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„Wir müssen unbedingt noch die letzten Kirschen am Baum pflücken, und ihr müsst Unkraut jäten!“ meint mein Schwiegervater. Ich stimme ihm zu. Doch aus meiner Sicht übertreiben es meine Schwiegereltern manchmal mit der Landwirtschaft. Dann frage ich sie: „Werdet ihr etwa am Ende eures Lebens bereuen, dass ihr den Garten nicht noch besser gepflegt habt? Darauf kommt es doch nicht an!“
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Sonja Kilian
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Vor einiger Zeit habe ich eine Einladung bekommen zu einem Empfang hier in Berlin. Der Botschafter eines anderen Staates wurde erwartet. Und es gab eine Kleiderordnung. Natürlich habe ich meinen besten Anzug aus dem Schrank geholt und mich entsprechend angezogen. Hoher Besuch erfordert halt eine angemessene Erscheinung.
Als Christ bin ich quasi ein Dauergastgeber für hohen Besuch. Als einer, der auf Jesus Christus vertraut, ist mir zugesagt: Gott lebt mit seinem Geist in mir. Was ist da angemessen? Offensichtlich geht es Gott weniger um Äußerlichkeiten. In der Bibel im 2. Brief an die Gemeinde in Korinth gibt der Apostel Paulus eine ganz eigene Etikette aus, die da lautet:
Es gibt also Gedanken und Verhaltensweisen, die mich vor Gott im verdreckten Schmuddellook erscheinen lassen. Ich kann sie nicht immer verhindern. Sonst müsste ich mich ja nicht reinigen, sprich: Gottes Vergebung in Anspruch nehmen.
Aber, so heißt es kurz danach im Text, wir können immerhin streben nach einem Gott angemessenen Leben. Manches verletzende Wort ist dann fehl am Platz. Ich habe das Wohl des anderen im Blick – in Worten wie in Taten. Das schließt meine Kommunikation genauso ein wie meine Sexualethik und viele andere Dinge.
Mein bester Anzug hängt aktuell wieder im Kleiderschrank. Mein gottgemäßes „inneres Outfit“ möchte ich jeden Tag neu auf Vordermann bringen.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Oliver Jeske
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Die geniale Idee nicht umgesetzt, weil mir der Mut gefehlt hat, sie zu verwirklichen. Kostbare Momente mit der Familie nicht erlebt, weil die Arbeit Vorrang hatte. Kein Abschied genommen, weil ich nicht rechtzeitig da war: Verpasste Chancen kennt jeder. Es reicht nicht, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Der erste Schritt ist entscheidend.
Ein gutes Beispiel dafür finde ich in der Bibel, im Johannesevangelium Kapitel 1. Zwei Männer sehen Jesus zum ersten Mal, als er in ihrer Nähe vorbeigeht. Sie reagieren geistesgegenwärtig und laufen im nach. Und dann passiert folgendes: „Jesus drehte sich um, sah, dass sie ihm folgten, und fragte: »Was sucht ihr?« Sie antworteten: »Wo wohnst du, Rabbi?« »Kommt, dann werdet ihr es sehen!«, antwortete er. Sie gingen mit ihm. (GNB) Einer der beiden ist Andreas, der Bruder von Petrus.
Ein kurzer Moment, in dem Andreas die richtige Entscheidung getroffen hat, Initiative ergriffen hat, den einen Schritt auf Jesus zugegangen ist. Das Ergebnis: Sein Leben hat sich von Grund auf verändert und er ist bis heute als einer der 12 Jünger Jesu bekannt.
Andreas hat die Chance nicht verpasst, sondern wahrgenommen. Ich wünsche mir, dass ich neugierig und mit offenen Augen durch mein Leben gehe und Chancen dieser Art erkenne. Und nicht nur das. Ich wünsche mir auch den Mut des ersten Schrittes. Damit die verpassten Chancen zu ergriffenen Chancen werden.
Vielleicht möchte Jesus Ihnen heute begegnen? Durch sein Wort, durch Begegnungen, durch Situationen. Halten Sie Augen und Ohren offen nach ihm. Wer weiß, vielleicht geht er heute an Ihnen vorbei.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Tobias Schier
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Sollte Ihnen jemand einen gut gemeinten Ratschlag geben, während Sie sich in einer prekären Situation befinden, und dieser Ratschlag käme aus dem Buch Hiob im Alten Testament der Bibel – da wäre ich skeptisch. Womöglich zitiert der Ratschläger für Sie etwas, das Gott gar nicht gefällt.
Im Buch Hiob werden sehr viele Reden geschwungen: Vier Männer versuchen, sich gegenseitig Gott zu erklären. Sie ringen über 35 Kapitel mit der Frage, warum der Gottesfürchtige leidet und wie das mit Gottes Gerechtigkeit in Einklang zu bringen ist.
Ganz am Ende des Buches sagt Gott zu einem der Freunde Hiobs: „Ich bin zornig auf dich und deine beiden Freunde, denn ihr habt nicht richtig von mir gesprochen, im Gegensatz zu meinem Diener Hiob.“ (Hiob 42,7 NLB) – Also Obacht, von wem der Vier der vermeintlich gute Ratschlag kommt, den Sie da erhalten haben!
Es mag für den einen oder die andere unbefriedigend sein (vielleicht sogar schmerzlich), aber manche Frage wird nicht beantwortet und manche persönliche Situation bleibt ein Geheimnis. Wir sind mit dem ewigen, allmächtigen Schöpfer des Universums nicht auf Augenhöhe. Doch darüber wollen wir nicht verzweifeln, sondern dürfen Frieden in dieser Souveränität Gottes finden.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Miri Langenbach
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Wenn ich an meinen Opa Otto denke, habe ich einen sehr liebevollen, witzigen, starken und vor allem von Jesus überzeugten Mann vor Augen. Dieses Bild von ihm bleibt so, obwohl er in den letzten Jahren seines Lebens nicht mehr vor Energie gestrotzt hat.
Er war von seiner Statur und seinem Wesen her ein Mann wie ein Baum. Er war sehr raffiniert und konnte alles Mögliche reparieren. Er war ein treuer Ehemann und Vater, der seine Pflichten kannte und sie liebevoll erfüllte. Er war nicht immer ruhig, aber sehr emphatisch.
Das, was er anpackte, gelang ihm. Mir wurde berichtet, dass er und meine Oma die einzigen waren, die in der Nachkriegszeit keine Arbeiten am Sonntag an ihren Haus taten. Und dennoch waren sie die ersten, die ihr neues Zuhause beziehen konnten.
Wenn ich die heutigen Bibelworte aus dem Liederbuch des Volkes Israel, den Psalmen lese, muss ich unweigerlich an ihn denken.
Dort steht in den Versen 23 und 24 des 37. Kapitels: “Es ist ein Geschenk des HERRN, wenn die Schritte eines aufrichtigen Menschen fest und sicher werden. An seinem Weg hat der HERR Gefallen. Wenn ein solcher Mensch dann doch einmal hinfällt, bleibt er nicht hilflos liegen, denn der HERR hält ihn an der Hand.”
Meinen Opa sehe ich als einen solchen Mensch an. In den schwierigen Momenten, gerade wo er körperlich nicht mehr so konnte, hatte er doch immer jemanden, an den er sich wenden konnte. Er hatte seinen Herrn Jesus stets bei sich und redete viel von ihm.
Ich will auch ein solcher Mensch sein. Ein Ehemann, Vater und Opa über den man sagt „an seinem Weg hat der HERR gefallen“.
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Autor: Bernd Kortmann
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Auf wen kann ich mich wirklich verlassen? Menschen können eine große Hilfe sein – Ärzte zum Beispiel, oder einflussreiche Freunde oder Bekannte. Oder enge Vertraute, Familie, Ehepartner, Kinder. Aber es gibt Situationen, in denen selbst sie an ihre Grenzen kommen. Wo kein Mensch mehr helfen kann. Wo ich merke: Ich brauche jemanden, der immer an meiner Seite ist.
In Psalm 25, Vers 5 steht: „Du bist der Gott, der mir hilft. Täglich hoffe ich auf dich.“ Dieser Satz stammt aus einem Gebet, das dem israelitischen König David zugeschrieben wird. Viele seiner Psalmen drücken tiefe persönliche Not aus – und gleichzeitig ein festes Vertrauen auf Gottes Eingreifen.
Dieses Gottvertrauen ist begründet. Ich habe das gerade selbst erlebt. Mein Vater war krank, die Ärzte waren engagiert – aber kamen auch an ihre Grenzen. Natürlich bin ich dankbar für jede medizinische Hilfe. Aber eine Veränderung kommt nicht, weil wir jemanden mit Einfluss ansprechen. Sie kommt, wenn wir Gott um Hilfe bitten. Mein Vater hat jetzt – nach vielen unruhigen Tagen – eine Nacht durchschlafen können. Für uns ein Wunder. Und ich habe innerlich gesagt: Danke, Gott. Du bist wirklich der, der mir hilft.
Mein Opa sagte früher oft: „Wer sich auf Menschen verlässt, ist verlassen.“ Ein bisschen hart, finde ich. Aber es steckt Wahrheit darin. Menschen tun ihr Bestes – aber sie sind begrenzt. Gott nicht. Auf ihn kann ich mich verlassen. Heute. Und morgen. Täglich hoffe ich auf ihn.
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Autor: Susanne Thyroff
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Wie bitte? Zunehmen ist angesagt? Wo gibt es denn sowas? Wohin ich auch schaue, versprechen dubiose Produkte zum Abnehmen ein völlig neues Lebensgefühl. VIEL besser als vorher versteht sich.
Die Bibel jedoch rät Menschen zur Zunahme! Allerdings sollte jetzt niemand zu kalorienreichen Getränken und ungesundem Essen greifen oder unüberlegt den nächsten Schokoriegel verschlingen. Denn das Zunehmen soll auf einer anderen Ebene stattfinden.
Der Apostel Paulus schreibt in seinem ersten Brief an die christliche Gemeinde in Korinth im Kapitel 15 nicht nur von einem neuen Lebensgefühl. Hier ist die Rede von einem komplett neuen Leben. Punkt. Dieses Leben ist für diejenigen, die sich an Jesus Christus halten, nicht zu Ende, wenn sie einmal sterben. Es geht dann weiter in Gottes Herrlichkeit.
Voraussetzung ist, dass sich die Menschen für ein Leben mit Jesus entscheiden und ihren Weg mit ihm gehen. Auf diesem Weg lauern allerdings einige Gefahren. Eine davon ist, dass Menschen leicht in alte Gewohnheiten zurückfallen können. Deswegen mahnt der Apostel Paulus die Christen in Korinth: „[…] seid fest und unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn“ und fügt hinzu: „denn ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.“ 1. Korinther 15, 58 (LUT 20217)
Zunehmen – das ist das Motto. Zunehmen im Vertrauen auf Gott, nicht aufhören, seine Wege zu gehen und das zu tun, was er möchte. Nur das hat Bestand.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Annegret Schneider
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Wenn es einen Orden für das seltsamste Buch der Bibel gäbe, dann hätte das Buch Jona gute Chancen, den Titel einzuheimsen. Der Prophet Jona fällt schon deshalb aus dem Rahmen, weil er sich erst mit Zähnen und Klauen gegen den göttlichen Auftrag sträubt. Und es muss schon einiges passieren, bevor sich der Mann geschlagen gibt und dem Ruf Gottes folgt.
Anders als die anderen Gerichtspropheten Israels stellt sich Jona auch nicht unter die Botschaft, die er anderen ausrichten muss. Sondern er will sich das göttliche Strafgericht aus sicherer Entfernung ansehen, gewissermaßen von einem Logenplatz aus. Nur dass ihm Gott den Spaß verdirbt und die Pflanze, die dem Propheten Schatten spenden sollte, vertrocknen lässt. Zu Jonas Empörung.
Aber das Gezeter beeindruckt niemanden, und Gott behält sich buchstäblich das letzte Wort vor. Das Buch Jona endet mit den folgenden Sätzen Gottes: »Schau her, du hast diese Staude nicht großgezogen, du hast sie nicht gehegt und gepflegt; sie ist in der einen Nacht gewachsen und in der andern abgestorben. Trotzdem tut sie dir leid. Und mir sollte nicht diese große Stadt Ninive leidtun, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen leben, die rechts und links nicht unterscheiden können, und dazu noch das viele Vieh?«
So endet das Buch Jona. Der Schluss hängt buchstäblich in der Luft. Die Schlussfrage ist rhetorischer Art. Und deshalb lautet die Moral von der Geschichte: Während Menschen gern dem Weltuntergang zuschauen bei Chips und gekühlten Getränken, kümmert sich Gott um die Rettung der Menschheit und der ganzen Schöpfung. Das war zu Jonas Zeiten so und ist heute nicht viel anders.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Markus Baum
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Wer den christlichen Glauben ernst nehmen will, findet im Neuen Testament jede Menge Hinweise und Ratschläge. Zum Beispiel dieser hier aus dem Brief des Jakobus:
"Klagt nicht übereinander, damit ihr nicht gerichtet werdet. Seht, der Richter steht schon vor der Tür." (EÜ)
Wenn ich ehrlich bin, bin ich da schnell dabei. Ich denke manchmal “Wie kann man nur...”, und manchmal rutscht es mir auch heraus.
Was das Beurteilen angeht, da muss ich noch viel lernen, denn der Grat zum VERurteilen ist sehr schmal.
Drei Dinge fallen mir an diesem biblischen Rat auf:
1. Nicht über Andere klagen, damit ich nicht gerichtet werde – ehrlich gesagt: oft gehen mir bei Anderen Verhaltensweisen auf den Wecker, die ich bei mir leider auch feststelle. Es ist dem Miteinander nicht dienlich, wenn ich mich über den Anderen beschwere und dann genau dasselbe tue.
2. Kritik ist natürlich erlaubt und nützlich – aber sie muss positiv und wertschätzend sein und dem Anderen Raum lassen, sich weiterzuentwickeln. Klagen – das klingt für mich eher danach, dass ich abschätzig über den Anderen rede.
3. Angezeigt ist: Mit dem Anderen reden, nicht über ihn.
Die Gerüchteküche sollte bei allen, die Jesus nachfolgen, kalt bleiben.
Ich finde, mit diesem Vers ist das Wort Gottes wieder sehr praktisch geworden und sucht Freiwillige, die es umsetzen. Ich fühle mich angesprochen – Sie auch?
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Autor: Claudia Mertens
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Die schiefe Kiefer steht immer noch am Weg zum Strand. Dahinter tiefblau das Meer. Das Boot von Nikos gibt es auch noch. Es hat sich wenig verändert in dem griechischen Dörfchen. Hier waren wir das letzte Mal vor zwanzig Jahren, als unsere Kinder klein waren. Braungebrannt und begeistert kehren wir zurück. „Schade,“ meint unser Sohn, als wir davon erzählen. „Ich war zu klein damals, ich kann mich an gar nichts mehr erinnern.“ Gutes aus der Vergangenheit muss man manchmal wieder auffrischen. Damit es neu aufflammt und wiederbelebt wird. Das braucht der Glaube an Gott auch. Das hat Paulus, der große Missionar, in Ephesus gepredigt. Der war schon lange vor uns in der Ägäis unterwegs.
Im Epheserbrief Kapitel zwei schreibt Paulus: „Bedenkt: aus reiner Gnade hat Gott euch gerettet! Er ist reich an Erbarmen. Er hat uns seine ganze Liebe geschenkt. Durch unseren Ungehorsam waren wir tot; aber er hat uns mit Christus zusammen lebendig gemacht.“ Für dieses Geschenk will ich mein Leben lang dankbar sein. Immer mehr von seiner Tiefe entdecken. Darüber staunen, dass Gott in meinem Leben ist, dass ich zu ihm gehöre und ein bleibendes Zuhause habe. Es erfrischt mein Herz, wenn ich mich daran erinnere. Das ist ähnlich gut, wie jetzt nach langer Zeit unsere griechische Insel wiederzusehen, die schiefe Kiefer zu grüßen und ins Meer einzutauchen. Ola kala, alles gut, sagen die Griechen.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Ute Heuser-Ludwig
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