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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Ratgeber episodes

  • Finger weg von der Kettensäge
    In den Wintermonaten werden in Wald und Garten Bäume und Sträucher gestutzt. Wer sein Baumbestand mit der Kettensäge selber bearbeiten will, braucht dafür eine Ausbildung. Sonst heisst es: Finger weg von der Kettensäge! Arbeiten mit einer Kettensäge gilt als Arbeit mit besonderer Gefahr. Wer beruflich mit einer Kettensäge arbeitet braucht einen Kompetenznachweis. Laien sollten keine Kettensägen ohne Ausbildung benutzen.
    Zum Fällen und Stutzen von kleineren Bäumen und grösseren Sträuchern eignen sich Ast-/ Ratschenschere, Bogensäge oder der Fuchsschwanz. Damit ein Baum fällt, sägt man in der Fallrichtung eine Keil in den Baum. Achtung: Der Baum kann eine Spannung aufbauen und in eine ganz andere Richtung stürzen. Sicherheitshalber kann man mit angebrachten Seilen die Fallrichtung beeinflussen. Grössere Bäume nur durch einen Fachmann fällen lassen.
    5 min
  • Raus aus dem Schuh: Fussgymnastik für alle
    Unsere festen Winterschuhe nehmen den Füssen fast die ganze Arbeit ab: Der Absatz dämpft, die Sohle führt, der Schaft stützt. Das tönt angenehm, schwächt jedoch auf Dauer unsere Füsse. 26 Knochen und Knöchlein hat es in jedem unserer Füsse. Diese sind mit vielen Bändern, Sehnen und Muskeln verbunden. Und diese Strukturen wollen bewegt und belastet werden, sonst verlieren sie Kraft und Beweglichkeit – und damit ihre Funktion.
    Von barfuss bis gezielte Fussgymnastik
    * Gehen Sie barfuss: Mindestens ein paar Minuten am Tag. Erschweren Sie das Barfuss-Gehen, indem Sie über eine weiche Unterlage gehen, zum Beispiel über ein gefaltetes Handtuch. Oder wählen Sie eine unebene Unterlage – Gratis-Massage inklusive.
    * Trainieren Sie die Füsse im Sitzen: Stellen Sie beide Fusssohlen flach auf den Boden, senkrecht unterhalb der Knie. Nun versuchen Sie, das Grosszehengrundgelenk (da wo der grosse Zeh am Fuss «festgemacht» ist) und die Ferse stärker zu belasten. So trainieren Sie die natürlichen Gewölbe der Füsse.
    * Bewegen Sie die Füsse in ihrem ganzen Bewegungsumfang: Stehen Sie auf die Fersen und ziehen Sie die Zehen hoch. Stehen Sie auf die Fussballen und ziehen Sie die Fersen hoch. Stehen Sie auf die Aussenriste und ziehen Sie die Innenseite der Füsse hoch. Stehen Sie auf die Innenseiten der Füsse und ziehen Sie die Aussenriste hoch.
    * Auch die Zehen nicht vergessen: Versuchen Sie, mit den Zehen nach etwas zu greifen. Spreizen Sie danach die Zehen auseinander. Bewegen Sie alle Zehen von Hand in ihrem ganzen Bewegungsumfang. Und massiere Sie sich bei dieser Gelegenheit die Fusssohle.
    5 min
  • Zum Fahrtauglichkeitstest, bitte!
    Seit diesem Jahr müssen Seniorinnen und Senioren erst mit 75 statt mit 70 Jahren zum Fahrtauglichkeitstest. Was bleibt, ist die Nervosität: Bestehe ich die Prüfung oder muss ich das Billett abgeben? Da ist von Vorteil, wenn man einige Dinge über den Test weiss. Wie läuft der Test ab?
    * Der Arzt arbeitet nach einem gesetzlichen Katalog mit Mindestanforderungen, welche ein Lenker erfüllen muss. Er prüft, damit, ob die Seniorin oder der Senior gesundheitliche Störungen haben, die beim Autofahren gefährlich werden können.
    * Dazu gehören Sehstörungen, Einschränkungen in der Beweglichkeit, Kreislaufproblem usw. Er untersucht auch die Reaktions- und Koordinationsfähigkeit seines Patienten. Und klärt ab, ob psychische Störungen, Suchtkrankheiten oder eine Demenz vorliegen.
    * Wie der Arzt das macht, steht im frei. Ein Test dauert circa eine halbe Stunde.
    Zu welchem Arzt?
    * Grundsätzlich kann jeder Hausarzt solche Fahrtauglichkeitstest durchführen.
    * Einzige Bedingungen: Er muss seine Praxis in der Schweiz haben und er muss beim Strassenverkehrsamt für diese Tests registriert sein.
    * Am einfachsten kurz beim Arzt anfragen oder im Internet unter medtraffic.ch nachsehen.
    Was kostet ein solcher Test?
    * Der Arzt kann selbst bestimmen, was er für den Fahrtauglichkeitstest verrechnen möchte. In der Regel liegt die Rechnung zwischen 120 und 150 Franken. Falls zusätzliche Tests notwendig sind, wird es teurer. Allerdings sollten 200 Franken nicht überschritten werden.
    * Die Krankenkasse übernimmt diese Kosten nicht.
    * Ein Tipp hierzu: Braucht es zusätzliche Tests betreffend der allgemeinen Gesundheit, zum Beispiel die Abklärung von Diabetes, dann gehört das nicht mehr zum Fahrtauglichkeitstest. Weisen Sie den Arzt darauf hin, dass diese Folgeuntersuche als normale Behandlung abgerechnet werden, sodass die Krankenkasse die Kosten übernimmt.
    Gibt es nur die Option Billett ja oder nein?
    * Nein. Gewisse Mängel sind einfach zu beheben, zum Beispiel indem man sich eine stärkere Brille anschafft oder ein Medikament richtig einstellt. Dann steht einer Weiterfahrt nichts im Wege.
    * Ausserdem gibt es auch den Fahrausweils mit Beschränkung. Das heisst, der Senior darf weiterhin fahren, jedoch beispielsweise nur mit Auto mit Rückfahrkamera oder er darf sein Auto nur auf gewissen Strecken oder nur tagsüber nutzen. Fragen Sie nach.
    Was kann ich tun, wenn ich mit einem negativen Arzt-Entscheid nicht einverstanden bin?
    * Wenden Sie sich in einem solchen Fall ans Strassenverkehrsamt. Dieses kann dann einen zweiten Test bei einem spezialisierten Arzt anordnen.
    * Dieser studiert dann die Akten und führt erneut einen gründlichen Untersuch durch.
    * In einem dritten Schritt kann es sein, dass die Seniorin oder der Senior mit einem Verkehrsmediziner eine Kontrollfahrt absolvieren muss. Das geschieht bei 15-20 Prozent der zum zweiten Mal getesteten.
    * Bedenken Sie die Kosten: Der zweite Untersuch beim Spezialisten kostet 500 Franken. Ist eine Testfahrt notwendig, kommen 750 Franken dazu. Ist der Test nicht bestanden und möchte der Getestete ein Gutachten, kommen nochmals fast 600 Franken dazu.
    * Ein Tipp hierzu: Spezialisierte Ärzte, welche zweite Tests durchführen dürfen, sind in der Liste aufgeführt als Stufe 3 und 4. Testfahrten dürfen nur Verkehrsmediziner der Stufe 4 durchführen. Falls Sie eine zweite Fahrtauglichkeits-Untersuchung wünschen, wenden Sie sich direkt an einen Verkehrsmediziner der Stufe 4. Falls eine Probefahrt notwendig wird, sind Sie gleich am richtigen Ort.
    * Ein Tipp zum Schluss: Ist eine Kontrollfahrt angesagt, besuchen Sie vorher ein paar Stunden bei einem Fahrlehrer. Er kann Ihnen keine Tipps zu Ihrer Gesundheit geben, aber vielleicht ist man etwas ruhiger während der Testfahrt, wenn man die Verkehrsregeln wieder einmal aufgefrischt hat.
    5 min
  • Wie fange ich mit Gamen an?
    «Donkey Kong», Super Mario, Lara Croft, «Call of Duty» oder «Fortnite» – Games und Game-Figuren sind ein fester Bestandteil der heutigen Kultur. Doch was tun, wenn man sich in dieser Welt (noch) nicht auskennt, aber erste Schritte darin tun will? Wir geben Tipps, wie Noobs zu Game-Veteranen werden. Smartphones und Tablets sind die idealen Einsteiger-Konsolen: Auch Neulinge (sogenannte «Noobs») besitzen in vielen Fällen schon so ein Gerät und haben so über Apples App Store oder Googles Play Store Zugriff auf Tausende von Mobile-Games. Wer von der immensen Auswahl in den App Stores überwältigt ist, kann sich an den Bestenlisten orientieren, die man dort findet, oder an den Empfehlungen, welche die Plattformen abgeben.
    Auf alle, die dank Mobile-Games auf den Geschmack gekommen sind, warten am Computer noch raffiniertere Games. Auf der Plattform Steam (für PC und Mac, Anmeldung kostenlos) finden sich unzählige Titel – vom aufwändig produzierten «Blockbuster»-Game über kleine Indie-Games bis zu Game-Klassikern. Auch hier gibt es Charts der bestverkauften Games und Empfehlungen, welche die Übersicht erleichtern.
    Game-Computer nötig?
    Einen extra Game-Computer zu kaufen ist für Anfänger nicht empfehlenswert. Zum einen sind die Geräte teuer, zum anderen erfordern sie einiges technisches Know-How, um das Beste aus ihnen herauszuholen. Für Anfänger sind deshalb Spielkonsolen wie die Playstation von Sony oder die Xbox von Microsoft die bessere Lösung. Solche Konsolen kosten um die 300-400 Franken und müssen nicht extra konfiguriert werden – es genügt, sie einzustecken und an den Fernseher anzuschliessen.
    Ob man sich für eine Playstation oder Xbox entscheidet hängt davon ab, welche Games man spielen will. Einige Titel sind exklusiv nur für eine bestimmte Konsole erhältlich. Vor dem Konsolenkauf sollte man sich deshalb über das Angebot für das jeweilige Gerät informieren. Eine gute Anfänger-Konsole ist die Switch von Nintendo, für die es viele Spiele gibt, die man zusammen mit der ganzen Familie spielen kann. Ausserdem verfügt die Switch über einen eigenen Bildschirm. Man kann sie also leicht überallhin mitnehmen oder sich mit ihr in eine stille Ecke zurückziehen, weil sich alle Games sowohl mobil als auch am Fernseher spielen lassen.
    Welches Game spielen?
    Eine Auswahl der besten Games für Anfänger zu treffen ist ob der Fülle der verfügbaren Games so gut wie unmöglich. Einen Überblick geben z.B. die Bestenlisten von SRF Digital für die Jahre 2018 , 2017, 2016 und 2015. Wer nach einem Spiel sucht, das ihm gefallen könnte, sollte sich überlegen, welches Erlebnis ihm oder ihr beim Gamen wichtig ist. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Genres: In Puzzle-Games löst man Logik-Rätsel. In Shooter-Games gibt es viel Action, man rennt man durch die Gegend und schiesst. Bei Geschicklichkeits-Games ist eine möglichst präzise Steuerung gefragt. Adventure Games erzählen eine spannende Geschichte, usw.
    Wer nicht sicher ist, welches Genre ihm oder ihr am besten gefällt, schaut am besten anderen Spielern beim Gamen zu. Das können die eigenen Kinder sein, ein anderes Familienmitglied, Freunde oder Wildfremde: Bei YouTube hat sich mit den «Let's Play» ein eigenes Video-Genre entwickelt, bei dem man anderen beim Spielen zuschauen kann – übrigens auch den Kolleginnen und Kollegen von SRF Digital, hier.
    Als Anfänger empfiehlt es sich, nicht gleich mit einem «Multiplayer-Game» zu beginnen, bei dem man mit anderen (online) zusammenspielen muss. Wer ein Game für Einzelspieler wählt, kann sich in aller Ruhe mit der Steuerung bekannt machen im eigenen Tempo die Spielwelt erkunden, ohne auf Mitspieler Rücksicht nehmen zu müssen, die einem vielleicht die Anfängerfehler übelnehmen.
    Shooter-Games sind die besten Lehrmeister: Dort lernt man, seine Spielfigur in eine Richtung zu steuern und den Blick der Figur dabei in eine andere Richtung zu lenken. Diese Fähigkeit ist auch in vielen anderen Genres von essenzieller Bedeutung.
    Und zuletzt: Wer mit dem Gamen beginnt, soll sich viel Zeit nehmen und nicht denken, schon nach wenigen Stunden alles begriffen zu haben. Games sprechen ihre eigene Sprache und eine neue Sprache lernt man nicht an einem einzigen Abend.
    6 min
  • Mit Eiweiss gegen den Muskelschwund
    Je älter wir werden, desto mehr Muskeln verlieren wir. Das ist ganz normal. Dieser Muskelschwund lässt sich durch Bewegung und mehr Protein in der Ernährung verlangsamen. Aktuelle Studien zeigen, dass das Protein dabei eine wichtigere Rolle spielt als bisher angenommen. 50 bis 70 Prozent der Schweizer Seniorinnen und Senioren nehmen zu wenig Proteine, also Eiweiss, zu sich. Im Alter erhöht dies das Risiko für Stürze und damit Bettlägerigkeit und Isolation.
    «Im Alter wandelt sich der Nährstoffbedarf», sagt Altersmediziner Reto W. Kressig, «wir brauchen insgesamt einen Viertel weniger Kalorien, dafür aber mehr Proteine als in jungen Jahren.» Das bedeutet: Kohlenhydrate, also die Menge der Stärkebeilage, runterfahren, dafür Proteine hoch.
    Muskelschwund beginnt mit 50
    Mit dem Begriff Senioren meinen wir normalerweise Leute ab 65 Jahren. Die Muskeln beginnen jedoch bereits bei 50-Jährigen zu schwinden. Ab diesem Alter nehmen wir fast grundlos an Gewicht zu und verlieren dabei gleichzeitig Muskelmasse.
    1 bis 1,2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag
    Ältere Personen sollten also bewusst mehr Eiweiss essen. Als Faustregel gilt: 1 bis 1,2 Gramm Eiweiss pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Für eine 65 Kilogramm schwere Frau wären das also rund 65 bis 80 Gramm Protein pro Tag. Idealerweise verteilt man diese Menge auf drei Mahlzeiten pro Tag.
    Menüvorschläge und eiweisshaltige Lebensmittel sind über den Link zur Fernsehsendung «Einstein» zu finden.
    7 min
  • Das müssen Sie bei der Pflege von Orchideen beachten
    Orchideen werden alle drei Jahre zurück geschnitten und in neue Erde umgetopft. Der Zeitpunkt ist gekommen, wenn sie keine Blüten mehr tragen, der Blütenstängel verdorrt ist und sie Luftwurzeln gebildet hat, die über den Topfrand hängen. Für die Umtopfung braucht es eine scharfe Gartenschere, damit die Luftwurzeln nicht gequetscht werden, Orchideenerde und einen neuen, durchsichtigen Innentopf.
    So werden Orchideen geschnitten
    * Rispenhalter an den Stängeln entfernen, die dürren Teile des Stängels wegschneiden.
    * Orchidee zum Topf herausnehmen und die Erde sorgfältig wegnehmen und abschütteln. Sie wird nicht mehr verwendet.
    * Luftwurzeln schneiden: Zuerst alle kranken, abgestorbenen wegschneiden. Dann die zu langen Luftwurzeln bis auf circa 5 cm einkürzen.
    * Durchsichtigen Plastiktopf waschen oder neuen verwenden.
    Die Orchidee 3-5 Tage an einem kühleren Ort (18°) ruhen lassen, in dieser Zeit trocknen die Schnittstellen ab. Danach wird die Orchidee in den durchsichtigen Plastiktopf gestellt. Mit der einen Hand halten Sie sie sorgfältig, mit der anderen Hand füllen Sie frische Orchideenerde auf.
    Zum Schluss nebeln sie die Orchidee rundum mit dem Wasserspray ein und stellen sie wieder in den Übertopf.
    Die Orchidee für 2 Monate an ein Nordfenster bei circa 18° stellen, sie braucht eine kühlere Ruhephase. Danach wieder an den wärmeren Standort an einem Ost- oder Westfenster platzieren, nun wird sie alsbald Knospen bilden und blühen.
    5 min
  • Ab auf die Langlaufloipe
    Ein Training für die Muskeln, die Ausdauer, das Gleichgewicht und die Seele: Der Langlaufsport vereint diverse Aspekte, die der moderne Breitensportler sucht. Egal ob beim kräftigen Skating oder dem gemütlichen Klassisch-Stil. Die Skating-Technik ist dynamischer als die klassische Technik, weshalb sie letztere in den vergangenen Jahren in den Schatten stellte. Man sollte die beiden Langlaufstile jedoch nicht gegeneinander ausspielen, sondern die jeweiligen Vorteile ergänzen.
    Vor- und Nachteile von Skating und Klassisch
    Vorteile Skating:
    * Schnell
    * Dynamisch
    * Wenig Kenntnis von Gleitwachs nötig
    Nachteile Skating:
    * Balance nicht ganz einfach
    * Belastend für Knie- und Hüftgelenke
    * Anstrengend
    Vorteile Klassisch:
    * Besser an Fitnessstand anpassbar und daher auch längere Touren möglich
    * Einfachere Balance
    * Schonend für Knie- und Hüftgelenke
    Nachteile Klassisch:
    * Mehr Ahnung von Wachs und Steighilfen nötig
    * Langsamer als Skating
    * Gut gespurte Loipen nötig
    Skating versus Klassisch?
    Kraft versus Ausdauer? Am besten wechselt man die beiden Langlaufstile ab, so profitiert man von allen Vorteilen, steht durch das vielseitige Training besser auf den Skiern und erzielt grössere Fortschritte.
    Gemeinsam haben die beiden Stile, dass das Gleichgewicht und die Muskulatur des ganzen Körpers beansprucht wird. Jeder Anfänger wird mehrmals die Balance verlieren und wahrscheinlich nicht nur die Bein-, sondern auch die Arm- und die Rumpfmuskulatur zu spüren bekommen.
    6 min
  • Welche Versicherungen brauche ich?
    Das Angebot an Versicherungen ist riesig. Viele davon kosten Jahr für Jahr, machen aber kaum Sinn. Doch die Spreu vom Weizen zu trennen ist gar nicht einfach. Oft hilft der Grundsatz: Schadenfälle, die ich selbst tragen kann, brauche ich nicht zu versichern. Die Schweizer und Schweizerinnen lieben Sicherheit. Jährlich bezahlen sie über 7000 Franken für freiwillige Versicherungen. Damit liegen sie weltweit mit grossem Vorsprung auf Platz 1. Dabei könnte man so einiges an Prämien einsparen. Welche Versicherungen sind wichtig? Welche nicht? Hier eine Zusammenfassung:
    Die Klassiker der unnützen Versicherungen:
    * Auto-Insassenversicherung: Wird bei einem Unfall die Beifahrerin oder der Beifahrer verletzt, springt die Unfall- oder Haftpflichtversicherung ein. Eine weitere Versicherung für Mitfahrer ist nicht nötig.
    * Unfallversicherungs-Zusatz bei der Krankenkasse: Diese macht nur Sinn für Nicht-Arbeitende. Angestellte sind über den Arbeitgeber gegen Unfall versichert.
    * Annullationsversicherung: Beim Ferien buchen wird diese oft mit angeboten. Hier sollte man zuerst prüfen, ob man über eine solche Versicherung nicht bereits verfügt, zum Beispiel über die Kreditkarte.
    * Diverse Nischen-Versicherungen: Zum Beispiel gegen Skibruch, Hochzeitsrücktrittskosten-Versicherungen, Konzertticket-Versicherung, Hole-in-one-Versicherung für Golfer oder Cyber-Versicherung für Hackerangriffe. Sie helfen in der Regel wenig, da das Risiko, dass etwas passiert, klein ist.
    Diese Versicherungen muss man haben:
    Auf gewisse Versicherungen kann man nicht verzichten. Einige davon sind, weil sie eben so wichtig sind, in der Schweiz obligatorisch:
    • Grundversicherung Krankenkasse
    • Invaliden- und Unfallversicherung
    • Fahrzeugversicherung
    Andere Versicherungen sind zwar nicht obligatorisch, aber dennoch sehr wichtig. Vor allem:
    * Privathaftpflicht: Eine der wichtigsten Versicherungen. Denn wird beispielsweise durch meine Schuld jemand für den Rest seines Lebens arbeitsunfähig, kann das für mich Kosten in Millionenhöhe verursachen. Die Privathaftpflicht federt solche Fälle für mich ab.
    * Hausrat: Ein Brand oder Wasserschaden kann mein Hab und Gut vollständig zerstören. Das sind Kosten, die kaum jemand selber tragen kann.
    * Rechtsschutz: Kommt es zu einem Rechtsstreit, können hohe Kosten entstehen für Gericht, Anwalt etc. Eine gute Rechtsschutzversicherung macht daher Sinn. Sie steht zudem auch für kleine Alltags-Rechtsfragen zur Verfügung.
    Brauche ich weitere Versicherungen? Kommt auf die Lebensumstände an
    Weitere Versicherungen können für den einen durchaus auch Sinn machen, für den anderen nicht. Ein Beispiel: Ein junger, alleinverdienender Familienvater sollte sich eine Todesfallversicherung zulegen, damit seine Frau und Kinder abgesichert sind, falls ihm etwas zustösst. Ein verwitweter Rentner, dessen Kinder aus dem Haus sind, braucht das nicht.
    Grundsätzlich gilt:
    Bevor man eine Versicherung abschliesst, sollte man sich immer Fragen: Kann ich einen allfälligen Schaden selbst tragen? Wenn dem so ist, braucht es die Versicherung nicht. Könnte jedoch ein Schaden meine Existenz gefährden, dann macht eine Versicherung Sinn.
    6 min
  • Partnersuche im Internet: Auf was muss ich achten?
    Egal ob Tinder, OkCupid, Parship oder ElitePartner – Dating-Apps und Online-Partnerbörsen gehören heute bei der Partnersuche für viele zum Alltag. Wir geben Tipps, auf was man im Umgang mit solchen Diensten unbedingt achten sollte. * Sucht man die grosse Liebe oder nur eine kurze Affäre? In vielen Fällen ist es besser, die Partnersuche mit einer Gratis-App oder eine Probe-Mitgliedschaft zu beginnen, statt gleich mit einem Jahresvertrag bei einer Online-Partnerbörse.
    * Vorsicht vor automatischen Vertragsverlängerungen! Obschon Rechtsexperten bestätigen, dass Online-Partnervermittlungs-Verträge jederzeit kündbar sind, versuchen einige Anbieter , ihre Kunden mit Mahnungen und Betreibungen zum Zahlen zu bringen. Die Radiosendung «Espresso» hat schon verschiedentlich  davon  berichtet .
    * Im Geschäft mit der Partnervermittlung gibt es im Internet leider auch unseriöse Angebote. Wer sich davor schützen will, muss vorgängig ein wenig recherchieren. Bei Google findet man oft Tests von Konsumentenschutz-Organisationen, welche die verschiedenen Angebote getestet haben.
    * Wer bei der Partnersuche auf eine App vertraut, sollte ebenfalls vorgängig im Internet recherchieren, was über einen Anbieter geschrieben wird. Ausserdem helfen die Bewertungen in Apples App Store und Googles Play Store.
    * Viele Dating-Apps sammeln mehr Daten über einen, als sie brauchen. Zum Teil verkaufen sie diese auch an Werbenetzwerke oder an Facebook. Dagegen kann man sich nicht wehren – wer einen Dienst brauchen will, muss das in Kauf nehmen. Trotzdem hilft es zu wissen, welche Daten über einen gesammelt werden. Wer bei Google nichts dazu findet, kann die allgemeinen Geschäftsbedingungen genau studieren und erfährt so hoffentlich, was ein Dienst für Daten sammelt und was er damit macht.
    * Partnerbörsen können Ziel von Hackerangriffen werden. Auch dagegen kann man als Kunde nichts tun. Wer den Schaden möglichst gering halten will, verwendet bei seiner Anmeldung eine extra erstellte E-Mail-Adresse und gibt nur Daten von sich Preis, die keine unmittelbaren Rückschlüsse auf die Person dahinter erlauben – also nach Möglichkeit keinen oder nicht den echten Nachnamen, nur Fotos, die man nicht bei anderen Online-Diensten braucht usw.
    * Um nicht auf allfällige Betrüger hereinzufallen, sollte man seinen Online-Bekanntschaften erst nur wenig private Informationen preisgeben. Erst wenn man weiss, mit wem man es wirklich zu tun hat, kann man seinen vollen Namen, seine Adresse, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse nennen. Fragt eine neue Bekanntschaft aus irgendeinem Grund nach einer Kreditkartennummer oder einem Passwort, sollten alle Alarmglocken klingeln!
    * Das erste Treffen mit einer noch unbekannten Person sollte immer an einem öffentlichen Ort stattfinden. Um auf Nummer sicher zu gehen, verrät man ausserdem einer Vertrauensperson, wo und mit wem man sich trifft.
    * Tipps, wie man Betrüger auf Dating-Portalen entlarvt, findet man in einem früheren Ratgeber-Beitrag: Romance-Scam: Vorsicht vor der neuen Art des Heiratsschwindels .
    6 min
  • ADHS bei Erwachsenen, ja das gibt's
    Es ist nicht so, dass Erwachsene plötzlich unter ADHS zu leiden beginnen. Vielmehr wurde bei ihnen im Kindesalter keine Diagnose gestellt. Diese zu bekommem, bedeutet für die Betroffenen häufig eine Erleichterung. Denn jetzt wissen sie, warum sie anders sind als die Anderen. Die ADHS-Symptome sind bei Erwachsenen gleich wie bei Kindern: «Unruhe, Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität. Die Betroffenen sind impulsiv, leicht ablenkbar, häufig gereizt, haben Stimmungsschwankungen, eine schlechte Selbstkontrolle oder Probleme bei der Selbstorganisation», sagt Wolfram Kawohl, Chefarzt der der Psychiatrischen Dienste Aargau.
    Was tun, wenn sich Anzeichen zeigen?
    * Die Diagonse ADHS bei Erwachsenen muss zwingend von einem auf ADHS spezialisierten Psychiater oder Psychologen gestellt werden.
    * Doktor Google hilft weiter, aber nur um eine Fachperson zu finden.
    * In Therpaien lernen Patientinnen und Patienten mit ADHS im Erwachsenenalter mit ihrer Diagnose umzugehen. Impulsivem Verhalten oder Unruhe beispielsweise können sie so besser begegnen.
    * Auch für den Partner oder die Partnerin lohnt sich fachärztliche Unterstützung.
    * Ein unbehandeltes ADHS schränkt in vielen Lebensbereichen ein, das beginnt bei Schwierigkeiten in Partnerschaft bis hin zum Berufsleben.
    6 min

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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.

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