Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Die unbekannteste Minderheit: Sinti in der Schweiz
    Zwei Jahre nach der offiziellen Anerkennung als Minderheit der Schweiz, geben die Sinti erstmals Einblick in ihren Alltag und ihre Geschichte. Zur neuen Ausstellung der Sinti das «Tagesgespräch» mit Fino Winter, Präsident von «Sinti Schweiz» und Katrin Rieder, Projektleiterin der Ausstellung. Sie sind die kleinste und gleichzeitig die unbekannteste Minderheit der Schweiz: Die Sinti. 2016 haben die Sinti ihre Anerkennung als Minderheit erlangt und ihren eigenen Namen zurückerhalten. Bis dahin waren Sinti und Jenische mit dem allgemeinen Begriff «Fahrende» bezeichnet worden. Diese Anerkennung hat in der kleinen Gemeinschaft einen Öffnungsprozess in Gang gesetzt. In diesen Tagen öffnet in Bern auf dem Standplatz Bern-Buech eine Wanderausstellung zu den Sinti in der Schweiz. Erstmals gewährend die Sinti einen Einblick in ihre Kultur, ihre Traditionen und ihre Identität. Das «Tagesgespräch» zur unbekanntesten Minderheit der Schweiz mit Fino Winter, Präsident des Vereins «Sinti Schweiz» und mit der Kulturvermittlerin Katrin Rieder, die zusammen mit den Sinti die Ausstellung erarbeitet hat. Barbara Peter hat die beiden zum Gespräch getroffen.
    27 min
  • Martina Voss-Tecklenburg: Der Abschied muss warten
    Die direkte Qualifikation für die Frauenfussball-WM im kommenden Jahr hätte der krönende Abschluss ihrer Zeit in der Schweiz werden sollen – nun muss Nati-Coach Martina Voss-Tecklenburg mit ihrem Team noch in die Barrage und spricht im «Tagesgespräch» über verpasste Chancen und verblüffende Erfolge. Als sie vor sechs Jahren als Nationaltrainerin angetreten war, fristete der Frauenfussball in der Schweiz noch ein Mauerblümchen-Dasein. Die Deutsche Martina Voss-Tecklenburg, früher selber eine grosse Spielerin und mehrfache Europameisterin, professionalisierte die Strukturen und impfte den Schweizerinnen das Leistungsdenken ein. Das Ergebnis: Erstmals qualifizierte sich die Frauen-Nati für eine WM und eine EM.
    Diesmal hats nun nicht geklappt – vorerst: Die Schweizerinnen spielten gestern Abend in Polen nur Unentschieden und verpassten damit die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2019 in Frankreich. Eine Chance bietet sich im Herbst noch in den Barrage-Spielen.
    Martina Voss-Tecklenburg muss damit noch eine Zusatzschlaufe drehen, denn eigentlich hätte das Spiel gestern ihr letztes sein sollen mit der Schweiz. Sie wird künftig das deutsche Nationalteam coachen. Im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann zieht die 50-Jährige aus dem Ruhrgebiet schon mal Bilanz.
    27 min
  • Thomas Schulz über 20 Jahre Google
    Vor 20 Jahren gründeten Sergey Brin und Larry Page Google und legten den Grundstein für ein Milliarden-Unternehmen. Die Suchmaschine ist heute die meistbesuchte Webseite. Der Journalist Thomas Schulz ordnet im «Tagesgespräch» Geschichte und Zukunft von Google ein. Wie heisst die Hauptstadt von Costa Rica? Wer wurde eigentlich 2002 Fussball-Weltmeister? Wie viele Zentimeter sind ein Inch? Das Leben stellt viele Fragen und wenn wir Antworten suchen, dann bedeutet das heute meistens: wir googeln. Google ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Der Grundstein für dieses Imperium wurde heute vor genau 20 Jahren gelegt, als die Studenten Larry Page und Sergey Brin ihre Idee für eine Suchmaschine im Internet offiziell als Unternehmen eintragen liessen. Heute hat Google einen Anteil an den weltweiten Suchmaschinen von 80 Prozent. Fünfeinhalb Milliarden Fragen werden jeden Tag gestellt. Google wächst und entwickelt sich weiter – gleichzeitig wächst auch die Skepsis gegenüber dem Tech-Giganten.
    20 Jahre Google – wir werfen einen Blick zurück und gehen der Frage nach, wie sich das Unternehmen weiterentwickelt? Antworten liefert der deutsche Journalist Thomas Schulz, der während zehn Jahren für den Spiegel aus dem Silicon Valley berichtet hat und das Buch «Was Google wirklich will» geschrieben hat. Barbara Peter hat mit ihm gesprochen.
    28 min
  • Abstimmungskontroverse: Ernährungssouveränität
    Am 23. September stimmen wir über die Initiative für Ernährungssouveränität ab. Sie verlangt vom Bund die Ausrichtung der schweizerischen Agrarpolitik auf einer vielfältige, kleinbäuerliche und gentechfreie Landwirtschaft. Es diskutieren Ruedi Berli und Duri Campell. Der Bund soll die einheimische Landwirtschaft stärken und die lokale Produktion unterstützen, unter anderem mit Importzöllen, Mengenregulierungen und einem Gentechverbot. Hinter der Initiative steht die Westschweizer Bauerngewerkschaft «Uniterre» und «l autre syndicat». Die Initiative schiesse weit übers Ziel hinaus, sagen die Gegner, sie führe zu höheren Preisen, Abschottung und Konflikten mit internationalen Handelsabkommen und würde die Schweizerische Landwirtschaft um Jahrzehnte zurückwerfen. Es diskutieren Ruedi Berli vom Initiativkomitee für Ernährungssouveränität, er ist Co-Direktor von Uniterre und Bio-Gemüsebauer und Duri Campell, BDP-Nationalrat aus dem Kanton Graubünden, Landwirt und Mitglied im bäuerlichen Gegenkomitee. Das Gespräch leitet Inlandredaktorin Sabine Gorgé.
    26 min
  • Sabrina Dallafior: Schwieriger Umgang mit autonomen Waffen
    Am UNO-Sitz in Genf diskutieren die Staaten diese Woche, ob autonome Waffensysteme verboten werden sollen. Das sind Waffen, die eigenständig Krieg führen und Menschen töten. Im «Tagesgespräch» erklärt die UNO-Botschafterin der Schweiz, Sabrina Dallafior, die zurückhaltende Position der Schweiz. Was, wenn dereinst die Maschinen selbständig Krieg führen? Im Zusammenhang mit den sogenannten autonomen Waffensystemen sprechen manche Experten von der dritten Revolution in der Kriegsführung – nach der Erfindung des Schiesspulvers und der Atomwaffen. Waffen, die selbständig, ohne menschliches Zutun töten und Krieg führen, werden zwar noch nirgendwo auf der Welt eingesetzt. Doch es wird mit Hochdruck in diese Richtung geforscht, die Entwicklung ist schon weit fortgeschritten. Deshalb ringen Internationale Institutionen und die einzelnen Staaten um einen Umgang mit den autonomen Waffensystemen. Sollen sie reguliert werden? Oder gar verboten?
    An der UNO in Genf wird diese Woche über ein mögliches Verbot der autonomen Waffensysteme debattiert. Die Ausgangslage ist schwierig. Die Rüstungsmächte USA, Russland, Grossbritannien und Israel sind strikt gegen ein Verbot. Auf der anderen Seite fordern rund zwei Dutzend Länder ein präventives Verbot. Und die Schweiz? Die will von einem generellen Verbot derzeit nichts wissen, pocht aber auf Einhaltung des Völkerrechts. Was die Gründe für die zurückhaltende Position der Schweiz sind und wie die Debatte in Genf verläuft, weiss Sabrina Dallafior. Sie ist Chefin der Schweizer Delegation in Genf und Botschafterin für Abrüstungsfragen. Barbara Peter konnte Sabrina Dallafior diese Woche in Genf zum Gespräch treffen.
    23 min
  • Abstimmungskontroverse: Gehört das Velonetz in die Verfassung?
    Das Velo soll in der Schweiz stärker gefördert und deshalb in der Verfassung verankert werden. Dies sieht die Vorlage Bundesbeschluss über die Velowege vor, über welche die Schweiz am 23. September abstimmt. Sie ist ein direkter Gegenvorschlag zur zurückgezogenen Veloinitiative. Die Befürworter wollen so Velofahren attraktiver und sicherer machen. Die Gegner kritisieren das Eimischen des Bundes bei Velowegen. Dies soll alleine in der Kompetenz von Kantonen und Gemeinden bleiben, das habe sich bewährt. Bundesrat und Parlament sind für die Verfassungsänderung, ebenso alle Parteien ausser der SVP. Für den Bundesbeschluss Velo ist Pro Velo Schweiz Präsident Matthias Aebischer, dagegen ist ACS-Zentralpräsident Thomas Hurter.
    Die beiden sind zu Gast bei Iwan Santoro im «Tagesgespräch».
    29 min
  • Wilhelm Heitmeyer über die Ursachen rechtsextremer Gewalt
    Die Ausschreitungen in Chemnitz schockieren die Öffentlichkeit: Die Rechtsradikalen dreist und aggressiv, die Bürger passiv, die Politik zurückhaltend, die Polizei überfordert – wie ist das möglich? Der Bielefelder Konfliktforscher Wilhelm Heitmeyer mit Antworten im Tagesgespräch bei Marc Lehmann. Auf eine Messerstecherei mit einem Toten folgte zunächst eine rechtsextreme Kundgebung, bei der Menschen fremdländischen Aussehens wie Vieh durch die Stadt getrieben wurden. Tags darauf dann gewalttätige Ausschreitungen, bei denen es mehrere Verletzte gab. Die Sache läuft der Polizei aus dem Ruder, die Politik verharmlost die Vorfälle und die breite Bevölkerung schaut gleichgültig zu. Was ist los in Chemnitz? Das Image von Sachsen als dem Bundesland mit den grössten Sympathien für die Rechtsradikalen scheint sich zu bestätigen. Woher dieser braune Untergrund? Das weiss der Sozialwissenschaftler und Konfliktforscher Wilhelm Heitmeyer von der Universität Bielefeld, der seit Jahrzehnten die Ursachen von Rechtsextremismus, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit untersucht.
    28 min
  • Digitalisierung fordert die Schweizer Industrie
    Das Internet erobert die Fabrik im Zuge der vielzitierten Industrie 4.0. Wie digital fit ist die Schweizer Industrie? Das diskutieren Jean-Philippe Kohl vom Branchenverband Swissmem und der Industrie-Unternehmer Josef Maushart im «Tagesgespräch». Maschinen, die untereinander vernetzt sind und miteinander kommunizieren. Sensoren, die einen Servicetechniker rufen, wenn eine Maschine nicht mehr funktioniert. Fliessbänder, die von alleine neue Bauteile bestellen. Keine Frage: Die Digitalisierung, die Industrie 4.0, wie sie manchmal auch genannt wird, bietet der Industrie viele neue Möglichkeiten. Aber werden diese auch genutzt? Wie steht es um die Digitalisierung der Schweizer Industrie? Geht es noch um Innovation oder befindet man sich schon auf einer Aufholjagd? Jean-Philippe Kohl, der interimistische Direktor von Swissmem hat den Überblick über die digitale Entwicklung in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie. Und Josef Maushart, Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsident der Fraisa Gruppe hat mit seinem Werkzeugherstellungs-Unternehmen Erfahrungen aus erster Hand mit der Digitalisierung. Die beiden sind nun zu Gast bei Barbara Peter.
    25 min
  • Abstimmungs-Kontroverse: Fair-Food-Initiative
    Am 23. September stimmen wir über die «Volksinitiative für gesunde sowie umweltfreundliche und fair hergestellte Lebensmittel» – kurz Fair-Food-Initiative ab. Es diskutieren Nationalrätin Maya Graf (Grüne BL) und Ständerat Peter Hegglin (CVP ZG). Die Fair-Food-Initiative verlangt, dass der Bund umweltschonende, tierfreundliche und fair hergestellte Lebensmittel fördern soll – mit Vorgaben für die Produktion in der Schweiz. Solche Standards sollen auch für importierte Lebensmittel gelten. Die Initiative verlangt vom Bund weiter, dass er die Auswirkungen von Transport und Lagerung auf die Umwelt reduziert, Deklarationsvorschriften erlässt und Massnahmen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln (Foodwaste) ergreift. Dir Initiative wurde von den Grünen lanciert, SP und EVP unterstützen sie ebenfalls. Die Gegner der Initiative warnen vor teureren Produkten für die Konsumentinnen und Konsumenten, zusätzlichem bürokratischen Aufwand sowie vor Konflikten mit internationalen Handelsabkommen. Bundesrat und Parlament lehnen die Initiative ab. Zum Nein-Lager gehören die Parteien CVP, FDP, SVP und BDP. Die GLP hat Stimmfreigabe entschieden.
    27 min
  • Nach den vielen Krisen: Wie weiter im Fussballverband?
    Die Doppeladler-Affäre, das peinliche WM-Out gegen Schweden, der Rücktritt des Generalsekretärs: Der Schweizerische Fussballverband wurde in den letzten Wochen gleich von mehreren Krisen erschüttert. Eine Sportjournalisten-Runde analysiert die Ereignisse im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann. Ein Präsident, der keine Verantwortung übernimmt; ein Generalsekretär, der umstrittene Ideen in die Welt setzt; ein Nationalcoach, der schweigt: Der SFV hat keine gute Figur gemacht in letzter Zeit, ihm ist die Kontrolle über die Krisen im Umfeld des Nationalteams entglitten, die Kommunikation ist äusserst mangelhaft.
    Die Verbandsspitze hat sich nun ausgesprochen, am Nachmittag will sie die Öffentlichkeit über mögliche Veränderungen informieren. Kommts zum grossen Köpferollen?
    Im «Tagesgespräch» diskutieren die Sportjournalisten Felix Bingesser («Blick»), Flurin Clalüna («NZZ») und Peter Schnyder («SRF»).
    26 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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