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International episodes

  • Chinas Gesundheitssystem – Auf dem Weg zur Besserung?
    Überfüllte Spitäler, frustrierte Patienten und eingeschüchterte Ärzte. Mit der wirtschaftlichen Öffnung Chinas zog der Kapitalismus auch ins Gesundheitssystem ein – mit entsprechenden Folgen. Chinas Regierung ist sich des Problems bewusst und pumpt Milliarden in ein besseres System.Mit der Machtübernahme der Kommunisten wurde in China auch erstmals die flächendeckende Gesundheitsversorgung vorangetrieben. Die Öffnung zur Marktwirtschaft hob die Qualität der Medizin weiter an - gleichzeitig nahm aber das Ungleichgewicht zwischen den Regionen massiv zu.Auch Bestechungen nahmen zu, und mit ihnen das allgemeine Misstrauen gegenüber Ärzten. Das Land befindet sich jetzt mitten im dritten Umbau seines Gesundheitssystems: Die chinesische Regierung will die Anzahl der Ärzte erhöhen und die Kluft zwischen dem urbanen und ländlichen China verringern – sie steht dabei vor gewaltigen Herausforderungen.
    28 min
  • Warum fasst der Europarat Aserbaidschan mit Samthandschuhen an?
    Ein Orientteppich, edler Schmuck, ein Business-Class-Flug. Aserbaidschan ist sehr grosszügig, wenn es darum geht die Gunst ausländischer Politiker zu gewinnen. Der Verdacht verdichtet sich, dass sich Aserbaidschan so auch vor Kritik des Europarats wegen Menschenrechts-Verletzungen schützt.Die Zürcherin Doris Fiala ist eines der Europaratsmitglieder, das mit einem Geschenk gewonnen werden sollte. Sie hat die Goldkette mit Perlen sofort wieder zurückgegeben. Andere konnten der Versuchung aber nicht widerstehen. In Italien zum Beispiel ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Abgeordneten Luca Volonte. Er soll über Briefkastenfirmen knapp 2,4 Millionen Euro erhalten haben.In den letzten Jahren haben Aserbaidschan und andere Autokratien offenbar begonnen, den Europarat systematisch zu unterwandern - jene Institution, die den Aufbau von Demokratie und Rechtsstaat in den neuen Mitgliedstaaten im Osten fördern und für die Einhaltung der Menschenrechte wachen sollte. Der deutsche Abgeordnete Frank Schwabe sagt, in Strassburg gehe es jetzt oftmals weniger um den Schutz der Menschenrechte als um den Schutz von Regierungen, die Menschenrechte missachten. Das zeige sich, wenn man frühere Berichte zu Aserbaidschan mit denen der letzten Jahre vergleiche. Diese seien viel weniger kritisch, obwohl sich die Menschenrechtslage im den an Öl- und Gas reichen Land verschlechtert habe, sagt der Politikberater Gerald Knaus von der Denkfabrik ESI.
    28 min
  • Haitis Krankheit – der schwache Staat
    Das Erdbeben von Port-au-Prince anfangs 2010 hat chronische Schwäche des Staates blossgelegt. Mit Wirbelsturm Matthew erlitt das Land vor einem Jahr eine weitere Naturkatastrophe. Jetzt zeigt sich: Haiti hat aus alten Fehlern wenig gelernt.Mit einer Geschwindigkeit von 230 Kilometern pro Stunde fegte Wirbelsturm Matthew vor einem halben Jahr über den Südwesten Haitis. Der Sturm knickte die Bäume, als wären es Streichhölzer. Er zerstörte grosse Teile des Tropenwalds und auch viele Häuser. Inzwischen zeigen sich die langfristigen Konsequenzen des Unwetters für die Bevölkerung: Missernten und Hunger.Denn mit dem Tropenwald hat das Unwetter auch die Lebensgrundlage der Bauern zerstört. Sie lebten vom Gemüse aus ihren Gärten und dem Anbau von Kaffee und Kakao. Nun fehlt es an Saatgut. Ohne den Schatten der Bäume trocknet der Boden schneller aus, die Ernte verdorrt und auch Kaffee und Kakao gedeihen ohne Wald nicht mehr – ein wichtiger Wirtschaftszweig im Südwesten Haitis.Bereits beklagen die Gemeinden im Katastrophengebiet die ersten Hungertoten und wären auf Hilfe angewiesen.Doch mit der Hilfe des Staates können sie nicht rechnen. Aus Erfahrung. Denn die Politik in der Hauptstadt ist mit sich selbst beschäftigt. Auch sieben Jahre nach dem Erdbeben hat die politische Elite keine wirklichen Lehren aus dieser Erfahrung gezogen.Wiederholung der Sendung vom 6.7. Mai 2017
    28 min
  • «Best of....»: Die Arbeit mit dem Dreck. Indiens Slum-Wirtschaft
    Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Mumbai lebt in Slums, die meisten sind zugewandert. In Indiens reichster Stadt können sie nur im Armenviertel überleben. In Dharavi, Mumbais grösstem Slum, bieten tausende Kleinstunternehmen den Bewohnern Arbeit und ein bescheidenes Auskommen.So wird ein Grossteil des Abfalls der ganzen Stadt im Armenviertel recycelt: Plastik, Metall, Papier usw. Schätzungsweise 5000 MigrantInnen aus anderen Gliedstaaten finden in den kleinen Recyclings-Werkstätten Arbeit. Aber auch Kleidungsartikel oder Lederwaren werden in Dharavi produziert und teilweise auch ins Ausland exportiert.Über die Jahre hat sich der Slum zu einem sogenannten Wirtschaftscluster entwickelt, eine von Behörden unterstützte Wirtschaftszone, wo Produktion und Handel auf kleinstem Raum stattfinden. Nur: Dharavi erhält keine Zuwendungen vom Staat. Die Behörden möchten den Slum im Zentrum von Mumbai am liebsten abreissen, weil der Boden, auf dem die Werkstatt-Baracken stehen, so teuer ist wie jener in Zürich.Pläne für die Umsiedlung der Bevölkerung sind zwar seit Jahren vorhanden. Aber umgesetzt wurden sie nie. Denn die SlumbewohnerInnen wehren sich gegen den Abriss. Doch die Unsicherheit bleibt: wie lange kann das Kleingewerbe hier noch weiter bestehen? Viele warten deshalb zu mit Investitionen in den Ausbau ihrer Werkstatt oder ihrer Wohnung.Und so bleiben die Arbeitsbedingungen und Wohnverhältnisse im Slum schlecht und eine Entwicklung in Mumbais grösstem Slum ist nicht möglich.Wiederholhung der Sendung vom 15. April 2017
    26 min
  • «Best of...»: Italiens langer Weg vom Aus- zum Einwanderungsland
    Allein im letzten Jahr erreichten 180'000 Flüchtlinge Italien. Die Unterkünfte landauf landab sind voll. Neben den Bootsflüchtlingen aus Afrika zogen in den letzten Jahren auch Millionen von EU-Bürgern nach Italien, vor allem aus Rumänien oder Bulgarien.Chinesische Einwanderer feiern in der Altstadt der toskanischen Stadt Prato das traditionelle chinesische Neujahrsfest. Dort lebt eine der grössten chinesischen Gemeinde Italiens.Bildlegende: Chinesische Einwanderer feiern in der Altstadt der toskanischen Stadt Prato das traditionelle chinesische Neujahrsfest. Dort lebt eine der grössten chinesischen Gemeinde Italiens. SRF. Franco BattelItalien, das während Jahrzehnten ein Auswanderungsland war, muss umdenken. Doch nur zögerlich entwickelt die italienische Gesellschaft eine eigentliche Integrationspolitik.Während sich Einwanderer aus Osteuropa oder auch aus Asien, zum Beispiel aus China, in Italien meist schnell zurechtfinden, leben viele afrikanische Migranten auch Jahre nach ihrer Ankunft am Rand der Gesellschaft. Viele sprechen kaum Italienisch, viele betteln oder schaffen es nur, auf dem illegalen Arbeitsmarkt eine Stelle zu finden. Und jedes Jahr kommen zehntausende dazu. Strategien, sie zu integrieren oder aber in ihre Heimat zurückzubringen, entwickelt der Staat nur sehr zögerlich.Wiederholung der Sendung vom 1./2. April 2017
    29 min
  • «Best of ...»: Verkauft, versklavt: Jesidinnen als Opfer des IS
    Im August 2014 überrannten IS-Kämpfer Dörfer von Jesiden im Nordirak. Sie töteten die Männer, verschleppten Kinder und Frauen. Auch die 17jährige Schirin wurde versklavt und verkauft. Nach monatelangen Peinigungen konnte Shirin fliehen. Nun versucht sie, in Deutschland ihr Trauma zu überwinden.Die UNO spricht von einem Genozid, weil der sogenannte «Islamische Staat» systematisch versucht, die religiöse Minderheit der Jesiden zu zerstören. 7000 Jesiden sind durch die radikalen Islamisten des IS getötet worden, vorab Männer, Tausende wurden entführt. Kleine Buben wurden zu Kindersoldaten ausgebildet, Mädchen und junge Frauen als Sexsklavinnen missbraucht.Noch immer sind 3500 jesidische Frauen und Mädchen in den Händen des IS, ganze Familien sind verschollen. Diejenigen, die fliehen konnten, sind schwer traumatisiert ob all der Gräuel, die sie gesehen oder selber erlebt haben: Angehörige, die geköpft wurden, Väter, die erschossen wurden, Babies, die vor den Augen ihrer Mütter zu Tode gequält wurden.Wiederholung der Sendung vom 21./22. Januar 2017Gut tausend der am schlimmsten traumatisierten Frauen und Kinder werden nun in Deutschland stabilisiert und psychologisch betreut - dank einer einzigartigen Hilfsaktion, die Baden-Württemberg ermöglicht hat.
    25 min
  • Nordirak - welche Zukunft nach dem IS?
    Der irakische Premierminister Haidar al Abadi hat das Ende des Terrorkalifats von IS ausgerufen. Die Kämpfe zur Rückeroberung der Grossstadt Mosul sind in der Schlussphase.In der Ebene um Mosul kehren Vertriebene der konfessionellen Minderheiten langsam zurück in ihre Dörfer und Städtchen. Zwischen Trümmern beginnt zaghaft ein Neuanfang.Doch das Misstrauen zwischen den Volksgruppen ist geblieben. Und die Ursachen der Konflikte im arabischen Teil der Region sind noch da – während gleichzeitig die Kurden immer forscher nach Unabhängigkeit streben. Eindrücke aus einem Nordirak am Nullpunkt.
    27 min
  • Norwegen sorgt vor für eine Zukunft ohne Öl
    Norwegen ist eines der reichsten Länder der Welt, dank Öl- und Gas vor der Küste. Doch der Einbruch des Erdölpreises zeigt: Der Boom könnte bald ein Ende haben. Als Alternative zu Öl und Gas setzt Norwegen auf umwelt- und klimafreundliche Technologien – und es möchte den Schiffbau revolutionieren.Seit vor der Küste Norwegens in der Barentssee ein grosses Gasfeld entdeckt wurde, ist Hammerfest wieder aufgeblüht. Die nördlichste Stadt Europas profitiert davon, dass der staatliche Energiekonzern Statoil seit 2007 in Hammerfest eine Gasverflüssigungsanlage betreibt. Das bringt der Hafenstadt neue Jobs und füllt die Gemeindekasse.Während viele Ortschaften in der nördlichsten Provinz Finnmark schrumpfen und unter Abwanderung leiden, wächst in Hammerfest die Bevölkerung. Gut bezahlte Jobs und Investitionen in eine gute Infrastruktur machen für viele das Leben im hohen Norden wieder attraktiv. Kein Wunder, dass die Gas- und Ölförderung in der Arktis nur bei wenigen Hammerfestern auf Kritik stösst.Das ist in Oslo anders. Dort kritisieren vor allem Umweltschützer, dass die Regierung die Suche nach Öl und Gas in der Arktis sogar noch intensiviert. Doch gleichzeitig investiert Norwegen viel Geld in die Erforschung energieeffizienter und umweltfreundlicher Technologien – bereits jetzt sind 30 Prozent der Autos, die in Oslo verkehren, Elektroautos. Und in Zukunft sollen auch Fähren und Schiffe mit weniger oder gar kein CO2 mehr ausstossen.
    29 min
  • Kongo – armes reiches Land
    Die Demokratische Republik Kongo hat heute wenig mit einer Demokratie oder Republik zu tun. Präsident Kabila zögert Wahlen hinaus, weil er selbst nach zwei Amtszeiten abtreten müsste. Die Verfassung lässt keinen Zweifel. Aber Kabila scheint nicht gewillt, die Macht abzugeben.«Politische Analytiker nennen uns eine Kleptokratie, das ist ein Staat in den Händen von Politikern, die eigentlich Diebe sind.» Das erzählt der kongolesische Arzt Serge Syvya, der selbst als Oppositioneller politisiert. Oder es wenigstens versucht. Präsident Kabila hat eine Clan-Herrschaft installiert, in der andere Meinungen nicht gefragt sind.Unter jedem Quadratmeter Land liegen Reichtümer: Kupfer, Gold und seltene Mineralien. Männer und Jugendliche schaufeln diese Schätze aus engen Stollen und machen ein paar wenige reich damit, für sie selbst bleibt nichts. Sie und ihre Familien hungern sich durch‘s Leben. Hunderttausende sind schon auf der Flucht vor der täglichen Gewalt. Auf diesem wertvollen Boden setzt sich durch, wer ein Gewehr in der Hand hält. Dutzende bewaffneter Gruppierungen machen sich breit und setzen gnadenlos ihr Faustrecht durch – Lokaltermin im Reich der Soldaten, Rebellen und Räuber.
    29 min
  • Nachbeben in Nepal
    Das Erdbeben dauerte keine zwei Minuten, verschob den Mount Everest um drei Zentimeter, Kathmandu um anderthalb Meter. Knapp 9000 Menschen starben, über 20'000 wurden verletzt. Das war der Beginn des Desasters. Noch heute kämpft Nepal mit politischen, wirtschaftlichen und sozialen Nachbeben.Denn obschon die Regierung hehre Ziele hat die Häuser erdbebensicher wieder aufzubauen, verläuft die Verteilung der Gelder nicht reibungslos. Es fehlen aber auch Arbeitskräfte: Viele junge Nepali sind im Ausland, in Malaysia und oft in den Golfstaaten, auf Grossbaustellen engagiert. Nepal ist auf deren Überweisungen angewiesen, sie sind eine wichtige Einnahmequelle. Aber die jungen Bauarbeiter im Ausland würden jetzt auch zu Hause gebraucht. Viele, die ihr Haus verloren haben, leben darum auch zwei Jahre danach in provisorischen Wellblechhütten.Die Politik konnte sich nach dem Erdbeben nach jahrelangem Gezerre überraschend auf eine neue Verfassung einigen. Doch das riss alte soziale Gräben wieder auf, welche das Land in eine Wirtschaftskrise stürzten und vielleicht auch in eine politische. Denn bis Januar nächsten Jahren muss auf drei verschiedenen Ebenen gewählt werden. Ein ambitiöses Vorhaben, in einem Land in dem neben dem Wiederaufbau vieles länger geht als ursprünglich geplant.
    27 min

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Die Welt ist unübersichtlich geworden – «International» hilft, sie zu verstehen. Mit den SRF-Auslandkorrespondentinnen und -korrespondenten reisen wir dorthin, wo Geschichten entstehen: Krisengebiete, Wirtschaftsmächte, vergessene Regionen.

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