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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Ratgeber episodes

  • Wellness für Zimmerpflanzen – Lichtmangel, Zugluft & kalte Füsse
    Zimmerpflanzen haben bei guter Pflege und geeignetem Standort genügend Abwehrkräfte gegen Pilz- und Schädlingsbefall. Doch wenn der Standort nicht optimal ist, werden die Schäden spätestens im Januar offensichtlich.
    Lichtmangel:
    · Junge Triebe sind sehr dünn, lang und auffallend heller als die übrigen Blätter und Stängel z.B. beim Zyperngras und knicken.
    Was tun?
    · Die Zimmerpflanze heller stellen und immer wieder auf Schädlingsbefall kontrollieren, denn die dünnen Triebe werden gerne von Blattläusen befallen.
    · Erst Ende Februar die Triebe zurückschneiden, dann kommen junge, kräftige Triebe nach.
    Kälte und Zugluft:
    · Birkenfeige lässt viele, oft noch grüne Blätter fallen. Es können Blattflecken auftreten.
    Was tun?
    · Zimmerpflanze an einen vor Zugluft geschützten Ort stellen.
    «Kalte Füsse»:
    · Vergilbende, rötlich werdende Blätter, Triebe fallen um, schlaffer Eindruck, weil die Wurzeln faulen
    Was tun?
    · Bei geringem Befall sofort Abhilfe schaffen und Standort wechseln, neu eintopfen, dabei faulende Wurzeln zurückschneiden.
    · Ansonsten leider ab in die Grünabfuhr.
    Achtung: Manchmal ist auch alles in Ordnung, einige Blätter sind natürlicherweise abgestorben und die Pflanze ist kerngesund. In diesem Fall vergilbte, gefleckte oder vertrocknete Blätter abschneiden.
    6 min
  • Wellness für Zimmerpflanzen – sanftes Reinigen
    In der freien Natur sorgt der Regen für die Reinigung der Blätter, doch im Wohnzimmer regnet es nicht. So bleiben Staub oder Kalkablagerungen vom Sprühen mit hartem Wasser auf den Blättern liegen und schränken die Photosynthese ein. Die Folge: Die Zimmerpflanzen verkümmern, sind glanzlos. Was tun?
    Zimmerpflanzen mit glatten, glänzenden Blättern wie zum Beispiel der Baumfreund: Topf mit Plastiksack einpacken und dort, wo die Triebe aus der Erde wachsen, zuschnüren, Pflanze in die die Dusche stellen und mit lauwarmem Wasser abspülen.
    Zimmerpflanzen mit grossen, glatten Blättern wie zum Beispiel das Fensterblatt oder lang gewachsene Kletterpflanzen wie zum Beispiel der Baumfreund: Blätter mit einem feuchten Tuch abwischen.
    Wenn die Zimmerpflanzen von Schädlingen wie Blatt- und Schildläuse befallen sind, werden mit einer sanften Dusche die meisten der Tiere weggespült und klebrige, verunreinigte Blätter werden wieder sauber.
    Vorsicht bei Zimmerpflanzen mit samtigen, weichen Blättern wie z.B. das Usambaraveilchen und das Zimmer- Alpenveilchen: Hier ist das Duschen nicht geeignet, aber es hilft das Abstauben mit einem feinen Pinsel.
    5 min
  • Wellness für Zimmerpflanzen – Sprühen, Giessen, Baden
    Im Winter leiden Zimmerpflanzen durch trockene Luft und Lichtmangel. Schädlinge vermehren sich unbemerkt und schwächen die Pflanzen. Im Januar ist darum der perfekte Moment, um Zimmer- und Kübelpflanzen zu hegen und zu pflegen, bevor im Frühjahr die Wachstumsphase beginnt.
    Die Temperatur in Wohnzimmern ist normalerweise auf 20° bis 22° eingestellt. Da die geheizte Luft trocken ist, leiden Zimmerpflanzen oft. Die Blätter werden an den Spitzen braun, junge Blätter und Blütenknospen fallen ab. Und auch beim Lüften mit kalter und trockener Luft sinkt die Luftfeuchtigkeit.
    Was tun?
    · Für höhere Luftfeuchtigkeit sorgen, evtl. Luftbefeuchter aufstellen (ideale Luftfeuchtigkeit circa 50%).
    · Auf Zugluft empfindliche Pflanzen wie die Birgenfeige (Ficus benjamina) oder die Efeutute (Epipremnum) an einen geschützten, hellen Ort stellen.
    · Pflanzen täglich mit Wassersprayer besprühen (kalkarmes Wasser verwenden!). Zu hartes Leitungswasser (über 15° fH) abkochen, so dass sich Kalk auf dem Topfboden absetzt. Oder Filterkartuschen oder gesammeltes Regenwasser verwenden.
    · Öfter durchdringend giessen.
    · Bei völlig eingetrockneter Erde oder blühenden Orchideen 1 Mal wöchentlich ein Wasserbad gönnen: Schüssel mit zimmerwarmem, weichem Wasser halb füllen, Pflanze mit Topf für eine Stunde hineinstellen.
    5 min
  • Wie erkläre ich Kindern eine Katastrophe wie Crans Montana?
    Schreckliche Bilder, traurige Menschen, fehlende Worte. Wie erkläre ich Kindern und Jugendlichen eine Katastrophe wie Crans-Montana - Tod und Trauer?
    Die Brandkatstrophe von Crans-Montana lässt viele Menschen sprachlos zurück. Für eine Erklärung fehlen die richtigen Worte. Auch Kinder und Jugendliche suchen Worte und Erklärungen. Viele verdrängen die aktuelle Situation. Irgendwann kommen dann doch Fragen nach dem Warum und Wieso auf.
    Wie soll man auf Fragen der Kinder reagieren und wie spreche ich mit Kindern über eine Katastrophe wie Crans-Montana und den Tod?
    Stina Schwarzenbach ist reformierte Pfarrerin in Winterthur. Urs Braun ist Notfallpsychologe und Präsident des Vereins Notfallpsychologie. Beide geben Auskunft.
    10 min
  • Freiberger: Das letzte Schweizer Ross in Gefahr
    Er ist das einzige noch existierende Pferd, das seinen Ursprung direkt in der Schweiz hat: der Freiberger aus dem Jura. Früher zog er Pflüge und Kanonen, heute kämpft er um seine Existenz und um seinen Platz als Freizeitpartner.
    Robust, gutmütig, vielseitig ist die letzte Schweizer Pferderasse. Alle 18 anderen sind im 20. Jahrhundert verschwunden. Doch der «Fribi» steht vor Herausforderungen: sinkende Bestände, Inzuchtprobleme und die Frage, wie viel Fremdblut eine Rasse verträgt.
    Entstanden ist die Freibergerrasse seit Ende des 19. Jahrhunderts im Jura aus einheimischen Stuten und Anglo-Normannen. Das Herdebuch wurde ab 1921 geführt, seit 1997 ist es geschlossen. Unterschieden wird zwischen «Urfreibergern» (0% Fremdblut, selten), «Basis-Freibergern» (unter 2% Fremdblut, von Pro Specie Rara gefördert) und «normalen Freibergern» (bis über 50% Fremdblut).
    Die Bemühungen um die Erhaltung der Rasse bewegen sich im Spannungsfeld zwischen genetischer Vielfalt und Rasseidentität. Die Urfreiberger sind von Inzucht bedroht, während Hochblut-Freiberger ihren Charakter verlieren könnten.
    Der Freiberger ist trittsicher auf Geröllhalden und Bergpfaden und hervorragende Gewichtsträger. Durch die Mechanisierung der Landwirtschaft verlor er aber seine Hauptaufgabe. Und auch die Armee setzt nur noch wenige Pferde ein.
    Der Freiberger gilt als das nervenstärkste Pferd der Welt, er ist genügsam und frühreif. Er ist extrem vielseitig einsetzbar bei der Arbeit, zum Reiten und Fahren, für Therapie und Freizeit. Darum ist er ideal für Familien und Anfänger.
    Unterstützen kann man, indem man bei der Wahl von Reitställen oder für Familienausflüge auf den Einsatz von Freibergern achtet. Waldbesitzer können ihren Forst bodenschonend mit Freibergern bewirtschaften lassen
    5 min
  • Appenzeller Sennenhund: Ein Stück Schweizer Identität bewahren
    Mit seiner Posthorn-Rute und der charakteristischen weissen Blesse im Gesicht ist er unverwechselbar: der Appenzeller Sennenhund. Aber: Diese lebhafte Schweizer Hunderasse ist gefährdet. Der «Bläss» steht als einzige Schweizer Hunderasse auf der Roten Liste, denn die Zuchtbasis ist schmal geworden.
    Seinen Ursprung hat der «Bläss» im wenig erstaunlich Appenzellerland. Dort ist seine Existenz seit 1853 dokumentiert. Vor 100 Jahren galt er als fast ausgestorben. Heute wird er wieder als gefährdet eingestuft. Darum hat in Pro Specie Rara auf die Rote Liste genommen. Der «Bläss» ist ein Teil unseres Kulturerbes. Er bildet eine genetische Reserve und ist gehört zur Schweizer Identität und Tradition.
    Die Gründe für den ständig kleiner werdenden Bestand an Appenzeller Sennenhunden sind vielfältig:
    · Verlorene Aufgabe: Moderne Landwirtschaft braucht keine Treibhunde mehr.
    · Schmale Zuchtbasis: Fast alle Hunde sind verwandt, was das Risiko von Inzucht und Gesundheitsproblemen erhöht.
    · Schlechtes Image: Der Ruf als «giftiger Kläffer» hält viele Interessenten ab, obwohl dies bei guter Erziehung unbegründet ist.
    · Geringe Verbreitung: Selten ausserhalb des Appenzellerlands, Mischlinge sind häufiger als reinrassige Tiere.
    Der Appenzeller Sennenhund ist robust und vielseitig: Er ist wetterfest und genügsam, was ihn ideal macht für das Schweizer Bergklima. Ursprünglich als Treib-, Hüte- und Wachhund eingesetzt, ist er heute auch Rettungs-, Therapie- oder Blindenhund oder im Hundesport aktiv.
    Bei richtigem Umgang und mit entsprechender Kenntnis des Halters oder der Halterin ist der Appenzeller Sennenhund auch ein hervorragender Familienhund. Die Rasse braucht aktive Halter, viel Bewegung und Aufgaben. Sie ist nicht für Anfänger oder Stadtwohnungen geeignet. Ideal ist ein Haus mit Garten in ländlicher Umgebung und eine sportliche Familie.
    Zum Erhalt der Rasse beitragen kann, wer entsprechende Tiere hält. Dabei sollte auf verantwortungsvollen Kauf gesetzt werden. Beschaffen Sie Hunde nur von seriösen Züchtern und Züchterinnen z.B. über den Club für Appenzeller Sennenhunde. Achten Sie auch auf Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere.
    Sie können auch Botschafter oder Botschafterin sein: Klären Sie andere über den wahren Charakter des Appenzeller Sennenhundes auf und entkräften Sie Vorurteile.
    5 min
  • Rätisches Grauvieh: Wiedergeburt eines Kulturguts
    Grau, genügsam, gebirgstüchtig: Das Rätische Grauvieh prägte jahrhundertelang die Berglandwirtschaft in Graubünden. Dann verschwand es fast völlig. Heute kehrt diese besondere Rinderrasse zurück – und mit ihr ein Stück alpine Identität. Und wir können selbst zu ihrer Erhaltung beitragen.
    Das Rätische Grauvieh ist ein altes Höhenrind aus dem Alpenraum, seit dem Mittelalter in Graubünden nachgewiesen. Im 20. Jahrhundert fast ausgestorben, wird es seit den 1990er-Jahren in der Schweiz systematisch wiederaufgebaut.
    Die Tiere sind trittsicher, schwindelfrei und klettern auf steilen Hängen bis 2'500 Meter. Sie verwerten Gras dort, wo Maschinen scheitern und kommen mit kargem Futter aus. Der Charakter der Tiere ist ruhig und umgänglich, zudem sind sie hitzeresistenter als andere Rassen.
    Eine Kuh liefert rund 3500 kg Milch pro Laktationsperiode, die ideal für Käse. Ihr Fleisch ist feinfaserig und gut marmoriert, ihr langsames Wachstum bedeutet höhere Fleischqualität und Aroma.
    Der Einsatz von Rätischem Grauvieh unterstützt die Alpwirtschaft und die Bewirtschaftung steiler Berglagen ohne Maschinen. Sie trägt zur offenen Kulturlandschaft und zur regionalen Identität als «Grischa-Chue» bei.
    Wer den Bestand des Rätischen Grauviehs fördern will, kann Bergkäse und Alpprodukte aus ihrer Milch kaufen. Es gibt auch Fleischpakete direkt beim Bauern, um die Ganzverwertung des Tieres zu fördern.
    5 min
  • Appenzeller Spitzhaube: Punk auf dem Hühnerhof
    Sie sind stolz, wetterfest und tragen eine Frisur, die jedem Punk Ehre machen würde: die Appenzeller Spitzhauben. Hinter der extravaganten Frisur steckt eine robuste, alte Schweizer Hühnerrasse mit Überlebenskünstler-Qualitäten. Die Tiere sind perfekt für den heimischen Garten.
    Das Appenzeller Spitzhaubenhuhn stammt aus dem Appenzeller Hügelland. Es wird seit den 1860er Jahren gezüchtet. Einst fast ausgestorben, ist es heute dank privater Züchterinnen und Züchter stabil, gilt aber immer noch als gefährdet.
    Das Appenzeller Spitzhaubenhuhn ist Kletterkünstler und Futtersucher. Es braucht viel Auslauf, ist flugfreudig und hervorragend in der Futtersuche. Die Tiere sind robust und eigenwillig und sie sind sehr wetterfest. Als gute Eierleger sind sie nicht scheu, aber auch nicht zahm – ideal für naturnahe Haltung.
    Das Appenzeller Spitzhaubenhuhn eignet sich gut für den Einstieg in die Hühnerhaltung. Für die Zucht werden mindestens vier bis fünf Hennen und ein Hahn empfohlen. Wichtig ist ein grosser Auslauf, da die Tiere sehr aktiv sind. Achten Sie auf einen fuchssicheren Stall!
    Auch wenn Sie selbst nicht züchten, unterstützt die reine Liebhaberhaltung den Erhalt der Rasse. Bruteier oder Jungtiere erhalten Sie von zertifizierten Züchtern.
    6 min
  • Vielfalt auf vier Beinen: So helfen Sie bedrohten Nutztierarten
    Appenzeller Spitzhaubenhuhn, Walliser Schwarzhalsziege, Schwarzes Alpenschwein – sie sind lebendige Schweizer Tradition. Doch viele einheimische Nutztierrassen sind vom Aussterben bedroht. Dagegen kann jede und jeder Einzelne einen Beitrag leisten.
    Hochleistungsrassen verdrängen traditionelle Nutztierrassen, bedrohen deren genetische Vielfalt. Alte Rassen sind robuster, widerstandsfähiger gegen Krankheiten oder angesichts des Klimawandels. Sie sind an lokale Bedingungen angepasst. Und sie bilden eine genetische Reserve, stellen Kulturerbe dar und sind wichtig für eine nachhaltige Landwirtschaft.
    Organisationen wie Pro Specie Rara bewahren diese Rassen durch Zucht, Nutzung und Sensibilisierung. So helfen Sie mit:
    · Bewusster Konsum: Kaufen Sie Produkte (Fleisch, Milch, Eier) von gefährdeten Rassen. Unterstützen Sie Höfe, die diese halten.
    · Patenschaften/Haltung: Übernehmen Sie Patenschaften für bedrohte Rassen oder halten Sie robuste Schweizer Hühner/Kaninchen im Garten.
    · Unterstützung/Bewusstsein: Unterstützern Sie einschlägige Organisationen oder Rassevereine.
    · Informieren Sie Ihr Umfeld.
    6 min
  • Gute Vorsätze gefasst? Seien Sie nicht zu streng mit sich!
    Zu strenge Vorsätze sind zum Scheitern verurteilt. Modifizieren Sie Ihre Vorsätze und formulieren Sie diese positiv, dann kanns klappen mit Rauchstopp, Gewichtsreduktion oder Fitnessprogramm.
    Sandra Figlioli Hofstetter ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie empfiehlt, sich selbst mit Vorsätzen nicht zu überfordern. Sonst sind sie nämlich zum Scheitern verurteilt.
    Figlioli Hofstetter macht ein Beispiel: Jemand will im neuen Jahr weniger Süsses essen. Besser ist es, sich dies nicht ganz zu verkneifen, sondern sich ab und zu ein Dessert zu genehmigen. «Formulieren Sie sich den Vorsatz positiv: Immer am Sonntag oder am Mittwoch gibt's ein Dessert!», schlägt sie vor.
    5 min

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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.

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