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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Ratgeber episodes

  • Tanzen im Alter
    Tanzen kennt kein Alter. Dies beweisen die zahlreichen Tanzkurse für Seniorinnen und Senioren. Viele grösseren Tanzschule bieten unterdessen extra Kurse für Personen im fortgeschrittenen Alter an.  Das Unterrichtstempo ist meist etwas gemächlicher und die Atmosphäre locker und entspannt. Führend auf dem Gebiet der Seniorentanzkurse ist die «Pro Senectute», die in der ganzen Schweiz zahlreiche Tanzkurse aber auch Tanznachmittage anbietet.
    Tanzen hält jung
    Tanzen ist Vergnügen und Training zur gleich: Es wird gedreht, gehüpft und gewippt. Dabei wird nicht nur Ausdauer trainiert, sondern auch das dynamische Gleichgewicht und die Orientierung im Raum. Dazu kommt, dass man in der Tanzstunde neue Schrittabfolgen lernt, sich gleichzeitig dazu bewegen muss und dazu auch noch den Rhythmus beibehalten sollte.
    Tanzen ist also eine motorische und kognitive Herausforderung. Dabei passiert vieles fast automatisch. Tanzen kann aber auch als hilfreiches Mittel bei der Sturzprävention eingesetzt werde, sagt die Expertin für Erwachsenensport Nadja Glauser. Sie ist als «Fachleiterin Ausbildung Tanzsport Pro Senectute» verantwortlich für die Ausbildung der Tanzlehrerinnen und Tanzlehrer: «Das Tanzen bringt viele Vorteile mit sich. Zum Beispiel wird das Gleichgewicht gefördert, damit man nicht hinfällt. Aber auch die Beinmuskulatur wird dabei gestärkt.»
    Sturzprävention beginnt im Kopf
    Wie vermeidet man Stürze im Alter? Dieser Frage geht man auch am Institut für Bewegungswissenschaften der ETH Zürich nach. Eling de Bruin forscht seit Jahren auf dem Gebiet der Sturzprävention: «Wir haben festgestellt, dass die kognitiven Fähigkeiten sehr wichtig sind, wenn wir Stürze im Alter erklären wollen». Mit zunehmendem Alter nehme das Gleichgewicht ab. Die Muskeln werden weniger, aber auch kognitiven Fähigkeiten - wie geteilte Aufmerksamkeit oder der räumlichen Wahrnehmungssinn sind reduziert.
    Zusammen mit einer Doktorandin hat Eling de Bruin deshalb einen Sensor entwickelt – eine druckempfindliche Platte – mit deren Hilfe man mit den Füssen verschiedenen Video-Games spiele kann. Die Spiele machen zugleich Spass und die Benutzer haben eine Entwicklung. Und darum kommt es an – auch beim Tanzen. Tanzen als Sturzprävention sei dann wirksam sagt der Wissenschaftler, wenn man auch trainiere. Es brauche eine gewisse Entwicklung. Wer mit Tanzen also wirklich fürs Alter vorbeugen will, muss sich herausfordern. Tanzt man aus Spass einfach etwas in der Freizeit mag das zwar nicht die gleichen Gesundheitlichen Vorteile haben – Spass aber, macht es allemal.
    6 min
  • Vergessene Pensionskassengelder: Nachforschen lohnt sich
    Wechselt man die Arbeitsstelle, kommt das ersparte Pensionskassengeld in der Regel mit. Wenn es nicht vergessen geht: In der Schweiz liegen schätzungsweise drei bis fünf Milliarden Gelder der 2. Säule, von denen ihre Besitzer nichts wissen. Die Chancen, sie aufzustöbern, stehen gut. Wie kann man Pensionskassengelder vergessen?
    * Verantwortlich für die Überweisung des PK-Guthabens sind die Arbeitnehmenden.
    * Am häufigsten gehen PK-Gelder vergessen bei Personen, die oft die Stelle wechseln.
    * Kommt hinzu, dass viele kleine und mittlere Unternehmen mit anderen Sorgen zu kämpfen haben und ihre scheidenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht daran erinnern.
    * Zieht dann ein Besitzer von PK-Geld noch um und meldet seine Adresse nicht, ist es passiert.
    * Tipp: Gibt man bei einer Firma den Job auf, die Austrittsabrechnung der Pensionskasse genau lesen. Dort steht nämlich, was zu tun ist.
    Wie sucht man nach vergessenen Pensionskassengeldern?
    * Bekommt eine Pensionskasse eine Austrittsmeldung, jedoch keine Angaben, wohin sie das Guthaben überweisen soll, parkiert sie es spätestens nach zwei Jahren bei der Stiftung Auffangvorrichtung BVG
    * Die Stiftung verwaltet das Geld auf einem Freizügigkeitskonto, den Besitzer suchen kann sie allerdings nicht.
    * Wer vermutet, dass auch von ihm noch vergessenes Altersgeld auf einem solchen Konto liegt, kann bei der Zentralstelle 2. Säule ein Nachforschungsgesuch stellen.
    * Dazu muss ein spezielles Formular ausgefüllt werden (siehe Link unten). Die Suche ist kostenlos.
    * Eile ist nicht geboten: Das Geld bleibt auf dem Freizügigkeitskonto bis zehn Jahre nach der Pensionierung.
    * Laut Zentralstelle 2. Säule treffen jede Woche mehrere Hundert Anfragen ein, bei über 40 Prozent können Gelder zugeordnet werden.
    5 min
  • Soziale Medien: Soll ich mir falsche Freunde kaufen?
    Das Internet ist voll mit dubiosen Diensten, die falsche Freunde für Facebook, Instagram und Co. verkaufen. Geht das wirklich so einfach? Und für wen lohnen sich solche Deals? Wie viele Freunde sollen es denn sein? 500? 1000? Oder gleich 10'000? Die Preise jedenfalls sind verlockend: 500 Instagram-Followers gibt es für nur 5 Dollar; 1000 schlagen mit 7 Dollar zu Buche und 10'000 kosten 50 Dollar. Ausserdem wird 90 Tage lang garantiert, dass alle verlorenen Follower gleich wieder aufgefüllt werden.
    Solche dubiosen Angebote finden sich im Internet zuhauf. Und in den meisten Fällen halten sie auch, was sie versprechen. Wer Geld für neue Follower ausgibt, erhält diese tatsächlich schon am nächsten Tag oder noch früher. Es sei denn, die neuen Freunde treffen nach und nach in 50-er-Päckchen ein, denn auch diese Möglichkeit lässt sich wählen.
    Roboter-Konten
    Allerdings: Es sind Freunde, die sich nur als Zahl bemerkbar machen, aber nie einen Kommentar oder ein Like abgeben werden. Denn hinter den gekauften Followern stecken entweder Roboter-Konten ohne menschliche Benutzer. Oder es sind verwaiste Konten, die auf welchem Weg auch immer von Dritten übernommen wurden. Nur in den seltensten hat man es mit echten Menschen zu tun, die auf dem sozialen Netzwerk tatsächlich noch aktiv sind.
    Lohnt es sich, solche falschen Freunde zu kaufen?
    * Falsche Follower helfen höchstens denen, die in den sozialen Medien mit einer möglichst hohen Zahl von Freunden angeben wollen. Doch selbst, wenn sich andere täuschen lassen, bleibt einem selber das unschöne Wissen, dass es sich nicht um echte Freunde handelt.
    * Eine hohe Zahl von Followern lässt einen Kanal wichtig erscheinen. Er ist auch einer von vielen Faktoren, der die Algorithmen der sozialen Medien anweist, die Inhalte des Kanals möglichst prominent anzuzeigen. Bei falschen Followern kommt dem aber ein weiterer, noch wichtiger Faktor dazwischen: Das Verhältnis der Follower zu dem der Interaktionen, denn die falschen Freunde hinterlassen viel zu wenig Kommentare und Likes (in der Regel kommen auf 100 Follower zwei oder drei Interaktionen).
    * Soziale Medien können Konten, die falsche Follower gekauft haben, auf verschiedene Weise abstrafen: Das Konto kann zum Beispiel suspendiert oder ganz gelöscht werden. Auch das sogenannte «Shadow banning» ist möglich: Neu veröffentlichte Inhalte eines Kontos werden anderen Benutzern nicht mehr angezeigt, ohne dass die Kontoinhaberin das merkt.
    * Um die Dienste der Verkäufer von falschen Freunden in Anspruch zu nehmen, müssen in manchen Fällen die Zugangsdaten zum eigenen Konto weitergegeben werden. Wer das tut riskiert, dass danach unerwünschte Werbung über den eigenen Kanal verbreitet wird.
    * Verschiedene Merkmale deuten bei einem Konto auf falsche Freunde hin: Wenn die Zahl der Freunde über Nacht plötzlich stark steigt, also mehrere Hundert oder sogar Tausend neue Freunde dazukommen. Oder wenn das oben erwähnte Verhältnis der Follower zu dem der Interaktionen sehr tief ist. Und stammen die Freunde eines Kontos vor allem aus Regionen, zu denen der Inhaber oder die Inhaberin keinen Bezug hat, ist das ebenfalls ein Hinweis darauf, dass hier etwas nicht stimmt.
    6 min
  • Gehirnerschütterung: Wie erkennen und was ist zu tun
    Ein Sturz mit dem Velo, dabei prallt man mit dem Kopf - trotz Helm - auf den Boden. Ist man anschliessend ein bisschen desorientiert und hat Gleichgewichtsstörungen, könnte das eine Gehirnerschütterung sein, sagt der Neurochirurge vom Berner Inselspital, Jens Fichtner. Mit einer Gehirnerschütterung ist nicht zu spassen, es handelt sich um ein «mildes» Schädelhirntrauma, sagt der Neurochirurge Jens Fichtner. 
    Anzeichen für eine Gehirnerschütterung
    * Sekunden bis Minuten nach einem Sturz oder einem starken Aufprall mit dem Kopf ist man desorientiert.
    * Gleichgewichtsstörungen.
    * Die Reaktionsgeschwindigkeit ist herabgesetzt.
    * Sprachstörungen.
    * Gedächtnisstörungen; sogenannte retrograde Amnesie. Das heisst, man kann sich nicht mehr an den Unfall erinnern.
    * Dass man bewusstlos ist, kann vorkommen, muss aber nicht sein.
    Die Anzeichen müssen nicht alle vorliegen. Hat man eines davon ausgeprägt, sollte man zum Arzt gehen.
    Auf die Notfallstation 
    Die Notfallstation sollte man aufsuchen, wenn nach dem Unfall folgende Symptome da sind:
    * Erbrechen.
    * Schläfrigkeit.
    * Wenn zur Verlangsamung und einer Verwirrtheit noch Kopfschmerzen dazu kommen.
    * Bewusstseinstrübung.
    Eine Gehirnerschütterung muss man mit Ruhe auskurieren. Während ein bis zwei Wochen nicht zur Arbeit gehen, auch keinen Sport treiben. Die Gefahr in dieser Zeit, einen neuen Unfall zu erleiden, ist gross. Und eine neuerliche Erschütterung des Gehirns kann zu Schäden führen.
    5 min
  • Jetzt aussäen und noch vor Weihnachten ernten
    Die grosse Saison zum Säen im Garten ist vorbei. Doch auch im Herbst gibt es noch Samen, die ausgesät werden können. Hier erfahren Sie, welche Pflanzen sich für eine Aussaat im Herbst eignen.  Werden Nüssler, Blattsenf, Breitblättrige Kresse, Winterportulak, Barbarakraut und Spinat bis Mitte Oktober ausgesät, können sie bei mildem Herbst- und Winterwetter vor Weihnachten geerntet werden. 
    Winterkefen kann man sogar bis Anfangs November aussäen, diese können dann im Mai geerntet werden.
    Setzlinge des Winterkopfsalats «Herkules Winterwunder» und «Vier Jahreszeiten» bringen grosse Salatköpfe im März.
    Kleiner Tipp:
    Nüssler Setzlinge sollten in Reihen gepflanzt werden, so sind sie leichter zu ernten und zu waschen.
    5 min
  • Wagen Sie den Paartanz auch ohne festen Partner
    Paartanz macht auch Spass, wenn man keinen fixen Partner hat. Tanzkurse mit häufigem Partnerwechsel, Taxidancers oder kreative Volkstänze machen es möglich.  Bei den meisten grösseren Tanzschulen kann man sich auch ohne Partner anmelden. Sie stellen einem für den Kurs einen Gastherren oder eine Gastdame zur Verfügung.
    Auch ohne Partner Spass im Ausgang
    Wer auch im Ausgang tanzen möchte, hat verschiedenen Möglichkeiten: An Salsa-Partys, aber auch an den Milongas, wie die Tanzpartys im Tango heissen, ist es relativ normal, dass man auch ohne Partner viel zum Tanzen kommt. Häufige Partnerwechsel, bereits nach wenigen Liedern, sind an der Tagesordnung. Man darf also auch nicht beleidigt sein, wenn sich der neue Tanzpartner nach ein paar Tänzen wieder verabschiedet.
    Bei den klassischen Gesellschaftstänzen wird meistens mit angestammten Partnern getanzt. Aber auch hier wurde vorgesorgt. An den meisten grösseren Veranstaltungen gibt es sogenannte Taxidancers: Tänzer oder Tänzerinnen mit einem etwas höheren Niveau, mit denen man tanzen kann, auch wenn man selbst mal gerade keinen Partner hat.
    Unter den Volkstänzen gibts auch Frauentänze
    Auch bei Volkstänzen gibt es einen Frauenüberschuss. Ältere, sogenannte «Dreier-Tänze», wo ein Mann mit zwei Frauen tanzt, deuten darauf hin, dass das Problem altbekannt ist. Jedoch verbindet der Volkstanz in der Schweiz Tradition und Moderne, es werden auch heute neue Choreographien geschrieben. Unter diesen neuen Tänzen gebe es auch reine Frauentänze, sagt Astrid Heinzer, Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft Volkstanzkreis. Das sei eine Seltenheit, die unsere Nachbarsländer nicht kennen.
    Online oder per App einen Partner finden
    Auch Tanzpartnerbörsen im Internet können Suchende vereinen. Man gibt an, was man gerne Tanzen würde, welches Niveau man hat und ob man einen Partner für einen Tanzkurs oder eher für den Ausgang sucht. Dann braucht es etwas Geduld. Auf der Webseite von «Swissdance», dem Tanz-Lehrerverband der Schweiz, findet man auch den Verweis auf eine Tanzpartner-App.
    5 min
  • So finden Sie den richtigen Anwalt
    Und plötzlich ist man in einen Rechtsstreit verwickelt. Die erste Frage, die sich stellt: Brauche ich einen Anwalt? Die zweite Frage: Welcher ist der richtige für mich? Im «Ratgeber Konsum» gibts Tipps dazu. Wann sollte ein Anwalt zugezogen werden?
    * Bei Problemen mit dem Arbeitgeber oder dem Vermieter geht es häufig ohne Anwalt. Hier kann man sich an spezielle Beratungsstellen wenden, z.B. Gewerkschaften oder den Mieterverband. Auch einvernehmliche Scheidungen benötigen nicht zwingend einen Anwalt.
    * Sobald der Rechtsstreit komplexer ist, und wenn es um viel Geld geht, sollte man sich bei einem Anwalt Hilfe suchen.
    * Was immer gilt: Hat die Gegenpartei einen Anwalt beauftragt, sollte man dasselbe tun, damit alle mit gleich langen Spiessen kämpfen.
    Wo soll man suchen?
    * Am einfachsten kontaktiert man eine entsprechende Beratungsstelle. Solche Stellen arbeiten mit Anwälten zusammen und können Tipps geben.
    * Auch im Internet findet man natürlich Anwälte. Hier sollte man sich aber vor unseriösen Angeboten hüten. Nicht das erst beste Suchergebnis wählen, sondern zuerst einige Abklärungen treffen.
    Wie sehe ich, ob ein Anwalt seriös ist?
    * Überlegen Sie sich, ob das Fachgebiet des Anwalts zu Ihrem Anliegen passt.
    * Der Titel «Fachanwalt» ist sicher von Vorteil, denn er sagt aus, dass diese Person Weiterbildungen auf einem speziellen Rechtsgebiet absolviert hat.
    * Der Anwalt sollte Erfahrungen mit dem zuständigen Gerichtsort aufweisen können.
    * Er sollte Mitglied des Schweizerischen Anwaltsverbandes sein.
    * Und er sollte im kantonalen Anwaltsregister eingetragen sein.
    * Auch wenn all diese Voraussetzungen erfüllt sind, schadet es sicher nicht, den Namen des Anwalts oder der Anwältin zu googeln und zu prüfen, ob er oder sie schon einmal negativ aufgefallen ist.
    Was gilt es noch zu beachten?
    * Die Chemie muss stimmen: Bevor man ein Mandat erteilt, ist es wichtig, dass man sich bei einem Gespräch persönlich kennenlernt. Dabei sollte man gezielt Fragen stellen.
    Welche Fragen sollte man beim Erstgespräch stellen?
    * Welches Vorgehen empfehlen Sie mir?
    * Gibt es noch andere Wege, mein Problem zu lösen?
    * Was tun Sie konkret für mich? Welches sind die nächsten Schritte? Was kann ich selber tun?
    * Welche Kosten kommen im Rahmen eines Mandatss auf mich zu? Wie hoch ist der Stundentarif, mit welchen Spesen und Gerichtskosten muss ich rechnen?
    * Habe ich Anspruch auf unentgeltliche Prozessführung?
    * Wer aus der Anwaltskanzlei wird meinen Fall bearbeiten? Der kontaktierte Anwalt oder einer seiner angestellten Anwälte?
    * Haben Sie Erfahrung auf diesem Rechtsgebiet? Hatten Sie schon mehrere solche Fälle?
    * Wie schätzen Sie meine Chancen ein?
    6 min
  • Kann das Smartphone ein Internet-Modem ersetzen?
    Mit der Hotspot-Funktion des Smartphones lässt sich die Internet-Verbindung mit anderen Geräten teilen. Das kann sich lohnen. Voraussetzung ist aber unter anderem guter 4G-Empfang. In den USA und Kanada sollen bereits 20 Prozent der Leute zu Hause nicht mehr über ein herkömmliches Modem, sondern per Smartphone-Hotspot ins Internet gelangen. In der Türkei liegt diese Zahl laut einer Studie des Beratungsunternehmens Deloitte sogar bei 25 Prozent.
    Wird das Internet-Abo überflüssig?
    Für die Schweiz gibt es keine genauen Zahlen. Doch auch hierzulande scheint es vielen verlockend, dank dem Smartphone aufs Internet-Abonnement verzichten zu können. Dieser Weg ist allerdings mit Hindernissen verbunden.
    * Wer alleine lebt und sowieso vor allem mit dem Smartphone im Internet unterwegs ist, kann einigermassen leicht auf Modem und Internet-Abo verzichten. Per Hotspot kann die Internetverbindung vom Smartphone aus an andere Geräte wie Tablet oder PC weitergegeben werden. Voraussetzung ist allerdings guter 4G-Mobilfunkempfang, um zum Beispiel auch Videos in ansprechender Auflösung sehen zu können.
    * Soll mehr als nur eine Person vom Hotspot profitieren, ist eine zweite SIM-Karte nötig, die in ein spezielles Modem gesteckt wird. Anderenfalls kann man nur aufs Internet zugreifen, wenn die Person zuhause ist, die auf ihrem Smartphone den Hotspot teilt.
    * Wer allein auf sein Mobilfunkabonnement setzt, um ins Internet zu gelangen, braucht ein unlimitiertes Datenvolumen. Doch selbst dann können die Anbieter die Geschwindigkeit drosseln, wenn zu viele Daten verbraucht werden. Fast alle Anbieter (darunter auch Swisscom, Sunrise und Salt) haben in ihren Verträgen Bestimmungen, die ein «faires» Verhalten beim Datenverbrauch verlangen.
    * Während man die herkömmliche Internetverbindung per Festnetz für sich alleine hat, muss man das Signal der Mobilfunkantenne allen anderen Teilnehmerinnen im Umkreis der Antenne teilen. Greifen viele Leute auf einmal so aufs Internet zu, kann sich die Geschwindigkeit auch bei 4G stark verlangsamen und reicht so nicht mehr, um zum Beispiel ein Video in guter Qualität zu schauen.
    * Wer gerne am PC Games mit anderen online spielt, sollte nicht auf die klassische Internetverbindung verzichten. Die Latenz (Verzögerung) per Mobilfunk ist so gross, dass man zum Beispiel bei einem Shooter-Game keine Chance hätte.
    6 min
  • Off-Label-Use: Wie funktioniert das?
    Etwa ein Drittel aller Krebsmedikamente wird bereits vor der Zulassung verschrieben, als Off-Label-Use. Oder sie sind zugelassen für eine andere Krebsart, kommen aber in einer Therapie zur Anwendung, für welche die Zulassung fehlt. Wann eine Krankenkasse zahlt und wann nicht, ist nicht klar. * Off-Label-Use heisst nicht, dass das Medikament nicht getestet ist. 
    * Es ist in einem anderen Land zugelassen.
    * Oder es ist für eine andere Krebsart zugelassen, wird nun aber für eine weitere in der Therapie angewendet.
    * Die Krankenkassen entscheiden im Einzelfall, in welcher Höhe sie die Kosten übernehmen.
    * Gerade in der Krebstherapie kommen Medikamente als Off-Label-Use zum Einsatz. Bis sie ordentlich zugelassen sind und auf der Liste der Medikamente, welche die Krankenkasse bezahlt, vergehen sonst Jahre.
    6 min
  • Diese Blumenzwiebeln sind förderlich für die Biodiversität
    Einige Pflanzenarten überdauern trockene Sommer unterirdisch in Form von Zwiebeln oder Knollen. Die darin gespeicherten Nährstoffe ermöglichen beispielsweise eine frühe Blütezeit im Frühling. Blumenzwiebeln werden in Netze verpackt und stehen im September und Oktober zum Verkauf. Es gibt eine grosse Auswahl an Blumenzwiebeln, ihre Ansprüche an Standort und Pflege sind auf dem Etikett aufgelistet. Um Arten auszuwählen, die für die Biodiversität förderlich sind, sind folgende Aspekte zu beachten:
    * frühe Blüher bieten überwinternden Insekten Nahrung in Form von Blütenstaub und / oder Nektar. Dazu gehören beispielsweise Schneeglöckchen, Märzenbecher, Osterglocken, Krokus, Wildtulpen, Hyazinthen, Traubenhyazinthen, Milchstern oder Blaustern 
    * möglichst keine Sorten mit gefüllten Blüten verwenden, denn diese bieten nur wenig oder keinen Blütenstaub an
    * Favoriten für Honig- und Wildbienen: Schneeglöckchen, Märzenbecher, Narzissen, Osterglocken, Krokus, Tulpen, Lilien, Hyazinthen, Traubenhyazinthen, Milchstern, Blaustern, Kaiserkrone, Zierlauch
    Die Biodiversität kann gefördert werden, indem einheimische Arten gesetzt werden. Ob eine Pflanze einheimisch ist oder nicht, lässt sich anhand von Fachbüchern z.B. Flora Helvetica (Haupt Verlag) oder hier . Diese einheimischen Pflanzen eignen sich besonders gut:
    * Osterglocke (Narcissus pseudonarcissus)
    * Traubige Bisamhyazinthe (Muscari racemosum)
    * Doldenmilchstern (Ornithogalum umbellatum)
    * Krokus (Crocus albiflorus)
    * Märzenglöckchen (Leucojum vernum)
    * Schachbrettblume (Fritillaria meleagris)
    * Zweiblättriger Blaustern (Scilla bifolia)
    * weisse Berg-Narzisse (Narcissus radiiflorus)
    * Kugelköpfiger Lauch (Allium sphaerocephalon)
    * Gekielter lauch (Allium carinatum)
    * Türkenbund (Lilium martagon)
    * Weinberg-Tulpe (Tulipa sylvestris)
    6 min

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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.

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