Passage

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Passage episodes

  • «Ich bin Soul ‘69» – eine Aretha Franklin-Platte erzählt
    Das Leben der dieses Jahr verstorbenen Aretha Franklin wurde bereits mehrfach nachgezeichnet. Aber noch nie hat eine Schallplatte Franklins Vita erzählt. Im Januar wird «Soul ‘69», das sechste Album der Sängerin 50 Jahre alt - Sie lässt das Leben der Soulqueen durch ihre Rille ziehen. «Mein Körper ist voller Schrunden und Schrammen, aber meine Seele habe ich von Aretha», sagt «Soul ‘69». Wenn die alte Schallplatte erzählt (Sprecherin: Sabine Trieloff), wird Aretha Franklins Geschichte lebendig: Von ihrer Geburt in Memphis zu den frühen Jahren in der Gospelschule des Vaters, von ihrer Verehrung für Dinah Washington und ihrer Freundschaft zum späteren Motown-Star Smokey Robinson bis zu den Jazz- und Easy Listening-Jahren bei Columbia Records. Und schließlich ihre Metamorphose zur größten Soulstimme aller Zeiten bei Atlantic, mit Hits wie «Respect» und «Natural Woman». Hier wurde sie auch zur Ikone der schwarzen Bürgerrechtler und der für Gleichberechtigung kämpfenden Frauen.
    56 min
  • BABOOM!!! Eine kleine Musikgeschichte der Atombombe
    1945 töten die zwei Atombomben in Hiroshima und Nagasaki auf einen Schlag fast 100000 Menschen. Ein Ereignis, das sich in der Musik niederschlägt. In Protestsongs. Aber nicht nur. In der Musikgeschichte der Atombombe zeigt sich auch eine Menge Sarkasmus und Verherrlichung der mörderischen Waffe. «Love that Bomb!» singen «Dr. Strangelove and the Fallouts» 1964, «Not the tiny toy from Word War I / This one is a million times more fun.» Galgenhumor angesichts der omnipräsenten Angst vor dem atomaren Wettrüsten im Kalten Krieg. Ein paar Jahre früher zeichnet die populäre Musik ein ganz anderes Bild: Obwohl fast 100000 Menschen unmittelbar nach den Explosionen sterben, feiert die Mehrheit der US-Popstars die Atombombe ernsthaft – als Symbol des Sieges und Friedens, das den Feind Japan in die Knie gezwungen hat.
    Am Morgen nach dem Fall der Bombe auf Hiroshima entsteht mit dem fröhlichen Western Swing-Song «Atomic Power» der erste von zahlreichen Songs über Atombomben. Diese Songs sind stets ein Sensor der Gesellschaft. So spiegeln sich in vielen Liedern der 60er die Angst der Bevölkerung vor der omnipräsenten atomaren Bedrohung: «I want to be normal in every way / But a mushroom cloud hangs over my dreams», singt etwa der RocknRoller Sammy Salvo. Und nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011 wird Protestmusik in Japan zum mächtigen Treiber in der Anti-Atomkraft-Bewegung. Bleibt noch Nordkorea – welche Rolle spielt die Musik im aktuellen atomaren Konflikt mit den USA?
    Die «Passage» rollt 70 Jahre Atommusik auf und zeigt damit, dass es sich lohnt, zweimal hinzuhören und sich nicht nur von den fröhlichen Klängen eines Popsongs täuschen zu lassen.
    (Ausgezeichnet mit dem Zürcher Radiopreis 2018 - eine Wiederholung aus dem Jahre 2017)
    57 min
  • Frauen erklären (nicht) die Welt: Warum Satire kaum weiblich ist
    Hazel Brugger ist die Senkrechtstarterin der deutschsprachigen Satire. Maren Kroymann ist die Grande Dame. Im Gespräch ergründen die beiden, wie es kommt, dass Frauen zwar in der Politik und in der Wirtschaft Fuss fassen können, aber in der Polit-Satire noch immer Seltenheitswert haben. «Satiriker erklären die Welt. Und von Frauen lässt man sich die Welt nur sehr ungern erklären.» Das sagt die Schauspielerin und Autorin Maren Kroymann. Dennoch hat sie als Polit-Satirikerin reussiert. Einzelne Videos von ihr erreichen im Internet über eine Million Klicks. Auch der Comedienne Hazel Brugger gelingt das mit ihren scharfen und schrägen Standups. Auch sie ist ganz oben angekommen und hat sich innert Kürze im ganzen deutschsprachigen Raum Respekt und zahllose Preise erspielt. Im Gespräch erörtern Hazel Brugger und Maren Kroymann, wie sie geworden sind was sie sind, und warum nicht mehr Frauen diesen Weg einzuschlagen wagen.
    55 min
  • Der Besuch des Präsidenten- Warum Mandela nach Genadendal kam
    Im Februar 1995 nennt Nelson Mandela seinen Amtssitz in Kapstadt um - von Westbrooke in Genadendal. Im folgenden Oktober besucht er Genadendal, einen kleinen Ort am Westkap. Was führte ihn dorthin? Von Genadendal aus lässt sich die Geschichte Südafrikas erzählen: Kolonialisierung, Unterdrückung der Urbevölkerung, Missionierung. Der erste Missionar war Georg Schmidt von der Herrnhuter Brüdergemeine. 1737 kam er in den später Genadendal genannten Ort. In den folgenden 150 Jahren entwickelte sich hier ein Zentrum für befreite Sklaven, Bildung und Wirtschaft. Als nach der Apartheid Mandela Präsident Südafrikas wurde, sagte er, dass die Herrnhuter die einzigen Weißen in Südafrika waren, die gaben anstatt zu nehmen. Er sah in Genadendal eine Inspiration für die junge rainbow nation.
    Übernahme des SWR2
    56 min
  • «Splish Splash» - Wenn Teenager die Popindustrie entern
    Eine kleine Gruppe von Teenagern bestimmt anfangs der 1960er die US-amerikanischen Musikcharts: Stand By Me, On Broadway, Will You Love Me Tomorrow, Loco-Motion, (You Make Me Feel Like A) Natural Woman ist nur eine kleine Auswahl aus der endlos langen Liste ihrer Hits. Ort des Geschehens: das Brill Building am Broadway, New York. Dort schreibt eine Gruppe von High-School-Freunden Hunderte von Hits für ein neu entdecktes Zielpublikum, den Teenager mit Taschengeld.
    Der «Brill Building Sound» ist eine von vielen Keimzellen des globalen Pop. Musik, wie sie heute auch in der Schweiz produziert wird. Zum Beispiel von Nemo, 19jähriger Mundart-Rapper und Popsänger, oder Roman Camenzind von der erfolgreichsten Produktionsfirma der Schweiz. Beide spiegeln sie die Hitkultur aus ihrer Warte.
    Wie funktioniert populäre Musik? Eine szenische Versuchsanordnung von Annina Salis.
    57 min
  • Wort, Klang und Bild: Lyrik im Gespräch
    Gast von Felix Schneider ist der vielfach preisgekrönte Lyriker Jan Wagner – Jan Wagner spricht über eigene und andere, ihm wichtige Gedichte, thematisiert, was ihn aktuell beschäftigt und bringt seinen soeben erschienen Lyrikband «Die Live Butterfly Show» mit. Der Lyriker Jan Wagner ist ein Phänomen. Mit seinen Gedichten hat er die Kulturjournalisten gegeneinander aufgebracht. Als er 2015 als erster Lyriker überhaupt den Preis der Leipziger Buchmesse erhielt, brach eine heftige Kontroverse los: «der beste Lyriker seiner Generation» riefen die einen und lobten die Zugänglichkeit und Alltagsnähe seiner Gedichte. Das «Superprivatistische», «Verklärung, Verkitschung» warfen ihm andere vor. Wagner blieb seinem Stil, das Kleine und Alltägliche zu nutzen, um dahinter schwarze Abgründe oder weite Gedankenhorizonte aufzureissen, treu. Und erhielt 2017 Jahr prompt den Georg Büchner-Preis.
    58 min
  • Wie die Shoah ins Gedächtnis rufen, wenn niemand mehr spricht?
    Sie haben die Shoah erlebt und sind dem Tod entronnen. Viele Holocaust-Überlebende widmeten viel Zeit ihres Lebens dem Erinnern. Jetzt sind die letzten von ihnen hochbetagt. Wer tritt an ihre Stelle, wenn sie nicht mehr sind? Was braucht es, um nicht zu vergessen? Jede Nacht fragt sich der gebürtige Pole Bronislaw Erlich, welches Schicksal seine Eltern ereilte, bevor sie starben. Jede Nacht, bis heute. Als 16-Jähriger hat er 1939 seine Familie in Warschau verlassen, um dem sicheren Tod zu entgehen. Auf seiner abenteuerlichen Flucht legte er seine jüdische Identität ab und wurde Bauerngehilfe in Polen, der Sowjetunion und Deutschland. Der heute 95-Jährige wohnt im Kanton Bern und ist einer der letzten Zeitzeugen. Seine Erinnerung hält auch unsere Erinnerung an den Holocaust wach. Doch was, wenn niemand mehr lebt und sich erinnert? Was braucht es, um einen wachsamen Umgang mit Antisemitismus und den Folgen weiterhin zu garantieren? Das reflektiert der Historiker Simon Erlanger, Lehr-und Forschungsbeauftragter der Universität Luzern.
    Eine Wiederholung vom 4. Mai 2018
    57 min
  • Ewiger Entdecker: Der Dirigent Herbert Blomstedt
    Auch im stolzen Alter von 91 Jahren und nach fast 65 Jahren Karriere erforscht Herbert Blomstedt die Werke, die er dirigiert, immer wieder neu. Seine Interpretationen überzeugen durch ihre strukturelle Klarheit und emotionale Kraft, die Blomstedt in jedem Konzert aufs Neue zu entfesseln weiss. Der studierte schwedische Musiker und Musikwissenschaftler begann seine Dirigier-Karriere in Nordeuropa. Anschliessend wurde Herbert Blomstedt Chefdirigent von bedeutenden Orchestern in Deutschland und in den USA. Er konzentrierte sich dabei stets auf sein Spezialgebiet, auf die sinfonische Musik. Wie er seine Zeit in den USA erlebt hat, was die Unterschiede zwischen europäischer und amerikanischer Orchesterkultur sind, warum für ihn die sogenannte «Deutsche» Orchesteraufstellung die einzig richtige ist, und wie er sich bei langen Spaziergängen in den schwedischen Wäldern entspannt, das erzählt Herbert Blomstedt in Passage.
    57 min
  • Magda und der Maulkorb
    Die Nachrichtensprecherin Magda versteht die Welt nicht mehr. Seit das umstrittene Mediengesetz in Polen verabschiedet wurde, werden Führungsköpfe der staatlichen Medien durch regierungstreue Nachfolger ersetzt. Die Berichterstattung steht unter Zensur, Informationen fehlen oder werden verändert. Magda arbeitet seit 20 Jahren beim polnischen Rundfunk. Sie kommt sich schäbig vor, wenn sie aus Angst vor den Konsequenzen neuerdings geschönte Nachrichten vorliest, statt zu widersprechen, und sich damit selbst zum Werkzeug der autokratischen Regierung macht. Die Autorinnen Johanna Rubinroth und Tanja Krüger treffen Magda über ein halbes Jahr, erleben den schleichenden Zusammenbruch der Demokratie, aber auch den wachsenden Protest der Zivilgesellschaft.
    54 min
  • Glück auf sieben Saiten: die Renaissance der Viola da Gamba
    Sie ist das Instrument der Könige: die Viola da Gamba. Als in Frankreich die Monarchie zusammenbricht, stirbt auch die aristokratische Viola da Gamba. Mitte des 20. Jahrhunderts setzt eine grosse Renaissance der Gambe ein. Eine Spurensuche nach dem Glück auf sieben Saiten. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie im späten 18. Jahrhundert gerät die Viola da Gamba völlig in Vergessenheit. An ihrer Stelle erobert von Italien aus das Violoncello ganz Europa. Seit knapp 50 Jahren aber wird die Gambe wiederentdeckt. Immer mehr Profi-Cellisten lernen in ihrer Freizeit Viola da Gamba, spielen darauf Renaissance-, Barock-, aber auch zeitgenössische Musik. Nicht zuletzt entdecken viele Hobbymusiker das einst königliche Instrument auch noch im Pensionsalter für sich.
    1 hr 1 min

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Die Sendung «Passage» steht für radiophone Exzellenz auf SRF 2 Kultur. Hier verbinden sich Wort und Musik, Ton und Stille.

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