Passage

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Passage episodes

  • Schlagwerker, Tüftler, Musiker: Domenico Melchiorre
    Er sei «schon mit Trommelstöcken geboren worden» sagt sein Vater Nicola über Domenico Melchiorre. Heute ist er vielfacher Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe, hat die Position als Solopauker des Sinfonieorchesters Basel inne, leitet ein Schlagzeugensemble und gibt Konzerte. Schon als kleiner Bub hat Domenico Melchiorre auf allem herum getrommelt, was sich anbot. Zudem hat er gemeinsam mit seinem Vater, der ihn als Automechaniker und Kunstschmied handwerklich unterstützt, neuartige Schlaginstrumente aus Metall entwickelt. Ein Besuch an der Probe mit den Schlagzeug-Kollegen und ein Abstecher zur Werkstatt in Pratteln zeigen einen Musiker, der dem Schlagzeugspiel neue Impulse verleiht, als sensibler Klangtüftler, Dirigent und Instrumentenbauer.
    Eine Wiederholung vom 9.2.2018
    1 hr 1 min
  • Trotzdem - oder erst Recht? Lachen als Lebenselixier im Kongo
    Mzee Mbukuli ist einer der bekanntesten Komiker in der DR Kongo. Fast täglich fährt er durch «sein» Goma und beobachtet das Alltagsleben. Abends geht er auf Sendung, erzählt und karikiert die Tagesnews; sein Markenzeichen sind eine groteske Brille und ein übertrieben falscher Bart. Der Journalist und Komiker Mzee Mbukuli ist auch ein gewiefter Geschäftsmann, arbeitet an der Universität, macht Werbung, hilft NGOs Gesundheitskampagnen unters Volk zu bringen. Mbukuli ist ein Star, Humor sein Werkzeug. Die Ethnologin Silke Oldenburg forscht seit Jahren in Goma, wo sie u.a. der Frage nachgeht, welche Bedeutung Humor ausgerechnet in einem Land hat, das charakterisiert ist durch Gewalt, Unruhen und Armut: ist Humor Widerstand, Ventil, Lebenshilfe? Worüber genau lachen die Menschen – und wann vielleicht mal nicht mehr?
    55 min
  • 101 Jahr – Kunst als Widerstand gegen Krieg und Zerstörung
    Zürich, Tschechien, Yarmouk, Baghdad; eine Reise von heute nach gestern und übermorgen. Wie Gedichte und Musik Mut geben und helfen, in der zerstörerischen Welt des Krieges zu überleben - davon erzählen Werke von Künstlern und Künstlerinnen rund um den Globus. Und sie selbst. Dass Kunst und Musik heilsam wirken, das haben viele Menschen erlebt. Dass Kunst auch hilft einen Krieg zu überleben, das dürften im gegenwärtigen Europa nur wenige Menschen selbst erfahren haben. Wie bedeutsam Kunst und Musik in Krieg und Zerstörung werden, dass die Kraft eines Gedichtes, einer Melodie Leben retten sowie aktiver Widerstand gegen Grauen und Zerstörung sein kann, das zeigen die Beispiele von Künstlerinnen und Künstlern wie Aeham Ahmad, Ilse Weber, Ameen Mokdad Salim, Muna Aljaffal und Karim Wasfi.
    Eine Forschungsreise von Melanie Katz.
    52 min
  • Was bleibt, stiften die Dichter. Else Lasker-Schüler im Exil
    Sie stossen Ende der dreissiger Jahre aufeinander. Die Dichterin Else Lasker-Schüler und die Schweizer Fremdenpolizei. Die Petentin kämpft eigenwillig, aber fest entschlossen um ihren Aufenthalt. Die Mittel der Gesuchstellerin brüskieren die Beamten. Hat Lasker-Schüler tatsächlich das Geburtsjahr im Pass persönlich abgeändert? Sie hat, und zwar kräftig, ihr Alter um ganze 30 Jahre reduziert. Als es den Behörden endlich gelingt, sie aus dem Land zu weisen, setzt sie sich in Jerusalem an den Schreibtisch und schreibt dem Bundesrat. Sämtliche Korrespondenz erscheint mit vollem Titel und offizieller Anrede in den Detektivberichten. Else Lasker-Schüler gelingt es unter diesen schwierigen Umständen immerhin zweimal, zwischen Jerusalem und Zürich hin- und her zu pendeln. Erst der Zweite Weltkrieg hält sie endgültig in Palästina fest, wo sie am 22. Januar 1945 stirbt.
    Wiederholung einer Produktion aus dem Jahr 1999.
    1 hr
  • Vaterland
    Nicht jede Migrationsgeschichte ist eine Geschichte der Flucht. Am Beginn mancher Geschichte steht die Entscheidung, sich aus freien Stücken in einem anderen Kulturraum zu verwirklichen. Und es gibt Migrationsgeschichten, die im Mutterleib beginnen und eine Auseinandersetzung nach sich ziehen. Michelle Akanji wurde 1989 in Winterthur geboren und arbeitet als Kulturpublizistin in Zürich. Ihre Mutter reiste in den späten 1980er-Jahren durch die USA und verliebt sich in einen jungen Nigerianer, der in Boston Wirtschaft studiert. Zwei Jahre später kehrt die Mutter mit ihm in die Schweiz zurück, wo er eine Karriere als Finanzfachmann beginnt. Michelle Akanji ist die Schwester des Schweizer Fussballnationalspielers Manuel Akanji – Ihre Fragen an den Vater drehen sich um Identität und um postmigrantische Verwerfungen.
    57 min
  • «Gopf!» - Gut geflucht ist halb gepilgert
    643 Kilometer. Zu Fuss. Von Oslo nach Trondheim. Auf einem Pilgerweg ist man mehr Mensch, als im Alltag – das merkt die Radiojournalistin Mariel Kreis schnell. Die Gefühle sind intensiver als im Alltag: Der Schmerz, die Langeweile, die Freude, die Wut - aber auch die Frage nach dem «Warum?». «Raus aus der Stadt, raus in die Natur und denken». Das ist die Devise der Radiojournalistin Mariel Kreis. Sie läuft den Olavsweg, das norwegische Pendant zum spanischen Jakobsweg. Nur sehr viel einsamer: 300'000 Menschen laufen mittlerweile durch Spanien, in Norwegen sind es gerade Mal 1'500 pro Jahr. Es wird eine Reise Richtung Norden, aber auch eine Reise ins Innere. Mit Begegnungen, die Fragen aufwerfen und auch beantworten.
    57 min
  • Macbeth, seine Lady und die Musik. Eine Spurensuche.
    Lady Macbeth versucht am Ende noch das Ufer des Guten zu erreichen, was ihr nicht mehr gelingt. Ihr Mann dagegen ist erst auf naive Weise gut, endet dann aber ganz auf der Seite des Bösen. Was passiert da? Und was machen Komponisten, allen voran Giuseppe Verdi, aus dieser üblen Geschichte? Macbeth - Shakespeares kürzeste und dunkelste Tragödie. Eine grandiose Studie über Macht, Grausamkeit und die Umkehrung der Werte, die seit jeher die Menschen in Bann zieht. Ein ewig aktueller Stoff, seit 400 Jahren. Generationen von Schülern haben ihn durchgearbeitet, Regisseure haben ihn verfilmt und inszeniert, Historikerinnen und Philologen haben ihn analysiert – und Komponisten haben ihn vertont. Allen voran Giuseppe Verdi. Um seine Vertonung dreht sich die Passage. Aber nicht nur. Auch andere Komponisten kommen vor: ein Erzähler, eine Psychiaterin, ein Philosoph und eine Musikwissenschaftlerin. Sie reflektieren über Macbeth, seine Frau, über Rausch und sogenannten point-of-no-return
    1 hr 1 min
  • Die Hölle auf Erden: Die Blockade von Leningrad
    Hunger, Kälte, Tod – das Leiden der Menschen in Leningrad kennt keine Grenzen: 900 Tage lang ist die Stadt während des Zweiten Weltkriegs von der Hitlerarmee eingeschlossen. Im «Blockadebuch» erzählen Überlebende vom durchlebten Horror – und lassen dabei auch an das Leid in modernen Kriegen denken. Hitlers Plan ist es, die Bevölkerung von Leningrad auszuhungern und die Stadt danach dem Erdboden gleichzumachen. Doch die sowjetische Seite wehrt sich tapfer. Leningrad kann gehalten werden. Der Blutzoll ist jedoch enorm: Über eine Million Menschen sterben. Lange nach dem Krieg sammeln die beiden sowjetischen Schriftsteller Daniil Granin und Ales Adamowitsch Berichte von Überlebenden und bringen die Erzählungen Ende der 1970er Jahre erstmals als Buch heraus. Nun ist das «Blockadebuch» erstmals in unzensurierter Fassung erschienen (Ales Adamowitsch/Daniil Granin: Blockadebuch. Leningrad 1941-1944). Das Werk ist ein gigantisches Mahnmal gegen den Krieg. Es zeigt den Schrecken von damals und lässt auch erahnen, was Betroffene in modernen Kriegen durchmachen, wenn sie in Städten eingeschlossen werden - in Ex-Jugoslawien, im Irak oder in Syrien.
    Felix Münger
    Buchhinweis: Ales Adamowitsch, Daniil Granin. Blockadebuch. Leningrad 1941-1944. Aufbau 2018
    57 min
  • Eberhard W. Kornfeld – Ein Leben für die Kunst
    Eberhard W. Kornfeld: Kunsthändler, -Sammler, -Forscher und -Liebhaber - Im langen Leben des Baslers spiegelt sich auch der Wandel des Kunstbetriebs im 20. Jahrhundert. Kürzlich ist er 95-jährig geworden: Ein Porträt. Eberhard W. Kornfeld ist seit Jahrzehnten eine feste Grösse in der Kunstwelt. Seine Galerie in Bern hat er zu einer der renommiertesten Adressen im globalen Auktionsgeschäft gemacht. Und er hat Freundschaften gepflegt mit Künstlern wie Sam Francis, Pablo Picasso oder Alberto Giacometti. Unliebsame Aufmerksamkeit erfuhr Kornfeld im Herbst 2013, als der Fall Gurlitt publik wurde – der Galerist stand in einer langjährigen Geschäftsbeziehung zu Cornelius Gurlitt.
    In «Passage» erzählt Kornfeld aus seinem Leben: Wie er die Welt der Kunst geprägt hat - und wie sie ihn geprägt hat.
    57 min
  • Von der Erotik des Gesangs
    Sängerinnen und Sänger bestätigen es geradewegs: Singen ist erotisch. Wie aber sieht es auf der Gegenseite aus, beim Hörer, der Hörerin? Und was tragen die Komponisten dazu bei? Eine vergnüglich-erotische Spurensuche. Die Operngeschichte ist voller Erotik. Was die Handlung betrifft – von Nero und seiner Geliebten Poppea bei Claudio Monteverdi über den Verführer Don Giovanni oder das so liebes- wie todessehnsüchtige Paar Tristan und Isolde, bis hin zur ekstatischen Salome bei Richard Strauss. Aber auch jenseits der jeweiligen Handlung wird das Singen selbst als erotischer Akt wahrgenommen. Das bestätigen die Sopranistin Anna Prohaska, die Mezzosopranistin Brigitte Fassbaender, als auch der Neuropsychologe Lutz Jaencke.
    1 hr 1 min

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Die Sendung «Passage» steht für radiophone Exzellenz auf SRF 2 Kultur. Hier verbinden sich Wort und Musik, Ton und Stille.

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