Die fünfte Schweiz

Die fünfte Schweiz

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
Download on the App Store

Die fünfte Schweiz episodes

  • Pia Gygax und Marc Koch züchten Schafe in Norwegen
    Pia Gygax und Marc Koch leben seit vier Jahren auf der Halbinsel Mosvik in Norwegen. Das Paar betreibt eine Schafzucht. Gerade ist Lämmerzeit. Eine arbeitsintensive Zeit, sagt Pia Gygax. «Alle vier Stunden kriegen die Lämmer einen Schoppen!» Gerade mal 119 an der Zahl.
    Pia Gygax und Marc Koch kauften vor vier Jahren einen grossen Bauernhof auf der norwegischen Halbinsel Mosvik und züchten Schafe. Momentan zählt die Herde bis zu 87 Schafe. Ihre Farm liegt oberhalb der gleichnamigen Gemeinde Mosvik mit herrlichem Blick auf den Trondheimfjord. Nicht nur Schafe tummeln sich auf 190 Hektaren Land, sondern auch zahlreiche Truten, Gänse, Hühner und Kaninchen. Es ist ein Paradies, sagt Pia Gygax: «Obwohl es harte Arbeit ist, fühlen wir uns hier viel freier als in der Schweiz.» Aufgewachsen ist Pia Gygax in Spiez im Berner Oberland. Den Traum vom eigenen Bauernhof hatte sie von klein auf: «Ich liebe die Natur und die Tiere.» Neben dem Bauernbetrieb vermietet das Paar ein Gästehaus an Naturliebhaber aus aller Welt.
    «Als wir im Stau standen, kam uns die Idee auszuwandern»
    Der Traum vom Auswandern stand eigentlich nie zur Diskussion. Bis Pia Gygax und ihr Lebenspartner Marc Koch einmal mehr im Stau standen. In der Schweiz wurde es zunehmend zu eng, sagt Pia Gygax: «Wir schauten uns an und wussten, so jetzt wandern wir aus!» Es sei die beste Entscheidung des Lebens gewesen: «In Norwegen sind wir definitiv angekommen. Und das ohne Stau!»
    32 min
  • Thomas Kellenberger – Zu Fuss von Interlaken nach Mindanao
    Der Weg war das Ziel! Der Berner Oberländer Thomas Kellenberger marschierte fast zwei Jahre, über 14'000 Kilometer zu Fuss von Interlaken nach Mindanao auf den Philippinen. Mit dieser Aktion sammelte er Spenden für sein Kinderhilfswerk.
    Der ehemalige Polizist Thomas Kellenberger lebt seit über zehn Jahren auf der philippinischen Insel Mindanao. In der Stadt Cagayan de Oro gründete er 2007 ein Kinderhilfswerk. Auslöser war ein längerer Aufenthalt als Volontär, wo er in den Armenvierteln benachteiligten Menschen half: «Mich berührten vor allem die Strassenkinder, die auf Mülldeponien wiederverwertbare Ware wie Plastik oder Metalle aussortieren.» Dreissig Prozent der Menschen auf den Philippinen haben keine Schulbildung. Thomas Kellenberger setzt sich für Chancengleichheit ein: «Wir unterstützen Kinder und Jugendliche, damit sie einen Schulabschluss machen und an der Universität studieren können.»
    Bessere Zukunft für die Kinder auf den Müllhalden der Philippinen
    Thomes Kellenberger hat bereits ein neues Projekt gestartet. Mit seinem Team will er eigene Lebensmittel herstellen. Er baut aktuell eine Bio-Farm und forstet das Land auf: «Bei uns im Hilfswerk leben 1'000 Kinder und Jugendliche. So können wir uns in Zukunft selbst versorgen!» Thomas Kellenberger und seine philippinische Frau Rachel sind vor kurzem stolze Eltern geworden.
    40 min
  • Fabienne und Roland Lamprecht – Unsere kleine Farm in Irland
    Familie Lamprecht aus Allschwil (BL) lebt seit sechs Jahren im Süden von Irland. In der Nähe des Dorfes Leap in West Cork, besitzen sie eine Farm und backen Brot in der eigenen Backstube. Wer das irische Landleben entdecken möchte, kann in einem der Schäferhütten übernachten.
    Fabienne und Roland Lamprecht nahmen sich für ein Jahr eine Auszeit und reisten mit ihren zwei Söhnen quer durch Kanada. Eigentlich war der Plan, danach wieder ins altbewährte Leben in der Schweiz zurückzukehren, erinnert sich Fabienne Lamprecht: «Aber wir haben gemerkt, dass wir als Familie in der Schweiz zu kurz kommen.» Kurzerhand beschlossen die Lamprechts, auszuwandern. Gefunden haben sie ihr Familienglück in ihrer neuen Heimat im Süden von Irland. Ausserhalb des Dorfes Leap in West Cork besitzen sie heute eine Farm mit viel Umschwung, sagt Fabienne Lamprecht: «Wir haben einen grossen Garten, eigenes Gemüse und Obst. Und wir backen unser eigenes Brot, was wir dann auf dem Markt verkaufen.» Daneben vermieten sie ein Ferienhaus und drei spezielle Schäferwagen für Gäste aus aller Welt: «Vor allem die Spanier kommen gerne nach Irland, weil sie der spanischen Sommerhitze entfliehen!» Der Süden von Irland ist die milde Sonnenstube der Insel, wie das Tessin für die Schweizer.
    Kerzenziehen im Sommer
    Neben verschiedenen Back-Workshops bieten die Lamprechts auch Kerzenziehen an. Nicht nur in der Weihnachtszeit, sagt Fabienne Lamprecht: «Die Irländer kennen die Tradition des Kerzenziehens nicht und sind begeistert. Darum kann man das ganze Jahr durch bei uns Kerzenziehen.»
    31 min
  • Jacqueline und Markus – Leben dort, wo andere Ferien machen
    Die einen planen ihre Auswanderung so genau wie möglich. Jacqueline und Markus verliessen die Schweiz, ohne zu wissen, was auf sie zukommt. 2019 übernahm das Paar spontan einen Souvenir- und Kunstshop in Arvidsjaur in Schwedisch-Lappland. «Es war die beste Entscheidung unseres Lebens!»
    Wilde Natur, viel Platz, Nordlichter und Mitternachtssonne – der hohe Norden Europas ist ein Sehnsuchtsort für viele Schweizerinnen und Schweizer. Auch für Jacqueline und Markus aus Tafers im Kanton Freiburg. Schwedisch-Lappland haben die beiden zum ersten Mal 2016 für sich entdeckt. Viele Male bereisten sie den Norden und waren begeistert von Land, Kultur und den Menschen. Dass sie einmal ganz nach Schweden auswandern, hätten sie nie gedacht, sagt Jacqueline Theiler: «Bis wir die einmalige Chance auf ein neues Abenteuer gekriegt haben. Eine schwedische Freundin rief uns an und erzählte, dass in der Ortschaft Arvidsjaur ein spezielles Anwesen inklusive Souvenir Laden zum Verkauf steht.» Heute sind Jacqueline und Markus stolze Besitzer des Grundstücks und verkaufen traditionelles schwedisches Handwerk: «Uns ist es wichtig, die einheimischen Künstler zu unterstützen. Wir verkaufen lappländischen Silberschmuck, Holz- und Rentierhornarbeiten, bis hin zu samischen Kunstwerken.» Ein Herzensprojekt ist auch das Sandstrahlen von Glas. Das traditionelle schwedische Handwerk, hat die ganze Familie gelernt.
    Haus und Huskies
    Das Grundstück von Jacqueline und Markus ist riesig und liegt ganz in der Nähe des Zentrums von Arvidsjaur. Und doch lebe man sehr abgeschieden, sagt Jacqueline Theiler: «Wir haben viel Umschwung und einen Fluss vor dem Haus. Es ist eine Oase, wo man in der Nacht die Nordlichter bewundern kann.» Mittlerweile hat das Paar auch neun Huskies, mit denen sie Schlittenfahrten unternehmen. Für Jacqueline und Markus ist Schweden ihre Heimat: «Es ist Liebe, Leidenschaft, Natur und Freiheit in einem!»
    34 min
  • Kathrin Yasmina Ibrahim-Keller lebt im Herzen von Kairo
    Kathrin Yasmina Ibrahim-Keller liebt die offene und freundliche Art der Ägypter. Seit achtzehn Jahren lebt sie mit ihrem ägyptischen Mann in der Millionenmetropole Kairo. Die Stadt am Nil ist einzigartig, sagt die 59-Jährige: «Die Stadt pulsiert und trotzdem findet man hier seine Oase der Ruhe.»
    Kathrin Yasmina Ibrahim-Keller aus Bern, machte einst Urlaub im beliebten Touristenort Sharm el Sheikh in Ägypten und verliebte sich in den Hotelmanager «Magdy». Heute lebt das Paar inmitten von Kairo. Die Hauptstadt Ägyptens wirkt auf den ersten Blick wie ein schmutziger Moloch. Es ist laut und chaotisch. Der Verkehr und die Luftverschmutzung ist selbst auch für die Ägypter eine Herausforderung. Wer aber hinter die Fassade Kairos schaut, sieht die wahre Seele der orientalischen Stadt, sagt Yasmina Ibrahim: «Es gibt hier viele grüne Oasen mit Cafés, wo man sich entspannen kann.» Entspannen tut sich Yasmina auch auf dem eigenen Dachgarten mit Pavillon: «Hier oben fühlt man sich inmitten von Blumen und Pflanzen wie aus 1001-Nacht. Man taucht in die Märchenwelt ein.»
    «Yasminas Kofferladen»
    Die frühere Kindergärtnerin kreiert kunstvolle Halsketten und Armbänder. Vor allem aber näht sie seit geraumer Zeit mit viel Herzblut kleine Dinge für den Alltag. Kissenbezüge, kleine Teddybären, Elefanten oder Katzen aus Stoff. Ihr Markenzeichen sind aber ihre Hasen, die sie in den zahlreichen Bazaren verkauft. Schon bald wird die Bernerin ihr nächstes Herzensprojekt realisieren: «Ich eröffne einen Blumenladen im Herzen von Kairo.»
    41 min
  • Roger und Chantal Achermann – Leben in der kanadischen Wildnis
    Roger und Chantal Achermann haben 2014 eine alte Lodge im kanadischen Norden von British Columbia gekauft. Mit viel Herzblut und schweisstreibender Arbeit, haben die beiden fern ab der Zivilisation ihr eigenes Paradies umgeben von Wildnis erschaffen.
    Seit acht Jahren leben Chantal und Roger Achermann inmitten der kanadischen Wildnis. Im Norden von British Columbia besitzen die Zürcher eine Gäste-Lodge direkt am Tchentlo Lake. Nachbarn gibt es hier nicht, sagt Chantal Achermann: «Wir sind die Einzigen weit und breit!» Ihren Traum vom Haus am See, mussten sie sich hart erarbeiten: «Die Lodge wurde 1992 gebaut und war in einem schlimmen Zustand. Die ersten zwei Jahre verbrachten wir die Sommermonate mit Renovierungsarbeiten.» Auch das Land musste gerodet werden, um überhaupt eine Zufahrtsstrasse durch den Wald zu schaffen. Anfangs war die Lodge sogar nur per Boot erreichbar. Der erste Winter war hart, erinnert sich Chantal: «Wir dachten wir sind gut vorbereitet. Aber die Wasserleitungen waren gefroren und wir hatten trotz Isolation Minustemperaturen im Haus. Es war ein lehrreicher Winter!» Heute haben es ihre Gäste gemütlich warm. Die Gäste-Lodge am Tchentlo Lake ist sehr beliebt. Chantal und Roger Achermann bekommen nicht nur Besuch aus Europa, sondern auch viele Kanadier, welche in den umliegenden Wäldern oder Mienen arbeiten, schätzen die Gastgeber.
    Zwei Stunden Fahrt zum Briefkasten
    Der nächste Nachbar wohnt rund 100 Kilometer weit entfernt, sagt Chantal Achermann: «Unser Postfach befindet sich zwei Autostunden von uns entfernt.» Zum Grosseinkauf fährt man über vier Stunden nach Prince George. Und im Winter muss das Paar auf der 10 Kilometer lange Zufahrtsstrasse den Schnee selber räumen. Ein Paradies in der Abgeschiedenheit, wo sich nicht nur Fuchs und Hase gute Nacht sagen: «Hier begegnet man Bären, Kojoten, Wölfen oder Elchen.»
    38 min
  • Sacha und Brigitte Kunz – Glücklich an der Nordseeküste
    Viele Jahre führten Sacha und Brigitte Kunz ihre eigene Imbissbude beim Kutterhafen von Dorum-Neufeld an der Nordseeküste. Aus gesundheitlichen Gründen musste Sacha Kunz jedoch seinen Küsten-Imbiss schweren Herzens aufgeben. Doch er hat schon wieder neue Pläne.
    Familie Kunz lebt in der kleinen und beschaulichen Ortschaft Dorum an der Nordsee. Der Norden von Deutschland, hat ihnen schon immer gefallen, sagt Sacha Kunz: «Wir haben viele Jahre Ferien an der Nordseeküste verbracht und haben uns in die Gegend verliebt. Die traumhafte Landschaft, die Leute und die frische Luft sind einmalig. Wir wussten, da gehören wir hin!» 2019 machte Familie Kunz ihren Traum wahr und wanderte von Läufelfingen (BL) an die Nordsee aus. Sie eröffneten ihren eigenen Küsten-Imbiss auf der Hafenplattform in Dorum-Neufeld und verkauften Currywurst mit Pommes mit Blick aufs Meer. Die Urlauber und Einheimischen standen nicht nur wegen den leckeren Würsten Schlange, sondern auch wegen der herzlichen Gastfreundlichkeit der Schweizer: «Wir mögen es mit Leuten zu schwatzen, auch wenn die Arbeit schweisstreibend war.» Sacha Kunz musste aus gesundheitlichen Gründen seinen Imbiss letztes Jahr abgeben. Doch das hält ihn nicht davon ab, neue Pläne zu schmieden.
    «Wir sehen uns Morgen in aller Frische!»
    Unter diesem Motto führten Sacha und Brigitte Kunz sechs Jahre lang erfolgreich ihren Küsten-Imbiss in der Nähe des Kutterhafens Dorum-Neufeld. «In aller Frische» zeigt sich Sacha Kunz nun mit seinem Mini-Imbisswagen auf vier Rädern. Eine Attraktion in der Gegend. Regelmässig wird er für kleinere und grössere Anlässe gebucht: «Man kann mich mieten zum Beispiel für Geburtstage.»
    38 min
  • Eugen Rothen: «Mauritius ist das grüne Paradies des Oezans»
    Christina und Eugen Rothen leben auf Mauritius. Nach einem Urlaub waren sie begeistert von der tropischen Trauminsel, sagt Eugen Rothen: «Mauritius ging uns nicht mehr aus dem Kopf und wir sagten uns, warum leben wir unseren Ruhestand nicht hier!»
    Der Berner Eugen Rothen, war vor seiner Pensionierung Finanz- und Steuerexperte für Schweizer Firmen im Ausland. Durch seine vielen Reisen entdeckte er seine Reisefreudigkeit: «Es ist mein Lebenselixier.» Mit seiner Frau Christina machte er 2019 Ferien auf Mauritius. Die beiden waren fasziniert von der atemberaubenden Natur. Kurzerhand beschlossen sie, ihren Ruhestand für mehrere Monate auf der tropischen Insel zu geniessen. Mit dem Ziel, nach paar Monaten weiter zu reisen, sagt Eugen Rothen: «Doch die Pandemie machte uns einen Strich durch die Rechnung. Also blieben wir auf Mauritius.» Die Insel im indischen Ozean ist eine Traumdestination für Touristen aus aller Welt. Paradiesische Strände, Berge, die kulturelle Vielfalt und das ganze Jahr durch herrscht ein angenehmes Klima. Es wird das grüne Paradies im indischen Ozean genannt. Christina und Eugen leben in Black River, einem kleinen Ort auf der Westseite der Insel. Einst war es ein kleines kreolisches Fischerdorf, heute ist es ein schmucker Ort mit vielen Wochenend- und Ferienhäusern.
    «On the Road again»
    Mehr als drei Jahre leben Christina und Eugen Rothen nun schon auf Mauritius. Auch, wenn es dort tropisch, friedlich und paradiesisch ist, gehen die beiden bald auf Entdeckungsreise um die Welt, sagt Eugen Rothen: «Wir haben uns ein Round the World Ticket gekauft und reisen um den Globus. Wir brauchen die Abwechslung.»
    40 min
  • Daniel und Pablo – Stolze Inselbesitzer im Delta von Tigre
    Daniel Hartmeier wohnt mit seinem Partner Pablo an einem aussergewöhnlichen Ort. Die beiden leben auf einer Flussinsel im Delta von Tigre in Argentinien. Ihr Anwesen ist nur mit dem Boot erreichbar. Dort vermieten sie Ferienhäuser an Urlauber aus Buenos Aires und Touristen aus der ganzen Welt.
    Daniel Hartmeier aus Kriens (LU) wanderte vor 27 Jahren nach Argentinien aus. Die erste Zeit lebte er in Buenos Aires, verliebte sich in die argentinische Tangokultur und unterrichtete an einer Fashion Design Schule: «Ich hatte meinen Einmannbetrieb und stellte Schnittmuster für die Textilindustrie her.» Heute lebt er zusammen mit Partner Pablo seinen Traum. Die beiden kauften vor fünfzehn Jahren ein grosses Stück Land auf einer der Flussinseln im Delta und vermieten Wochenend- und Ferienhäuser an Touristen: «Es ist unser Paradies, wir haben sehr viel Herzblut reingesteckt.» Das Delta ist ein beliebtes Naherholungsgebiet unweit von Buenos Aires: «Das Delta ist nur wenige Kilometer von Buenos Aires entfernt. Viele kommen hierher, um sich vom stressigen Stadtleben zu erholen.» Daneben ist Daniel Hartmeier Übersetzer für englisch und deutsch bei internationalen Übersetzungsagenturen in Europa und den USA.
    «Das ursprüngliche Haus war ein verbotenes Liebenest»
    Als Daniel Hartmeier und sein Partner Pablo die Flussinseln kauften, stand da nur ein verlottertes und unbewohnbares Haus. Trotzdem hat es eine grosse Geschichte, sagt Daniel Hartmeier: «Es gehörte einst einem argentinischen Parfümhersteller, der es für seine französische Geliebte gebaut hat!»
    45 min
  • Paul Willi – Schaut auf ein bewegtes Leben zurück
    Der 84-jährige Paul Willi blickt auf eine grosse Karriere zurück. Der einstige Herren- und Damen Coiffeur aus Biberist (SO) schaffte in Australien den Sprung zum angesehenen Fach-Experten für Haarpflegeprodukte des grössten Kosmetik-herstellers der Welt.
    Als gelernter Herren- und Damen Coiffeur wählte Paul Willi meist die schlechten Stelleninserate aus: «Ich hatte als junger Mann wenig Selbstvertrauen, so begann meine Karriere in einem kleinen Herrensalon in Bettlach.» Auf Drängen seiner Schwester und des Schwagers, besuchte er dann doch eine Coiffeur Fachschule in Luzern. Es war das Sprungbrett in die grosse Welt. 1968 reiste Paul Wili nach London, um in einem Herrensalon sein Können unter Beweis zu stellen: «Ich konnte kein Wort englisch und sagte dann immer «Long or Short Hair» zu den Kunden.» Paul Willi war fasziniert vom Londoner Lebensstil. Einmal begegnete er sogar den Beatles: «Sie liefen an mir vorbei!» In London lernte er später auch seine australische Frau Brenda kennen. Die beiden wanderten Anfang der 1970er Jahre nach Australien aus und gründeten eine Familie: «Die erste Zeit lebten wir in einem kleinen Haus mit Blechdach in Newcastle. Das war am Anfang ein Kulturschock.» Im Ort, fand Paul Willi Arbeit in einem kleinen Damensalon: «Als Mann war es damals schwierig in Australien eine Arbeit als Coiffeur zu finden. Zumal die Männer mehr verdienten als Frauen.» Ein Vertreter von Pflegeprodukten wurde auf den Schweizer aufmerksam und Paul Willi wurde schon bald ebenso Vertreter von Haarprodukten für einen der heute grössten Kosmetikkonzerne der Welt. Als Fachexperte machte er sich rasch einen Namen und war für ganz Australien verantwortlich. Bis zu seiner Pensionierung bereiste er mit seiner Familie die Welt: «Wir lebten in Neuseeland, Tahiti, in Bombay, Paris oder Wien.» Heute nimmt es Paul Willi gemütlich. Mit seiner Frau Brenda besitzen sie ein schmuckes Haus in Elanora an der Gold Coast von Queensland.
    «Elanora ist ein fantastischer Ort zum Leben»
    Das Haus von Paul und Brenda Willi liegt direkt an einem See: «Wir gehen oft mit dem Kajak raus, gehen regelmässig schwimmen und geniessen ein feines Frühstück auf der Veranda.» Im Herzen, sagt Paul Willi, sei er bis heute ein Schweizer: «Die Schweiz wird immer meine Heimat sein!» Regelmässig studiert er gar die Webcams: «Ob Zürich, St. Moritz oder Genf, ich weiss immer, wie die Stimmung in der Schweiz ist.»
    38 min

About Die fünfte Schweiz

From the publisher's feed

Über 800'000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer haben ihren festen Wohnsitz im Ausland. Sie leben in über 65 Ländern.

More shows like Die fünfte Schweiz

Echo der Zeit by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Echo der Zeit

98 Listeners

Tagesgespräch by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Tagesgespräch

16 Listeners

HeuteMorgen by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

HeuteMorgen

11 Listeners

Input by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Input

21 Listeners

Persönlich by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Persönlich

11 Listeners

Focus by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Focus

12 Listeners

Hörspiel by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Hörspiel

10 Listeners

International by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

International

21 Listeners

Espresso by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Espresso

6 Listeners

Geschichte by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Geschichte

10 Listeners

Kafi am Freitag by Kafi Freitag, Judith Wernli

Kafi am Freitag

1 Listeners

Krimi by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Krimi

16 Listeners

mal ehrlich by Andrea Jansen & Michèle Widmer

mal ehrlich

5 Listeners

News Plus – das Thema des Tages in 15 Minuten by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

News Plus – das Thema des Tages in 15 Minuten

16 Listeners

NZZ Akzent by NZZ

NZZ Akzent

32 Listeners

Sternstunde Philosophie by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sternstunde Philosophie

33 Listeners

Apropos – der tägliche Podcast by Tamedia

Apropos – der tägliche Podcast

24 Listeners

Sternstunde Philosophie: Zimmer 42 - mit Barbara Bleisch by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sternstunde Philosophie: Zimmer 42 - mit Barbara Bleisch

21 Listeners