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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Ratgeber episodes

  • Kaffeesatz – macht Gärten fit!
    Kaffeesatz ist eine exzellente Gartenhilfe: er aktiviert den Kompostierungsprozess, denn Kompostwürmer fressen ihn gerne und das lockere Material trägt zu einer guten Durchlüftung des Hauskompostes und des Wurmkompostes bei. 
    In grösseren Mengen schafft Kaffeesatz Abhilfe gegen unerwünschten Katzenbesuch. Dazu braucht es frischen Kaffeesatz, er wird zweimal pro Jahr über die Gemüsebeete verteilt. Der Kaffeesatz bleibt in den Pfoten der Katzen hängen, wenn sie darüber spazieren. Beim Fell putzen gerät ihnen der bittere Geschmack des Kaffeesatzes auf die Zunge - und sie meiden für eine gewisse Zeit die Gemüsebeete.
    Nach der Katze nun die Wurzeln 
    Nach drei bis vier Tagen wird der Kaffeesatz mit der Harke unter die Erde gemischt, damit die Bodenlebewesen den Kaffeesatz abbauen können und die darin enthaltenen Nährstoffe (Stickstoff, Kalium und Phosphor) für die Pflanzenwurzeln verfügbar gemacht werden. Grössere Mengen Kaffeesatz kann man in einem nahegelegenen Restaurant, einem Café oder in einer Kantine besorgen, am besten bringt man einen geeigneten Kessel mit. Im Topfgarten wird der Kaffeesatz im Frühling und im Sommer direkt unter die Erde gemischt, nach circa drei Wochen wird der Düngereffekt sichtbar.
    7 min
  • Wieviel Sport und Bewegung ist gut?
    Hauptsache man bewegt sich. Zu wenig ist nicht gut, zu viel auch nicht. Wichtig sind Regeneration und Abwechslung, sagt der Fitnesstrainer und eidgenössisch dipolomierte Sportlehrer Savo Hertig.
    Zu wenig Bewegung, das hat uns Corona gezeigt, lässt den Bauch wachsen und wir legen an Pfunden zu, weil wir immer träger wurden. Klar ist das ungesund. Das andere Extrem, zu viel Bewegung, ist aber auch nicht gut. Es gilt eine Balance zu finden.
    Übermotiviert ist nicht gut für Körper und Gelenke
    Der Fitnesstrainer und Sportlehrer Savo Hertig beobachet häufig in seinem Alltag als Trainer, dass einige übermotiviert eine neue Sportart anpacken. Vielfach wird auch falsch trainiert, ohne Instruktionen von einem Profi., insbesondere an Geräten. «Das rächt sich häufig erst später, im Moment merkt man nichts davon», sagt Hertig.
    Regeneration
    Gerade wegen der Überbeanspruchung von Gelenken, Knochen und Sehnen ist die Regeneration wichtig. Der Körper braucht Pausen. Klar kann man jeden Tag Sport machen, aber nicht immer den gleichen, sagt Hertig.
    Abwechslung
    Gut für die Regeneration ist Abwechslung. Macht man jeden Tag etwas anderes, kann der Körper besser regenerieren. Fitness, Velofahren, Joggen, Koordination, Gleichgewichtsübungen usw. Auf diese Weise kann man an fünf oder sechs Tagen die Woche Sport machen, sagt Hertig.
    5 min
  • Wohnungsübergabe: Die wichtigsten Tipps
    Nach dem Umzug steht die Wohnungsabgabe an. Dabei wird der Vermieter sicher den einen Kratzer oder den anderen Fleck finden. Doch lange nicht alles darf er auch verrechnen. Und auch bei der Reinigung kann er nicht Unmögliches verlangen.
    Wie muss die Wohnung gereinigt sein?
    Ideal ist, wenn die Verwaltung eine Checkliste aushändigt, auf der steht, was wie geputzt sein muss. Gibt es das nicht und steht auch im Mietvertrag nichts, gilt: Alles gründlich mit Putzmittel reinigen: Böden, Fliesen, Schränke, alle Geräte und so weiter. Die Wände leicht mit Wasser abwischen, Dübellöcher schliessen, Fenster und Storen reinigen.
    Allerdings gibt es Grenzen: Falls eine Reinigung zu gefährlich ist oder nicht ohne spezielle Gerätschaft funktioniert, muss diese nicht vom Mieter durchgeführt werden. Beispiel: Aussenreinigung der Fensterläden im 5. Stock.
    Der trügerische Begriff «besenrein»
    Verlangt die Vermieterin, dass die Wohnung besenrein abgegeben wird, heisst das nicht, dass man nur kurz die Böden staubsaugen oder wischen muss. Da gehört mehr dazu. Konkret heisst besenrein:
    * Böden in der Wohnung, im Keller, in der Garage und auf dem Estrich gründlich wischen oder saugen. Das gilt auch für den Balkon oder die Terrasse.
    * Flecken auf dem Boden müssen entfernt werden. Das gilt auch für Flecken an den Wänden.
    * Spinnweben überall entfernen.
    * Grobe Verschmutzungen an Fenstern und Türen (Kleber-Resten etc.) entfernen.
    * Küchen-, Badezimmermöbel und Einbauschränke im Mietobjekt feucht reinigen und Flecken entfernen.
    * Was bedeutet besenrein nicht? >> Nicht erledigt werden muss: Fenster putzen, Teppiche schamponieren, Dübellöcher schliessen, Storen und Fensterläden putzen.
    Renoviert die Vermieterin anschliessend, müssen gewisse Bereiche allenfalls nicht gereinigt werden. Klären Sie vor der Wohnungsreinigung genau ab, was gemacht werden muss und was nicht.
    Welche Schäden muss der Mieter bezahlen?
    Man unterscheidet zwischen:
    * Normaler Abnutzung: Hier handelt es sich um Spuren, die im Laufe eines Wohnungslebens auftreten. Zum Beispiel kleine Kratzer im Parkett oder Schatten von Bildern an der Wand. Dafür muss der Mieter nicht aufkommen. Diese Wertminderung ist im Mietpreis eingerechnet.
    * Übermässige Abnutzung: Sobald man sagen muss: «Da ist mir ein Missgeschick passiert», ist es wohl übermässige Abnutzung. Zum Beispiel ein Rotweinfleck auf dem Teppich oder von den Kindern verkritzelte Tapeten. Dafür muss der Mieter aufkommen.
    Was darf der Vermieter bei übermässiger Abnutzung verrechnen?
    Nicht den Neupreis, sondern den Restwert, auch Zeitwert genannt. Diesen Wert ermittelt man mit der paritätischen Lebensdauertabelle (siehe Links unten). Ein Beispiel: In dieser Liste wird einem Spannteppich eine Lebensdauer von zehn Jahren zugeschrieben. Wohnt man länger als zehn Jahre in der Wohnung, muss man nicht mehr für den beschädigten Teppich aufkommen. Er ist amortisiert. Zieht man bereits nach fünf Jahren aus, darf der Vermieter die Hälfte verrechnen.
    Wichtiges zum Abnahmeprotokoll
    Vorsicht: Ist das Protokoll einmal unterschrieben, ist es verbindlich. Deshalb: Schauen Sie das Protokoll nochmals in aller Ruhe durch. Prüfen Sie, dass überall dort, wo alles in Ordnung war, ein Haken gesetzt ist. Prüfen Sie auch, ob alle Schäden korrekt aufgenommen sind.
    Falls Sie mit einem Punkt nicht einverstanden sind, unterschreiben Sie nicht. Suchen Sie eine Einigung mit der Vermieterin. Klappt das nicht, holen Sie sich Hilfe. Bei Ihrer Rechtsschutzversicherung oder beim Mieterinnen- und Mieterverband.
    6 min
  • Die digitale Schnitzeljagd
    Schnitzeljagden kann man auch am Computer planen und mit dem Smartphone durchführen. Das hat der klassischen Schnitzeljagd gegenüber einige Vorteile.
    Muss denn heute alles digital sein? Ist es nicht schön, den Computer einmal links liegen zu lassen und nicht auf den Smartphone-Bildschirm zu starren? Die Antworten, der Reihe nach: Nein, ja und ja.
    Einfacher zu planen als eine klassische Schnitzeljagd
    Doch wer jemals eine Schnitzeljagd – zum Beispiel an einem Kindergeburtstag – veranstaltet hat, weiss: Die analoge Variante hat einige Tücken! Nicht nur muss die Route im Voraus abgelaufen und mit Wegweisern versehen werden, es gilt unterwegs auch Rätsel zu verstecken – und nie ist sicher, ob Wegweiser und Rätsel bei der eigentlichen Schnitzeljagd immer noch liegen, wo sie sollen.
    Darum gibt es seit einigen Jahren Dienste und Apps, mit denen sich Schnitzeljagden bequem im Voraus am Computer planen und später mit Hilfe des Smartphones durchführen lassen. Das aus einer medienpädagogischen Abschlussarbeit entstandene Actionbound ist wohl das bekannteste dieser Angebote. Die App gibt es für Android-Smartphones und iPhones, sie ist einfach zu bedienen und für Private gratis.
    Am Computer geplant und am Smartphone durchgeführt
    Mit Actionbound muss die Schnitzeljagd erst am Computer geplant werden. Dazu steht ein Online-Editor zur Verfügung, mit dem sich die Stationen der Jagd auf einer Online-Karte eingetragen lassen. Ausserdem lassen sich dort Erklärungen, Quiz, Umfragen oder Turniere erfassen. Die einzelnen Aufgaben können durch Hilfsangaben oder eigene Bilder, Töne oder Videos ergänzt werden.
    In der Actionbound-App auf dem Smartphone kann nach der entsprechenden Schnitzeljagd gesucht werden. Alternativ kann man auch einen QR-Code weitergeben, der einmal gescannt direkt zur jeweiligen Schnitzeljagd führt.
    Einmal gestartet führt die App von Ort zu Ort und von Aufgabe zu Aufgabe. Für richtig beantwortete Fragen und bestandene Aufgaben können Punkte verteilt werden – für Fehler können Punkte abgezogen werden. Mehrere Mitspieler können sich dabei ein Smartphone teilen – gerade bei kleinen Kindern ist es am klügsten, wenn eine erwachsene Begleitperson das Smartphone in der Hand behält und die Kinder durch die Aufgaben führt.
    Auch im Bildungsbereich beliebt
    Weil eigene Bilder, Töne und Videos vor dem Start in die App geladen werden, ist während dem Spiel keine Internetverbindung nötig (ausser ein Link für auf eine externe Webseite). Wer die Schnitzeljagd aber nicht in einer Wohnung oder am Platz durchführt, braucht ein GPS-Signal, um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer per App von Ort zu Ort zu führen.
    Mit Actionbound lassen sich nicht nur Schnitzeljagden durchführen. Die App kommt auch im Bildungsbereich zum Einsatz, zum Beispiel für Museumstouren, oder im Sport, um Spielerinnen und Spieler durch eine Ausstellungen oder einen Parcours zu führen und ihnen an den einzelnen Stationen verschiedene Informationen und Aufgaben zu präsentieren.
    6 min
  • Wie meditiert man?
    In die Stille gehen, fokussieren - darum geht es bei der Meditation. Dass man da plötzlich an den Einkaufszettel denkt oder ein unbeantwortetes Mail, ist völlig normal, sagt die Psychologin Regula Saner. Genau das ist nämlich Meditation.
    Wenn wir nämlich still werden, merken wir, dass unsere Gedanken wie wild kreisen, sagt die Meditationslehrerin. Dann geht es darum, sich diese Gedanken einmal näher anzusehen: Tun sie mir gut, sind es freundliche Gedanken oder sind sie schwer und trüb? 
    Suchen Sie sich einen Anker
    Kreisen die Gedanken bei der Meditation ist es gut, man sucht sich einen Anker, sagt Regula Saner. Zu diesem kehrt man immer wieder zurück. Ein Anker können zum Beispiel die Füsse sein, unsere Fusssohlen oder unser Atem. Auf diese Weise treten die Gedanken an unerledigte Mails in den Hintergrund und werden mit der Zeit weniger, gerade weil man sich auf den Anker konzentriert.
    Kein spezielles Equipment nötig
    Zum Meditieren braucht es keine spezielle Matte oder ein Yogakissen. Klar, wer will, kann. «Ein bequemer Sessel oder das Sofa tun es auch», sagt Regula Saner. Man kann auch im Liegen meditieren, allerdings läuft man da am Anfang Gefahr, dass man einschläft. Meditieren kann man auch im Stehen oder im Gehen. Gerade wer schlecht zur Ruhe kommen kann, tut vielleicht gut daran, bei einem Spaziergang zu meditieren. 
    Anleitung für Einsteiger
    Wer neu meditieren will, macht das am besten unter Anleitung. Wichtig ist, dass die Stimme der Person, die einen durch die Meditation begleitet, passt. Und am besten beginnt man mal mit einer fünfminütigen Meditation - steigern kann man sich immer noch.
    Untenstehend finden Sie zwei Meditationen mit Regula Saner, die ideal sind für Einsteigerinnen und Einsteiger.
    6 min
  • Beerenpflanzen - Der letzte Schliff vor Saisonstart!
    Alle Beerensorten im Hausgarten sind Kultursorten und benötigen zur Bildung von aromatischen und grossen Früchten, mehr Nährstoffe als ihre ursprünglichen wilden Verwandten.
    Himbeeren und Brombeeren bleiben gesund, wenn sie ausschliesslich mit ausgereifter Komposterde gedüngt werden. Johannisbeeren können auch mit organischem Beerendünger gedüngt werden. Nach der Düngung wird eine circa 3cm hohe Schicht Schilfmulch oder gehäckseltes Laub verteilt, diese sogenannte Mulchschicht trägt dazu bei, den Boden länger feucht zu halten.
    Zurückschneiden je nach Saison
    Herbsttragende Himbeeren werden ganz bodennah zurückgeschnitten. Wenn man nicht ganz sicher ist, ob es sich um Herbsttragendende oder Sommertragende Himbeeren handelt, schneidet man nur den obersten Drittel mit den abgetragenen Fruchtständen zurück – an diesen Ruten wird man im Sommer Himbeeren ernten können.
    Bei den Johannisbeeren ist es wichtig, dass die Ansatzstelle der Wurzeln mit Erde überdeckt ist. Nur so können junge Triebe wachsen. Wenn die Wurzelansätze der Johannisbeersträucher sichtbar sind, wird circa 10cm Erde darüber gelegt. Die Anzahl der Triebe wird auf 12 Stück begrenzt: die ältesten, dunkelsten Triebe werden bodennah abgeschnitten.
    Bei den Brombeeren werden die alten Triebe mit den abgetragenen Fruchtständen bodennah abgeschnitten. Bei den jungen Trieben werden die langen Seitentriebe auf Zapfen (circa 10cm lang) zurückgeschnitten. Dort werden aus den drei bestehenden Knospen neue Triebe heranwachsen und im Spätsommer grosse, aromatische Früchte tragen. Werden die Seitenzweige in der ganzen Länge belassen, so bilden sich kleine, schal schmeckende Früchte.
    5 min
  • Sicher joggen
    Über ein Viertel der Schweizer Bevölkerung joggt. Allerdings müssen pro Jahr bis zu 21'500 Personen in ärztliche Behandlung, weil sie sich beim Joggen verletzt haben. Die Zahl der Joggingverletzungen hat sich seit 2010 beinahe verdoppelt. Mit ein paar Tipps kann man das Verletzungsrisiko senken.
    Mara Zenhäusern von der Beratungsstelle für Unfallverhütung, der bfu, rät:
    * Gönnen Sie sich Ruhe zwischen den Trainings.
    * Steigen Sie zu Beginn der Saison langsam ein und überfordern Sie Ihren Körper nicht. Zuerst mit Laufen und Joggen abwechslungsweise einsteigen.
    * Zur Stabilisierung des Rumpfs und der Beine, insbesondere der Knie, immer wieder Dehnübungen machen.
    * Wer in der Dämmerung oder nachts joggt, unbedingt helle Kleidung oder Kleidung mit Reflexionsstreifen tragen. 
    * Wer nachts im Wald oder unebenen Gelände joggt, tut gut daran, eine Stirnlampe zu tragen.
    5 min
  • So geht digitale Selbstverteidigung
    Wer im Internet sicher unterwegs sein will, muss sich zu wehren wissen. Wir geben fünf Tipps, wie das gelingt.
    1. Nicht zu viele Daten preisgeben
    Wer vorsichtig mit seinen Daten umgeht und sie nach Möglichkeit gar nicht erst ins Internet stellt, muss sich auch keine Sorgen machen, dass die Daten in die falschen Hände geraten oder missbraucht werden können.
    Im Internet gilt die Regel: Wenn ein Dienst nichts kostet, dann bezahlt man dafür wahrscheinlich mit seinen Daten. Doch zu den meisten Diensten gibt es Alternativen, die kaum Nutzer:innen-Daten sammeln und diese nicht an Dritte verkaufen. Statt Google kann man zum Beispiel Suchmaschinen wie Startpage oder DuckDuckGo verwenden, statt einem Messenger-Dienst wie WhatsApp die Schweizer Bezahl-Alternative Threema.
    2. Sichere Passwörter Wählen
    Dass «1234» oder «Passwort» keine sicheren Passwörter sind, hat sich inzwischen herumgesprochen. Aber auch vermeintlich sichere Passwörter sind für Cyber-Kriminelle leicht zu knacken, wenn sie zu kurz sind oder sich aus einem zu kleinen Zeichenvorrat bedienen. Darum sollten Passwörter mindestens 12 Zeichen lang sein und neben Gross- und Kleinbuchstaben auch Sonderzeichen und Zahlen enthalten.
    Genauso wichtig: überall, wo man sich anmelden muss, ein anderes Passwort verwenden – sonst können Cyber-Kriminelle mit einem erbeuteten Passwort unter Umständen gleich mehrere Konten knacken. Weil es kaum möglich ist, viele verschiedene, lange Passwörter im Gedächtnis zu behalten, benutzt man dazu am besten einen Passwort-Manager.
    Wie sicher ein Passwort ist, zeigt der Passwortcheck des Datenschutzbeauftragten des Kantons Zürich.
    3. Regelmässige Updates machen
    Ein Computer ist immer nur so sicher wie sein letztes Update. Wer das Betriebssystem des PCs, des Smartphone oder des Tablets und allfällige Anti-Viren-Software nicht durch regelmässige Updates auf dem neusten Stand hält, ist nicht gegen die neusten Bedrohungen geschützt.
    4. Regelmässige Backups anlegen
    Egal, ob man Opfer von Cyber-Kriminellen wurde oder ein Computer einfach kaputt gegangen ist: Wer regelmässige Sicherheitskopien seiner Daten anlegt, ist für den Ernstfall gewappnet – wer von den wichtigsten Daten gleich zwei solche Backups macht, fährt sogar noch sicherer.
    Am besten verwendet man dazu externe Festplatten, die ausser zum Datensichern von Computer getrennt, an einem sicheren Ort aufbewahrt sind. Wem das zu viel Aufwand ist, kann die Daten auch bei einem Cloud-Anbieter sichern, der die Sorge um die Backups für einen übernimmt – allerdings sind die Daten an so einem Ort in der Regel weniger gut vor dem Zugriff Dritter geschützt als wenn man sie in der eigenen Obhut belässt.
    5. Hilfe aus dem Internet
    An verschiedenen Orten im Internet finden sich Anleitungen zur digitalen Selbstverteidigung. Das Magazin «Der Beobachter» sammelt auf seiner Webseite fortlaufend Tipps, wie man die eigenen Daten schützen kann. Die Wochenzeitung «WOZ» und die Digitale Gesellschaft Schweiz haben zusammen eine lehrreiche Kurzanleitung zum Thema verfasst, die kontinuierlich aktualisiert wird und als PDF heruntergeladen werden kann.
    5 min
  • Long Covid: Eine unberechenbare Spätfolge von Corona
    Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit bis hin zu Haarausfall, das ist nur ein Teil der Symptome von Long Covid, sagt Lara Diem, Oberärztin am Berner Inselspital und Ärztin an der Covidsprechstunde.
    Über Long Covid weiss man noch nicht viel, sagt die Expertin. Lara Diem ist Oberärztin für die neuroimmunologische Sprechstunde am Inselspital Bern. Dazu gehört auch die Covid-Sprechstunde. Die Anzeichen mehren sich, dass auch die Omikron-Variante ein Long Covid verursachen kann. Seit fast zwei Jahren kann sie - trotz magerer Studienlage - einiges beobachten:
    * Oft meldet sich Long Covid erst Wochen nach der Erkrankung.
    * Betroffen von Long Covid sind mehr junge Frauen, die keinen schweren Verlauf ihrer Coronaerkrankung hatten. Sie waren also nicht auf der Intensivstation oder hospitalisiert.
    * Die Symptome sind vielfältig: Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Hautausschläge, Haarausfall usw.
    * Bei Long Covid ist es wichtig, den Symptomen ganzheitlich und unter ärztlicher Aufsicht zu begegnen. Da kann auch eine Physio- oder eine Ergotherapie guttun.
    * Ganz wichtig: Wer unter Long Covid leidet, soll alles langsam angehen und sich nicht überanstrengen. Bewegung ist gut, aber moderat. Wer zu schnell wieder voll arbeiten oder Sport machen will, erleidet oft einen massiven Rückfall.
    * Wichtig für den Alltag von Long Covid Patientinnen und Patienten sind die 2 Ps: Priorisieren und Planen.
    * Priorisieren und Planen betrifft alle Lebensbereiche: Die Arbeit, den Sport und das soziale Umfeld. Freunde einzeln treffen, damit man mit den Energiereserven haushalten kann.
    6 min
  • Saatkartoffeln vorkeimen für eine frühe Ernte
    Saatkartoffeln werden speziell zur Auspflanzung virenfrei kultiviert. Meistens wachsen sie deshalb in höheren Lagen, dort wo kaum Virenerkrankungen vorkommen. In tiefen Lagen ist der Befallsdruck von verschiedenen Viren, welche durch Blattläuse übertragen werden, gross.
    Mit Viren befallene Kartoffelstauden wachsen kümmerlich und darum ist der Ernteertrag gering. Deshalb ist es sinnvoll alle Jahre oder alle zwei bis drei Jahre - neue Saatkartoffeln zu kaufen.
    Ab Anfang März werden frühe Kartoffelsorten vorgekeimt, damit sie anfangs April gesetzt werden können. Späte Sorten werden erst Anfangs April vorgekeimt, damit sie Anfangs Mai ausgepflanzt werden können.
    Das Vorkeimen bringt viele Vorteile:
    * die Kulturzeit auf dem Gartenbeet verkürzt sich um vier Wochen
    * die Kartoffelstauden werden in dieser kurzen Zeit weniger von Krankheiten befallen
    * die Saatkartoffeln bilden mehr Triebe und dadurch bilden sich mehr Kartoffeln
    Sorten von Frühkartoffeln: 'Lady Christl' 'Christa' 'Ostara' 'Prima' 'Ditta' 'Charlotte' und 'Agata'
    Wie werden Saatkartoffeln vorgekeimt?
    Für kleine Mengen eignen sich Eierkartonschachteln, für grössere Mengen werden flache Harassen verwendet. Die Saatkartoffeln werden wie ein Ei aufrecht hineingestellt. Dabei schaut das Ende mit den meisten Augen (vertiefte, dunklere Stellen) nach oben. Sie werden bei Temperaturen von 12° -maximal 15° in einem hellen Raum aufgestellt. Nach vier Wochen haben sich viele, circa 2cm lange dunkelvioletgrüne Triebe ausgebildet – die Saatkartoffeln sind bereit zur Pflanzung.
    Bei der Pflanzung Anfangs April ist die Erde bereits etwas abgetrocknet. Das Gartenbeet wird gelockert und gedüngt. Mit dem Rechen werden 30cm hohe Erddämme angehäuft, in der Mitte des Dammes wird eine 10cm tiefe Furche gezogen. Die Saatkartoffeln werden sorgfältig hineingelegt und mit Erde bedeckt. Ein Gartenvlies schützt die Kartoffeln bis Anfangs Mai vor allzu grosser Kälte.
    6 min

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