Die fünfte Schweiz

Die fünfte Schweiz

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Die fünfte Schweiz episodes

  • Andreas Richter: «Jacky hat mir ein neues Leben geschenkt!»
    Andreas Richter ist mit Herzblut Schlagzeuger, war Verkäufer in einem Musikgeschäft und spezialisiert auf Musikinstrumente für Kinder. Dann kam der Burnout. Sein Rettungsanker war die Kenianerin Jacky. Heute sind die beiden ein Paar und leben in der Stadt Kiserian südlich von Nairobi.
    Andreas Richter aus Feuerthalen (ZH) ist leidenschaftlicher Schlagzeuger und Musiker. Viele Jahre spielte der 48-Jährige in einer Band, gab Schlagzeugunterricht, war im Verkauf von Musikinstrumenten spezialisiert. Ein Burnout zog ihm den Boden unter den Füssen weg: «Ich war immer mit Herzblut dabei, dann hatte ich auf einmal keine Perspektive mehr.» In dieser schwierigen Zeit, hatte Andreas regelmässigen Kontakt mit seiner Musik Community auf Face Book. Vor allem mit Jacky aus Kenia. Jacky lud Andreas Richter nach Kenia ein, um wieder Kraft zu tanken: «Ich besuchte sie und war fasziniert von der kenianischen Kultur und die offenherzige Art der Menschen!» Aus Freundschaft wurde Liebe. Das Paar lebt heute in Kiserian südlich von Nairobi. Die Stadt liegt am Fusse der Ngong-Berge: «Auch wenn das Land politisch schwierig ist, hier in Kenia habe ich Dank Jacky zu mir selbst gefunden.»
    Ein kleines Haus und viel Besuch
    Das Familienleben hat in Kenia einen hohen Stellenwert, sagt Andreas Richter: «Die Familie meiner Frau hat mich sehr herzlich aufgenommen. Ich lerne viel von ihnen und ihrer Kultur.» Andreas Richter und seine Frau Jacky wohnen in einem kleinen schmucken Haus in Kiserian: «Wenn die Familie zu Besuch kommt, dann ist das immer ein einzig grosses Käferfest!» Auch, wenn das Haus nur drei Schlafzimmer bietet, Platz ist für alle da.
    28 min
  • Andrea Goodwin – Fand ihr Glück in Neuseeland
    Kaum ein anderes Land fasziniert so sehr wie Neuseeland. Atemberaubende Natur und Landschaften. Andrea Goodwin hat im Land der «Kiwis» ihr Glück gefunden. Sie lebt seit fünfundzwanzig Jahren in der Stadt Nelson auf der Südinsel Neuseelands.
    Andrea Goodwin aus Stäfa (ZH) wollte eigentlich nur für einen Sprachaufenthalt nach Neuseeland. Sie verliebte sich in das Land und in einen Neuseeländer und blieb: «Mich fasziniert die unglaubliche Natur und die Macher-Mentalität der Neuseeländer.» Es sei ein Land, wo das Leben draussen in der Natur stattfindet und wo es viel Platz für die persönliche Entfaltung gibt. Andrea Goodwin lebt mit ihrer Familie in Nelson. Die Stadt liegt am Tasman Bay auf der Südinsel Neuseelands. Die 49-Jährige arbeitet bei der lokalen Behörde als Umweltforscherin. Ihre Arbeit besteht darin, für die Wasserqualität der Gewässer zu sorgen.
    «Wir leben in einem Paradies»
    Das Haus, in dem Andrea Goodwin mit ihrem Mann Eric und den beiden Kindern lebt, liegt auf einer Anhöhe mit Blick auf die Berge: «Rund herum haben wir viel Land mit Fruchtbäumen, Bienen, Hühnern und Enten. Es ist unser Paradies!»
    47 min
  • Antoinette Strub – Zahnärztin in Paraguay
    1971 reiste die Bernerin Antoinette Strub als junge Laienhelferin der katholischen Kirche nach Pastoreo in Paraguay. In der Landwirtschaftsschule lernte sie ihren Mann kennen und blieb. Mittlerweile sind über fünfzig Jahre vergangen. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Atyrá.
    Eigentlich wollte Antoinette Strub 1971 nur für höchstens drei Jahre ehrenamtlich als Laienhelferin für die katholische Religionsgemeinschaft "Misioneros del Verbo Divino" in Paraguay arbeiten. Es ist eine Landwirtschafts- und Hauswirtschaftsschule: «Damals war Paraguay in vielen ländlichen Regionen sehr unterentwickelt.» Antoinette Strub arbeitete dort als Zahnärztin und lernte so ihren künftigen Mann kennen: «Eleno war Lehrer und landete bei mir auf dem Zahnarztstuhl.» Heute lebt die Familie in Atyrá. Mit 80 Jahren betreibt sie nach wie vor ihre eigene Zahnarztpraxis bei sich zu Hause: «Ich liebe meine Arbeit und den Kontakt zu vielen Menschen!»
    Atyrá ist die sauberste Stadt Paraguays.
    Antoinette Strub lebt schon viele Jahre mit ihrer Familie im kleinen Städtchen Atyrá. Mit seinen rund 16'000 Einwohnern, wurde Atyrá auch mehrfach als sauberste Stadt von Paraguay ausgezeichnet: «Es begann mit einem Bürgermeister, der dafür sorgte, dass die Stadt sauber gehalten wird.» Davor hatte Atyrá nämlich den Ruf, zu den schmutzigsten Städten Paraguays zu gehören: «Die Strassenränder waren voller Müll und niemand wollte in der Stadt leben. Heute sind wir stolz auf unsere saubere Stadt!»
    47 min
  • Maggie und Pascal Sieber: «Dubai, ein Disneyland für Erwachsene»
    Maggie und Pascal Sieber sind leidenschaftliche Dubai-Experten. Seit zehn Jahren lebt das Schweizer Paar in der imposanten Millionenmetropole Dubai. Wer die berühmte Perle am Arabischen Golf von einer ganz anderen Seite sehen möchte, ist bei den beiden an der richtigen Adresse.
    Maggie und Pascal Sieber hat das Wüstenleben vor vielen Jahren gepackt. Das Paar lebt in der pulsierenden Millionenmetropole Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die beiden haben sich auf Sightseeing Touren spezialisiert und beraten Leute, die sich niederlassen möchten. Dubai ist eine Stadt der Superlative und ein Disneyland für Erwachsene, sagt Maggie Sieber: «Es hat den grössten Flughafen der Welt, das höchste Gebäude, die grösste Shoppingmall und die grösste Indoor-Ski-Anlage der Welt.» Wo früher Wüste mit paar Beduinen war, leben heute über vier Millionen Menschen aus über 200 Nationen. Dubai, sagt Pascale Sieber, gehört zu den sichersten Reisezielen der weltweit: «Die Kriminalitätsrate ist hier sehr gering.»
    Wohnen im beliebten Marina Viertel
    Maggie und Pascal Sieber hatten nach der Pandemie das Glück und konnten sich eine eigene Wohnung im beliebten Marina Viertel kaufen. Vom 15. Stock aus, hat das Paar freie Sicht auf den Hafen mit vielen kleinen Geschäften und Restaurants. Ein kleines Paradies und ein wichtiger Rückzugsort, sagt Maggie Sieber: «Wir arbeiten mit Leidenschaft und rund um die Uhr. Wenn wir nach Hause kommen, können wir so richtig ausspannen und die Seele baumeln lassen.»
    38 min
  • Brigit Fischer folgte dem feurigen Tango nach Buenos Aires
    Brigit Fischer lebt seit zwanzig Jahren in der Welthauptstadt des Tangos in Buenos Aires. Inmitten des pulsierenden Quartiers «San Telmo». Es war auch der feurige Tanz, der sie einst in die Millionenmetropole Argentiniens lockte.
    Brigit Fischer aus Wetzikon (ZH) bereist als junge Frau die Welt. Sie lebte in Israel, Amerika und Mexiko. In Mexiko lernte sie ihren damaligen Mann kennen: «Ich war fasziniert von Lateinamerika.» Und so zog es die heute 71-Jährige auch nach Argentinien und sie lernte das Tango tanzen: «Ich nahm eine längere Auszeit und bereiste Argentinien. In Buenos Aires entdeckte ich meine grosse Leidenschaft für den Tango Tanz.» Buenos Aires, sagt Brigit Fischer, ist ein hartes Pflaster: «Es ist ein steiniger und langer Weg, bis man sein Ziel erreicht. Aber ich würde den Schritt sofort wieder wagen!»
    «Mein Palazzo inmitten von San Telmo»
    Brigit Fischer hatte das Glück, einen 160 Jahre alten Palazzo zu kaufen. Das Haus mit Innengarten steht im Herzen des beliebten Künstlerquartiers «San Telmo». Dort vermietet sie Zimmer und Wohnungen an Touristen aus aller Welt: «Dieser Ort hat eine besondere Energie. Es ist eine Oase der Ruhe.» Das Quartier habe sich in den Jahren gewandelt: «Es hat viele Tangobars und Restaurants, die bis spät in die Nacht geöffnet sind.»
    45 min
  • Lukas Arenson – Bau- und Permafrost Ingenieur aus Kanada
    Lukas Arenson wanderte 2003 wegen seiner Forschungstätigkeit als Permafrost Ingenieur mit seiner Frau nach Kanada aus. Seit siebzehn Jahren lebt er mit seiner Familie in Vancouver an der Westküste in British Columbia. Für seine Forschungsprojekte reist er um die Welt.
    Der Basler Lukas Arenson studierte Permafrost an der ETH in Zürich. Seit über zwanzig Jahren lebt der Forscher und Permafrost Ingenieur in Kanada. In Vancouver arbeitet er als Berater für eine Firma, die weltweite Permafrost Projekte tätigt. Der 52-Jährige ist auch für den Bau der Küstenschutzmassnahmen mitverantwortlich. Im Zuge der globalen Erwärmung, wird das Bauen auf Permafrostböden zu einer immer grösseren Herausforderung: «Wir bauen Fundamente auf Eis, statt auf Erde und Felsen. Wenn das Eis schmilzt, werden Häuser oder Strassen instabil.» Für seine Forschungsarbeiten reist Lukas Arenson oft in Gebiete, wo Naturgefahren bestehen. Beispielsweise nach Peru oder Nepal. Aber auch in der Arktis geben ihm die Inuit ihr wertvolles Wissen über das Bauen auf Permafrost weiter: «Die Inuit erfahren die Veränderungen der Natur aus erster Hand. Wir können viel von ihnen lernen.»
    Pfefferspray zum Schutz vor Bären
    Lukas Arenson ist bei seinen Feldarbeiten in der kanadischen Wildnis schon einigen Bären begegnet. Er hat ein «Bear Safety» Training gemacht und hat auch immer seinen Bärenspray dabei: «Aber zum Einsatz kam der zum Glück noch nie. Mit lauten Geräuschen suchen die Bären normalerweise rasch das Weite.»
    43 min
  • Patrick Lo Giudice und Sabina Kilchenmann - Abenteuer Sizilien
    Patrick Lo Giudice und Sabina Kilchenmann wagen den grossen Schritt vom Zürichsee ins mediterrane Sizilien. Die beiden haben in Taormina an der Ostküste ein grosses Anwesen erworben. Dort werden sie künftig Seminare und viele spannende Events anbieten.
    Um auswandern zu können, müssen Sabina Kilchenmann und Patrick Lo Giudice ordentlich abspecken. Neben dem Räumen der Wohnung muss Künstler Patrick auch sein Atelier mit über 100 Bildern umziehen. Kein leichtes Unterfangen, loszulassen, sagt Patrick: «Ich bin der Sammler, Sabina die Entsorgerin!» Trotzdem klappt das Abenteuer Sizilien.
    Ein verrücktes Anwesen im Herzen von Taormina
    Auf Sizilien planen Patrick Lo Giudice und seine Frau Sabina Kilchenmann Events und Seminare zu veranstalten. Doch zunächst fehlt das passende Objekt. Nach langer Suche werden sie endlich fündig und finden ein seit Jahren stillgelegtes Restaurant mit Aussicht auf den Vulkan Ätna und das Meer. Der Künstler und die diplomierte Heilpraktikerin legen mit dem Umbau los. Schaffen sie es, sich eine neue Existenz aufzubauen? SRF hat das Paar begleitet.
    Ausstrahlung «DOK»-Serie «Auf und davon»: Start der 16. Staffel ab Freitag, 3. Januar 2025, 21.00 Uhr, SRF1.
    21 min
  • Jean-Marie Suter: «In Marokko kosten Weihnachtsbäume ein Vermögen
    Marokko ist seit acht Jahren die neue Heimat der Aargauer Jean-Marie Suter und Cornelia Breitschmid. Im Hinterland der Küstenstadt Essaouira haben sie eine Gästevilla gepachtet. Weihnachten feiert man kaum in Marokko. Trotzdem sind Weihnachtsbäume gefragt und kosten viel.
    Das Aargauer Paar Jean-Marie Suter und Cornelia Breitschmid lebt im Hinterland der Hafenstadt Essaouira in Marokko. Vor acht Jahren haben sie ein grosses Anwesen gemietet und beherbergen Gäste aus aller Welt. Es ist eine Oase umgeben von dicken Mauern, sagt Jean-Marie Suter: «Hier kann man die Seele baumeln lassen, man findet Ruhe und Erholung.»
    Begnadeter Tabak-Pfeifenbauer
    Exotisch sind nicht nur die Weihnachtsbäume in Marokko, sondern auch die Tabak-Pfeifenkultur. Jean-Marie Suter baut seit vielen Jahren leidenschaftlich seine eigenen Pfeifen aus edelstem Holz. Es ist Handarbeit durch und durch. Viele Stunden verbringt der 68-Jährige in seiner Werkstatt. Oft kommen Schaulistige vorbe: «Das Pfeifenrauchen kennt man hier kaum. Die Einheimischen schmunzeln, wenn sie mich eine Pfeife rauchen sehen.»
    19 min
  • Mauro Schena – Findet für jedes Gesicht die perfekte Brille
    Ob eckig rund oder schmal, Mauro Schena weiss, welche Brille zu welchem Gesicht passt. Der 55-jährige Berner mit italienischen Wurzeln ist mit Leidenschaft Verkaufsleiter eines bekannten Brillen Labels in Österreich. Seit vierzehn Jahren lebt er mit seiner Familie in Graz.
    Mauro Schena wuchs im bekannten «Tscharnergut» im Westen Berns auf. Bis heute verbindet ihn viel mit der Hochhaussiedlung. «Das Tscharnergut hat Kultstatus. Es ist eine Stadt in der Stadt.» Mauro Schena machte eine Ausbildung zum Augenoptiker und arbeitete für namhafte Brillen Designer in Amerika und Europa. Heute ist er Verkaufsleiter einer bekannten Brillenmarke aus Graz in Österreich. Mauro Schena liebt den Charme der Österreicher und mag das multikulturelle Leben in der Stadt Graz: «Auch viele Italiener leben in der Landeshauptstadt der Steiermark.» Die Region mit seiner hügeligen Landschaft und zahlreichen Weinberge wird auch als steirische Toskana bezeichnet.
    «Wir sind eine Nomadenfamilie»
    Als Verkaufsleiter eines Brillen Labels ist Mauro Schena oft in ganz Europa und Amerika unterwegs. Lange Zeit lebte die Familie in Barcelona. Immer wieder in ein anderes Land auszuwandern, sind sich die Schena’s gewohnt: «Ich habe das Glück, dass meine Familie sehr weltoffen ist. Ohne ihren Rückhalt könnte ich diesen Job nicht ausüben.»
    18 min
  • Larissa Mock – Hebamme mit Leib und Seele in Hamburg
    Larissa Mock aus Wattenwil (BE) lebt seit neun Jahren in Hamburg, der zweitgrössten Stadt Deutschlands. Nach ihrem Hebammen Studium in Bern, ging sie für ein Austauschjahr in die Hansestadt und blieb. Die 34-Jährige arbeitet heute als selbständige Hebamme in einem renommierten Geburtshaus.
    Auch wenn es in Hamburg gerne mal kurz regnet, das gehört einfach dazu, sagt Larissa Mock. Die Bernerin lebt mit ihrer Familie seit neun Jahren in der berühmten Hafenmetropole. Es war Liebe auf den ersten Blick, sagt die 34-Jährige: «Ich mag den trockenen und direkten Humor der Hamburger! Sie haben viel Ähnlichkeit mit uns Schweizern.» Larissa Mock arbeitet als selbständige Hebamme in einem der gefragtesten Geburtshäuser von Hamburg: «Die werdenden Mütter werden von uns eng begleitet und bekommen hier im Geburtshaus viel Zeit und Raum, um sich auf die Geburt vorzubereiten.» Larissa Mock hat selbst eine kleine Tochter und wurde vor kurzem zum zweiten Mal stolze Mama eines Sohnes.
    «Ottensen ist ein kleines Dorf mitten in Hamburg»
    Larissa Mock lebt mit ihrer Familie inmitten von Ottensen, einem der begehrtesten Stadtteile Hamburgs. Neben den zahlreichen Bars und Restaurants bietet das Quartier auch viele Märkte und Treffpunkte an. Es ist wie ein kleines Dorf mitten in Hamburg, sagt die Bernerin: «Hier kennt man sich durch und durch. Es ist sehr familienfreundlich.»
    14 min

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