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„Du hast Macht über deinen Geist, nicht über die äußeren Ereignisse." (Marc Aurel)
Wir leben in Westeuropa in Zeiten relativer Sicherheit. Trotzdem kennen viele Menschen das Gefühl der Existenzangst. Die Sorge, die eigene wirtschaftliche Grundlage zu verlieren oder durch eine Fehlentscheidung plötzlich vor dem Nichts zu stehen, kann tief verunsichern. Oft geht es dabei nicht nur um Geld, sondern um etwas Grundsätzlicheres: um das Gefühl von Sicherheit, Kontrolle und Selbstvertrauen. Und nicht selten mischen sich zur Angst auch Schuldgefühle, wenn wir glauben, durch eigene Fehler in eine schwierige Lage geraten zu können.
In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die philosophische Perspektive auf Existenz- und Verlustangst sowie die damit verbundene Unsicherheit. Sie zeigen, warum äußere Sicherheiten immer brüchig bleiben und weshalb viele Philosophen raten, das Fundament eines guten Lebens nicht im Besitz oder in einer vermeintlichen Sicherheit, sondern in der inneren Haltung zu suchen. Es geht darum, wie man mit Verlusten umgehen kann, warum Selbstvergebung so wichtig ist und weshalb gerade Krisen manchmal helfen können, sich auf das Wesentliche im Leben zu besinnen.
Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Epiktet, Seneca, Karneades, Konfuzius, Buddha, Hans-Erich Nossack, Janis Joplin
Weiterführende Links:
„Wahre Freude ist eine ernste Sache." (Seneca)
Freude gilt als etwas Leichtes, fast Selbstverständliches: ein Lächeln, ein schöner Moment, ein kurzer Höhenflug. Und doch ist sie im Alltag vieler Menschen erstaunlich selten geworden. Zwischen Pflichtgefühl, To-do-Listen und dem ständigen Blick auf das, was noch fehlt, gerät sie aus dem Fokus. Dabei ist Freude kein oberflächlicher Luxus, sondern eine Grunddimension eines gelingenden Lebens. Sie zeigt sich nicht nur im Genuss, sondern oft gerade dort, wo wir ganz bei einer Sache sind, uns verbunden fühlen oder in einer Aufgabe aufgehen.
In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, was Freude philosophisch eigentlich ist: Ist sie Zufall oder Übung? Warum sabotieren wir freudvolle Momente durch Grübeln, Multitasking und Leistungsdenken? Und weshalb vertieft sich Freude häufig dort, wo Sinn, Mühe und Zugehörigkeit zusammenkommen? Eine Folge über die Kunst, Freude zu kultivieren, ohne ihr krampfhaft hinterherzulaufen.
Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Sokrates, Seneca, I Ging, Kaibara Ekiken, Demokrit, Goethe
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„Schmerz ist unvermeidlich. Leiden ist optional." (Haruki Murakami)
Schmerz ist eine der unmittelbarsten Erfahrungen des Menschseins und doch sprechen wir selten offen darüber. Was geschieht, wenn er nicht mehr vergeht, wenn er sich in den Alltag einschleicht und zur dauerhaften Belastung wird? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan mit Jürgen Krauß, der seit vielen Jahren mit chronischen Schmerzen lebt, über das Aushalten, das Annehmen und die Suche nach einem guten Leben unter veränderten Bedingungen. Seine Geschichte erzählt von Brüchen, von Verzweiflung und davon, wie sich mit der Zeit ein anderer, tragfähiger Blick auf das Leben öffnen kann.
Im Gespräch geht es um die feine Linie zwischen Schmerz und Leiden, um die Frage, was wir tragen müssen und wo wir Gestaltungsspielräume behalten. Die praktische Philosophie liefert dabei Orientierung: von der stoischen Unterscheidung zwischen dem, was wir beeinflussen können und dem, was wir tragen müssen, über Epikurs Gedanken zum Schmerz bis hin zu buddhistischen Einsichten über Krankheit und Vergänglichkeit. Eine Folge darüber, wie wir lernen können, auch unter schwierigen Bedingungen ein gutes Leben zu führen und warum gerade im Leiden oft Wachstum liegt.
Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Sokrates, Epiktet, Seneca, Epikur, Heraklit, Konfuzius, Buddha, Thich Nhat Hanh, Aischylos, Homer
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„Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.“ (Groucho Marx)
Glaubenssätze wirken leise, aber nachhaltig. Sie bestimmen, wie wir Entscheidungen treffen, wie wir Beziehungen gestalten – und wie frei wir uns innerlich fühlen. Oft übernehmen wir sie früh im Leben, ohne sie je bewusst zu prüfen. Manche schützen uns, andere engen uns ein. Besonders wirksam sind jene inneren Überzeugungen, die mit Anpassung, Leistung und Selbstwert verknüpft sind.
In dieser Folge schauen wir auf zwei verbreitete negative und zwei stärkende Glaubenssätze und fragen: Welche Haltung zum Leben steckt dahinter? Wo helfen sie uns, wo begrenzen sie uns? Und wie können wir lernen, unsere inneren Überzeugungen beweglicher und lebensdienlicher zu gestalten?
Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Carl Rogers, Viktor Frankl, Konfuzius, Sokrates, Sartre, Simone de Beauvoir
Weiterführende Links:
„Halte dich nicht für mehr, als du bist; aber schätze, was du bist." (Epiktet)
Stolz ist ein Gefühl, das zwischen Selbstachtung und Überheblichkeit pendelt. Er kann uns stärken, wenn wir uns über das freuen, was uns gelungen ist, wenn wir Verantwortung übernehmen und zu uns stehen. Gleichzeitig ist Stolz ambivalent: Er kann kippen in Eitelkeit, Hochmut oder Kränkbarkeit und dann Beziehungen belasten, Lernen verhindern und Konflikte verschärfen. Kaum ein Gefühl ist so schillernd und zugleich so missverständlich.
In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über Stolz als emotionale, moralische und soziale Kraft. Sie fragen, wann Stolz Ausdruck eines gesunden Selbstwertgefühls ist und wann er uns blind macht. Ausgehend von antiken Denkern zeigen sie, warum Stolz Maß und Reflexion braucht, wie er mit Demut zusammengedacht werden kann. Eine Folge über Selbstachtung, Integrität und die Kunst, sich zu freuen, ohne abzuheben.
Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Aristoteles, Seneca, Plutarch, Goethe, König Salomo
Weiterführende Links:
„Ein angeborenes menschliches Gefühl?“ Artikel im Wissen-Ressort von Deutschlandfunk Kultur darüber, wie Stolz als universelles Gefühl zwar angeborene Wurzeln haben kann, aber zugleich stark kulturell geprägt und unterschiedlich interpretiert wird.
„Stolz. Das Chef-Gefühl?“ Text aus dem Wissen-Ressort der Süddeutschen Zeitung darüber, wie Stolz als zentrales menschliches Gefühl wirkt, welche Funktionen er in sozialen und beruflichen Kontexten hat und warum er sowohl motivieren als auch problematisch sein kann, mit Blick auf psychologische Forschung und gesellschaftliche Bedeutungen.
„Ist Bescheidenheit positiv?“ Studienzusammenfassung der Psychologie Heute darüber, wie Bescheidenheit als Persönlichkeitseigenschaft wahrgenommen wird, welche psychologischen Vor- und Nachteile sie hat und wie sie sich von Selbstwert und Stolz abgrenzt.
„Wenn man der Langeweile Beachtung schenkt, wird es unglaublich interessant." (Jon Kabat-Zinn)
Langeweile gilt oft als belangloses Gefühl oder als persönliches Versagen. Doch was, wenn sie ein ernstzunehmendes Signal ist? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan mit der Soziologin und Langeweile-Forscherin **Dr. Silke Ohlmeier **über ein Gefühl, das unangenehm ist und gerade deshalb viel über unser Leben verrät. Silke erklärt, warum Langeweile nicht einfach „nichts zu tun haben“ bedeutet, sondern entsteht, wenn wir tätig sein wollen, es aber nicht können: wenn Sinn, Selbstwirksamkeit und innere Stimmigkeit fehlen.
Im Gespräch geht es um situative und chronische Langeweile, um ihre psychologischen und gesellschaftlichen Ursachen und um die Frage, warum Langeweile ungleich verteilt ist. Die Philosophie liefert dabei Tiefenschärfe: von der existenziellen Leere bei Kierkegaard und Heidegger bis zur stoischen Kunst, Unvermeidliches auszuhalten. Eine Folge über Sinnverlust und Sinnsuche, über Muße und Überforderung und darüber, warum Langeweile kein Makel ist, sondern ein Hinweis darauf, dass etwas Wesentliches fehlt.
Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Søren Kierkegaard, Immanuel Kant, Blaise Pascal, Friedrich Nietzsche, Johann Wolfgang von Goethe, Karls Jaspers, Martin Heidegger, Albert Camus, John Eastwood, Andreas L. Elpidorou
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„Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben." (Cicero)
Longevity ist einer der meist gehypten Gesundheitstrends unserer Zeit: Biohacking, Schlaftracking, Kältetherapie, Nahrungsergänzung und die Hoffnung auf ein möglichst langes, gesundes Leben. Doch hinter dem Trend steckt eine tiefere Frage: Geht es wirklich um Lebensverlängerung oder um die Angst vor Vergänglichkeit? Zwischen sinnvoller Selbstfürsorge und krampfhafter Optimierung verläuft eine schmale Linie, auf der sich entscheidet, ob Longevity Lebenskunst oder Lebensangst wird.
In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über Maß und Mitte im Umgang mit dem eigenen Körper. Sie blicken auf antike Weisheiten von Epikur, Seneca und den Stoikern und fragen, was ein gutes Leben jenseits von Kontrollillusionen ausmacht. Es geht um Akzeptanz der Endlichkeit, um Gelassenheit gegenüber Krankheit und Alter und um die Einsicht, dass nicht die Länge des Lebens entscheidend ist, sondern seine Qualität und Sinnhaftigkeit.
Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Bias von Priene, Epikur, Seneca, Epiktet, Marc Aurel, Aristoteles, Viktor E. Frankl
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„Durch Leiden lernen wir." (Aischylos)
Abschiede gehören zum Leben und doch sind wir selten wirklich auf sie vorbereitet. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan mit dem Journalisten und Autor Klaus Brinkbäumer über das Loslassen: vom Abschied aus identitätsstiftenden beruflichen Positionen – in seinem Fall als Spiegel-Chefredakteur, vom Ende von Zugehörigkeit und vom Tod der eigenen Eltern. Ausgangspunkt ist Brinkbäumers Buch „Zeit der Abschiede“, in dem er sieben Jahre beschreibt, die sein Leben grundlegend verändert haben. Schmerzhaft, klärend und in manchen Fällen befreiend zugleich.
Im Gespräch geht es um Trauer jenseits von Zeitplänen, um Identität nach dem Bruch und um die Frage, was wir aus Verlusten lernen können. Die Philosophie liefert dabei Orientierung: von der Vergänglichkeit bei Seneca und Epiktet bis zur Idee der Grenzerfahrung bei Karl Jaspers. Eine Folge über Trauer als Teil des Lebens und darüber, wie Abschiede schmerzen und trotzdem neue Freiräume öffnen können.
Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Solon von Athen, Epikur, Epiktet, Seneca, Heraklit, Sokrates, Konfuzius, Aischylos, Buddha, Thich Nhat Hanh, Karl Jaspers
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„Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es." (Simone de Beauvoir)
Diese Folge ist einer der einflussreichsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts gewidmet: Simone de Beauvoir. Als Philosophin des Existentialismus, aber vor allem als radikale Denkerin des selbst gewählten Lebens, schrieb sie über Freiheit, Verantwortung, Liebe, Arbeit, Alter und Selbstverwirklichung. Für Beauvoir ist das gute Leben kein Ziel, das man erreicht, sondern ein Projekt, das man immer wieder neu entwirft: durch Entscheidungen, durch Mut und durch die bewusste Übernahme von Freiheit für sich selbst und für andere.
Albert und Jan sprechen darüber, was Beauvoirs Denken heute bedeuten kann: Wie leben wir, wenn wir uns selbst als offenes Projekt begreifen? Warum ist Verantwortung keine Last, sondern die Voraussetzung von Glück? Wieso fliehen Menschen vor radikaler Freiheit? Und weshalb ist ein gelingendes Leben für Beauvoir niemals nur privat, sondern immer auch sozial und politisch: unbequem, riskant, aber genau darin würdevoll und lebendig.
Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Laotse, Zhuangzi, Konfuzius, Platon, Aristoteles, Sokrates, Epikur, Marc Aurel, Seneca
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„Das Weiche siegt über das Harte. Das Harte bricht unter Spannung." (Laotse im Tao Te King)
Freundlichkeit gilt oft als nett, aber nicht als stark. In dieser Folge sprechen Albert und Jan mit Nora Blum (Psychologin, Gründerin, Autorin von „Radikale Freundlichkeit“) darüber, warum genau das ein Missverständnis ist: Freundlichkeit ist keine Nachgiebigkeit, sondern kann klar, durchsetzungsfähig und zugleich respektvoll sein. „Radikal“ heißt bei Nora: freundlich bleiben ohne Kompromisse. Auch dann, wenn es schwerfällt.
Nora erklärt, warum Freundlichkeit nachweislich nicht nur Beziehungen stärkt, sondern sogar unser Wohlbefinden und die körperliche Gesundheit positiv beeinflussen kann. Es geht um konkrete Übungen für den Alltag (Atmen, wohlwollende Deutung, Empathie), um Grenzen setzen ohne Härte („Nein, aber freundlich“) und um die Frage, wie wir in einer „Wolfszeit“ Oasen der Zugewandtheit schaffen, statt einfach im Haifischbecken mitzuschwimmen.
Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Laotse, Seneca, Marc Aurel, Platon, Konfuzius, Zhuangzi, Liki, Upanishaden
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