ERF Plus - Anstoß

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ERF Plus - Anstoß episodes

  • Was ist meine Hauptaufgabe?
    Gedanken von Susanne Thyroff über Apostelgeschichte 6,4

    „Delegation is our duty“ – Delegieren ist unsere Pflicht. Dieser Satz hing früher auf vielen Plakaten in der Firma, für die ich lange tätig war. Und er hat sich mir eingeprägt. Denn tatsächlich ist das eine wichtige Frage, nicht nur im Job: Was ist meine Aufgabe? Was ist mein Auftrag – und was davon kann vielleicht jemand anderes tun?

    Schon als meine Kinder noch klein waren, habe ich damit angefangen: Socken sortieren zum Beispiel. Kann jedes Kind. Ist ja so etwas wie ein Puzzle-Spiel.

    In der Apostelgeschichte im Neuen Testament ist von einer ähnlichen Situation die Rede – nur im größeren Maßstab. In der Jerusalemer Urgemeinde wächst die Zahl der Gläubigen rasant. Damit wächst auch die Verantwortung. Die Leiter der Gemeinde versuchen, allem gerecht zu werden – aber es klappt nicht. Es kommt zu Unzufriedenheit und Streit.

    Dann treffen sie eine kluge Entscheidung. Sie sagen: „Wir selbst werden uns auch weiterhin mit ganzer Kraft dem Gebet und der Verkündigung der Botschaft Gottes widmen.“ (Apostelgeschichte 6,4) Und sie beauftragen andere – fähige, vertrauenswürdige Menschen – mit der praktischen Versorgung der Gemeinde. Das kommt gut an. Denn jetzt kann wieder jeder das tun, was er am besten kann – und soll.

    Das fordert mich heraus. Was ist meine Hauptaufgabe – gerade in der aktuellen Lebensphase? Bin ich Mutter heranwachsender Kinder? Bin ich beruflich gefordert? Engagiere ich mich für andere? Was ist mir anvertraut?

    Ich will das ernst nehmen – und mich mit ganzer Kraft dafür einsetzen. Was mich davon abhält und nicht zu meinen Kernaufgaben gehört, das will ich abgeben. An Menschen, die das können. Und die es vielleicht sogar besser machen als ich.

    Denn: Delegieren ist kein Schwächezeichen – sondern manchmal genau das, was dran ist.

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    Autor: Susanne Thyroff

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    3 min
  • Mein ganzer Stolz
    Gedanken von Annegret Schneider zur Bibelstelle 1. Korinther 1,31.

    Worauf Menschen so alles stolz sind, zeigt sich bei vielen Gelegenheiten. Der eine rühmt sich seines Erfolges im Beruf (nicht offen natürlich, sondern subtil, damit man ihn nicht für überheblich hält), die andere rühmt sich ihres Fleißes, ohne den die ganze Familie zusammenbrechen würde.

    Und die anderen, die posten alles Mögliche und Unmögliche, damit viele mitbekommen, wie weltgewandt, weitgereist oder auch nur wie hübsch, schlank, sportlich oder fit sie sind. So weit, so schön.

    Es ist nicht per se verwerflich, sich seines Erfolges, seiner Tatkraft und der Möglichkeiten zu erfreuen, die man hat, um das Leben schön und angenehm zu gestalten. Im Gegenteil. Ich finde, wem es gut geht, der oder die sollte Gott danken für das Gute, die Gesundheit, und alle Dinge, die im Leben gut laufen.

    Sich rühmen, mit etwas prahlen, angeben oder wie man das auch nennen mag, kann allerdings dann unangenehm werden, wenn andere damit kleingemacht werden – ob das nun bewusst oder unbeabsichtigt geschieht. Bereits der Apostel Paulus hatte zu tun mit Menschen, die sich für weise hielten, die aufgrund ihres Intellekts, ihres Wissens oder ihrer Bildung meinten, anderen etwas vorauszuhaben. Die daraus auch keinen Hehl machten.

    Paulus zeigt dieser Art von Überheblichkeit die Schranken. Für ihn gibt es nur einen Grund, weswegen man sich rühmen sollte: Wenn man zu dem Herrn aller Herren gehört. Auch wenn man nichts Großartiges vorzuweisen hat: Wer auf Gott setzt, gewinnt.

    Die „Anti-Überheblichkeitsrede“ von Paulus findet sich im 1. Korintherbrief Kapitel 1, und der abschließende Satz lautet so: „Wer auf etwas stolz sein will, soll auf den Herrn stolz sein.“ 1. Kor. 1,31 (BasisBibel)

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Annegret Schneider

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    3 min
  • Paarhufer, männlich
    Gedanken von Markus Baum zur Bibelstelle Sprüche 17,14

    Wenn es darum geht, zweifelhaftes menschliches Verhalten zu bezeichnen, dann bedient sich unsereins gern im Tierreich. Da gibt’s zum Beispiel die falsche Schlange, das dumme Huhn oder auch die Lemminge, die zuletzt genannten niemals allein, immer in der Mehrzahl.

    Fehlt in der Aufzählung noch ein Kandidat, der zu allen Zeiten in so ziemlich allen Kulturen zu finden ist. Ein Paarhufer, männlich: Der Streithammel. Wobei es natürlich auch streitlustige Damen gibt.

    Warum sind manche Menschen auf Ärger aus, gehen keinem Streit aus dem Weg? Es hat zu tun mit Impulskontrolle. Und es ist oft genug Entscheidungssache. Ich kenne mich und meine lieben Mitmenschen gut genug - ich weiß genau, was passieren muss, damit ich an die Decke gehe, oder welchen Knopf ich drücken muss, damit jemand explodiert. Dazu braucht es gar nicht viel.

    In den Sprüchen Salomos, einer 3.000 Jahre alten Sammlung von Lebensweisheiten, findet sich der Satz: „Wer Streit anfängt, gleicht dem, der dem Wasser den Damm aufreißt. Lass ab vom Streit, ehe er losbricht!“ Auf Dammbrüche kann die Menschheit getrost verzichten. Der Streithammel in mir gehört gezähmt. Ich weiß, ich bin durchaus fähig, Chaos zu stiften und anderen Menschen zu schaden. Aber ich will es nicht, und berufen bin ich zu etwas Anderem. Ich möchte aufbauen, nicht einreißen. Ich möchte im Frieden leben. Ich gehe bei einem späten Nachfahren Salomos in die Schule. Bei Jesus kann ich lernen, wie man Konflikte kraftvoll, aber gewaltfrei austrägt. Wie man auch Worte so einsetzt, dass sie klären und dabei nicht verletzen. Streiten ja, aber lösungsorientiert.

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    Autor: Markus Baum

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    3 min
  • In guten wie in schlechten Zeiten
    Gedanken von Claudia Mertens zu Matthäus 3,8

    „Gut gefrühstückt“ merkt man den ganzen Tag; „gut geheiratet“ das ganze Leben - der etwas salopp daherkommende Spruch zeigt doch eine tiefe Wahrheit:

    Ob mein Ehepartner mich liebt, merke ich jeden Tag, und es gibt Zeichen, an denen man das auch erkennt: zum Beispiel ist er treu, kümmert sich um die Kinder, ist respektvoll und wertschätzend.

    Gott beschreibt sich selbst gegenüber den Menschen oft als Partner eines Ehebundes.

    Und er wirft den Menschen vor, wenn sie es mit ihren Pflichten innerhalb ihrer Verbindung mit Gott nicht so genau nehmen. Wenn sie zum Beispiel seine Gebote missachten, von anderen Mächten Heil und Heilung erwarten, lügen, betrügen usw.

    Wie im zwischenmenschlichen Bereich ist es auch bei Gott mit einem gemurmelten „Entschuldigung!“ nicht getan, wenn das erquickliche Zusammenleben gelingen soll. Ich muss versuchen, das, was Gott und anderen wehtut oder schadet, auch zu lassen.

    Genau das meint der folgende Satz aus dem Mund des Täufers Johannes: “Seht zu, bringt rechtschaffene Frucht der Buße!” 

    Buße, also Umkehr zu Gott, meint das eine – ich habe gemerkt, da war etwas nicht in Ordnung und ich bitte um Vergebung. Die Gott übrigens liebend gern gewährt.

    Doch es geht weiter: Wenn ich mit Gott einen Bund fürs Leben geschlossen habe, kümmert es mich, was er will und was nicht. Und das versuche ich dann auch zu tun, wie ein guter Ehepartner eben.

    Anders gesagt: Mein Leben braucht keinen frommen Anstrich. Das, was ich tue, soll und muss zeigen, wen ich liebe.

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    Autor: Claudia Mertens

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    3 min
  • Nonstop-Energie
    Gedanken von Ute Heuser-Ludwig zu Jesaja 40, 25-31

    Vermutlich gibt es viele Unterschiede zwischen Gott und mir. Einer liegt definitiv in der Menge der Energie. Gottes Kraft lässt niemals nach, lese ich im Jesaja-Buch im Alten Testament, Kapitel 40. Nonstop-Energie ist bei mir leider nicht der Fall.

    Neulich hat mich eine Sommergrippe niedergestreckt. Für ein paar Tage war es aus mit meiner Kraft. Ich konnte nur liegen und schlafen. Mich ausruhen. Musste warten, bis mein Körper sich erholt hatte. Meine Kraft hat eben Grenzen. Gottes Kraft nicht, schreibt das Jesaja-Buch, wo es weiter heißt: „Er gibt den Müden Kraft und die Schwachen macht er stark. Selbst junge Leute werden kraftlos, die Stärksten erlahmen. Aber alle, die auf den HERRN vertrauen, bekommen immer wieder neue Kraft, es wachsen ihnen Flügel wie dem Adler. Sie gehen und werden nicht müde, sie laufen und brechen nicht zusammen.“

    Ein Kraft-Wort, diese Stelle in der Bibel. Sie schenkt mir neuen Antrieb und Auftrieb. Jeden Tag stellt Gott seine Energie zur Verfügung. Ich spüre sie, wenn ich mich ihm und dem Leben anvertraue. Ich stehe dann äußerlich und innerlich wieder auf, ich gehe wieder los. Auf die Dauer ist die Welt vom Bett aus gesehen doch sehr überschaubar.

    Danke Gott, dass du deine Kraft mit mir teilst und mir heute neuen Schwung gibst!

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    Autor: Ute Heuser-Ludwig

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    2 min
  • Wenn es schwierig wird
    Gedanken von Horst Kretschi zu Hebräer 12,3.

    Der christliche Glaube hat seinen Ursprung in Jesus Christus. Doch Jesus ist nicht nur Quelle des Glaubens, sondern auch Vorbild für die Gläubigen. Jesus sagt selbst, nachdem er seinen Jüngern die Füße gewaschen hatte: „Ich habe euch damit ein Beispiel gegeben, dem ihr folgen sollt. Handelt ebenso!“ Jesus formuliert das „Vater unser“ als Beispiel für ein Gebet und gibt Anweisungen, wie seine Nachfolger es mit Almosen halten sollen. Letztlich ist das gesamte Leben und Handeln von Jesus ein Vorbild. Deutlich wird das an einem Abschnitt aus dem Hebräerbrief. Dort steht in Bezug auf Jesus: „Vergesst nicht, wie viel Hass und Anfeindung er von gottlosen Menschen ertragen musste, damit auch ihr in Zeiten der Verfolgung nicht den Mut verliert und aufgebt." (Hebräer 12,3) Trotz aller Schmähungen und Schlägen, die Jesus hinnehmen musste, hat er sein Vertrauen in Gott nicht verloren. Mit seinem Verhalten ist er so zum Vorbild für Christen geworden, die wegen ihres Glaubens angefeindet werden.

    Das ist eine Herausforderung, denn Jesus hatte als Sohn Gottes eine ganz andere innere Kraft und Stärke und Glaubensüberzeugung. Als ganz normaler Christ fällt es mir schwer diesem Beispiel in allen Belangen zu folgen. Da sind es eher andere Christen, die für mich zum Vorbild werden. Aber woher hatten sie diese Kraft zum Durchhalten?

    Wenn ich bedenke, was Jesus alles auf sich genommen hat, um meine Schuld vor Gott zu tilgen, dann gibt mir das Kraft und Trost in Zeiten der Anfeindung und Schwäche. Doch dafür ist es auch immer wieder wichtig, daran zu denken und mir vor Augen zu halten, was Jesus für mich getan hat. Der Vers aus dem Hebräerbrief erinnert mich daran.

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    Autor: Horst Kretschi

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    3 min
  • Komm schnell, mein Gott
    Gedanken von Hans Wagner zum Bibeltext Psalm 38,23.

    Und der will Christ sein? Wie oft habe ich diesen Satz schon gehört. Und wie oft habe ich ihn selbst gedacht oder sogar ausgesprochen? Mir geht es manchmal so, gerade bei Menschen, die sehr in der Öffentlichkeit stehen. Auch ich versuche dann immer das, was ich in der Bibel lese und wie ich den christlichen Glaube verstehe, in Einklang zu bringen. Und das fällt mir oft nicht leicht. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung: Man wird barmherziger, wenn man selbst schonmal den Vorwurf bekommen hat: Und du willst Christ sein?

    Der Blick von Gott ist ein anderer. Mir ist das so richtig deutlich geworden, als ich die Geschichte rund um den israelischen König David im Alten Testament gelesen habe. Da habe ich mich zum ersten Mal gefragt: Wie kann es sein, dass ein Lügner und Betrüger, ein Ehebrecher und Mörder an einer anderen Stelle als "ein Mann nach dem Herzen Gottes" bezeichnet wird. Mit David habe ich dann den Gott der Bibel so kennengelernt, dass dieser nicht zuerst auf mein Versagen und meine Schuld blickt, sondern auf meine Haltung ihm gegenüber. Was ich mit meiner Schuld mache und wohin ich damit gehe. David hat sich nicht herausgeredet, hat auch nicht gesagt: Ist doch egal! Er ist zu Gott gegangen, immer wieder. Sein Bußgebet in Psalm 38 endet mit den Worten: "Komm mir schnell zu Hilfe. Mein Herr, du bist meine Rettung!" Das ist mein Blick auf Gott. Und so lange ich lebe - ich werde diese Bitte immer wieder nötig haben! Ich liebe diesen Gott.

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    3 min
  • Ein letzter Wunsch
    Gedanken von Elke Drossmann zum Bibeltext 4. Mose 27,13

    Ein letzter Wunsch: Sehen und dann sterben. Z. B. wenn ich meinen Geburtsort gesehen habe, bin ich bereit zu sterben. Oder: Wenn ich meine Freundin noch mal gesehen habe, dann kann ich sterben.

    Bei Mose ist es vor mehr als 3000 Jahren anders. Sein Lebensauftrag lautet, das Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten herauszuführen und bis an das von Gott verheißene Land zu begleiten. Diese Aufgabe ist schwerer als gedacht. Mose ist ständig gefragt. Er übermittelt Gottes Wünsche an sein Volk. Und meist die Beschwerden des Volkes an Gott. Einmal rastet Mose aus. Sein Bruder Aaron und er sind Gott ungehorsam. Sie machen ihr Ding – mit vermeintlichem Erfolg. Der Preis dieses Erfolgs: Aaron stirbt zuerst. Sieben Monate später Mose. Von einem Berg aus darf Mose vorher noch auf das Land schauen, in dem die Israeliten ohne ihn leben werden. Das Land sehen und sterben.

    Ungehorsam Gott gegenüber ist in Gottes Augen todernst. Das ist auch heute noch so. Ich kenne einen, der hat jede Form von Ungehorsam Gott gegenüber gesehen und ist deshalb am Kreuz von Golgatha für alle Menschen gestorben: Den Sohn Gottes selbst – Jesus Christus! Ich sehe auf Jesus am Kreuz und lebe! Unverdiente Gnade!

    ►Mehr Infos zu 4. Mose:

    Buchvideo: Numeri (4. Mose)

     

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    Autor: Elke Drossmann

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    3 min
  • Der Weg der Wahrheit
    Gedanken von Wolf-Dieter Kretschmer über Psalm 119,30

    Es gibt Momente, da entscheide ich aus der Situation heraus, wie ich mich verhalte. Alles, was zählt, ist mein Befinden. Habe ich Lust auf einen Spaziergang? Gönne ich mir ein Eis? Rufe ich eine bestimmte Person an?  

    Es gibt aber auch Gelegenheiten, bei denen liegen die Dinge anders. Als Kriterium meiner Entscheidung dient dann nicht meine aktuelle Gefühlslage, sondern ich lasse mich in meinem Handeln von tiefer liegenden Prinzipien leiten.  

    Aus der Frage, ob ich Lust auf einen Spaziergang habe, wird dann eine Entscheidung dafür, weil ich erkannt habe, dass mir regelmäßige Bewegung und frische Luft guttun.  

    Dieses Prinzip kommt auch in Psalm 119, 30 zum Tragen. Dort heißt es:  

    Ich habe erwählt den Weg der Wahrheit, deine Urteile habe ich vor mich gestellt. 

    Psalm 119,30 

    Der Psalmbeter hat einen bestimmten Weg bewusst ausgewählt. Er will den Weg der Wahrheit gehen oder, wie es in anderen Bibelübersetzungen heißt, den Weg der Treue. Nachdem er sich zuvor mit Gottes Bestimmungen beschäftigt hat, trifft er eine Entscheidung.  

    Im christlichen Glauben geht es genau darum: Ich setze mich bewusst mit dem auseinander, was ich in der Bibel lese. Auf dieser Grundlage gestalte ich mein Leben. Um es mit Martin Luthers Worten zu sagen: Herr, ich stelle deine Urteile vor mich und wähle dann den Weg der Wahrheit.   

    ► Mehr zum der Psalmen:

    Buchvideo: Psalmen

     

     

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    Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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    3 min
  • Keine Floskeln bitte
    Gedanken von Ellen Hörder-Knop zur Bibelstelle Römer 8,28

    Ich treffe mich mit einer Freundin – und merke sofort: Da stimmt was nicht. Sie lächelt, aber in ihren Augen liegt etwas anderes. Schmerz, Erschöpfung - vielleicht beides. Am liebsten würde ich sagen: „Kopf hoch! Wird schon!“ Aber ich sag`s nicht. Weil ich weiß, wie leer solche Sätze klingen. Ich habe sie selbst oft genug gehört: „Zeit heilt Wunden. Es gibt Schlimmeres.“ Gut gemeint, aber oft machen solche Worte nur noch mehr Druck. Besonders, wenn man nicht weiß, woher man überhaupt noch Hoffnung nehmen soll.

    Und dann taucht manchmal auch dieser Bibelvers auf:
    „Denen, die Gott lieben, dient alles zum Guten.“ (Römer 8,28 BasisBibel)

    Das klingt hoffnungsvoll. Aber mitten im Schmerz? Da kann es hart wirken. Fast so, als würde das eigene Leid bedeuten: Du vertraust Gott nicht genug.

    Doch genau das meint der Apostel Paulus im 8. Kapitel seines Römerbriefs nicht. Er schreibt nicht mit naivem Optimismus oder rosaroter Happy-End-Brille, sondern mitten hinein in eine Welt, die leidet, seufzt und auf Erlösung hofft.

    Und gerade dort sagt er: Gott ist da. Jetzt. Nicht, weil alles gut ist - sondern weil Gott selbst im Zerbrochenen Neues wachsen lassen kann.

    Ich muss nicht stark sein. Meine Freundin auch nicht. Deshalb komme ich nicht mit schnellen Durchhalteparolen. Ich bleibe einfach. Halte es mit ihr aus. Und wenn sie gerade nicht glauben kann – dann glaube ich für sie mit. So lange, bis sie’s wieder selbst kann.

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    Autor: Ellen Hörder-Knop

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    3 min

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