Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Daniel Piazza: Wer finanziert die Schweizer Politik?
    Die Politikfinanzierung ist in der Schweiz ein grosses Tabu-Thema. Zwar gelten bald neue Transparenzregeln – wer mit welchen Beträgen finanziert wird und warum, weiss jedoch niemand. Daniel Piazza möchte mit seinem neuen Buch «Wer finanziert die Schweizer Politik?» Licht in den Schatten bringen.
    Ab diesem Herbst sollen neue Regeln für die Transparenz gelten. Wirkung zeigen sollen sie dann erstmals bei den eidgenössischen Wahlen nächstes Jahr. Damit tritt ein Gegenvorschlag des Parlaments zur Transparenz-Initiative in Kraft. Eine entsprechende Vernehmlassung ist Ende März zu Ende gegangen.
    Etwas Licht ins Dunkel bringen möchte jetzt schon ein neues Buch: «Wer finanziert die Schweizer Politik?» heisst es, geschrieben wurde es vom Ökonomen Peter Buomberger und vom Kommunikationsberater und Luzerner Mitte-Kantonsrat Daniel Piazza.
    27 min
  • Urs Karrer: Kommt die Rückkehr ins normale Leben zu früh?
    Rückkehr in die Normalität: Nach zwei Jahren Pandemie fallen morgen die letzten Einschränkungen. Doch von einem «Freedom-Day» ist nicht mehr die Rede, wir haben uns schon fast wieder ans normale Leben gewöhnt. Zu früh?
    Keine Maskenpflicht mehr im ÖV, Corona-Kranke, die sich nicht mehr isolieren müssen: Die letzten Schutzmassnahmen werden aufgehoben. Das Corona-Virus hat seinen Schrecken verloren, obwohl die Fallzahlen so hoch sind wie noch nie. Wiegen wir uns in falscher Sicherheit?
    Der Infektiologe Urs Karrer ist Chefarzt am Kantonsspital Winterthur und Vize-Präsident der wissenschaftlichen Covid-Taskforce, der Experten- und Beratergruppe, die mit dem heutigen Tag aufgelöst wird. Gelegenheit für Marc Lehmann, im Tagesgespräch auf die Leistungen der Taskforce und das Pandemie-Management im Allgemeinen zurückzublicken und zu fragen, ob wir gewappnet sind für eine nächste Corona-Welle.
    27 min
  • Friedensverhandlungen: Hoffnungsschimmer oder Täuschungsmanöver?
    Auch am Tag nach der jüngsten Verhandlungsrunde zwischen Kiew und Moskau geht der Krieg in der Ukraine unvermindert weiter. Lässt sich dieser Krieg überhaupt am Verhandlungstisch beenden? Gast im «Tagesgespräch» ist Osteuropa-Expertin Gwendolyn Sasse.
    Rund vier Stunden dauerte die jüngste Verhandlungsrunde zwischen ukrainischen und russischen Vertretern gestern in Istanbul. Die Erwartungen waren tief, die Positionen liegen immer noch weit auseinander. Dennoch fiel das Fazit der Beteiligten vergleichsweise positiv aus. Die Ukraine bietet erneut an, künftig neutral zu sein. Russland kündigt an, seine «militärischen Aktivitäten» bei Kiew zu reduzieren. Ist wirklich etwas in Bewegung geraten oder sind das nur Täuschungsmanöver? Was sind die Hürden auf dem Weg zu einem möglichen Frieden in der Ukraine? Und lässt sich dieser Krieg überhaupt am Verhandlungstisch beenden? Gast im Tagesgespräch ist die Politikwissenschaftlerin und Slawistin Gwendolyn Sasse. Sie ist die Wissenschaftliche Direktorin des Zentrums für Osteuropa- und Internationale Studien in Berlin. Barbara Peter hat mit Gwendolyn Sasse gesprochen.
    28 min
  • Karin Keller-Sutter: Schaffen wir das?
    Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat enorme Fluchtbewegungen in Europa ausgelöst. Das bedeutet auch für die Schweiz riesige Herausforderungen. Wie sind diese Herausforderungen zu meistern? Antwort gibt Bundesrätin Karin Keller-Sutter im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann.
    Bereits vier Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer haben ihr Land seit Kriegsbeginn verlassen. Die meisten Vertriebenen finden in Nachbarländern wie Polen Schutz und Aufnahme. Doch Hunderttausende ziehen Richtung Westen weiter – auch in die Schweiz. Das Staatssekretariat für Migration rechnet mit 50'000 Geflüchteten bis im Sommer, Schätzungen zufolge könnten mittelfristig sogar bis 300'000 Menschen hierzulande um Aufnahme bitten.
    Das stellt das bisher auf Abwehr eingestellte Schweizer Asylwesen vor Probleme. Mit dem erstmals gewährten Schutzstatus S versuchen die Behörden, die Aufnahme der Geflüchteten so unkompliziert wie möglich zu gestalten. Doch mit dem neuen Asyl-Regime ergeben sich neue Probleme.
    Bundesrätin Karin Keller-Sutter will sie als zuständige Justizministerin rasch und engagiert anpacken. Wie? – das erklärt sie im «Tagesgespräch».
    28 min
  • Elsbeth Gugger: Ade aus Amsterdam
    Nach 30 Jahren als Niederlande-Korrespondentin geht Elsbeth Gugger Ende März in Pension. Zum Abschied blickt sie im «Tagesgespräch» zurück auf ihre Anfänge und beschreibt die Veränderungen in den Niederlanden in den letzten drei Jahrzehnten.
    Seit 1992 berichtet Elsbeth Gugger als Korrespondentin für Radio SRF aus den Niederlanden. Die Themenvielfalt ihrer Berichterstattung ist so breit und vielfältig wie das Land selbst: Von der liberalen Drogenpolitik über die aktive Sterbehilfe bis hin zur Arbeit des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag. Sie hat von den grossen aktuellen Ereignissen in den Niederlanden berichtet, aber auch die kleinen Geschichten aus dem Alltag in Amsterdam erzählt. Elsbeth Gugger hat die Entwicklungen der niederländischen Gesellschaft in den letzten drei Jahrzehnten eng mitverfolgt und uns nähergebracht. Wie tickt dieses Land? Dieser Frage wollen wir zum Abschied von Elsbeth Gugger nachgehen. Ende März verabschiedet sie sich als Korrespondentin und geht in Pension, heute ist sie ein letztes Mal zu Gast im «Tagesgespräch» bei Barbara Peter.
    27 min
  • Sibylle Berger: «Médecins sans frontières» – Notfallplan Ukraine
    Seit über 50 Jahren ist Médecins sans frontières (MSF) rund um den Globus in Krisengebieten unterwegs und leistet humanitäre und sanitäre Hilfe. MSF-Delegierte Sibylle Berger gewährt Einblicke zu den grössten Herausforderungen: Wenn, wie in der Ukraine, plötzlich Krieg ausbricht.
    Seit die Russen vor gut einem Monat in die Ukraine einmarschiert sind, laufen die Drähte heiss am Sitz des internationale Koordinationsbüro von «Médecins sans frontières» in Genf. Welche Hilfsgüter werden wo am dringendsten gebraucht? Welche Zusatzausbildungen brauchen Chirurgen, die zuvor noch nie Granatsplitter entfernen mussten? Wie kommen Menschen auf der Flucht mit chronischen Krankheiten wie Diabetes zu ihren Medikamenten? MSF kann zu diesen Fragen auf über 50 Jahre Erfahrung zählen. 1999 erhielt die gemeinnützige Organisation für ihr Wirken in Krisengebieten den Friedensnobelpreis. Trotzdem: jeder Einsatz ist anders.
    Sibylle Berger ist Delegierte der Schweizer Sektion von MSF, in ständigem Kontakt mit der Einsatzleitung in Genf und in der Ukraine und kennt die Bedürfnisse vor Ort. Gleichzeitig legt sie auch ein spezielles Augenmerk darauf, dass Menschen in anderen Krisengebieten, wie zum Beispiel dem Jemen oder Südsudan, wegen des Kriegs in der Ukraine nicht vernachlässigt werden. Und sie lässt dabei auch die weltweiten Folgen der Klimaerwärmung auf die Gesundheit der Menschen nicht ausser Acht.
    28 min
  • Heinrich Brauss: Die schwierige Gratwanderung der Nato
    Wie kann die Nato die Ukraine im Krieg gegen Russland unterstützen, ohne direkt in den Konflikt hineingezogen zu werden? An einem Nato-Sondergipfel heute in Brüssel geht es um die roten Linien des Bündnisses. Was ist zu erwarten? Gast im «Tagesgespräch» ist Nato-Kenner Heinrich Brauss.
    Seit einem Monat führt Russland Krieg in der Ukraine. Ein Ende der Kämpfe ist nicht in Sicht. Wie kann der Westen der Ukraine helfen, ohne selbst im Krieg einzugreifen? Darüber beraten sich heute die Staats- und Regierungschefs der Nato, G7 und EU bei ihren Treffen in Brüssel. Auch US-Präsident Joe Biden ist angereist. Was ist von diesen Treffen zu erwarten? Was kann die Nato in der aktuellen Situation überhaupt tun? Wir sprechen darüber mit Nato-Kenner Heinrich Brauss. Der frühere deutsche Dreisterne-General war von 2013 bis 2018 als beigeordneter Nato-Generalsekretär für Verteidigungspolitik und Streitkräfteplanung zuständig. Heute arbeitet er für die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, einer Denkfabrik für Aussenpolitik in Berlin. Barbara Peter hat mit Heinrich Brauss über den Ukrainekrieg und seine Folgen für die Nato gesprochen.
    27 min
  • Harald Welzer über die Rückkehr überholt geglaubter Ansichten
    Helden, Tapferkeit und Vaterland: Der Krieg in der Ukraine macht Begriffe wieder salonfähig, über die wir in der aufgeklärten West-Gesellschaft eben noch die Nasen rümpften. Auch der Soziologe und Kulturwissenschaftler Harald Welzer reibt sich im «Tagesgespräch» die Augen.
    Die Sympathien sind klar verteilt: Hier die Ukrainer als Opfer, dort die Russen als Aggressoren – man muss nicht gross differenzieren, die Sache ist eindeutig. Doch die Story von Gut und Böse sei ein schlechtes Drehbuch, wenn man den Krieg und die Gewalt eingrenzen wolle, sagt Harald Welzer. Besser wäre es, Handlungsspielräume zu schaffen, die Möglichkeiten für ein Ende der Gewalt eröffneten.
    Welzer ist ein Mahner in unserer Zeit, ein Nostradamus 4.0, wie ihn ein Magazin mal umschrieben hat. Er plädiert für ein neues Denken, für eine Erneuerung der Demokratie, damit Krisenbewältigung möglich ist. Nicht nur in Bezug auf den Krieg, auch hinsichtlich unserer grossen Menschheitsprobleme wie dem Klimawandel und der Konsumgesellschaft, die kein Bewusstsein fürs Umkehren entwickelt habe und in einem «Konzept der Unendlichkeit» lebe.
    Harald Welzer ist Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg und Direktor einer Stiftung für Zukunftsfähigkeit. Als erfolgreicher Sachbuchautor ist er ein gerngesehener Gast in Talkshows und auf Konferenzen, wie heute an den «Trendtagen Gesundheit» in Luzern. Im «Tagesgespräch» ist er nun zu Gast bei Marc Lehmann.
    28 min
  • Thomas Gutersohn: Abschiedsreise durch Afghanistan
    Soeben ist SRF-Südasien-Korrespondent Thomas Gutersohn von einer Reise durch Afghanistan zurückgekehrt. Es war bereits seine sechste Reise durch das Land und die erste seit der Machtübernahme der Taliban letztes Jahr. Wie er Land und Leute erlebt hat, berichtet Thomas Gutersohn im «Tagesgespräch».
    Vor sieben Monaten haben die Taliban in Afghanistan die Macht wieder übernommen. Seither liegt die Wirtschaft am Boden und die Not der afghanischen Bevölkerung hat stark zugenommen. Laut Uno leiden derzeit 23 Millionen Afghaninnen und Afghanen an akutem Hunger – das ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Seit der Machtübernahme der Taliban hat die internationale Gemeinschaft ihre Zahlungen eingestellt und die Taliban-Regierung bisher nicht anerkannt. Welche Folgen hat das für die Bevölkerung? Wie hat sich das Land seit der Machtübernahme der Taliban verändert? Antworten liefert SRF-Südasien-Korrespondent Thomas Gutersohn, der soeben von einer zweiwöchigen Reise durch Afghanistan zurückgekehrt ist. Er hat die Hauptstadt Kabul besucht und den Süden des Landes bereist. Gleichzeitig war es wohl seine letzte Reise als SRF-Korrespondent. Seine Eindrücke und Erlebnisse erzählt Thomas Gutersohn im Gespräch mit Barbara Peter.
    27 min
  • Unser Wald - unser Reichtum
    Das neueste Schweizer Waldmonitoring, WaMos3, zeigt, wie sehr die Bevölkerung den Wald schätzt. Die Vorstellungen, wie der Wald zu nutzen sei, sind unterschiedlich. Alles unter einen Hut zu bringen, ist Aufgabe von Michael Reinhard. Er ist Chef der Abteilung Wald im Bafu und Gast im Tagesgespräch.
    Eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung ist überzeugt, dass der Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen wichtig für die Gesellschaft ist. Gleichzeitig sehen die Befragten den Wald als Hort der Ruhe, der Erholung, der Wald ist besonders für Jüngere wichtig für Sport und Freizeit und Waldbesitzerinnen und – besitzer möchten das Holz nutzen und verkaufen. Ökologische, ökonomische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Ansprüche gibt es an den Wald. Wo aber gibt es Unterschiede im Vergleich zum Verhältnis zum Wald vor über 40 Jahren? Was hat sich verändert in unserem Zugang zum Wald? Und welche Schlüsse ziehen die Verantwortlichen für die Zukunft unserer grünen Lungen im Land?
    Michael Reinhard, Chef der Abteilung Wald im BAFU, ist gefragt, wenn es darum geht, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Ansprüche abzustimmen und die Nachhaltigkeit im Ökosystem Wald sicherzustellen. Er zieht die politischen Folgen aus dieser Umfrage und erklärt, wie der zukünftige Umgang mit dem Schweizer Wald aussehen könnte.
    27 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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