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International episodes

  • Best of International: Chinas Kampf gegen die Armut
    Chinas rasante wirtschaftliche Entwicklung ist eindrücklich. Fernab von glitzernden Hochhausfassaden der Metropolen leben aber noch immer Millionen Chinesen in Armut. Chinas Präsident hat das Problem zur Chefsache erklärt: Bis 2020 soll die Armut aus China verschwinden. Mehrere hundert Millionen Menschen hat China in den letzten vier Jahrzehnten aus der Armut befreit. Eine weltweit bisher einzigartige Entwicklung, auf die Chinas Regierung gerne verweist.
    Doch nicht alle Chinesen haben den Sprung aus der Armut geschafft. Mit dem Kapitalismus hat sich auch das Gefälle zwischen arm und reich vergrössert. Fernab der glitzernden Hochhausfassaden der grossen Metropolen leben noch immer Millionen von Chinesen in tiefster Armut.
    Präsident Xi Jinping hat das Problem zur Chefsache erklärt. Mit einer grossangelegten Kampagne soll die Armut in zwei Jahren aus China verschwinden. Dafür gibt der Staat Milliarden aus, Infrastruktur- und Tourismusprojekte sollen in abgelegenen Gebieten Einnahmen generieren.
    Mindestens zehn Millionen Menschen werden laut offiziellen Angaben so im Jahr aus der Armut befreit. Doch die staatlich verordnete Entwicklungshilfe funktioniert nicht überall gleich gut. Sie hängt ab von den Lokalbehörden, die die Gelder vor Ort verteilen.
    28 min
  • Best of International: Nichts wie weg aus Bosnien!
    Zehntausende wandern jedes Jahr aus Bosnien-Herzegowina aus. Sie haben die Hoffnung verloren, dass es ihnen eines Tages besser gehen wird. Arbeitsplätze sind rar und miserabel bezahlt. Die Politik wird beherrscht von einer korrupten Elite, die immer wieder Angst vor einem neuen Krieg schürt. Es gibt nicht viele junge Menschen in Bosnien, die es sich nicht schon überlegt haben auszuwandern. Vor den ausländischen Botschaften in Sarajevo stehen die Leute Schlange, um sich für eine Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung zu bewerben. In den Medien ist das Problem der Abwanderung konstant präsent. Letztes Jahr sind schätzungsweise 40'000 ausgewandert, in den letzten vier Jahren waren es zusammen 150'000.
    In Bosnien-Herzegovina sind seit der Jahrtausendwende zehntausende Arbeitsplätze vernichtet worden. Der Grossteil der Industrie-Betriebe wurde durch korrupte Machenschaften bei der Privatisierung ruiniert. Anständig bezahlte Jobs gibt es fast nur beim Staat und in Betrieben, die von der Politik abhängen. Diese Stellen werden aber von den politischen Parteien gezielt an Günstlinge vergeben.
    Die Günstlingswirtschaft, Korruption und Arbeitslosigkeit sind drei der Gründe, wieso vor allem junge und gut ausgebildete Leute das Land verlassen. Genauso wichtig ist aber die politische Instabilität. Noch immer beherrschen jene Kreise die Politik, die im Bosnien-Krieg reich und mächtig wurden. Die Anführer der drei damaligen Kriegsgegner betreiben mit der Angst vor einem Rückfall in die Gewalt der 90er Jahre ein zynisches politisches Spiel.
    Erstausstrahlung: 3. Februar 2018
    28 min
  • Best of International: 22 Jahre Diktatur in Gambia - und nun?
    Bespitzelungen, Folter, Mord – mit diesen Methoden hielt sich Yahya Jammeh, der Präsident des westafrikanischen Landes, 22 Jahre an der Macht. Im Dezember 2016 wählten die Gambier ihren Diktator überraschend ab. Jetzt muss die neue Regierung den bankrotten Staat wieder auf Vordermann bringen. Die Wirtschaft ist am Boden, die Staatskasse geplündert – und Diktator Jammeh hat Gambia auch politisch und gesellschaftlich zugrunde gerichtet. Mit einem umfassenden Sicherheitsapparat liess er die Bevölkerung bespitzeln und verfolgen. Es gibt keine Statistik darüber, wieviele Menschen von Jammehs Schergen beiseite geräumt und ermordet wurden. Wer konnte, verliess denn das Land: Journalisten, Kulturschaffende, Oppositionspolitikerinnen, Juristen.
    Unter der neuen Regierung von Adama Barrow weht nun ein neuer Wind: Jammehs Kritiker sind zurückgekehrt, es herrscht Rede- und Pressefreiheit, und auch Kritik an der neuen Regierung ist erlaubt. Das ist schon viel. Doch die wirklich grossen Erfolge lassen noch auf sich warten: die Sanierung der Wirtschaft, die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Verbesserung der Landwirtschaft, des Bildungsapparates und des Gesundheitswesens. Offen ist auch noch, wie die Opfer des Diktators entschädigt werden. Das ist viel Arbeit für die neue Regierung. Allerdings: Sie ist noch nicht einmal ein Jahr im Amt!
    (Erstausstrahlung am 27. Januar 2018)
    28 min
  • SOMMER 88 – Ein Blick auf Ost- und West-Berlin
    Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, lautet ein Sprichwort. 1988 war ein solches Schattenjahr, bevor 1989 der Eiserne Vorhang fiel. Und es gab in diesem Jahr spektakuläre Vorzeichen für eine Wende. In Ost- und West-Berlin gab es einen eigentlichen heissen Krieg der Konzerte, Michael Jackson und Pink Floyd spielten beispielsweise in West-Berlin vor dem Reichstag, Joe Cocker und Bruce Springsteen in Ost-Berlin. Hundertausende aus der ganzen DDR sangen am 19. Juli 1988 Springsteens Hit «Born in the USA» mit und schwenkten US-Fahnen. Und das in der DDR. Mehr als vieles Anderes unterspülte die Musik aus dem Westen das Fundament der Mauer im Osten. «Der Traum ist aus» und «Dieses Land ist es nicht» sangen die Menschen mit dem Westberliner Musiker Rio Reiser im Oktober 1988.
    Gleichzeitig träumte West-Berlin den Traum von der Nische. Ein ehemaliges Stück DDR, das im Westen lag und von West-Berliner Polizisten nicht betreten werde durfte, wurde besetzt und Symbol für eine Utopie von Europa. Denn zeitgleich entwarfen Schriftsteller aus Ost und West an einem grossen Kongress den Traum eines Europas zwischen den Blöcken. Doch während die Mauer in Polen schon bröckelte, wurden bereits die Fundamente für die Mauern und Gräben gelegt, die heute durch Polen gehen und sich neu zwischen Polen und Deutschland auftürmen. Ein Blick auf Ost- und West-Berlin im Sommer 1988.
    29 min
  • Best of ...: Korsikas Nationalisten wollen mehr Autonomie
    In Korsika beginnt eine neue politische Epoche. Die Nationalisten wollen die Insel gesellschaftlich erneuern, mit demokratischen Mitteln und ohne Gewalt. Sie fordern darum mehr Autonomie von Frankreich. Rückhalt finden sie vor allem bei der jungen Bevölkerung. Während Jahrzehnten dominierten ein paar wenige Familien-Clans die Politik Korsikas. Sie bedienten ihre eigene Klientel. Sie vergaben öffentliche Aufträge unter sich und profitierten persönlich vom Immobilien-Boom für Zweitwohnung.
    Ab 2014 begann dieses System zu zerfallen. Bei den Wahlen im letzten Dezember gewannen sie die absolute Mehrheit der Sitze im neuen Regionalparlament. Noch vor ein paar Jahren wäre das undenkbar gewesen.
    Der schnelle Aufstieg der Nationalisten verdeckt lange Verhandlungen hinter den Kulissen. Der Präsident der Regionalregierung, Gilles Simeoni, verkörpert diesen Wandel der Nationalisten. Der frühere Strafverteidiger prominenter Nationalisten, rang seinem Bündnis das Versprechen ab, den gewaltsamen Kampf für ein von Frankreich unabhängiges Korsika aufzugeben.
    Das ermöglichte es vielen Wählerinnen und Wählern in Korsika, ihre Stimme künftig den Nationalisten zu geben. Insbesondere die jungen Wählerinnen und Wähler koppeln den Aufstieg der Nationalisten an die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
    In den kommenden Jahren wollen die Nationalisten mit der französischen Regierung einen Autonomie-Status aushandeln, der ihnen mehr Selbstbestimmung geben soll.
    (Erstausstrahlung: 13. Januar 2018)
    30 min
  • Marokkos grünes Agrarprogramm hat dunkle Flecken
    Mit einem milliardenschweren Subventionsprogramm will Marokko die Landwirtschaft modernisieren. Der «Plan Maroc Vert» hat Marokkos Landwirtschaft verändert. Das Land gehört heute zu den grossen Exportnationen – und muss gleichzeitig immer mehr Grundnahrungsmittel importieren. In Marokko leben 40 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft – aber sie produzieren bloss 15 Prozent der Wirtschaftsleistung. Vor allem die Bauern im ländlichen Raum sind bitterarm. Ihnen hat König Mohammed VI. schon in der ersten Rede nach der Thronbesteigung ein besseres Leben in Aussicht gestellt.
    Vor zehn Jahren hat die Regierung ein milliardenschweres Subventionsprogramm lanciert – den «Plan Maroc Vert»: Das Programm soll Marokkos Landwirtschaft modernisieren und effizienter machen. Der Staat fördert die Einführung neuer Techniken und Produktionsmethoden. Er finanziert die Umstellung der Bewässerungssysteme auf wassersparende «Tröpfchenbewässerung» und den Kauf schwerer Landmaschinen.
    Seit Jahren präsentiert Marokkos Agrarminister Erfolgsmeldungen: durchschnittliche Ertragssteigerungen um sieben Prozent pro Jahr und ein höheres Einkommen für die arme Landbevölkerung.
    Der «Plan Maroc Vert» hat Marokkos Landwirtschaft verändert. Aber er hat auch Schattenseiten: Marokko gehört heute bei Zitrusfrüchten, Tomaten oder roten Beeren zu den grossen Exportnationen – und muss gleichzeitig immer mehr Grundnahrungsmittel importieren.
    27 min
  • Pomakische Lebensläufe
    In den Rhodopen, im griechisch-bulgarischen Grenzgebiet, lebt eine vergessene Minderheit. Die Pomaken sprechen Bulgarisch und sind muslimischen Glaubens. Wer von ihnen Chancen sucht oder einen anständigen Lohn, der verlässt die Heimat. Doch die Heimat lässt niemanden ganz los. Mehmet liest geschichtstheoretische Fachliteratur und arbeitet auf dem Bau. Die Soziologin Ekaterina lebt in Dänemark und geht dort gern in die Moschee. Nefse träumt von Chicago und Paris und will unbedingt einen Jungen aus dem Dorf heiraten. Ismael rennt in Belgien Hühnern nach, um sich eine elektrische Gitarre kaufen zu können.
    Die Pomaken sind ein Bergvolk. Das Gebirge der Rhodopen im griechisch-bulgarischen Grenzgebiet ist ihre Heimat. Im kommunistischen Bulgarien wurden sie unterdrückt. Das ist vorbei. Doch auch die kapitalistische Freiheit ist für sie nicht einfach. In der Sendung «International» erzählen Pomakinnen und Pomaken aus ihrem Leben.
    29 min
  • Der Rust-Belt wartet auf das Wirtschaftswunder
    Nach der Wahl von Präsident Donald Trump erhielt eine vergessene Gegend in den USA plötzlich viel Aufmerksamkeit: Der sogenannte Rust-Belt, der Rost-Gürtel im Norden der USA. Denn die Wähler in Staaten wie Michigan, Ohio und Pennsylvania verhalfen Trump massgeblich zum knappen Sieg. Trump hatte ihnen versprochen, sie von der wirtschaftlichen Misere zu befreien. Entscheidend waren einige wenige demokratische Wahlbezirke, die Trump wählten. Was hat es ihnen gebracht?
    Die verfallenen Gebäude und Fabriken im Rust-Belt der USA zeugen von Niedergang und vergangenem Reichtum der Industriestaaten im Norden der USA. Seit den siebziger Jahren erlebte die Stahl- und Autoindustrie einen Niedergang, die Bevölkerung schrumpfte um zwei Drittel. Heute leidet die Gegend unter einem Armutsniveau und einer Sterblichkeitsrate wie in Drittweltländern üblich.
    Auch in Monessen, Pennsylvania, und Macomb-County, Michigan, träumt die Bevölkerung von der Rückkehr zu besseren Zeiten. 2016 besuchte der damalige Präsidentschaftskandidat Donald Trump beide Orte und versprach, die Industrie-Jobs zurückzubringen. Inzwischen ist Ernüchterung im Rust-Belt eingekehrt. Das Bewusstsein ist gewachsen, dass man sich selber helfen muss, bloss wie? Die zu lösenden Probleme sind immens.
    USA-Korrespondentin Isabelle Jacobi ist in den Rust-Belt gereist, um dort im zweiten Jahr der Trump-Regierung den Puls zu fühlen.
    29 min
  • Kaputter Kongo
    Als «Herz der Finsternis» wurde der Kongo zum literarischen Klassiker. Was Joseph Conrad vor 120 Jahren beschrieb, gilt immer noch. Das Land im Herzen Afrikas, das mit unendlichem Reichtum gesegnet ist, wird von einer korrupten Elite geplündert und einem machthungrigen Präsidenten kaputtregiert. Das riesige Land, das zweitgrösste in Afrika, könnte den halben Kontinent ernähren und wirtschaftlich international in der obersten Liga spielen. Stattdessen droht ein Massensterben: 18 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen, 2,5 Millionen Kinder sind am Verhungern. «Alle wissen, was in Syrien oder im Irak passiert,» sagt der Chef des UNO-Welternährungsprogrammes in Kinshasa, Claude Jibidiar, «aber nirgendwo auf der Welt, auch nicht in Syrien, sind so viele Menschen vertrieben worden wie im Kongo.»
    In zehn der 26 Provinzen im Kongo herrscht faktisch Krieg, werden Dörfer angezündet, die Einwohner vertrieben, vergewaltigt oder ermordet. Aber nicht nur in Kriegsgebieten, fast überall in dem riesigen Land, im normalen Alltag der 80 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner, herrscht brutale Gewalt: Präsident Joseph Kabila, der sich längst von der Macht hätte zurückziehen sollen, umgibt sich mit einem Sicherheitsapparat, der, so die UNO, zu den skrupellosesten des ganzen Kontinents gehört. Andersdenkende werden verhaftet, manche gar getötet. Dabei wollen all die Kritiker des Präsidenten vorab eines: faire Wahlen - und eine neue Regierung, die für das Wohl aller eintritt.
    28 min
  • Kaputter Kongo
    Als «Herz der Finsternis» wurde der Kongo zum literarischen Klassiker. Was Joseph Conrad vor 120 Jahren beschrieb, gilt immer noch. Das Land im Herzen Afrikas, das mit unendlichem Reichtum gesegnet ist, wird von einer korrupten Elite geplündert und einem machthungrigen Präsidenten kaputtregiert. Das riesige Land, das zweitgrösste in Afrika, könnte den halben Kontinent ernähren und wirtschaftlich international in der obersten Liga spielen. Stattdessen droht ein Massensterben: 18 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen, 2,5 Millionen Kinder sind am Verhungern. «Alle wissen, was in Syrien oder im Irak passiert,» sagt der Chef des UNO-Welternährungsprogrammes in Kinshasa, Claude Jibidiar, «aber nirgendwo auf der Welt, auch nicht in Syrien, sind so viele Menschen vertrieben worden wie im Kongo.»
    In zehn der 26 Provinzen im Kongo herrscht faktisch Krieg, werden Dörfer angezündet, die Einwohner vertrieben, vergewaltigt oder ermordet. Aber nicht nur in Kriegsgebieten, fast überall in dem riesigen Land, im normalen Alltag der 80 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner, herrscht brutale Gewalt: Präsident Joseph Kabila, der sich längst von der Macht hätte zurückziehen sollen, umgibt sich mit einem Sicherheitsapparat, der, so die UNO, zu den skrupellosesten des ganzen Kontinents gehört. Andersdenkende werden verhaftet, manche gar getötet. Dabei wollen all die Kritiker des Präsidenten vorab eines: faire Wahlen - und eine neue Regierung, die für das Wohl aller eintritt.
    28 min

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Die Welt ist unübersichtlich geworden – «International» hilft, sie zu verstehen. Mit den SRF-Auslandkorrespondentinnen und -korrespondenten reisen wir dorthin, wo Geschichten entstehen: Krisengebiete, Wirtschaftsmächte, vergessene Regionen.

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