Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Anette Freytag und Raimund Rodewald: Landschaft der Schweiz
    Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Digitalisierung: Die Landschaft der Schweiz verändert sich. Über Entwicklung und Zukunft wird derzeit am ersten Landschaftskongress diskutiert - und im «Tagesgespräch» mit Landschaftsarchitektur-Professorin Anette Freytag und Landschaftsschützer Raimund Rodewald. Blühende Magerwiesen, imposante Felswände, abgelegene Bergtäler: Die Landschaft der Schweiz ist vielfältig und weltberühmt. Doch diese Landschaft befindet sich im ständigen Wandel und muss vielen verschiedenen Ansprüchen genügen. Alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen ist eine grosse Herausforderung. Wie gehen wir richtig mit unserer Landschaft um? Und wie gestalten wir die Landschaft der Zukunft?
    Um solche Fragen dreht sich der erste Landschaftskongress, der heute in Luzern beginnt. Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft diskutieren über Zustand und Weiterentwicklung der Schweizer Landschaft. Zwei der Teilnehmer sind nun die Gäste von Barbara Peter im «Tagesgespräch»: Anette Freytag, Professorin für Landschaftsarchitektur sowie Raimund Rodewald, seit 26 Jahren Geschäftsführer der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz.
    27 min
  • Franco Battel: Genua nach der Brücken-Katastrophe
    Der Einsturz der Morandi-Brücke hat vor einer Woche 43 Menschen das Leben gekostet – und Italien wieder etwas von seinem Selbstvertrauen geraubt. Italien-Korrespondent Franco Battel ist derzeit in Genua auf Recherche und schildert seine Eindrücke im Tagesgespräch bei Marc Lehmann. Wie konnte so etwas passieren? Was sind die Gründe für das Unglück? Wer ist schuld? Italien hadert wieder einmal mit sich selbst. Antworten auf die vielen Fragen nach der Brücken-Katastrophe gibt es noch so gut wie keine. Und doch ist die neue populistische Regierung schon mit Schuldzuweisungen zur Stelle und schlachtet das Unglück politisch schamlos aus. Was sagt das über unser südliches Nachbarland? Italien-Korrespondent Franco Battel ist nach Genua gereist, um sich nach der Befindlichkeit der Menschen zu erkundigen und mehr über die Unglücksursachen und nun deren Folgen zu erfahren. Im Tagesgespräch macht er sich darüber hinaus Gedanken zum Zustand Italiens.
    26 min
  • Edita Vokral: «Nicaragua ist nicht mehr wiederzuerkennen»
    Erneut haben in Nicaragua Tausende gegen die Regierung demonstriert. Vier Monate dauern die Proteste schon, begleitet von Gewalt und Repression. Das Land sei nicht mehr wiederzuerkennen, sagt Edita Vokral, die in Nicaragua die DEZA-Delegation für Zentralamerika leitet, im «Tagesgespräch». Einschüchterung, Drohungen, willkürliche Festnahmen und Misshandlungen seien in Nicaragua an der Tagesordnung, stellt die UNO fest und spricht von einer Hexenjagd gegen Andersdenkende. Das mittelamerikanische Land steckt tief in einer politischen Krise, seit die Regierung im Frühjahr eine Sozialreform durchsetzen wollte. Seit damals demonstrieren in Nicaragua Hundertausende, die Menschen fordern einen Rücktritt Ortegas und Neuwahlen. Die Sicherheitskräfte reagieren mit Gewalt. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen kamen bei den Unruhen bislang rund 450 Menschen ums Leben. Die Regierung spricht von 195 Toten.
    Wie konnte das Land so rasch in diese Krise geraten? Wie sieht der Alltag in Nicaragua mittlerweile aus? Fragen, die wir Edita Vokral stellen wollen. Sie ist die Leiterin des Regionalprogramms für Zentralamerika der DEZA, der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit. Vokral lebt und arbeitet normalerweise in Nicaragua, derzeit ist sie für einige Wochen in der Schweiz anlässlich der Botschafterkonferenz in Bern. Eine gute Gelegenheit, sie zu einem Gespräch über die Lage in Nicaragua zu treffen. Barbara Peter hat mit Edita Vokral gesprochen.
    28 min
  • Frantisek Cerny und das Ende des «Prager Frühlings»
    Die Hoffnungen auf Freiheit und Demokratie wurden brutal niedergewalzt: Vor 50 Jahren marschierten Truppen des Warschauer Pakts in der CSSR ein und beendeten den «Prager Frühling». Der damalige Journalist und spätere Botschafter Frantisek Cerny erinnert sich im Tagesgespräch mit Marc Lehmann. Plötzlich standen die Panzer und eine halbe Million fremde Soldaten im Land und erdrückten das zarte Pflänzchen der Freiheit in der Tschechoslowakei. Die Invasion forderte Tote und Verletzte, und auf Geheiss Moskaus mussten sämtliche Reformen zurückgenommen werden. Auch die Zensur wurde wieder eingeführt. Nun durfte man nicht mehr sagen und schreiben, was man wollte. Der heute 87-jährige Frantisek Cerny war damals Journalist bei Radio Prag. Er genoss zunächst die vielen neuen Möglichkeiten, die sich im Zuge des «Prager Frühlings» ab Anfang der 1960er Jahre ergaben. Umso brutaler dann das Ende: Cerny wurde mit einem Berufs- und Reiseverbot belegt, er schlug sich als Deutschlehrer durch und schloss sich den Dissidentenkreisen um den Dichter und späteren Staatspräsidenten Vaclav Havel an. Nach der Samtenen Revolution und der politischen Wende von 1989 wurde er von diesem zum Diplomaten berufen und diente als tschechischer Botschafter in Deutschland.
    27 min
  • «Rendez-vous mit Dublin»: Ein Königreich für ein Haus
    In Dublin gehört ein eigenes Haus zu einem erfolgreichen Leben. Vielleicht, weil in der Stadt immer Wohnungsnot herrscht. Im Moment besonders stark. Martin Alioth hat ein Aussenbezirk besucht, wo kleine Häuschen spriessen. Dublin; wurde es von den Wikingern gegründet, die in Irland gelandet sind, oder von den einheimischen Kelten? Die Struktur, die bis heute die Stadt prägt, erhielt Dublin im 18. Jahrhundert: Sumpf-Gebiete wurde parzelliert und durch Spekulanten bebaut. Alle Fassaden identisch auf dem Reissbrett entworfen, viele der berühmten Plätze entstanden und erlebten Doch immer gab es in Dublin auch Slums und Wohnungsnot. Neue Stadtteile wuchsen in den 70er Jahren westwärts, riesige Flächen wurden zweistöckig gebaut – und werden immer noch.
    15 min
  • «Rendez-vous mit Dublin»: Stadt der Bibliotheken
    An Worten fehlt es dieser Stadt wahrlich nicht; an bedeutenden, wohlgewählten. Oscar Wilde oder James Joyce lebten in Dublin. Sie alle waren intensive Besucher von Pubs, sie bevölkerten und bevölkern aber auch die vielen Bibliotheken in der Stadt. Martin Alioth besuchte die Marsh's Library. Mars Library ist zwar nicht so berühmt wie die Bibliothek des Trinty College mit dem gemalten Book of Kells von 800, doch auch die Marsh's Library hat es in sich. Damit die wertvollen Bücher gelesen werden durften, mussten sich die Besucherinnen und Besucher in Käfige einschliessen lassen. Die Bibliothek gab auch Inspiration für viele neue Bücher. Zum Beispiel jenes über Graf Dracula.
    15 min
  • «Rendez-vous mit Dublin»: Die belächelten Rebellen
    Sie haben es mit ihrem Leben bezahlt: Haben die Republik ausgerufen, wurden ins Gefängnis geworfen und getötet. Und setzten damit den Grundstein eines eigenständigen Irlands. Das Gefängnis Kilmainham steht für diese Osterrevolte 2016. Martin Alioth hat es besucht. Irlands Geschichte ist eine rauhe – besonders das Verhältnis zu Grossbritannien war über Jahrhunderte angespannt, wenn nicht kriegerisch. Dublin spielte darin immer wieder eine Hauptrolle. Auch beim sogenannten Osteraufstand 1916. Was zu Beginn nicht ernst genommen wurde, führte - geschürt durch blutige Hinrichtungen im Gefängnis Kilmainham – zur Republik Irland 1921. Dieses Gefängnis steht heute noch praktisch so, wie es 1924 geschlossen wurde.
    14 min
  • «Rendez-vous mit Dublin»: Hirsche, Guinness und Neugierde
    Es regnet immer wieder, doch Pub sei Dank, man kann sich ans Trockene retten. In Dubliner Pubs fliesst das Guinness, fliessen aber auch die Gespräche. Martin Alioth ist beeindruckt von dieser irischen Eigenart. In Dublin wird es gebraut, das Guinness, und es soll dort auch am besten schmecken. Doch das zähflüssige Gebräu ist nicht der Grund, weswegen Grossbritannien- und Irland-Korrespondent Martin Alioth regelmäsig in den Pub Stags Head geht. Er hat dort gelernt, wie bereichernd und ergiebig Smalltalk sein kann.
    13 min
  • «Rendez-vous mit Dublin»: Am Liffey-Ufer
    Schwarzer Teich heisst Dublin übersetzt. Mit rund einer halben Million Einwohnerinnen und Einwohnern ist Dublin die grösste Stadt und gleichzeitig die Hauptstadt der irischen Republik. Der Fluss Liffey teilt die Stadt an der irischen Ostküste in eine Nord- und eine Südseite; früher einen ärmeren und einen reicheren Teil. Am Liffey-Ufer lässt sich der wirtschaftliche Wandel ablesen, der Dublin in den letzten Jahrzehnten geprägt hat. Der Leffey als pulsierende Lebensader - es ist der erste Ort, den unser Korrespondent Martin Alioth fürs Rendez-vous mit Dublin ausgewählt hat. Martin Alioth ist Gast von Karoline Arn.
    16 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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