Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Monika Ribar: wie will die SBB in die Zukunft fahren?
    Tiefrote Zahlen wegen Corona und Homeoffice und negative Schlagzeilen wegen Problemen mit der Infrastruktur: In diesem anspruchsvollen Umfeld präsentiert die SBB ihre neue Strategie und erklärt, wie sie in die Zukunft fahren will. Wir sprechen darüber imit der SBB-VR-Präsidentin Monika Ribar.
    Vor vier Jahren hat die SBB letztmals eine neue Strategie vorgestellt. Damals schienen die Bäume noch in den Himmel zu wachsen. Die Passagier- und Güterverkehrszahlen nahmen stetig zu und neue Technologien versprachen neue Geschäftsfelder.
    Seit dem Ausbruch von Corona kämpft die SBB nun plötzlich mit unerwarteten Problemen: viele einst treue Bahnpassiere arbeiten im Homeoffice und verzichten seit längerem auf ein neues Abo und ihre Rückkehr verzögert sich weiter, angesichts der neuerdings stark steigenden Corona-Zahlen. Die Folge: Die SBB steckt tief in den roten Zahlen und macht der Eidgenossenschaft als Besitzerin keine Freude.
    Wie richtet sich die SBB in diesem Umfeld neu aus? Wie stellt sie die Weichen für ihre Zukunft? Wir sprechen mit Monika Ribar über die neue SBB-Strategie.
    Die SBB-Verwaltungs-Präsidentin ist Gast bei Barbara Widmer im «Tagesgespräch».
    26 min
  • Dorothee von Laer: Droht auch der Schweiz, was Österreich erlebt?
    Die wissenschaftliche Task Force der Schweiz warnt vor einer ähnlichen Corona-Lage wie Österreich sie derzeit erlebt. Was also kann die Schweiz von Österreich lernen? Gast im «Tagesgespräch» ist die Virologin Dorothee von Laer von der Medizinischen Universität Innsbruck.
    «Die Schweiz könnte Mitte Dezember am selben Punkt stehen wie Österreich heute.» Das sagte Tanja Stadler, Präsidentin der wissenschaftlichen Task Force am Dienstag vor den Medien. Österreich ist seit Montag erneut im Lockdown, eine Reaktion der Regierung auf die hohen Fallzahlen und eine drohende Überlastung des Gesundheitssystems. Zudem hat die Regierung für Februar eine allgemeine Impfpflicht angekündigt. Warum ist die Situation in Österreich so aus dem Ruder gelaufen? Und lässt sich die Corona-Lage der beiden Länder wirklich miteinander vergleichen? Darüber haben wir mit der Virologin Dorothee von Laer von der Medizinischen Universität Innsbruck gesprochen. Die gebürtige Deutsche leitet seit über zehn Jahren das Institut für Virologie in Innsbruck. Die Professorin gehört in der Corona-Pandemie zu den gewichtigen Expertenstimmen in Österreich. Barbara Peter hat mit Dorothee von Laer gesprochen.
    25 min
  • Irina Scherbakowa zwischen Hoffen und Bangen
    Es ist eine verrückte Woche für die russische Menschenrechtsorganisation Memorial: Heute wird sie in der Schweiz ausgezeichnet, am Donnerstag befindet das oberste Gericht Russlands über ihre Auflösung. Wir sprechen im «Tagesgespräch» mit Memorial-Gründungs- und Führungsmitglied Irina Scherbakowa.
    Memorial: Der Name dieser NGO steht für das historische und humanitäre Gewissen Russlands. Die erste und grösste russische Menschenrechtsorganisation, die im Zuge von Gorbatschows Glasnost und Perestroika Ende der 1980er Jahre gegründet wurde, hat in minutiöser Kleinarbeit die Schicksale von Millionen Opfern der totalitären Systeme aufgearbeitet und sie ins Bewusstsein der russischen Gesellschaft gebracht. Doch nicht nur mit der diktatorischen Vergangenheit setzt sich Memorial auseinander, auch in der immer repressiver werdenden Gegenwart im heutigen Putin-Russland will die dezentral aufgestellte Organisation ihre Stimme erheben. Das allerdings passt den Moskauer Machthabern überhaupt nicht, und so soll Memorial diese Woche in einem Gerichtsverfahren verboten und liquidiert werden.
    Absurd, sagt dazu Irina Scherbakowa: Die Kulturwissenschaftlerin und Germanistin ist eine der prominenten Stimmen von Memorial – sie hat die Organisation mitgegründet und gehört noch immer zu deren Leitungsteam. Die 72-Jährige hält sich derzeit in der Romandie auf, wo sie heute einen Preis entgegennimmt. Marc Lehmann hat Irina Scherbakowa in Lausanne zum Gespräch getroffen.
    28 min
  • Andrea Bertschi-Kaufmann: Die Zukunft des Lesens
    Instagram und co.: Das Buch hat viel Konkurrenz erhalten. Wie können Kinder auch in Zukunft zum Lesen motiviert werden? Um diese Frage geht es heute an der zweiten nationalen Konferenz über die Zukunft des Lesens in Bern. Gast im «Tagesgespräch» ist die Leseforscherin Andrea Bertschi-Kaufmann.
    Wie können Kinder und Jugendliche trotz Tablet und Smartphone künftig zum Bücherlesen motiviert werden? An der zweiten Nationalen Konferenz über die Zukunft des Lesens tauschen sich heute Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bildungs- und Bibliotheksbereich in Bern über die Leseförderung in der Schweiz aus. Dabei wird insbesondere ein Fokus auf die frühkindliche Leseförderung bei Kleinkindern gelegt. Wie motiviert und geübt sind Kinder und Jugendliche in der Schweiz beim Lesen? Wie geht gelungene Leseförderung? Und welche Bedeutung hat das Lesen in Zukunft überhaupt noch? Fragen, über die wir nun mit Andrea Bertschi-Kaufmann sprechen wollen. Sie ist emeritierte Professorin für Leseforschung und Literaturdidaktik an der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz und hat dort das Zentrum Lesen mitaufgebaut und geleitet. An der Konferenz in Bern sprach sie heute über die frühkindliche Leseförderung. Nun ist Andrea Bertschi-Kaufmann Gast im «Tagesgespräch».
    24 min
  • Adrian Arnold über den neuen Geist in der Schweizer Fussball-Nati
    Anfang Woche hat sich das Schweizer Nationalteam auf eindrückliche Art und Weise direkt für die Weltmeisterschaft nächstes Jahr in Katar qualifiziert. Dem neuen Trainer Murat Yakin ist ein spektakulärer Einstieg ins sein Amt gelungen. Verbands-Medienchef Adrian Arnold analysiert die Gründe.
    Mit einer begeisternden Leistung haben die Schweizer Fussballer die direkte WM-Qualifikation geschafft und dabei Europameister Italien hinter sich gelassen. Erstaunlich dabei, dass der Coup eigentlich einem B-Team geglückt ist. Weil viele gestandene Stammspieler verletzt ausfielen, musste Murat Yakin improvisieren: Er schickte junge Unerfahrene und zurückgeholte Altgediente in die entscheidenden Partien – und reüssierte. Mit diesem Meisterstück hat er sich in nur knapp drei Monaten und sieben Länderspielen im neuen Amt etabliert.
    Marc Lehmann hätte im «Tagesgespräch» heute mit Murat Yakin über dessen fulminanten Aufstieg von der Challenge-League auf die Fussball-Weltbühne diskutieren wollen – doch Murat Yakin meldete am Morgen, er liege mit hohem Fieber im Bett. Kurzfristig springt Adrian Arnold ein: Der frühere SRF-Journalist – TV-Korrespondent in Paris und Berlin – leitet seit anderthalb Jahren die Kommunikation des Fussballverbands und hat Murat Yakins Weg eng begleitet.
    28 min
  • David Schwappach zur Fehlerkultur im Schweizer Gesundheitswesen
    Die Stiftung Patientensicherheit fordert ein nationales Melderegister für Fehler, die in der Medizin nicht vorkommen dürfen und dennoch passieren, sogenannte Never Events. Wie steht es um die Sicherheit von Patienten in der Schweiz? Gast im «Tagesgespräch» ist Stiftungsdirektor David Schwappach.
    Die falsche Dosierung eines Medikamentes, eine Verwechslung von Patienten bei der Behandlung, ein Instrument, das nach der Operation im Körper der Patientin vergessen wird: In der medizinischen Fachsprache spricht man bei solchen gravierenden Fehlern von sogenannten Never Events. Ereignisse, die in der Medizin eigentlich nicht passieren dürfen und dennoch vorkommen. Wie können solche Fehler vermieden werden? Und wie könnte der Umgang damit aussehen?
    Das steht im Fokus an der Internationalen Patientensicherheitstagung, die heute und morgen in Zürich stattfindet. Fachleute diskutieren dabei auch über ein nationales Melderegister, in dem schwerwiegende Fehler künftig erfasst werden sollen. Diese Forderung kommt von der Stiftung Patientensicherheit, die an der Tagung auch eine neue Liste mit Never Events präsentiert. Aktuell werden in der Schweiz solche Ereignisse in Spitälern nicht systematisch erfasst. Wie also steht es um Patientensicherheit und Fehlerkultur im Schweizer Gesundheitswesen? Barbara Peter hat darüber mit David Schwappach gesprochen, Direktor der Stiftung Patientensicherheit.
    25 min
  • Manuel Battegay: «Mit Booster allein ist Welle nicht zu brechen.»
    Der Ruf nach einer Booster-Impfung für alle ist in der Schweiz in den letzten Tagen lauter geworden. Was bringen die Auffrisch-Impfungen und wie kommt die Schweiz durch den zweiten Corona-Winter? Gast im «Tagesgespräch» ist der Basler Infektiologe Manuel Battegay.
    Auch im zweiten Corona-Herbst steigen die Fallzahlen in der Schweiz, das Virus breitet sich wieder stärker aus. Allerdings sind bei den Spitaleintritten die Zahlen bisher nur leicht gestiegen. Ein weiterer Faktor sind die Impfdurchbrüche: Weil der Impfschutz nach sechs Monaten abnimmt, stecken sich teilweise auch geimpfte Personen wieder mit dem Corona-Virus an. Seit Anfang Woche gibt es deshalb in der Schweiz sogenannte Booster-Impfungen für die über 65-Jährigen, zum Teil werden auch Risikogruppen zum dritten Mal geimpft. Die Empfehlung einer Booster-Impfung für alle will die Eidgenössische Kommission für Impffragen aber frühestens Ende November geben.
    Wie wichtig sind die Booster-Impfungen? Was kommt mit der aktuellen Infektionswelle auf die Schweiz zu? Und wie kommen wir aus der Pandemie jemals wieder raus? Fragen, über die wir mit Manuel Battegay gesprochen haben. Er leitet seit fast 20 Jahren als Chefarzt die Klinik Infektiologie und Spitalhygiene am Universitätsspital Basel und ist ehemaliger Vizepräsident der Covid-19-Taskforce des Bundes. Barbara Peter hat Manuel Battegay gestern Abend in seinem Büro zum Gespräch getroffen.
    28 min
  • Wie entwickelt sich der Verkehr in den nächsten 30 Jahren?
    Der Verkehr in der Schweiz wächst auch in Zukunft - allerdings nicht mehr so stark. Davon gehen die Verkehrsperspektiven 2050 aus, die der Bund heute vorgestellt hat. Was die Gründe und die Auswirkungen sind, besprechen wir im «Tagesgespräch».
    Selbstfahrende Autos, Taxidrohnen: Wie genau sieht der Verkehr in der Schweiz in 30 Jahren aus? Antworten sollen die Verkehrsperspektiven 2050 des Bundes liefern, die heute vorgestellt wurden. Mehrere Bundesämter sind daran beteiligt, die Verkehrsperspektiven sollen die Grundlage für die Verkehrs- und Raumplanung des Bundes sein. Dabei rechnet der Bund damit, dass der Verkehr auch in Zukunft wachsen wird. Allerdings nicht mehr so stark: Der Personenverkehr wachse bis 2050 nur noch halb so stark wie die Bevölkerung, ergeben die Berechnungen. Was sind die Gründe? Und sind die Weichen für den Verkehr der Zukunft gestellt? Das wollen wir vertiefen: Mit Nicole Mathys, Leiterin der Sektion Grundlagen im Bundesamt für Raumentwicklung ARE und verantwortlich für die Inhalte der Verkehrsperspektiven 2050. Und mit Ulrich Seewer, ARE-Vizedirektor und Leiter des Bereichs Mobilität, Raum und Infrastruktur. Die beiden sind Gäste von Barbara Peter.
    28 min
  • Lukas Mandl: Neustart in den Beziehungen Schweiz – EU
    Seit dem abrupten Abbruch der Verhandlungen über ein Rahmenabkommen herrscht zwischen Bern und Brüssel Funkstille. Diese will Aussenminister Cassis mit seinem Besuch in der EU-Zentrale heute beenden. Wir fragen im Tagesgespräch den EU-Abgeordneten Lukas Mandl: Wie könnte der Neustart aussehen?
    Das Verhältnis zwischen der Schweiz und der EU ist am Tiefpunkt angelangt. Brüssel zeigt sich verärgert, dass die Schweiz die jahrelangen Verhandlungen zum institutionellen Rahmenabkommen so unzimperlich abgebrochen hat; die Schweiz kann nicht verstehen, warum die EU-Kommission so stur auf institutionellen Fragen herumreitet, wenn doch sektorielle Abkommen oder ein Update der bilateralen Verträge viel einfacher zu handhaben wären.
    Nach einer halbjährigen Pause soll die Schweizer Europapolitik nun wieder Fahrt aufnehmen. Bundesrat Cassis reist nach Brüssel und trifft dort seinen neuen Ansprechpartner in der EU-Kommission. Wie also kann die europäische Blockade durchbrochen werden? Marc Lehmann diskutiert die Frage mit Lukas Mandl: Der Österreicher ist Abgeordneter im Europäischen Parlament und dort zuständig für die Beziehungen zur Schweiz. Der 42-jährige Vertreter der konservativen ÖVP sagt, man müsse jetzt aus festgefahrenen Positionen ausbrechen und neue, konstruktive Wege der Zusammenarbeit suchen.
    28 min
  • Wie tragfähig ist das chinesische Wirtschaftsmodell?
    Chinas Staatschef Xi Jinping ist der mächtigste Mann der Welt. Und er will seine und die Macht der kommunistischen Partei weiter festigen. Ob das gelingt und mit welchen Folgen: dies das Thema im «Tagesgespräch» mit dem China-Kenner Mikko Huotari.
    In Peking hat sich diese Woche das 370-köpfige Zentralkomitee zu einem viertägigen Plenum getroffen. Der Parteikongress hat über eine historische Resolution beraten. Diese soll die «grossen Errungenschaften und historischen Erfahrungen» der kommunistischen Partei zusammenfassen und die Machtposition von Staatschef Xi Jinping weiter zementieren.
    Ist das Land wirklich so stark und stabil, wie es sich gerne selbst sieht und darstellt? Wie gut gelingt der weitere wirtschaftliche Aufstieg und wie soll der Westen mit der Weltmacht China umgehen?
    Darüber sprechen wir mit Mikko Huotari. Er ist Direktor des Mercator-Instituts für China Studien Merics. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die chinesische Aussen- und Wirtschaftspolitik. Er ist Gast von Barbara Widmer.
    28 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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