Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Daniel Lampart: Folgen des Krieges für Schweizer Arbeitnehmende
    Der Krieg in der Ukraine hat massive Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und damit auch auf die Schweiz. Preise und Zinsen steigen, das Gespenst der Inflation geht um. Der Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds, Daniel Lampart, erklärt, was dies für Arbeitnehmende in der Schweiz bedeutet.
    Die Solidarität in der Schweiz mit den Flüchtenden aus der Ukraine ist riesig. Mit bis zu 50'000 Menschen rechnet das Staatssekretariat für Migration SEM, die bis im Juni in die Schweiz kommen könnten. Für den Schweizer Arbeitsmarkt ist das eine Herausforderung. Chefökonom Daniel Lampart sagt im Gespräch mit Bundeshausredaktor Philipp Burkhardt, wie der Gewerkschaftsbund Lohndumping und Missbräuche verhindern will.
    Und er äussert sich erstmals ausführlich zum Entscheid des Bundesrats, mit der EU über ein ganzes Paket von Dossiers verhandeln zu wollen. Sind die Gewerkschaften jetzt bereit, bei den Flankierenden Massnahmen zum Schutz der Schweizer Löhne Abstriche in Kauf zu nehmen, damit die geplanten Verhandlungen vorankommen?
    24 min
  • Marcel Berni: Bilanz nach drei Wochen Krieg gegen die Ukraine
    Vor genau drei Wochen ist das Undenkbare wahr geworden: Mitten in Europa wurde ein Angriffskrieg lanciert, Russland hat die Ukraine überfallen. Doch die Attacke verläuft nicht nach Wunsch des Kreml-Herrschers. Über die Gründe sprechen wir im Tagesgespräch mit dem ETH-Strategie-Experten Marcel Berni.
    Nach drei Wochen steht der Krieg an einem heiklen Punkt: Russland intensiviert seine Angriffe, um mit brutaler Gewalt auch gegen Zivilisten den Sieg zu erzwingen. Die bisherige Bilanz zeigt aber: Russland offenbart unerwartete militärische Schwächen. Wie sind diese zu erklären? Kann die Ukraine ihre Chance nutzen, um die russische Aggression abzuwehren? Welche Art von Unterstützung braucht sie dafür vom Westen? Trotz allen Bedenken doch eine Flugverbotszone, wie sie Präsident Selenski gestern vor dem US-Kongress wieder eindringlich forderte? Welchen weiteren Verlauf könnte der Krieg nehmen?
    Fragen an den Strategie-Experten Marcel Berni: Der 33-Jährige forscht und lehrt an der Schweizerischen Militärakademie der ETH Zürich. Seit Ausbruch des Krieges verfolgt und analysiert er die kriegerischen Handlungen genau. Marcel Berni ist im Tagesgespräch zu Gast bei Marc Lehmann.
    26 min
  • Lutz Güllner: «Desinformation ist Teil russischer Staatsdoktrin»
    Russlands Krieg gegen die Ukraine findet auch im Netz statt. Im Informationskrieg in den sozialen Medien wird mit Desinformation und Falschmeldungen gekämpft. Was kann der Westen dem entgegensetzen? Gast im «Tagesgespräch» ist Lutz Güllner, Leiter der EU-Taskforce für Falschinformationen.
    Seit knapp drei Wochen führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Im Internet allerdings dauert der Informationskrieg des Kremls gegen die Ukraine schon wesentlich länger. Seit Jahren werfen die USA und die EU der russischen Führung vor, gezielte Falschinformationen zu verbreiten, insbesondere in den sozialen Medien. Wie gefährlich ist Russlands Desinformations-Strategie? Und was kann Europa dem entgegensetzen, ohne dabei die eigene Medien- und Meinungsfreiheit zu opfern? Darüber sprechen wir heute mit Lutz Güllner, er leitet die Abteilung Strategische Kommunikation der EU, die sich mit der Aufdeckung und Bekämpfung von ausländischer Desinformation beschäftigt. Lutz Güllner war im Tagesgespräch bei Barbara Peter zu Gast.
    27 min
  • SBB-Chef Vincent Ducrots Weg aus dem Krisenmodus
    Wieder tiefrote Zahlen und weniger Passagiere: Die Corona-Pandemie hat den SBB zugesetzt. Die Finanzlage der Bahn ist angespannt, nun muss sie sparen in Milliardenhöhe. Hat das Auswirkungen auf den Bahnausbau? SBB-CEO Vincent Ducrot entwirft im Tagesgespräch bei Marc Lehmann die Bahn der Zukunft.
    Die Pandemie kommt die SBB teuer zu stehen, und sie treibt die Verschuldung in die Höhe: Nun verlangt der Bund Kostensenkungen. Doch das Unternehmen zeigt sich auch zuversichtlich: Der Klimavorteil werde den SBB in die Hände spielen, langfristig werde die Nachfrage steigen. Was macht die Bahn so optimistisch? Und wie will sie den veränderten Kundenbedürfnissen Rechnung tragen?
    Der Freiburger Vincent Ducrot ist seit knapp zwei Jahren Konzernchef der SBB. In dieser Zeit musste er vor allem die Krise bewältigen – und eine Strategie für die Zukunft entwickeln. Ducrot empfängt Marc Lehmann im SBB-Hauptsitz.
    28 min
  • Anja Klug: Historische Fluchtbewegung in Europa
    Laut Uno sind bisher fast 2,7 Millionen Menschen vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet. Welche Herausforderungen kommen mit dieser Fluchtbewegung auf Europa zu? Gast im «Tagesgespräch» ist Anja Klug, Leiterin des UNHRC-Büros für die Schweiz und Liechtenstein.
    Der Krieg in der Ukraine hat eine Fluchtbewegung in Gang gesetzt, wie sie Europa seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt hat. Fast 2,7 Millionen Menschen sind nach Uno-Angaben innerhalb von nur zwei Wochen aus der Ukraine geflüchtet, darunter eine Million Kinder. Allein in Polen sind über 1,5 Millionen Flüchtlinge angekommen. Auch Rumänien, Ungarn oder die Slowakei haben ihre Grenzen für ukrainische Flüchtlinge geöffnet. Doch die Nachbarländer stossen an ihre Grenzen. In der Schweiz haben bisher etwa 3'000 Flüchtlinge aus der Ukraine Zuflucht gesucht. Welche humanitären Herausforderungen kommen auf Europa zu? Wie kann den flüchtenden Menschen am besten geholfen werden? Antworten liefert Anja Klug, die das UNHCR-Büro für die Schweiz und Liechtenstein leitet. Sie arbeitet seit über 25 Jahren beim Uno-Hochkommissariat für Flüchtlinge und war unter anderem für Projekte zum Westbalkan und zum Thema Flüchtlingsschutz und Grenzsicherung zuständig. Anja Klug ist im Tagesgespräch bei Barbara Peter zu Gast.
    28 min
  • Heidi Tagliavini: Diplomatische Auswege aus dem Ukraine-Krieg
    Wohl wenige in der Schweiz haben den Ukraine-Konflikt so nah mitverfolgt, wie die Spitzendiplomatin Heidi Tagliavini. Sie hat bei den Minsker Abkommen mitverhandelt, welche für die Ostukraine einen Waffenstillstand und eine politische Beilegung des Konflikts vorsahen. 
    Heidi Tagliavini spricht 8 Sprachen, führte diplomatische Verhandlungen in der Ukraine, in Russland, Tschetschenien und Georgien, immer wieder in Krisengebieten, sei es für die UNO oder die OSZE. Sie kennt Osteuropa gut und auch den russischen Präsident Putin erlebte sie mehrmals persönlich. Dabei wahrte sie stets auch einen kritischen Blick auf den Westen, der sich in ihren Augen zuweilen sehr naiv verhält. «Ich habe immer wieder gesagt: Schickt die jungen Leute in den Osten, um die Mentalität dort kennen zu lernen», so Tagliavini.
    Wie schaut sie auf diesen Krieg? Welche diplomatischen Auswege gibt es aus diesem Konflikt? Antworten auf diese Fragen liefert die Spitzendiplomatin im Tagesgespräch bei Ivana Pribakovic.
    27 min
  • Frank Grütter: Soll die Schweiz in den Uno-Sicherheitsrat?
    Der Krieg in der Ukraine hat in der Schweiz die Neutralitätsdebatte wieder angefacht. Muss nun auch die Kandidatur der Schweiz als Mitglied im Uno-Sicherheitsrat neu bewertet werden? Antworten gibts im «Tagesgespräch» mit Frank Grütter, Chef der Uno-Abteilung im Aussendepartement.
    Soll die Schweiz ihre Kandidatur als nichtständiges, zweijähriges Mitglied im Uno-Sicherheitsrat zurückziehen, um ihre Neutralität nicht zu gefährden? Über diese Frage hat der Nationalrat heute diskutiert, nach einem Vorstoss der SVP. Aus Sicht der Partei wäre ein Einsitz im Uno-Sicherheitsrat nicht mit der Neutralität vereinbar. Der Bundesrat dagegen hat keine Bedenken, dass die Schweiz ihre Neutralität auch im Sicherheitsrat weiter ausüben könnte. Im Nationalrat wurde die SVP-Motion heute mit einer deutlichen Mehrheit abgelehnt. Nun geht der Vorstoss in den Ständerat. Die nichtständigen Mitglieder im Sicherheitsrat für die Jahre 2023 und 2024 werden im Juni in New York durch die Uno-Generalversammlung gewählt.
    Klar ist: Der Krieg in der Ukraine hat die Neutralitätsdebatte in der Schweiz neu angestossen und wirft Fragen auf bezüglich der künftigen Rolle der Schweiz in der Uno. Wie könnte die Schweiz als Mitglied im Sicherheitsrat ihre Neutralität bewahren? Und was könnte die Schweiz als neutraler Kleinstaat im Uno-Gremium überhaupt erreichen? Darüber sprechen wir mit Frank Grütter, Chef der Uno-Abteilung im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten. Zuvor war er unter anderem in den Botschaften in London und Madrid sowie in der Uno-Mission in New York tätig. Frank Grütter ist nun Gast von Barbara Peter.
    25 min
  • Herfried Münkler: Die Welt steht vor einer Zeitenwende
    Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine markiere das Ende der regelbasierten Weltordnung – eine neue Ordnung der Grossmachts-Rivalität und Aufrüstung habe begonnen, sagt der renommierte deutsche Politikwissenschafter und Konfliktforscher Herfried Münkler im Tagesgespräch.
    Die russische Aggression in der Ukraine nimmt ihren Lauf und richtet immer grösseren Schaden an. Ein Rückzug ohne gewaltigen Gesichtsverlust sei für den Kreml-Herrscher Putin keine Option, sagt Herfried Münkler. Auch wenn die ukrainische Gegenwehr beeindruckend sei, müsse mit einer Besetzung des Landes gerechnet werden.
    Was bedeutet das für die zukünftige globale Ordnung? Müssen wir uns definitiv verabschieden von den seit dem Ende des Kalten Kriegs im Westen gewachsenen Vorstellungen, die Welt werde eine friedlichere sein?
    Herfried Münkler gehört zu den profiliertesten Politikwissenschaftern Europas – er lehrte bis zu seiner Emeritierung 2018 Politische Theorie und Ideengeschichte an der Humboldt-Universität in Berlin. Münkler ist Autor zahlreicher Bücher und ein gefragter Gast auf Podien und Veranstaltungen.
    28 min
  • Die bewegte Geschichte des Frauenhauses Zürich
    Heute ist das Frauenhaus etabliert als Zufluchtsort für misshandelte Frauen und Kinder, doch das war nicht immer so. Ein neues Buch zeichnet die 40-jährige Geschichte des Frauenhauses Zürich nach. Gäste im «Tagesgespräch» sind die Buchautorin und die Präsidentin der Stiftung Frauenhaus Zürich.
    Vor 43 Jahren wurde in Zürich das erste Frauenhaus der Deutschschweiz in Betrieb genommen. Gegründet wurde es von einer Gruppe von freiwilligen Frauen, die sich in der Frauenbewegung engagierten und dem Tabuthema Gewalt an Frauen und Kindern annehmen wollten. Sie wollten misshandelten Frauen und Kindern einen sicheren Zufluchtsort geben.
    Heute – zum internationalen Frauentag – feiert ein Buch Vernissage, das die Anfänge und die Entstehungsgeschichte des Frauenhauses Zürich nachzeichnet. Zu Beginn kämpfte die Institution um Akzeptanz. Wie steht es heute um die Unterstützung? Und wie hat sich die gesellschaftliche Debatte über Gewalt gegen Frauen verändert? Darüber sprechen wir mit Susan A. Peter, Sozialpädagogin und Geschäftsführerin der Stiftung Frauenhaus Zürich. Sie hatte 1984 als Praktikantin im Frauenhaus Zürich angefangen. Und mit der Historikerin und Journalistin Christina Caprez, sie hat das Buch «Wann, wenn nicht jetzt» über die Geschichte des Frauenhauses Zürich geschrieben.
    26 min
  • Walter Denz: Ein Russland-Schweizer gerät in Schwierigkeiten
    Der russische Herrscher lanciert einen brutalen Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Weltgemeinschaft reagiert schnell und verhängt harsche Sanktionen. Was heisst das für die russische Bevölkerung? Walter Denz, der seit 30 Jahren in St. Petersburg lebt, sucht im Tagesgespräch nach Erklärungen.
    Vladimir Putin hat mit dem Überfall auf die Ukraine sein Land ins Abseits manövriert. Russland wird international nun als Paria-Staat geächtet. Die harten Sanktionen des Westens sollen das Regime und die mit ihm verbandelten Oligarchen treffen. Und auch die Bevölkerung, damit diese Druck macht auf die Mächtigen. Kann das gelingen?
    Der Zürcher Walter Denz ist vor 30 Jahren nach St. Petersburg gezogen, hat dort eine Sprachschule aufgebaut und eine Familie gegründet. Er ist inzwischen Doppelbürger und hat die Entwicklung der russischen Gesellschaft seit dem Ende der Sowjetunion hautnah miterfahren. Eben noch hegte er die Hoffnung einer vorsichtigen Öffnung Russlands. Doch jetzt ist alles anders, und es wird nicht mehr so sein, wie es war: Walter Denz, der zufällig in der Schweiz in den Ferien weilte, als Russland die Ukraine überfiel, schildert im Tagesgespräch bei Marc Lehmann seine Gefühle.
    26 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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