Der Pudel und der Kern - Philosophie to go

Der Pudel und der Kern - Philosophie to go

By Dr. Albert Kitzler und Jan LiepoldSociety & CultureHealth & FitnessMental HealthPhilosophy
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Der Pudel und der Kern - Philosophie to go episodes

  • #205 Zufall. Das Leben passiert, während wir noch planen.
    Über Gelassenheit, Perspektivwechsel und die Kunst, das Ungeplante anzunehmen.

    „Zufälle sind unvorhergesehene Ereignisse, die einen Sinn haben.“ (Diogenes von Sinope)

    Wir planen, organisieren und versuchen, unser Leben möglichst gut im Griff zu haben. Und doch passiert vieles gerade dann, wenn wir nicht damit rechnen: Eine verpasste Fähre führt zu einer unerwarteten Begegnung, ein Umweg verändert einen ganzen Tag, ein scheinbares Unglück eröffnet plötzlich neue Möglichkeiten. Der Zufall begleitet unser Leben ständig. Mal als glückliche Fügung, mal als schmerzhafte Vereitelung unserer Pläne.

    In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum gerade das Unverfügbare eine wichtige Rolle für ein gelingendes Leben spielt. Dabei geht es um die philosophische Frage, ob der Zufall eher Bedrohung oder Bereicherung ist und warum viele antike Philosophen davor warnten, äußere Ereignisse vorschnell als Glück oder Unglück zu bewerten. Denn oft zeigt sich erst später, was ein Ereignis wirklich bedeutet.

    Die Folge kreist um Themen wie Gelassenheit, Perspektivwechsel und die Kunst, aus allem etwas Gutes zu machen. Oder wie die Daoisten sagen würden: nicht gegen den natürlichen Gang der Dinge kämpfen, sondern lernen mitzuschwingen. Vielleicht liegt genau darin eine wichtige Erkenntnis für das Leben: offen zu bleiben für das, was ungeplant geschieht.

    Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com

    Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:

    Epikur, Sokrates, Epiktet, Seneca, Konfuzius, Laotse, Hartmut Rosa, Hans Erich Nossack, Buddha, Cicero, Viktor Frankl, Johann Wolfgang von Goethe

    Weiterführende Links:

    • „Faktor Glück“ Psychologie Heute-Artikel über die Rolle von Zufall, Haltung und äußeren Umständen für unser Glücksempfinden – und warum erfülltes Leben oft weniger planbar ist, als wir glauben. Der Beitrag beleuchtet außerdem, weshalb Beziehungen, Sinn und persönliche Einstellungen langfristig wichtiger für Zufriedenheit sind als bloßer Erfolg oder Kontrolle.
    • „Unverfügbarkeit“ Buch von Hartmut Rosa über die These, dass sich die wirklich wichtigen Dinge des Lebens, Resonanz, Beziehung, Lebendigkeit oder Glück, nicht vollständig planen oder kontrollieren lassen.
    • Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.
    • 34 min
    • #204 Das Leben ist kein Business Case. Was Wirtschaft mit unserem Leben macht.
      Interview mit dem ehemaligen McKinsey-Berater und Philosophen Dr. Carsten Lotz.

      „Der andere ist kein Konkurrent, die Zeit ist nicht knapp, und die Welt ist kein Business Case.“ (Dr. Carsten Lotz)

      Wirtschaft durchdringt unser gesamtes Leben. Sie strukturiert unsere Arbeit, unsere Städte und längst auch unser Denken. Wir rechnen, vergleichen, optimieren. Wir fragen nach Nutzen, Effizienz und Rendite. Selbst Freundschaft wird zur „Beziehungsinvestition“, Freizeit zur „Quality Time“. Doch was passiert, wenn wir uns dieser Logik zumindest hin und wieder entziehen?

      In dieser Folge sprechen Albert und Jan mit dem Philosophen, Theologen und ehemaligen McKinsey-Partner Carsten Lotz über die Ökonomisierung unserer Lebenswelt. Über ein Denken, das uns Wohlstand gebracht hat und gleichzeitig droht, unsere Sicht auf das Leben zu verengen. Carsten Lotz kennt beide Seiten: 17 Jahre lang arbeitete er bei der weltgrößten Unternehmensberatung in der „Herzkammer der Wirtschaft“, bevor er sich bewusst entschied, auszusteigen und sich wieder ganz dem Nachdenken zu widmen. Seine These: Wirtschaft ist ein mächtiges Werkzeug, aber kein geeignetes Weltbild für alle Bereiche des Lebens. Denn sie vernachlässigt die Dimensionen eines gelingenden Lebens: Muße, Beziehung und Sinn.

      Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com

      Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:

      Aristoteles, Laotse, Niklas Luhmann, John Stuart Mill, Hartmut Rosa

      Weiterführende Links:

      • „Wir müssen effizient sein“ Beitrag in Psychologie Heute über die These der Soziologin Vera King, dass sich der gesellschaftliche Effizienzdruck längst auf nahezu alle Lebensbereiche ausgedehnt hat und unser Denken, Fühlen und Handeln zunehmend prägt.
      • „Ökonomische Psychologie“ Eintrag im Spektrum Lexikon der Psychologie über ein interdisziplinäres Forschungsfeld, das untersucht, wie Menschen wirtschaftliche Situationen wahrnehmen, bewerten und entscheiden und warum sie dabei oft nicht rein rational handeln.
      • „Wirtschaft als erste Philosophie“ Carsten Lotz‘ aktuelles Buch.
      • Website von Carsten Lotz.
      • 1 hr 6 min
      • #203 Bhagavadgita. Wie können wir ohne Angst handeln und mit innerer Freiheit gut leben.

        „Das Werk zu tun sei dein Beruf, nicht kümmre dich’s, ob es gelang, begehre nie der Taten Frucht.“ (Bhagavadgita)

        Diese Pudelkern-Folge widmet sich einem der bedeutendsten Weisheitstexte der indischen Antike, dem zentralen Lehrgedicht des Hinduismus: der Bhagavadgita. Entstanden im alten Indien, erzählt sie kein fernes Märchen, sondern ein zutiefst menschliches Drama: Arjuna steht vor einer Entscheidung, zweifelt, verzweifelt fast und sucht Orientierung. Mitten auf dem Schlachtfeld des Lebens beginnt ein Gespräch mit dem Gott Krishna über Verantwortung, Angst, Sinn und inneren Frieden.

        Albert und Jan sprechen darüber, warum die Bhagavadgita bis heute so aktuell ist: Wie kann man handeln, ohne sich vom Erfolg abhängig zu machen? Wie findet man den eigenen Weg, statt ständig andere zu kopieren? Was hilft gegen Überforderung, Druck und Entscheidungsangst? Und warum liegt wahre Freiheit vielleicht nicht darin, alles kontrollieren zu wollen, sondern das Richtige zu tun und dann loszulassen.

        Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com

        Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:

        Buddha, Konfuzius, Seneca, Mark Aurel, Demokrit, Zhuangzi, Sokrates, Goethe, Albert Schweitzer, Paramahansa Yogananda

        Weiterführende Links:

        • „The Bhagavad Gita and The Stoics: 5 Key Timeless Lessons“. Artikel bei Daily Stoic über die Parallelen zwischen Bhagavad Gita und stoischer Philosophie, etwa Gelassenheit, Pflichtbewusstsein, Selbstführung und die Konzentration auf den eigenen Handlungsbereich.
        • „Bhagavadgītā. Das Lied der Gottheit“ Das ist die in der Folge von Albert empfohlene Reclam-Ausgabe zum Originaltext übersetzt von Robert Boxberger mit Erläuterungen zum Text und einem Nachwort zur Wirkungsgeschichte der Gita.
        • „Die Philosophie der Bhagavad Gita – Der Geist der wahren Entsagung“ Artikel bei Yoga Vidya über die zentrale Lehre der Bhagavad Gita: inneres Loslassen, Gleichgewicht im Handeln und die Verbindung von Pflicht, Gelassenheit und spiritueller Entwicklung mitten im Leben.
        • 39 min
        • #202 Luft. Warum uns das Unsichtbare trägt. Interview mit Prof. Dr. Jens Soentgen.

          „Die Luft ist fast nichts, aber dieses fast nichts verbindet alles.“ (Prof. Dr. Jens Soentgen)

          Luft ist das Selbstverständlichste der Welt und vielleicht gerade deshalb das Übersehenste. Sie umgibt uns ständig, trägt unsere Stimmen, unsere Gerüche, unsere Stimmungen und jeden einzelnen Atemzug. In dieser Folge sprechen Albert und Jan mit dem Chemiker, Philosophen und Umweltforscher Jens Soentgen über ein Element, das wir kaum beachten und ohne das wir keine Minute leben könnten.

          Im Gespräch wird deutlich: Luft ist weit mehr als ein Gasgemisch aus Sauerstoff und Stickstoff. Sie ist Verbindungsraum zwischen Menschen, Tieren, Pflanzen und Welt. Sie trägt Sprache, Erinnerungen, Atmosphäre und beeinflusst unser Wohlbefinden stärker, als uns oft bewusst ist. Warum beruhigt bewusstes Atmen? Weshalb tut uns frische Luft so gut? Und was verlieren wir, wenn wir uns immer mehr in klimatisierte Innenräume zurückziehen?

          Die Folge verbindet Naturwissenschaft und praktische Philosophie. Es geht um Atemtechniken, die Bedeutung von Gerüchen, die Weisheit alter Traditionen von Yoga bis Stoa und um die Frage, wie wir durch mehr Luftbewusstsein gelassener, gesünder und verbundener leben können. Eine Folge über das Unsichtbare, das uns trägt und darüber, warum es klug sein kann, öfter das Fenster zu öffnen, rauszugehen und einmal tief durchzuatmen.

          Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com

          Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:

          Aristoteles, Seneca, Marsilio Ficino, Patanjali, Herder

          Weiterführende Links:

          • Luft. Eine Entdeckungsreise zwischen Erde und Himmel. Das aktuelle Buch von Jens Soentgen über das unterschätzte Element Luft.
          • Pranayama, klassische Atemübungen aus der Yoga-Tradition zur Beruhigung, Konzentration und Regulation des Nervensystems.
          • Shinrin Yoku / Waldbaden: japanischer Ansatz, der die positive Wirkung von Natur, Waldluft und bewusster Wahrnehmung auf Körper und Psyche untersucht.
          • 43 min
          • #201 Warum Beziehungen der Schlüssel zu einem gelingenden Leben sind.

            „Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“ (Martin Buber)

            Wir denken bei Beziehungen oft an die großen Verbindungen unseres Lebens: Freundschaft, Familie, Partnerschaft. Doch ein Großteil unseres Alltags besteht aus flüchtigen Begegnungen. Ein kurzer Blick, ein Lächeln, ein paar Worte. Und genau darin könnte etwas Wichtiges liegen. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum gerade diese kleinen Momente einen großen Einfluss auf unser Lebensgefühl haben und weshalb ein gelingendes Leben auch von dem Gefühl der Verbundenheit zu unseren Mitmenschen abhängt.

            Dabei wird deutlich: Beziehungen finden auf unterschiedlichen Ebenen statt. Von zufälligen Begegnungen bis hin zu engen Freundschaften und alle lassen sich bewusst gestalten. Entscheidend ist eine innere Haltung der Zugewandtheit und Gelassenheit. Denn Resonanz entsteht nicht durch Planung, sondern durch Offenheit für das Unvorhersehbare. Die zentrale Frage lautet daher: Wie begegne ich anderen und was verändert sich, wenn ich jede Begegnung ein Stück positiver gestalte?

            Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com

            Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:

            Konfuzius, Seneca, Epikur, Mencius, Martin Buber, Martin Heidegger, Hartmut Rosa

            Weiterführende Links:

            • „Fünf Freunde“ Psychologie Heute-Artikel von Birgit Schreiber über die Bedeutung von Freundschaften für Gesundheit, Wohlbefinden und ein gelingendes Leben und warum stabile soziale Beziehungen einen entscheidenden Einfluss auf Lebensqualität und sogar die Lebenserwartung haben können.
            • „Deutschlands beste Busfahrerin“ Link zu der in der Folge erwähnten BR-Reportage zur besonders sym- und empathischen Busfahrerin aus Oberfranken.
            • Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.
            • 32 min
            • #200 Warum wir mehr Chaos brauchen, als wir denken.

              „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“ (Friedrich Nietzsche)

              Wir lieben Ordnung. Struktur, Kontrolle. Ein durchgeplanter Alltag gibt Sicherheit und Orientierung. Doch das Leben hält sich selten daran. Zwischen Planung und Zufall, Kontrolle und Kontrollverlust, Stabilität und Umbruch erleben wir immer wieder Phasen, die sich eher nach Chaos als nach Klarheit anfühlen. Und genau darin könnte etwas Wichtiges liegen.

              In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Chaos nicht nur ein Störfaktor ist, sondern eine zentrale Quelle für Lebendigkeit, Kreativität und persönliches Wachstum sein kann. Es geht um die Frage, wie viel Unordnung ein gutes Leben braucht und warum wir lernen sollten, dem Chaos nicht nur zu widerstehen, sondern es als Teil unseres Lebens zu begreifen. Denn vielleicht entsteht das Neue gerade dort, wo wir die Kontrolle verlieren. Vielleicht liegt im Ungeordneten nicht das Problem, sondern der Anfang von etwas, das wir vorher noch gar nicht sehen konnten.

              Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com

              Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:

              Platon, Friedrich Nietzsche, Karl Jaspers,

              Weiterführende Links:

              • „Das Chaos meistern“ Spektrum der Wissenschaft-Artikel von William L. Ditto und Louis M. Pecora darüber, was Chaos in wissenschaftlichem Sinne bedeutet und warum es nicht nur unberechenbar, sondern auch überraschend nützlich sein kann, etwa weil sich durch kleine Eingriffe chaotische Systeme gezielt beeinflussen und sogar stabilisieren lassen.
              • „Creativity“ Stanford Encyclopedia of Philosophy: Überblicksartikel von Elliot Samuel Paul und Dustin Stokes darüber, was Kreativität eigentlich ausmacht, warum sie mehr ist als nur „Neues hervorbringen“ und welche Rolle Faktoren wie Imagination, Originalität und Kontext dabei spielen.
              • „Wildness as a Critical Border Concept“ ResearchGate-Artikel über Nietzsches Verständnis von Wildheit als Gegenpol zu Ordnung und Kontrolle und darüber, warum das Ungezügelte und Unvorhersehbare eine wichtige Rolle für Entwicklung, Kreativität und ein lebendiges Leben spielt.
              • Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.
              • 30 min
              • #199 Überforderung. Warum wir Kontrolle suchen und Kraft im Loslassen finden. Interview mit Prof. Dr. Eva Asselmann.

                „Überforderung entsteht durch den Mix aus Anforderungen, Erwartungen und Optionen.“ (Prof. Dr. Eva Asselmann)

                Überforderung ist längst kein Ausnahmezustand mehr, sie ist zum Grundrauschen unserer Zeit geworden. Wir leben sicherer und komfortabler denn je und fühlen uns gleichzeitig erschöpfter und getriebener. In dieser Folge sprechen Albert und Jan mit der Psychologin Prof. Dr. Eva Asselmann über das „Zuviel“ unserer Zeit: Tempo, Reizüberflutung, Kontrollverlust und die Frage, warum wir uns trotz aller Möglichkeiten oft ohnmächtig fühlen. Eva erklärt, warum Überforderung kein individuelles Versagen ist, sondern ein strukturelles Phänomen. Nicht äußere Krisen sind das Problem, sondern die Verdichtung von Anforderungen und Erwartungen. Im Zentrum steht dabei ein Gefühl: der Verlust von Kontrolle über das eigene Leben.

                Im Gespräch geht es um Beschleunigung, die Illusion von Kontrolle und die Folgen von chronischem Stress, aber auch um einen Perspektivwechsel: weg vom Anspruch, alles im Griff zu haben, hin zu mehr Selbstwirksamkeit. Die Philosophie liefert die Tiefenschärfe: von stoischer Gelassenheit bis zu Senecas Warnung vor Zerstreuung. Eine Folge über Maß, innere Führung und die Frage, wie wir im Zuviel bei uns bleiben können.

                Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com

                Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:

                Sokrates, Seneca, Bljuma Zeigarnik, Byung-Chul Han

                Weiterführende Links:

                • „Überforderung des Individuums“ Beitrag beim Deutschlandfunk über die These, dass moderne Freiheit und Individualisierung nicht nur neue Möglichkeiten schaffen, sondern auch zu wachsender psychischer Belastung führen, weil Verantwortung, Selbststeuerung und Lebensgestaltung zunehmend beim Einzelnen liegen.
                • „Viele finden Leistung belastend“ Beitrag bei Psychologie Heute über die These, dass Leistung heute häufig als Druck erlebt wird, obwohl sie auch als sinnstiftende und positive Erfahrung verstanden werden kann, wenn sie anerkannt und richtig eingeordnet wird.
                • „Too much.“ Eva Asselmanns aktuelles Buch darüber, was ein verkanntes Gefühl über unsere Gesellschaft verrät.
                • Website von Eva
                • 46 min
                • #198 Warum Gegensätze zum Leben gehören und wir lernen müssen, sie auszuhalten.

                  „Gegensätze fügen sich zusammen, und aus dem Widerstreit entsteht die schönste Harmonie.“ (Heraklit)

                  Wir lieben klare Antworten. Richtig oder falsch. Gut oder schlecht. Entweder, oder. Doch das Leben hält sich selten daran. Zwischen Nähe und Freiheit, Stärke und Verletzlichkeit, Sicherheit und Veränderung erleben wir uns oft gleichzeitig in widersprüchlichen Gefühlen und Haltungen. Diese Ambivalenzen können verunsichern und sind doch kein Fehler, sondern ein Wesensmerkmal des menschlichen Lebens.

                  In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Gegensätze nicht aufgelöst, sondern verstanden und integriert werden wollen. Wir sollten diese Spannungen aushalten und immer wieder neu auszubalancieren. Es geht um die Kunst, zwischen verschiedenen Polen zu leben, ohne daran zu zerbrechen und darum, wie aus Gegensätzen nicht Zerrissenheit, sondern Lebendigkeit entstehen kann.

                  Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com

                  Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:

                  Aristoteles, Heraklit, Zhuangzi, Epiktet, Platon, Empedokles, Hegel

                  Weiterführende Links:

                  • „Harmonie durch Gegensatz“ Essay von Renate Knoblauch auf Treffpunkt Philosophie über die Idee, dass echte Harmonie nicht im Gleichklang, sondern im Zusammenspiel von Gegensätzen entsteht.
                  • „Intelligente Gefühle“ Online-Interview der Frankfurter Rundschau mit Jan Slaby, Juniorprofessor für Philosophie an der FU Berlin über die enge Verbindung von Emotion und Verstand und die Idee, dass Gefühle eine eigene Form von „Intelligenz“ besitzen, die unser Handeln und unsere Wahrnehmung der Welt prägt.
                  • Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.
                  • 30 min
                  • #197 Sonderfolge Podcasthon: Nicht genesen Kids e.V. Wenn aus einem Schicksalsschlag Hilfe für viele wird.

                    „Das Leben hat einen Sinn und behält ihn unter allen Umständen, auch im Leiden." (Viktor Frankl)

                    Diese Sonderfolge von Der Pudel und der Kern entsteht im Rahmen der internationalen Initiative Podcasthon, bei der Podcasts weltweit ihre Reichweite nutzen, um auf gemeinnützige Organisationen aufmerksam zu machen. In dieser Episode sprechen Jan und Albert mit Magdalena Riepl, Vorstandsmitglied des Vereins NichtGenesenKids e.V., über Engagement, Resilienz und die Kraft von Gemeinschaft.

                    Magdalena berichtet von ihrer Tochter Elli, die nach einer Corona-Infektion schwer an ME/CFS, einer besonders schweren Form von Long-Covid erkrankte und heute vollständig bettgebunden ist. Die Erkrankung stellt nicht nur das Leben eines Kindes, sondern das einer ganzen Familie auf den Kopf: Schule, Freundschaften, Alltag, vieles ist plötzlich nicht mehr möglich. Gleichzeitig schildert Magdalena eindrücklich, wie Familien oft zusätzlich mit bürokratischen Hürden kämpfen müssen, etwa bei medizinischer Versorgung, Hilfsmitteln oder Anerkennung der Erkrankung.

                    Aus dieser Erfahrung heraus entstand der Verein NichtGenesenKids e.V. Er vernetzt betroffene Familien in ganz Deutschland, bietet Austausch, fachliche Einordnungen zu medizinischen und sozialrechtlichen Fragestellungen, Online-Veranstaltungen und Orientierung im Umgang mit den Herausforderungen des Alltags. Das zentrale Anliegen: Eltern und Kinder sollen wissen, dass sie mit ihrer Situation nicht allein sind und gemeinsam Wege finden, mit einer extrem belastenden Krankheit umzugehen.

                    Philosophisch eingeordnet wird das Gespräch von Albert, der aufzeigt, wie antike Philosophen mit Leid, Schicksalsschlägen und menschlicher Verbundenheit umgingen. Dabei wird deutlich: Engagement für andere, Solidarität und Gemeinschaft können eine entscheidende Kraftquelle sein, gerade in Situationen, die sich nicht einfach lösen lassen.

                    Über Podcasthon

                    Podcasthon ist eine internationale Initiative, bei der Podcasterinnen und Podcaster weltweit ihre Plattform nutzen, um gemeinnützige Organisationen sichtbar zu machen. Ziel ist es, soziale Projekte zu unterstützen, Aufmerksamkeit zu schaffen und Menschen zum Engagement zu inspirieren.

                    Mehr Informationen: https://podcasthon.org/de

                    Unterstützen: NichtGenesenKids e.V.

                    NichtGenesenKids e.V. ist eine gemeinnützige Selbsthilfeorganisation für Familien mit Kindern und Jugendlichen, die an Post-Covid, Post-Vac oder ME/CFS erkrankt sind, sowie für alle, die selbst betroffen sind oder Betroffene begleiten. Der Verein bietet Vernetzung, Beratung, Informationsmaterial und Online-Formate für Betroffene und Angehörige. Der Verein ist vollständig ehrenamtlich organisiert.

                    Unterstützen oder informieren: https://nichtgenesenkids.de

                    Spenden helfen u. a. dabei,

                    • Informations- und Aufklärungsarbeit zu leisten,
                    • Online-Veranstaltungen für betroffene Familien zu finanzieren,
                    • medizinische und sozialrechtliche Fragestellungen verständlich einzuordnen,
                    • Gemeinschaft und Austausch für Eltern und Kinder zu ermöglichen.
                    • Spenden an NichtGenesenKids e.V.

                      IBAN: DE22 7505 0000 0027 7981 56

                      Sparkasse Regensburg

                      Oder über die Paypal-ID: [email protected]

                      39 min
                    • #196 Sonderfolge Podcasthon: Kultur Konvoi. Musik, Engagement und die Kraft der Verbundenheit

                      "Es gibt eine Musik ohne Töne, das ist die Freude." (Konfuzius)

                      Im Rahmen der internationalen Initiative Podcasthon widmet sich diese Pudelkern-Sonderfolge den Themen Musik, Engagement und der Kraft der Verbundenheit. Zu Gast sind Rüdiger Linhof, Bassist der Band Sportfreunde Stiller, und Carmen Höfflin, ehemalige Bundesliga-Fußballerin u.a. beim SC Freiburg. Gemeinsam engagieren sie sich im Kultur.Konvoi, einer Initiative, die humanitäre Hilfe für die Ukraine mit kulturellen Begegnungen verbindet.

                      Was als spontane Reaktion auf den russischen Angriffskrieg begann, ist inzwischen zu einem Netzwerk aus Hilfstransporten, Solidaritätsaktionen und kulturellen Projekten geworden. Besonders eindrucksvoll sind musikalische Live-Schaltungen aus der Ukraine: Musiker spielen aus Studios oder Schutzräumen und ihre Songs werden gleichzeitig in deutsche Stadien oder auf Festivals übertragen. Für einen Moment entsteht eine Verbindung über tausende Kilometer hinweg. Musik wird zu einer gemeinsamen Sprache der Hoffnung.

                      Im Gespräch zeigt sich, dass Engagement nicht nur Hilfe für andere bedeutet, sondern auch dem eigenen Leben Sinn und Richtung geben kann. Albert greift diese Erfahrung philosophisch auf und erinnert daran, dass schon Platon, Aristoteles und Konfuzius Musik als eine Kraft verstanden, die Menschen verbindet und Harmonie stiftet: in der Seele des Einzelnen ebenso wie in der Gemeinschaft.

                      So wird diese Folge zu einer Einladung: die verbindende Kraft von Musik neu zu entdecken und vielleicht selbst einen kleinen Schritt zu gehen, um für andere da zu sein.

                      Über Podcasthon

                      Podcasthon ist eine internationale Initiative, bei der Podcasts weltweit ihre Reichweite nutzen, um gemeinnützige Organisationen sichtbar zu machen und Menschen zum Engagement zu inspirieren.
                      Mehr Informationen: https://podcasthon.org/de

                      Kultur.Konvoi unterstützen:

                      Der Kultur.Konvoi verbindet humanitäre Hilfe mit kulturellen Begegnungen. Neben Hilfstransporten organisiert die Initiative Projekte, die Menschen in der Ukraine sichtbar machen und ihnen eine Stimme geben, etwa durch musikalische Live-Schaltungen zu Festivals, Sportveranstaltungen oder Konzerten.
                      Mehr Informationen und Möglichkeiten zur Unterstützung:
                      https://www.kulturkonvoi.com/

                      Spendenkonto des Kultur.Konvoi bei der GLS Bank:

                      European Utopia e.V.
                      IBAN: DE02 4306 0967 1112 6290 00
                      BIC: GENODEM1GLS

                      42 min

                    About Der Pudel und der Kern - Philosophie to go

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                    Der Pudel und der Kern – der Philosophiepodcast zu den wichtigen Fragen des Lebens.

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