Perspektiven

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Religion & Spirituality
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Perspektiven episodes

  • Die Geschichte der Heiligen Barbara
    Die Heilige Barbara ist eine der beliebtesten Heiligenfiguren. Die Lebensgeschichte der Schutzpatronin der Mineure und des Bergbaus liegt allerdings weitgehend im Dunkeln. Gegen den Willen ihres Vaters soll sie sich für das Christentum entschieden haben und darum als Märtyrerin gestorben sein.Beim Durchstich des Gotthard-Basistunnels passerte sie als erste den Spalt, bei der offiziellen Eröffnung des Tunnels war sie mit dabei: Die Staue der Heiligen Barbara. Denn die Heilige Barbara ist die Schutzpatronin der Bergleute und Mineure. Die junge Frau lebte im 3. Jahrhundert in Nikomedien in der heutigen Türkei. Sie war die Tochter eines reichen und angesehenen Heiden. In den Legenden werden ihr scharfer Verstand und ihre Schönheit hervorgehoben. Aus Eifersucht und Wut über ihre Hinwendung zum Christentum soll sie ihr eigener Vater in einen Turm geschlossen, später dem Martyrium preisgegeben und eigenhändig enthauptet haben. Der Gedenktag der Heiligen Barbara ist der 4. Dezember. An diesem Tag werden auch die soge-nannten Barbara-Zweige geschnitten. Blühen diese Obstbaum-Zweige bis Weihnachten im Haus, so wird dies als gutes Zeichen für die Zukunft gewertet.
    26 min
  • Kirche als Moralagentur? Ein Gespräch mit Hans Joas
    Welche Stellung haben die Kirchen in der heutigen Gesellschaft? Sind sie vor allem Agenturen für Moralfragen? Der renommierte Sozialphilosoph Hans Joas plädiert für eine neue sozialwissenschaftliche Reflexion darüber, was Kirche heute ist.In seinem letzten Buch «Glaube als Option» nennt der an der Humboldt-Universität zu Berlin lehrende Joas den religiösen Glauben heute als nur noch eine von vielen gesellschaftlichen Möglichkeiten. Jetzt ist der Band «Kirche als Moralagentur?» herausgekommen. Darin hält Joas fest, dass die Kirchen sich auch heute noch nicht über einen Mangel an öffentlicher Aufmerk-samkeit beklagen können. Allerdings wissen immer weniger Menschen, was Kirche ist oder wofür sie notwendig ist. Kirche werde vor allem als eine Agentur für das Moralische wahrgenommen. Das habe zur Folge, dass Moral zunehmend als etwas Theologisches wahrgenommen wird.Im Gespräch mit Hansjörg Schultz erläutert Hans Joas, welche gesellschaftliche Funktion Kirche seiner Meinung nach haben sollte.
    29 min
  • Scharia-Recht vor Staatsrecht?
    In der Schweiz gilt für alle das gleiche Recht. Wie wäre es, wenn Muslime (zumindest teilweise) dem Scharia-Recht folgen dürften oder Immigranten dem Recht ihrer Heimat? Solch ein Rechtspluralismus ist umstritten.In der Schweiz haben Experten schon über parallele Rechtssysteme nachgedacht, in Gross­britannien ist letzteres schon Realität. Dort können Muslime zum Beispiel ihre Familien­ange­legen­heiten vor Scharia-Gerichten regeln. Doch nicht alle Muslime befürworten diese Idee.Die Berner Politologin Elham Manea hat die Situation in Grossbritannien untersucht und kommt zum Schluss, dass gerade Frauen dadurch stark benachteiligt würden. Die Menschenrechte könnten so nicht eingehalten werden.
    28 min
  • Kirche im Postkommunismus – Die Tochter eines Untergrundpriesters erzählt
    In der Slowakei zur Sowjetzeit konnte die römisch-katholische Kirche Jahrzehnte nur im Untergrund überleben. Die Kirche suchte bewusst unauffällige Familienväter aus, um sie zu Priestern zu weihen. Und sogar Frauen wurden geweiht!Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus tauchte die Untergrundkirche wieder auf. Aber nun gab es Probleme mit der kirchlichen Anerkennung der Weihen. Die Risiken, die Frauen und Männer im Untergrund für ihre Kirche auf sich genommen hatten, wurden kaum verdankt. Die meisten der Geheimpriester und Priesterinnen sollten ihr Weiheamt auch nicht mehr weiter ausüben. Wie lebt die römisch-katholische Kirche in der Slowakei heute damit?Margita Markova ist die Tochter eines Untergrundpriesters und bis heute in der Kirche engagiert. Sie hat an verschiedenen Studien über die aktuelle Situation der römisch-katholischen Kirche in der Slowakei mitgewirkt. In Perspektiven gibt sie über die Kirche im Postkommunismus AuskunftBuchhinweise:František Mikloško und Karol Moravcík (Hg.),«Die Freude des Evangeliums in der Slowakei.Versuch einer Situationsanalyse der katholischen Kirche»,aus dem Slowakischen übersetzt von Marie-Theres Cermann,Bratislava, 2016.Wolfgang Bergmann, «Geheim geweiht», Wieser-Verlag, 2016.
    27 min
  • Frauen, wo sind sie geblieben? Auf den Spuren der Schweizer Reformationsfrauen
    Wir feiern 500 Jahre Reformation. Und endlich rücken auch die tatkräftigen Frauen dieser Zeit ins Rampenlicht. Mit dem Buch «Hör nicht auf zu singen – Zeuginnen der Schweizer Reformation» verschaffen die Autorinnen diesen Frauen nun Gehör.Frauen der Reformationszeit haben selbst nur wenige Schriften hinterlassen. Ihre Spuren führen meist über ihre Ehemänner, über Brüder, Freunde oder auch Feinde. Dabei sind die Reforma­tions­frauen nicht nur Zeitzeuginnen, sondern haben jene Epoche mitgeprägt, die Europa und die Welt so einschneidend verändert hat. Die Historikerinnen heute interessiert aber auch, wie und wie nachhaltig die Reformation den Alltag von Frauen und Männern verändert hat.
    25 min
  • Olivenbäume, die Eier legen – Der Aphoristiker Elazar Benyoëtz
    Elazar Benyoëtz schreibt Aphorismen für das Leben. Der israelische Lyriker wurde 1937 als «Paul Koppel» in Wiener Neustadt geboren. Seine Eltern flüchteten 1939 mit ihm nach Israel, wo er seither auch lebt.Deutsch ist also nicht, die Sprache, die ihn umgibt. Trotzdem schreibt er seine kurzen Sinnsprüche mehrheitlich auf Deutsch. Die Präzision dieser Sprache sage ihm zu.Besonders in kirchlich-religiösen Kreisen sind die Verse Elazar Benyoëtz‘ beliebt. Das liegt daran, dass er immer wieder biblische Themen aufgreift. Ferner begeistere die Genauigkeit und Sorgfalt seiner Sprache, wie die Berner Theologieprofessorin Magdalene Frettlöh betont.Benyoëtz‘ Schweizer Fangemeinde hat den bald 80-Jährigen noch einmal zu einer Lesereise hierher eingeladen, die am 31.Oktober beginnt.
    28 min
  • Islam – Karriere einer dynamischen Weltreligion
    Der Islam ist eine menschenfreundliche Religion, sagen die einen. Für andere ist die Religion des Propheten Mohammed eine Brutstätte von Gewalt und Terror.Die Islamwissenschaftler Ina Heine und Peter Heine werfen einen Blick auf die Entwicklung des Islam in den letzten Jahren bis hin zu den Diskussionen um Kopftuch und Burka.Ina und Peter Heine kennen den Islam wie ihre Westentasche. Sie haben die Heiligen Schriften und die verschiedenen Ausprägungen wie den Islamismus studiert. Und sie haben die Kultur des Islam in verschiedenen Ländern erkundet: Von der Rolle der Frau über Kleidervorschriften bis hin zur Kochkunst oder zum Alkoholkonsum im arabisch-islamischen Raum. Ina und Peter Heine schildern, wie sie die Entwicklung des Islam in den letzten Jahren erlebt haben und wie sie die Situation der Muslime in Europa und die Auseinandersetzung ihrer Religion mit der Moderne einschätzen.
    27 min
  • Spiritualität braucht Wurzeln
    Der in Basel geborene Psychotherapeut und spirituelle Lehrer Gabriel Strenger hat gerade ein neues Buch veröffentlicht: «Jüdische Spiritualität» heisst es. Darin arbeitet Strenger für eine integrative Spiritualität, die sich besonders auch vom Dialog mit anderen Religionen bereichern lässt.Gabriel Strenger lebt und arbeitet in Jerusalem. Regelmässig lehrt er aber auch in der Schweiz, etwa am Lassalle-Haus in Schönbrunn jüdische Meditation und Mystik. Zum Beginn des Laubhüttenfestes (Sukkot) erklärt er in Perspektiven den traditionellen und spirituellen Sinn dieses Festes, an welchen man «in Hütten wohnen» soll.Buchhinweis: Gabriel Strenger, Jüdische Spiritualität in der Tora und an den jüdischen Festtagen, Verlag Morascha 2016.
    27 min
  • Abgeschoben, gedemütigt, missbraucht - protestantische Armenerziehung unter der Lupe
    Nicht nur in römisch-katholischen Erziehungsheimen erlebten Kinder Gewalt, sexuelle Übergriffe und psychischen Druck. Auch in evangelischen Einrichtungen haben Schützlinge unter den damaligen «Erziehungsmethoden» gelitten.Historikerinnen und Historiker arbeiten die Schweizer Armenerziehung jetzt auch mit Blick auf den protestan-tischen Einfluss auf.Ob im Heim oder in der Pflegefamilie - die Religion spielte dort lange eine zentrale Rolle. Denn die Kinder sollten zu gottesfürchtigen, arbeitsamen Menschen erzogen werden. Um dieses Ziel zu erreichen, waren Prügelstrafen, Demütigungen oder Essensentzug gang und gäbe. Nur wenige störten sich daran: Pfarrer, Gemeindeangestellte, Lehrerinnen oder auch Ärzte unter¬stützten gewalttätige Handlungen oder schauten einfach weg. Die protestantische Sittlichkeitsbewegung hat die Armenerziehung lange geprägt.
    30 min
  • Welt und Mensch – mehr als nur Materie?!
    Woraus besteht die Welt? Aus Materie oder Geist? Diese Frage diskutieren Philosophie und Theologie seit jeher. Von ihrer Beantwortung hängt auch ab, was für ein Menschenbild wir haben, ob wir etwa an einen freien Willen, an eine Seele oder an Gott glauben.Unser westliches Denken ist seit geraumer Zeit naturwissenschaftlich-technisch geprägt. Wenn Menschen aktuell immer mehr «Ersatzteile» bekommen und immer mehr Roboter Menschen im Arbeitsalltag ersetzen, dann stellt das nochmal ganz neu die Frage: Was ist eigentlich ein Mensch? Er ist eben mehr als nur Materie, sagt Hans-Dieter Mutschler. Damit stellt sich der Physiker, Naturphilosoph und Theologe gegen den wissenschaftlichen Mainstream. Denn seiner Meinung nach reichen die Naturwissenschaften nicht aus, um das Leben in all seinen Dimensionen zu verstehen.(Anlässlich des SRF-Programmschwerpunkts zum Thema Mensch-Maschine wiederholen wir dieses Gespräch aus dem Jahr 2014.)Buchhinweise:Hans-Dieter Mutschler, Alles Materie - oder was?: Das Verhältnis von Naturwissenschaft und Religion. 2016 Echter Verlag GmbH, Würzburg.Hans-Dieter Mutschler, Halbierte Wirklichkeit: Warum der Materialismus die Welt nicht erklärt. Butzon und Bercker, Kevelaer 2014.
    30 min

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Perspektiven aufs Leben. Der wöchentliche Podcast von SRF Kultur rund um Religion, Spiritualität und Ethik. Hier haben Glaube, Zweifel und Hoffnung Platz. Wir erzählen, erklären, debattieren und…

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