Millers Kryptowoche

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  • 24 Wörter – totale Gefahr!

    Immer mehr Krypto-Anleger werden Opfer professioneller Betrugsmaschen. Besonders gefährlich sind derzeit Phishing-E-Mails, die scheinbar von vertrauenswürdigen Absendern wie den Herstellern von Hardware-Wallets (z. B. Ledger oder Trezor), von bekannten – teils gescheiterten – Kryptobörsen wie Bittrex, FTX oder Celsius oder sogar von offiziellen Insolvenzverwaltern wie Omni Agent Solutions oder Stretto stammen.

    In diesen E-Mails werden Nutzer unter verschiedenen Vorwänden dazu aufgefordert, ihre 24-Wörter-Wiederherstellungsphrase – auch Seed-Phrase oder Backup-Code genannt – einzugeben. Die Begründungen wirken oft plausibel: Verifizierung, Rückerstattung im Insolvenzverfahren, angebliche Sicherheitsupdates oder Aktivierung eingefrorener Guthaben. Doch wer auch nur einmal diese Wörter preisgibt, öffnet Kriminellen Tür und Tor.

    Was viele nicht wissen: Der Recovery Seed ist eine geheime Abfolge von 12, 18 oder 24 Wörtern, die beim Einrichten einer Wallet generiert wird. Er dient als digitaler Generalschlüssel – mit ihm kann die gesamte Wallet samt aller darin enthaltenen Kryptowährungen und Daten wiederhergestellt werden. Wer im Besitz dieser Wörter ist, hat uneingeschränkten Zugriff – ganz ohne PIN oder Zwei-Faktor-Authentifizierung. Deshalb sollten diese Wörter niemals digital gespeichert oder weitergegeben werden. Die sichere Aufbewahrung – z. B. handschriftlich auf Papier, Pappe oder besser Stahl und offline – ist entscheidend.

    Besonders perfide: Viele dieser Mails sind täuschend echt gestaltet – mit realen Namen von Insolvenzverfahren, konkretem Bezug zu bekannten Plattformen und täuschend professionellen Webformularen. Mehrere Nutzer berichten sogar, dass sie solche Mails an E-Mail-Adressen erhalten haben, die sie ausschließlich bei einer bestimmten Plattform verwendet hatten – ein deutliches Warnsignal für gezielte Datenlecks.

    Mein Appell: Geben Sie Ihren Recovery Seed bzw. Backup-Code – also Ihre 12, 18 oder 24 Wörter – niemals an Dritte weiter, unter keinen Umständen. Kein seriöser Anbieter wird Sie jemals danach fragen. Wer die Kontrolle über seine Wiederherstellungsphrase abgibt, verliert schlimmstenfalls unwiderruflich sein gesamtes digitales Vermögen.

    Mit dieser Thematik befasse ich mich in meinem aktuellen Podcast von „Millers Kryptowoche“.

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    30 min
  • Staatsanleihen auf Ethereum!

    Zahlreiche Marktteilnehmer richten ihren Fokus weiterhin auf den Aufbau staatlicher Krypto-Reserven – insbesondere in Bezug auf Bitcoin und die Entwicklungen in den USA. Das von Präsident Trump erlassene Dekret (Executive Order) wirkt trotz jüngster Kurseinbrüche mittel- bis langfristig positiv, da Bitcoin darin offiziell als „digitales Gold“ bezeichnet wird. Um diese Maßnahme rechtlich abzusichern, soll künftig der „Bitcoin Act“ eine gesetzliche Grundlage schaffen. Am 11. März 2025 hat der Vermögensverwalter Bitwise einen neuen ETF mit dem Namen „Bitcoin Corporate Treasury“ aufgelegt. Dieser investiert in Unternehmen, die mindestens 1.000 Bitcoin in ihren Unternehmensreserven halten.

    Weniger Beachtung findet derzeit die Tokenisierung realer Vermögenswerte (Real World Assets, RWAs). Dabei werden beispielsweise Staatsanleihen, Immobilien oder Rohstoffe über die Blockchain abgebildet. Besonders im Bereich der US-Staatsanleihen hat sich Ethereum als führende Plattform etabliert – bereits 75 % aller tokenisierten Treasuries laufen über Ethereum. Das aktuelle Volumen liegt bei über 6 Milliarden US-Dollar – mit stark wachsender Tendenz.

    Verglichen mit dem Gesamtmarkt von rund 27 Billionen US-Dollar bleibt der Tokenisierungsanteil allerdings noch marginal. Die tokenisierten Anleihen machen weniger als 0,025 % aus. Dabei liegt das tägliche Handelsvolumen klassischer US-Staatsanleihen bei über 1 Billion US-Dollar, was die enorme Bedeutung dieses Marktes verdeutlicht. Gerade hier liegt großes Potenzial: Mit wachsender regulatorischer Klarheit und institutionellem Interesse dürfte die Tokenisierung von Staatsanleihen und anderen Anlageklassen wie Aktien, Gold oder Währungen in den kommenden Jahren zu einem zentralen Bestandteil des globalen Finanzsystems werden.

    Mehr zu diesen Entwicklungen erfahren Sie in meinem aktuellen Podcast bei „Millers Kryptowoche“.

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    49 min
  • 8 Krypto-Gesetze!

    Kaum ein Tag vergeht, an dem ich nicht mit einer regulatorischen Frage konfrontiert werde. Digitale Währungen haben in den letzten Jahren sowohl für private als auch institutionelle Anleger massiv an Bedeutung gewonnen. Parallel dazu ist die Zahl der Krypto-Transaktionen – insbesondere Wallet-zu-Wallet-Transfers – stark gestiegen.

    Inzwischen greifen zahlreiche gesetzliche Vorschriften, die Kryptowährungen wie Bitcoin regulieren. Zum 01.01.2026 tritt mit der DAC8-Verordnung eine weitere Verschärfung in Kraft. Doch schon heute gelten umfassende Dokumentationspflichten, die Sie als Krypto-Anleger unbedingt kennen und beachten sollten.

    Bereits seit Jahresbeginn müssen Sie sich bei Einzahlungen auf Kryptobörsen auf strengere Identitätsprüfungen sowie Nachweise zur Mittelherkunft und Wallet-Eigentümerschaft einstellen. Die neue europäische Regulierung MiCA fordert eine konsequente Einhaltung der Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

    Auch Auszahlungen unterliegen mittlerweile weitreichenden Kontrollmechanismen – vor allem bei Übertragungen auf externe Wallets. Neu hinzugekommen ist zudem eine detaillierte Darstellung der Mitwirkungs- und Aufzeichnungspflichten gegenüber den Finanzbehörden. Besonders relevant: Seit März 2025 gelten verschärfte Regeln bei Auslandssachverhalten – viele Kryptobörsen haben ihren Sitz im Ausland. Die Finanzverwaltung verlangt von Ihnen einen regelmäßigen und vollständigen Abruf Ihrer Transaktionsdaten von zentralen Handelsplattformen. Bedenken Sie: Sie können jederzeit Post in Form eines sogenannten Einzelauskunftsersuchens Ihres Finanzamts erhalten.

    Mit diesen Entwicklungen und den wichtigsten acht Regularien befasse ich mich in der aktuellen Ausgabe meines Podcasts „Millers Kryptowoche“.

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    57 min
  • Bitcoin: Pizza bis Penthouse!

    Bitcoin wurde von Satoshi Nakamoto ursprünglich als digitales Zahlungsmittel erfunden – und manche Pioniere nutzten es tatsächlich auch so. Eine neue Analyse zeigt, welche realen Käufe mit Bitcoin zu den spektakulärsten aller Zeiten zählen. Viele davon erscheinen im Rückblick geradezu unglaublich: Was damals wenige Tausend Dollar wert war, entspricht heute – bei einem Kurs von rund 81.500 US-Dollar pro Bitcoin – oft einem Millionen- oder gar Milliardenbetrag. Hier sind die bemerkenswertesten Transaktionen in chronologischer Reihenfolge:

    2010 – 2 Pizzen für 10.000 BTC: Der erste dokumentierte Kauf mit Bitcoin: Laszlo Hanyecz zahlte im Mai 2010 10.000 BTC für zwei Pizzen von Papa John’s. Damals waren sie rund 40 US-Dollar wert – heute über 814 Millionen Dollar.

    2013 – Trump-Wohnung und ein Toyota Prius: Ein Apartment im Trump SoHo (heute „The Dominick“) wurde im Juli 2013 für 25.500 BTC verkauft – heute ein Gegenwert von rund 2,08 Milliarden Dollar, der teuerste Bitcoin-Kauf der Geschichte. Im selben Jahr kaufte Investor Michael Tozoni einen gebrauchten Toyota Prius für 1.000 BTC – heute gut 81 Millionen Dollar wert.

    2014 – Space-Tickets, Bali-Villa und ein Seegrundstück: Die Winklevoss-Zwillinge reservierten sich im März 2014 zwei Plätze in Virgin Galactics SpaceShipTwo – für 900 BTC, heute fast 73 Millionen Dollar. Ebenfalls 2014 wurde eine Luxusvilla auf Bali für 800 BTC gekauft (heute rund 65 Millionen) und ein begehrtes Grundstück am Lake Tahoe für 2.739 BTC – heute 223 Millionen Dollar wert.

    2018 – Villa in Miami: Ein sieben Schlafzimmer großes Haus in Miami wurde 2018 für 455 BTC verkauft – damals etwa 6 Millionen Dollar, heute mehr als 37 Millionen.

    2021 – Penthouse in Miami: 2021 wechselte ein Penthouse mit vier Schlafzimmern im Stadtteil Surfside für 613 BTC den Besitzer. Der heutige Wert der Bitcoins: rund 50 Millionen Dollar.

    2022 – Seevilla in Austin und eine Luxusyacht: Scooter Braun verkaufte eine Seevilla in Austin, Texas, für 417 BTC – heute über 33 Millionen Dollar. Im selben Jahr wurde die 40 Meter lange Motor-Yacht Benetti Oryx für 290 BTC gekauft – mit aktuellem Gegenwert von über 23 Millionen Dollar.

    Dieser Thematik widme ich mich auch in meinem aktuellen Podcast von "Millers Kryptowoche".

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    37 min
  • Digital War und Crypto Tax!

    Am 2. April 2025 erklärte US-Präsident Donald Trump den sogenannten „Liberation Day“ – eine symbolträchtige Kampfansage an das bestehende globale Handelssystem. In einer Rede im Rosengarten des Weißen Hauses kündigte er drastische Zollerhöhungen an. Sollten diese Maßnahmen umgesetzt werden, wären nicht nur die Handelsbeziehungen der USA zu ihren wichtigsten Partnern betroffen – vielmehr steht die globale Handelsordnung der Nachkriegszeit grundsätzlich auf dem Spiel.

    Besonders hart trifft Trumps Wirtschaftskurs die Europäische Union – allen voran Deutschland. Die angekündigten Sonderzölle auf Fahrzeuge würden insbesondere die deutsche Automobilindustrie empfindlich treffen, die jährlich Fahrzeuge im Wert von über 20 Milliarden Euro in die USA exportiert und Millionen Arbeitsplätze sichert.

    Digitale Gegenmacht aus Brüssel

    Brüssel hat jedoch ein starkes Druckmittel: den digitalen Binnenmarkt und seine regulatorische Hoheit über US-Technologiekonzerne wie Alphabet (Google, YouTube), Amazon oder Meta (Facebook, Instagram, WhatsApp). Mechanismen bzw. Machtinstrumente dafür existieren bereits mit dem Digital Services Act (DSA) und dem Anti-Coercion-Instrument (ACI). Während der DSA direkte Sanktionen gegen Unternehmen vorsieht, ermöglicht das ACI Maßnahmen gegen die US-Regierung und verbündete Firmen. Dazu zählen Finanzblockaden gegen US-Bankaktivitäten in der EU – etwa den Derivatehandel von Goldman Sachs in Frankfurt – oder der Entzug von US-Patenten in Schlüsseltechnologien wie dem Quantencomputing.

    Eine mögliche Antwort auf Trumps Strafzölle wäre die Einführung einer Digitalsteuer. Diese wird zwar seit Jahren diskutiert, scheiterte bislang jedoch am Widerstand aus Washington. Eine einheitliche EU-Steuer auf die Umsätze digitaler Plattformen könnte Milliarden in die Kassen der Mitgliedstaaten spülen – und würde gezielt US-Konzerne treffen.

    USA als Krypto-Welthauptstadt? – Kommt die Steuerfreiheit für Krypto-Gewinne?

    Auch im Bereich Kryptowährungen sorgt Donald Trump für Schlagzeilen. Bereits im Wahlkampf gegen Kamala Harris kündigte er an, die USA zur „Krypto-Hauptstadt des Planeten“ machen zu wollen. Seit Amtsantritt verfolgt Trump eine ausgesprochen krypto-freundliche Agenda. Jüngst wurde bekannt, dass das von ihm und seinen Söhnen gegründete Unternehmen World Liberty Financial eine neue Stablecoin namens USD1 einführen wird – gedeckt durch US-Staatsanleihen.

    Besonders brisant ist aktuell die Frage, ob Trump Kryptowährungen künftig steuerfrei stellen wird. Auf der Plattform X (ehemals Twitter) kursieren zahlreiche Gerüchte. Viele Nutzer fordern den Präsidenten auf, eine vollständige Steuerbefreiung für Krypto-Gewinne einzuführen. Allein in der Woche seines Wahlsiegs stieg die Zahl der Google-Suchanfragen nach „Crypto tax“ um nahezu 200 %. Und die Dynamik nimmt weiter zu – besonders in den vergangenen Tagen.

    Die ebenso interessante wie brisante Thematik analysiere ich in meinem Podcast „Millers Kryptowoche“.

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    58 min
  • Krypto-Steuer-Studie 2025!

    Derzeit schlagen die Steuerpläne der SPD auch in der Krypto-Community hohe Wellen. Im Zuge der laufenden Koalitionsverhandlungen mit der Union haben die Sozialdemokraten zahlreiche Steuererhöhungen eingebracht – darunter auch die Abschaffung der Spekulationsfrist für Kryptowährungen. Im Internet kursieren bereits YouTube-Videos und Diskussionen, die sogar eine rückwirkende Abschaffung dieser Frist ins Spiel bringen.

    Aus diesem Grund habe ich mir eine fundierte Einschätzung eines Steuerberaters bzw. Fachanwalts für Steuerrecht aus meinem Experten-Netzwerk eingeholt. Angesichts dieser Entwicklungen wird es für Krypto-Investoren immer wichtiger, die regulatorischen Rahmenbedingungen – insbesondere im Steuerrecht – genau im Blick zu behalten. Dabei gilt: Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen, hat auch das Recht, Steuern zu sparen. 

    Hier liefert die aktuelle Krypto-Steuer-Studie 2025 von Blockpit interessante Einblicke: Deutschland zählt mittlerweile mehr als 7 Millionen aktive Krypto-Nutzer. Im Jahr 2024 wurden dabei geschätzte Gewinne in Höhe von rund 47,3 Milliarden Euro erzielt. Daraus ergeben sich potenzielle Steuerlasten von etwa 4 Milliarden Euro – doch nur ein Bruchteil dieser Summe wird tatsächlich ordnungsgemäß deklariert.

    Paradigmenwechsel durch neue Meldepflichten

    Angesichts dieser Dimensionen steht Deutschland an einem steuerpolitischen Wendepunkt. Einerseits bestehen bereits hohe Steuerverbindlichkeiten aus den Vorjahren, andererseits verschärfen sich die regulatorischen Vorgaben kontinuierlich. Mit dem von der OECD initiierten Crypto-Asset Reporting Framework (CARF) steht ab 2026 eine grundlegende Veränderung an: Krypto-Dienstleister (CASPs) in 48 Ländern werden verpflichtet, umfassende Transaktionsdaten direkt an die Steuerbehörden zu melden.

    Diese Entwicklung markiert einen Paradigmenwechsel: Während bislang vor allem Banken für die Einhaltung steuerlicher Vorschriften verantwortlich waren, liegt die Pflicht zur steuerlichen Transparenz künftig verstärkt bei den einzelnen Investoren und Händlern bzw. Krypto-Dienstleistern. Sie müssen sich aktiv mit ihren steuerlichen Verpflichtungen auseinandersetzen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

    Mit dieser Thematik befasse ich mich ausführlich in meinem aktuellen Podcast Millers Kryptowoche. 

    Bitte entschuldigen Sie, dass meine Verabschiedung am Ende im digitalen Nirwana „verloren“ gegangen ist – ein automatisch startendes Software-Update kam dazwischen, sodass das Ende etwas abrupt wirkt!

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    45 min
  • Bitcoin statt Zentralbank?

    Die Nutzung digitaler Finanzangebote nimmt in Deutschland weiter zu: 81 % der Bankkunden setzen auf Online-Banking, bei den über 65-Jährigen sind es erstmals mehr als die Hälfte. Kontaktloses Bezahlen ist nahezu flächendeckend etabliert – 98 % nutzen es regelmäßig. Auch Versicherungen werden zunehmend online abgeschlossen, doch viele digitale Angebote stoßen noch auf Skepsis. Der aktuelle Bitkom-Bericht „Digital Finance 2024“ zeigt, wo die Digitalisierung des Finanzsektors voranschreitet, wo Nachholbedarf besteht und welche Entwicklungen die Zukunft bestimmen.

    Die Finanzwelt wandelt sich rasant, und Kryptowährungen gewinnen an Bedeutung. Laut Bitkom haben 28 % der Deutschen bereits Bitcoin & Co. gekauft oder ziehen dies in Betracht. Besonders bemerkenswert: 60 % der Krypto-Investoren nennen die Unzufriedenheit mit der Geldpolitik der Zentralbanken als Hauptgrund für ihr Investment.

    Chancen und Skepsis gegenüber Kryptowährungen

    Viele Bürger und Privatanleger sehen in Bitcoin (BTC) eine unabhängige Alternative zum klassischen Finanzsystem und schätzen die Möglichkeit, ihr Geld außerhalb staatlicher Kontrolle anzulegen. Auch der Wunsch nach mehr Anonymität spielt eine Rolle. Gleichzeitig gibt es erhebliche Vorbehalte: 68 % der Deutschen lehnen ein Investment ab – vor allem aus Angst vor Wertverlust und wegen der hohen Komplexität der Technologie. Mehr zur wachsenden Bedeutung von Bitcoin und der Kritik an der Geldpolitik der Zentralbanken bespreche ich in meinem aktuellen Podcast „Millers-Kryptowoche“.

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    59 min
  • Krypto und Kapitalmobilität!

    Die globale Millionärsmigration erreicht 2025 einen neuen Höchststand: 135.000 vermögende Personen werden ihr Heimatland verlassen – ein Zeichen für wirtschaftliche Unsicherheiten, geopolitische Spannungen und steigende Steuerbelastungen. Vereinigte Arabische Emirate, USA, Singapur und Kanada zählen zu den Gewinnern dieses Trends, da sie wirtschaftliche Freiheiten, niedrige Steuern und politische Stabilität bieten. Besonders Dubai hat sich mit steuerlichen Anreizen, luxuriöser Infrastruktur und wirtschaftsfreundlicher Standortpolitik als Magnet für Kapital etabliert. Singapur überzeugt mit strenger Finanzregulierung, während die USA mit ihrem riesigen Kapitalmarkt und der globalen Bedeutung des US-Dollars locken.

    Gleichzeitig kämpfen China und Großbritannien mit einem erheblichen Vermögensabfluss. China droht ein Nettoverlust von 15.200 Millionären, verursacht durch wirtschaftliche Unsicherheiten und geopolitische Spannungen. Großbritannien rechnet mit dem Abgang von 9.500 Wohlhabenden, ausgelöst durch Brexit-Folgen, politische Instabilität und Steuerreformen. Diese Entwicklungen unterstreichen: Kapital folgt attraktiven Rahmenbedingungen – Länder, die Wohlhabende vertreiben, verlieren langfristig Investitionen, Know-how und Wachstum.

    Vermögenswert Mobilität: Digitalisierung und Tokenisierung sind die neue Globalisierung! 

    Während Immobilien und Bankguthaben an nationale Regulierungen gebunden bleiben, ermöglichen digitale Vermögenswerte eine neue Dimension der Flexibilität und Mobilität. Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum sind global handelbar und dezentral verwahrbar. Die Tokenisierung von Vermögenswerten – von Aktien über Immobilien bis hin zu Kunstwerken – schafft ein digitales Finanzökosystem, das Kapitalmobilität in nie dagewesener Weise erleichtert.

    Besonders Krypto-Millionäre nutzen diese neue Freiheit, um sich gezielt für Standorte mit wirtschaftlicher Stabilität, Krypto-freundlichen Gesetzen und langfristigen Perspektiven zu entscheiden. In einer Ära der Unsicherheit wird Mobilität zum entscheidenden Vermögenswert – und digitale Assets sind der Schlüssel dazu.

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    36 min
  • Strategische Krypto-Reserve!

    Strategische Reserven wie Öl- und Gas, Goldreserven, Getreidevorräte und eine medizinische Notfallreserve dienen dazu, ein Land gegen wirtschaftliche, geopolitische und gesundheitliche Risiken abzusichern. Die Strategic Petroleum Reserve (SPR) der USA ist beispielsweise der größte Notfall-Rohölvorrat der Welt.

    Sie wurde nach der Ölkrise von 1973/74 eingerichtet, um die USA vor plötzlichen Versorgungsengpässen zu schützen und Marktstabilität zu gewährleisten. Die SPR besteht aus vier unterirdischen Salzstöcken an der Golfküste in Bryan Mound und Big Hill (Texas) sowie West Hackberry und Bayou Choctaw in Louisiana. Die USA setzen die SPR ein, wenn es zu Versorgungsengpässen oder Marktkrisen kommt, etwa nach Hurrikans, Kriegen oder politischen Konflikten – beispielsweise im Golfkrieg 1991, 2005 im Zuge des Hurrikans Katrina oder 2022 als Reaktion auf den Kriegsausbruch in der Ukraine. Die SPR dient als wirtschaftliches Schutzschild der USA, um die Ölversorgung auch in Krisenzeiten sicherzustellen.

    Die USA verfügen auch über eine der größten Goldreserven der Welt mit mehr als 8.000 Tonnen Gold. Diese sind ebenfalls auf unterschiedliche Standorte verteilt, überwiegend im legendären Fort Knox in Kentucky sowie bei der Federal Reserve Bank of New York. Weitere Lagerorte befinden sich in West Point und Denver. Zudem verfügen die USA über eine medizinische Notfallreserve, die Strategic National Stockpile (SNS), ebenso wie über eine strategische Getreidereserve.

    Am 2. März 2025 kündigte Präsident Donald Trump die Einrichtung einer strategischen Krypto-Reserve an. Diese Reserve soll fünf der zehn beliebtesten Kryptowährungen nach Marktwert umfassen: Bitcoin, Ether, XRP (Ripple), Solana und Cardano. Das Ziel dieser Initiative ist es, die Dominanz der USA im globalen Kryptomarkt zu stärken, finanzielle Innovationen zu fördern und möglicherweise einen Schutz gegen Inflation zu bieten. Trump erklärte, dass diese Maßnahme die USA zur „Krypto-Hauptstadt der Welt“ machen soll.

    Die genauen Details zur Umsetzung dieser Krypto-Reserve, einschließlich des Umfangs, der Finanzierung und des Zeitplans, wurden bisher nicht offengelegt. Es wird erwartet, dass weitere Informationen auf dem bevorstehenden Krypto-Gipfel im Weißen Haus bekannt gegeben werden.

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    43 min
  • Bitcoin und Mensch ärgere dich nicht!

    Gerade in unruhigen Zeiten an den Kryptomärkten stelle ich immer wieder fest, wie wichtig es ist, zur Aufklärung und Bildung beizutragen. In den Medien und auch von zahlreichen "Bitcoin-Experten" wird häufig das Narrativ bemüht, dass Bitcoin-Mining auf hochkomplexen mathematischen Berechnungen basiert und energieintensive Hochleistungs-Miner notwendig sind, um diese aufwendigen Berechnungen durchzuführen – so wie Goldschürfer das Gold unter großem Aufwand aus der Erde graben. Das ist schlicht ein Mythos.

    Als Krypto-Investor müssen Sie sich bei jedem Sachverhalt, den Sie bewerten, stets drei Fragen stellen: Was ist es technologisch, was ist es ökonomisch und was ist es regulatorisch?

    Bitcoin-Mining basiert auf einem Proof-of-Work-Verfahren, bei dem Miner durch Hashfunktionen eine gültige Lösung per Trial-and-Error finden. Das entspricht eher einem schnellen "Würfelspiel" als einer gezielten, komplexen Berechnung. Aus technologischer bzw. mathematischer Betrachtungsweise ist der Programmcode des Bitcoin vergleichbar mit einem analogen Brettspiel, das Sie alle kennen: Mensch ärgere dich nicht! (MÄDN). Auch hier gibt es einen Algorithmus, der sich eben Spielanleitung nennt. Beim Bitcoin hingegen ist die "Spielanleitung" durch das Whitepaper von Satoshi Nakamoto definiert.

    Bitcoin-Mining basiert dabei, wie "Mensch ärgere dich nicht!", auf Würfeln. Das heißt, Bitcoin-Miner lösen keine hochkomplizierten mathematischen Aufgaben, sondern sie würfeln exorbitant schnell, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, den nächsten Block zu finden. Diesen kann der erfolgreiche Miner dann an die Blockchain anhängen und wird dadurch aus ökonomischer Betrachtungsweise zu einer Art digitalem Buchhalter.

    Mit dieser hochinteressanten Thematik befasse ich mich in meinem aktuellen Podcast von „Millers-Kryptowoche“.

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    29 min

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