Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • «Eine Zukunft gibt es nur gemeinsam»
    Achim Steiner hat 177-tausend Angestellte und ein Budget von 5 Milliarden Dollar. Damit versucht er die Not in 170 Ländern weltweit zu lindern, wie er bei Ivana Pribakovic erzählt. Der Mann ist klar ein Weltverbesserer. Ein Optimist. Achim Steiner ist überzeugt, dass Hunger und Armut bis 2030 ausgerottet sein werden. Und er ist auch ein Diplomat: denn er muss Politiker davon überzeugen, dass ihre Entwicklungshilfe benötigt wird. Denn obwohl die UNO die grösste moralische und politische Instanz der internationalen Gemeinschaft ist, so ist die UNO finanziell doch abhängig von den Mitgliedstaaten. Also muss Achim Steiner auch um sein Geld kämpfen, indem er den Politikern den Sinn seiner Arbeit aufzeigt. Immer und immer wieder. In der heutigen Zeit schauen viele Staaten mehr auf eigene Interessen. Auch die Schweiz hat ihr Entwicklungsbudget gekürzt. Was sagt Achim Steiner dazu? Wieso ist es für die UNO schwierig, privates Geld für ihre Aktionen zu bekommen – und welche Wege sähe der Ökonom dazu? Ivana Pribakovic ist nach Genf gereist, um Achim Steiner zu treffen und ihm solche Fragen zu stellen.
    27 min
  • Wie viel ist das amerikanisch-nordkoreanische Abkommen wert?
    «Erste Schritte zur atomaren Abrüstung»: wie gross ist Donald Trumps Verhandlungserfolg wirklich? Bei Ivana Pribakovic erklärt Nordkorea-Experte Rüdiger Frank, was Nordkoreas Staatsoberhaupt Kim Jong Un wirklich will und wozu er ja gesagt hat. Es klingt historisch, die beiden Staatsoberhäupter sind euphorisch und jeder wird den heutigen Gipfel als eigenen Erfolg verkaufen wollen: US-Präsident Trump und Nordkoreas Staatsoberhaupt Kim Jon Un. Doch wie viel ist das Abkommen wirklich wert? Ist das wieder die Sensationsrhetorik, die, mit anderen Vorzeichen, bei der Eskalation des Konflikts zu hören war? Genug Wissen, um diese Fragen glaubwürdig zu beantworten, hat Rüdiger Frank. Der Nordkorea-Experte ist Universitätsprofessor und Vorstand des Institutes für Ostasienwissenschaften an der Universität Wien und Autor des Buches «Nordkorea – Innenansichten eines totalen Staates». Das Standardwerk hat er nach etlichen Aufenthalten in Nord- und Südkorea verfasst.
    27 min
  • Wie weiter nach dem Nein zu Olympia?
    Das Walliser Stimmvolk hat den Plänen für olympische Spiele 2026 in Sitten eine Abfuhr erteilt. Will man hierzulande einfach nichts mehr von Olympia wissen? Im Tagesgespräch bei Marc Lehmann kreuzen Brigitte Wolf, Präsidentin der Oberwalliser Grünen, und Staatsrat Christophe Darbellay die Klingen. Gewinnen unsere Spitzensportlerinnen und -Sportler olympisches Edelmetall, verfällt die Schweiz in einen kollektiven Siegestaumel. Doch von olympischen Spielen im eigenen Land will sie nichts wissen. Die Dimensionen zu gigantisch, das finanzielle Risiko zu unberechenbar, das Internationale Olympischen Komitees zu arrogant. Aber hätten nicht gerade redimensionierte Spiele in der Schweiz der Anfang eines neuen olympischen Zeitalters werden können? Wo, wenn nicht im demokratischen Alpenraum könnte die Rückkehr zu vernünftigeren Spielen gelingen? Die 51-jährige Biologin Brigitte Wolf, Präsidentin der VCS-Sektion Oberwallis kämpfte gegen die Walliser Olympia-Pläne. Der 47-jährige Staatsrat und ex-CVP-Präsident Christophe Darbellay dafür. Wie könnte es aus ihrer Sicht nun weitergehen?
    27 min
  • Peter Spuhler: «Politische Unsicherheiten gehören zum Geschäft»
    Weltweit erlebt der Protektionismus gerade ein Comeback. Für Schweizer Exportunternehmen ein unsicheres Umfeld. Stadler-Rail-Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler erzählt im «Tagesgespräch» von geplatzten Deals, aber auch von neuen Chancen. «Der Handelsstreit zwischen China und den USA eskaliert» oder «Die EU will Trump die Stirn bieten». So und ähnlich klingen die Schlagzeilen zur Weltwirtschaft derzeit. Was diese politischen Unsicherheiten im globalen Handel für die Geschäfte eines Schweizer Exportunternehmens bedeuten, weiss Peter Spuhler, der Verwaltungsratspräsident des Schienenfahrzeugbauers Stadler Rail, aus erster Hand. Ein grosses Geschäft von Stadler mit dem Iran liegt seit kurzem auf Eis, weil die USA aus dem Atomabkommen ausgestiegen sind und neue Sanktionen angekündigt haben. US-Präsident Trumps Sprunghaftigkeit ist ein Problem, sagt Spuhler im «Tagesgespräch», doch er ist auch pragmatisch. Ein Unternehmer müsse immer damit rechnen, dass die Welt sich von heute auf morgen komplett ändert. Barbara Peter hat Spuhler am Rande des Swiss Economic Forum SEF in Interlaken zum Gespräch getroffen.
    27 min
  • Theo Waigel, der Vater des Euro
    Die europäische Gemeinschaftswährung ist wieder unter Druck: Gerade als man dachte, die Krise sei überwunden, wird sie wegen der politischen Unsicherheit in Italien wieder bewusst. War das wirklich eine gute Idee mit dem Euro?, fragt Marc Lehmann den ehemaligen deutschen Finanzminister Theo Waigel. In Italien ist seit Kurzem eine populistische Regierung am Ruder, die offen mit dem Austritt aus der Währungsunion droht. Was würde das bedeuten für das grosse europäische Gemeinschafts- und Einigungsprojekt? Und hat man seit der Finanz- und Wirtschaftskrise wirklich aus früheren Fehlern gelernt.
    Der langjährige Bundesfinanzminister Theo Waigel gilt als einer der Väter des Euro. Er hat 1992 den Maastricht-Vertrag unterschrieben und war sechs Jahre später bei der Geburt der neuen Währung dabei. Was hat sie Europa und der Welt gebracht?
    Der 79-jährige Waigel ist Gast im «Tagesgespräch».
    27 min
  • Wolfgang Sobotka über Österreich, die Schweiz und Europa
    Österreich übernimmt im nächsten halben Jahr die EU-Ratspräsidentschaft. Die EU brauche einen Brückenbauer und Österreich wolle diese Rolle einnehmen, sagt der österreichische Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka im «Tagesgespräch», am Rande seines Besuchs diese Woche in Bern. Wolfgang Sobotka: Er hat als österreichischer Innenminister für Schlagzeilen gesorgt mit scharfen Aussagen zu den Themen Sicherheit und Migration. Doch der 62-jährige ÖVP-Politiker hat auch eine andere Seite: Seit letztem Dezember ist Sobotka österreichischer Nationalratspräsident und protokollarisch der zweite Mann im Staat. Als solcher zeigt er sich nun bemüht um ein konstruktives und lebendiges Parlament und er sucht den Dialog über alle Parteigrenzen hinweg.
    Aktuell auch über die Landesgrenzen Österreichs: Ab Juli übernimmt Österreich für ein halbes Jahr die EU-Ratspräsidentschaft. Im Vorfeld besucht Wolfgang Sobotka Europas Parlamente und wirbt für Österreichs EU-Pläne. Auch die Schweiz hat er diese Woche besucht. Wie steht es um das Verhältnis der beiden Länder? Wie kann die EU aus ihrer Krise finden? Und wie ist ihm persönlich der Wechsel vom Minister zum Nationalratspräsident gelungen? Antworten gibt Wolfgang Sobotka im «Tagesgespräch» bei Barbara Peter.
    26 min
  • Johann Schneider-Ammann und die Zukunft der Landwirtschaft
    Kein guter Abend gestern für den Landwirtschaftsminister: Der Nationalrat hat seine Gesamtschau Agrarpolitik zurückgewiesen und ausserdem der Reorganisation des Forschungsinstituts Agroscope eine Absage erteilt. Was nun?, fragt Marc Lehmann Bundesrat Schneider-Ammann im «Tagesgespräch». Der Bundesrat strebt eine Öffnung der Landwirtschaftspolitik an. Schweizer Agrarprodukte mit hohen Zöllen zu schützen, betrachtet er im Hinblick auf neue Freihandelsabkommen nicht als zukunftsträchtig. Anderen Exportbranchen sollen nicht die Chancen geraubt werden, von einer Landwirtschaft, die bezüglich der wirtschaftlichen Wertschöpfung kaum ins Gewicht fällt. Doch in der Politik gibt es an den Bauern kaum ein Vorbeikommen. Wie will Johann Schneider-Ammann sie als Landwirtschaftsminister ins Boot holen, damit er zugleich als Wirtschaftsminister den Exporteuren die Türen öffnen kann?
    Der Bundesrat ist nach einer kurzen Nacht zu Gast im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann.
    27 min
  • IKRK-Direktor Dominik Stillhart
    Syrien, Jemen und nun wieder Gaza: Die Kriege und Konflikte im Nahen Osten nehmen kein Ende. Da ist auch das Rote Kreuz gefordert und gelangt mit ständig neuen humanitären Operationen selber langsam an Grenzen. Wie behält IKRK-Direktor Dominik Stillhart die Übersicht?, fragen wir im «Tagesgespräch». Weltweit hat sich die Zahl der Konflikte, der Kriegs- und Bürgerkriegstoten sowie der Flüchtlinge im Vergleich zu vor zehn Jahren mehr als verdoppelt. Nimmt man die Anzahl Notleidenden als Massstab, ist die Welt in einem besorgniserregenden Zustand. In diesem Umfeld ist das Internationale Rote Kreuz als eine der grössten und ältesten Hilfsorganisationen an allen Ecken und Enden mit dem Schutz, der Pflege und der Versorgung der Zivilbevölkerung gefordert.
    Der 54-jährige Zuger Dominik Stillhart koordiniert als Direktor für weltweite Operationen die humanitären Einsätze des IKRK. Der studierte Volkswirt arbeitet seit fast 30 Jahren bei der Genfer Organisation und bringt selber viel Felderfahrung mit. Stillhart ist Gast von Marc Lehmann.
    27 min
  • Reto Knutti: Pariser Klimaabkommen: Ein Jahr nach Rückzug der USA
    Vor einem Jahr kündigte US-Präsident Donald Trump an, dass die USA aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen werden. Der Schweizer Klimaforscher Reto Knutti spricht im «Tagesgespräch» über den ausgebliebenen Domino-Effekt und über die Rolle der Wissenschaft beim Klimaschutz. Es war eine Ankündigung, die Wellen schlug: Heute vor einem Jahr teilte US-Präsident Donald Trump mit, dass sich die USA aus dem Pariser Klimaabkommen zurückziehen würden. Das Abkommen benachteilige die USA und treffe vor allem die US-Wirtschaft. Viele fürchteten nach dieser Ankündigung, dass andere Staaten dem Beispiel der USA folgen und den mühsam errungenen Vertrag verlassen würden. Das Klimaabkommen wurde Ende 2015 in Paris beschlossen und gilt als Meilenstein im Kampf gegen den Klimawandel. Es sieht vor, den Ausstoss von Treibhausgasen zu reduzieren und die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen.
    Der Domino-Effekt ist ausgeblieben, stellt der Schweizer Klimaforscher Reto Knutti ein Jahr nach der Ankündigung Trumps fest. Im «Tagesgespräch» ordnet er ein, wie es um die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens steht und spricht über das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Politik, zwischen Fakten und Meinung, beim Thema Klimawandel. Knutti ist Gast von Barbara Peter.
    24 min
  • Modell Patchwork-Familie: zum Scheitern verurteilt?
    Patchwork – das ist heute, 40 Jahre nach der 68er Bewegung, kein Problem mehr. Oder doch? Ein neuer Film thematisiert diese Lebensform, die überall im Vormarsch ist. Und zeigt schonungslos auf, wie fragil das Modell ist. Im «Tagesgespräch» diskutieren der Filmemacher und eine Patchwork-Expertin. Verlieben sich zwei Menschen ineinander, die schon vorher eine Familie mit Kindern gegründet haben, stellen sich ihnen besondere Herausforderungen für die gemeinsame Zukunft. Wie wird man wohnen, was passiert mit den Kindern, wer zahlt?
    Der amerikanisch-schweizerische Filmemacher Kaleo La Belle hat ein besonders anspruchsvolles Patchwork-Modell in Angriff genommen: nämlich seine Kinder mit den beiden Müttern von der Schweiz in die USA zu verpflanzen. Das Experiment hat er mit der Kamera festgehalten, sein Film «Fell in love with a girl» kommt heute in die Kinos.
    Welche Voraussetzungen erfüllt sein sollten, damit eine Patchwork-Familie gedeihen kann, weiss die Rechtsanwältin Cornelia Döbeli aus ihrer jahrelangen Praxis. Als Expertin im Beratungsteam der Zeitschrift «Beobachter» kommen ihr die unterschiedlichsten Fälle zu Ohren. Ihre Beobachtungen und Erfahrungen hat sie im Buch «Wie Patchworkfamilien funktionieren» zusammengefasst.
    Kaleo La Belle und Cornelia Döbeli sind Gäste von Marc Lehmann.
    27 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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