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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Passage episodes

  • Martha Nussbaum - Philosophin für mehr Gerechtigkeit
    Die amerikanische Philosophin Martha Nussbaum gehört zu den grossen Namen ihrer Disziplin. Als politische Philosophin und Ethikerin knüpft sie an die sehr einflussreiche Theorie der Gerechtigkeit von John Rawls an und fragt, wie diese heute sinnvoll weiterentwickelt werden kann. Martha Nussbaum fasst bei Ihren Überlegungen beonders die Anliegen von Frauen, Behinderten, aber auch von anderen Ethnien ins Auge. Es passt zu ihrem Plädoyer für mehr Gerechtigkeit, dass sich Martha Nussbaum auch stark in der aktuellen Bildungspolitik engagiert. Mit «Not for Profit» hat sie vor Jahren eine vielbeachtete Kampfschrift für die Stärkung der Geisteswissenschaften vorgelegt.
    Erstausstrahlung: 3. Februar 2012.
    57 min
  • Irène Schweizer – Aus Liebe zum Jazz
    Irène Schweizer verliebt sich mit 12 in den Jazz, als sie eine Studentenband proben hört im Schaffhauser Gasthof, in dem sie aufwächst. Seither erobert sie diese Musik mit kompromisslosem Einsatz. Nach dem Vorbild des unbändigen Jazzpianisten Cecil Taylor haut Irene Schweizer in die Tasten, nimmt blaue Flecken an den Unterarmen in Kauf. Sie ist vorne mit dabei, als der europäische Jazz von einer eingeschworenen Szene neu erfunden wird, nimmt als erste Pianistin Europas Solo-Platten auf. Vierzig Jahre her sind diese Premieren. In den Jahrzehnten danach spielt Irène Schweizer in vielen Konstellationen und entwickelt eine sanftere Spielweise.
    Erstausstrahlung: 14. September 2018
    59 min
  • Eva jenseits vom Paradies - Eva-Maria Hagen
    Sie ist Schauspielerin, Sängerin und Malerin. Und sie hat als Jahrhundertzeugin Dinge erlebt, die heute schon fast unvorstellbar sind: Nationalsozialismus und Krieg in Deutschland, den Einmarsch der Russen, die Vertreibung aus den Ostgebieten, die frühe DDR, den Rauswurf und den Neuanfang im Westen. Eva-Maria Hagen, die Mutter von Nina Hagen und die langjährige Lebenspartnerin von Protestsänger Wolf Biermann ist inzwischen 85 Jahre alt und noch immer aktiv. Michael Luisier hat die «irdische Mutter der göttlichen Nina», wie Biermann sie nennt, 2014 in Hamburg besucht und zeichnet in einem Porträt das intensive und vielfältige Leben der Künstlerin nach.
    Erstausstrahlung: 14. November 2014
    55 min
  • Greti Caprez-Roffler, die erste Pfarrerin
    Am 13. September 1931 tat das Bündner Bergdorf Furna einen ungewöhnlichen Schritt: Als erste Gemeinde Europas wählte es eine Frau zur Pfarrerin, gegen die geltenden Gesetze. Die Wahl von Greti Caprez-Roffler löste einen Skandal aus, der bis nach Deutschland Schlagzeilen machte. Greti Caprez-Roffler nahm das Amt an und zog mit ihrem neugeborenen Söhnlein nach Furna. Erst über 30 Jahre später, 1965, wurden Frauen in Graubünden offiziell zum Pfarramt zugelassen. Und wiederum 50 Jahre später macht sich die Enkelin Christina Caprez auf die Spuren ihre Grossmutter, liest Tagebücher und Briefe, spricht mit Verwandten und mit Zeitzeuginnen. Ihre Recherchen zeigen eine Frau, die ihrer Zeit weit voraus war und ihre Zeitgenossen und ihre Familie mit ihrem festen Willen und ihrer direkten, bestimmenden Art immer wieder herausforderte.
    Erstausstrahlung: 22. November 2015.
    1 hr
  • Hannah Arendt interpretiert die Banalität des Bösen
    Was ist das Böse? Wie lässt es sich beschreiben? Wie kann man ihm begegnen, wie es verhindern? Fragen, die die Philosophin Hannah Arendt ein ganzes intellektuelles Leben lang umtrieben. Als Beobachterin im Prozess gegen den NS-Verbrecher Adolf Eichmann gewann Hanna Arendt ebenso aufschlussreiche wie provokative Erkenntnisse, die sie in ihrem Jahrhundertwerk «Die Banalität des Bösen» darlegte.
    Archivaufnahme aus dem Jahr 1965.
    1 hr
  • Leni oder 100 Jahre Widerspenstigkeit
    Eigentlich hätte es die Tochter eines wohlhabenden Bierbrauers aus dem Schweizer Mittelland ganz einfach haben können. Geld war genügend vorhanden und die Anmut der jungen Leni liess kaum ein Männerherz kalt. Sie aber wählte einen unkonventionellen Weg. Schon früh verkündete Leni, dass sie Bier nicht möge und dass ihr der Sinn nach Tanz stehe. Das war nicht gern gesehen, und so verbarg man diese Schmach, so gut es eben ging. Anlässlich ihres 100. Geburtstages 2012 erzählte sie aus ihrem Leben: Sie ist Tänzerin geworden und kunstverliebte Bohemienne. Sie hat einen ungarischen Juden geheiratet und in Mailand ein Tanz– und Gymnastikstudio für Frauen eröffnet.
    Erstausstrahlung: 25. Mai 2012
    58 min
  • Alfonsina Storni - Feministin der ersten Stunde
    Buenos Aires um 1920. Eine kompromisslose und kluge «selfmade woman» dringt als erste Frau in die Künstler- und Intellektuellenkreise ein. Alfonsina Storni ist ledige Mutter, Immigrantin, Sozialistin. Ihre Wurzeln liegen im Tessin. Alfonsina Storni veröffentlichte in Argentinien unkonventionelle Gedichte und Essays und sagte von sich: «Ich bin eine Frau des 20. Jahrhunderts». Für diese Modernität engagierte sich Storni mit vehementem Idealismus, Witz und Fantasie. In Argentinien wurde sie zu einer nationalen Legende, auf dem amerikanischen Kontinent zu einer der frühesten feministischen Schriftstellerinnen, doch in ihrer allerersten Heimat, der Schweiz, blieb sie praktisch unbekannt.
    Erstausstrahlung: 25. Oktober 2013
    1 hr
  • Das Buch ist das Ungeheuer - Herman Melvilles Moby Dick
    Mit seinem grandiosen Roman Moby Dick wurde Herman Melville weltberühmt posthum. Heute gehört das Buch über Kapitän Ahabs fanatischem Kampf mit dem weißen Wal zu den Meisterwerken der Weltliteratur. Zur Zeit seines Erscheinens hat der monströse Roman seine Zeitgenossen schlicht überfordert. Mit dem Furor alttestamentarischer Rachelust sticht Kapitän Ahab mit der Walfang-Brigg Pequod in See, das weiße Ungetüm Moby Dick, das ihm einst ein Bein abriss, zur Strecke zu bringen. Am Ende wird die kalte See zum Grab für die Pequod - allein der Erzähler Ishmael überlebt diese Reise ans Ende der Nacht. Genug Stoff für einen gradlinig erzählten Seefahrer-Roman mit Bestsellerqualitäten. Der vor 200 Jahren geborene Herman Melville enttäuschte aber sein Lese-Publikum und schuf in 135 Kapiteln nichts weniger als eine düstere psychologische Parabel auf die Grenzen des Menschseins. Moby-Dick ist ein unbändiger poetischer Steinbruch, Wal-Enzyklopädie, Untergangsdrama antiken Zuschnitts und Vorbote der literarischen Moderne. Kurzum, das Buch selbst ist das Ungeheuer.
    52 min
  • Das Lied - Was sagen uns die alten Weisen?
    Texte, die von Liebe, Todesangst und Wahnvorstellungen berichten; Melodien, die illustrieren, moralisch deuten, Hörkino vom Feinsten bieten – das ist das romantische Kunstlied. Eine 200 Jahre alte Gattung, die noch heute ihr Publikum findet. Was sagen uns die alten Weisen über das Menschsein? Das klavierbegleitete Kunstlied ist eine Erscheinung der Romantik. Auf kleinstem Raum werden hier Szene, Psychogramm und moralische Deutung kreiert. Beethovens Zyklus «An die ferne Geliebte» (1816) und Arnold Schönbergs «Das Buch der hängenden Gärten» (1909) gelten als die historischen Eckpfeiler; dazwischen ereignen sich die Lieder von Franz Schubert und Robert Schumann, die bis heute als Höhepunkte einer der intimsten musikalischen Gattungen gelten. Liederabende haben im Konzertleben eine ungebrochene Fangemeinde; junge Musikerinnen und Musiker gründen neue Festivals, wie etwa LiedBasel.
    1 hr 1 min
  • Wie die Jesidinnen zu sich fanden
    Die Jesidinnen, die ganz im Westen des Iraks leben, wurden schon oft vertrieben – jetzt haben die Frauen das Szepter übernommen. Jesiden sind eine monotheistische Religionsgemeinschaft, die ursprünglich aus dem Irak, Syrien und der Türkei kommen. In den Tagen im August 2014 schien das Schicksal der Jesidinnen und Jesiden besiegelt. Der Islamische Staat rückte an, die Peschmergas, eigentlich zum Schutz der Jesidinnen in der Gegend rund um Shengal stationiert, flohen. Nur dank den Kämpfern, vor allem aber den Kämpferinnen der kurdischen Befreiungsarmee konnte die jesidische Bevölkerung in die Berge flüchten. Dort, in den Bergen, leben sie noch immer. Nun haben die jesidischen Frauen erkannt, dass sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen müssen.
    55 min

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Die Sendung «Passage» steht für radiophone Exzellenz auf SRF 2 Kultur. Hier verbinden sich Wort und Musik, Ton und Stille.

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