Millers Kryptowoche

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Millers Kryptowoche episodes

  • Bitcoin ohne Wallet!

    Kryptowährungen wie der Bitcoin sind längst kein alternatives Parallelsystem mehr zu unserem bestehenden Finanzsystem – so, wie es einst von Satoshi Nakamoto in seinem Whitepaper „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“ skizziert wurde. Statt als dezentrales Zahlungsmittel hat sich insbesondere der Bitcoin als digitales Gold etabliert – als begrenztes Wertaufbewahrungsmittel, das zunehmend auch in der klassischen Bankenwelt, der globalen Finanzdienstleistungsindustrie und bei institutionellen Anlegern Anerkennung findet. An der Wall Street und bei internationalen Vermögensverwaltern haben sich Kryptowährungen als ernst zu nehmende Anlageklasse längst etabliert.

    Einen entscheidenden Schub erhielt diese Entwicklung durch die Zulassung von Bitcoin- und Ethereum-Spot-ETFs in den USA. Diese Produkte erlauben es institutionellen wie privaten Investoren, an der Kursentwicklung der beiden größten Kryptowährungen zu partizipieren, ohne die Coins selbst besitzen oder verwalten zu müssen.

    Hierzulande zeigt sich das wachsende Interesse an börsengehandelten Produkten wie ETFs, ETCs, ETNs oder ETPs, die einen direkten oder indirekten Zugang zu Kryptowerten ermöglichen. Auch Derivate wie Zertifikate und CFDs rücken verstärkt in den Fokus von Krypto-Investoren, die nicht nur auf steigende Kurse setzen, sondern auch professionell absichern wollen. Dabei gibt es gravierende rechtliche und steuerliche Unterschiede, und das jeweilige Finanzprodukt sollte vor einer Investitionsentscheidung genauestens überprüft werden.

    Deshalb beleuchte ich heute in meinem Podcast Millers Kryptowoche die grundlegenden ökonomischen und regulatorischen Rahmenbedingungen rund um Krypto-Investments mit börsengehandelten Produkten – und insbesondere deren steuerliche Auswirkungen für deutsche Anleger. Wer Kryptowährungen nicht nur halten, sondern auch strukturiert investieren will, sollte diese Aspekte unbedingt kennen.

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    38 min
  • Krypto bei der Sparkasse!

    Im deutschen Bankensektor bahnt sich ein grundlegender Wandel an: Die Sparkassen planen, ihren Kundinnen und Kunden künftig den direkten Zugang zu Bitcoin und anderen Kryptowährungen über die vertraute Banking-App zu ermöglichen.

    Die technische Umsetzung erfolgt über einen eigenen Service. Im Hintergrund arbeitet die DekaBank – das zentrale Wertpapierhaus der Sparkassen-Finanzgruppe – an der dafür nötigen Infrastruktur. Damit entsteht erstmals ein regulierter und vertrauenswürdiger Zugang zu digitalen Vermögenswerten innerhalb einer öffentlichen Bankengruppe – ohne den Umweg über externe Handelsplattformen.

    Auslöser dieser strategischen Neuausrichtung sind einerseits die wachsende Nachfrage der Kundschaft, andererseits der neue regulatorische Rahmen, den die europäische MiCAR-Verordnung bietet. Noch vor wenigen Jahren galt Krypto bei vielen Sparkassen als Tabuthema – jetzt vollzieht sich ein klarer Kurswechsel.

    Trotz dieser Öffnung bleibt die Kommunikation vorsichtig. Kryptowährungen gelten aus Sich der Sparkassen weiterhin als spekulative Anlageform. Eine aktive Bewerbung des neuen Angebots ist nicht vorgesehen. Vielmehr soll es eine umfassende und transparente Aufklärung über Chancen und Risiken geben – einschließlich der Möglichkeit eines Totalverlusts.

    Mit einem Marktstart ist nicht vor 2026 zu rechnen. Andere Institute, etwa die Genossenschaftsbanken, sind mit ihren Krypto-Angeboten bereits weiter. Doch der Einstieg der Sparkassen als größtes Bankennetz Europas dürfte dem gesamten Markt zusätzlichen Schub verleihen. Mit dieser Thematik befasse ich mich in meinem aktuellen Podcast von Millers Kryptowoche.

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    31 min
  • Kampf der Kryptobörsen!

    Die Europäische Union entwickelt sich zunehmend zum strategischen Zielmarkt für internationale Kryptobörsen. Mit dem Inkrafttreten der neuen MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets) positionieren sich immer mehr globale Anbieter, um unter einem einheitlichen regulatorischen Rahmen ihre Dienstleistungen für Millionen europäischer Anleger anzubieten.

    In dieser Woche ist mit OKX einer der weltweit größten Handelsplätze offiziell in den europäischen Markt eingetreten. Die Börse hat sich für Malta als regulatorischen Standort entschieden und erfüllt nun alle Anforderungen der europäischen Krypto-Regulierung. Bereits im Januar wurde Crypto.com aktiv: Die Plattform erhielt ihre MiCA-Lizenz in Malta und zusätzlich eine MiFID-II-Lizenz in Zypern, die den regulierten Handel mit Krypto-Derivaten ermöglicht.

    Diese Entwicklungen unterstreichen: Europa wird zum Magneten für internationale Krypto-Player. Der Wettbewerbsdruck auf etablierte Anbieter innerhalb der EU – allen voran auf Bitpanda – nimmt spürbar zu. Der bisherige Platzhirsch gerät zunehmend unter Druck und agiert in letzter Zeit immer fragwürdiger, was Transparenz, Gebührenstruktur und Kommunikation betrifft. Die Branche richtet ihre Infrastruktur gezielt auf Europa aus: mit regionalen Niederlassungen, regulatorischer Konformität und lokalem Personal.

    Für Sie als Krypto-Investor sind das erfreuliche Entwicklungen: Mehr Wettbewerb verbessert die Rahmenbedingungen – durch erweiterte Diversifikationsmöglichkeiten, ein höheres Serviceniveau, attraktivere Konditionen, sinkende Gebühren und eine stetig wachsende Auswahl an Alternativen.

    In meinem Podcast Millers Kryptowoche analysiere ich die aktuellen Entwicklungen und stelle wichtige neue Player vor, die kürzlich regulatorische Zulassungen erhalten haben – und jetzt das Krypto-Europa der Zukunft mitgestalten.

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    32 min
  • GENIUS Act – Meilenstein für Krypto!

    Beschreibung: Der GENIUS Act markiert einen historischen Wendepunkt in der US-Krypto-Gesetzgebung – mit weitreichenden Folgen für Stablecoins, Kryptobörsen, DeFi und das Web3-Ökosystem. Erstmals etabliert eine bundesweite Regelung einheitliche und klare Vorschriften für die Emission und Nutzung von Stablecoins.

    Emittenten wie Circle oder PayPal müssen künftig vollständige 1:1-Reserven vorhalten, eine Lizenz beantragen und unterliegen der Aufsicht des Office of the Comptroller of the Currency (OCC) sowie der US-Notenbank Federal Reserve. Das OCC fungiert in den USA als Bundesaufsicht für national tätige Banken – und übernimmt nun auch Verantwortung für bestimmte Stablecoin-Emittenten im Kryptobereich.

    Auch regulierte Handelsplattformen wie Coinbase profitieren: Sie erhalten mehr Rechtssicherheit im Umgang mit digitalen Vermögenswerten – sowohl für institutionelle Investoren als auch für private Anleger.

    DeFi mit klaren Spielregeln - Web3 im Aufwind – Stablecoins als Treiber

    Besonders bemerkenswert: Selbst dezentrale Finanzprotokolle (DeFi), die Stablecoins integrieren, erhalten erstmals einen regulatorischen Rahmen. Das schafft neue Wachstumschancen für dezentrale Kreditmärkte, DEXes und automatisierte Vermögensverwaltungen.

    Der GENIUS Act öffnet auch die Tür für Stablecoin-basierte Zahlungssysteme großer Technologiekonzerne. Unternehmen wie Meta oder Amazon könnten eigene Bezahllösungen innerhalb eines klaren, innovationsfreundlichen Rechtsrahmens entwickeln. Davon angezogen fühlen sich längst nicht nur Banken und FinTechs, sondern auch traditionelle Handelsriesen wie Walmart, die bereits über den Einsatz von Stablecoins nachdenken. 

    Diese richtungsweisende Entwicklung analysiere ich in der aktuellen Folge meines Podcasts „Millers Kryptowoche“.

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    46 min
  • Geldwäsche Krypto?

    Wenn man strengere Regeln erlässt, mehr kontrolliert und die Schwellen für Verdachtsmeldungen senkt, bekommt man am Ende: mehr Verdachtsmeldungen. Das ist wenig überraschend, sorgt aber regelmäßig für irreführende Schlagzeilen – so auch jetzt wieder, wenn es um angeblich zunehmende Geldwäsche mit Kryptowährungen geht. Medienberichte über gestiegene Verdachtsmeldungen bei der FIU zeichnen ein alarmierendes Bild. Doch die Realität ist weit weniger spektakulär: Nur 3,3 % der Meldungen betreffen Krypto-Transaktionen. Die FIU (Financial Intelligence Unit) ist Deutschlands Zentralstelle für Geldwäsche-Verdachtsmeldungen – angesiedelt beim Zoll, zuständig für die Analyse eingehender Hinweise von Banken, Krypto-Dienstleistern und anderen Verpflichteten.

    Tatsächlich lassen sich die Zahlen auch anders lesen: Die Meldungen steigen, weil die Regeln strenger werden, weil Banken und Behörden vorsichtiger agieren und weil neue Vorschriften – etwa durch die sich verschärfenden EU-Geldwäscherichtlinien oder die Travel Rule – bereits vorwirken. Ein Plus von acht Prozent ist unter diesen Umständen weder dramatisch noch ein Beleg für mehr Kriminalität, sondern Ausdruck wachsender Regulierung – nicht wachsender Gefahr.

    Zudem entdecken immer mehr Menschen Kryptowährungen für sich – als Investment, Zahlungsmittel oder zur Selbstverwaltung ihrer Werte. Die Zahl der Transaktionen steigt entsprechend massiv. Und je mehr Transaktionen es gibt, desto mehr potenzielle Verdachtsfälle treten auf – ganz unabhängig von tatsächlicher Geldwäsche. Auch das erklärt den Anstieg der Meldungen, ohne dass man gleich ein generelles Problem heraufbeschwören müsste.

    Natürlich ist es denkbar, dass 2024 auch mehr Geld über Kryptowährungen gewaschen wurde – in einem Hype-Jahr mit Allzeithochs und neuer Gier nach schnellen Gewinnen. Doch belastbare Belege fehlen bislang. Die Verdachtsmeldungen der FIU sind kein Beweis, sondern zeigen vor allem: Wer genauer hinschaut, sieht mehr. Und wer mit der Lupe auf ein Staubkorn blickt, sollte nicht gleich eine Lawine vermelden. Viele Medien machen aus harmlosen Zahlen einen Sturm im Wasserglas. Dieser Thematik widme ich mich in meinem heutigen Podcast von „Millers Kryptowoche“.

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    53 min
  • Zentralistische Tokenomics!

    Tokenomics ist ein Kunstwort, das sich aus den Begriffen „Token“ und „Economics“ zusammensetzt. Es beschreibt das wirtschaftliche Konzept und Regelwerk hinter einem digitalen Token innerhalb eines Blockchain-Projekts. Solide Tokenomics bilden das Fundament jeder seriösen Krypto-Analyse. Wer langfristig investieren will, muss verstehen, wie Angebot, Nachfrage und Anreizmechanismen ineinandergreifen – gerade weil zentralistische Tokenomics ein unterschätztes Risiko darstellen.

    Obwohl sich viele Krypto-Projekte mit Begriffen wie Dezentralisierung, Fairness oder Community-Governance schmücken, zeigt ein genauer Blick auf die Tokenverteilung, Vesting-Pläne und die Kontrolle über Smart Contracts oft ein anderes Bild: Eine kleine Gruppe von Gründern, Investoren oder Plattformbetreibern kontrolliert das gesamte wirtschaftliche System – inklusive Inflation, Preisentwicklung und Tokenangebot.

    Das eigentliche Problem liegt nicht im Code, sondern in der ökonomischen Konstruktion: Wenn Token von Beginn an ungerecht verteilt sind, wenn zentrale Akteure nach Belieben neue Einheiten ausgeben oder Sperrfristen aufweichen können, wird das System manipulierbar – zum Nachteil der Anleger. Der Marktwert mag kurzfristig steigen, doch langfristig drohen Vertrauensverlust, massive Abwertungen – und im schlimmsten Fall der Totalverlust.

    Die Token-Ökonomie ist ein dynamisches Feld, das die Finanzwelt tiefgreifend verändert. Tokenomics sind heute ein zentraler Faktor bei der Bewertung von Blockchain-Projekten. Wer die Spielregeln hinter digitalen Token kennt, trifft bessere Entscheidungen – als Investor, Entwickler oder Nutzer. In meinem heutigen Podcast von „Millers Kryptowoche“ analysiere ich die verborgenen Risiken zentralistisch gestalteter Tokenomics – von wirtschaftlicher Machtkonzentration über unternehmerisches Missmanagement bis hin zu fehlender Transparenz und trügerischer Dezentralisierung.

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    55 min
  • Der Nakamoto-Indikator!

    Der sogenannte Nakamoto-Indikator – auch als Nakamoto-Koeffizient bezeichnet – ist ein Messwert zur Bewertung der Dezentralisierung einer Blockchain. Er gibt an, wie viele unabhängige Einheiten (z. B. Miner, Validatoren oder Nodes) benötigt werden, um eine bestimmte kritische Schwelle von über 50 % der Netzwerkleistung oder -kontrolle zu erreichen. Je höher der Nakamoto-Koeffizient, desto dezentraler ist das jeweilige Blockchain-System. Der Begriff wurde vom Investor Balaji Srinivasan geprägt und spielt auf das Pseudonym des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto an.

    Bei Proof-of-Work-Blockchains wie Bitcoin wird der Koeffizient typischerweise durch die Verteilung der Hashrate unter Mining-Pools bestimmt. Bei Proof-of-Stake-Blockchains wie Ethereum nach dem Merge oder Solana fließen dagegen die Stimmrechte der Validatoren beziehungsweise die gestakten Token mit ein. Ein niedriger Koeffizient – etwa wenn drei Akteure gemeinsam über 50 % Kontrolle ausüben – zeigt eine hohe Konzentration und somit eine zentrale Schwachstelle im System.

    Dezentralisierung bleibt ein relativer Begriff

    Der Nakamoto-Koeffizient liefert zwar einen anschaulichen Zahlenwert, doch er ist nicht der alleinige Maßstab für die Dezentralität eines Blockchain-Netzwerks. Denn er berücksichtigt nicht automatisch weitere zentrale Einflussfaktoren wie Entwicklerteams, Code-Repositories (Programmcode-Speicher) oder Governance-Strukturen (Entscheidungsmechanismen). Auch Netzwerke mit formal hoher Dezentralität können faktisch von wenigen Akteuren dominiert werden – etwa durch zentrale Infrastruktur wie RPC-Dienste (Schnittstellenzugriffe), Wallets (Digitale Geldbörsen) oder Orakel-Mechanismen (Datenlieferanten).

    Trotz dieser Einschränkungen hilft der Nakamoto-Koeffizient dabei, unterschiedliche Blockchains vergleichbar zu machen und strukturelle Konzentrationen sichtbar zu identifizieren. Besonders für Investoren und Entwickler ist das ein wichtiger Aspekt bei der Einschätzung von Zensurresistenz, Sicherheitsniveau und langfristiger Robustheit eines Projekts.

    Mit dieser Thematik befasse ich mich in meinem heutigen Podcast von "Millers Kryptowoche". 

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    45 min
  • Das Bitpanda-Problem!

    Bitpanda wurde 2014 als Coinimal in Wien gegründet und hat sich mit über 6,5 Millionen Nutzern zum Vorzeige-FinTech Europas stilisiert – zumindest auf dem Papier. Die Plattform wirbt mit regulatorischer Seriosität und bietet Investitionen in vieles von Kryptowährungen bis Rohstoffen. Doch hinter der perfekt inszenierten Marketingfassade offenbaren sich eklatante strukturelle Mängel. Anstatt in kompetente Mitarbeiter, funktionierende Technik Risikomanagement zu investieren, fließt bei Bitpanda das Kapital bevorzugt in Hochglanz-PR: 

    Fußballvereine wie der FC Bayern, AC Mailand, PSG und der FC Basel laufen mit Bitpanda-Branding auf – ein Premier-League-Club soll folgen. Auch die NFL in Deutschland sowie Tennisstars wie Zverev, Thiem, Wawrinka und Rugby-Ass Dupont dienen der Show. Und als Aushängeschild des „Web3-Teams“ wurde sogar Oliver Kahn rekrutiert. Zeitgleich fährt Bitpanda eine aggressive Influencer-Offensive, gezielt auf junge, oft unerfahrene Anleger.

    Doch diese aufwendige Markeninszenierung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es im Innersten der Plattform brennt. An der Spitze: Eric Demuth. Der Mitgründer hat sich längst vom Unternehmer zum Selbstdarsteller gewandelt – medienpräsent, egogetrieben und zunehmend realitätsfern. Während Bitpanda operativ taumelt, inszeniert sich Demuth in Podcasts und Interviews als Vordenker – aber ohne Substanz. Seine Selbstvermarktung ersetzt keine Strategie, seine triviale Rhetorik keine Führung.

    Der vorläufige Höhepunkt dieses Führungsversagens war die Ad-hoc-Meldung zur Token-Fusion von BEST und PAN Ende März. Völlig überraschend, ohne belastbare Zahlen, inhaltlich vage – ein Musterbeispiel für Intransparenz. Die Folgen: massive Kursverwerfungen, Vertrauensverlust bei Anlegern. Die offizielle Ausrede? Ein Entwickler habe „versehentlich“ künftige Funktionen live geschaltet. Das ist nicht nur unprofessionell, sondern ein Offenbarungseid – ein Zeichen für gravierende Defizite in der internen Kontrolle, im Rechtemanagement und in der technischen Qualitätssicherung.

    Auch die anschließende Krisenkommunikation – getragen und verantwortet von Demuth – geriet zum Fiasko. Kein Wort der Verantwortung, kein Plan zur Schadensbegrenzung, stattdessen: Rechtfertigungen, Schuldzuweisungen und PR-Floskeln. Die Schwächen von Bitpanda sind längst strukturell – und beginnen ganz oben. Zuverlässigkeit ist für Bitpanda ein Fremdwort. Zuletzt wurde der Start der hochgepriesenen Web3-Wallet erneut verschoben.

    Zusätzlich geraten zunehmend dubiose Projekte in den Fokus: die Listung potenzieller Scam-Coins wie „Beercoin“, ein Vorgang, der in einem seriösen Umfeld nicht stattfinden darf. Nicht nur Seriosität, sondern auch Zuverlässigkeit ist für Bitpanda ein Fremdwort. Zuletzt wurde der Start der hochgepriesenen Web3-Wallet erneut verschoben. Offensichtlich herrscht bei Bitpanda nicht Verantwortung durch Strategie und Prüfung, sondern Renditejagd – koste es, was es wolle. Bitpanda ist kein Leuchtturm mehr, sondern ein Warnsignal. Und Eric Demuth ist kein Visionär, sondern Teil des Problems. Anleger sollten sich nicht vom Markenrummel blenden lassen – und den Blick hinter die glänzende PR-Kulisse wagen. Denn aus einem schlecht geführten Krypto-Vorzeigeprojekt kann sehr schnell ein realer Krypto-Albtraum werden.

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    58 min
  • Achtung DAO!

    Die Thematik der sogenannten DAOs – das steht für Decentralized Autonomous Organizations (dezentral organisierte, autonome Gemeinschaften) – gewinnt immer mehr an Bedeutung. Hinter diesem Begriff steckt das Konzept einer Organisation, die nicht von einer zentralen Führung gesteuert wird, sondern auf der Blockchain-Technologie basiert. Entscheidungen erfolgen über Smart Contracts (intelligente, automatisch ausgeführte Verträge) und die kollektive Abstimmung der Mitglieder. Dieses Modell gilt als zukunftsweisend, weil es in unserer stark zentralisierten Welt neue Möglichkeiten für demokratische, transparente und effiziente Entscheidungsprozesse eröffnet.

    Doch die Realität ist oft komplexer. Viele Krypto-Projekte geben sich den Anstrich einer unabhängigen, dezentralen DAO – doch bei genauerem Hinsehen zeigen sich zentrale Strukturen. Die Kontrolle liegt häufig bei einer kleinen Entwicklergruppe, einer Stiftung oder sogar einer einzelnen Person. Solche Pseudo-DAOs nutzen den Begriff „dezentral“ gezielt als Marketinginstrument, um Vertrauen zu gewinnen. In mehreren Fällen kam es bereits zu Betrugsfällen oder zur Entlarvung vermeintlich demokratischer Strukturen, die sich als zentral gesteuerte Geschäftsmodelle entpuppten. Für Anleger kann diese Täuschung gefährlich werden – denn ein rechtlicher Schutz fehlt meist völlig.

    Hinzu kommt, dass sich unter dem Schlagwort DAO auch zahlreiche schwarze Schafe tummeln, die mutmaßliche Schneeball- (Ponzi-) und Betrugssysteme betreiben. Hierbei werden hohe Gewinne versprochen, die jedoch nur durch die Einlagen neuer Investoren finanziert werden – ein klassisches Prinzip, das auf Dauer zum Zusammenbruch führt. Die Versprechen von Dezentralität und Unabhängigkeit sollten daher immer kritisch hinterfragt werden. Vertrauen Sie nicht blind dem Begriff „DAO“, sondern prüfen Sie genau die tatsächlichen Entscheidungsstrukturen und Verantwortlichkeiten.

    Mit genau dieser Thematik befasse ich mich ausführlich in meinem aktuellen Podcast von „Millers Kryptowoche“. Hören Sie gerne rein, wenn Sie mehr über die Chancen, Risiken und die wahren Hintergründe dieser ebenso spannenden wie zukunftsweisenden Entwicklung erfahren möchten!

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    51 min
  • 4 Typen von Stablecoins!

    Während Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum & Co. für ihre Volatilität bekannt sind, steht bei Stablecoins ein ganz anderes Versprechen im Mittelpunkt: Stabilität. Doch Stablecoin ist nicht gleich Stablecoin. Hinter dem scheinbar einfachen Konzept eines digitalen Dollars oder digitalen Euros verbergen sich unterschiedliche technische Mechanismen, wirtschaftliche Logiken und Risikoprofile.

    Grundsätzlich lassen sich vier Haupttypen von Stablecoins unterscheiden:
    Von klassisch fiat-besicherten Modellen über krypto-gedeckte Alternativen, bis hin zu algorithmisch gesteuerten Konzepten und der neuesten Generation derivativer bzw. synthetischer Stablecoins, die auf Finanzstrategien statt physischer Reserven setzen.

    In der heutigen Ausgabe meines Podcasts „Millers Kryptowoche“ zeige ich Ihnen nicht nur, wie diese Modelle funktionieren, sondern auch, welche Chancen und Risiken sich daraus ergeben – insbesondere für Anleger, Unternehmer oder Nutzer, die Stablecoins als Brücke zwischen der traditionellen Welt der Fiat-Währungen und dem dynamischen Blockchain-Ökosystem nutzen wollen.

    Eines steht dabei fest: Stablecoins werden in Zukunft massiv an Bedeutung gewinnen – nicht nur als digitale Zahlungsmittel im Kryptobereich, sondern vor allem im globalen Zahlungsverkehr, bei grenzüberschreitenden Transaktionen und möglicherweise sogar als Grundlage für die Tokenisierung klassischer Bankfunktionen.

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    38 min

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