Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Benno Bühlmann: Sirenenalarm auch auf dem Handy
    Krisenalarm per Pushmeldung: Der Schweizer Bevölkerungsschutz will der Bevölkerung künftig mit der App «Alertswiss» Warnhinweise aufs Handy zustellen. Im «Tagesgespräch» spricht der oberste Bevölkerungsschützer Benno Bühlmann über Chancen und Risiken der mobilen Krisenkommunikation. Der Sirenenalarm macht den Sprung ins 21. Jahrhundert. Künftig setzt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz auch auf die App «Alertswiss», um die Bevölkerung im Krisenfall zu warnen und alarmieren. Bisher waren Sirenen und Informationen aus dem Radio die einzigen Mittel, um die Bevölkerung bei akuter Gefahr zu warnen. Neu gilt, wer die App «Alertswiss» auf seinem Handy installiert hat, erhält im Krisenfall eine Pushmeldung als Alarm und zugleich Informationen zum weiteren Verhalten.
    Was erhofft man sich beim Bevölkerungsschutz von diesem Schritt? Und wie sicher und zuverlässig ist dieser neue Informationskanal? Wir fragen nach bei Benno Bühlmann. Der studierte Chemie-Ingenieur und Naturwissenschaftler ist seit 2014 Direktor des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz. Benno Bühlmann ist nun Gast von Barbara Peter.
    27 min
  • Christine Kaufmann: Wie Multis verantwortungsvoll handeln
    Sie sorgt dafür, dass in der globalisierten Wirtschaft die Menschenrechte nicht auf der Strecke bleiben und macht nun international Karriere: Die Zürcher Rechtsprofessorin Christine Kaufmann ist von der OECD auf einen Spitzenposten befördert worden und ist Gast von Marc Lehmann im Tagesgespräch. Die Leitsätze der OECD, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sind ein Verhaltenskodex für weltweit verantwortliches Handeln von multinationalen Firmen. Sie geben Empfehlungen ab bezüglich Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und Korruption und halten die Unternehmen an, nach ethischen Prinzipien zu wirtschaften. Christine Kaufmann ist Professorin für Staats-, Verwaltungs- und Völkerrecht an der Universität Zürich und übernimmt nun einen international hochdotierten Posten als neue Vorsitzende des Ausschusses für verantwortungsvolle Unternehmensführung der OECD. In dieser Funktion wird sie die Leitsätze umsetzen und weiterentwickeln.
    27 min
  • Gibt es in Zukunft genug Wasser für alle im Engadin?
    Der Hitzesommer 2018 hat dem Alpenraum und insbesondere dem Engadin zugesetzt. Im Engadin macht man sich zunehmend Gedanken, wie die Ressource Wasser künftig gerecht verteilt werden soll. Im «Tagesgespräch» diskutieren der Bündner Ökonom Philipp Gunzinger und der Walliser Klimaexperte David Volken. Die Schweiz gilt eigentlich als «Wasserschloss» Europas. Doch dieses Bild hat Risse bekommen. Denn die Klimaerwärmung setzt der Schweiz und vor allem dem Alpenraum zu. Die Gletscher schmelzen schneller als erwartet, im Winter fällt weniger Schnee, im Sommer gibt es immer weniger Regen. Die Ressource Wasser wird knapp. Gleichzeitig steigt der Wasserbedarf gerade im Alpenraum. Die Landwirte, die Bergbahnbetreiber, die Elektrizitätswerke – sie alle sind dringend auf Wasser angewiesen.
    Wer soll in Zukunft wie viel Wasser erhalten? Und wie kann ein nachhaltiger Wasserverbrauch aussehen? Über solche Fragen denkt man im Engadin schon länger nach. An einer Tagung in Chur wird das Thema Wassermanagement heute Abend breit besprochen. Und bereits jetzt diskutieren wir darüber im «Tagesgespräch»: Der Bündner FDP-Grossrat Philipp Gunzinger begleitet bei der Stiftung Pro Terra Engiadina ein Pilotprojekt zum Thema Wassermanagement. Und der Walliser CVP-Grossrat David Volken hat als Klima- und Gletscherforscher im Blick, was durch die Klimaerwärmung auf den Schweizer Alpenraum zukommt. Die beiden sind jetzt Gäste von Barbara Peter.
    24 min
  • Peter Voegeli: Deutschland am Tag nach der Bayern-Wahl
    Die Menschen in Bayern haben gewählt und der CSU einen Denkzettel verpasst. Doch die deutschen Medien sind sich weitgehend einig: Die Bayern-Wahl ist auch für die Grosse Koalition ein Debakel. Deutschland-Korrespondent Peter Voegeli ordnet im «Tagesgespräch» die Wahl und ihre Folgen ein. Die CSU verliert ihre Mehrheit, kann aber weiterregieren. Die SPD sinkt auf einen historischen Tiefpunkt. Die Grünen freuen sich über einen grossen Erfolg und die AfD zieht erstmals in den bayrischen Landtag ein. Soweit die knappe Zusammenfassung der gestrigen Landtagswahl in Bayern. Doch wenn Bayern wählt, schaut auch Berlin ganz genau hin. Das Ergebnis der Landtagswahlen in Bayern wird in den Parteien Erschütterungen auslösen. Mit dieser Prognose hat der deutsche Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble wohl Recht behalten. Bereits spekulieren deutsche Medien über einen Rücktritt von CSU-Mann Horst Seehofer als deutscher Innenminister und über das Fortbestehen der Grossen Koalition in Berlin. Zu Recht? Wir analysieren die Bayernwahl und ihre Auswirkungen mit unserem Deutschland-Korrespondenten Peter Voegeli in Berlin. Er ist jetzt Gast von Barbara Peter.
    23 min
  • Sabine Dörlemann: «Verlage und Autoren brauchen Literaturpreise»
    In diesen Tagen hätte die Schwedische Akademie eigentlich den Literaturnobelpreis 2018 bekanntgegeben. Doch der Preis ist ausgesetzt, die Akademie steckt in der Krise. Wie weiter? Sabine Dörlemann vom Dörlemann Verlag spricht im «Tagesgespräch» über Sinn und Unsinn von Literaturpreisen. Der Literaturnobelpreis 2018 geht an: Niemanden. Die Schwedische Akademie, die den Preis seit 1901 vergibt, wurde im vergangenen Jahr von einem Belästigungs- und Korruptionsskandal erschüttert und hat die Verleihung für dieses Jahr ausgesetzt. Allerdings gibt es einen Ersatz: Heute wurde in Stockholm der Preisträger des ersten Alternativen Literaturnobelpreises bekanntgegeben. Doch dieser neue Preis einer anderen Jury und mit anderem Auswahlverfahren soll eine einmalige Ausnahme bleiben.
    Vielleicht tut diese Denkpause dem Literaturnobelpreis ja ganz gut? Schon länger war der Preis in der Kritik. Zu männlich, zu weiss, zu europäisch sei der Blickwinkel auf die Weltliteratur. Wie soll es für die Auszeichnung weitergehen? Braucht es den Literaturnobelpreis überhaupt noch? Was bedeutet der Nobelpreis für den Literaturbetrieb, für die Autoren und die Verlage? Fragen, die wir mit Sabine Dörlemann vom Zürcher Dörlemann Verlag besprechen wollen. Sie hat bereits einmal hautnahe Erfahrungen mit dem Literaturnobelpreis gemacht und ist derzeit in Frankfurt an der Buchmesse. Von dort ist sie nun zugeschaltet – Sabine Dörlemann ist Gast von Barbara Peter.
    23 min
  • Thomas Bernauer: Steht die nächste Finanzkrise vor der Tür?
    Die Verschuldung der Staaten weltweit ist besorgniserregend. Der Internationale Währungsfonds schlägt Alarm. Zu Recht? Oder ist das nur Politik? Bei Ivana Pribakovic analysiert der Politologe und Professor für internationale Politik an der ETH Zürich. Drei Aspekte sorgen für Stirnrunzeln beim IWF. Erstens: die enorme Verschuldung der Staaten. 250 Billionen Schulden ermöglichen erst das Wirtschaftswachstum. Zweitens: die wichtige Wirtschaftsbranche der Zukunft, die Digitalisierung, liegt in Händen einer Handvoll global tätiger Wirtschaftskonzerne. Drittens: die Tendenz zu nationalen Wirtschaftslösungen, die den freien Markt bedrohen. Wie bedrohlich ist die Situation wirklich? Malt der IWF schwarz? Und hat er als globale Feuerwehr im Krisenfall genug finanzielle Mittel, um den Brand zu löschen und Kredite zu sprechen? Thomas Bernauer beschäftigt sich intensiv mit Handelsfragen und hat als Politologe zur ökonomischen auch eine politische Sicht der Dinge.
    27 min
  • Thomas Stadelmann über die prekäre Lage der Justiz in der Türkei
    Was passiert in einem Land, wenn unabhängige Richter fehlen? Der Schweizer Bundesrichter Thomas Stadelmann verfolgt die Vorgänge in der Türkei mit grosser Besorgnis und prangert in einem neuen Buch die bedrohte Unabhängigkeit der Justiz an. Im «Tagesgespräch» spricht er über sein Engagement. Seit dem Putschversuch in der Türkei vor zwei Jahren sind Tausende Richter, Justizbeamte und Staatsanwälte aus ihrem Amt entlassen worden. Viele von ihnen sitzen seither in Haft wegen angeblicher Verbindungen zu den Putschisten. Kritiker werfen dem türkischen Präsidenten Erdogan vor, eine «Säuberung» des türkischen Justizsystems vorzunehmen. Auch dem Schweizer Bundesrichter Thomas Stadelmann bereitet die Lage der Justiz in der Türkei grosse Sorgen. Heute erscheint sein Buch, das er zusammen mit der Europäischen Richtervereinigung herausgibt. Es prangert die bedrohte Unabhängigkeit der Justiz in der Türkei an. Thomas Stadelmann wurde 2009 zum Schweizer Bundesrichter gewählt. Der Jurist ist CVP-Mitglied und bei der Europäischen Richtervereinigung für die Türkei zuständig. Im «Tagesgespräch» spricht der Luzerner über das Schicksal von inhaftierten türkischen Richter-Kollegen und über sein öffentliches Engagement. Thomas Stadelmann ist Gast von Barbara Peter.
    26 min
  • Zu wenig Tierärzte in Schweizer Berggebieten
    Kleintierärzte gibt es in der Schweiz genug. Tierärzte, die Nutztiere behandeln, gibt es dagegen zu wenig, vor allem in Randregionen. Warum das so ist, analysieren der Tierarzt Urs Iselin und die Tierärztin Patricia Andina im «Tagesgespräch» bei Ivana Pribakovic. Tierarzt ist ein Traumberuf: Katzen impfen, Hunde behandeln, einen Hamster sterilisieren. Die Arbeit ist angenehm, angesehen und gut entlöhnt. Anders sieht es bei den Nutztieren aus. Die Arbeit ist körperlich anstrengender, schlechter bezahlt und bringt auch sehr unregelmässige Arbeitszeiten mit, besonders in Berggebieten. Wenn die Kuh mitten in der Nacht kalbt und ein Problem bekommt, muss der Tierarzt im Nu da sein – die Fahrt kann je nachdem 30 Minuten betragen. Die Folge: Die Nutztierärzte, die jetzt und in den kommenden Jahren in Pension gehen, finden kaum Nachwuchs. Wo liegt das Problem? Was, wenn es nicht innert nützlicher Frist gelöst werden kann?
    Der Tierarzt Urs Iselin hat eine Praxis für Nutztiere und Kleintiere in Chur und kennt die Probleme der Bündner Talschaften. Patricia Andina hat als Fachtierärztin für Nutztiere in einen Job gewechselt mit geregelten Arbeitszeiten.
    26 min
  • Ulrich Achermann: Wichtigste Wahlen in Brasilien seit 33 Jahren
    Ein unbekannter Linker und ein faschistoider Rechter: Das brasilianische Volk hat im ersten Wahlgang genau die zwei Präsidentschaftskandidaten gewählt, die am meisten polarisieren. Was wird jetzt aus dem Land? Das fragt Ivana Pribakovic den SRF-Südamerika-Korrespondenten Ulrich Achermann. Brasilien. Das grösste Land Lateinamerikas. Ein reiches Land, in dem der Reichtum aber höchst unterschiedlich verteilt ist. In dem eine weisse Elite herrscht und die Bildung der Armen auf einem tiefen Niveau ist. Die Arbeitslosigkeit ist mit 13% hoch, die Kriminalität verheerend: Letztes Jahr kamen 65000 Menschen ums Leben – das sind mehr als in der gleichen Zeit in Syrien getötet wurden. Für tausende Schulkinder fällt wegen Schiessereien auf der Strasse der Unterricht aus und in den öffentlichen Spitälern warten über 900000 Patienten auf Routine-operationen. Dabei ruhten so viele Hoffnungen auf Brasilien, als Lula da Silva aus der Arbeiterpartei Präsident war. Und jetzt droht sogar das Ende der Demokratie. Mit Jair Bolsonaro hat ein Politiker am meisten Stimmen geholt, der rassistische Sprüche klopft, der wegen frauenfeindlicher Sprüche bereits verurteilt wurde und der das Militär zurückholen und das Parlament abschaffen möchte. Wohin würde Brasilien mit ihm segeln? Und welche Chancen hat sein linker Herausforderer, der unbekannte Universitätsprofossor, Fernando Haddad?
    26 min
  • Pascal Nufer: «Die Menschen in Palu sind im Schockzustand»
    Auch eine Woche nach dem schweren Erdbeben und dem Tsunami in Indonesien mit über 1500 Toten bleibt die Lage prekär. Mittlerweile ist die internationale Hilfe angelaufen. SRF-Korrespondent Pascal Nufer beschreibt im «Tagesgespräch» die Lage im Katastrophengebiet, er ist derzeit in der Stadt Palu. Die Zahl der Toten im Katastrophengebiet in Indonesien ist noch einmal deutlich angestiegen: Über 1550 Menschen sind beim Erdbeben und anschliessenden Tsunami vor einer Woche ums Leben gekommen. Die Hoffnungen, in den Trümmern noch Überlebende zu finden, sind gering. Weil die Infrastruktur auf der Insel Sulawesi zerstört wurde, konnten Helfer aber noch längst nicht alle Opfer erreichen. Seit gestern erreichen nun auch internationale Hilfsgüter das Gebiet um die Stadt Palu. Bis heute Abend werden 20 Flugzeuge erwartet, auch die Schweiz beteiligt sich an der Hilfsaktion.
    SRF-Korrespondent Pascal Nufer ist seit gestern in der schwer getroffenen Stadt Palu und schildert im «Tagesgespräch» seine Eindrücke aus dem Katastrophengebiet. Wie prekär ist die Situation vor Ort? Was erzählen ihm die Menschen in Palu? Und warum ist die internationale Hilfe eher schleppend angelaufen? Barbara Peter hat mit Pascal Nufer gesprochen - auf einer etwas beeinträchtigten Telefonleitung.
    26 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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