Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Stephan Widrig: Die Bilanz des Reise-Sommers
    Dieser Sommer dürfte in die Geschichte der Flugbranche eingehen: Flugchaos statt Ferienvorfreude, Warteschlangen und verlorene Koffer statt Komfort, Verspätungen, gestrichene Flüge, Proteste. Im «Tagesgespräch» nimmt der CEO des Flughafens Zürich, Stephan Widrig, Stellung.
    Am Flughafen Zürich, dem grössten Flughafen der Schweiz, wurde die Geduld der Passagiere diesen Sommer mächtig auf die Probe gestellt. Genauso wie auch an anderen europäischen Flughäfen. Der Ansturm war riesig: Der Flughafen Zürich zählte diesen Sommer an einzelnen Tagen zwischen 80'000 und 90'000 Passagiere, ein Höchstwert seit Beginn der Pandemie. Vor der Krise flogen aber noch über 110'000 Passagiere täglich über den Flughafen Zürich. Bei den Passagieren sind die Vorkrisenwerte demzufolge noch rund 20 Prozent entfernt, die Lücke zum Vor-Corona-Niveau ist nach wie vor nicht geschlossen. Wieso? Antworten liefert Stephan Widrig. Als Chef des Flughafens Zürich ist er verantwortlich für Ferienstart und -ende von Millionen Menschen. Im «Tagesgespräch» ist er live zu Gast bei David Karasek im Check-in 2.
    25 min
  • Anne Challandes: «Braun ist das neue Grün»
    Trockenheit vertreibt das Vieh von den Alpen, Futter für den Winter fehlt, die Ernten sind schmal. Letztes Jahr dagegen gabs Regen im Übermass – wie ist Landwirtschaft im Klimawandel möglich? Und kann sie selbst klimaschonend werden? Die oberste Bäuerin, Anne Challandes, ist Gast im Tagesgespräch.
    Die oberste Bäuerin der Schweiz, Anne Challandes, reist viel durch die Schweiz. Der Blick aus dem Zugfenster hat ihr vor Augen geführt: «Braun ist das neue Grün». Die satten grünen Wiesen sind verschwunden, damit auch das wichtige Winterfutter für das Vieh. Ihren Mutterkühen hat sie zum ersten Mal Wasser auf die Alp bringen müssen, glücklicherweise konnte ein Traktor hinfahren. Die Getreideernte ist schmaler ausgefallen dieses Jahr. Seit längerem baut ihr Betrieb auch neue, resistentere Sorten wie Kichererbsen, Quinoa oder Lupinen an. Halten diese Sorten, was man sich von ihnen verspricht? Gesamtschweizerisch wird über Bewässerungssysteme diskutiert, da auch Flüsse und Bäche ausgetrocknet sind. Doch darf das Grundwasser weiter angezapft werden? Die Landwirtschaft selbst ist für bis zu einem Viertel der Treibhausgase in der Schweiz verantwortlich – wo will der Bauernverband und der Verband der Bäuerinnen hier ansetzen? Und ist eine klimaneutrale Landwirtschaft, wie sie der Biolandbau anstrebt, bis in zwanzig Jahren realistisch? Antworten auf diese Fragen liefert Anne Challandes, Präsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbandes und Vizepräsidentin des Bauernverbandes. Für sie ist klar: «Es muss sich etwas ändern».
    26 min
  • Sigrid Lüber: «Das Meer geht uns alle an»
    Zwei Drittel der Korallen am Great-Barrier-Reef in Australien haben sich so stark erholt, wie seit 36 Jahren nicht mehr. Diese Meldung fällt auf, denn der Ozean, das grösste Ökosystem der Erde, ist in akuter Gefahr. Die Zürcher Umweltschützerin Sigrid Lüber ist Gast im «Tagesgespräch».
    Klimawandel, Überfischung und Abfall bedrohen den Ozean.
    Die UNO-Mitgliedstaaten wollen die Ozeane deshalb bis zum Jahr 2030 besser schützen. Statt sie auszubeuten, sollen die Meere so genutzt werden, dass sie sich immer wieder regenerieren können. Eine grosse Herausforderung. Denn: die Meere sind durch viele verschiedene Gefahren bedroht.
    Trotzdem gibt es auch positive Meldungen: In Australien hat sich das bedrohte Great-Barrier-Reef zumindest teilweise erholt. Allerdings warnen die Forschenden: Das Riff bleibe sehr verletzlich, weil die Korallenbleiche immer regelmässiger auftrete.
    Sigrid Lüber gründete vor über 30 Jahren OceanCare. Die Schweizer Umweltorganisation berät die UNO in Fragen zum Schutz der Meere.
    27 min
  • Michael Siegenthaler: Wenig Arbeitslose, viele Unwägbarkeiten
    Die Arbeitslosigkeit ist mit zwei Prozent sehr tief; trotz drohender Energieknappheit und Zinserhöhungen. Die Gewerkschaften wollen nun die hohe Teuerung ausgleichen und fordern Lohnerhöhungen. Michael Siegenthaler von der Konjunkturforschungsstelle KOF ordnet im Tagesgespräch die Entwicklung ein.
    Wer sucht der findet - diesen Schluss lassen die am Montag veröffentlichten Arbeitslosenzahlen zu. Es sind weit mehr Stellen ausgeschrieben, als gesucht werden. Die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich sieht gar die Beschäftigungslage auf einem Rekordhoch. Dies erstaunt, gibt es doch auch andere Signale aus der Wirtschaft wie der angekündigte Stellenabbau bei Novartis oder der Crédit Suisse, weitere Zinsanstiege, Inflation und vor allem die drohende Energieknappheit und der Krieg in der Ukraine.
    Die Gewerkschaften versuchen, in der jetzigen guten Arbeitsmarktlage die Gunst der Stunde zu nutzen und fordern zum Teuerungsausgleich zusätzliche Lohnerhöhungen. Wie realistisch sind diese Forderungen? Steht ein heisser Lohnherbst bevor? Gibt es eine Trendwende und künftig wieder mehr Arbeitslose? Muss der Staat gar bald wieder Kurzarbeit unterstützen, wenn Unternehmen aufgrund fehlender Energie stillstehen? Michael Siegenthaler ist Leiter des Forschungsbereichs Arbeitsmarkt der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich. Er kennt die Gründe der jetzigen Situation, die Chancen für Arbeitnehmende, aber auch Gefahren wie ein chronischer Fachkräftemangel. Michael Siegenthaler blickt im Tagesgespräch bei Karoline Arn in die Zukunft dieses bewegten Arbeitsmarktes.
    27 min
  • Rendez-vous mit Swissinfo: Leidenschaft für den Journalismus
    Die Medien sind im Umbruch. Bei SWI swissinfo.ch mitten drin: Larissa Bieler. Bis vor kurzem Chefredaktorin und Direktorin in Personalunion. Auch heute würde sie eine journalistische Laufbahn einschlagen, sagt sie. Heute ganz besonders.
    Radio und Fernsehen kann nicht jeder, Artikel für eine Zeitung schreiben auch nicht. Doch auf Facebook texten, posten, liken - kein Problem. Wo endet Journalismus, wo beginnt Meinungsmache, wie schleichen sich Fake News ein. Der viel beschworene Qualitätsjournalismus, für den Konsument:innen von Inhalten noch bezahlen wollen, ist unter Druck.
    Larissa Bieler hat Erfahrungen gesammelt im Lokaljournalismus, als Chefredaktorin des Bündner Tagblatts, als Chefredaktorin und Direktorin von SWI swissinfo.ch. Sie weiss auch, wie sich die Transformation des Journalismus vom Analogen zum Digitalen bewerkstelligen lässt.
    Über die Zukunft der Medien und ihre Bedeutung für die Demokratie gehts im letzten Teil des Rendez-vous mit Swissinfo.
    22 min
  • Rendez-vous mit Swissinfo: Von der Klosterschule zur Direktorin
    Larissa Bieler sagt von sich, sie sei eine Rebellin. Eine, die Mühe habe mit Autoritäten. Das mag mit ein Grund sein, warum sie zur ersten Chefredaktorin des Bündner Tagblatts gewählt worden ist. Unabhängigkeit steht für sie auch jetzt zuoberst.
    Larissa Bieler führt heute fast 100 Journalist:innen. Als Direktorin von SWI swissinfo, dem Auslanddienst der SRG, entscheidet sie, wohin sich die Onlineplattform entwickelt. Für diese Aufgabe bringt sie vielfältige Erfahrungen mit. Sie weiss zum Beispiel, was eine gute Geschichte ausmacht. Was recherchieren wirklich heisst. Wie man als Journalistin mit Anfeindungen und Druckversuchen umgeht.
    24 min
  • Rendez-vous mit Swissinfo: Eine Welt im Kleinen
    Kein anderes Medium verarbeitet Nachrichten aus der Schweiz fürs Ausland derart gezielt wie Swissinfo, sagt SWI-Direktorin Larissa Bieler. Das zahlt sich aus: im Ukrainekrieg griffen Interessierte sowohl aus Russland als auch aus der Ukraine auf die Inhalte zu.
    SWI swissinfo.ch beschäftigt Journalist:innen aus aller Welt. In die Redaktion bringen diese ihre Wertvorstellungen, ihre Kultur, und ihre unterschiedelichen Erfahrungen, je nach Lebensgeschichte. So ist SWI swissinfo.ch eine Welt im Kleinen. Oder, eine Schweiz im Kleinen.
    Bei SWI arbeiten Fachleute, die sich den Werten des Unternehmens verpflichtet haben. Und diese Werte prägt seit ein paar Jahren Swissinfo-Direktorin und bis vor kurzem Chefredaktorin Larissa Bieler stark mit. Davor war sie Chefredaktorin des Bündner Tagblatts. Spannend ist, wen die Berichterstattung von SWI swissinfo.ch anspricht im Ausland.
    20 min
  • Rendez-vous mit Swissinfo: Im Ausland über die Schweiz berichten
    Journalist:innen mit Migrationshintergrund berichten anders über die Schweiz als Einheimische. Das sei nur eine der Besonderheiten von Swissinfo, sagt Direktorin und bis vor kurzem auch Chefredaktorin von SWI swissinfo.ch, Larissa Bieler.
    Den Auslanddienst der SRG – früher Schweizer Radio International - gibt es seit 1935 als Kurzwelle. Seit zwei Jahrzehnten verbreitet der internationale Service die wichtigsten Informationen über die Schweiz online in zehn Sprachen - auf Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch, Japanisch, Arabisch und seit 2012 auch in Russisch. Damit können über 80 Prozent der weltweiten Internetnutzer:innen in ihrer Sprache Informationen aus der Schweiz abrufen. Journalist:innen aus 30 Ländern gehen zusammen ihrer Arbeit nach, in einer einmaligen Atmospäre, die auch der journalistischen Arbeit zu Gute kommt, erzählt Larissa Bieler.
    23 min
  • Rendez-vous mit Japan: Gleichberechtigung? Es gibt viel zu tun!
    Noch immer ist in Japan das traditionelle Rollenbild vorherrschend. Zwar sind Frauen den Männern laut Gesetz gleichgestellt. Im sozialen Leben und in der Arbeitswelt existieren allerdings grosse Unterschiede.
    Das jährliche Gender-Gap Ranking des World Economic Forums WEF macht es deutlich: Japan hat Aufholbedarf, wenn es um die Gleichstellung von Frauen und Männern geht. Das Land erreicht aktuell nur den 120. Platz von 156 untersuchten Ländern.
    Kaoru Uda erzählt im Gespräch mit Bettina Studer, dass Japan in Sachen Gleichberechtigung stetig Fortschritte macht und die traditionellen Rollenvorstellungen langsam aufbrechen. Allerdings räumt ein, dass es nur in ganz kleinen Schritten vorwärtsgeht, und dass der Weg zur Gleichberechtigung der Geschlechter noch ein weiter ist. Dass dies auch damit zu tun haben könnte, dass in Japans Kabinett kaum Frauen sitzen, mag Kaoru Uda nicht bestätigen. Die Zeit werde es richten, sagt sie.
    15 min
  • Rendez-vous mit Japan: Viele Alte, wenig Junge – was tun?
    Die japanische Gesellschaft ist überaltert und die Bevölkerung schrumpft. Ein Viertel aller Menschen im Land ist älter als 65 Jahre und die Geburtenrate sinkt. Das stellt Japan zunehmend vor Probleme.
    Bildlich gesagt, verschwindet in Japan jeden Tag ein ganzes Dorf von der Landkarte. Die Bevölkerung schrumpft durchschnittlich um täglich 2000 Personen. Im Land gibt es immer mehr ältere und immer weniger junge Menschen, es fehlt an Arbeitskräften. Die Regierung versucht, das Problem mit verschiedenen Massnahmen zu lösen.
    Kaoru Uda erklärt im Gespräch mit Bettina Studer, wieso die Menschen in Japan besonders alt werden, und sie lüftet das Geheimnis der «100-jährigen von Okinawa». Sie bestätigt, dass es Gastarbeiter:innen in Japan nicht immer leicht haben und oft ein Leben am Rande der Gesellschaft fristen. Nicht nur, weil sie die Sprache nicht sprechen, sondern auch, weil sie längst nicht von allen willkommen sind. Doch die Wirtschaft braucht dringend Arbeitskräfte aus dem Ausland. Laut der japanischen Agentur für internationale Zusammenarbeit müssen es bis in zwanzig Jahren 6,7 Millionen sein. Heute sind es 1,7 Millionen.
    12 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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