Tagesgespräch

Tagesgespräch

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)NewsDaily News
Download on the App Store
  • Favorites

    62

    Followers

  • Typical duration

    26 min

    per episode

Based on Podcast App listening data

Tagesgespräch episodes

  • Rendez-vous mit Brasilien: Bolsonaro und die kommenden Wahlen
    Jair Bolsonaro hat Corona kleingeredet. Die Bilanz: 620'000 Tote. Ein Teil seiner Wählerschaft, die Konservativen und Liberalen, sind masslos enttäuscht. Auf wen werden sie bei den Präsidentschaftswahlen im Oktober setzen? Antworten liefert der gebürtige Brasilianer Alexander Thoele von SWI.
    In Brasilien finden am 2. Oktober Präsidentschaftswahlen statt. Am 16. August beginnt dazu offiziell der Wahlkampf. Der jetzige Präsident Jair Bolsonaro tritt nochmals an. Welche Chancen hat der Populist, der dem Mittelstand mehr Wohlstand versprach, der den Regenwald abholzen lässt und Indigene als «Zootiere» bezeichnet?
    Gut im Rennen ist jedenfalls der frühere Präsident Lula da Silva, in Umfragen führt er sogar, auch wenn seine Arbeiterpartei in den Jahren vor Bolsonaro viele enttäuscht hat. Immerhin hat Lula da Silva Millionen von Schwarzen den Weg in die Mittelschicht geebnet: 20 Prozent aller Studienplätze wurden für sie reserviert. Ob sie jetzt Lula wählen werden?
    Ebenfalls im Rennen ist Sergio Moro, Brasiliens berühmtester Korruptionsjäger. Ein Kandidat, der verspricht das polarisierte Land wieder zusammenbringen zu wollen. Wer am meisten Chancen hat, die Geschicke des Landes ab Oktober zu lenken, scheint für Swissinfo-Journalist Alexander Thoele klar.
    20 min
  • Rendez-vous mit Brasilien: Zusammenprall zweier Welten
    Der Journalist Alexander Thoele ist ein Brasilianer in Bern. Nachdem er in verschiedenen brasilianischen und deutschen Städten gelebt hat, hat er in der Schweizer Hauptstadt Wurzeln geschlagen. Auch wenn am Anfang einiges fremd war.
    Was verbindet den Schriftsteller Paolo Coelho, den Musiker Gilberto Gil und das Model Gisèle Bündchen? Sie stammen alle aus Brasilien – so wie Alexander Thoele, der bei Swissinfo den portugiesischen Dienst leitet. Geboren und aufgewachsen in Rio de Janeiro hat Thoele zwar die Fussballstars an der Copacabana kicken gesehen, ihn selbst interessierte aber viel mehr die reiche Fischwelt und die bunten Vögel des Amazonas.
    Im Gespräch mit Ivana Pribakovic erzählt Alexander Thoele, wie er die Schweiz und die Schweizerinnen erlebte und worin sich Rio und Bern gleichen. Ein weiteres Thema: Rassismus. Die Kehrseite der brasilianischen Offenheit. Der schwarze brasilianische Philosoph Silvio Almeida sagt dazu: «Der Rassismus, den wir in Brasilien erleben, ist nicht die Folge einer entarteten Gesellschaft, er ist ihr Fundament.» Und auch wenn das Land einen «brasilianischen George Floyd» hatte, einen Fall, bei dem Sicherheitsmänner einen Schwarzen bei der Festnahme töteten, ist der brasilianische Rassismus anders, als der in den USA. Alexander Thoele erklärt.
    21 min
  • Rendez-vous mit Brasilien: Eine Kindheit in Rio
    Alexander Thoele leitet bei Swissinfo (SWI) die portugiesische Redaktion. Der gebürtige Brasilianer ist Journalist mit Leib und Seele. Dabei wäre er einst fast Architekt geworden.
    Während fünf Wochen gibt das Rendez-vous im Rahmen einer Sommerserie Einblicke in andere Länder. Journalistinnen und Journalisten von Swissinfo, dem früheren Swiss Radio International, erzählen von sich und ihrer Heimat. Bei SWI arbeiten Medienschaffende aus 30 verschiedenen Ländern. Für die Nachrichtenplattform berichten sie in ihrer Muttersprache aus der Schweiz und über die Schweiz. Einer von ihnen ist Alexander Thoele. Der Brasilianer wurde 1968 in Rio de Janeiro geboren und stammt aus einer deutsch-brasilianischen Familie. Im Gespräch mit Ivana Pribakovic erzählt er, wie Rio damals aussah, wie die grossen Fussballtalente morgens an der Copacabana im Schatten des Zuckerhuts den Ball über den Sand kickten, warum er an seiner Schule in Rio ein Exot war und warum er wie vom Blitz getroffen war, als er zum ersten Mal Europa sah.
    15 min
  • Rendez-vous mit Russland: Igor Petrov blickt auf sein Heimatland
    Der russische Journalist Igor Petrov stellt fest, dass Russland aufgehört hat, sich weiterzuentwickeln: Putin und seine Entourage hätten der Zivilgesellschaft den Boden unter den Füssen weggezogen und brächten kritische Stimmen zum Verstummen. 
    Noch 2002 sprach Präsident Putin von einer Kooperation mit der NATO, von gemeinsamen Werten, die es zu verteidigen gelte. Igor Petrov sagt, dass Russland danach sukzessiv zu erstarren begonnen habe. Putin und seine Entourage hätten der Zivilgesellschaft den Boden unter den Füssen weggezogen und brächten kritische Stimmen zum Verstummen. Das Land gehöre nicht den Bürgerinnen und Bürgern, diese würden von der Staatsmacht wie Möbelstücke benutzt und umhergeschoben.
    Angesichts des Kriegs in der Ukraine und der Erstarrung des Landes sieht Petrov auch überhaupt keine Zeichen, dass Russland Chancen für einen Wandel habe. Die imperialen Gelüste Putins und die Abwanderung gut ausgebildeter Russinnen und Russen führten Russland in die Isolation.
    16 min
  • Rendez-vous mit Russland: Wie Igor Petrov die Schweiz sieht
    Igor Petrov lebt seit 2012 in der Schweiz. Er leitet die russischsprachige Redaktion bei SWI swissinfo.ch. Ihn fasziniert, wie die Schweiz aufgebaut ist: Dass im Bundesrat die stärksten Parteien eingebunden werden und dass das ständige Ringen um Kompromisse dem Land Stabilität verleiht.
    Igor Petrov leitet seit 2012 bei SWI swissinfo.ch die russischsprachige Redaktion. Petrov interessiert sich sehr dafür, wie die Schweiz politisch aufgebaut ist und wie Bürgerinnen und Bürger in die politischen Entscheidungen eingebunden sind: Auf kommunaler, kantonaler und nationaler Ebene.
    Für Petrov sind in der Schweiz Gesetze und Regeln dazu da, die Menschen zu schützen, was im Gegensatz zu dem steht, wie er Vorschriften in der Sowjetunion und in Russland erlebt hat. In der Schweiz sei die Würde des Menschen unantastbar.
    17 min
  • Rendez-vous mit Russland: Als Diplomat in Deutschland
    Igor Petrov studiert zu Beginn der 90er Jahre Geschichte in Moskau. Zu dieser Zeit geht die Sowjetunion unter. Petrov stellt bei seinem Studium die Weichen Richtung Diplomatie. 1995 wird er beim Aussenministerium angestellt und als Diplomat nach Deutschland geschickt. 
    Die Sowjetunion wird Ende 1991 formell aufgelöst. Die Ära der kommunistischen Herrschaft ist vorbei. Zu dieser Zeit studiert Igor Petrov in Moskau Geschichte. Die Umbrüche in seinem Land motivieren ihn zu einer diplomatischen Karriere. 1995 wird er an die russische Botschaft in Bonn berufen. Dass er so schnell diesen Weg gehen kann, hat auch damit zu tun, dass viele altgediente Diplomat:innen dank ihrer Beziehungen in die Wirtschaft wechseln. Angelockt von grossen finanziellen Möglichkeiten. Der Jungdiplomat Petrov spürte den Geist der Annäherung Russlands an den Westen, besonders an Deutschland.
    19 min
  • Rendez-vous mit Russland: Aufwachsen in der Sowjetunion
    Igor Petrov wächst in den 70er und 80er Jahren in der damaligen Sowjetunion auf. In einem unpolitischen Elternhaus. Dass die offiziellen Informationen zum Reaktorunglück von Tschernobyl nicht ausgewogen sind, merkt der Jugendliche bald.
    Mitte der 80er Jahre wird Michail Gorbatschow Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion. Eine Zäsur für das ganze Land und auch für den Jugendlichen Igor Petrov. «Glasnost» und «Perestroika» sollen für Transparenz und Wandel in der sowjetischen Gesellschaft sorgen. In der Schule hat Igor Petrov den Auftrag, seine Mitschülerinnen und Mitschüler dazu mit politischen Informationen zu versorgen. Er bedient sich dafür nicht nur aus der Regierungszeitung "Prawda", sondern holt sich auch Informationen aus dem Westen. Er hört die «Deutsche Welle» und «Voice of America», die beide auf russisch senden. Im Gespräch mit Daniel Hofer erzählt er, dadurch habe er einen anderen Blick auf das Reaktorunglück in Tschernobyl erhalten und später entschieden, Geschichte zu studieren.
    21 min
  • Rendez-vous mit Russland: Ein Land im Krieg
    Igor Petrov leitet bei SWI swissinfo.ch die russische Redaktion. Der ausgebildete Historiker schlug erst eine langjährige Karriere als Diplomat ein, wechselte dann aber in den Journalismus. 
    Während 5 Wochen gibt das Rendez-vous in der Sommerzeit Einblicke in andere Länder. Journalist:innen von SWI swissinfo.ch, dem früheren Swiss Radio International, erzählen von sich und ihrer Heimat. Bei SWI swissinfo.ch arbeiten Journalist:innen aus 30 verschiedenen Ländern. Sie berichten in ihrer Muttersprache aus der Schweiz und über die Schweiz. Einer von ihnen ist Igor Petrov. Der Russe wurde 1969 in Moskau geboren, in eine unpolitische Familie, wie er sagt. Im Gespräch mit Daniel Hofer erzählt er, wie auch er überrascht worden ist vom Kriegsausbruch in der Ukraine und was er von Putins Rechtfertigungen für den Angriff auf die Ukraine hält.
    22 min
  • Der Tessiner Wald leidet unter dem Klimawandel
    Der Tessiner Roland David ist Präsident der Konferenz für Wald, Wildtiere und Landschaft. Als Kantonsförster hat er auch die Verantwortung für den Tessiner Wald. Dieser steht wegen des Klimawandels stark unter Druck.
    Die Palme ist das Symbol für das Tessin, aber sie schadet dem heimischen Wald. Darum wird sie von den Tessiner Behörden bekämpft. Kantonsförster Roland David hofft gar auf ein bundesrätliches Verkaufsverbot der Palme. Nur ein solches würde im Kampf gegen die invasive Pflanze helfen, ist er überzeugt. 
    Laut Roland David, untermauern invasive Arten die Schutzfunktion des Waldes. Diese braucht es aber dringend, weil Wetterextreme häufiger werden. Auf eine Dürreperiode folgt Starkregen, binnen weniger Stunden kommt es zu Überschwemmungen. Diese Wetterextreme machen Roland David, der auch Präsident der kantonalen Naturgefahrenkommission ist, nachdenklich. Im Tagesgespräch mit Karoline Thürkauf sagt er, viele Menschen hätten noch nicht realisiert, dass der Klimawandel tatsächlich stattfinde.
    24 min
  • Jaroslav Rudis: Warum sich Ost und West missverstehen
    Tschechien übernimmt am 1. Juli die EU-Ratspräsidentschaft. Im Fokus wird dabei die Ukraine stehen, denn deren Schicksal geht den östlichen EU-Staaten nahe. Eine Chance für die Wiederannäherung von Ost und West? Das fragt Marc Lehmann im Tagesgespräch den Prager Bestseller-Autor Jaroslav Rudis.
    Die russische Aggression gegen die Ukraine hat zwar quer durch Europa grosse Solidarität und Mitgefühl mit den Überfallenen ausgelöst – doch ist die Betroffenheit im Osten Europas viel grösser als im Westen, denn die östlichen EU-Länder haben alle ihre leidvollen Erfahrungen mit den Russen gemacht und wissen längst um die Gefahr, die vom Kreml ausgeht. Nun hat die Solidarität mit der Ukraine das Potenzial, Europa zusammenzubringen, denn auch mehr als 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer verstehen sich Ost und West noch immer nicht so gut.
    Warum ist das so? Die Frage diskutiert Marc Lehmann mit Jaroslav Rudis, der als eine der prominentesten Stimmen der jungen ost-/mitteleuropäischen Literatur gilt. Rudis lebt zur Hälfte in seiner tschechischen Heimat sowie in Berlin und blickt so von Ost und West auf die europäischen Entwicklungen.
    Marc Lehmann wiederum hat insgesamt zehn Jahre lang in Prag gelebt, sieben davon als Korrespondent von Radio SRF, und sich von Westen her der Thematik angenähert. Heute nimmt Marc Lehmann Abschied von Radio SRF und moderiert sein letztes Tagesgespräch – als Gast hat er sich Jaroslav Rudis gewünscht.
    29 min

About Tagesgespräch

From the publisher's feed

Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

Best of Tagesgespräch

Ranked by our users in the last 21 days

More shows like Tagesgespräch

Echo der Zeit by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Echo der Zeit

96 Listeners

HeuteMorgen by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

HeuteMorgen

10 Listeners

Input by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Input

21 Listeners

Persönlich by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Persönlich

11 Listeners

Wissenschaftsmagazin by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Wissenschaftsmagazin

6 Listeners

Radio 1 - Roger gegen Markus by Radio 1 - Die besten Songs aller Zeiten.

Radio 1 - Roger gegen Markus

6 Listeners

Focus by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Focus

11 Listeners

100 Sekunden Wissen by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

100 Sekunden Wissen

3 Listeners

Kontext by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Kontext

2 Listeners

International by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

International

20 Listeners

Espresso by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Espresso

5 Listeners

Geschichte by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Geschichte

9 Listeners

Rehmann by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Rehmann

1 Listeners

Einfach Politik by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Einfach Politik

1 Listeners

Alles klar, Amerika? by Tamedia

Alles klar, Amerika?

17 Listeners

News Plus Hintergründe by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

News Plus Hintergründe

5 Listeners

Sykora Gisler by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sykora Gisler

8 Listeners

News Plus – das Thema des Tages in 15 Minuten by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

News Plus – das Thema des Tages in 15 Minuten

17 Listeners

NZZ Akzent by NZZ

NZZ Akzent

33 Listeners

Debriefing 404 by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Debriefing 404

2 Listeners

Sternstunde Philosophie by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sternstunde Philosophie

32 Listeners

Apropos – der tägliche Podcast by Tamedia

Apropos – der tägliche Podcast

25 Listeners

Literaturclub Interview by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Literaturclub Interview

3 Listeners

NZZ Geopolitik by NZZ

NZZ Geopolitik

9 Listeners

Sternstunde Philosophie: Zimmer 42 - mit Barbara Bleisch by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sternstunde Philosophie: Zimmer 42 - mit Barbara Bleisch

21 Listeners