Die fünfte Schweiz

Die fünfte Schweiz

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Die fünfte Schweiz episodes

  • Gastfreundschaft mit Leidenschaft – Ursula Nyffeler in Frankreich
    Vor neun Jahren wagte die Baslerin Ursula Nyffeler den Schritt in ein neues Leben und liess sich in Vauvert, Südfrankreich, nieder. Mit Leidenschaft und Hingabe betreibt sie dort ihr Maison d'hôtes, ein charmantes Gästehaus mit fünf Zimmern und zwei Ferienwohnungen.
    Die Baslerin Ursula Nyffeler wusste schon in jungen Jahren, dass sie eines Tages ein kleines Hotel führen würde. Ihr Konzept dazu lag zwanzig Jahre in der Schublade. Heute ist ihr Traum Wirklichkeit geworden: «Mein Freund sagte damals einfach machen, nicht träumen!» Gefunden haben die beiden ihr Bijou in der kleinen Stadt Vauvert. Dort führt die 48-Jährige seit neun Jahren ihre eigenes Maison d’hôtes. Das alte Winzerhaus befindet sich inmitten der Altstadt von Vauvert, im Herzen der Petite Camargue. Das Städtchen in der malerischen Weinregion ist nur wenige Kilometer vom Meer entfernt. Ursula Nyffeler bekocht die Gäste, sorgt für gemütliche Zimmer und übernimmt selbst die Renovationen – eine echte Gastgeberin mit Herz.
    «Auswandern ist eine grosse Reise im Leben»
    Ursula Nyffeler hat eine erfolgreiche Karriere in der Schweizer Tourismus- und Hotellerie Branche gemacht. Dennoch entschied sie sich, den Schritt ins Ausland zu wagen: «Es braucht Mut, viel Engagement. Aber das Schöne daran ist, man lernt viel in einem neuen Land, am meisten über sich selbst!»
    43 min
  • Susanne Widmer – Geografin und Naturführerin in Patagonien
    Susanne Widmer hat eine tiefe Verbindung zur Natur, die schon in ihrer Kindheit in der Schweiz begann. Sie studierte Geografie mit Schwerpunkt auf Naturgefahren in Berggebieten. Heute lebt sie in Punta Arenas in Chile und organisiert mit ihrem Partner Führungen durch die wilde Natur Patagoniens.
    Susanne Widmer arbeitet in Punta Arenas als Reiseleiterin im Unternehmen ihres Partners Claudio: «Wir organisieren Touren für Natur- und Tierbeobachtungen durch ganz Patagonien.» Kennengelernt haben sich die beiden 2017, als Susanne für ein wissenschaftlich-touristisches Projekt über Buckelwale arbeitete. Heute teilt sie ihre Leidenschaft zur patagonischen Natur mit Gästen und Freunden. Vor allem die Pumas in der Wildnis zu beobachten, sei beeindruckend: «Diese wundervollen Tiere sind einzigartig. Hier in der Gegend dürfen sie zum Glück nicht gejagt werden.»
    Idyllisches Haus auf dem Land
    Abseits ihrer Arbeit lebt Susanne mit ihrem Partner Claudio ausserhalb von Punta Arenas auf dem Land. Ihr Haus renovieren die beiden nach und nach: «Wenn man so viel unterwegs ist wie wir, geht alles viel langsamer. Die Häuser in Chile sind oft nicht gut isoliert.» Die Fenster haben sie allerdings vor kurzem erneuert: «Jetzt kann der Winter kommen!» Die Ruhe in dieser abgelegenen Gegend Patagoniens schätzt sie besonders, wenn sie einmal nicht als Reiseleiterin unterwegs ist.
    37 min
  • Fatima Walthert – Leben in der Abgeschiedenheit auf Santa Cruz
    Die Zürcherin Fatima Walthert (36) wollte vor zehn Jahren als Rucksacktouristin allein durch Südamerika reisen. Heute lebt die Schweizerin im Hochland der Galapagos-Insel Santa Cruz, zusammen mit ihrem Mann, ihrer Tochter und vielen geretteten Tieren.
    Fatima Walthert entschied sich vor zehn Jahren, ihr Leben nicht nur zu träumen, sondern ihren Traum zu leben. Früher arbeitete die Zürcherin als Automechanikerin. Der hektische Alltag und der ständige Druck wurden ihr zu viel: «Ich sehnte mich nach Freiheit und vor allem nach einem Leben im Einklang mit der Natur.» Sie brach allein auf, um Südamerika zu bereisen. Was als Solo-Abenteuer begann, führte sie schliesslich auf die Galapagos-Inseln vor der Küste Ecuadors. Auf Santa Cruz lernte sie ihren Mann Eric kennen: «Er steuerte das Boot, was mich zur benachbarten Insel bringen sollte.» Heute lebt die Familie im Hochland von Santa Cruz. Abseits der Zivilisation, ohne Wasseranschluss, führt die Familie ein einfaches, aber glückliches Leben: «Für meine Tochter ist es ein Privileg, so naturverbunden aufwachsen zu können.» Ihr riesiger Garten ist Fatimas ganzer Stolz: «Hier wachsen allerlei exotische Früchte wie Bananen, Ananas oder Papayas, und ich pflanze verschiedene Ingwersorten an.»
    Gnadenhof für Tiere
    Ein Herzensprojekt von Fatima Walthert ist ihr Gnadenhof für allerlei gerettete Tiere. Auf ihrem kleinen Anwesen tummeln sich mittlerweile Hunde, Katzen, Schweine und sogar eine Eselsdame mit nur einem Ohr. Geplant war das eigentlich nie: «Ich habe Mitleid mit all den ausgesetzten Tieren, die oft auch gequält wurden.» Manchmal helfen auch Volontäre für Kost und Logis, die Tiere zu umsorgen.
    44 min
  • Vom Tauchlehrer zum König – Ein Leben an der Costa Blanca
    Roman Dütsch aus Sirnach (TG) lebt seit 21 Jahren in Javea an der wunderschönen Costa Blanca. Früher war der 51-Jährige als Tauchlehrer und Skipper tätig. Heute arbeitet er hauptsächlich als Informatiker. An Weihnachten schlüpft er in die Rolle eines Königs.
    Roman Dütsch lebt mit seiner Familie inmitten der Küstenstadt Javea an der Costa Blanca in Spanien. Mit knapp 30'000 Einwohner verwandelt sich Javea im Sommer zur Hochburg für Touristen aus aller Welt, sagt Roman Dütsch: «Der Ort ist auch bei vielen Promis beliebt. Nicht zuletzt wegen der wunderschönen Altstadt und der Hafenpromenade.» Seine Frau Ghemma arbeitet als Chefköchin in einem der renommierten Hotels. Roman Dütsch war früher ein begnadeter Tauchlehrer und Skipper. Heute arbeitet er als Informatiker für ein spanisches Telekommunikationsunternehmen, wo er seine Leidenschaft für Technologie und Problemlösungen auslebt. Trotzdem lässt ihn die Unterwasserwelt nicht los: «Ich springe gerne immer wieder mal als Tauchlehrer ein. Oder bin als Skipper auf einem Segelschiff unterwegs.»
    «Ich bin König Balthasar»
    Im Winter, wenn die Touristen Weg sind, bereitet sich ganz Javea auf ein besonderes Weihnachtsfest vor. Roman Dütsch ist seit Jahren Teil der Festkommission und verwandelt sich in einen König: «Ich spiele den König Balthasar und empfange die Kinder auf der Bühne im Dorfkern!» Der Weihnachtsumzug mit 4'000 Menschen hat in Javea eine lange Tradition. Roman ist überzeugt davon, dass Integration der Schlüssel zu einem erfüllten Leben in Spanien ist: «Es ist wichtig, die spanische Sprache zu lernen, um die lokale Kultur zu verstehen und zu respektieren!»
    30 min
  • Britta Biedermann – Von der Bibliothekarin zur Bio-Farmerin
    Britta Biedermann lebt seit 5 Jahren in Broager im Süden von Dänemark, wo sie eine kleine Farm betreibt. Die ehemalige Bibliothekarin aus Stäfa (ZH) baut Biogemüse an, produziert Seifen, Honig und leckeren Honigwein. Wer Lust auf ein Abenteuer hat, kann für Kost und Logis bei ihr mit anpacken.
    Britta Biedermann hat dänische Wurzeln und verspürte schon immer den grossen Wunsch, einmal nach Dänemark auszuwandern. Heute lebt die 65-Jährige in der kleinen Ortschaft Broager auf der Halbinsel Südjütland: «Als Kind verbrachte ich oft die Sommerferien bei den Grosseltern in Dänemark.» Die dänische Kultur und Lebensweise sind unbeschwerter als in der Schweiz: «So unter dem Motto: Jetzt machen wir mal bis dahin und dann nehmen wir es von dort!» Neben Honig und Seife, die Britta Biedermann mit viel Leidenschaft produziert, hat sie bereits eine neue Idee für ihre kleine Farm: «Bald stehen Alpakas in meinem Stall. Aus der Wolle kann man so einiges fertigen und es sind wundervolle Tiere.»
    «Für die Dänen ist das Vereinsleben sehr wichtig»
    Die Gemeinschaft ist den Dänen sehr wichtig und sie pflegen ihre Vereinskultur. Britta Biedermann ist überall dabei. Im Altersverein, im Lama- und Alpakaverein oder Imkerverein. Auch im Ruderclub nach alter Wikingertradition, ist Britta Biedermann mit viel Leidenschaft dabei: «Im Sommer rudern wir auf einem Wikingerboot. Einem sogenannten Nydam-Boot». In der Bibliothek von Broager finden regelmässig Lesekreise statt: «Da erfährt man dann auch immer den neuesten Dorfklatsch.»
    43 min
  • Marianne, Eva und Daniel – Drei kanadische Farmer durch und durch
    Marianne Vogel lebt mit ihrem Mann Daniel und ihrer Tochter Eva seit sechs Jahren in Kerrs Mill, in Nova Scotia, Kanada. Gemeinsam betreibt die Familie eine grosse Farm – ein wahres Paradies mit Kühen, Pferden, Ponys, Kaninchen, Hühner und Schweinen. Die drei sind ein eingefleischtes Team.
    Für Marianne Vogel aus Kesswil (TG) war auswandern eigentlich nie ein Thema. Im Gegenteil. Aufgewachsen ist die heute 40-Jährige auf einem Bauernhof: «Ich wollte am liebsten einen Landwirt heiraten und eine Familie gründen.» Eine Familie hat sie heute, einen Bauernhof auch, aber in Kerrs Mill in der Provinz Nova Scotia in Kanada. Seit sechs Jahren betreibt die Familie eine Hobby Farm am Wallace River umgeben von Wald und Wiesen. Neben der Landwirtschaft bietet die Familie auch drei gemütliche Ferienunterkünfte an. Viele Gäste kommen aus den grossen Städten und geniessen das Landleben in vollen Zügen, sagt Marianne Vogel: «Wir halten mit viel Liebe verschiedene Tiere und freuen uns, wenn unsere Gäste – besonders Familien mit Kindern – das Landleben hautnah miterleben können.»
    Ein waschechtes Cowgirl
    Tochter Eva ist gerade mal zehn Jahre alt und hat es schon faustdick hinter den Ohren. Sie nimmt an sogenannten Barrel Racing Wettkämpfen teil. Eine Pferde Sportart, die Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Präzision erfordert, sagt Marianne Vogel: «Die Teilnehmerinnen müssen in hohem Tempo mit ihren Pferden um grosse Fässer herumreiten.»
    40 min
  • Noemi und Serge vereinen in Senegal zwei Kulturen
    Noemi Schramm Ndao lebt seit vier Jahren in Dakar, der Hauptstadt von Senegal in Westafrika. Die Gesundheitsökonomin aus Weinfelden (TG) hat mit Serge die Liebe ihres Lebens gefunden. Zwei unterschiedliche Kulturen und doch so verbunden.
    Die Thurgauerin Noemi Schramm Ndao lernte ihren senegalesischen Mann Serge in Sierra Leone kennen. Dort arbeitete sie einige Jahre als Gesundheitsökonomin für die Regierung. Eine gemeinsame Freundin hat die beiden einander vorgestellt. «Es war Liebe auf den ersten Blick», sagt die heute 36-Jährige: «Als ich Serge sah, wusste ich, das ist mein Mann fürs Leben.» Mittlerweile haben die beiden zwei Töchter und leben seit vier Jahren in der senegalesischen Hauptstadt Dakar. Die Gesundheitsökonomin versucht, Familie und Job zu vereinen. Ihr Mann Serge ist als Geschäftsleiter eines Start-ups ebenfalls gefordert. Trotzdem steht das Familienleben bei den beiden an oberster Stelle, sagt Noemi: «Wir sind ein eingefleischtes Team und geniessen jede freie Minute mit unseren beiden Töchtern.»
    In Dakar gibt es kaum grüne Pärke
    Dakar ist eine pulsierende Stadt mit reicher Kultur und Geschichte. Der Bauboom in der senegalesischen Hauptstadt ist kaum aufzuhalten. Ein Wachstum der Wirtschaft und der Bevölkerung sowie eine verhältnismässig stabile politische Lage machen Dakar attraktiv für neue Grossbauprojekte. Doch was in der Stadt am Meer fehlt, sind grüne Pärke und Spielplätze für Kinder: «Das ist der einzige Nachteil hier. Spielplätze gibt es höchsten in den grossen Shoppingcentern. Dafür machen wir aber viele Ausflüge ans Meer.»
    35 min
  • «Die fünfte Schweiz» auf Radio SRF 1 überrascht zum Muttertag
    In der beliebten Auslandschweizersendung «Die fünfte Schweiz» erwartet die Zuhörerinnen und Zuhörer eine ganz besondere Überraschung zum Muttertag. Auslandschweizerinnen und -schweizer aus aller Welt nutzen die Gelegenheit, um ihren Müttern in der Heimat eine Freude zu bereiten.
    Die Bindung zwischen Auslandschweizern und ihrer Heimat bleibt, insbesondere zu ihren Familien. Trotz der großen Entfernungen sind viele mit ihren Liebsten noch immer eng verbunden. Heute ist ein besonderer Tag, an dem wir vor allem den wunderbaren Müttern unsere Wertschätzung zeigen möchten. Drei Auslandschweizerinnen aus aller Welt sagen ihren Müttern danke in die ferne Heimat und schenken ihnen einen unvergesslichen Muttertag.
    41 min
  • Tom und Jacky Baumann – Bringen den Thailändern die Schweiz näher
    Zopf, Bürli oder Bratwurst: Tom und Jacky Baumann stellen in Thailand mit viel Herzblut Schweizer Back- und Fleischspezialitäten her. Die Familie lebt seit 2012 in Bangkok und hat sich mit ihren Schweizer Delikatessen auch bei den Thailändern längst einen Namen gemacht.
    Als Tom und Jacky Baumann nach Bangkok auswanderten fragten sich beide, was sie wohl am meisten vermissen würden: «Knuspriges Schweizer Brot und eine feine Bratwurst», sagt Jacky Baumann. Die 46-Jährige erlernte prompt die Backkunst und Tom das Metzgershandwerk. So entstand die Idee, auch andere Schweizerinnen und Schweizer in Thailand zu beliefern: «Heimweh geht durch den Magen. Wir machen ihnen eine grosse Freude, indem wir ihnen ein bisschen Heimat schenken.» Die Brot- und Fleischspezialitäten aus der ganzen Schweiz kommen auch bei den Thailändern sehr gut an, sagt Jacky Baumann: «Mittlerweile führe ich die Thailänder sogar in die europäische Backkunst ein.» Das Paar arbeitet eng mit verschiedenen Restaurants zusammen und bietet ihre Schweizer Köstlichkeiten auch an verschiedenen Events an.
    Schweizerin mit thailändischen Wurzeln
    Jacky Baumann ist in der Ostschweiz aufgewachsen. Ihre Mutter stammt aus Thailand. Im familieneigenen Restaurant hat sie ihre ersten Erfahrungen im Gastgewerbe gesammelt: «Ich durfte im Betrieb immer mithelfen. Heute bin ich die einzige Bäckerin in der ganzen Familie.»
    36 min
  • Caroline Steffen-Murray lebt ihren Traum in Australien
    Caroline Steffen aus Spiez gehört zu den besten Triathletinnen der Welt. Sie war Weltmeisterin auf der ITU-Langdistanz, Ironman-Europameisterin und machte den zweiten Platz am Ironman auf Hawaii. Heute ist die Familie ihre Nummer Eins! Sie lebt in der Hafenstadt Port Macquarie in New South Wales.
    Caroline Steffen-Murray blickt auf eine unglaubliche Sportkarriere zurück. Die Triathletin aus Spiez (BE) mischte viele Jahre an der Weltspitze mit und ging für die Schweiz an den Start. Ihren australischen Mann Peter Murray lernte sie bei einem Triathlon Wettkampf kennen: «Er moderierte den Wettkampf in der Zielgerade.» 2019 beendete die heute 46-jährige ihre Karriere und ist stolze Mutter von zwei Kindern: «Das Familienleben steht für mich an oberster Stelle. Meine Familie ist Dreh- und Angelpunkt in meinem Leben.» Daneben coacht sie nach wie vor Athletinnen und Athleten aus aller Welt.
    Haus am Meer
    Caroline Steffen-Murray lebt mit der Familie in der beschaulichen Hafenstadt Port Macquarie im Bundesstaat New South Wales. Ihr Haus liegt ausserhalb der Stadt direkt am Meer: «Es ist ein Paradies! Wir haben viel Platz und einen Garten mit Pool.» Im Garten tauchen allerdings ab und zu auch ungebetene Gäste auf: «Kürzlich wollte eine riesige Pythonschlange unsere Kaninchen verspeisen. Aber wir konnten sie im letzten Moment noch retten.» An die exotischen Tiere in Australien gewöhne man sich mit der Zeit.
    46 min

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