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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Ratgeber episodes

  • Bei welchem Puls soll ich trainieren?
    Klar, Bewegung lässt den Puls hochschiessen. Doch bei welchem Puls trainiere ich am besten. Da muss man etwas unterscheiden. Trainiert man Ausdauer oder trainiert man Kraft, sagt Franzsika Stauffer. Sie ist Physiotherapeutin und Personal Trainer. Es gibt aber auch zwei einfache Faustregeln.
    Fürs Ausdauertraining, also Herz-Kreislauf-Training, gibt es subjektive und objektive Parameter. Ein subjektiver Parameter, ist ein Parameter, der vom Trainierenden ausgeht. Beispiel: das Sprechen und Singen während des Sports. 
    Tests
    Objektive Paramter können eine Fitnessuhr oder ein Fitnesstracker sein. Auch der Conconi-Test ist ein objektiver Parameter. Mit dem Conconi-Test steigert man das Training und misst dazu den Puls, um herauszufinden, bei welchem Puls man noch besser trainieren soll. Auch der Der Tiffeneau-Test liefert Informationen. Letzterer ist ein Lungenfunktionstest. Beide Tests werden bei Leistungssportlern angewendet.
    Faustregel
    Einfach gesagt gilt für Sportlerinnen und Sportler, welche im Gesundheitssport trainieren: 180 minus das Lebensalter ist der Puls für ein gutes Ausdauertraining. Optimal ist, wenn man dazu noch sprechen kann. Will jemand noch die Fettverbrennung ankurbeln, dann einfach noch 20 Prozent abziehen. Sind Sie 50 Jahre alt und möchten Fett verbrennen lautet die Rechnung: 180 - 50 = 130 - 26 = 104 Herzschläge pro Minute.
    6 min
  • Tumbler-Tipps: Richtig reinigen und pflegen
    Umweltschonend ist, wenn man die Wäsche an der Leine trocknen lässt. In der kalten Jahreszeit ist das oft nicht gut möglich. Dann übernimmt der Wäschetrockner die Arbeit. Und auch bei ihm ist es wie so oft: Will man lange seine Freude daran haben, muss man in gut behandeln und richtig pflegen.
    Nach jeder Nutzung reinigen:
    * Flusensieb: Bringt man von Hand nicht alle Flusen weg, kann man das Sieb unter dem Wasserhahn reinigen – am besten mit der Duschbrause. Bei hartnäckigen Flusen kann man eine Feine Bürste zu Hilfe nehmen. Lassen Sie das Sieb trocknen, bevor sie es wieder in den Tumbler einsetzen.
    * Behälter für Flusensieb: Mit einem feuchten Lappen abwischen. Kommt man schlecht ran, hilft auch der Staubsauger mit einem schmalen Düsenaufsatz.
    * Trommel und Türe: Mit einem feuchten Lappen abwischen und sämtliche Flusen entfernen. Diese können schlimmstenfalls in Brand geraten.
    Regelmässig reinigen:
    Mit der Zeit setzen sich im Tumbler Waschmittelreste, Staub, Flusen und Kalk ab. Das beeinträchtigt die Leistung des Geräts. Es funktioniert nicht mehr richtig, braucht länger und verbraucht mehr Energie. Daher sollte man alle 3 – 4 Monate folgende Stellen zusätzlich pflegen:
    * Wärmetauscher: Das Gitter – meist in der unteren linken Ecke des Tumblers – füllt sich mit der Zeit mit Staub und Flusen. Reinigen Sie die feinen Lamellen vorsichtig mit einer weichen Bürste oder mit dem Staubsauger mit Möbel-Bürstenaufsatz.
    * Feuchtigkeits-Sensoren: Die Sensoren im inneren des Tumblers messen die Feuchtigkeit und geben an, wann die Wäsche trocken ist. Nach einer gewissen Zeit können sich darauf Fusseln oder Kalk absetzen und die Funktion beeinträchtigen. Reinigen Sie diese Stellen regelmässig mit einem Lappen und etwas Essigwasser. Wo sich die Sensoren befinden, ist in der Bedienungsanleitung ersichtlich.
    Welche Wäsche darf in den Tumbler? Und wie?
    Neuere Geräte verfügen über spezielle Programme, die besonders schonend trocknen. So kann zum Beispiel auch Wolle in den Trockner gesteckt werden. Falls dem nicht so ist:
    * Prüfen Sie die Waschanleitung auf dem Kleider-Etikett. Befindet sich dort ein Quadrat mit einem Kreis drin, kann das Stück ohne Probleme in den Tumbler. Ist das Symbol durchgestrichen, gehört die Kleidung nicht in den Tumbler. Befindet sich in der Mitte des Kreises ein Punkt, heisst das, dass die Bluse oder ähnliches nur mit niedriger Temperatur getumblert werden darf.
    * Schliessen Sie sämtliche Knöpfe und Reissverschlüsse, damit diese nicht andere Wäschestücke beschädigen können, wenn sie im Tumbler herumgewirbelt werden.
    * Auch bei Bettwäsche empfiehlt sich dasselbe. Ansonsten verstecken sicher gerne Socken oder Unterwäsche darin.
    So gibt es möglichst wenig Knitter und Falten:
    * Tumbler nicht überfüllen, die Kleider sollten lose in der Trommel liegen.
    * Auf Falten anfällige Kleidungsstücke wie T-Shirts nur bügelfeucht trocknen, nicht schranktrocken.
    * Ist der Tumbler fertig, die Wäsche sofort herausnehmen, glattstreichen, falten oder an den Bügel hängen.
    6 min
  • Computerprobleme: So helfe ich aus der Ferne
    Bei Problemen mit dem Computer ist Hilfe vor Ort oft das beste Mittel. Für Fälle, in denen das nicht möglich ist, gibt es aber Programme zur Fernsteuerung. Damit kann die Ursache eines Problems gefunden werden, als sässe man selbst vor dem Bildschirm des betroffenen Computers.
    Einige kennen es vielleicht aus dem Büro-Alltag: Ein Techniker oder eine Technikerin übernimmt den eigenen Computer aus der Ferne und nimmt Änderungen an den Einstellungen vor oder installiert ein neues Programm. Derweil lehnt man sich zurück und sieht zu, wie sich die Maus wie von Geisterhand über den Bildschirm bewegt.
    Hilfreiche Software
    Software zur Fernsteuerung gibt es aber auch für den Privatgebrauch. In manchen Betriebssystemen ist sie sie sogar schon eingebaut. Unter den verschiedenen Möglichkeiten, einen fremden Computer aus der Ferne zu übernehmen und so nach Problemen zu suchen, gehört die Software von TeamViewer zu den einfachsten. Sie funktioniert mit fast allen Betriebssystemen (Windows, Mac, iOS, Android, Linux) und ist in der Grundversion gratis.
    So funktioniert es:
    * TeamViewer muss auf beiden Computern installiert sein – demjenigen, der Hilfe benötigt und dem des Helfers. Nach dem Start der Software wird die TeamViewer-ID und ein Passwort angezeigt, das für eine Sitzung lang gültig ist. Die Person, die Hilfe benötigt, teilt dem Helfer diese Daten nun per Chat, E-Mail oder einfach am Telefon mit.
    * Nun kann der Helfer diese ID und das Passwort in seinem TeamViewer eingeben und es öffnet sich ein Fenster mit dem Bildschirminhalt des anderen Computers. Der kann nun aus der Ferne gesteuert werden, als sässe man selbst davor: Die Maus lässt sich bewegen, Fenster öffnen und schliessen, Internetseiten aufrufen, Einstellungen ändern oder Software installieren.
    * Am besten bleiben Helfer und Hilfesuchender die ganze Zeit per Telefon in Kontakt, so lässt sich am einfachsten gemeinsam nach der Ursache eines Problems suchen. Die Hilfe ist allerdings auf Software-Probleme beschränkt: Stimmt etwas mit der Hardware nicht oder ist ein Kabel nicht richtig eingesteckt, lässt sich das aus der Ferne vielleicht an bestimmten Informationen ablesen, repariert werden kann es aber nur vor Ort.
    * Die beiden per TeamViewer verbundenen Computer kommunizieren verschlüsselt miteinander, der Datenverkehr lässt sich für Dritte nicht mitverfolgen. Trotzdem sollte man sich vor Betrugsversuchen in Acht nehmen und die eigene TeamViewer-ID und das Passwort nur Leuten mitteilen, von denen man Hilfe sucht und die man auch sicher kennt.
    * Per TeamViewer lässt sich aus der Ferne übrigens auch auf den eigenen Computer zugreifen, zum Beispiel mit der entsprechenden App auf dem Smartphone. Wer zum Beispiel dringend ein Dokument braucht, das nur auf dem PC zu Hause liegt, kann es sich so selber per E-Mail schicken. Voraussetzung ist allerdings, dass der Computer zu Hause eingeschaltet ist. Für eine längere Ferienabwesenheit ist das deshalb keine gute Lösung.
    * Vorsicht: Immer wieder geben sich Betrüger als Vertreter bekannter Firmen aus und bieten per TeamViewer «Hilfe» bei Computerproblemen an. Tatsächlich geht es bei diesem sogenannten «Technical Support Scam» nur darum, sich Zugriff auf heikle Daten und Anmeldeinformationen zu beschaffen und von den Opfern Geld zu erschleichen. Zugriff per TeamViewer soll man deshalb nur Leuten geben, die man kennt und von denen man auch tatsächlich auf diesem Weg Hilfe angefordert hat.
    5 min
  • Gegen die Unlust im Bett nicht mit grobem Geschütz auffahren
    Je länger die Beziehung, umso weniger wird bei einigen der Sex. Das muss nicht sein. Aber Achtung: Inszeniert man plötzlich ein Candle-Light Dinner und übertreibt es mit Romantik und Verführungskünsten, kann der Schuss ganz schön nach hinten losgehen. Weniger ist mehr, um wieder Sex zu haben.
    Christa Gubler ist Psychologin und Sexologin. Sie vergleicht die Sexualität mit einem Garten: «Einen Garten muss man hegen und pflegen, jäten, die Sträucher schneiden und die Erde immer wieder neu bepflanzen.» Wer diesen Garten verkümmern lässt oder ihm nicht genügend Pflege zukommen lässt, steht bald vor einem Urwald, den man nicht mehr betreten will. «Genau so ist es mit der Sexualität. Plötzlich überschreitet man die Schwelle zu Nähe und Intimität nicht mehr», sagt die Expertin.
    Vorsicht beim Candle-Light-Dinner
    Achtung vor zu viel Romantik. Am Valentinstag mit einem romantischen Dinner aufzwarten - da kann der Schuss nach hinten losgehen. «Gehen sie es ruhig an. Warum nicht zusammen alte Fotos anschauen aus verliebten Tagen und den Partner oder die Partnerin wieder in diesem Licht betrachten?»
    Kuscheln reicht vorerst
    Und muss es immer Sex sein? Riecht nicht auch Kuscheln? Gehen Sie es ruhig an. Selbst beim Kuscheln gilt: Nichts muss, alles kann...
    7 min
  • Baum des Jahres 2022 - die Rotbuche
    Die Rotbuche ist eine der wertvollsten Baumarten der Schweiz. Man merkt es daran, dass über 500 geografische Ortsbezeichnungen das Wort Buche beinhalten. Zum Beispiel: Buchwald, Buchweid, Buchmatt, Buchacker, Buchberg, Buchegg, Buchgütschli, Buchholz, Buechrütti u.v. mehr.
    Rotbuchen kommen fast überall in der Schweiz vor, fehlen aber dort, wo es weniger regnet. Zum Beispiel in den Alpentälern vom Unterengadin, Münstertal und im Walliser Haupttal östlich von Martigny.
    Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist eine der häufigsten Laubbaumarten von Mitteleuropa. Sie erträgt keine Staunässe und keine sehr trockenen Böden. Die beiden Trockenzeiten in den Jahren 2019 und 2020 schädigten die alten Wald- und Parkbäume erheblich. Doch es gibt Hoffnung: viele junge Rotbuchen passen sich erstaunlich gut an die neuen Verhältnisse an.
    Rotbuche als Gartenhecke
    Die einheimische Rotbuche ist eine hervorragende Heckenpflanze für schattige bis halbschattige Standorte und kann während der Wintermonate bei frostfreiem Boden gesetzt werden. Ihr Blätterkleid zeigt sich relativ spät im Frühling zartgrün, im Sommer wird es glänzend dunkelgrün, färbt sich im Herbst rotbraun und bleibt bis lange in den Winter hinein an den Zweigen haften. Eine Rotbuchenhecke wird regelmässig Ende Juni geschnitten.
    5 min
  • Winterschwimmen
    Es ist nicht für jeden und jede gemacht, das Schwimmen im winterlichen See oder Fluss. Wer aber das Winterschwimmen für sich entdeckt, ist begeistert. Auch wenn Einstieg und Ausstieg aus dem Nass, als die grösste Herausforderung betrachtet werden. Wichtig: Nie alleine an einsamen Buchten schwimmen.
    Und vorher medizinisch abklären lassen, ob man körperlich fit ist für das Winterschwimmen. 
    Tipps fürs Winterschwimmen:
    * Entsprechend den Grad Celsius die das Wasser hat im Wasser bleiben. Bei 6°C Wassertemperatur sind das längstens 6 Minuten.
    * Bereiten Sie sich mit kalten Duschen vor.
    * Am besten im Herbst beginnen. Noch besser: Vom Sommer in den Herbst und dann in den Winter schwimmen.
    * Für Einsteiger: Bei Sonnenschein den ersten Schwumm wagen.
    * Noch ein Wettertipp: Es sollte für den ersten Schwumm auch windstill sein.
    * Nach dem Schwimmen gut abtrocknen und ab in die warmen Kleider.
    * Für den Ausstieg Badelatschen dabei haben oder eine alte Zeitung, so kann man sich ankleiden, ohne dass die Füsse noch mehr frieren.
    * Mütze oder Stirnband trangen.
    * Es gibt Socken und Handschuhe aus Neopren.
    * Mit dem Velo vom Badestrand wegfahren oder körperliche Arbeiten wie staubsaugen nach dem Baden verrichten - so wärmt man schneller wieder auf.
    6 min
  • Komplementärmedizin: Was zahlt die Versicherung?
    Kinesiologie, Bioresonanz, Akupunktur. Alternativen zur Schulmedizin sind beliebt. Doch hat man die richtige Therapie gefunden, stellt sich die Frage, ob die Grund- oder Zusatzversicherung die Kosten übernimmt. Falls nicht, kann es teuer werden. Es lohnt sich daher, sich vorab zu informieren.
    Das Komplementärmedizin-Angebot ist riesig: In der Schweiz gibt es weit über 200 Therapieformen. Doch lange nicht alle werden auch von der Krankenkasse vergütet. Hier eine Übersicht:
    Das bezahlt die Grundversicherung
    Seit 2012 übernimmt die obligatorische Krankenpflegeversi¬cherung die Kosten für fünf alternative Therapieformen. Dies sind:
    * Akupunktur
    * Anthroposophische Medizin
    * Homöopathie
    * Phytotherapie
    * Traditionelle chinesische Medizin
    Voraussetzung für eine Kostenübernahme: Die Behandlung muss von einem ausgebildeten Arzt durchgeführt werden. Er oder sie muss zudem über einen Fähigkeitsausweis für alternative Methoden verfügen.
    Tipp: Klären Sie vor der Behandlung ab, ob Ihre Ärztin einen solchen Ausweis besitzt. Direkt bei ihr oder online im Medizinalberuferegister MedReg . Klären Sie zudem, ob Kosten für Ihre Medikamente übernommen werden. Denn die Grundversicherung bezahlt nur Heilmittel, die in der Spezialitäten- oder in der Arzneimittelliste aufgeführt sind.
    Das bezahlt die Zusatzversicherung
    Bezahlt die Grundversicherung nicht, spring allenfalls die Zusatzversicherung ein. Allerdings sind diese Angebote sehr unterschiedlich, und man muss genau hinschauen. Denn:
    * Jede Zusatzversicherung kann für sich bestimmen, welche Therapiemethoden gedeckt sind.
    * Sie bestimmt zudem, ob sie den Heilpraktiker akzeptiert oder nicht. Häufig wird ein gewisser Qualitätsstandard vorausgesetzt. Der ist erfüllt, wenn die Therapeutin bei der Schweizerischen Stiftung für Komplementärmedizin (Asca) oder im Erfahrungs-medizinischen Register (EMR) eingetragen ist. Einige Zusatzversicherungen anerkennen auch Therapeuten, die im SPAK-Register eingetragen sind.
    * Je nach Angebot bezahlt die Zusatzversicherung nur einen Teil der Kosten oder nur für eine begrenzte Zeit.
    Tipp: Klären Sie vor der Therapie ab, ob die Kosten übernommen werden und zu welchem Teil. Informieren Sie Ihre Versicherung dazu über die geplante Therapie, den durchführenden Therapeuten und über die Dauer der Behandlung. Lassen Sie sich eine Kostengutsprache immer schriftlich bestätigen.
    Was ist besser: Grund- oder Zusatzversicherung?
    Bei der Grundversicherung müssen Sie Selbstbehalt und Franchise selbst bezahlen. Viele Zusatzversicherungen haben diese Einschränkung nicht, sind also auf den ersten Blick günstiger. Allerdings bezahlen sie nur, wenn die Grundversicherung nicht übernimmt.
    Tipp: Falls Sie eine grosszügige Zusatzversicherung haben, können Sie auf eine Behandlungsmethode wechseln, die nicht von der Grundversicherung übernommen wird. Klären Sie vorher aber unbedingt alle Details ab (siehe Tipp im Abschnitt oben).
    Und wenn keine Versicherung bezahlt?
    Dann bleiben drei Möglichkeiten:
    1. Sie bezahlen die Therapie aus der eigenen Tasche. Informieren Sie sich vorab über die Kosten, die auf Sie zukommen.
    2. Suchen Sie eine Therapiemethode, die von der Grund- oder von der Zusatzversicherung anerkannt ist. Oder entscheiden Sie sich für entsprechend für einen anderen Therapeuten.
    3. Wechseln Sie bei nächster Gelegenheit zu einer Zusatzversicherung, welche die Kosten für Ihre gewünschte Therapie übernimmt. Aber Achtung: Das will wohl überlegt und geplant sein. Denn es ist nicht gesagt, dass die neue Wunsch-Versicherung Sie aufnimmt. Tipps zum Wechsel der Zusatzversicherung finden Sie in diesem «Ratgeber ».
    5 min
  • Was ist ein Multiroom Sound System und wer braucht das?
    Ein Multiroom Sound System spielt Musik, Radio oder Podcasts auf Knopfdruck in verschiedenen Zimmern. Doch diese praktischen Systeme haben auch Nachteile.
    Ein Multiroom Sound System besteht aus mehreren Lautsprechern, die per WLAN miteinander verbunden sind und sich zum Beispiel per App vom Smartphone oder Computer aus steuern lassen. Gruppiert man die Lautsprecher, ist in verschiedenen Zimmern dieselbe Musik zu hören.
    Ganz neue Möglichkeiten
    Im Gegensatz zur herkömmlichen Stereoanlage lassen sich die Lautsprecher aber auch einzeln ansprechen und können so im Wohnzimmer eine Oper spielen, im Kinderzimmer Popmusik, in der Küche Rockmusik und im Badezimmer entspannende Ambient-Klänge.
    Oder man wählt gleich unterschiedliche Hörformate und lässt im Wohnzimmer Musik laufen, im Kinderzimmer ein Hörspiel, in der Küche einen Radiosender und im Badezimmer einen Podcast. Denn ein Multiroom Sound System kann die unterschiedlichsten digitalen Quellen erkennen: Die eigene MP3-Sammlung ebenso wie Musik-Streaming-Dienste, die Podcast-App auf dem Smartphone oder ein Internet-Radio.
    Nicht alles ist besser
    Im Vergleich mit der guten alten Stereoanlage gibt es aber auch Nachteile – nicht zuletzt beim Datenschutz. Während das Musikhören früher eine private Sache war, sieht der Hersteller eines Multiroom Sound Systems, welche Musik zu welcher Zeit aus welcher Quelle gespielt wird. In seinen allgemeinen Geschäftsbedingungen kann er sich vorbehalten, solche Daten zu sammeln und sogar mit Dritten zu teilen.
    Ausserdem macht man sich mit dem Kauf eines Multiroom Sound Systems vom jeweiligen Hersteller abhängig: Sollte er einmal bankrott gehen oder sich aus dem Geschäft zurückziehen, wird die Anlage nicht mehr durch Software-Updates unterstützt und ist irgendeinmal nutzlos – im Gegensatz zur klassischen Stereoanlage, bei der man nur auf das Funktionieren der Hardware angewiesen ist und defekte Komponenten mit neuen ersetzen kann.
    Im umgekehrten Fall können aber die regelmässigen Software-Updates selbst zum Problem werden: Sie sind nützlich, weil sie dem System neue Fähigkeiten verleihen und zum Beispiel neue Streaming-Dienste unterstützen. Wie man es vom Smartphone kennt, werden ältere Geräte respektive Lautsprecher aber nach einigen Jahren vielleicht von der neuen Software nicht mehr unterstützt– und sind dann ebenfalls nutzlos.
    Auf was soll man achten?
    Wer sich für ein Multiroom Sound System entscheidet sollte deshalb einen Hersteller wählen, der seit einigen Jahren am Markt präsent ist und hoffentlich nicht schon morgen wieder verschwindet. Ausserdem sollte er die Privatsphäre seiner Nutzerinnen und Nutzer respektieren und auch alte Geräte möglichst lange mit Software-Updates beliefern – oder die alte Software weiterhin unterstützen.
    Was die Tonqualität angeht, können es viele Multiroom Sound Systeme heute leicht mit herkömmlichen Stereoanlagen der mittleren Preisklasse aufnehmen. Wer besonders viel Wert auf guten Ton legt, kann auch zu einem System greifen, das hochauflösende Musik unterstützt – meist allerdings mit entsprechendem Aufpreis.
    Für die meisten Nutzerinnen und Nutzer ist wohl wichtiger, dass das System mit möglichst vielen Quellen arbeiten kann. Vor dem Kauf sollte man unbedingt prüfen, ob auch der eigene Musik-Streaming-Dienst darunter ist.
    Mit Smartphone – aber nicht nur
    Neben der Möglichkeit, das System per App zu steuern und so z.B. einzelne Lautsprecher zu gruppieren oder einzeln anzusprechen, sollte es auch alternative Möglichkeiten zur Bedienung geben – sonst steht man wie der Esel am Berg, wenn das Handy einmal nicht zur Hand ist.
    A propos Smartphone: Bei manchen Multiroom Sound Systemen funktioniert die Musikwiedergabe nur ab Handy, Tablet oder Computer – ist das Gerät ausgeschaltet oder nicht in Reichweite, bleiben die Lautsprecher stumm. Um das zu vermeiden, wählt man besser ein System, das unabhängig solcher Geräte funktioniert und die Inhalte direkt ab Quelle spielt.
    6 min
  • Wenn es kalt ist, braucht die Haut Pflege
    Kälte und Heizungsluft setzen der Haut zu. Besonders der Haut am Gesicht, den Lippen und der Haut an den Händen - diese ist oft ungeschützt der Kälte ausgesetzt. Gerade für den Wintersport empfiehlt der Dermatologe Christoph Schlapbach eine stark fettende Creme wie Vaseline.
    Christoph Schlapbach ist Professor für Dermatologie am Berner Inselspital, er empfiehlt gerade für Outdooraktivitäten eine sehr fettige Creme. Gut ist das alte Hausmittel Vaseline. Damit kann man auch gleich die Lippen einschmieren.
    Rasch nach dem Duschen oder Baden eincremen
    Duschen und Baden sind - auch bei trockener Haut - gut. Gut für Körper und Seele. «Wichtig ist, dass man sich nicht trocken schrubbt, sondern die Haut trockentupft und sich dann schnell eincremt», sagt Schlapbach. Eine Bodylotion aus der Drogerie oder dem Grossverteiler genügt.
    Bodylotion mit Ureum
    Wer zu sehr trockener Haut neigt, tut gut daran, eine Creme mit Ureum zu verwenden. Ureum, Harnstoff, bildet ein Feuchtigkeitsdepot in der Haut. Mittlerweile gibt es auch Handcremes mit Ureum. Ureumangreicherte Cremes kann man gut auch im Sommer verwenden, wenn man auch dann zu trockener Haut neigt.
    Duschöl 
    «Duschöl ist im Gegensatz zu Körperöl eine gute Sache», so der Dermatologe. Nicht, dass Körperöl schlecht wäre, aber die Anwendung sei doch eine recht ölige und fettige Angelegenheit. Duschöl hingegen hinterlässt einen angenehmen Feuchtigkeitsfilm auf der Haut. Und dank innovativer Textur rutscht man in der Dusche auch nicht aus.
    6 min
  • Einfache Pflanzenstütze aus Flechtruten
    Hohe Blütenstauden, wie Astern, Phlox, Rittersporn, Pfingstrosen und Dahlien benötigen oft eine Stütze um ihre langen oder schweren Blütenstände aufrecht zu halten.
    Für eine Pflanzenstütze aus Flechtruten braucht es:
    * Ein 1.50m langen Stock (z.B. Haselnuss) mit einem Durchmesser von 4 - 5cm
    * Eine Flechtrute von 1.50m Länge
    * Bohrmaschine mit Holzborer
    Flechtruten sind lange, biegsame Zweige von Weiden, Liguster, Roter Hartriegel und Haselnuss.
    Der dicke Haselstock wird mit den Füssen unten und mit einer Hand oben fixiert, dann werden mit der Bohrmaschine drei Löcher mit dem Abstand von circa 30cm gebohrt. Man fängt am oberen Ende an und bohrt von vorne nach hinten, sodass alle Löcher die gleiche Richtung besitzen, also parallel sind. Die Flechtrute wird von unten nach oben spiralförmig durch die Löcher gezogen, evtl. müssen Löcher nachgebohrt werden, damit die Flechtrute hindurch passt.
    Diese einfache Pflanzenstütze lässt sich etwas länger mit 4 - 5 Bohrlöchern auch als Kletterhilfe für Kefen, Duftwicken, Clematis und andere Kletterpflanzen verwenden.
    5 min

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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.

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