International

International

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)News
Download on the App Store
  • Favorites

    83

    Followers

  • Typical duration

    17 min

    per episode

Based on Podcast App listening data

International episodes

  • Italiens rote Hochburgen wanken
    Die Linke hat in den roten Hochburgen Emilia Romagna und Toskana seit dem Zweiten Weltkrieg fast durchgehend regiert. Doch nun verliert der sozialdemokratische «Partito Democratico» dort massiv an Stimmen und Einfluss. Zum Beispiel in Imola. In der Kleinstadt Imola, nahe Bologna, könnte die Linke erstmals seit über 70 Jahren die Macht verlieren. Auch in anderen Städten und Regionen drohen der Linken schwere Niederlagen.
    Dabei zeigt das Beispiel Imola, dass die Linke dort nicht schlecht regiert hat. Die Strassen sind sauber, die Parkanlagen gepflegt, es gibt Velowege und der Abfall wird getrennt gesammelt. Doch in der langen italienischen Wirtschaftskrise ist auch in Imola ein Teil der Mittelschicht verarmt. Arbeitslosigkeit, prekäre Arbeitsverhältnisse, sogar die Zahl der Obdachlosen nahmen in den letzten Jahren zu.
    Der «Partito Democratico» hat wie auch andere sozialdemokratische Parteien Europas in der Wirtschaftskrise massiv an Zustimmung eingebüsst. Es sind vor allem die Protestbewegung der Fünf Sterne und die rechte Lega, die die vielen Enttäuschten ansprechen und für sich gewinnen.
    29 min
  • Der West-Ostkonflikt in der EU – ein Graben in den Köpfen
    Die Flüchtlingskrise hat die EU scheinbar in West und Ost gespalten. Die im Westen erteilen moralische Lektionen. Die im Osten fühlen sich unverstanden und bevormundet - auch wenn es um ihre wirtschaftlichen Interessen geht. Was läuft schief? Seit der Flüchtlingskrise gibt es in den Köpfen der Westeuropäer wieder diesen Graben, der den guten Westen vom bösen Osten trennt. Die Politiker im Westen der EU erteilen Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei moralische Lektionen, ohne zu verstehen, wieso die dortige Bevölkerung eine andere Haltung hat zur Migration.
    Beinahe 30 Jahre nach der Wende reagieren die Leute in den östlichen EU-Länder immer mehr empfindlich auf die herablassende Behandlung durch den Westen. Der zweitgrösste Dachfenster-Hersteller im polnischen Nowy Sacz beschwert sich, dass er von der Nummer eins in Dänemark mit unfairen Methoden aus dem Markt gedrängt und von der EU-Kommission im Stich gelassen wird.
    Marek Prawda, der Vertreter der EU in Polen, sagt, es fehle dem Westen an Empathie und das Gefühl der Zweitklassigkeit bei den östlichen EU-Bewohnern sei der Nährboden auf dem der Populismus wachse, der demokratische Werte in Frage stellt. Zsolt Enyedi von der Zentraleuropäischen Universität in Budapest, wurde von der Regierung Viktor Orbans auf eine Liste von Feinden der Nation gesetzt. Er ärgert sich darüber, dass die Europäische Volkspartei, zu der Orbans Fidesz gehört, immer wieder wegschaut, wenn die ungarische Regierung Rechtsstaat und Demokratie demontiert.
    Der Westen hat in verschiedener Hinsicht Grund, sich selber kritisch zu hinterfragen, wenn er Entwicklungen in den östlichen EU-Staaten kritisiert.
    29 min
  • International: Die Ukraine und ihr steiniger Weg nach Westen
    Vor vier Jahren siegte in Kiew die Maidan-Revolution, die Ukraine brach auf Richtung Europa. Nun zeigt sich: Die Überwindung der sowjetischen Vergangenheit ist schwieriger als gedacht. Die alten, korrupten Eliten klammern sich an die Macht und der Krieg im Osten stärkt nationalistische Hitzköpfe. Zwar gibt es einige Erfolge im Kampf gegen die Korruption: So wurde etwa ein Anti-Korruptionsbüro (NABU) geschaffen, eine Ermittlungsbehörde mit weitreichenden Kompetenzen. NABU-Chef Artem Sytnyk beklagt aber, die alten Eliten würden sich gegen zu viel Transparenz wehren. Tatsächlich weigert sich das Parlament, weitere griffige Anti-Korruptionsgesetze zu beschliessen.
    Für das Image der Ukraine hat die schleppende Korruptionsbekämpfung schwerwiegende Folgen: Die westlichen Verbündeten des Landes werden zunehmend ungeduldig. Auch in der Ukraine selber wächst die Unzufriedenheit mit der Regierung.
    Dazu kommt: Die Ukraine steckt mitten in einem tiefgreifenden Wandlungsprozess. Das Land streift seine alte, sowjetische Identität ab und baut sich eine neue, ukrainische Identität. Der Krieg gegen die prorussischen Separatisten im Donbass beschleunigt diese Entwicklung noch.
    Staatlich alimentierte Historiker suchen in der Geschichte nach ukrainischen Helden. Vor allem Nationalisten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs werden verehrt – obwohl diese zum Teil eng mit den Nationalsozialisten zusammengearbeitet haben.
    Dieser fragwürdige Blick auf die Geschichte bleibt aber nicht unwidersprochen.
    30 min
  • Musik als Schule fürs Leben und als Fenster zur Welt
    Mit Schulkonzerten trägt die Organisation «Tunisia 88» Musik in die tunesische Provinz. Die Idee: Schüler sollen selber Musik machen. Sie sollen aktiv werden und dabei lernen, in einer Gruppe Verantwortung zu übernehmen. Musik als Schule fürs Leben und Fenster zur Welt.
    29 min
  • Sri Lanka: Comeback der Nationalisten?
    Vor drei Jahren wurde Sri Lankas autokratischer Präsident Mahinda Rajapaksa unter Korruptionsvorwürfen abgewählt. Doch bei den Gemeindewahlen feierte die Partei des singhalesischen Nationalisten bereits wieder Erfolge. Dies obwohl Rajapaksa dem Inselstaat ungenutzte Schnellstrassen, einen Flughafen ohne Verkehr und andere Investitionsruinen hinterlassen hat.
    Seiner Partei konnte das bei den Wahlen nichts anhaben, ebenso wenig der gewaltige Schuldenberg aus Rajapaksas Amtszeit, den die neue Koalitionsregierung Sri Lankas geerbt hat und nun abtragen müsste.
    Die neue Regierung tut sich schwer, Sri Lanka nach einem Vierteljahrhundert Bürgerkrieg wirtschaftlich und gesellschaftlich eine neue Perspektive zu geben, sie wirkt schwach und gefangen in inneren Widersprüchen.
    Während der singhalesische Süden auf Aufschwung wartet, hoffen im tamilischen Norden die Menschen auf die Aufarbeitung der Kriegsvergangenheit. Tausende Männer bleiben verschwunden. Ihre Frauen fordern Aufklärung über deren Schicksal. Bisher vergebens.
    Auch im tamilischen Teil ist die Enttäuschung über die neue Regierung gross. Und auch dort profitieren nationalistische Kräfte.
    Die Reportage.
    27 min
  • Landwirtschaft auf Irrwegen
    Die Niederlande produzieren fünfmal mehr Lebensmittel als für die eigene Bevölkerung nötig wären. Bisher waren die Menschen hinter den Deichen immer sehr stolz auf diese Errungenschaft. Wir sind nicht nur die Nummer zwei auf der weltweiten Agrar-Export-Statistik, wir verfügen dank der Landwirtschafts-Universität von Wageningen über so viel technisches Knowhow, dass wir die ganze Welt ernähren könnten, lautete die gängige Meinung. Tatsächlich ist die Agro-Akademie sehr erfindungsreich und bringt immer neue technologische Innovationen auf die Bauernhöfe. Die intensive Produktion hat jedoch ihre Kehrseiten: Die intensive Landwirtschaft verpestet die Luft, die Böden sind überdüngt, die Methangase des Viehs schaden dem Klima, und gegen die nicht tiergerechte Massentierhaltung wird immer mehr Kritik laut. Das alles kann ein Zeichen dafür sein, dass die Niederlande vor einem grundlegen Wandel der Agrarpolitik und der landwirtschaftlichen Produktion stehen. Die Beharrungskräfte sind zwar immer noch stark, aber es gibt doch erste Versuche, eine neue Richtung einzuschlagen.
    29 min
  • Chinas Kampf gegen die Armut
    Mehrere hundert Millionen Menschen hat China in den letzten vier Jahrzehnten aus der Armut befreit. Eine weltweit bisher einzigartige Entwicklung, auf die Chinas Regierung gerne verweist. Doch nicht alle Chinesen haben den Sprung aus der Armut geschafft. Mit dem Kapitalismus hat sich auch das Gefälle zwischen arm und reich vergrössert. Fernab der glitzernden Hochhausfassaden der grossen Metropolen leben noch immer Millionen von Chinesen in tiefster Armut.
    Präsident Xi Jinping hat das Problem zur Chefsache erklärt. Mit einer grossangelegten Kampagne soll die Armut in zwei Jahren aus China verschwinden. Dafür gibt der Staat Milliarden aus, Infrastruktur- und Tourismusprojekte sollen in abgelegenen Gebieten Einnahmen generieren.
    Mindestens zehn Millionen Menschen werden laut offiziellen Angaben so im Jahr aus der Armut befreit. Doch die staatlich verordnete Entwicklungshilfe funktioniert nicht überall gleich gut. Sie hängt ab von den Lokalbehörden, die die Gelder vor Ort verteilen.
    28 min
  • Gefährliche Hinterlassenschaft - der «IS» ist noch nicht am Ende
    Die Terrororganisation «Islamischer Staat» hat viele ihrer Gebiete verloren. Eine internationale Koalition hat den «IS» gemeinsam mit den Regimes von Irak und Syrien militärisch geschlagen. Damit ist er wieder das, was er vor seinem Sturm durch den Nahen Osten gewesen ist. Doch auch wenn sein Einfluss und seine Einnahmequellen vor allem aus dem Ölverkauf drastisch reduziert wurden: Besiegt ist der "IS" damit noch lange nicht. Die Ideologie lebt fort.
    Die Terrormiliz «IS» ist eine terroristische Organisation ohne staatsähnliche Strukturen und ohne eigenes Territorium.Doch der Kampf gegen den Islamischen Staat «IS» hat eine Spur der Verwüstung durch Syrien und den Irak gezogen. Millionen Menschen leben nach wie vor in Lagern, bei Freunden oder Verwandten. Ganze Dörfer und Städte liegen buchstäblich in Trümmern. Das ist die eine Hinterlassenschaft des «IS».
    Die andere: Durch die Gewalt der zurückliegenden Jahre sind die Menschen gebrochen. Programme zu ihrer Betreuung gibt es genauso wenig wie Pläne zum Wiederaufbau. Vielmehr setzen die Regierungen Syriens und des Irak ihre Politik der Ausgrenzung fort: Sie kanzeln einzelne Bevölkerungsgruppen ab, was die sunnitischen Araber im Irak schon früher in die Arme des «IS» getrieben hatte. Solange das so bleibt, ist der militärische Erfolg über den «IS» ein Pyrrhussieg.
    26 min
  • Ungarn - der Preis des Misstrauens
    In der ungarischen Gesellschaft fehlt es an Vertrauen. Das zeigen Umfragen. Die Menschen haben kein Vertrauen ineinander, und sie vertrauen auch ihren Institutionen nicht. Darunter leidet die Wirtschaft. Aber in der Politik lässt sich das grassierende Misstrauen ausbeuten. Ökonomen arbeiten gern mit harten Zahlen, um zu erklären, was in einer Volkswirtschaft vor sich geht. Die ungarische Professorin Dora Györffy arbeitet mit einem weichen Faktor. Die wirtschaftliche Entwicklung Ungarns sei nur zu verstehen, wenn man das Mass des Vertrauens in der Gesellschaft berücksichtige. Die Sendung «International» spricht mit ungarischen Unternehmern über ihr Vertrauen in Geschäftspartner und Institutionen. Sie sucht nach den Ursachen für das im Lande weit verbreitete Misstrauen, nach Wegen zu dessen Überwindung, – und nach den Gründen, warum diese Wege nicht beschritten werden.
    29 min
  • Dürre, Extremismus, Hunger - Fluchtpunkt Tschad
    In den letzten 14 Jahren sind hunderttausende Menschen aus der westsudanesischen Krisenregion Darfur in den Tschad geflohen. Sie leben in Flüchtlingslagern, die grösstenteils von der EU finanziert werden. Diese will verhindern, dass die Menschen nach Europa auswandern. Doch der Plan geht nicht auf. Dürre, Extremismus, Hunger und Lepra – Gründe, um aus der Sahel-Zone zu fliehen, gibt es viele. Besonders schlimm ist die Situation in Tschad, dem zweitärmsten Land der Welt. Viele Menschen, die dort seit 2004 als Flüchtlinge gestrandet sind, haben nur ein Ziel: Sie wollen weiter nach Norden, nach Europa.
    Die Europäische Union steht unter Druck: Wählerinnen und Wähler erwarten eine nachhaltige Reduktion der Migration aus dem Süden. Um dieses Ziel zu erreichen, versucht die EU die Fluchtursachen zu bekämpfen und vor Ort Perspektiven zu schaffen. So finanziert sie etwa Programme, um junge Flüchtlinge zu Schreinern auszubilden. Doch solche Projekte bewirken oft genau das Gegenteil. Denn die Menschen setzen das so verdiente Geld ein, um Schlepper zu bezahlen. Dass der Weg nach Europa über Libyen und das Meer führt und äusserst gefährlich ist, schreckt sie nicht ab. Wer einmal in einer Goldmine im Tschad gearbeitet habe, dem mache das keine Angst mehr, sagt ein Mann, der auswandern will. Hilfswerke warnen: Die grossen Flüchtlingsströme der Zukunft könnten nicht mehr aus dem Nahen Osten kommen, sondern aus der Sahelzone.
    29 min

About International

From the publisher's feed

Die Welt ist unübersichtlich geworden – «International» hilft, sie zu verstehen. Mit den SRF-Auslandkorrespondentinnen und -korrespondenten reisen wir dorthin, wo Geschichten entstehen: Krisengebiete, Wirtschaftsmächte, vergessene Regionen.

Best of International

Ranked by our users in the last 21 days

More shows like International

Echo der Zeit by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Echo der Zeit

94 Listeners

Tagesgespräch by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Tagesgespräch

16 Listeners

Input by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Input

20 Listeners

Persönlich by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Persönlich

10 Listeners

Wissenschaftsmagazin by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Wissenschaftsmagazin

6 Listeners

Focus by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Focus

9 Listeners

100 Sekunden Wissen by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

100 Sekunden Wissen

3 Listeners

Kontext by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Kontext

2 Listeners

Espresso by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Espresso

7 Listeners

Geschichte by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Geschichte

11 Listeners

Rehmann by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Rehmann

1 Listeners

Einfach Politik by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Einfach Politik

1 Listeners

Alles klar, Amerika? by Tamedia

Alles klar, Amerika?

16 Listeners

News Plus Hintergründe by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

News Plus Hintergründe

5 Listeners

Sykora Gisler by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sykora Gisler

8 Listeners

SRF Wissen by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

SRF Wissen

6 Listeners

News Plus – das Thema des Tages in 15 Minuten by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

News Plus – das Thema des Tages in 15 Minuten

18 Listeners

NZZ Akzent by NZZ

NZZ Akzent

33 Listeners

Politbüro by Tamedia

Politbüro

3 Listeners

Debriefing 404 by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Debriefing 404

2 Listeners

Sternstunde Philosophie by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sternstunde Philosophie

34 Listeners

Apropos – der tägliche Podcast by Tamedia

Apropos – der tägliche Podcast

26 Listeners

Literaturclub Interview by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Literaturclub Interview

3 Listeners

NZZ Geopolitik by NZZ

NZZ Geopolitik

9 Listeners