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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Ratgeber episodes

  • Briefe und Mails zeitgemäss schreiben
    «Sehr geehrte Frau Meier» oder doch besser «Liebe Frau Meier»? «Freundliche Grüsse» oder lieber «Herzliche Grüsse»? Klar ist, mit solchen Formulierungen macht man eine Aussage. Wir sagen Ihnen, was angebracht ist und was peinlich oder verstaubt wirken kann.
    Alles Unnötige weglassen
    * Lassen Sie Anreden weg (Herr, Frau, Firma), schreiben Sie gleich den Namen, zum Beispiel: Andreas Müller.
    * Ausnahme: Kennen Sie den Vornamen nicht, schreiben Sie: Herr Müller.
    * «zu Handen» wird heute nicht mehr gebraucht. Es reicht der Name.
    * Ebenfalls veraltet ist folgende Datumsangabe: Bern, den 03. Februar 2021. Zeitgemäss ist: «03. Februar 2021» oder «03.02.21». Allenfalls kann man noch den Wochentag voransetzen: «Mittwoch, 03.02.2021».
    Die richtige Anrede
    * «Sehr geehrte Frau Meier»: Ist nicht gerade originell, aber korrekt. Sowieso, wenn man den Adressaten nicht oder kaum kennt. Oder wenn man unsicher ist. Hier kann man nichts falsch machen. Bei Bewerbungen: Bewirbt man sich bei einem Amt, ist das die richtige Anrede. Schicke ich meine Unterlagen an ein junges, modernes Unternehmen, zum Beispiel an ein Fitnesscenter oder eine Werbeagentur, kann diese Anrede jedoch altmodisch wirken.
    * «Guten Tag Herr Müller»: Diese Brief- und Mailanrede ist heute weit verbreitet. Sie ist neutral und zeigt eine gewisse gesunde Distanz. Fast immer anwendbar.
    * «Grüezi Frau Meier»: In der Schweiz sehr gut geeignet. Bei Briefen oder Mails nach Deutschland ist eher Vorsicht geboten. Ein «Grüezi» kann dort schnell – je nach Beziehung zueinander – bünzlig oder putzig wirken.
    * «Lieber Herr Müller»: Diese Anrede verwendet man besser nur, wenn man den Adressaten gut kennt und öfters mit ihm zu tun hat. Ansonsten kann das peinlich wirken.
    Die richtige Grussformel
    * «Freundliche Grüsse»: Kann grundsätzlich immer verwendet werden, vor allem aber, wenn man den Adressaten nicht oder kaum kennt. Veraltet ist übrigens: «Mit freundlichen Grüssen».
    * «Herzliche Grüsse»: Hier kennt man den Adressaten.
    * «Beste Grüsse»: Diese Formulierung ist umstritten. Die einen halten es für eine gute Zwischenlösung, die anderen finden die Aussage schlichtweg falsch. Es gibt ja keine guten Grüsse, wo soll es dann beste Grüsse geben? Diese Grussformel wurde vermutlich abgeleitet vom Englischen «Best regards». Eher nicht verwenden.
    * «Sonnige Grüsse nach Bern»: Oder neblige Grüsse aus Luzern. Immer schön, wenn ein individueller Farbtupfer das Schreiben abschliesst. Das zeigt Wertschätzung.
    * «Schöne Ferien!»: Es geht auch ohne Grüsse. Heute völlig akzeptiert sind Wünsche wie zum Beispiel: «Alles Gute», «Frohe Ostern», «Viel Erfolg» und so weiter.
    6 min
  • Mit dem Smartphone erkennen, welche Musik spielt
    Unterwegs im Restaurant, im Laden oder beim Coiffeur hört man einen Song und möchte Titel und Interpret herausfinden. Wie für so viele Alltagsprobleme gibt es auch für dieses gleich mehrere Apps, die Hilfe versprechen.
    Wir haben überprüft, wie zwei der bekanntesten Musikerkennungs-Apps und der Google-Assistent auf einen internationalen und einen Schweizer Hit reagieren.
    Shazam
    Schon nach wenigen Sekunden erkennt die Shazam-App das Stück «Feeling Good» von Michael Bublé. Sie zeigt Titel, Interpret und Album korrekt an und verlinkt auch gleich auf den Song bei Apple Music. Wer sich das Stück in Ruhe anhören möchte braucht dazu allerdings ein Abo.
    Das erstaunt nicht, denn vor vier Jahren hat sich Apple die Pionierin unter den Musikerkennungs-Apps für 400 Millionen Dollar einverleibt und in die Sprachassistentin Siri integriert. Für Android ist Shazam aber weiterhin als App erhältlich.
    Soundhound
    Auch Soundhound erkennt den internationalen Hit von Bublé unter optimalen Bedingungen nach zwei Sekunden. Für gewisse Titel zeigt die App den Text zu einem Song an, nicht aber bei «Feeling Good».
    Das Unternehmen entwickelt Software für Spracherkennung. Es erstaunt deshalb nicht, dass die App auch Ausschnitte aus bekannten Reden von Winston Churchill, Martin Luther King oder Barack Obama erkennt.
    Soundhound ist für iOS und Android erhältlich.
    Google-Assistent
    Die Musikerkennungsfunktion lässt sich mit dem Befehl «OK Google – was ist das für ein Song» starten. Die App erkennt den Song von Michael Bublé und verlinkt ihn mit dem entsprechenden Youtube-Video und dem Eintrag auf der Streaming-Plattform Spotify.
    Unter optimalen Bedingungen ist der Assistent auch in der Lage, zwischen verschiedenen Aufnahmen eines Songs zu unterscheiden, etwa zwischen der Studio-Aufnahme und einer Live-Aufführung an einem Festival.
    Nicht konstant zuverlässig
    Bei allen Diensten hängt eine erfolgreiche Suche sehr stark von den Bedingungen ab: Hält man das Smartphone in einem leicht anderen Winkel vor den Lautsprecher, so brauchen die Dienste statt zwei, drei Sekunden plötzlich 15 Sekunden und die Trefferquote sinkt.
    6 min
  • Opioide: Vom Schmerz zur Abhängigkeit
    Die starken Schmerzmittel haben einen grossen Nachteil: Sie können abhängig machen.
    In den USA hat ein unsorgfältiger Umgang mit Opioiden zu einer regelrechten Drogenkrise geführt. Hunderttausende Menschen sind in die Abhängigkeit gerutscht, aufs billigere Heroin umgestiegen und an Überdosen gestorben.
    Richtig angewendet sind Opioide sehr effektive Schmerzmittel und kommen deshalb auch in der Schweiz zum Einsatz. Doch auch hierzulande kommt es vor, dass Patienten und Patientinnen abhängig werden, weil sie die Opioide zu lange einnehmen. 
    Auch gewisse Hustensäfte enthalten Opioide
    Opioide zu erkennen, ist gar nicht so einfach. Denn sie werden unter einer Vielzahl von Markennamen verkauft, als Tabletten, Tropfen oder Pflaster. Auch gewisse Hustensäfte enthalten Opioide (Codein). Informieren Sie sich also immer genau, was für Medikamente Sie einnehmen.
    Richtiger Umgang mit Opioiden
    Ausser in ganz bestimmten Fällen, wie etwa bei gewissen Tumorerkrankungen, sollten Opioide nur für kurze Zeit eingenommen werden. Einerseits verhindert das den Rutsch in die Abhängigkeit, andererseits wirken diese Schmerzmittel bei langfristigem Einsatz gar nicht mehr so gut.
    6 min
  • Eiskraut – eine Delikatesse für den Salatteller
    Eiskraut sieht schön aus und schmeckt gut. Wir verraten Ihnen, wie es angepflanzt wird.
    Das Eiskraut (Mesembryanthemum crystallinum) hat seinen Namen von der eisähnlichen Schicht auf seinen Blättern. Es sieht aus, wie wenn Wasser zu Eis gefroren wäre.
    Knackig im Biss und spannend im Geschmack
    Diese Schicht speichert Wasser. Wenn die Sonne darauf scheint, glitzert sie, wie wenn sie mit Eiskristallen bedeckt wäre. Auch die Blätter speichern Wasser: Sie sind dick, knackig im Biss, ganz leicht salzig und etwas säuerlich im Geschmack. Ein sehr spezielles Kraut für den Salatteller!
    Die Blätter schmecken auch fein, wenn sie kurz gedünstet werden. Eiskraut braucht sonnig-heisse Standorte, steinigen Boden und bildet flache Polster mit zarten, grossen, hellrosa Blüten.
    Tipps zur Eiskraut-Aussaat
    * Töpfchen komplett mit Aussaaterde füllen
    * Töpfchen in die Hand nehmen und mehrmals auf den Tisch klopfen, so setzt sich die Aussaaterde und wird fest
    * Mit Giesskanne und der Brause kurz giessen, warten bis die Aussaaterde das Wasser aufgesogen hat und nochmals darüber giessen
    * 4-5 Samen auf die Aussaaterde legen
    * Das Töpfchen mit Cellophanpapier decken, mit einem Gümmeli befestigen
    * Bei Zimmertemperatur aufstellen
    * Sobald die beiden Keimblätter erscheinen, Cellophanpapier entfernen und auf den Fenstersims stellen
    Es geht schnell, bereits nach 4 bis 6 Wochen können die ersten Triebspitzen gepflückt werden. Durch das Entspitzen verzweigt sich das Eiskraut besonders gut und liefert immer mehr frische Blätter.
    Sobald es draussen wärmer ist – ab Mitte Mai – wird das Eiskraut zuerst einige Tage an einer halbschattigen Stelle abgehärtet und dann ins Freie gepflanzt oder ins Balkonkistchen gesetzt. Es liefert den ganzen Sommer über feine, knackige Eisblätter für den Salat!
    5 min
  • Mehr Bewegung im Homeoffice
    Wer von zu Hause arbeitet, bewegt sich weniger, als wer ins Büro geht. Diesen Bewegungsmangel gilt es auszugleichen. Fitness-Coach Dave Dollé meint: Auf eigene Faust zu trainieren, ist gar nicht so schwer.
    Im Homeoffice sitzt man mehr, zeigen Studien. Und wenn man dann statt mit dem ergonomischen Bürostuhl und dem höhenverstellbaren Pult plötzlich mit dem Küchentisch Vorlieb nehmen muss, kann der Bewegungsmangel zu Beschwerden führen: Verspannungen, ein steifer Nacken, Rückenschmerzen. Damit es nicht soweit kommt, ist mehr Bewegung angesagt.
    «Warum tu ich mir das an?»
    Am Anfang steht die Motivation. Fitness-Coach Dave Dollé empfiehlt, sich klare Ziele zu setzen und sich gut zu überlegen, weshalb man mehr trainieren will. Denn damit man seine Übungen auch macht, muss man überzeugt sein, dass sie wichtig sind.
    «Was brauche ich dazu?»
    Am Anfang braucht man fürs Training zu Hause nicht viel Ausrüstung: Das eigene Gewicht und eine Matte reichen. Für jene, die wegen Corona nicht ins Fitnessstudio gehen können und die Hanteln vermissen, gibt es Gummibänder mit einem Widerstand von bis zu 80 kg als Ersatz.
    Ein gewisser Erfindergeist hilft beim Training. So kann etwa ein Stuhl als Fitnessgerät hinhalten. Liegestützen können zum Beispiel entweder mit den Händen auf zwei Stühlen gemacht werden – dann sind sie leichter – oder mit den Füssen auf dem Stuhl und den Händen am Boden – dann sind sie deutlich schwerer.
    «Wo finde ich Inspiration?»
    Eine Beratung bei einer Fachperson kann helfen, Übungen zu lernen und ein Trainingsprogramm auszutüfteln. Auch kann ein Trainer ein Auge auf die korrekte Ausführung von Übungen haben. 
    Fitness-Coach Dave Dollé sagt aber auch klar: Der Körper ist für Bewegung gemacht. Wer gesund ist, sich vorsichtig an Übungen rantastet und gut auf seinen Körper hört, kann auch auf eigene Faust und mithilfe seriöser Quellen im Internet ein Fitnessprogramm zusammenstellen.
    «Wie häufig soll man trainieren?»
    Eigentlich, sagt Fitness-Coach Dave Dollé, wären 45 Minuten Bewegung pro Tag ideal. Mindestens sollte man sich aber zwei- bis dreimal pro Woche 45 Minuten lang bewegen. Seine Faustregel: Mit Bewegung sollte man mehr Zeit verbringen, als mit Fernseher und Facebook.
    6 min
  • Hausratversicherung: Vorsicht vor Über- und Unterdeckung
    Im Laufe der Zeit wächst der Wert des Haushaltes. Daher sollte man die Versicherungssumme der Hausratversicherung regelmässig prüfen. Stimmt sie nicht, kann das teuer werden.
    Je älter man wird, umso mehr Geld hat man normalerweise zur Verfügung, man gönnt sich mehr, mal ein teureres Sofa oder ein topmodernes Velo.
    Der Wert des Hausrates steigt kontinuierlich und plötzlich ist man unterversichert. Hat es gebrannt, wurde die Wohnung überschwemmt oder haben Einbrecher den Haushalt ausgeräumt? Dann wird diese Unterversicherung teuer.
    Denn hat man zum Beispiel nur 80 Prozent des Hausrates versichert, bezahlt die Versicherung auch nur 80 Prozent an einen Schaden.
    Auch eine Überversicherung sollte man vermeiden: Gibt man eine zu hohe Versicherungssumme an, bezahlt man jährlich zu viel Prämie.
    Geld, das man anders verwenden kann. Daher ist es wichtig, dass man circa alle fünf Jahre oder nach einer grösseren Anschaffung die Hausratsversicherungs-Police – und vor allem die Versicherungssumme – neu prüft.
    Wie ermittelt man die richtige Versicherungssumme?
    Am einfachsten findet man den richtigen Betrag mit einem Online-Rechner heraus. Die meisten Versicherungen stellen diesen auf ihrer Homepage zur Verfügung. Mit drei einfachen Angaben wird die optimale Versicherungssumme berechnet:
    1. Anzahl Zimmer
    2. Anzahl Personen, die darin leben
    3. Wohnstandard
    - Einfach (z.B. eingerichtet mit Ikeamöbeln)
    - Durchschnittlich (Möbel aus dem Möbelgeschäft)
    - Gehoben (Einrichtung besteht vorwiegend aus
    Designermöbeln)
    Nicht vergessen: Wer zum Beispiel eine teure Soundanlage im Wohnzimmer stehen hat oder im Keller ein teures Velo aufbewahrt, muss diesen Wert noch dazuzählen. Die Onlinerechner berücksichtigen solche Extras nicht. In der Regel ist hier der Verkehrswert massgebend (Kosten, wenn ich einen Ersatz besorgen muss).
    Prüfen Sie bei dieser Gelegenheit gleich auch, ob Ihre Hausratversicherung noch attraktiv ist
    Läuft die Versicherung schon lange, kann es gut sein, dass es mittlerweile bessere Angebote gibt. Geben Sie Ihre Angaben deshalb in ein Online-Vergleichsportal ein und lassen Sie sich von drei bis fünf interessanten Angeboten eine Offerte zukommen.
    Wichtige Punkte, die es beim Vergleich zu beachten gilt:
    * Wie hoch ist mein Selbstbehalt bei einem Schadenfall?
    * Welche Schadenfälle schliesst die Versicherung aus?
    * Sind Schmuck und Wertsachen voll gedeckt oder bezahlt die Versicherung nur einen Teil davon? Trifft letzteres zu, muss man sich überlegen, eine separate Wertsachen-Versicherung abzuschliessen oder die Gegenstände in einem Banksafe aufzubewahren.
    * Bezahlt die Versicherung bei gewissen Gegenständen nur den Zeitwert? Üblich ist nämlich der Neuwert bzw. der Wiederbeschaffungswert.
    * Wie lange ist die Vertragsdauer? Lassen Sie sich keine mehrjährigen Verträge aufschwatzen. Bestehen Sie auf ein Jahr. So haben Sie die Möglichkeit, innert angemessener Frist den Vertrag zu kündigen und zu einem besseren Angebot zu wechseln. Falls Sie nicht kündigen, wird der Vertrag automatisch verlängert.
    7 min
  • Digitale Ahnenforschung
    Den eigenen Stammbaum pflegen und seine Ahnenlinie bis zu den Urururururgrosseltern zurückverfolgen ist vielen ein Herzenswunsch. Digitale Angebote machen dieses Unterfangen heute einfacher denn je.
    * Es gibt zu viele Genealogieprogramme – also Software zur Ahnenforschung – um sie hier alle aufzuzählen. Bei Wikipedia findet sich eine Liste der wichtigsten Namen mit Angaben, ob die Software gratis ist, mit welchen Betriebssystemen sie funktioniert und ob sie eine Online-Anbindung hat. Noch ausführlicher ist die englischsprachige Wikipedia-Liste , die auch die verschiedenen Funktionen der einzelnen Programme unterscheidet.
    * Wer seinen Stammbaum nicht nur selbst zusammentragen will, sondern ihn auch mit anderen teilen oder von den Forschungsergebnissen anderer profitieren will, ist mit einem Online-Angebot gut beraten. Auch solche genealogischen Datenbanken im Internet gibt es in grosser Zahl und auch dazu findet sich bei Wikipedia  eine Übersicht.
    * Die Online-Angebote verfügen über unterschiedlich grosse Datenbanken mit bereits vorhandenen Personendaten. Am grössten sind sie bei Geneanet (6 Millionen), FamilySearch (5,8 Millionen), MyHeritage (3,2 Millionen) und Ancestry.com (2,1 Millionen). Mit Ausnahme von FamilySearch, das von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage betrieben wird, sind bei allen diesen Diensten die Premium-Funktionen kostenpflichtig.
    * Viele Online-Datenbanken bieten die Möglichkeit, Teile des Stammbaums automatisch zu vervollständigen, wenn es zu einem bestimmten Vorfahren oder einer bestimmten Vorfahrin bereits Daten gibt.
    * Bei der automatischen Übernahme von Personendaten macht man sich davon abhängig, wie zuverlässig diese Daten von Dritten erfasst wurden. Weil die Zahl der verschiedenen Vornamen in vergangenen Generationen beschränkt war, existiert vor allem bei weitverbreiteten Nachnamen die Gefahr einer Verwechslung. Weil bei den Vorschlägen zur automatischen Übernahme häufig auch Geburts- und Sterbedaten sowie die dazugehörigen Ortsangaben angezeigt werden, kann mit etwas Vorwissen die Verwechslungsgefahr aber minimiert werden.
    * Wer seine Ahnen nicht bereits in den Datenbanken der Online-Dienste findet, muss seinen Stammbaum mit viel Zeit und Geduld selbst zusammentragen. Erste Anlaufstelle können Eltern und Verwandte sein, die vielleicht über Lebensdaten, Herkunft und Verwandtschaftsbeziehungen Bescheid wissen.
    * Angehende Familienforscher und -forscherinnen finden auf der Webseite der Schweizerisches Gesellschaft für Familienforschung wichtige Tipps. Auch das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA führt auf seiner Webseite einige Tipps und Anlaufstellen auf.
    * Zur weiteren Erforschung der Familiengeschichte sind die so genannten Kirchenbücher von zentraler Bedeutung. Diese von den Pfarrern geführten Schriften sind die Vorläufer der heutigen Zivilstandsregister. In vielen Kantonen können die Kirchenbücher online eingesehen werden – man muss also nicht mehr auf Mikrofilme in Archiven und Bibliotheken zurückgreifen.
    * Achtung: Alte Quellen wie Kirchenbücher sind oft nur schwer zu lesen, weil sie in der Alten Deutschen Schrift (auch deutsche Kurrentschrift genannt) verfasst sind. Um sie zu lesen braucht man einige Übung. Allerdings gibt es auch Versuche , diese Schrift vom Computer automatisch «übersetzen» zu lassen.
    * Von Angeboten, den Stammbaum mittels DNA-Analyse zusammenzutragen, ist abzuraten. Zum einen, weil so nur der Grad der Verwandtschaft bestimmt wird – wo genau sich der Cousin oder die Cousine 5. Grades aber im Stammbaum befindet, muss immer noch selbst ermittelt werden.
    * Ausserdem gibt man den Anbietern bei so einem Angebot Zugriff auf die eigene DNA, also höchst sensible Daten, die sich nicht wie ein Passwort einfach wieder wechseln lassen, sollten sie in die falschen Hände geraten.
    8 min
  • Grössere Gemüseernte dank Zeitplan
    Im Winter hat man Zeit den Gemüsegarten zu planen und die nötigen Samen zu bestellen. Das lohnt sich, denn mit einer geschickten zeitlichen Planung kann man auf den Gemüsebeeten zwei- bis dreimal so viel ernten!
    So wird mit einer Vorkultur gestartet, das sind schnellwachsende Gemüsearten, welche ab März wachsen und geerntet werden, wenn es Zeit wird die Hauptkultur im Mai oder Juni zu setzen. Zum Abschluss kommt noch die Nachkultur ins Beet, welche Gemüse und frischen Salat für den Winter liefert.
    6 min
  • Schwimmtraining ohne Wasser
    Wegen der derzeit geschlossenen Hallenbäder sind Schwimmer und Schwimmerinnen auf ein Ersatztraining angewiesen. Alternativen sind nicht ganz einfach zu finden, aber möglich.
    Schwimmen ist ein Training für den ganzen Körper. Das bestätigt auch Philip Wildisen, der leitende Verbandsarzt des Schweizerischen Schwimmverbands Swiss Aquatics.
    Werden aufgrund Corona-Schutzmassnahmen Hallenbäder geschlossen, geht daher eine wichtige Trainingsmöglichkeit verloren. Um trotzdem einigermassen in Form zu bleiben, bieten sich verschiedene Alternativen an.
    * Einfach umzusetzen sind Kräftigungsübungen, wie etwa die Unterarmstütz oder Kniebeugen. Dabei betont Philip Wildisen, dass das Eigengewicht ausreicht – es müssen keine Hanteln oder Gerätschaften angeschafft werden.
    * Auch Sportarten, die sowohl die Beine als auch die Arme aktivieren, eignen sich gut. Ein Beispiel: Langlaufen. 
    * Zugseile oder Elastikbänder ermöglichen es, Arme und Schultern gezielt zu kräftigen. Dabei ist wichtig, dass man unter fachkundiger Leitung die korrekte Trainingstechnik erlernt. Sonst gerät man in Gefahr, falsche Bewegungsmuster zu verinnerlichen.
    * Luxuriös aber nicht unbedingt wintertauglich ist das Training im privaten Schwimmbecken. Ein Gummiseil, welches den Schwimmer oder die Schwimmerin mit dem Beckenrand verbindet, erlaubt dabei das Schwimmen an Ort und Stelle, sodass auch ein relativ kurzes Becken für ein intensives Training sorgt.
    5 min
  • Das A und O beim Skihelm-Kauf: Prüfnorm und ausgiebige Anprobe
    Mit einem Schutzhelm können auf der Piste ein Drittel der Kopfverletzungen vermieden werden. Doch ein Helm tragen allein reicht nicht. Er muss auch gut schützen und perfekt sitzen. Informationen und Kauftipps dazu gibt es im «Ratgeber».
    Welche Bau-Art?
    * Hardschell-Helm: Harte Aussenschale (meist Carbon), die nicht mit der Innenschale verbunden ist.
    Vorteile: Sehr gute Belüftung, verteilt Stösse auf den ganzen Helm und dämpft dadurch besser.
    Nachteile: Schwer und teuer.
    * Inmould-Helm: Aussen- und Innenschale sind miteinander verbunden.
    Vorteile: Leichter, günstiger.
    Nachteile: Schützt weniger, weniger Belüftung
    * Hybrid: Diese Helme vereinen die Vorteile der beiden obigen Bau-Arten.
    Alle Helme schützen ausreichend. Für welches System man sich entscheidet, ist eine individuelle Sache und auch eine Frage des Budgets.
    Sicherheitsnorm darf nicht fehlen!
    Beim Kauf sollte man unbedingt darauf achten, dass der Helm eine Sicherheitsprüfung absolviert hat. Zu erkennen ist das an einem Aufkleber, meist im Inneren des Helmes:
    Gut: Norm EN 1077. Sie ist bei Skihelmen am häufigsten anzutreffen.
    Besser ist: FIS-Norm. Sie erfüllt die strengeren Vorschriften des internationalen Skibverbandes.
    Noch besser ist: Wenn der Helm mit einer sogenannten MIPS-Technologie ausgestattet ist. Sie fängt zusätzlich noch Rotationsbewegungen bei Stürzen ab.
    Helm probieren
    * Nehmen Sie unbedingt Ihre Ski- und Sonnenbrille mit zur Anprobe und prüfen Sie, ob Helm und Brille gut zusammen angezogen werden können. Die Skibrille sitzt ideal, wenn zwischen Helm und Brille nur eine kleiner Spalt bleibt. So werden Kälte und Wind bestens abgehalten.
    * Tragen Sie gerne eine Mütze unter dem Helm, sollte auch sie beim Probieren dabei sein. Eine Mütze kann schnell eine Helmgrösse ausmachen und muss daher berücksichtig werden bei der Auswahl.
    * Setzen Sie den Helm auf und lassen Sie den Verschluss offen. Schütteln und nicken Sie ein paar Mal heftig mit dem Kopf. Der Helm sitzt gut, wenn er dabei nicht wackelt.
    * Behalten Sie den Helm mindestens zehn Minuten an und prüfen Sie, ob er irgendwo anfängt zu drücken.
    * Testen Sie auch, ob Sie mit dem Verschluss klarkommen und öffnen und schliessen Sie ihn dazu mehrmals. Wenn das bereits Mühe bereitet, wird es auf der Piste mit Handschuhen oder klammen Fingern vermutlich noch schwieriger.
    Wann den Helm ersetzen?
    Herteller und Experten empfehlen, den Skihelm nach 3 bis 5 Jahren zu ersetzen, da das Material altern kann und beispielsweise Feuchtigkeit ihm schadet.
    Auch nach einem Sturz muss ein neuer Helm her. Der Helm hat die volle stossdämpfende Wirkung nämlich nur einmal. Als Faustregel gilt: Wenn der Kopf beim Aufprall des Helms drin ist, muss dieser ersetzt werden. Fällt er «leer» vom Tisch, ist das kein Problem.
    6 min

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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.

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