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Bei Filmprojekten versuche sie gegen die Schublade „Regisseurin mit Migrationshintergrund“ anzukämpfen, sagt Soleen Yusef. Für Netflix arbeitet die junge Regisseurin derzeit an der Serie „Skylines“, die in der Frankfurter Hip-Hop-Szene spielt. Ist das ein Vorteil der Streaming-Dienste, das man mehr ausprobieren kann und in weniger Schubladen gesteckt wird? Bei einem Bier erzählt sie, was sie beim Dreh in ihrer kurdischen Heimat, wo sie ihren Debütfilm aufnahm, über sich selbst lernte. Was sie mit dem ersten Ort in Deutschland verbindet, an dem ihre Familie nach der Flucht aus dem Nordirak ankam. Und mit welchem musikalischen Ratschlag sie ihre anfängliche Schüchternheit ablegte.
Dietmar Bär kommt ein paar Minuten zu spät zum Treffpunkt im Frankfurter Gallusviertel: "Der Taxifahrer war genauso fremd in der Stadt wie ich", sagt er und lacht. Bär ist derzeit am Frankfurter Schauspiel zu sehen, wo er einen Lokalpolitiker auf dem Weg zum Oberbürgermeister spielt, der sich mit einem Wutbürger auseinandersetzen muss.
Manche Zuschauer seien ganz überrascht, dass er eine andere Rolle als den Tatort-Kommissar Freddy Schenk spiele, so erzählt Bär beim Podcast-Gespräch (das diesmal schneebedingt in einem Café stattfindet). „Das ist der Fluch und der Segen der Rolle, man ist eben der Tatort-Kommissar und wird nicht mehr als Schauspieler wahrgenommen.“
Über das Handwerk des Schauspiels redet er nicht gern: "Das ist, als wenn man mit einem Klempner darüber redet, wie man am besten eine Badewanne einbaut." Wie er aber als Sohn eines Metzger-Gesellen und einer Fleischfachverkäuferin auf der Bühne landete, davon erzählt er ausführlich. Bär ist 1961 in Dortmund geboren, die Sommerferien verbrachte er als Kind bei den Verwandten in der Magdeburger Börde. Er gerät kurz ins Schwärmen über die DDR-Kinderbücher, die er dort erhielt und das Spielzeug, um das ihn seine Mitschüler beneideten. Als Jugendlicher engagierte er sich in der "Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend" (SDAJ) - was für ihn die Politik ablöste, erzählt er im Gespräch.
Dem Ruhrgebiet bleibt er bis heute treu, auch wenn sein Wohnsitz mittlerweile in Berlin liegt. Noch immer hat er eine Dauerkarte für das Westfalen-Stadion. Den Stolz auf die Region erlebte er unlängst noch einmal: „Ich habe erst bei einem Besuch einer Zeche auf 1200 Metern Tiefe begriffen, worauf das Ruhrgebiet und unsere Bundesrepublik eigentlich fußt und welcher Wohlstand von den Kohlehauern nach oben gebracht wurde. Da kam noch einmal ein Spätstolz auf das Ruhrgebiet für mich.“
Der Gastronom James Ardinast (46) brachte die coole Gastronomie in das Frankfurter Bahnhofsviertel.
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