Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Simonetta Sommaruga begrüsst Solaranlagen in den Alpen
    Ob diesen Winter das Gas oder der Strom ausreicht, ist unsicher. Der Bundesrat will 15 Prozent Gas einsparen, mit freiwilligen Massnahmen. Eine Kampagne zum Energiesparen startet nächste Woche. Genügt das? Oder braucht es mehr? Bundesrätin Simonetta Sommaruga bezieht Stellung im «Tagesgespräch».
    Der Krieg in der Ukraine hat die Lage zugespitzt. Diesen Winter könnte es zu wenig Gas haben, auch beim Strom werden Engpässe befürchtet. Der Bund will vorsorgen: Kraftwerkbetreiber sollen das Wasser in den Stauseen belassen, die Gasbranche muss Reserven anlegen und Ölkraftwerke sollen einen Grossteil des Stroms des stillgelegten AKW Mühleberg ersetzen. Zudem hat der Bundesrat gestern erste Sparziele vorgegeben: Wie die EU soll auch die Schweiz 15 Prozent Gas einsparen. In Haushalten, welche 40 Prozent des Gases brauchen, aber auch in der Industrie. Die Bundesverwaltung will als gutes Vorbild voran gehen, Büros zusammenlegen, Heizungen herunterschrauben und gar wieder ins Home-Office wechseln. Nächste Woche wird eine umfassende Kampagne zum Energiesparen lanciert. Vorerst alles freiwillig. Reichen diese Massnahmen, um durch den Winter zu kommen oder werden noch drastischere Einschnitte folgen? Und ist die derzeitige Energiestrategie überhaupt noch das richtige Instrument, um die Energieversorgung längerfristig zu sichern? Antworten gibt Energieministerin Simonetta Sommaruga, sie ist Gast im «Tagesgespräch» bei Karoline Arn.
    28 min
  • Stephan Thome: «Alle reden über Taiwan – besser dort nachfragen»
    Der Besuch der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi hatte vor drei Wochen schwere Spannungen mit China ausgelöst. Peking begann mit grossangelegten Manövern rund um Taiwan. Wie lebt man mit dieser permanenten Unsicherheit? Der auf Taiwan wohnhafte Schriftsteller Stephan Thome hat Antworten.
    Die Welt hat nicht nur ein Problem mit Russland und der Ukraine, sondern auch eins mit China und Taiwan. China sieht die demokratisch regierte Insel als Teil der Volksrepublik an. Taiwan hingegen versteht sich als unabhängig. Die militärischen Manöver Chinas rund um Taiwan, wecken vor dem Hintergrund des russischen Überfalls auf die Ukraine unweigerlich Befürchtungen, hier werde nicht nur eingeschüchtert, sondern die Okkupation Taiwans vorbereitet.
    In den vergangenen Wochen zerbrach sich Europa den Kopf über Nancy Pelosis Taiwan-Reise und deren Folgen für den Pazifikraum. Die Perspektive der Taiwaner selbst kam kaum zu Wort. Wie lebt die Inselbevölkerung mit der permanenten Unsicherheit? Der auf Taiwan lebende deutsche Schriftsteller Stephan Thome spricht im «Tagesgespräch» über die politische Stimmung in der taiwanischen Öffentlichkeit. Stephan Thome ist Philosoph und Sinologe und lebt seit 12 Jahren in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh. Sein Roman »Pflaumenregen« erzählt die Geschichte einer taiwanischen Familie im 20. Jahrhundert.
    26 min
  • Katrin Schneeberger: Wassermanagement und Frühwarnsystem
    Das Bundesamt für Umwelt BAFU veröffentlicht einen ersten Gesamtbericht zum Zustand der Gewässer: Die Klimaveränderung und die Belastung durch Medikamente oder Pestizide setzen Bächen, Flüssen, Seen und dem Grundwassers zu. Welche Massnahmen helfen, weiss Katrin Schneeberger, Direktorin des BAFU.
    Es ist der erste Bericht, der den Zustand aller Gewässer, vom Bächlein zum See bis ins Grundwasser, zusammenfasst. Es gibt darin Lichtblicke: Bäche mit Seifenschaum gehören der Vergangenheit an, in fast allen Flüssen und Seen der Schweiz kann gebadet werden – vieles hat sich in den letzten Jahrzehnten verbessert. Trotzdem steht es nicht nur gut um die Schweizer Gewässer: Abbaustoffe von Pestiziden und Medikamente belasten Bäche und Flüsse, aber auch das Grundwasser, bedrohen gar das Trinkwasser. Können bessere Filter in Kläranlagen und weniger Pflanzenschutzmittel die Gefahren abwenden? Auch der Klimawandel setzt den Gewässern zu. Dieser Sommer hat exemplarisch gezeigt: Das Wasser kann auch in der Schweiz knapp werden. Wie können solche Hitzesommer vorausgesehen werden und wie kann ein nationales Warnsystem helfen? Ist es möglich, mit einem Wassermanagement in der Schweiz das Wasser künftig so zu verteilen, dass es für alle reicht, auch für die Bewässerung von Feldern? Katrin Schneeberger ist Direktorin des Bundesamtes für Umwelt BAFU und heute zu Gast im «Tagesgespräch» bei Karoline Arn.
    25 min
  • Margrit Stamm: «Quereinsteiger sind nicht schlechte Lehrerinnen»
    Wegen des Lehrermangels unterrichten ab heute in der ganzen Schweiz Hunderte Laien und Studierende. Die Notmassnahme, Personen ohne Lehrdiplom anzustellen, ist umstritten. 
    In vielen Kantonen beginnt heute das neue Schuljahr und es fehlt an Lehrpersonen – wie fast jedes Jahr. Steigende Schülerzahlen, viele Pensionierungen, immer mehr Berufsaussteigerinnen: Die personellen Voraussetzungen vor dem neuen Schuljahr waren so schwierig wie vielleicht noch nie.
    So stehen in diesen Tagen des Schulbeginns sogar ungelernte Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger vor Schülern und Klassen werden vergrössert.
    Margrit Stamm, emeritierte Professorin für Erziehungswissenschaften und Leiterin des Forschungsinstituts Swiss Education in Aarau ist eine der bekanntesten Stimmen in der Schweiz, wenn es um Erziehungsfragen in Schule und in der Familie geht. Wie beurteilt sie die Arbeitsbedingungen für Lehrerinnen und Lehrer, die integrative Förderung von Schülerinnen und Schüler und was kann man tun, wenn Kinder Angst vor der Schule haben?
    26 min
  • Kaspar Jörger: Kompromiss zwischen Schützen und Nutzen
    Das Tierschutzgesetz ist 40 Jahre jung - einzelne Vorschriften gab es früher. Waren Tiere anfänglich Sachen, laufen heute Bestrebungen, Tieren Rechte zu geben. Kaspar Jörger, pensionierter Chef der Abteilung Tierschutz beim BLV, kennt das Gesetz wie seine Westentasche. Er ist Gast im Tagesgespräch.
    Initiativen zu Tieren und Tierhaltung gibt es regelmässig: Dieses Jahr gar deren zwei, die Abstimmung gegen Tierversuche diesen Frühling, die Abstimmung zur Massentierhaltung in gut einem Monat. Heute schauen wir die Schweizer Tierschutz-Gesetzgebung an, genauer den Wandel, den sie in den letzten Jahrzehnten erlebt hat.
    27 min
  • «Die Affenpocken könnten auch die breite Bevölkerung befallen»
    Das Affenpocken-Virus bereitet sich auf der ganzen Welt immer mehr aus. Gemessen an der Anzahl der Fälle pro Million Einwohner rangiert die Schweiz weltweit auf Rang 6. Gast im «Tagesgespräch» ist Jan Fehr. Der Infektiologe leitet an der Universität Zürich das Departement Public & Global Health.
    Die Fallzahlen steigen, die WHO hat einen internationalen Notstand ausgerufen. Auch in der Schweiz gibt es immer mehr Affenpockenfälle, knapp 400 Personen haben sich in den letzten drei Monaten mit dem Affenpocken-Virus infiziert, wöchentlich kommen rund 50 neue Infektionen dazu. «Die aktuell am stärksten betroffene Bevölkerungsgruppe sind Männer, die Sex mit Männern haben», schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf seiner Website. Pink Cross, der Dachverband der homo-und bisexuellen Männer, fordert deshalb den Bundesrat auf, den bereits in vielen Ländern verfügbaren Impfstoff zu beschaffen. Noch immer fehlt es in der Schweiz an einer Impfung und an genügend Medikamenten gegen die Affenpocken.
    Anders als beim Coronavirus braucht es mehr als nur Luft, um die Krankheit zu übertragen: engen Kontakt, eine nasse Aussprache, Sex. Wie ist der Stand der Dinge, wann steckt man sich an und wie kann man sich schützen? Jan Fehr ist überzeugt, die Welt verändere sich und solche Ausbrüche und Epidemien wie die Affenpocken oder zuletzt das Coronavirus würden zunehmen.
    Der Infektiologe leitet an der Universität Zürich das Departement Public & Global Health und berät in einer Arbeitsgruppe das BAG zu den Affenpocken. Er ist Gast bei David Karasek.
    27 min
  • Leandra Bias: Putins Kampf gegen Demokratie und gegen die Frau
    Bilder von kämpfenden Männern und flüchtenden Frauen prägen das Bild des Kriegs in der Ukraine. Welche Rolle spielen Frauen im Krieg – wo sind sie ausgeschlossen und was könnte ein Einbezug für einen Weg in den Frieden bringen? Antworten liefert die Politikwissenschaftlerin Leandra Bias.
    Der Ukraine-Krieg fordert seit Februar dieses Jahres Tausende Tote, Städte und Landschaften wurden zerstört, Menschen sind auf der Flucht. Nachrichten von Bombardierungen, Militärschlägen und Vor- oder Rückzugsgefechten sind an der Tagesordnung. Dabei scheinen die Rollen klar: die Männer kämpfen an der Front, die Frauen versuchen zu flüchten oder den Alltag im Krieg zu meistern – bedroht auch durch sexuelle Gewalt. Doch welche Rolle spielen die Frauen im Ukraine-Krieg? Wo sind sie in Entscheidungen eingebunden, wo ausgeschlossen?
    Die Politikwissenschaftlerin Leandra Bias verfolgt die Entwicklung in Russland, die zu diesem Krieg geführt hat, seit Jahren: Nicht aus einem militaristischen Blickwinkel, sondern mit der Frage: Was hat dieser Krieg mit der Gleichstellung der Geschlechter zu tun? Was haben Putins Kampf gegen sogenannt westliche Werte mit einem Kampf gegen Demokratie und Gleichberechtigung zu tun? Putin vergleicht die Ukraine, vor allem die ukrainischen Männer, immer wieder mit schwachen Frauen, prangert die westliche Welt als verweiblicht an. Er inszeniert sich als der starke Mann mit traditionellen patriarchalen Werten. So sichert er seinen Autoritarismus gegen innen, führt einen Aggressions-Krieg gegen die Ukraine und verbündet sich mit autokratischen Strömungen im Ausland. «Die Abwertung von Frauen, deren Entrechtung ist kein Nebenprodukt, sondern ein Kernelement des Putinismus», sagt Leandra Bias. Was heisst das nun für die Suche nach Wegen in einen künftigen Frieden? Die Gender-Expertin der Schweizer Friedensstiftung Swisspeace ist Gast im «Tagesgespräch» bei Karoline Arn.
    26 min
  • Matthias Rüb: Italiens Rechte nutzt die Flüchtlingskrise
    Auf Lampedusa und Sizilien kommen derzeit so viele Flüchtende an wie zuletzt vor elf Jahren. Dass sich im Sommer mehr Menschen von Libyen aus auf die gefährliche Mittelmeerroute wagen, ist nichts Neues. Doch dieses Jahr ist aussergewöhnlich. Wieso? Gespräch mit FAZ Korrespondent Matthias Rüb in Rom.
    In Italien sind seit Jahresbeginn mehr als 42000 Bootsflüchtlinge auf der Insel Lampedusa angekommen. Die meisten starteten von Libyen oder Tunesien aus über das zentrale Mittelmeer. Im Vorjahreszeitraum waren es gut 30000, im Jahr 2020 etwa 15000. Die italienische Behörden zählen bereits mehr als 1000 Bootsflüchtlinge, die dieses Jahr im Mittelmeer ertrunken sind. «Der grösste Friedhof Europas», wie es Papst Franziskus immer wieder betont, bestimmt erneut die Schlagzeilen.
    Lampedusa, der Hotspot der Flüchtlingskrise, rückt zudem auch ins Scheinwerferlicht der Politik. Die Migration ist im laufenden Wahlkampf in Italien ein grosses Thema. Italienische Geheimdienstquellen vermuten den russischen Präsidenten hinter den steigenden Migrantenzahlen: Putins Ziel könnte es sein, so die italienischen Wahlen im September zu beeinflussen.
    Was meint Matthias Rüb, Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung FAZ in Rom, zu diesen Spekulationen? Antworten liefert er im «Tagesgespräch» bei David Karasek.
    26 min
  • Stefan Meierhans' Kampf gegen die steigenden Preise
    Wenn ein Bademeister plötzlich das ganze Meer überwachen muss. Ob bei Lebensmittel, Benzin, Heizöl oder Holz: Der Preisüberwacher Stefan Meierhans sieht rundum die Preise nach oben klettern und muss zwischen gerechtfertigten und überrissenen unterscheiden. 
    Der Schweizer Preisüberwacher Stefan Meierhans beackert ein weites Feld: Preise für Fahrkarten, Parkgebühren, Zusatzversicherungen, Medikamentenpreise, Kosten für ein perfektes Gebiss. Doch nun schnellen die Preise für Energie und Lebensmittel in die Höhe - die Inflation ist hoch. Besonders die Ärmsten geraten deswegen noch mehr in Not. Die Berner Fachhochschule hat berechnet, dass fast 80'000 Leute aufgrund der Preisanstiege neu in die Armut abrutschen könnten. Die Pro Senectute geht gar von 250'000 Menschen aus, die von Altersarmut betroffen sein könnten. Dies setzt den Preisüberwacher unter Druck. Wo kann er noch Gegensteuer geben? Antworten liefert Stefan Meierhans im «Tagesgespräch» bei Karoline Arn.
    25 min
  • Stromkrise: Was der Schweiz im Winter droht
    Wegen der weltweiten Energiekrise muss sich auch die Schweiz darauf einstellen, dass im kommenden Winter der Strom knapp werden könnte. Der Direktor des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen VSE, Michael Frank, ist Gast im «Tagesgespräch» bei Bundeshausredaktor Philipp Burkhardt.
    24 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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