Die fünfte Schweiz

Die fünfte Schweiz

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Die fünfte Schweiz episodes

  • Urlaub wurde Heimat – Pia und Martin auf Teneriffa
    Die Bernerin Pia Wyssmann ist vor sechs Jahren mit ihrem Mann Martin nach Teneriffa ausgewandert. Das Paar lebt in Buen Paso, einem kleinen Ort im grünen Norden der grössten Kanarischen Insel Spaniens: «Dank des milden Klimas fühle ich mich endlich wieder wohl.»
    Pia Wyssmann lebt mit ihrem Mann in Buen Paso, einem kleinen Ort im Norden Teneriffas. Der Grund für die Auswanderung war das milde Klima der Kanareninsel. Eine Wohltat für Pia, die an Rheuma leidet. Seit dem Umzug geht es ihr gesundheitlich deutlich besser. Das Paar hat sich ein bescheidenes, aber glückliches Leben aufgebaut. Mit zwei Hunden und sechs Katzen, die sie liebevoll aufgepäppelt haben. Die Einheimischen begegnen ihnen mit Offenheit und Herzlichkeit.
    Ein Zuhause unter Palmen
    In Buen Paso haben sich Pia und Martin ihren Traum verwirklicht. Sie besitzen ein Haus mit Pool und Garten ganz in der Nähe des Meeres. Es ist viel Arbeit aber auch viel Freude an der Natur, sagt Pia Wyssmann: «Hier kann man sich so richtig austoben.» Für Gäste haben sie ein kleines Studio eingerichtet: «Die Leute kommen immer sehr gerne zu uns, weil es eine Oase der Ruhe ist.»
    43 min
  • Peter Hostettler – Haucht einer Alp im Piemont neues Leben ein
    Peter Hostettler lebt seit Anfang Jahr im äussersten Norden von Piemont, nahe der Schweizer Grenze. 2016 kaufte der Berner historische Steinhäuser auf der verlassenen Alp Vegliana in der Walsergemeinde Rimella. Mit dem Ziel, dem Ort wieder neues Leben einzuhauchen.
    Mitten im wilden Herzen des Piemont, wo die Walser Kultur auf italienische Berglandschaft trifft, schreibt Peter Hostettler ein modernes Kapitel alpiner Wiederbelebung. Seit 2016 widmet sich der Berner mit Leidenschaft der verlassenen Alp Vegliana in der Gemeinde Rimella. Einem Ort, den die Zeit beinahe vergessen hatte: «Ich war schon immer fasziniert von der Gegend und den geschichtsträchtigen Steinhäusern aus vergangenen Zeiten.» Eigentlich wollte der 67-Jährige nur ein Haus erwerben. Mittlerweile sind es ganze sieben und zehn Hektaren Land: «Zwei davon sind schon bewohnbar und liebevoll restauriert.»
    Winterresidenz Calliano Monferrato
    Nach Jahren des Pendelns hat Peter Hostettler im Januar endgültig den Schritt gewagt. Er verkaufte sein Haus in Frutigen (BE) und verlegte seinen Lebensmittelpunkt ins malerische Calliano Monferrato in der Provinz Asti, nur zwei Stunden von Rimella und Gondo (VS) entfernt. Dort lebt er inmitten von Weinreben und Kornfeldern: «Es ist ein bezaubernder Ort und die Einheimischen haben mich mit offenen Armen empfangen!»
    44 min
  • Silvia Breda Stocco: «Ericeira war Liebe auf den ersten Blick!»
    Die Innerschweizerin Silvia Breda und ihr brasilianischer Mann Leandro leben mit den Töchtern Luana und Maya im portugiesischen Ericeira. Das kleine Fischerdorf ist ein bekanntes Surferparadies. Leandro baut nachhaltige Surfbretter aus Holz. Silvia ist erfolgreiche Influencerin für junge Mütter.
    Silvia Breda Stocco aus Lauerz (SZ) entdeckte ihre Leidenschaft fürs Surfen auf einer Reise quer durch Australien. Beim Surfen lernte sie ihren brasilianischen Mann Leandro kennen. Die beiden kamen zurück in die Schweiz und führten viele Jahre eine Badi in der Innerschweiz. Nach der Saison gings mit dem Bus auf Reisen quer durch Europa: «Wir entdeckten Ericeira. Es war Liebe auf den ersten Blick!» Der Traum wurde wahr. Seit fünf Jahren lebt die Familie im beschaulichen Fischerdorf im Nordwesten Portugals. Ein Leben ohne Meer sei kaum noch vorstellbar, sagt Silvia Breda Stocco: «Wir verbringen mit unseren Töchtern viel Zeit am Strand. Wenn immer möglich, stehen wir auf dem Surfbrett und reiten die Wellen!» Das Paar hat ein Stück Land gekauft und baut ein Haus am Meer.
    Influencerin für junge Mütter
    Silvia Breda Stocco ist eine erfolgreiche Influencerin. Sie zeigt jungen Müttern, wie man trotz stressigem Familienalltag die innere Ruhe findet: «Mit ausgewogener Ernährung und vor allem Zeit für sich, kann man ohne viel Aufwand entschleunigen.»
    39 min
  • Wo Träume Wurzeln schlagen – Ein neues Leben in Nordpatagonien
    Petra Lemaître war früher Finanzleiterin von internationalen Firmen. Ihre Karriere tauschte sie gegen ein Leben in der Natur Nordpatagoniens ein. Seit vier Jahren besitzt sie mit ihrem Partner Victor das Landgut «La Esperanza» in Corcovado Sur, nahe der chilenischen Grenze.
    Petra Lemaître entdeckte Patagonien, als sie sich 2016 eine berufliche Auszeit nahm. Sie reiste nach Südpatagonien in Argentinien und arbeitete als Tourenführerin für Reitausflüge auf einer Farm. Dort lernte sie ihren heutigen Partner Victor Hernandez kennen. Die beiden beschlossen ihr eigenes Landgut im Norden zu betreiben. Heute sind sie stolze Besitzer des Anwesens «La Esperanza» in Corcovado Sur, in der Provinz Chubut, am Fusse der Bergkette der Anden: «Es ist ein Traumort inmitten der wilden Natur Argentiniens!» Mit viel Herzblut haben sie das Anwesen renoviert und eingerichtet. Neben dem grossen Garten tummeln sich Pferde, Kühe, Schafe und Hühner auf den Weiden: «Die Aufräumarbeiten waren immens. Neben den Häusern mussten wir auch die Zäune, die Scheunen und den Garten neu anlegen.» Für Gäste organisiert das Paar Reit- und Wanderausflüge in der Region: «Man kann aber auch gemütliche Spaziergänge unternehmen und es hat schöne Badestellen am Fluss.»
    Hündin «Australia» bewacht die Schafe
    Rund 200 Schafe weiden auf dem Grundstück von Petra und Victor. Ein Leckerbissen für Pumas und Füchse, sagt Petra Lemaître: «Wenn die Pumas Junge haben, dann bringen sie ihnen auf der Schafweide das Jagen bei.» Darum ist Wachhündin «Australia» rund um die Uhr im Einsatz: «Seit wir sie haben, wurden viel weniger Schafe gerissen.»
    46 min
  • Aus dem Aargau nach Australien – Monika Cowells Lebensreise
    Monika Cowell lebt seit 30 Jahren im Süden von Fremantle, ein Vorort von Perth in Westaustralien. Mit ihrem Mann führt sie eine Hautkrebsklinik: «Hautkrebs ist ein grosses Problem in Australien, da das Klima nicht für helle Hauttypen geeignet ist.» Kennen gelernt haben sich die beiden im «Outback».
    Früher arbeitete Monika Cowell aus Riniken (AG) beim Rettungsdienst. Ihr grösster Traum war es, irgendeinmal beim «Royal Flying Doctor Service» in Australien dabei sein zu dürfen. Die gemeinnützige Organisation ist bekannt als «Fliegende Ärzte», die medizinische Hilfe bis in die entlegensten Gebieten Australiens sicherstellt. Ihren australischen Mann Lester hat sie dort im Outback kennengelernt: «Lester ist Arzt und war damals dort stationiert.» Zunächst war es eine Fernbeziehung: «Am Ende war die Telefonrechnung jedoch derart hoch, dass ich kurzerhand beschloss, zu ihm nach Australien auszuwandern!» Heute sind die beiden stolze Eltern von drei erwachsenen Söhnen und haben eine Hautkrebs Praxis im Süden von Fremantle.
    «Unsere Hautkrebsklinik wird regelrecht überrannt»
    Seit Jahren betreiben Monika und Lester Cowell eine Hautkrebsklinik. Hautkrebs ist ein grosses Problem in Australien: «Viele unterschätzen die starke UV-Strahlung in Australien.» Mehrmals im Jahr arbeitet das Paar freiwillig in abgelegenen Regionen Westaustraliens, wo medizinische Hilfe schwer zugänglich ist. Mit einem speziell ausgestatteten Bus fahren sie in abgelegene Gebiete und untersuchen die Leute: «Ich liebe diese Einsätze über alles. Sie bringen mich an Orte, die ich sonst nie gesehen hätte, und zu inspirierenden Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung.»
    36 min
  • Sonja Troxler – Zwischen grünen Wiesen und dänischer Gelassenheit
    Sonja Troxler kam einst als Volontärin auf eine Farm in Ydby, Nordjütland und blieb. Die 41-Jährige verliebte sich in die raue Schönheit Dänemarks, in die Menschen und das einfache Leben. Aus einem spontanen Abenteuer wurde ein fester Platz im Alltag zwischen Fjord, Kuhweide und Dorfgemeinschaft.
    Sonja Troxler aus Strengelbach (AG) arbeitete früher an der Kunstschule und später als Schuhmacherin für orthopädische Schuhe. Doch sie sehnte sich nach Veränderung: «Ich wollte mehr in die Natur, mehr Handarbeit, mehr Eigenständigkeit». Heute lebt sie in Ydby, Nordjütland und arbeitet auf einer Farm. Sie pflegt den grossen Garten samt Kartoffelacker, reinigt Ferienwohnungen für die Gäste und bringt Farbe an die Wände, wenn etwas gestrichen werden muss: «Ich liebe die Abwechslung. Jeder Tag ist anders.» Neben ihrer Arbeit auf der Farm zieht Sonja Troxler ihre eigenen Biosprossen wie Microgreens, trocknet Kräuter für Tee und gestaltet handgedruckte Karten: «Ich möchte meine eigenen Produkte anbieten in einem Verkaufsstand.» Ein kleines «Hoflädeli», wie man in der Schweiz sagt.
    «Dänisch zu sprechen, macht vieles leichter»
    Sonja Troxler besucht zweimal pro Woche die Sprachschule im Ort: «Es ist sehr wichtig, die Sprache zu verstehen, um mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen.» Inzwischen hat sie Freundschaften geknüpft und fühlt sich angekommen in Ydby.
    39 min
  • Mia will Meer – Mit Rückenwind auf Kurs
    Die 12-jährige Mia Eberhard Mateu lebt mit ihrer Familie in der spanischen Millionenmetropole Barcelona. Segeln ist ihre grosse Leidenschaft. Von klein auf verbringt sie unzählige Stunden auf dem Wasser. Ihr Traum ist es, zur Weltspitze im Segeln zu gehören.
    Das Segeln ist längst mehr als nur ein Hobby. Mit gerade einmal zwölf Jahren mischt Mia Eberhard Mateu in der europäischen Nachwuchs-Segelszene bereits ganz vorne mit. Die junge Auslandschweizerin aus Barcelona hat sich für die Optimist-Europameisterschaft 2025 qualifiziert und verfolgt ein klares Ziel: «Ich möchte eines Tages im Schweizer Trikot bei den Olympischen Spielen starten.» Mia hat Schweizer und spanische Wurzeln. Ihre Mutter Sandra Eberhard stammt ursprünglich aus Basel und wanderte vor 18 Jahren der Liebe wegen nach Barcelona aus. Heute steht sie ihrer Tochter mit Rat, Tat und ganz viel Herz zur Seite: «Gemeinsam als Familie tragen wir Mias Traum auf Kurs. Wir unterstützen sie, wo wir können!» Der kleine Bruder Loris tritt auch schon in die Fussstapfen seiner grossen Schwester. Das Segel-Gen scheint in der Familie fest verankert.
    Aufwendige Sportart
    Der Segelsport verlangt nicht nur hartes Training, sondern auch erhebliche finanzielle Mittel. Für Material, Ausrüstung und Regattateilnahmen. Mutter Sandra Eberhard Mateu arbeitet als Pflegefachfrau in einem Spital von Barcelona. Daneben hat sie ihre eigene Praxis für Traditionelle chinesische Medizin: «Ohne Sponsoren und Unterstützung aus der Familie, wäre der Segelsport nicht möglich. Aber uns ist es wichtig, dass Mia ihren Traum verwirklichen kann.»
    49 min
  • Rolf Siegrist – Vom Marketingmanager zum Hotelier im Kloster
    Der Zürcher Rolf Siegrist lebt seinen Traum an Irlands wilder Küste. In der kleinen Ortschaft Ballycastle, der Grafschaft Mayo, kaufte er vor zwei Jahren ein geschichtsträchtiges Hotel direkt am Meer. Früher war es ein Nonnenkloster.
    Rolf Siegrist hat das Rampenlicht der Eventbranche gegen die raue Schönheit Irlands eingetauscht. Ballycastle heisst die Ortschaft und liegt im äussersten Nordwesten Irlands, in der Grafschaft Mayo. Dort führt der 52-Jährige ein charmantes Hotel. Das historische Gebäude diente einst als Nonnenkloster. Heute lädt es Gäste ein, inmitten der stillen Magie vergangener Zeiten und der atemberaubenden Natur Irlands neue Kraft zu tanken. Was treibt einen Grossstadtmenschen in die Abgeschiedenheit der irischen Küste? Er habe eine Veränderung im Leben gebraucht, sagt Rolf Siegrist: «Dieses Hotel hat mich gerufen und ich bin geblieben!»
    Die längste Küstenstrasse der Welt
    Das Hotel von Rolf Siegrist liegt am berühmten Wild Atlantic Way, einer der spektakulärsten Küstenstrassen Europas: «Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick auf den Atlantischen Ozean.»
    36 min
  • Christine Bendel kümmert sich um wilde Katzen in West New York
    Christine Bendel lebt mit ihrer Frau in West New York, einem Vorort der US-Metropole. Die beiden engagieren sich seit vielen Jahren mit Herzblut für herrenlose Katzen.
    Christine Bendel und ihre Lebenspartnerin sind 2002 nach West New York ausgewandert. Viele Jahre war Christine als Beraterin für den Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) tätig – dem weltweit grössten Fonds zur Finanzierung von Bevölkerungsprogrammen. Bis zu ihrer Pensionierung arbeitete sie im Hauptquartier des UN-Sekretariats in New York City. Heute engagiert sich Christine Bendel vor allem für streunende Katzen.
    «Sobald ein herziges Büsi heranwächst, setzt man es aus!»
    In West New York gibt es unzählige verwilderte Katzen: «Das Problem ist, viele Leute besorgen sich ein kleines, süsses Kätzchen, und wenn es herangewachsen ist, haben sie kein Interesse mehr und setzen es aus!»
    Christine Bendel und ihre Partnerin fangen die Tiere ein und lassen sie sterilisieren: «Das Problem ist, dass sie sich rasch vermehren. So tragen wir zur Eindämmung der Population bei.»
    39 min
  • Ueli und Susanne Meierhofer – Ruhestand unter Palmen in Sri Lanka
    Susanne und Ulrich Meierhofer entdeckten vor über 20 Jahren Sri Lanka und verliebten sich in das Land und die Kultur. Heute lebt das Paar ihren Ruhestand nicht in der Schweiz, sondern hauptsächlich in Payagala, direkt an der Südwestküste.
    Seit fünfzehn Jahren im Ruhestand, haben Ulrich und Susanne Meierhofer aus Thunstetten (BE) ihre Vision vom Lebensabend konsequent verwirklicht – fernab von Routinen, dafür nah am Meer. Anstatt irgendeinmal in einem Altersheim in der Schweiz zu residieren, geniessen sie ihr Leben an der Südwestküste Sri Lankas. In Payagala haben sie sich eine kleine Oase der Ruhe geschaffen, sagt Susanne Meierhofer: «Dank unserem einheimischen Freund, konnten wir vor paar Jahren unsere Alterswohnung bauen.» Daneben vermieten die beiden auch Gästezimmer. Das Haus mit viel Umschwung liegt direkt am Meer. Sich in Sri Lanka zu integrieren, sei sehr wichtig, sagt Ulrich Meierhofer: «Die Menschen sind sehr offen und wir helfen uns gegenseitig. Wir sind wie eine grosse Familie.»
    «Stillsitzen ist nicht unser Ding!»
    Die meiste Zeit des Jahres verbringen Ulrich und Susanne Meierhofer in Sri Lanka. Momentan ist Monsunzeit, da weilt das Paar jeweils in der Schweiz. Doch stillsitzen, können sie nie, sagt Susanne Meierhofer: «Uns hat das Reisefieber schon immer gepackt!» Wenn die beiden in Europa weilen, dann geht es seit vielen Jahren regelmässig mit dem Camper nach Kroatien.
    39 min

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