ERF Plus - Anstoß

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ERF Plus - Anstoß episodes

  • Schöne Grüße

    „Nimm schöne Grüße mit.“ Oft sage ich das gar nicht. Ich kenne mich. Ich vergesse häufig, aufgetragene Grüße auszurichten. Geht es dem Boten nicht genauso? Und ich denke: Freut sich der andere überhaupt über meine Grüße? Bedeuten sie ihm etwas?

    Im Gottesdienst einer Gemeinde habe ich die Frage gehört: „Hat jemand Grüße mitgebracht?“ Darauf stand jemand auf und grüßte als Besucher einer anderen Gemeinde. Die Grüße haben eine Verbindung zwischen zwei Gemeinden geschaffen.

    Ich kannte diese Art von offiziellem Gruß bis dahin in einem Gottesdienst nicht. Dabei haben die Grüßenden nichts anderes gemacht als der Apostel Paulus per Brief an die christliche Gemeinde in Philippi. Er schreibt dort: „Es grüßen euch alle Heiligen, besonders aber die aus dem Hause des Kaisers.“ (Philipper 4,22) Wo wurde der Brief vorgelesen? Im Gottesdienst der Gemeinde. Wer grüßt? Die Christen, die Paulus versorgen, darunter auch Leute, die im kaiserlichen Palast arbeiten.

    Grüße zeigen: Menschen sind mit mir verbunden. Es gibt Menschen, die sind wie ich mit Jesus verbunden, deshalb grüßen sie mich. Ich bin nicht allein. An besonderen Tagen, wie Geburtstagen oder Weihnachten verschicke auch ich Grüße. Doch warum nicht auch ohne besonderen Anlass bei nächster Gelegenheit? Einfach einer Person Grüße auftragen und sie und den Empfänger anschließend auch Gott ans Herz legen. Dann wird aus dem Gruß ein Segensgruß. Gott selbst wird schon dafür sorgen, dass der Gruß ankommt.

    Autor: Pastorin Elke Drossmann

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    3 min
  • Großes Fest - unerwartete Gäste

    Bei jeder Hochzeit in unserer Familie war das abendliche Festessen ein wichtiges Planungsthema. Wie viele Gäste sollten eingeladen und welche Speisen und Getränke aufgetischt werden? Wer sollte neben wem sitzen und welche Konstellation musste unbedingt vermieden werden?

    Und jetzt stellen Sie sich bitte für einen Moment vor, dass viele der Hochzeitsgäste kurzfristig absagen – noch dazu mit fadenscheinigen Begründungen! Das würde für alle Beteiligten, besonders aber für das Brautpaar ein herber Schlag sein.

    Jesus hat eine Geschichte erzählt, in der es genau darum geht. Die eingeladenen Gäste lassen sich reihenweise entschuldigen. Sie haben Wichtigeres zu tun, als zu feiern.

    In der Geschichte von Jesus ändert der Gastgeber daraufhin seinen Plan und lässt alle einladen, die seine Diener auftreiben können. Wie radikal sein Sinneswandel gewesen sein muss, zeigt seine Anweisung: Es sollen nun besonders verkrüppelte, blinde und lahme Menschen kommen; also jene, zu denen man sonst Abstand hält.

    Jesus hat mit dieser Geschichte eine wichtige Aussage gemacht. Gott lädt zu einem Fest in seinem Reich ein. Aber ausgerechnet jene, von denen man erwartet, dass sie erscheinen, lassen sich entschuldigen.

    Daraufhin wendet Gott sich denen zu, die man bei einer solchen Feier nicht erwartet. Sie dürfen die Köstlichkeiten genießen, die eigentlich anderen vorbehalten gewesen sind.

    Jesu Geschichte lässt sich in verschiedene Richtungen deuten. Für mich ist heute eine Frage wesentlich: Wie verhalte ich mich, wenn Jesu Einladung mich erreicht? Sage ich gerne zu?

    Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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    3 min
  • Besser als ein nuklearer Schutzschirm

    Es gibt viele Gefahren. Vor manchen will uns unsere Bundesregierung verschonen. Daher sprechen manche Politiker von einem Schutzschirm gegen die Klimakatastrophe oder von einem nuklearen Schutzschirm, der uns gegen Atomraketen wappnen soll. Manche Politiker wollen uns mit diesem doppelten Ausdruck „Schutz-Schirm“ beruhigen.

    Die großen Bedrohungen in der Welt machen mir trotzdem Angst, denn die Maßnahmen dagegen erweisen sich ständig als unzureichend. Zusätzlich versetzen mich schon viel kleinere Unsicherheiten in Panik: eine Prüfung, ein übervoller Terminkalender, Arzttermine oder schwierige menschliche Beziehungen. 

    Auch Martin Luther hat vor 500 Jahren bei seiner Bibelübersetzung das Wort Schirm verwendet. In den ersten zwei Versen von Psalm 91 heißt es: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN:  Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.“

    Hier wird deutlich: Die Auslöser meiner Ängste dürfen wie ein Unwetter einfach an Gottes Schirm abprallen. Bei ihm bin ich absolut sicher. Und zwar vor allem Übel. Ich brauche keinen extra Schirm gegen die Waffen meiner Mitmenschen oder einen anderen gegen Krankheiten. Gott ist in der Lage, alle Gefahren von mir fernzuhalten. Ob ich sie schon herannahen sehe oder nicht. Er überblickt das All.

    Sein Schutzprogramm ist unsichtbar, aber ich kann und will es mir immer wieder bewusst vor Augen führen. Ich will mir vorstellen, wie mir mein oberster Schirmherr fürsorglich Tag und Nacht seinen Schutz anbietet, wenn ich bei ihm Zuflucht suche. 

    Autor: Sonja Kilian

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    3 min
  • Was sein darf, dass kann ich verändern.

    „Was ist, darf sein. Und was sein darf, das kann sich verändern.“ Ein schöner Satz. Er stammt aus der Gestalttherapie. Dahinter steckt die Erkenntnis: Wenn ich mich angenommen fühle, so wie ich bin, dann habe ich auch die Kraft zur Veränderung. Ja, manches geschieht dann sogar spontan, gleichsam automatisch.

    Diese Weisheit ist eigentlich schon mindestens zwei Jahrtausende älter. Der Apostel Paulus hat damals an seinen Mitarbeiter Titus geschrieben:

    [Die Gnade Gottes] bringt uns dazu, uns von der Gottlosigkeit und den menschlichen Begierden loszusagen. (Titus 2,12a – BasisBibel)

    Ja, als Mensch bin ich sozusagen von Hause aus gottlos. Ich will Dinge, die nicht im Einklang mit Gottes gutem Willen für mich und andere stehen. Erst wenn ich begreife: Gott nimmt mich trotzdem so an, wie ich bin – voller Gnade – erst dann kann sich … oder besser: erst dann kann er in meinem Leben etwas verändern.

    Das befreit mich vom Zwang zur Selbstoptimierung. Positive Veränderungen in meinem Leben muss ich nicht krampfhaft erarbeiten. Wer sich Gott anvertraut, kann manchmal staunen, was Gott an Veränderung für ihn bzw. sie bereithält – einfach so.  

    Autor: Oliver Jeske

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    2 min
  • Beten wie Epaphras

    „Ich bete für dich.“ Wenn mir ein Freund, eine Bekannte oder auch ein Kollege von schwierigen Umständen berichtet oder schreibt, dann sage ich diesen Satz gerne: Ich bete für dich. So ein Satz ist schneller gesagt als getan. Es gab Zeiten in meinem Leben, da ist es leider beim bloßen Lippenbekenntnis geblieben. Dabei meinte ich es doch von Herzen ernst, so wie Epaphras.

    Der Apostel Paulus schreibt von Epaphras in seinem Brief an die Gemeinde in Kolossä. Knapp 2.000 Jahre ist das her. Ich erfahre nicht viel von diesem Epaphras, aber das, was ich erfahre, macht mich nachdenklich. Paulus schreibt über diesen gläubigen Mann: „Es grüßt euch Epaphras, […] der allezeit in seinen Gebeten für euch ringt, auf dass ihr feststeht, vollkommen und erfüllt mit allem, was Gottes Wille ist.“

    Da ist also ein Mann, der nicht nur für eine Person betet, sondern für eine ganze Gemeinde. Dieser Mann betet auch nicht nur einmal, sondern ständig.

    In der Stadt Kolossä kamen ca. 70 nach Christus Irrlehren auf. Deshalb betet Epaphras, dass die Gemeindemitglieder fest im Glauben bleiben und von Gottes Willen erfüllt bleiben. Ein Gebet, dass in vielen schweren Zeiten des Lebens gilt: In Krankheit oder Verlust, in Angst oder Hilflosigkeit, in Einsamkeit oder Selbstzweifel. Wer vollkommen mit dem Willen Gottes erfüllt ist, steht fest und sicher, egal in welchen Lebenssturm er gekommen ist.

    Ich möchte beten wie Epaphras. Es nicht nur ankündigen, sondern wirklich tun, nicht nur einmal, sondern immer wieder. Warum? Weil beten das Hoffnungsvollste und Stärkste ist, was Menschen  für einander tun können.

    Autor: Tobias Schier

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    3 min
  • Happy End oder nicht?

    Sie ist eine der berühmtesten Beispielgeschichten der Bibel: Jesu Gleichnis vom Verlorenen Sohn. Und ich finde, sie hört zu früh auf.

    Da lese ich im Lukasevangelium (Kapitel 15) von dem einen Sohn, der alles falsch macht, am Tiefpunkt seines Lebens die Wende schafft und reumütig zum Vater zurückkehrt. Und vom größten Vaterherzen, das dem Rückkehrer mit offenen Armen des Willkommens begegnet und ne Riesenparty schmeißt. Der Vater in der Geschichte ist Gott. Der Vater im Himmel, der es genau so bei jedem „Sünder der Buße tut“ macht, wie es in Vers 10 steht.

    Und da ist der zweite Sohn: Er leistet zuhause doppelte Arbeit, jahrelang, ohne sich zu beschweren. Jetzt reißt ihm der Geduldsfaden: Beim Anblick der Partystimmung der anderen fühlt er sich ausgeschlossen und ungerecht behandelt und wird selbst ungerecht. Er der alles hat, findet, nichts würde ihm gegönnt. Er, der den Laden am Laufen hielt, kann und will sich nicht über die wiedererstarkte Unterstützung freuen.

    Ich kanns verstehen. Wie viele leisten und schaffen und dienen im Hintergrund und bekommen womöglich nicht einmal ein Dankeschön?!

    Aber war da nicht dieses riesige liebende Vaterherz? „Da ging sein Vater heraus und bat ihn“, lese ich. Und ich höre den Vater auch zu mir sprechen „Du bist allezeit bei mir und alles, was mein ist, das ist dein. Du solltest fröhlich und guten Mutes sein“. (Lukas 15,31f)

    Und dann hört die Geschichte auf. Zu früh! Wie hat Sohn Zwei denn entschieden? Ist er beim Vater geblieben? Ich hoff’s; und ich wünsche Ihnen und uns allen, die wir vielleicht in seiner Situation sind, die richtige Entscheidung.

    Autor: Mirjam Langenbach

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    3 min
  • Gedanken zum Tag

    Es ist herrlich, wenn sich gerade zur Weihnachtszeit die wohlbekannten Gerüche aus der Kindheit wieder in die Nase schleichen: Zimt, Bratapfel oder frisch gebackene Plätzchen. Etwas sehr Vertrautes, aber vor allem sehr Schönes, denn es duftet wunderschön und es schmeckt auch.

    Alles, was in dieser Zeit mit den Händen verarbeitet und hergestellt wird, ist nicht nur ein Wohlgeruch, sondern schmeckt auch noch unglaublich gut. Da fällt es dann schon schwer, sich nicht sofort an den vielen Leckereien satt zu essen.

    Ich schmecke förmlich die Liebe meiner Tochter, die mit ganz viel Präzision und wunderschönen Details die frischgebackenen Plätzchen verfeinert. Es ist mehr als nur ein Plätzchen, es ist ein Geschenk.

    Ein Geschenk ist jedoch nicht umsonst, ja es kostet einen sogar etwas. Ganz so kostet es mich dem Vorbild von Jesus zu folgen, der in Hingabe und Liebe alles für mich gegeben hat. Der Apostel Paulus hat vor 1970 Jahren den Christen in Ephesus in Kleinasien empfohlen: „Wandelt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch.“ Das heißt: Jesus und seine Hingabe sind beispielhaft. Sein Leben und Sterben war so stark, dass es für seinen Vater im Himmel zu einem lieblichen Wohlgeruch wurde.

    Autor: Bernd Kortmann

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    3 min
  • Glück und Matchboxautos

    Da hocken die beiden Geschwister – 4 und 2 – und streiten sich lautstark. Bestimmt gibt es gleich Tränen.

    Der Zankapfel: ein Matchboxauto.

    Noch kurioser wird der Fall, weil die Mutter in weiser Voraussicht zwei identische Autos gekauft hat. Jedes der Geschwister hat also schon eines: mit der gleichen Farbe und den gleichen coolen Monster-Reifen. Aber hier geht’s ums Prinzip, wie der Zweijährige verkündet: „Ich brauche BEIDE Autos!!!

    Kindisch? Vielleicht. Aber die beiden tun das, was auch unter Erwachsenen üblich ist: sie haben das Gefühl, zu kurz zu kommen – und wollen deswegen mehr festhalten, als sie wirklich brauchen.

    Im Levitikus, im dritten Buch Mose, stehen Gesetze und Anweisungen Gottes, die das Leben des Volkes Israel geregelt haben. Dort findet sich auch folgende Anweisung: „Wenn ihr erntet, sollt ihr euer Feld nicht bis an den Rand abernten und keine Nachlese halten. (…) Lasst etwas übrig für die Armen und für die Fremden bei euch. Ich bin der HERR, euer Gott!“ (3. Mose 19,9-10)

    Hier wird eine frühe Form der Sozialhilfe beschrieben. Nach der Ernte durften Menschen, die kein eigenes Land besaßen, auf die abgeernteten Felder, um die Reste für den Eigenbedarf einzusammeln. Gleichzeitig war das eine wichtige Übung für Landbesitzer. Sie lernten zu sagen: „Das, was ich bei meiner Ernte eingefahren habe, ist genug. Ich muss nicht jeden Krümel, jedes letzte Korn behalten.“

    Wie viel ist genug? Wie viel brauche ich wirklich? Ich bin überzeugt: meine Lebenszufriedenheit hängt entscheidend davon ab, welche Antworten ich auf diese Fragen finde. Und es zeigt mir, wie es um mein Vertrauen in Gott wirklich steht.

    Autor: Tanja Rinsland

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    3 min
  • Mehr als Daumen hoch

    Was tut man, wenn einem etwas gefällt? Je nachdem, wie Menschen unterwegs sind, klatschen sie Beifall, klicken ein „Daumen hoch“-Symbol an, rufen laut „Bravo“ oder nicken schweigend. Das sind nur wenige Beispiele dafür, wie man Einverständnis, Wohlwollen oder Zustimmung ausdrücken kann.

    Wenn man jedoch richtig begeistert oder von Herzen dankbar ist, reichen diese Gesten oft nicht mehr aus. Dann muss sich die Dankbarkeit auch verbal Bahn brechen.

    So drückt zum Beispiel der Apostel Paulus in einem Brief an die christliche Gemeinde in Ephesus Lob und Dank in einem Satz aus, und wie! Der Satz ist ein einziger Jubel über die Macht Gottes. Paulus schreibt: „Dem aber, der überschwänglich tun kann über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt, dem sei Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus durch alle Geschlechter von Ewigkeit zu Ewigkeit!“ Paulus bekräftigt das mit „Amen.“ 

    “…durch alle Geschlechter von Ewigkeit zu Ewigkeit“ – mehr geht nicht. Alle Menschen aller Generationen sollen Gott loben. Ohne Ende. Denn Gott steht über allem, was irgendein Mensch je begreifen kann. Paulus ist überwältigt von dieser Größe und Macht Gottes. Es ist ihm ein Herzensanliegen, dass alle Menschen – seine Zeitgenossen und auch kommende Generationen, genau diesen Gott anbeten, den er selbst auf spektakuläre Weise erlebt hat. Gott hat ihn verwandelt - vom Saulus zum Paulus – und hat ihm ein komplett neues Leben geschenkt. Auch mir gilt diese Aufforderung, diesem Gott die Ehre zu geben. Nicht nur verbal, sondern am besten dadurch, dass ich ihm mein Leben unterstelle und meine Wege anvertraue. Machen Sie mit?

    Autor: Annegret Schneider

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    3 min
  • Auf dem Schirm

    Ein ganzes Volk an den Rand gedrängt, kurz gehalten, jeder Einflussnahme beraubt. Das gab es in der Geschichte der Menschheit nicht zu knapp. Ganze Völker mit reicher Kultur, die in einem dominanten Staatswesen quasi unsichtbar werden. Das passiert im China unserer Tage, das ist vor 150 Jahren auf dem nordamerikanischen Kontinent geschehen, und das ist auch derzeit noch das Schicksal vieler nomadisch lebender Völker dieser Welt.  

    Wie war das mit dem Volk Israel? Vor 3.500 Jahren haben die Nachfahren Abrahams, Isaaks und Jakobs in Ägypten Zuflucht gefunden vor einer bedrückenden Hungersnot – und haben sich erfolgreich integriert. Nach einem Herrschaftswechsel hat eine neue Generation von Pharaonen die Israeliten als innere Bedrohung betrachtet und ihr Schicksal drastisch erschwert. Zur Fronarbeit verpflichtet, jeden Einfluss auf die ägyptische Mehrheitsgesellschaft verwehrt. Eine himmelschreiend ungerechte Behandlung.     

    Das Stöhnen der Geplagten, das Wehklagen der Geschundenen und die Gebete der Niedergehaltenen ist nicht folgenlos verhallt. Kann man nachlesen im 2. Buch Mose Kapitel 2,25: „Gott sah auf die Israeliten und nahm sich ihrer an.“

    Einer hört. Auch wenn sich die Herrschenden noch so viel Mühe geben, die Klagen zu unterdrücken. Wie es mit dem Volk Israel weiterging, ist bekannt: Befreiung – das Joch abgeschüttelt – Auszug – Wüstenwanderung – und irgendwann staatliche Selbständigkeit. 

    Das kann allen Menschen in ähnlicher Situation Mut machen. Gott hat die Marginalisierten dieser Welt auf dem Schirm. Und nimmt sich der Sache an - auf ganz unterschiedliche Weise. Wer Gott um Hilfe bittet, kann entsprechende Erfahrungen machen.    

    Autor: Markus Baum

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    3 min

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