F.A.Z. Am Tresen - Der Gesprächspodcast

F.A.Z. Am Tresen - Der Gesprächspodcast

By Frankfurter Allgemeine Zeitung FAZSociety & Culture
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F.A.Z. Am Tresen - Der Gesprächspodcast episodes

  • Patrick Mushatsi-Kareba, wofür braucht man heute noch große Plattenlabel?
    Am Tresen mit dem CEO von Sony Music
    Mutter Italienerin, Vater aus Burundi, aufgewachsen in einer Frankfurter Sozialbausiedlung – heute ist Patrick Mushatsi-Kareba CEO von Sony Music in München. Warum er fast ein halbes Jahr im Hotel wohnte und was er dabei lernte, was guter Smalltalk auf Partys ist und wie Sony zur EU-Diskussion über das Urheberrecht steht - darüber sprechen wir mit ihm im Podcast.
    1 hr 11 min
  • Andrea Kiewel, warum haben Sie immer gute Laune?
    Am Tresen mit der Fernsehgarten-Moderatorin und ehemaligen Leistungsschwimmerin
    Wo Andrea Kiewel ist, ist gute Laune. Am Sonntagmittag kehrt sie mit dem ZDF-Fernsehgarten in die deutschen Wohnzimmer ein - sie führt durch Spiele, begrüßt Schlagerstars. Dabei wirkt sie, wie die “taz” einmal bemerkte, immer aufrichtig in ihrer Begeisterung. Was Kiwi, wie sie sich selbst nennt, von Kiewel unterscheidet? “Bei Kiwi gibt es keine schlechten Nachrichten. Bei Kiwi ist immer alles in Ordnung. Aber das ist ja nicht das Leben”, sagt sie im Podcast “Am Tresen”.
    Der Erfolg kann schnell aufhören, das hat Kiewel 2017 gemerkt, als sie für den Diätanbieter "Weight Watchers" Schleichwerbung machte. Fast ein Jahr war sie raus aus dem Geschäft. Wie sich das anfühlte, plötzlich nichts mehr zu tun zu haben, und wieso sie zurückkehren konnte, wie sie überhaupt damals zum DDR-Fernsehen kam, obwohl sie ja eigentlich Leistungsschwimmerin und Lehrerin war und wieso sie heute den Winter in Tel Aviv verbringt, das erzählt sie im Podcast “Am Tresen”. In Tel Aviv fühlt sie sich wohl, weil sie das Gefühl hat, die Bewohner der Stadt seien wie sie. “Ich bin nicht 90 oder 100 Prozent, ich bin 110 Prozent. Ich habe nicht dieses gesunde deutsche Mittelmaß.”
    Was sie heute machen würde, wenn es die DDR noch gäbe, wieso Kiewel so abergläubisch ist, wieso der Fernsehgarten für sie auch Heilung bedeutet und wieso sie auch mitten in der Nacht sofort losmoderieren könnte, darüber spricht sie "Am Tresen".
    49 min
  • Tim Wolff, wo hört der Spaß auf?
    Satiriker und Ex-Titanic-Chefredakteur über Polizeischutz, Klagen der Kirche und humorlose Politiker
    Am Tag, an dem islamistische Terroristen die Mitarbeiter der Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo" 2015 erschossen, stand das Telefon bei Tim Wolff, dem Chef der deutschen Satire-Zeitschrift "Titanic" nicht mehr still. Alle wollten mit ihm sprechen, Kamerateams standen vor der Redaktion Schlange. Fast jeder Journalist fragte, ob Wolf Angst habe, so erinnert er sich. "Angst kommt erst auf, wenn Polizisten mit Maschinengewehren am Fenster vorbeilaufen, um uns zu beschützen", sagt Wolff in der neuen Folge von "Am Tresen", dem F.A.Z.-Gesprächspodcast. Er erinnert sich, wie plötzlich eine Handvoll "ehemaliger Klassenclowns" sehr ernsten Polizisten gegenüber saß, er unter Polizeischutz stand und eine Bombenattrappe als polizeiinterne Übung vor seiner Wohnung abgelegt wurde.
    Nach fünf Jahren an der Spitze ist Tim Wolff seit gut einem Monat nicht mehr Chefredakteur der „Titanic“. "Am Tresen" einer Trinkhalle im Frankfurter Gallusviertel berichtet er von seinem zwiespältigen Verhältnis zur Arbeit des Fernsehsatirikers Jan Böhmermann. Welche Politiker am meisten gegen die Satire-Zeitschrift geklagt haben ("Wenn es humorlose Politiker gibt, dann sind sie immer in der SPD") und warum sich die "Titanic" besonders gerne von der katholischen Kirche verklagen lässt - die hatten nämlich zunächst gegen ein Titelbild Klage eingereicht, die "Titanic" bekam dadurch viel Aufmerksamkeit und im letzten Moment, "bevor es teuer wurde" hatte die Bischofskonferenz die Klage zurückgezogen. "Mit dem Vatikan würde ich jederzeit wieder zusammenarbeiten. Das war  optimal", sagt Wolff. 
    Außerdem erklärt der Satiriker, wie ein guter Witz funktioniert, wieso er selbst keinen erzählen kann, warum die Sketche von Loriot heute nicht mehr funktionieren würden und warum er deutsches Kabarett nicht erträgt.
    58 min
  • Soleen Yusef, wie ist es für Netflix zu drehen?
    Am Tresen mit der Regisseurin, die die Hip-Hop-Serie "Skylines" macht

    Bei Filmprojekten versuche sie gegen die Schublade „Regisseurin mit Migrationshintergrund“ anzukämpfen, sagt Soleen Yusef. Für Netflix arbeitet die junge Regisseurin derzeit an der Serie „Skylines“, die in der Frankfurter Hip-Hop-Szene spielt. Ist das ein Vorteil der Streaming-Dienste, das man mehr ausprobieren kann und in weniger Schubladen gesteckt wird? Bei einem Bier erzählt sie, was sie beim Dreh in ihrer kurdischen Heimat, wo sie ihren Debütfilm aufnahm, über sich selbst lernte. Was sie mit dem ersten Ort in Deutschland verbindet, an dem ihre Familie nach der Flucht aus dem Nordirak ankam. Und mit welchem musikalischen Ratschlag sie ihre anfängliche Schüchternheit ablegte.

    1 hr
  • Dietmar Bär, sind Sie manchmal genervt von Freddy Schenk?
    Am Tresen mit dem Tatort-Kommissar und Schauspieler

    Dietmar Bär kommt ein paar Minuten zu spät zum Treffpunkt im Frankfurter Gallusviertel: "Der Taxifahrer war genauso fremd in der Stadt wie ich", sagt er und lacht. Bär ist derzeit am Frankfurter Schauspiel zu sehen, wo er einen Lokalpolitiker auf dem Weg zum Oberbürgermeister spielt, der sich mit einem Wutbürger auseinandersetzen muss.

    Manche Zuschauer seien ganz überrascht, dass er eine andere Rolle als den Tatort-Kommissar Freddy Schenk spiele, so erzählt Bär beim Podcast-Gespräch (das diesmal schneebedingt in einem Café stattfindet). „Das ist der Fluch und der Segen der Rolle, man ist eben der Tatort-Kommissar und wird nicht mehr als Schauspieler wahrgenommen.“

    Über das Handwerk des Schauspiels redet er nicht gern: "Das ist, als wenn man mit einem Klempner darüber redet, wie man am besten eine Badewanne einbaut." Wie er aber als Sohn eines Metzger-Gesellen und einer Fleischfachverkäuferin auf der Bühne landete, davon erzählt er ausführlich. Bär ist 1961 in Dortmund geboren, die Sommerferien verbrachte er als Kind bei den Verwandten in der Magdeburger Börde. Er gerät kurz ins Schwärmen über die DDR-Kinderbücher, die er dort erhielt und das Spielzeug, um das ihn seine Mitschüler beneideten. Als Jugendlicher engagierte er sich in der "Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend" (SDAJ) - was für ihn die Politik ablöste, erzählt er im Gespräch.

    Dem Ruhrgebiet bleibt er bis heute treu, auch wenn sein Wohnsitz mittlerweile in Berlin liegt. Noch immer hat er eine Dauerkarte für das Westfalen-Stadion. Den Stolz auf die Region erlebte er unlängst noch einmal: „Ich habe erst bei einem Besuch einer Zeche auf 1200 Metern Tiefe begriffen, worauf das Ruhrgebiet und unsere Bundesrepublik eigentlich fußt und welcher Wohlstand von den Kohlehauern nach oben gebracht wurde. Da kam noch einmal ein Spätstolz auf das Ruhrgebiet für mich.“

    1 hr 17 min
  • Eckhart Nickel, warum haben Sie für Ihren Debutroman 20 Jahre gebraucht?
    Am Tresen mit dem Schriftsteller und Kopf der Popliteratur
    Ende der Neunziger war Eckhart Nickel Teil der Popliteraturwelle um Benjamin von Stuckrad-Barre und Christian Kracht. Zusammen wollten sie die Literatur revolutionieren. “Es gab die Vision, dass ein Text so toll klingen soll wie eine Popsingle”, erzählt er. 20 Jahre später hat er seinen ersten eigenen Roman "Hysteria" veröffentlicht und landete damit auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis.
    Wir fragen ihn, wie das Reisen mit Christian Kracht ist und warum er ein Magazin von Kathmandu aus herausgab. Außerdem sprechen wir über Filterkaffee, Würstchen, über die Frankfurter Altstadt und wieso der Autor den VW-Polo liebt.
    1 hr 3 min
  • Mahret Kupka, warum haben Sie Ihre Erfahrungen bei #MeTwo öffentlich gemacht?
    Am Tresen mit der Kuratorin und Kritikerin von Alltagsrassismus
    Mahret Kupka kennt sich nicht nur mit Kunst aus, sie reist dafür auch um die Welt. Die Kuratorin des Frankfurter "Museums Angewandte Kunst" (MAK) war zuletzt in Georgien, wo eines Morgens ein Zettel vor ihrem Bett lag, dessen Nachricht ihr den roten Faden für die aktuelle Ausstellung junger Georgischer Künstler gab. Was darauf stand und wie ihre Mitreisenden darauf reagierten, erzählt sie im Podcast. Vor der Kunst kam jedoch die Mode: Kupka war eine der ersten professionellen Modebloggerinnen Deutschlands, inklusive Markenkooperation. Wir haben sie gefragt, warum sie sich gegen die Influencer-Karriere entschieden hat.
    Aufgewachsen ist die junge Frau in Hanau, die Wurzeln ihrer Familie liegen aber in Nigeria. Dass Verwandschaft dort etwas völlig anderes bedeutet als in Deutschland, stellte sie bei der Hochzeit ihrer Eltern fest. "Plötzlich hat man eine riesige Familie", sagt sie. Auf Twitter berichtete sie über Alltagsrassismus und erzählt uns im Gespräch, was sie mit ihrer Mutter in einem hessischen Ausflugslokal beim Bier erlebte.
    1 hr 10 min
  • Mike Josef, wie stoppen Sie die Explosion der Mieten?
    Am Tresen mit dem SPD-Politiker und syrischen Flüchtling
    Mike Josef hat eine beinahe unlösbare Aufgabe. Frankfurt wächst und wächst, wie alle Großstädte, trotzdem muss er es schaffen, dass die Mieten nicht weiter steigen. Was tut er dafür, dass Menschen mit normalem Einkommen in der Stadt wohnen bleiben können, dass Sozialwohnungen nicht weiter verschwinden, dass die gewachsene Sozialstruktur von Stadtteilen nicht binnen weniger Jahre durch Gentrifizierung zerstört wird? Als Planungs- und Wohnungsbaudezernent von Frankfurt muss er darauf Antworten finden. Früher war das vielleicht ein dröger Job, heute geht es um Zukunftsfragen: „Ein Dach über dem Kopf zu haben, ist die Voraussetzung Teil einer Gesellschaft zu sein", sagt Josef.
    Josefs Leben ist eine Aufsteigergeschichte: Seine Eltern flohen als Christen aus Syrien nach Deutschland. Vieles musste die Familie erst lernen. Auf die Flüchtlingskrise hatte der SPD-Politiker 2015 einen anderen Blick: "Wenn meine Eltern damals, 1987, nicht das Land verlassen hätten, wäre ich vielleicht heute einer von denen, die jetzt gekommen sind.“ Warum seine Eltern ihren Namen eindeutschen ließen und wieso Josef als heutiger Hoffnungsträger der hessischen SPD bei seiner ersten Bundestagswahl 2002 Edmund Stoiber wählte - über all das sprechen wir mit ihm im F.A.Z.-Gesprächspodcasts Am Tresen.
    1 hr 4 min
  • Sybille Schönberger, wie wird man Deutschlands jüngste Sterneköchin?
    Spitzenköchin über Beschimpfungen am Herd und die Welt der Fernsehköche
    Mit 27 Jahren wird Sybille Schönberger Küchenchefin in einem Sternerestaurant. Das allein ist ungewöhnlich - es gibt nur eine Handvoll profilierter weiblicher Küchenchefs in Deutschland. Keiner glaubt, dass Schönberger den Stern im Guide Michelin, der wichtigsten Auszeichnung der Szene, halten kann. Aber sie schaffte es. In wenig anderen Berufen wird so viel gebrüllt, beschimpft, herrscht so viel Druck wie in der Spitzenküche. Wie setzt man sich da durch? Wie lässt sich das mit einem Familienleben vereinbaren?
    Inzwischen war Schönberger in allen großen Kochshows im Fernsehen, nimmt regelmäßig an der "Küchenschlacht" im ZDF teil. Im F.A.Z.-Gesprächspodcast "Am Tresen" spricht sie über feminen Geschmack, darüber, dass sie lieber vegan als glutenfrei leben würde - und die Welt der Fernsehköche.
    55 min

About F.A.Z. Am Tresen - Der Gesprächspodcast

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Am Tresen der Trinkhalle bleibt man kurz stehen, um zu plaudern – mit den Nachbarn oder Bekannten. Genau da treffen sich unsere F.A.Z.-Redakteure Maria Wiesner und Timo Steppat mit spannenden Menschen. Jede Episode stellt eine andere interessante Persönlichkeit vor, von der Spitzenköchin über Schriftsteller, Comedians und Schauspieler. Mit dabei sind u.a. Carolin Kebekus, Horst Lichter und Torsten Sträter.

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