Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Rendez-vous mit Japan: Arbeiten bis zum Umfallen
    Nach ihrem Politologiestudium arbeitet Kaoru Uda in Japan als Polizeireporterin und später als politische Reporterin für eine Regionalzeitung. Die Arbeitstage sind lang, Zeit für sich hat sie kaum und auf Ferien verzichtet sie.
    Japan ist für seine extrem hohe Arbeitsmoral bekannt. Überstunden sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Für den «Tod durch Arbeit» gibt es sogar ein Wort: «Karoshi».
    Kaoru Uda erzählt im Gespräch mit Bettina Studer von ihrem Leben als Reporterin in Japan. Von langen Arbeitstagen und kurzen Nächten und von der Selbstverständlichkeit, alles für den Job zu geben. Sie erzählt aber auch von jenem Moment, als sie ihren Mann kennengelernt und sich dafür entschieden hat, mit ihm in die Schweiz zu ziehen. Weil das Leben hier ein ruhigeres ist und Freizeit einen weitaus höheren Stellenwert hat als in Japan. Trotzdem wird die Ankunft in der Schweiz für Kaoru Uda zu einem schockierenden Erlebnis.
    16 min
  • Rendez-vous mit Japan: Kinder- und Jugendtage in Hamamatsu
    Kaoru Uda arbeitet seit 2017 als Multimedia-Journalistin für SWI swissinfo.ch. Aufgewachsen ist sie in Hamamatsu, einer bedeutenden Industriestadt in Japan. Das Land vermisst sie kaum, ihre Familie hingegen schon.
    In der Sommerzeit gibt das Rendez-vous Einblicke in andere Länder. Journalistinnen und Journalisten von SWI swissifo.ch erzählen von ihrer Arbeit, ihrem Herkunftsland und von ihrem Leben in der Schweiz.
    Kaoru Uda arbeitet seit fünf Jahren für die japanische Redaktion von SWI swissinfo.ch. Ihre Kindheit und Jugend hat sie in Hamamatsu verbracht, einer Stadt mit rund einer Million Einwohner:innen. Im Gespräch mit Bettina Studer erzählt Kaoru Uda nicht nur von unbeschwerten Kindertagen und einer Schulzeit ohne Druck. Sie erklärt auch, warum sie sich dafür entschied, Politikwissenschaften zu studieren, wie es war, fürs Studium von Zuhause auszuziehen und wie sie ihr Studentenleben finanziert hat.
    13 min
  • Rendez-vous mit Japan: Attentat auf Shinzo Abe - und nun?
    Das tödliche Attentat auf den ehemaligen japanischen Premierminister Shinzo Abe erschüttert Kaoru Uda. Es schockiert sie, was in ihrem Herkunftsland geschieht. Für SWI swissinfo.ch schreibt sie über die Tat und darüber, was die Schweizer Medien dazu sagen.
    Am 8. Juli geschah in Japan, was nicht hätte geschehen dürfen: der ehemalige Premierminister Shinzo Abe wurde während einer Wahlkampfveranstaltung in der Stadt Nara erschossen. Das Attentat sorgte nicht nur in Japan für Entsetzen, sondern weltweit. Abe war einer der einflussreichsten Politiker Japans. Während seiner Zeit als Premierminister drückte er dem Land seinen ganz eigenen Stempel auf. Die Rolle Japans im Indopazifik wurde unter Abe neu definiert.
    Im Gespräch mit Bettina Studer erzählt die Multimedia-Journalistin Kaoru Uda, welche Bedeutung Shinzo Abe für Japan hatte und was sein Tod bei den Menschen im Land ausgelöst hat. Sie sucht nach einer Erklärung dafür, wie eine solche Tat überhaupt geschehen konnte. Waren es mangelnde Sicherheitsvorkehrungen, wie vielfach kritisiert wurde? Oder fühlt man sich in Japan, wo kaum Gewaltverbrechen geschehen, vielleicht einfach zu sicher?
    13 min
  • Rendez-vous mit Syrien: «Es sind doch alles Menschen»
    Der russische Überfall auf die Ukraine hat bei Thair Alsaadi Erinnerungen wachgerufen. Auch er hat sein Herkunftsland, Syrien, wegen eines Kriegs verlassen. Für Geflüchtete aus Syrien oder Afghanistan hätte er sich die gleiche Solidarität gewünscht, wie für Leute aus der Ukraine.
    Mit professioneller Distanz versucht sich Thair Alsaadi abzugrenzen. Denn mit dem Krieg in der Ukraine kommen beim Swissinfo-Journalisten Erinnerungen hoch: an den Krieg in seinem Herkunftsland Syrien. An die Millionen Menschen, die der Konflikt in die Flucht getrieben hat.
    Auch er und seine Familie haben Syrien verlassen. Die Geflüchteten aus der Ukraine erfahren grosse Solidarität. Eine Solidarität, die sich Thair Alsaadi auch für Flüchtlinge aus Syrien oder Afghanistan gewünscht hätte. Die Debatte um die ungleiche Behandlung von Schutzsuchenden beschäftigt ihn auch als Journalist.
    16 min
  • Rendez-vous mit Syrien: Brückenbauer zwischen Schweiz und Nahost
    Als Journalist von Swissinfo erklärt Thair Alsaadi dem Publikum in der arabischsprachigen Welt, was die Schweiz bewegt, welche Themen gerade aktuell sind. Er sieht sich auch als eine Art Brückenbauer. 
    Die Neutralität der Schweiz oder der Umgang mit Flüchtlingen: Das sind Themen, welche auch die Community von Swissinfo beschäftigt haben. Da gehe es auch darum, dem Publikum die Schweizer Haltung zu erklären, die Diskussionen die hierzulande geführt werden, abzubilden, sagt Thair Alsaadi. Wie aber beurteilt er, wie die Schweizer Medien über den Krieg in Syrien berichten, über die vielen Konflikte und Krisen im Nahen Osten? Welche Themen kommen seiner Meinung nach zu kurz? Und: Wie grenzt er, der selber vor dem Krieg geflohen ist, sich ab?
    13 min
  • Rendez-vous mit Syrien: «Es ist zu spät»
    Seit Thair Alsaadi Syrien vor rund 10 Jahren verlassen hat, ist der Swissinfo-Journalist nie wieder in sein Herkunftsland zurückgekehrt. Er hat aber noch Familie, die im kriegsversehrten Land lebt. Für die Menschen in Syrien, gehe es jeden Tag ums Überleben, so Thair Alsaadi.
    Seit 11 Jahren herrscht in Syrien Krieg. Thair Alsaadi, der bei Swissinfo auf der arabischsprachigen Redaktion arbeitet, ist nie wieder in sein Herkunftsland zurückgekehrt, seit er vor über 10 Jahren in die Schweiz gekommen ist.
    Er hat aber noch Verwandtschaft im Land. Um sie ist er in Sorge, vieles lasse er aber gar nicht näher an sich heran. Klar sei, es gebe keine Sicherheit für die Menschen, und auch wirtschaftlich sei die Lage äusserst schwierig. Hoffnung für Syrien hat Thair Alsaadi kaum. Die Welt habe Syrien im Stich gelassen. Dazu kommt der Krieg in der Ukraine, der die Situation in Syrien weiter verschlimmert.
    14 min
  • Rendez-vous mit Syrien: Ankunft und Integration in der Schweiz
    Pünktlichkeit sei für ihn typisch schweizerisch, erzählt der syrischstämmige Swissinfo-Journalist Thair Alsaadi. Eine Angewohnheit, die ihm durchaus entgegen komme. Anderes habe ihm zu Beginn mehr Mühe gemacht. Inzwischen habe er sich aber in vielem angepasst.
    Vor rund 10 Jahren ist Thair Alsaadi nach Solothurn gekommen, hat dann an der Universität Bern Islamwissenschaften studiert. Später wurde er Journalist bei Swissinfo, wo er sich in der arabischsprachigen Redaktion schwerpunktmässig mit kulturellen Themen beschäftigt.
    Sich selbst bezeichnet Thair Alsaadi als zurückhaltend. Eine Eigenschaft, die ihm bei der Ankunft in der Schweiz vor rund 10 Jahren durchaus zugute gekommen sei. Überhaupt sieht er einige Parallelen in den Mentalitäten zwischen der Schweiz und seinem Herkunftsland Syrien.
    Es gebe aber auch Unterschiede. Der Zusammenhalt in der Familie sei in Syrien stärker, dafür mische man sich hier weniger in die Angelegenheiten der anderen ein. Er erzählt, wie er die Schweiz wahrnimmt, und wie es ihm gelungen ist, sich zu integrieren.
    16 min
  • Rendez-vous mit Syrien: Ein ruhiges Kind und doch ein «Rebell»
    Thair Alsaadi arbeitet bei Swissinfo für die arabischsprachige Redaktion. Wegen der Liebe und des Kriegs in seinem Herkunftsland Syrien hat es ihn in die Schweiz verschlagen. Seine Kindheit in einem Dorf in der syrischen Provinz Daraa sei glücklich, aber auch hart gewesen.
    Als Kind hat Thair Alsaadi davon geträumt, Ingenieur zu werden. Aufgewachsen mit 13 Geschwistern, war es für ihn nicht selbstverständlich, studieren zu können. Der Vater habe hart gearbeitet, um die Familie zu ernähren und den Kindern eine Ausbildung zu ermöglichen.
    Tatsächlich verlief Thair Alsaadis Weg nicht ohne Hindernisse. Bereits als 15jähriger ging er nach Libanon, um zu arbeiten, später wurde er nicht Ingenieur, sondern studierte an der Universität Damaskus Philsophie.
    Die Liebe und der Ausbruch des Kriegs haben dazu geführt, dass Thair Alsaadi in die Schweiz gekommen ist. Er erzählt, warum er ein "kleiner Rebell" war, wie er seine Kindheit und Jugend in der syrischen Provinz Daraa erlebt hat und warum er später in der Schweiz Journalist geworden ist.
    14 min
  • Rendez-vous mit Brasilien: Die Aufsteigerin aus den Favelas
    Die brasilianische Gesellschaft gilt als klassenorientiert und undurchlässig. Wer arm ist, schafft es kaum nach oben. Eine Ausnahme ist Larissa de Macedo Machado, bekannt unter dem Namen Anitta - eine brasilianische Sängerin, Songwriterin, Schauspielerin und Tänzerin. 
    Brasilien ist ein Land der Gegensätze. In Rio leben Reiche und Arme faktisch Tür an Tür. Es gibt Quartiere, die man nachts meiden sollte. Die Kriminalität in grossen Städten ist ein grosses Problem; wer mehr Geld hat, lebt gesichert hinter Mauern oder vergitterten Fenstern. Die Polizei ist oft gewaltbereit und schiesst, besonders wenn es um Drogen oder um Konflikte in Armenvierteln geht. In Brasilien wird alle acht Minuten eine Frau vergewaltigt - es ist eines der Länder mit den meisten Femiziden weltweit. Die Kinder, die nach den Morden der Väter oder Ex-Freunde zurückbleiben, haben einen Namen: Femizid-Waisen. Unter der Regierung Bolsanaro wurden die Gelder zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen reduziert, Frauenhäuser, die Gewaltopfer aufnahmen, ging das Geld aus und von den 24 Millionen Euro des Budgets für die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, die das Parlament zugesagt hatte, wurde ein grösserer Teil gar nicht ausgegeben. Die erratische Sozialpolitik der jetzigen Regierung wirkt kaum nachhaltig. Zur Zeit wird eine Reichensteuer diskutiert; damit könnte das Sozialhilfeprogramm «Bolsa Familia» reformiert werden, das Arme auch wirklich erreichen würde, sind Wirtschafts-wissenschaftler überzeugt. Zu den grossen Gegensätzen zwischen arm und reich kommt, dass die brasilianische Gesellschaft klassenorientiert ist. Und doch gibt es Beispiele, wie es gelingen kann, sich aus der Favela ganz nach oben zu arbeiten. Im letzten Teil des Rendez-vous mit Brasilien spricht Ivana Pribakovic mit Alexander Thoele über die Erfolgsgeschichte der Sängerin Anitta.
    21 min
  • Rendez-vous mit Brasilien: Prekäre Wirtschaftslage nach Corona
    Das reiche Brasilien leidet. Corona hat die Wirtschaft gelähmt, die Inflation treibt die Lebenshaltungskosten in die Höhe. Präsident Bolsonaros Rückhalt schwindet rasant. Über sein Rezept für eine Erholung der Wirtschaft geht es in dieser Folge mit dem brasilianischen Journalisten Alexander Thoele.
    In Brasilien leben zurzeit 13 Prozent der Menschen von weniger als zwei Franken am Tag. Die Hälfte der 212 Millionen Brasilianerinnen und Brasilianer hat Mühe, sich zu ernähren. 19 Millionen hungern sogar. Die Corona-Pandemie hat vor allem die informellen Arbeiter getroffen im Land, und die machen immerhin 40 Prozent der Arbeitstätigen aus. Viele können sich mittlerweile keine Miete mehr leisten. So entstehen auf alten Feldern, auf früheren Lastwagenparkplätzen oder in stillgelegten Fabriken illegale Siedlungen. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro setzt derweil auf die Abholzung im Amazonasregenwald. Illegale Brandrodungen lässt die Regierung einfach geschehen. Die Indigenen verlieren so zunehmend ihr Land. Auch Angriffe und Überfälle nehmen zu. Mittlerweile hat die indigene Bevölkerung sogar einen Antrag beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gegen Präsident Jair Bolsonaro gestellt - wegen Völkermordes und Zerstörung der Umwelt.
    In Europa bleibt Bolsonaros Umwelt-Politik nicht unbemerkt. So drohen über 40 europäische Handelsketten, sich aus Brasilien zurückzuziehen, wenn das Land die Umweltziele nicht einhält. Wie geht es weiter mit Brasiliens Wirtschaft? Ivana Pribakovic sprach darüber mit Swissinfo-Journalist Alexander Thoele.
    19 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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