
Sign up to save your podcasts
Or


Sabrina Tannen ist Schauspielerin, Regisseurin und Co-Kuratorin des Festivals «Hallo, Tod!». Zusammen mit dem Kollektiv «Stick Around» arbeitet sie an einer Produktion zum Thema Jugendsuizidalität.
In der Recherche hat sie viel von Jugendlichen und ihrer aktuellen Lebenswelt erfahren. Darüber und über ihre Ansichten und Beobachtungen zum Thema Suizid in Kunst und Kultur spricht sie in dieser Folge mit Elena. Es ist auch ein Appell, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Denn ein Suizid, so Sabrina, werde meist als persönliche Tragödie bezeichnet. Das aber ignoriert den gesellschaftlichen Aspekt des Themas. «Vielleicht sollten wir uns auch hin und wieder fragen: Wie leben wir eigentlich miteinander?», so Sabrina.
+Wichtig+
«Ansprechen ist immer das Mittel der ersten Wahl. Egal, ob ich Angehörige:r, Kolleg:in, Fachperson oder einfach nur eine Passant:in bin», sagt Ursula Bregenzer. Sie ist Psychiatrie-Pflegefachfrau und befasst sich seit vielen Jahren intensiv mit Suizidalität und Suizidprävention.
Diese Folge ist der dritte Teil einer mehrteiligen Episode zum Thema Suizid. Im ersten Teil sprach ein Hinterbliebener über seine Verluste und wie er damit weiterlebt. Im zweiten sprach Jörg Weisshaupt über Trauer und darüber, was Menschen nach einem Verlust durch Suizid brauchen.
+Wichtig+
Ein Verlust durch Suizid löst eine komplexe Trauer aus. Anders als beim Verlust durch eine Krankheit, haben Hinterbliebene nicht die Möglichkeit, zu Lebzeiten Abschied zu nehmen. Das und auch das Stigma, das dem Suizid nach wie vor anhaftet, macht das Trauern um einen Menschen zur besonderen Herausforderung.
Dieses Gespräch ist der zweite Teil einer mehrteiligen Episode zum Thema Suizid. Im ersten Teil sprach ein Hinterbliebener über seine Verluste und wie er damit weiterlebt. Es folgen weitere Teil-Episoden über Suizidprävention und Suizidalität sowie über den Umgang von Kunst und Kultur mit dem Thema.
Trauernetz: www.trauernetz.ch
+Wichtig+
Acht Jahre alt war Rasmus, als sein Vater sich das Leben nahm. Für seine Trauer war damals wenig Platz, man sprach kaum über den Tod des Vaters. Erst viele Jahre später erfuhr Rasmus, dass sein Vater nicht durch einen Unfall, sondern durch Suizid gestorben war.
Ab (03:32) geht es direkt ins Gespräch rein (Tap auf die Minutenangabe).
Dieses Gespräch ist das Herzstück einer mehrteiligen Episode zum Thema Suizid. Es folgen weitere Teil-Episoden über Trauer nach Suizid, Suizidprävention und Suizidalität sowie über den Umgang von Kunst und Kultur mit dem Thema.
Mehr darüber: Suizidprävention Kanton Zürich
+Wichtig+
Mehr über Das letzte Stündchen: www.dasletztestuendchen.ch
«Der Elefant stand im Raum. Riesig. Und irgendwann war uns beiden klar: Wir müssen jetzt darüber reden», erzählt Pascal Haag. Reden über Larissas Tod, der nun bevorstand.
Pascals Freundin Larissa erkrankte an Krebs. Die Diagnose kam, als die beiden sich gerade verliebten. 33 Jahre alt wurde Larissa.
Die beiden sprachen über das Leben, das sie leben wollten und sie sprachen auch über den nahenden Tod, als klar war, dass «Heilung» nicht mehr zu erwarten war.
In diesem Gespräch erzählt Pascal, wie er die Zeit mit Larissa erlebte, wie er sie bis in den Tod begleitete und wie es ihm seither ergangen ist und heute geht.
Links:
Wie sterben Menschen mit Demenz? Was brauchen sie am Lebensende? Wie können Wünsche von Menschen mit Demenz bis ganz zuletzt gesehen und berücksichtig werden? Und: Wie finden wir als Gesellschaft zu einem sinnvollen Umgang mit Demenz?
Michael Schmieder ist Pfleger und Ethiker und prägte in den letzten Jahrzehnten die Arbeit für und mit Menschen mit Demenz in der Schweiz und darüber hinaus. Vor bald 40 Jahren übernahm er die Pflegedienstleitung in der «Sonnweid» im Zürcherischen Wetzikon, später die Gesamtleitung. Michael machte die Sonnweid zu dem, was sie heute ist: Ein Heim, das auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz eingeht und auch die Angehörigen mit einbezieht. Sie gilt als Pionierbetrieb in der Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz. Heute arbeitet Michael Schmieder nicht mehr in der Sonnweid, ist aber nach wie vor aktiv als Demenzexperte und Botschafter für eine demenzfreundliche Gesellschaft, unter anderem mit der Online-Plattform Demenzworld.com. Mit seinem ersten Buch «Dement, aber nicht bescheuert», das 2014 im Ullstein Verlag erschien, machte Michael Furore. 2022 folgte «Dement, aber nicht vergessen».
Von der Paradies-Stiftung wurde Michael Schmieder 2017 für sein Lebenswerk geehrt. Und «Alzheimer Zürich» zeichnete ihn mit dem Fokuspreis 2018 aus.
Links:
Workshop Schreiben über Sterben: https://ibello.ch/schreiben-sterben/
Und alles rund um Das letzte Stündchen:
Vincenzo Paolino ist ein ausgewiesener Fachmann in Sachen Pflege, Betreuung und Alter und setzt sich ausserdem seit vielen Jahren im Bereich LGBTI* für mehr Sichtbarkeit und gute Lebensqualität für alle ein.
Vincenzo Paolino setzt sich seit vielen Jahren ein für Menschen in vulnerablen Situationen. Als spezialisierter Pflegefachmann arbeitete er erst in der Psychiatriepflege und im Hospiz, bevor er zur Langzeit-Pflege wechselte und zusammen mit seiner Geschäftspartnerin Liliane Peverelli «Almacasa» gründete. An mehreren Standorten betreiben sie Wohn- und Lebensgemeinschaften für Menschen mit hohem Bedarf an Pflege und Betreuung. Almacasa trägt als erste Schweizer Einrichtung der Langzeitpflege seit 2019 das «Swiss LGBTI-Label».
Übrigens: In dieser Folge sprechen wir ausnahmsweise Hochdeutsch.
Als «Dr. Age» spricht Vincenzo Paolino in seiner Radiokolumne auf Radio1 regelmässig über Fragen des guten Lebens und Alterns: https://www.radio1.ch/de/podcast/dr_age--13
Almacasa: https://almacasa.ch/
Queer Altern: https://queeraltern.ch/
Regenbogen-Ruhe (Friedhof Sihlfeld Zürich): https://www.regenbogen-ruhe.ch
Alterssiedlung «Espenhof»: https://www.wohnenab60.ch/siedlung/espenhof/
DANKE: Diese Folge durften wir im Studio von Dorothee Bürgi Consulting aufzeichnen. Wer sich für Coaching und existenzielle Themen interessiert: Herzliche Empfehlung für das «Hör-Vademecum» über existenzielles Coaching von Dorothee Bürgi, Psychologin und Co-Autorin von «Existentielles Coaching», «Wenn das Leben pflügt» und «Existential Leadership zum Erfolg». https://dashoer-vademecum.ch/
Das letzte Stündchen
«Der Tod ist mir viel nähergekommen», sagt Heidi Schmid über die Arbeit am Dokumentarfilm «Röbi geht». Zusammen mit dem Filmemacher Christian Labhart, ihrem Mann, hat sie Röbi Widmer-Demuth begleitet auf seinem Weg von der Lungenkrebs-Diagnose bis zum Tod. Immer an dessen Seite war die Ehefrau Heidi Demuth. Wie Röbi und Heidi mit der Diagnose und der Aussicht auf die kurze verbleibende gemeinsame Zeit umgehen, ist bemerkenswert. Der Film, der vom Sterben handelt und voller Leben ist, zeigt auch die Geschichte einer grossen Liebe. «Röbis Umgang mit der Diagnose hat mich von Beginn weg beeindruckt», sagt Christian. Darum kam er auf die Idee, ihn mit der Kamera zu begleiten und stiess damit bei Röbi auf offene Ohren.
In Co-Regie mit Heidi Schmid, die auch hinter der Kamera stand, realisierte er den Film, der im Mai 2023 in die Schweizer Kinos kommt. Wie Heidi Schmid und Christian Labhart diese filmische Begleitung erlebten und was die Arbeit in ihrer je eigenen Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Abschied bewegte, erzählen sie im Gespräch mit Elena Ibello.
Alle Infos und Daten zum Film «Röbi geht»: https://www.roebigeht.ch/
«Komm durch die offene Tür», das Buch zum Film mit Texten von Röbi Widmer-Demuth: https://www.roebigeht.ch/das-buch-zum-film
Das letzte Stündchen:
«Hoffnung hatten wir immer. Bis zuletzt», sagt Martha Mauchle über die intensive und emotionale Zeit, in der ihr Mann René mit der Diagnose Krebs lebte. Hoffnung war ein wichtiger Kraftgeber – auch wenn Martha und René und ihren erwachsenen Kindern klar war, dass dieser Krebs wohl unheilbar ist.
Martha Mauchle erzählt in dieser Folge, wie sie ihren Mann in den Jahren der Krankheit und zuletzt im Sterben begleitet hat. Wie René – mitten in der Corona-Aufregung im März 2020 – ins Spital musste und später auf der Palliative-Care-Abteilung gut umsorgt und schmerzfrei sterben konnte. Wie Martha immer an seiner Seite war, ohne dabei zu vergessen, ihr Leben zu leben. Wie ihre Kinder und Enkelkinder ihr Kraft gaben und sie einander gegenseitig unterstützten. Und auch, wie Martha und ihre Familie heute mit dem Verlust umgehen, wie sie damit leben, dass da einfach immer jemand fehlt.
Marthas Umgang mit all dem ist sehr inspirierend. Ihre Trauer lebt sie einfach – und ebenso ihre Freude. «Ich bin dankbar für diese Kraft, die ich irgendwoher bekomme», sagt Martha, das typische, leicht verschmitzte Martha-Lächeln auf den Lippen. Und so geht man aus diesem Gespräch über Sterben, Verlust und Trauer irgendwie beschwingt heraus. Danke.
Wer auf dem Laufenden bleiben und hin und wieder hinter die Kulissen vom «letzten Stündchen» blicken will:
Danke für eure Stimme! Das letzte Stündchen ist in der Auswahl für den Community-Award von Suisse Podcast! Was für eine Freude 😊.
https://www.blick.ch/community/suisse-podcast-awards-welcher-podcast-hat-den-community-award-verdient-id18355235.html
Und natürlich den Link gerne teilen!
From the publisher's feed
Ranked by our users in the last 21 days

16 Listeners

18 Listeners

10 Listeners

9 Listeners

57 Listeners

1 Listeners

16 Listeners

3 Listeners

23 Listeners

18 Listeners

34 Listeners

24 Listeners

36 Listeners

25 Listeners

20 Listeners