Passage

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Passage episodes

  • Zwischen Konsumrausch und bewusstem Verzicht
    Schweizer sind Weltmeister im Recyceln, im internationalen Vergleich aber auch Spitzenreiter bei der Abfallproduktion. Auf Spurensuche in einem Recycling-Hof und bei Menschen, die mit bewusstem Verzicht neue Wege gehen. In der Schweiz fallen pro Jahr rund 24 Millionen Tonnen Siedlungsabfälle an. Handelt es sich beim stetigen Ansteigen der Müllberge um ein Naturgesetz, oder lässt sich diese fatale Entwicklung stoppen? Spurensuche in einem Recycling-Hof.
    Schweizer sind Weltmeister im Recyceln, im internationalen Vergleich aber auch Spitzenreiter bei der Abfallproduktion. Tatsächlich hat sich seit 1970 das Schweizerische Abfallvolumen pro Kopf mehr als verdoppelt. Heute fallen gesamthaft pro Jahr rund 24 Millionen Tonnen Siedlungsabfälle an. Die immensen Mengen sind hauptsächlich auf unser Konsumverhalten zurückzuführen. Simon Meyer hat in seinem Radiofeature Menschen getroffen, die mit bewusstem Verzicht, mit Abfallvermeidung oder strenger Reduktion (Minimalismus) neue Wege gehen.
    53 min
  • «…marche depuis longtemps déjà…» – «Histoire du Soldat» wird 100
    Es war ein Projekt in dürren Zeiten für Künstler, aus der Not geboren. Ein sparsames Wandertheater mit Musik, nach einem russischen Märchen. Doch das Gemeinschaftswerk von Igor Strawinsky und C.F. Ramuz hat das Musiktheater der letzten 100 Jahre geprägt. Ein Exilant und zwei Schweizer Künstler tun sich zusammen, um trotz Kriegszeiten ein neues Stück Musiktheater zu erschaffen. Das Resultat der Gemeinschaftsarbeit hatte am 28. September 1918 in Lausanne Premiere. Die geplante Tournee im Anschluss fiel zwar der Spanischen Grippe zum Opfer, doch seither ist der Siegeszug der «Histoire» nicht aufzuhalten. Übersetzungen in zahlreiche Sprachen, Bearbeitungen für das Puppentheater, Verfilmungen – die Aufführungen und Neu-Deutungen sind kaum zu zählen.
    Wie lief die Zusammenarbeit zwischen Autor, Bühnenbildner und Komponist damals ab, und was hatte sie für Folgen? Was kann die Regisseurin Astride Schlaefli dem Stoff heute noch abgewinnen, und was fasziniert die Dirigentin Lena-Lisa Wüstendörfer nach wie vor an Strawinskis Musik? Und wo ortet die Geigerin Rahel Cunz die kniffligsten Stellen für das Hauptinstrument?
    Eine Spurensuche im Radio-Archiv, in der Stadtbibliothek Winterthur und beim Komponisten Jürg Wyttenbach, der eine eigene Geschichte mit der «Histoire» hat.
    54 min
  • «…marche depuis longtemps déjà…» : L’Histoire du Soldat wird 100
    Es war ein Projekt in dürren Zeiten für Künstler, aus der Not geboren. Ein sparsames Wandertheater mit Musik, nach einem russischen Märchen. Doch das Gemeinschaftswerk von Igor Strawinsky und C.F. Ramuz hat das Musiktheater der letzten 100 Jahre geprägt. Ein Exilant und zwei Schweizer Künstler tun sich zusammen, um trotz Kriegszeiten ein neues Stück Musiktheater zu erschaffen. Das Resultat der Gemeinschaftsarbeit hatte am 28.September 1918 in Lausanne Première. Die geplante Tournee im Anschluss fiel zwar der Spanischen Grippe zum Opfer, doch seither ist der Siegeszug der «Histoire» nicht aufzuhalten. Übersetzungen in zahlreiche Sprachen, Bearbeitungen für das Puppentheater, Verfilmungen – die Aufführungen und Neu-Deutungen sind kaum zu zählen.
    Wie lief die Zusammenarbeit zwischen Autor, Bühnenbildner und Komponist damals ab, und was hatte sie für Folgen? Was kann die Regisseurin Astride Schlaefli dem Stoff heute noch abgewinnen, und was fasziniert die Dirigentin Lena-Lisa Wüstendörfer nach wie vor an Strawinskis Musik? Und wo ortet die Geigerin Rahel Cunz die kniffligsten Stellen für das Hauptinstrument?
    Eine Spurensuche im Radio-Archiv, in der Stadtbibliothek Winterthur und beim Komponisten Jürg Wyttenbach, der eine eigene Geschichte mit der «Histoire» hat.
    54 min
  • Ist da jemand?
    Früher unverzichtbar, heute Relikt: Die Telefonkabine steht vor dem Aus. Von den einst fast 60'000 Exemplaren in der Schweiz stehen heute noch knapp 6'000. Werden sie noch benutzt? Ein Radiofeature zum rasanten Verklingen einer Institution. Als die Telefonkabine Anfang des 20. Jahrhunderts Einzug in die Schweiz hielt, waren die Menschen nicht zu bremsen: Rund 145 Anrufe gingen pro Tag aus einer Kabine raus, ganze 53'000 pro Jahr. Die Kabinen schossen aus dem Boden, überall in der Schweiz wurden welche aufgestellt. Der Siegeszug hielt sich fast ein ganzes Jahrhundert – bis das Handy kam. Seither sterben die heimeligen Kabinen einen langsamen, aber sicheren Tod. Auf 100 Einwohner kommen heute rund 130 Handys, aber nur noch 0,075 sogenannte Publifone. Was passiert in denen, die noch stehen? Werden sie noch gebraucht? Geht jemand ran, wenn es klingelt? Naomi Gregoris hat in 300 Telefonkabinen angerufen und hingehört.
    52 min
  • Irène Schweizer – Aus Liebe zum Jazz
    2018 ist ein grosses Jahr für Irène Schweizer: Gleich zwei Preise hat die wegweisende Pianistin, Jazzmusikerin und Pionierin der Free Music erhalten: den Zürcher Kunstpreis und den Schweizer Musikpreis. Eine akustische Würdigung. Zu ihrem 75. Geburtstag spielt Irène Schweizer 2016 solo am Jazzfestival Schaffhausen. Sie tritt auf die Bühne und empfängt ihr Publikum so: «Min Name isch Pussy Riot! Herzlich Willkomme.»
    Verblüffung zuerst, aber da gibts durchaus eine Verwandtschaft zur feministischen Frauenband, die gegen Konventionen und Regierung kämpft. Und sowieso ist Irène Schweizer gerne voller Schalk; ein 75-jähriges Riot Grrrl.
    Lachen im Saal, fröhliches Kichern von der Bühne. Dann greift Schweizer mit einem resoluten «Also!» in die Tasten. Sofort ist der Raum eingefärbt von ihrer Musik. Einzelne Töne fliegen dem Publikum entgegen, bauen flirrend Spannung auf. Weite Intervalle kontrastieren mit engen Clustern. Sie stolpern, kollabieren, nehmen Fahrt auf und beginnen zu swingen. Das musikalische Feld ist aufgespannt, die Geschichte entfaltet sich.
    Irène Schweizer verliebt sich mit 12 in den Jazz, als sie eine Studentenband proben hört im Schaffhauser Gasthof, in dem sie aufwächst. Seither erobert sie diese Musik mit kompromisslosem Einsatz.
    Im Zürcher Club Africana entdeckt sie wenig später den südafrikanischen Jazz und ist so begeistert, dass sie eine Band über Jahre begleitet, um den Zauber ihres Spiels zu erschliessen.
    In ihrer eigenen Musik klingt seit da immer wieder der fröhlich hymnische Charakter der Kwela Musik an, sogar in jenen wütenden Jahren, wo Schweizer in den Free Jazz eintaucht.
    Nach dem Vorbild von Cecil Taylor haut sie in die Tasten, nimmt blaue Flecken an den Unterarmen in Kauf. Sie ist vorne mit dabei, als der europäische Jazz von einer eingeschworenen Szene neu erfunden wird, nimmt als erste Pianistin Europas Solo-Platten auf.
    Vierzig Jahre her sind diese Premieren. In den Jahrzehnten danach spielt Irène Schweizer in vielen Konstellationen und entwickelt eine sanftere Spielweise.
    Sie ist im Pensionsalter, als sie von zwei Konzertsälen für klassische Musik, KKL und Tonhalle Zürich, zu Solokonzerten eingeladen wird. Irène Schweizer geniesst die Auszeichnung, aber eigentlich spielt sie lieber vor kleinem Publikum. Der Jazzclub bleibt ihr Zuhause.
    58 min
  • Daddy Cool: Unser Vater Leonard Bernstein
    Leonard Bernstein war charmant, hatte Humor und er war ein Weltstar. So einen Vater hätte sich manch ein Kind gewünscht. «Lennys» drei Kinder Jamie, Alexander und Nina waren stolz auf ihn, oft genug aber auch genervt vom ganzen Rummel. Und wie bitteschön konnten sie gegen so einen Vater rebellieren? Kinder von Leonard Bernstein zu sein, das ist eine Aufgabe. Die bedeutet nicht nur die Erinnerung an ihn mit der Welt zu teilen, sondern sie bedeutet auch die Vision ihres Vaters weiterzutragen: klassische Musik allen zugänglich zu machen. Musik zu lieben, zu leben und mit Begeisterung zu vermitteln, das lernten die drei Kinder von ihm. Aber Lenny hat auch von ihnen gelernt: sie waren es, die ihn mit der neusten Popmusik versorgt haben und seine legendären «Young Peoples Concerts» hat er jeweils zuerst an seinen eigenen Kindern getestet.
    Im Rahmen des SRF-Schwerpunktes zum 100. Geburtstags von Leonard Bernstein blicken Jamie, Alexander und Nina auf ihre ungewöhnliche Kindheit zurück. Drei Perspektiven auf einen coolen, aber auch nicht immer ganz einfachen Vater.
    1 hr 1 min
  • Die mit dem Cello tanzt
    Sol Gabetta (37) ist Musikerin, Cello-Dozentin, Festivalintendantin und Mutter. Ihre Wahlheimat ist im aargauischen Olsberg, ihre Wurzeln liegen in Argentinien, Frankreich und Russland. Kosmopolitin ist sie auch heute noch: als Cellistin tourt sie durch die besten Konzertsäle der Welt. 2004 gab der «Crédit Suisse Young Artist Award» beim Lucerne Festival der Karriere von Sol Gabetta einen entscheidenden Schub, aktuell kehrt sie diesen Sommer als «artiste étoile» nach Luzern zurück. Was ist seit Gabettas Anfängen passiert in ihrem Leben? Wie bringt die Cellistin ihre Kleinfamilie, ihr eigenes Festival und ihre Studierenden an der Musik-Akademie Basel mit ihrer Konzerttätigkeit in Einklang?
    Ein Blick zurück und ein Blick nach vorn.
    48 min
  • Sommer-Reprise: Franz Koglmann - Trompeter, Komponist, Wiener
    Joe Zawinul hat behauptet, dass der Wiener Dialekt wie auch der Slang schwarzer Amerikaner gleich phrasiert wird wie der Jazz. Andererseits ist Wien seit jeher Mekka europäischer Kunstmusik. Zwischen diesen beiden Polen bewegt sich der Trompeter und Komponist Franz Koglmann. Franz Koglmann spielt und schreibt Musik, die nur zwischen allen Stühlen und Bänken Platz hat. Er ist ebensolcher Verehrer von Louis Armstrong wie Franz Schubert, ist ein grosser Improvisator, der allerdings Form und Struktur der Komposition in der Musik spüren will, und sein Horizont spannt sich von Wien bis New York. Vielleicht braucht es eine Stadt wie Wien, die in jeder Ecke Geschichte atmet und doch ganz heutig ist, um einem Talent wie Koglmann den richtigen Nährboden zu geben. Ein Besuch beim Künstler in seiner Wiener Wohnung.
    Erstausstrahlung: 6.4.2014
    57 min
  • Sommer-Reprise: Anita Lasker - Cellistin mit Vergangenheit
    «Warum hast Du nie etwas gesagt?» oft hat Anita Lasker-Wallfisch diese Frage gehört. Ihre Antwort war stets dieselbe: «Weil ihr mich nie gefragt habt.» Ihre MitmusikerInnen beim English Chamber Orchestra wussten nur, dass sie als Jüdin den 2. Weltkrieg überlebt hatte, kannten aber keine Details. Anita Lasker war immer die, die nie mitkam, wenn das Londoner Orchester, wie so oft, in Deutschland gastierte. Bis einmal Ende der 1980er Jahre Konzerte in der Nähe der einstigen Lager von Bergen-Belsen anstanden und die Cellistin verkündete: «Ich komme mit!» Es wurde eine Reise in die Vergangenheit, die die weitere Zukunft Anita Laskers bestimmen sollte - als Zeitzeugin und Buchautorin schildert sie ihr Überleben im Mädchenorchester von Auschwitz und erklärt auch, warum der letzte Tag des Krieges nicht der erste Tag in Freiheit war.
    Erstausstrahlung: 3.5.2015
    57 min
  • Sommer-Reprise: Ilse von Alpenheim - Grand Old Lady des Klaviers
    Bereits mit neun Jahren trat Ilse von Alpenheim als Solistin auf. 1955 lernte sie in Bern den ungarischen Komponisten Sándor Veress kennen, mit dem sie bis 1968 zusammenlebte. 1971 heiratete sie den Dirigenten Antal Doráti, der mehrere Klavierwerke für sie komponierte. Ilse von Alpenheim ist eine Legende, die sich heute, mit bald 91, nur mehr privat ans Klavier setzt und spielt. Dafür kann sie wunderbar erzählen: über ihre Wunderkind-Jugend, über den Klavierdrill und ihre liebe Müh mit Tschaikowsky und über ihr Leben an der Seite des Dirigenten Antal Doráti, mit dem sie lange Jahre gereist und aufgetreten ist.
    Erstausstrahlung: 20.9.2015
    57 min

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Die Sendung «Passage» steht für radiophone Exzellenz auf SRF 2 Kultur. Hier verbinden sich Wort und Musik, Ton und Stille.

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