nach Wahlen in der Ukraine.
Zum Weiterlesen:
Der frühere ukrainische Verteidigungsminister attackiert Selenskij und fordert Wahlen - mehr Infos gibt es hier.
Moderation, Redaktion: Philipp Saul
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Luis Münch
Produktion: Juno Graner
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über: The 8 October
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Auch wenn das Bündnis Sahra Wagenknecht bald einen anderen Namen bekommt – ab dem 1. Oktober soll es Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft heißen – ist seine Gründerin Sahra Wagenknecht noch immer das mit Abstand bekannteste Gesicht des BSW. Sie polarisiert – öffentlich und auch in der eigenen Partei. In der vergangenen Woche hat sie einen Streit mit dem Landesverband in Thüringen losgetreten, wo das BSW Teil der sogenannten Brombeer-Koalition mit CDU und SPD ist.
Nachdem Ministerpräsident Mario Voigt von der CDU der Doktortitel aberkannt worden war, rief Wagenknecht ihn zum Rücktritt auf und forderte die BSW-Abgeordneten auf, die Koalition mit CDU und SPD zu verlassen. Für Thüringen schlug sie stattdessen eine Expertenregierung vor, die mit wechselnden Mehrheiten regieren solle, also auch mit der AfD, die in Thüringen stärkste Kraft ist. Von der Brandmauer gegen die AfD hält Wagenknecht nichts.
Die meisten BSW-Abgeordneten im Landtag von Erfurt sehen das allerdings anders als Wagenknecht. Sie wollen sich von der Bundespartei nicht reinreden lassen, sondern lieber weiter regieren. Über den Streit im BSW spricht in dieser Folge von “Auf den Punkt” Valerie Höhne aus dem Berliner Büro der SZ. Sie sagt: Im BSW gibt es schon lange verhärtete Fronten zwischen Pragmatikern und Befürwortern einer fundamentalen Opposition.
Weitere Nachrichten: Urteil gegen Ukrainer wegen Agententätigkeit für Russland; mögliche Streiks im Einzelhandel.
Zum Weiterlesen:
Moderation, Redaktion: Philipp Saul
Redaktion: Nadja Schlüter, Lea Brüggemann, Luis Münch
Produktion: Imanuel Pedersen
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Die Klimakrise hat Deutschland in diesem Sommer fest im Griff: Waldbrände, Flüsse mit historisch niedrigen Pegelständen und tausende Hitzetote. Jetzt haben SPD-Ministerinnen und -Minister den Vorschlag gemacht, dass Hitzeschutz in das Grundgesetz geschrieben werden soll. Auf diese Weise könnte der Bund leichter Gelder zur Verfügung stellen, um Länder und Kommunen zu unterstützen. Dafür bräuchte es im Bundestag und Bundesrat, wie bei jeder Änderung im Grundgesetz, eine Zweidrittel-Mehrheit. Aber schon die Union, also der Koalitionspartner im Bund, blockiert das Vorhaben. Das bringe ohnehin nicht viel, hat die neue CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann der Rheinischen Post gesagt.
Der SZ-Experte für Klimapolitik, Michael Bauchmüller, sieht das anders: “Es ist sicherlich keine Hilfe für akute Notlagen, aber es ist perspektivisch der richtige Schritt, um Städte und deren Bewohner künftig zu schützen.” Zwar dürfte es schwierig werden, die entsprechenden Mehrheiten zu organisieren, aber er denkt: Sind die Landtagswahlen im Herbst vorbei, könnte der Vorschlag noch einmal aufgegriffen werden.
Weitere Nachrichten: Evakuierungen wegen Waldbrand; Kushner und Hamas-Verhandlungen.
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Zum Weiterlesen:
Den Text von Micky Beisenherz zur Berichterstattung über den AfD-Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt Ulrich Siegmund lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Phoenix (YouTube).
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Die CDU steht am 6. September vor schwierigen Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt: Die AfD liegt dort zweistellig vor ihr und der eigene Kanzler Merz ist dort so unbeliebt, dass er im Wahlkampf keine Hilfe ist. Eher im Gegenteil. Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) macht dort stellenweise einen Wahlkampf, der offen gegen die Bundesregierung und Merz gerichtet ist. Zum Beispiel hat er sich gemeinsam mit seinen Amtskollegen in Ostdeutschland öffentlich gegen die sogenannte Rente mit 63 gestellt. Falle diese weg, benachteilige das vor allem Menschen aus Ostdeutschland, argumentieren die Ministerpräsidenten.
Das schwierige Verhältnis zwischen Merz und Ostdeutschland ist das Thema in dieser Folge des SZ-Nachrichtenpodcasts “Auf den Punkt”. Denn hinzu kommt, dass Merz nicht den richtigen Ton zu treffen scheint, wenn er über und mit Ostdeutschen redet. Merz habe eben das Image eines besonders westdeutschen Politikers, sagt SZ-Redakteur Daniel Brössler, der für die SZ über den Kanzler berichtet. Selbst wenn Merz positiv über die Leistungen der Ostdeutschen sprechen wolle, käme das “gönnerhaft” an.
Weitere Nachrichten: Waldbrände und Evakuierungen in Deutschland; Drohne im rumänischen Luftraum abgeschossen.
Zum Weiterlesen:
Den Text über die Verschwörungstheorie, dass Paul McCartney Ende der 1960er Jahre bei einem Autounfall gestorben sei, lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Laura Sagebiel
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über CDU (YouTube).
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"China und wir" gibt es jetzt als eigenen Podcast, überall wo es Podcasts gibt. Jeden Donnerstag erscheinen neue Folgen:
Die Testunterlagen werden transportiert wie sonst Staatsgeheimnisse. Drei Tage wird das halbe Land verkehrsberuhigt, damit bloß niemand gestört wird. Signalstörer werden eingesetzt, um Schummelversuche zu unterbinden.
Das ist Chinas Gaokao, die große Abschlussprüfung, die jedes Jahr im Sommer stattfindet.
In der neuen Folge von „China und wir“ sprechen Lea Sahay und Gregor Scheu über diese so wichtige Abschlussprüfung in China. Es geht um den Druck, der deswegen auf den Schülern und Eltern in China lastet. Und um die Konsequenzen, die das Gaokao auf das Leben in China hat.
In „China und wir“ sprechen die China-Korrespondenten der SZ, Lea Sahay und Gregor Scheu, über alles, was sie in ihrem Leben und bei ihrer Arbeit in China beschäftigt und interessiert. Geschichten aus dem Alltag der neuen Supermacht – darum geht es in "China und wir".
Außerdem veröffentlichen wir im Kanal "China und wir" regelmäßig Bonusfolgen exklusiv für Alle mit SZ-Plus-Abo, in denen wir eure Fragen beantworten. Schreibt dazu gerne E-Mails an [email protected].
Moderation und Redaktion: Lea Sahay und Gregor Scheu
Schnitt, Regie und technische Produktion: David Sahay
Produktion: Carlo Sarsky Lankheit
Produktmanagement: Oliver Neumann
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Die andauernde Trockenheit ist auch für die Landwirtschaft ein großes Problem. Deshalb schlägt der Bauernverband jetzt Alarm: Es sei mit Ernteeinbußen zu rechnen, im Süden Deutschlands teilweise sogar mit Totalausfällen. Besonders betroffen sei die Getreideernte.
Wegen der schwierigen Situation der Landwirte fordert der Verband jetzt drei Sofortmaßnahmen von der Politik. Zum einen soll die EU mehr Subventionen zahlen und das Geld soll auch früher bei den Landwirten ankommen, nämlich schon im Oktober statt im Dezember. Und: Die Steuer auf Diesel soll deutlich gesenkt werden. Laut dem Bauernpräsidenten Joachim Rukwied würde das den Landwirten kurzfristig helfen und Entlastung bringen.
Diese Forderungen des Bauernverbandes ordnet Michael Bauchmüller aus dem Berliner Parlamentsbüro der SZ ein, er beschäftigt sich viel mit Landwirtschaftspolitik.
**Weitere Nachrichten: **Waldbrand in NRW; Nigel Farage gewinnt Nachwahl; Luftalarm wegen Drohne in Lettland
Zum Weiterlesen und -hören:
Mehr zum Waldbrand in NRW lesen Sie hier.
Und den Text zur spanischen Siesta finden Sie hier.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Redaktion, Skript: Pauline Claßen
Redaktion: Lea Brüggemann, Luis Münch
Produktion: Laura Sagebiel
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Eigentlich ist so eine Nachwahl um einen Sitz im britischen Unterhaus keine große Sache. In diesem Fall ist das aber anders – und das liegt an den Protagonisten. Erster Kandidat: Nigel Farage, der Chef der Partei „Reform UK“. Der Mann, der 2015 mit seiner Brexit-Kampagne entscheidend für den EU-Austritt Großbritanniens war. Und der in Zukunft noch Premierminister werden will. Und – zweiter Kandidat: Count Binface, ein Satirepolitiker, der sich selbst als intergalaktischer Krieger bezeichnet, der 5900 Jahre alt ist. Über den Kopf trägt er einen Mülleimer.
Die Nachwahl im Wahlkreis Clacton ist nötig, weil Farage Anfang Juli seinen Sitz im Parlament abgegeben hat. Dort gab es Ermittlungen gegen ihn, weil er umgerechnet 5,8 Millionen Euro von einem Krypto-Investor bekommen haben soll. Als persönliches Geschenk. Diesen Ermittlungen wollte er durch seinen Rücktritt entgehen. Nach seinem Rücktritt hat Farage allerdings sofort gesagt, dass er wieder kandidieren wolle. Er ist also zurückgetreten, um sich wiederwählen zu lassen. Die anderen Parteien in Großbritannien, die sozialdemokratische Labour-Partei und die konservativen Tories werfen Farage deswegen jetzt vor, aus den Wahlen einen politischen Stunt zu machen. Eigene Kandidaten haben sie aus diesem Grund nicht aufgestellt.
Diese besondere Nachwahl und welchen Schaden Farage dabei nehmen könnte, analysiert in dieser Folge von „Auf den Punkt“ Michael Neudecker, der bis vor Kurzem für die SZ aus Großbritannien berichtete.
Weitere Nachrichten: Höcke geht auf BSW zu; Trump-Sprecherin geht.
Moderation, Redaktion: Leopold Zaak
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Hybrider Krieg, Islamismus, Rechtsextremismus und Linksextremismus – für den Bundesverfassungsschutz und für den Bundesnachrichtendienst gibt es gerade eine Menge zu tun. Deshalb will die Bundesregierung, dass die beiden Nachrichtendienste mehr Kompetenzen bekommen.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will aus dem Verfassungsschutz und dem BND “echte Geheimdienste” machen. Der Verfassungsschutz soll in Zukunft nicht mehr nur abhören dürfen, sondern auch Daten verändern oder verfälschen dürfen. In bestimmten Fällen sollen Beamte auch Wohnungen durchsuchen können. Und der Bundesnachrichtendienst soll selbst Cyberangriffe ausführen dürfen.
Ronen Steinke, der für die SZ über Fragen zum Rechtsstaat, hat bei der Reform Bedenken. Denn sie gebe vor allem dem Inlandsgeheimdienst große Befugnisse – ohne ausreichende Kontrolle.
Weitere Nachrichten: Erhöhung Bafög; Anstieg der Inflation in Deutschland.
Zum Weiterlesen: Hier finden Sie den Kommentar von Uwe Ritzer zum Wasserverbrauch.
Moderation, Redaktion: Leopold Zaak
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Das Oberste Gericht in Russland hat etwa vier Wochen vor den Duma-Wahlen entschieden, die Partei Jabloko auszuschließen. Die liberale Partei ist die einzige Partei, die sich offen gegen den Krieg in der Ukraine positioniert.
Dass Jabloko noch nicht verboten wurde, ist fast schon ein Wunder, sagt SZ-Russlandkorrespondentin Silke Bigalke. Mit dem Wahlausschluss von Jabloko wendet sich Russlands Machthaber Wladimir Putin gegen die letzte verbliebene Oppositionspartei im Land. Wohl auch, weil er Angst um die Stabilität seines Systems hat.
Weitere Nachrichten: Ermittlungen zum Drohnen-Vorfall in Leipzig; Annäherung zwischen Linken und CDU; Urteil gegen Assad; Erdbeben in Kolumbien.
Moderation, Redaktion: Leopold Zaak
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Der Vorfall in Leipzig, als eine mit Sprengstoff beladene Drohne auf ein ukrainisches Transportflugzeug zugeflogen ist, ist bei Weitem nicht der erste Fall. 166 Drohnen wurden im ersten Halbjahr 2026 an deutschen Flughäfen gemeldet, immer wieder wurde der Flugverkehr unterbrochen, teils mehrere Stunden.
Zuständig für den Schutz der Flughäfen ist die Bundespolizei. Aber die scheint das Problem nicht in den Griff zu bekommen. Deshalb läuft nun eine Debatte darüber, was man tun könnte, um Vorfälle wie auf dem Leipziger Flughafen künftig zu verhindern. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will die Bundespolizei stärken.
Weitere Nachrichten: Niedrigwasser in deutschen Flüssen; Mieten in Deutschland steigen
Moderation, Redaktion: Leopold Zaak
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