ERF Plus - Anstoß

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ERF Plus - Anstoß episodes

  • Wie lange noch?
    Gedanken von Hans Wagner über den Bibeltext Psalm 13.

    Im September starten wir in unserem Radioprogramm auf ERF Plus mit einer neuen, kleinen Reihe. Sie trägt den Titel "Nachtlicht" und soll in jeder Nacht immer zur vollen Stunde allen, die keinen Schlaf finden, ein paar gute Impulse weitergeben. Meine Aufgabe war es, eine Auswahl aus den Psalmen zu treffen und Auszüge daraus aufzunehmen. Heute, ein paar Wochen nach Fertigstellung, begegnet mir ein Psalm erneut, diesmal als Bibeltext für diesen Tag: Psalm 13 mit seiner klagenden Frage an Gott: "Wie lange willst du mich noch vergessen?" Eine solche Frage als wohltuender Impuls für die Nacht? Ein Klagepsalm?

    Ja. Denn gerade das Klagen gehört oft zu den schlaflosen Nächten und kann vor Gott etwas Befreiendes haben. Warum hat er nicht eingegriffen? Warum hat er mich nicht bewahrt? Oder warum hat er mich versagen lassen, statt mich aufzuhalten? Mir nicht einfach eine Schranke oder eine Tür vor die Nase gehalten und gesagt: "Bis hier und nicht weiter!" Er hätte es doch gekonnt! In der Regel werde ich keine direkte Antwort auf diese Fragen bekommen, aber meine Klage bringt mich doch genau dorthin, wo immer wieder Trost, Heilung und ein Neuanfang möglich sind: zu Gott.

    Nicht immer ändert sich so schnell wie beim Psalmbeter die Stimmung – der kann nur drei Verse später Gott schon wieder loben. Manchmal vergehen viele schlaflose Nächte, bevor Vertrauen und Nähe sich zurückmelden. Und bevor mir wieder klar wird: Nein, Gott hat mich nicht vergessen. Er liebt mich.

    ►  Mehr zu den Psalmen

    Buchvideo: Psalmen

     

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    3 min
  • Die Gelegenheit
    Gedanken von Elke Drossmann über 1. Samuel 24,13

    Etwas mehr als 3.000 Jahre ist es her: Ausgerechnet die Höhle, in der sich der vogelfreie David vor König Saul versteckt hält, betritt Saul. Er nutzt sie als WC. David´s Leute raten David: Das ist die Gelegenheit. Töte deinen Erzfeind und du wirst König. – David überlegt: Sollte das Gottes Weg sein, wie er offiziell König wird? Nein! David schneidet Saul nicht die Kehle durch, aber einen Denkzettel will er ihm schon verpassen. So trennt er ein Stück von dessen Mantel ab.

    David wartet, bis Saul wieder draußen ist. Als der Abstand groß genug ist, präsentiert David den Stofflappen. Ausgerechnet!, denkt Saul. David fasst die Lage vor allen so zusammen: „Der Herr soll zwischen dir und mir entscheiden! Er selbst soll dich dafür strafen, was du mir antust. Ich aber werde mich nicht an dir vergreifen.“ (1. Samuel 24,13)

    Für David ist klar: Gott zeigt sich hier als Herr der Lage. David ist bedroht, doch ihm passiert nichts. Auch Saul ist in der Höhle in Lebensgefahr, doch auch er kommt mit dem Leben davon. Gott ist der Herr des Gerichts. Gott wird zu seiner Zeit Saul zur Rechenschaft ziehen. David nimmt das Gericht nicht selbst in die Hand, sondern überlässt es Gott.

    Und ich? Wie oft denke ich: „Geschieht dir Recht. Am liebsten würde ich…“ -  Wenn sich solche Gedanken in mir breit machen, will ich an David denken und wie er sagen: „Der Herr soll entscheiden. Ich werde mich nicht an dir vergreifen.“

    ► Mehr zu 1. Samuel:

    Buchvideo: 1. Samuel

     

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    Autor: Elke Drossmann

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    3 min
  • Wissen oder Kennen?
    Gedanken von Wolf-Dieter Kretschmer über Hiob 42,5

    In der deutschen Sprache gibt es einen feinen Unterschied zwischen Wissen und Kennen. Wenn ich etwas weiß oder von jemandem etwas weiß, dann ist das etwas völlig anderes, als wenn ich jemanden kenne.

    Jemanden oder etwas kennen heißt: ich bin mit einer Person oder einem Sachverhalt vertraut. Ich habe eine persönliche Beziehung. Hingegen ist Wissen abstrakt.

    Beim christlichen Glauben ist das ähnlich. Ich kann mich in der Bibel auskennen und viel über Gott wissen, ohne dass ich ihn kenne. Das Wirken und die Lehren Jesu mögen mir sachlich bekannt sein. Aber ohne die persönliche Ebene fehlt Entscheidendes.

    Ein schönes Beispiel lese ich in der Bibel. Dort wird das Bekenntnis eines Mannes überliefert, der Schweres hat erleben müssen. Die Rede ist von Hiob.

    Harte Schicksalsschläge haben ihm zugesetzt. Hiobs Glaube wurde bis aufs Äußerste herausgefordert. Am Ende seines Leidenswegs begegnet ihm Gott in einem Sturm. Was Gott zu sagen hat, hinterlässt bei Hiob tiefe Spuren und veranlasst ihn zu einem denkwürdigen Satz:

    Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen. Hiob 42, Vers 5

    Es ist, als ob jemand in einem dunklen Raum ein Licht eingeschaltet hat. Plötzlich sieht Hiob klar. Und das verändert alles.

    Gestatten Sie mir die Frage: Wie ist das bei Ihnen? Ähnelt Ihr Glaube dem, was Hiob mit Hörensagen umschrieben hat, oder gründet er sich auf einer persönlichen Beziehung zu Gott? 

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    Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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    3 min
  • Geh mit Gottes Segen!
    Gedanken von Sonja Kilian über Josua 22,5

    In den letzten Wochen habe ich ein paar Karten geschrieben – für Menschen, bei denen ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Dabei ist mir immer wichtig, ausführliche oder passende Worte für meine Segenswünsche zu formulieren.

    So scheint es auch Josua zu gehen, dem Nachfolger von Mose, der das Volk Israel aus ägyptischer Gefangenschaft in die Freiheit geführt hat. Er hält eine kurze Ansprache für einige Stämme seines Volks. Sie haben erfolgreich gekämpft und einen anstrengenden Auftrag erfüllt. Jetzt dürfen sie zurück nach Hause gehen. In Josua 22,5 ist nachzulesen, welche Worte Josua bei dieser Gelegenheit an die Israeliten richtet: „Achtet sorgfältig darauf, dass ihr auch weiterhin alle Gebote und das Gesetz haltet, das Mose, der Diener des Herrn, euch gegeben hat. Liebt den Herrn, euren Gott, handelt nach seinem Willen, gehorcht seinen Geboten, haltet euch an ihn und dient ihm von ganzem Herzen und ganzer Seele.“

    Danach segnet Josua seine Landsleute und entlässt sie in den Alltag. Er wünscht nicht einfach nur „Alles Gute“, sondern erklärt auch, was dafür zu tun ist: zum Beispiel Gott lieben und nach seinem Willen handeln. Josua gibt also viele konkrete Hinweise darauf, wie das Leben gelingen kann. Seine Worte sind keine leeren Floskeln, sondern Wegweiser.

    Josuas Formulierungen machen außerdem deutlich: Gottes Segen kommt nicht unpersönlich wie eine Botschaft im Glückskeks daher. Stattdessen geht es um eine Beziehung zwischen Gott und mir. Zusammengefasst könnte man sagen: Sich Richtung Gott bewegen, bringt Glück und Segen.

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    Autor: Sonja Kilian

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    3 min
  • Wahrheit ja - aber bitte mit Takt
    Gedanken von Oliver Jeske über Hiob 5,8-9

    Wahrheitsliebe und Ehrlichkeit sind hohe Tugenden – das gerät in der Gegenwart gern mal aus dem Blick. Viele Menschen wollen nur den Teil der Wahrheit gelten lassen, der ihnen gerade schmeckt. Doch Wahrheit ist und bleibt ein hohes Gut.

    Und natürlich: Gleichzeitig darf die Liebe beim Sagen der Wahrheit nicht auf der Strecke bleiben. Ich kann die Wahrheit nicht einfach jemandem so um die Ohren schlagen. Es geht um Takt, um Rücksichtnahme auf Gefühle. Es geht darum, zum richtigen Zeitpunkt das helfende Wort zu finden.

    Ein nicht so gelungenes Beispiel dafür findet sich mitten in der Bibel im Buch Hiob. Hiob ist schwer krank und verzweifelt fast an seinem Schöpfer. Freunde besuchen ihn und halten eine Woche lang schweigend das Leid mit ihm zusammen aus. Doch irgendwann ergreift der Erste das Wort. Er sagt zu Hiob:

    „An deiner Stelle würde ich mich an Gott wenden, ich würde dem Höchsten meinen Fall vortragen – ihm, der große Dinge tut, die wir nicht verstehen, und viele Wunder, die wir nicht zählen können.“ (Hiob 5,8-9 – BasisBibel)

    Formal ist nichts falsch an diesem Ratschlag. Er klingt sogar fromm. Doch er kommt zur völlig falschen Zeit.

    Hiob reagiert darauf mit den Worten: „Will denn keiner meinen Kummer wiegen?“

    Anders ausgedrückt: Könnt ihr mich bitte erst einmal in meinem Leid ernst nehmen. Ich brauche keine noch so gutgemeinten Ratschläge. Ich brauche erstmal eure Empathie. Ich will mich verstanden fühlen, so wie es mir gerade geht.

    Ja, wahre Worte zum richtigen Zeitpunkt anzubringen, ist eine Kunst. Das braucht Erfahrung und die richtige Herzenseinstellung. In dem Versuch, darin immer besser zu werden, steht Gott Ihnen und mir mit seinem Geist gerne zur Seite.

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    Autor: Oliver Jeske

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    3 min
  • Wie wir miteinander reden sollen
    Gedanken von Tobias Schier über die Bibelstelle Kolosser 4,6.

    Wenn einem die Pferde durchgehen, reagiert manch einer wie ein bissiger Hund, weil er glaubt, dass sein Schwein pfeift. Tierische Sprichwörter zum Thema „sauer sein“ gibt’s viele. Vielleicht, weil das jeder kennt und schon erlebt hat: Irgendetwas triggert mich, und ich sage Worte, die ich nicht so meine. Ich schreibe Kommentare, die ich bereue. Es gibt Situationen, in denen mir einfach die Geduld fehlt.

    Der Apostel Paulus schreibt an die Gemeinde in Kolossä folgenden Satz: „Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt; ihr sollt wissen, wie ihr jedem Einzelnen antworten sollt!“ (ELB)

    Das heißt zunächst: Meine Worte sollen erfüllt sein von der Gnade Gottes. Nein, ich muss nicht immer alles schönreden oder unangenehme Dinge verschweigen. Es bedeutet: Ich soll mit einem liebevollen Herzen reden und das Beste für den anderen suchen.

    Und dann schreibt Paulus: Meine Worte sollen „mit Salz gewürzt“ sein. Salz steht für Geschmack, für das, was eine Speise ausmacht. Das heißt:  Meine Sprache in Gnade soll trotzdem deutlich sein, ehrlich und mutig. Ich soll in Klarheit und Liebe zugleich sprechen.

    Und schließlich: „Ihr sollt wissen, wie ihr jedem Einzelnen antworten sollt.“ Jeder Mensch ist einzigartig – und verdient eine Antwort, die ihn wirklich meint. Dazu braucht es ein hörendes Herz, offene Augen, Zeit und Aufmerksamkeit. Gott kann mir für diese Antwort die richtigen Worte schenken.

    Ich wünsche mir, dass mir das immer öfter gelingt. Und Ihnen wünsche ich das ebenfalls.

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    Autor: Tobias Schier

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    3 min
  • Und der soll ein Mann Gottes sein?
    Gedanken von Mirjam Langenbach über die Bibelstelle Richter 16,31

    Wie Hollywoodfilme so sind: Der wiedererstarkte Held erkennt im finalen Kampf gegen die Bösen, dass er mit ihnen untergehen wird, aber nur so kann er sie besiegen. Also opfert er sich für die, die er beschützen will. Schon auf vielen großen Leinwänden gesehen - ich sag nur Iron Man, Boromir, Harry Stamper, James Bond oder Bing Bong ...

    Im Alten Testament steht die Geschichte von Simson. Ein Kraftprotz und Frauenheld, den seine eigenen Leute nicht ausstehen können. Und den letztlich eine seiner Liebschaften verrät und an die Feinde ausliefert. Er wird gefangengenommen, gefoltert und öffentlich gedemütigt.

    Und dann stirbt Simson den Heldentod: Er betet „Allmächtiger Herr, erinnere dich an mich. O Gott, gib mir noch ein einziges Mal Kraft!“ (Richter 16,28 NLB). Und so kann er in einer epischen Anstrengung (und weil ihm sein eigener Tod egal ist) die Feinde besiegen. Ganz am Schluss der Geschichte lese ich: „Simson war 20 Jahre lang Richter in Israel gewesen.“ (Richter 16,31 NLB).

    Auch dieser skandalträchtige Mann ist aufgelistet bei den Vorbildern des Glaubens, von denen man später in der Bibel liest (Hebräer 11,32). Ein Mann Gottes, 20 Jahre lang, durchgängig. Mit kleinem Glauben, ja. Und mit schlimmen Konsequenzen, die er für seine Fehlentscheidungen tragen musste.

    Ich glaube, Gott musste sich nicht an Simson erinnern. Simson musste das. Er hatte vergessen, zu wem er gehört. Gott erreichte sein Ziel - ob mit oder ohne ihn. Mögen mir und Ihnen Simsons Erinnerungslücken und sein schlimmes Schicksal erspart bleiben, weil wir die ganze Zeit über an Gott festhalten.

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    Autor: Miri Langenbach

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    3 min
  • Wahrheit kann wehtun
    Gedanken von Bernd Kortmann über die Bibelstelle Johannes 18,38.

    Wenn ich etwas nicht weiß, dann schnappe ich mir schnell mein Handy und durchforste das Internet. So versuche ich mir das fehlende Wissen anzueignen. Dabei kann man aber auch auf die Nase fallen, denn im Internet wird Vieles als richtig hingestellt, was tatsächlich falsch ist.

    Wahrheit ist in der medialen Welt mittlerweile zu einem ganz spannenden Begriff geworden. Da werden unterschiedliche und unvereinbare Meinungen, Theorien, Fakten und vieles mehr als wahr hingestellt. Doch es sind teilweise nur egoistische Ideen.

    Ich habe für mich festgestellt, dass Wahrheit wehtun kann. Sie ist ungefiltert, ehrlich und eben wahr. Sie will das Beste, daher lässt sie keinen unnötigen Schmuck zu.

    Bin ich unzufrieden mit meinen Erfolgen, liegt es an der Wahrheit, dass ich nicht genug investiere. Erlebe ich meinen Alltag nicht so fröhlich, wie ich erwartet habe, merke ich schnell: Ich gestalte ihn auch nicht so, damit er fröhlich wird.

    Es gibt eine Wahrheit, die gilt unabhängig von mir, von meinem Alltag oder von den vielen Theorien und Gedanken. Im Johannesevangelium im 18. Kapitel ist davon die Rede. Dort hat Jesus eine Unterredung mit Pontius Pilatus. Zum Ende des Gesprächs fragt Pilatus Jesus: „Was ist Wahrheit?“

    Pilatus war ein schlauer Mann, doch er hat nicht erkannt, dass Jesus die Wahrheit verkörpert. Und diese Wahrheit kann wehtun, wenn ich erkenne, dass Jesus etwas anderes von mir verlangt, als das, was ich gerade tue.

    Doch selbst dann, wenn die Wahrheit wehtut, bringt sie doch das Gute hervor. Ich bin deshalb dankbar, dass ich Jesus kenne - die Wahrheit in Person. Wer oder was ist für Sie wahr?  

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    Autor: Bernd Kortmann

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    3 min
  • Alles hat seine Zeit
    Gedanken von Susanne Thyroff über Prediger 3,1-2

    „Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit …“ Diese Worte stammen aus dem Buch Prediger, Kapitel 3, einer Sammlung von Lebensweisheiten aus dem Alten Testament. Und ich merke: Wie entscheidend ist es, zu erkennen, in welcher Zeit ich gerade lebe.

    Weinen und lachen, klagen und tanzen – mal ist es Zeit für das eine, mal für das andere. Das Leben verläuft in Phasen. Wenn ich verstehe, dass alles seine Zeit hat, kann ich besser mit den Hochs und Tiefs des Lebens umgehen.

    Denn das Leben bleibt nicht immer im Hoch – und auch nicht immer im Tief. Es gibt Gesetzmäßigkeiten. So wie sich Sommer und Winter abwechseln, Tag und Nacht, Saat und Ernte – so gibt es auch in meinem Leben Zeiten des Aufbruchs und Zeiten des Loslassens. Zeiten der Kraft – und Zeiten der Schwäche.

    Und: Ich kann nicht alles zugleich haben. Wenn ich kleine Kinder habe, ist das vielleicht nicht die Zeit für große Reisen. Wenn ich Eltern pflege oder selbst angeschlagen bin, ist das eher eine Zeit der Fürsorge füreinander. Wenn ich jung bin und Kraft habe, ist es vielleicht die Zeit, etwas aufzubauen.

    Welche Zeit ist gerade meine? Diese Frage kann mir helfen, meine Möglichkeiten und Grenzen besser einzuordnen – und das Gute der jeweiligen Zeit auch zu sehen. Die schönen Zeiten bewusst genießen. Und in den schweren Zeiten wissen: Auch sie werden vorübergehen. Die Nacht bleibt nicht ewig.

    Denn so ist das Leben unter dem Himmel. Es besteht aus Phasen. Und Gott kennt sie alle. Er weiß, wann ich geboren wurde – und wann ich sterben werde. Ich darf vertrauen: Alles hat seine Zeit, und sie steht in Gottes Händen.

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    Autor: Susanne Thyroff

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    3 min
  • Lobpreis vom Feinsten
    Gedanken von Annegret Schneider über Epheser 1,3-4.

    Angenommen, Sie schreiben einen Brief oder eine ausführliche E-Mail. Mit einer wichtigen Botschaft für Ihre Familie oder für gute Freunde. Wie beginnen Sie dieses Schreiben?

    Mit Daten, Fakten, Informationen, damit diese gleich im Bilde sind?

    Der Apostel Paulus hat viele Briefe geschrieben – wie gut, dass diese sprachlich ausgefeilt überliefert sind und nicht in fragmentarischen Sätzen oder Emojis bestehen. So eröffnet er beispielsweise den Brief an die Christen in Ephesus mit den Worten:

    „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus. Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten in der Liebe“ Epheser 1,3-4

    Wenn das mal kein starker Einstieg ist. Hier geht es gleich ums Ganze. Um das Lob Gottes, des Vaters. Paulus begründet sogar, warum er die Gemeinde in Ephesus auffordert, Gott zu loben. In der BasisBibel klingt diese Begründung so: „Wir gehören zu Christus. Weil wir zu ihm gehören, hat Gott uns bereits erwählt, bevor die Welt erschaffen wurde. Denn wir sollen heilig und makellos vor ihn treten können in der Liebe.“

    Damit ist alles gesagt: Geschwister, lobt Gott, denn ihr habt allen Grund dazu – und am besten tut ihr das, indem ihr so lebt, wie es ihm gefällt. Punkt. 

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    Autor: Annegret Schneider

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    3 min

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