ERF Plus - Anstoß

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ERF Plus - Anstoß episodes

  • Bedingungsloser Kredit
    Gedanken von Oliver Jeske zum Bibeltext Römer 5,8.

    Vor ein paar Jahren habe ich einen Kredit bei meiner Bank beantragt. Schnell ging das Ganze nicht. Ich musste Sicherheiten vorweisen. Das Geldinstitut wollte wissen: Kann der Herr Jeske aller Voraussicht nach Zinsen und Tilgungen auch wirklich zurückzahlen?

    Gott ist da anders. Er geht bei Menschen wie dir und mir bedingungslos in Vorleistung. Auch wenn er sich nicht sicher sein kann: Wird er jemals etwas von uns dafür zurückbekommen?

    Im Römerbrief, Kapitel 5, Vers 8 heißt es: „Gott beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist. Damals waren wir noch Sünder.“ (Römer 5,8 – BasisBibel)

    Der Apostel Paulus hat hier Menschen vor Augen, die bereits ein Leben in der Beziehung mit Gott führen. Er erinnert sie daran: Gott ist für euch in Vorleistung gegangen. In Jesus Christus ist er den Tod eines Schwerverbrechers am Kreuz gestorben. Damit hat er alles bezahlt, damit euch nichts mehr von Gott trennen muss.

    Ob ihr diesen Scheck einlöst, dass ist allerdings eine individuelle Entscheidung. Aber er wirbt um euch – viel einfühlsamer und persönlicher, als es je die Marketingabteilung einer Bank tun wird.

    Aktuell bezahle ich artig Monat für Monat meinen Kredit bei der Bank ab. Das ist einfach normal – eine typische Geschäftsbeziehung eben.

    Über Gottes bedingungslosen Kredit, den er mir gibt, kann ich nur immer wieder neu staunen.

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    Autor: Oliver Jeske

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    2 min
  • Nicht allein
    Gedanken von Tobias Schier zum Bibeltext Lukas 23,42-43

    „Denk an mich!“ Das sind Worte, die vor schwierigen Situationen gesprochen werden: Der Ehemann sagt sie zu seiner Frau vor der schweren OP. Die Tochter sagt sie dem Papa vor der Mathearbeit. Der Freund bittet die Freundin darum vor dem anstehenden Bewerbungsgespräch. In solchen Zeiten tut es gut zu wissen: Da ist jemand, der an mich denkt. Es geht um Situationen, die ich nur allein hinter mich bringen kann. Zeiten, in denen ich niemanden um mich habe, Momente, in denen ich Menschen zurücklassen muss.

    Denk an mich! Was genau hilft es, wenn ich weiß, dass jemand an mich denkt? Sicher, das Wissen darum kann mir Kraft geben, mich ermutigen und mich durchtragen.

    „Denk an mich!“ Diese Bitte spricht einer der beiden Verbrecher aus, die mit Jesus zusammen gekreuzigt wurden. Zwei Männer, ans Kreuz geschlagen, haben die einmalige Möglichkeit bekommen: Sie können ihr letztes Gespräch zu Lebzeiten mit Jesus führen.

    Der eine macht sich lustig über diesen Jesus. Der andere bittet den Sohn Gottes: „Denk an mich, wenn du in dein Reich kommst.“ Und Jesus übertrifft dessen kühnste Hoffnungen. Jesus denkt nicht nur an ihn, er verspricht ihm: „Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ Sie werden zusammen sein.

    Jesus ist niemand, der nur an mich denkt. Er geht mit mir und nimmt mich mit durch das Leben. Jesus spricht hier etwas aus, dass er genauso mir und Ihnen anbietet. Ich kann ihn heute bitten: Denk an mich! Ja, sogar: Geh mit mir!

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    Autor: Tobias Schier

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    3 min
  • Gutes tun ist besser als Schlechtes lassen
    Gedanken von Mirjam Langenbach zur Bibelstelle Matthäus 12,11.

    Gutes tun ist noch ein bisschen besser als Schlechtes lassen. Sonst droht so etwas wie „Gesetzlichkeit“, und die ist selten hilfreich fürs Zusammenleben. Ein Beispiel aus der Bibel: Jesus geht – wie es sich gehört – am Sabbat in die Synagoge. Da wird er aufmerksam auf einen Mann mit einer verkrüppelten Hand. What!?? Feiertags darf man nicht arbeiten! Er wird sich doch nicht etwa JETZT um die Hand dieses Mannes kümmern, das ist gegen die Regeln!

    Ist es gar nicht. Es gibt im jüdischen Recht das Prinzip „Pikuach Nefesch“, das erlaubt, die Sabbatgebote zu brechen, um Leben zu retten. Darauf weist Jesus die Gesetzestreuen hin, als er sagt: „Wenn ihr nur ein einziges Schaf hättet, und es fiele am Sabbat in einen Brunnen, würdet ihr nicht alles daransetzen, es herauszuziehen? Ganz bestimmt. Wie viel mehr ist ein Mensch wert als ein Schaf?“ (Matthäus 12,11 NLB)

    Die Sittenwächter und Hüter der frommen Lebensvorschriften regen sich künstlich auf, weil es einer mit der Auslegung anders hält, als sie es vorgeben. Jesus erklärt die Heilung des Mannes zur Lebensrettung: Auch feiertags ist es erlaubt, barmherzig zu sein und Gutes zu tun.

    Manchmal scheint es mir, dass vielen frommen Leuten die Konventionen heiliger sind als alles andere. Fördert meine religiöse Praxis das Leben? Oder vernichtet sie, was nach Leben hungert? Das fände ich wichtig zu wissen …

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    Autor: Miri Langenbach

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    2 min
  • Was, wenn mir was Böses passiert?
    Gedanken von Bernd Kortmann zur Bibelstelle Matthäus 5,39.

    Vor ein paar Wochen ist das passiert, was ich mir irgendwie beim Leben auf dem Dorf nicht vorstellen konnte: Unser Kellerfenster wurde aufgehebelt und mein E-Bike wurde geklaut.

    Am Tag selbst kamen die üblichen inneren Fragen: Was war gerade geschehen? Wieso bricht jemand in ein fremdes Eigentum ein, um etwas zu stehlen?

    Uns als Familie wurde natürlich auch etwas mulmig, wie leicht doch jemand ins Haus kommen kann. Zugegeben, das Kellerfenster stand auf Kipp. Dennoch sollte es nicht so einfach gehen, oder?

    Der Verlust des Fahrrads ist das eine, das Wissen um eine fremde Person im Haus etwas ganz anderes. Wir waren uns sehr schnell einig, dass wir für den Dieb beten. Mein persönlicher Wunsch ist: der Täter oder die Täterin soll Gott kennenlernen. Ja, das klingt verrückt, da gebe ich Ihnen recht.

    Aber ich glaube fest daran, dass Jesus auch so etwas Böses nutzen kann, um daraus Gutes entstehen zu lassen.

    In der Bergpredigt im Matthäusevangelium Kapitel 5 richtet Jesus eine Reihe von erklärenden Lehreinheiten an seine Zuhörer. In Matthäus 5 Vers 39 sagt Jesus dann folgendes: „Wehrt euch nicht, wenn euch jemand Böses tut! Wer euch auf die rechte Wange schlägt, dem haltet auch die andere hin.“

    Zugegeben, das ist eine krasse Aufforderung. Die normale Reaktion wäre der Wunsch nach Rache. Bei Jesus kann der Täter trotz seiner bösen Tat, etwas Gutes erhalten.

    Ist es nicht viel mehr wert einen Menschen für die Ewigkeit mit Gott zu gewinnen, als sich über den Verlust eines Gegenstandes aufzuregen?  

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    Autor: Bernd Kortmann

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    3 min
  • Schlafen im Sturm
    Gedanken von Susanne Thyroff zur Bibelstelle Lukas 8,25.

    Wenn wir auf dem Heimweg sind – zum Beispiel nach einem Treffen mit Freunden – schlafe ich oft im Auto ein. Mein Mann fährt ruhig und sicher. Selbst wenn es regnet oder stürmt, macht mir das nichts aus. Kaum sitze ich auf dem Beifahrersitz, fallen mir die Augen zu. Ich vertraue ihm. Und das lässt mich zur Ruhe kommen.

    So ähnlich war es bei Jesus. In Lukas 8, erfahren wir von einem geschäftigen Tag im Leben des Mannes aus Nazareth. – Früh aufgestanden, viele Begegnungen, viele Menschen in einer Naturarena am See Genezareth. Am Abend steigt Jesus in ein Boot und bittet seine Jünger, ans andere Ufer des Sees zu fahren. Und kaum ist das Boot unterwegs, schläft er ein. Tief und fest. Selbst als ein Sturm aufkommt, schläft Jesus weiter.

    Die Jünger dagegen geraten in Panik. Sie kämpfen gegen Wind und Wellen – und haben irgendwann Angst, unterzugehen. Schließlich wecken sie Jesus. Und er fragt: „Wo ist euer Glaube?“

    Welcher Glaube? Vielleicht der Glaube, dass sie sicher ankommen. Dass sie unter Gottes Schutz stehen. Dass sie sich ihm anvertrauen können.

    Und dann greift Jesus ein – übernatürlich. Mit einem einzigen Wort bringt er den Sturm zum Schweigen. Nicht nur, dass er hilft, das Boot sicher ans andere Ufer zu bringen – er beendet den Sturm selbst.

    Mir kommt es vor, als wolle Jesus mir hier zeigen: Ich bin der Herr. Habe keine Angst. Ich kann dich nicht nur durch den Sturm bringen – ich kann auch den Sturm beenden.

    Und mit diesem Gedanken kann ich in den Tag gehen.

    ► Mehr zum Buch Lukas:

    Buchvideo: Lukas Kap. 1-9

     

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    Autor: Susanne Thyroff

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    2 min
  • Gedanken zum Tag
    Pausenlos im Stress?

    Kommt es Ihnen auch manchmal so vor, als seien Sie im Dauerstress und die meisten Menschen um Sie herum ebenso?

    Ist es Ihnen auch peinlich, zuzugeben, dass Sie hier und da mal Zeit haben und ganz gemütlich Dinge tun könnten, die gar nicht so wichtig erscheinen? Die kein Bruttosozialprodukt steigern, die keine Kasse klingeln lassen und die auch nicht gerade Nobelpreisverdächtig sind?

    Ich denke, dass viele Menschen – ich selbst eingeschlossen – von einem schiefen Ideal ausgehen, wenn wir meinen, fortwährend betonen zu müssen, wie sehr wir beschäftigt sind.

    Dabei ist Arbeit wirklich etwas Schönes, etwas Kostbares, ein Geschenk. Gott selbst gebietet den Menschen, sich einzusetzen, zu schaffen und Gutes zu wirken. Und er hat ein weiteres Geschenk für uns alle parat. Auch heute, im 21. Jahrhundert. Was Gott schon zu Beginn der Schöpfung im Sinn hatte, gilt nach wie vor. Die einfache Devise lautet:

    „Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.“ 2. Mose 20,9-11 (LUT 2027)

    Klasse. Arbeiten, schaffen, bauen, bewahren, planen und so weiter und so fort. Sechs Tage lang in voller Kraft. Und dann: Stopptaste. Innehalten, ausruhen, sich selbst und seinem Umfeld eine Pause gönnen, das Geschenk des Nichts-Tun-Müssens und Genießen-Dürfens auskosten.

    Wer schlau ist, hält sich daran.

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    Autor: Annegret Schneider

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    3 min
  • Wer sitzt am Steuer?
    Gedanken von Markus Baum zur Bibelstelle Sprüche 16,9

    Der Mensch denkt – Gott lenkt. Das sagt sich leicht und flüssig, der Spruch prägt sich gut ein, und das hängt auch mit der sprachlichen Form zusammen: Das reimt sich buchstäblich zusammen. Endreim.

    Wer auf die Idee kommt, nachzuforschen, woher der Gedanke stammt, wird fündig in der Bibel. In einer bis zu 3.000 Jahre alten Spruchsammlung, die keinem Geringeren als dem dritten König Israels zugeschrieben wird. Salomo.

    In den vielen verschiedenen Bibelausgaben, die es heute gibt, heißt dieses biblische Buch entweder einfach „Sprüche“ oder „Sprichwörter“ oder „Buch der Sprüche Salomos“ oder „Buch der Sprichwörter.“

    Der Mensch denkt – Gott lenkt. Das findet sich in Sprüche 16,9 ein bisschen ausführlicher, aber auch dort in poetischer Form: „Das Herz des Menschen denkt sich seinen Weg, doch der Herr lenkt seinen Schritt.“ Aha.

    Das Herz des Menschen: Das kommt also aus dem Innersten, gehört zu dem, was einen Menschen beseelt. Einen Menschen wie mich. Was erträume ich mir, was plane ich, was nehme ich mir vor? Wie viel davon kann ich verwirklichen, welche Träume platzen, was gelingt mir nur halb oder scheitert ganz?    

    Und dann gibt’s noch die andere Hälfte der Wirklichkeit. „Der Herr lenkt den Schritt des Menschen.“ Jedes Menschen. Also auch meinen Schritt. Gott lenkt meinen Schritt. Ich denke mir was aus, ich will was, und ich lege auch los, aber Gott sitzt am Steuer. Oder vielleicht tippt er mir auch auf die Schulter und deutet an: Da geht's lang. Oder er schubst mein Leben sachte in eine bestimmte Richtung. Und vielleicht wird mir irgendwann im Rückblick klar: Es war die richtige Richtung. Weil Gott gelenkt hat.

    ► Mehr zum Buch Sprüche:

    Buchvideo: Sprüche

     

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    Autor: Markus Baum

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    3 min
  • Sola gratia
    Gedanken von Claudia Mertens zur Bibelstelle Galater 2, 21.

    Was hat der Apostel Paulus da vor knapp 2.000 Jahren im Galaterbrief geschrieben: “Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn wenn durch das Gesetz die Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben.“

    Harte Worte, die Paulus da an eine Gemeinde in Kleinasien gerichtet hat.

    Was war geschehen?

    Die Menschen hatten sich begeistert von den heidnischen Göttern abgewandt und waren Christen geworden. Erleichtert und befreit von dem Druck, durch eigene Opfer einen unberechenbaren Gott milde zu stimmen.

    In Jesus Christus hatten sie ihren persönlichen Retter gefunden – zwischen ihnen und dem wahren Gott war alles in Ordnung gekommen.

    Doch es hatten sich neue Lehren eingeschlichen. Ja, Jesus ist gut, aber du musst auch die Gebote Gottes halten - die sind ja schließlich auch von ihm gegeben. Sonst reicht es nicht.

    So wurde der christliche Glaube wieder so schwer gemacht, dass er schier nicht zu tragen war.

    Dagegen geht Paulus entschieden an: Jesus hat für jeden, der an ihn glaubt, die Forderungen des jüdischen Religionsgesetzes erfüllt. Das konnte nur Jesus schaffen, und das reicht für jeden.

    Wer das in Zweifel zieht, macht es wie jemand, der ein wertvolles Geschenk bekommt und dann versucht, es abzubezahlen. Dann ist es aber kein Geschenk mehr.

    Also: Wenn ich versuche, die Gerechtigkeit, die Jesus mir schenkt, durch eigene Anstrengungen aufzuhübschen, dann ist es keine Gerechtigkeit aus Gnade mehr. Ein totaler Quatsch. Oder um es mit Martin Luther abschließend zu sagen: Gerechtigkeit vor Gott? Allein aus Gnade. Sola gratia.

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    Autor: Claudia Mertens

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    3 min
  • Wie ernähre ich mich richtig?
    Jens Kilian zu Markus 7,20.

    Im Alten Testament gibt es viele Speisevorschriften. Manche davon sind für mich heute schwer nachzuvollziehen, obwohl sie ihre Berechtigung hatten. Zur Zeit von den Aposteln Paulus und Petrus gab es große Diskussionen um Speisevorschriften: Darf ein Christ Schweinefleisch essen? Darf ein Christ Fleisch essen, welches bei der Schlachtung heidnischen Göttern geweiht wurde?

    Eine Zeit lang dachte ich: Bei uns isst jeder weitgehend das, was ihm schmeckt oder, was er für gesund hält. In den letzten Jahren hat die Diskussion ums Essen allerdings wieder deutlich zugenommen. Es wird gefordert, dass wir auf Fleisch verzichten, uns also vegetarisch oder gar vegan ernähren, dass wir auf Zucker verzichten oder andere Ernährungsvorschriften einhalten. Anhand der Schärfe der Diskussionen habe ich nicht immer den Eindruck, dass es hier um ein freiwilliges Einhalten von Regeln geht. Manchmal habe ich den Eindruck, dass Ernährung wieder zur echten Glaubensfrage wird.

    Auch Jesus wurde mit Ernährungsvorschriften konfrontiert und er nimmt auf bemerkenswerte Weise dazu Stellung. Im siebten Kapitel des Evangeliums nach Markus sagt er: „Was aus dem Inneren des Menschen kommt, das lässt ihn unrein werden.“ (Markus 7,20). Und bereits einige Verse vorher lese ich: „Nichts, was ein Mensch zu sich nimmt, kann ihn vor Gott unrein machen, sondern das, was von ihm ausgeht.“ Unser Essen schadet vielleicht unserer Gesundheit, aber nicht die Mahlzeit macht uns unrein, egal wieviel Fleisch, Fett oder Zucker sie enthält. Was uns unrein macht, sind unsere Gedanken, die aus unserem Herzen kommen und die Worte, die aus unserem Mund kommen.

    Die wichtigsten Speisevorschriften sind also nicht: Wieviel Fleisch oder Zucker esse ich, sondern: Womit füttere ich mein Gedanken. Die beste Nahrung für unser Herz und unsere Gedanken ist übrigens die geistliche Nahrung, die wir in der Bibel, Gottes Wort, finden. Guten Appetit!

    ►  Mehr zum Markus-Evangelium

    Buchvideo: Markus

     

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    Autor: Jens Kilian

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    3 min
  • Trost in aller Not
    Gedanken von Horst Kretschi zum Bibeltext Psalm 23

    Es ist die Bibelstelle, die wohl am häufigsten in Filmen und Romanen vorkommt, auch, wenn diese sonst nichts mit der Bibel dem Glauben zu tun haben: Psalm 23. Dieses Lied aus der Feder Davids ist überschrieben mit „Der gute Hirte“. Es kommt zum Beispiel dann vor, wenn Menschen zum Tode verurteilt wurden und nun die Hinrichtung naht. Der Gefängnisseelsorger liest Psalm 23 vor. Oder bei Beerdigungen. Auch da wird Psalm 23 gerne zitiert. Aber warum ist das so? Was macht diesen Psalm so besonders? Ich denke, es liegt an der bildhaften Sprache und an der Grundsätzlichkeit er Aussagen in Psalm 23.

    Wohl jeder Mensch durchschreitet im Laufe seines Lebens mal ein finsteres Tal. Wann ich in diesem Tal bin, wie lange und oft, dass ist von Mensch zu Mensch verschieden. Aber kein Leben verläuft ganz ohne dunkle Stunden. Und da gibt mir diese Zusicherung Kraft und Hoffnung, dass Gott bei mir ist.  „Ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich“: Dieser Satz baut mich wieder auf. Ich weiß, ich bin nie allein in meiner Not. Gott ist da. Bei ihm kann ich Schutz und Trost finden. Das gibt mir an jedem Tag Kraft und Zuversicht.

    ► Mehr zu den Psalmen

    Buchvideo: Psalmen

     

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    Autor: Horst Kretschi

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    3 min

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